Keine Zeit zum Lesen? Mach' dir nen Kaffee und gönne dir 2 Minuten...

Vom Stress im Job über private Probleme bis hin zum Burn-Out Syndrom. Leistungsdruck gab es schon vor der Wirtschaftskrise, in der jungen Generation ist er besonders gross. Eltern helfen der Karriere ihrer Sprösslinge gerne auf die Sprünge. Einige sind bereit, hohe Summen in ihre Ausbildung zu investieren. Interview mit Fabian Teichmann…

Worin unterscheidet sich das Institut auf dem Rosenberg von anderen Schulen? Auf der Homepage heisst es, als eine der ältesten Privatschulen wolle es ihre Schüler zu mehr Weltoffenheit erziehen.

Karriere-Einsichten: Wie sehen Sie das?

Fabian Teichmann: “Durch das Zusammenleben mit Mitschülern aus über 30 Ländern lernen unsere Schützlinge, mit Menschen verschiedenster Herkunft umzugehen. Kleine Klassen und fünf verschiedene Schulsystem ermöglichen es uns, auf die Bedürfnisse aller Schüler einzugehen. Dabei werden Sprachkenntnisse ebenso gefördert wie Sozialkompetenz und kulturelles Verständnis.”

Schwerpunkt auf Sprachförderung

Karriere-Einsichten: Wie darf man sich einen typischen Tag am Institut auf dem Rosenberg vorstellen?

Fabian Teichmann: “Unsere Schüler werden um 07.00 Uhr geweckt und müssen pünktlich um 07.30 Uhr in Anzug und Krawatte (Jungen) bzw. Rock oder Kleid (Mädchen) zum Frühstück erscheinen. Von 08.00-11.45 Uhr haben sie Unterricht, anschliessend ein zwanzigminütiges Mittagessen, und dann bis 15.10 oder 16.00 Uhr Nachmittagsunterricht. Von 19.00-21.00 haben sie Studienzeit, und um 21.45 beginnt die obligatorische Nachtruhe.”

Karriere-Einsichten: Was erhoffen Sie sich von so einem durchgetakteten Tagesablauf sowie einer derartig konservativen Kleiderordnung?

Fabian Teichmann: “Unsere Schüler müssen lernen, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dazu gehören und anderem Selbstdisziplin sowie eine gewisse Kompatibilität mit den gängigen Normen der Geschäftswelt.”

Karriere-Einsichten: Was machen ihre Schüler in Ihrer Freizeit?

Fabian Teichmann: “Viele unserer Schüler widmen einen Grossteil ihrer Freizeit den Vorbereitungen für den Rosenbergball. Sie werden beispielsweise von September bis November jeden Abend von 18.00 bis 19.15 Uhr im Walzer tanzen unterrichtet. Mehrere Gruppen trainieren sie mit Zirkusartisten, um ihre Eltern mit einem Akrobatikprogramm beeindrucken zu können.

Viele Freizeitmöglichkeiten

Ausserdem bieten wir zahlreiche Sportprogramme und die Mitgliedschaft in einen der Clubs und Komitees an (Culture Club, Charity Comitee, Student Comitee) an. So helfen wir unseren Schülern, ein gesundes Gleichgewicht zu finden.

„bildung – ein krisensicheres Pfund“

„Im Laufe der jüngsten Finanzkrise haben viele Menschen ihre Häuser und Wertanlagen verloren, aber bisher ist mir niemand begegnet, dem seine Erziehung oder Ausbildung abhanden gekommen ist.“

Karriere-Einsichten: Welche Karriere-Perspektiven haben denn die Absolventen dieses Internats?

Fabian Teichmann: Viele unserer Schüler entscheiden sich für eine Karriere auf internationaler Ebene. Durch ihre Freunde aus aller Welt entwickeln sie bereits im Jugendalter ein großes Interesse an fremden Kulturen. Danach folgt meist ein Auslandsstudium, zum Beispiel in London oder den USA.

Unser College Counseling ist bei der Wahl einer passenden Universität behilflich. Durch ihre ausgeprägten Sprachkenntnisse sowie ihre überdurchschnittliche Sozialkompetenz sind unsere Absolventen bei potentiellen Arbeitgebern sehr beliebt. Viele von ihnen sind in der freien Wirtschaft erfolgreich, andere widmen ihr Leben der Wissenschaft oder kreativen Berufen.”

Karriere-Einsichten: Das hohe Schulgeld lohnt sich also?

Fabian Teichmann: Die Ausbildung am Institut auf dem Rosenberg ist ein Investment in die Zukunft Ihrer Kinder.

Über den Autor: Fabian Teichmann war selbst Schüler am Institut auf dem Rosenberg in St. Gallen. Sein Lebenslauf gleicht einem Ranking von Top-Universitäten: Harvard University, London School of Economics and Political Science sowie die Università Commerciale Luigi Bocconi. Er spricht acht Sprachen, geht zweimal täglich joggen und arbeitet ca. 70 Stunden pro Woche…

Artikelbild: Robert Kneschke/ Fotolia.com

4 Kommentare

Kommentieren