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In vielen Branchen gehört das Studium zu den wichtigesten Schritten auf deiner Karriereleiter, ob online oder klassisch im Hörsaal, via Apps oder Aktenordner. Dazu brauchst du ein gutes Zeitmanagement, Motivation und vieles mehr. Fünf Tipps die dich weiterbringen…

Mittlerweile lässt sich das Pauken an der Uni mit mehr unterschiedlichen Lebenssituationen vereinbaren, als das früher der Fall war. Die Technik macht’s möglich. Daher sehen sich immer mehr Menschen nach der Möglichkeit eines Fernstudiums um. Die aktuellen Zahlen des Fachverbands Forum DistancE-Learning belegen den Trend.

Die Fernunterrichtsstatistik für das Jahr 2012 verbucht über 411.000 Fernlerner, das entspricht einer Zunahme von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Knapp 150.000 Fernschüler absolvieren ein Fernstudium, der Rest bildet sich im sub-akademischen Bereich weiter.

Vor allem die Themensegmente Wirtschaft sowie kaufmännische Praxis rangieren mit gut 28 Prozent ganz oben auf der Beleibtheitsskala der Fernlerner. Außerdem populär zeigten sich schulische Fernlehrgänge, die 16 Prozent der Fernschüler belegten. Weitere 14 Prozent der Distance-Lernenden entfallen auf technische und betriebswirtschaftliche Fernstudiengänge sowie auf die Qualifizierung zum Übersetzer.

Zwar gibt es Unterschiede bei den Präferenzen zwischen Frauen und Männern, über alle Fächer hinweg ist das Verhältnis doch recht ausgeglichen. Im akademischen Fernstudium finden sich 45 Prozent Studentinnen, entsprechend sind 55 Prozent männliche Fernlerner.

Neuauflage vom “fliegenden Klassenzimmer”

Die steigende Beliebtheit des Fernstudiums ist nicht zuletzt einem bundesweiten Aktionstag geschuldet, dem Fernstudientag. 2015 findet der Aktionstag bereits zum zehnten Mal in Deutschland statt. Dabei bieten viele Universitäten, Institute und Fernhochschulen spannende und informative Einblicke in den Alltag des Distance-Learnings.

Dank des Online-Angebots aus virtuellen Klassenzimmern, Chats, Aktionen auf Lernplattformen und in Online-Konferenzen lassen sich ganz einfach und unverbindlich viele handfeste Informationen rund um das flexible Lernen von zu Hause aus erfahren. Der Aktionstag versucht bewusst ein breites Publikum anzusprechen. Denn nicht nur frische Schulabgänger sind unter den Fernlernern, die Unter-26-Jährigen machen nur rund 22 Prozent aus. Die große Mehrheit ist zwischen 26 und 40 Jahre alt. Weitere 25 Prozent aller Fernlerner sind über 40 Jahre alt.

Damit liegt der Altersdurchschnitt beim Fernstudium höher als an traditionellen Hochschulen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Berufstätige, die sich neben dem Job weiter qualifizieren möchten, die bequeme Möglichkeit des Fernstudiums nutzen. Das Fernstudium scheint einfach perfekt in die heutige Zeit zu passen.

Flexibel, zu jeder Tages- und Nachtzeit lassen sich die Lektionen bequem online abrufen und in den heimischen vier Wänden im eigenen Tempo durchgehen. Schließlich wissen Pädagogen schon lange, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt, die nicht alle im rigiden Unisystem gleich gut klar kommen.

Soft-Skill-Setup: Selbstdisziplin & Co

Wer ein Fernstudium schafft, der beweist durchaus schätzenswerte Qualitäten. Personaler loben die Selbstdisziplin, die ein erfolgreicher Fernlerner ohne Zweifel mitbringen muss. Weitere große Pluspunkte beim Einstellungsgespräche sind die Erfahrung bezüglich des eigenen Zeitmanagements und die Fähigkeit zur Eigenmotivation, die Studenten im Fernstudium erlernt haben sollten. Wer dem Chef zeigt, dass der Abschluss in Eigenregie gut von der Hand ging, ist dem Job, oder der Beförderung, ein gutes Stück näher gekommen.

„Uni-Abschluss, ein Karriere-Katapult?“

Keine Frage, so ein Uniabschluss kann die Karriere auf ein ganz anderes Level hoch katapultieren. Doch das Lernen im Fernstudium läuft anders als an einer Präsenzhochschule. Dabei sind folgende Dinge entscheidend.

Zeitmanagement – Wer auf das Fernstudium setzt hat häufig noch andere Verpflichtungen. Vollzeitjob, Familie, Kinder oder zeitraubendes Hobby – Das Fernstudium ganz nebenbei zu absolvieren ist gar nicht so leicht. Viele unterschätzen den zeitlichen Lernaufwand, denn neben den Hausaufgaben gibt es jede Menge Lesestoff. Effektives Zeitmanagement von Anfang an wird zur Notwendigkeit, um nicht schon anfangs in Hinken zu kommen und allen Verpflichtungen fair gerecht zu werden. Fernlerner sollten sich bewusst das erste Semester als Lektion in Sachen Zeitmanagement vornehmen und ihre eignen Zeitmanagementfähigkeiten analysieren.

Sollte in den ersten sechs Monaten klar werden, dass Prokrastination kein Problem ist, umso besser. Falls die “Aufschieberitis” aber zum dauerhaften Phänomen wird, gibt es Handlungsbedarf. Im ersten Semester ist genau der richtige Zeitpunkt dafür, damit der Rest des Studiums nach Plan verläuft. Dazu gehört es auch einen realistischen Plan aufzustellen. Vor allem Berufstätige neigen dazu den Stundenplan zu voll zu stopfen und unterschätzen wie anstrengend das Lernen nach Feierabend tatsächlich ist.“Berufstätige neigen dazu den Stundenplan zu voll zu stopfen und unterschätzen wie anstrengend das Lernen nach Feierabend tatsächlich ist.”

Motivation – Am Anfang ist die Motivation selten ein Problem. Je länger das Studium jedoch dauert, desto häufiger schleichen sich die quälenden Fragen nach dem “Warum” ein. Von solchen Momenten der Schwäche sollte man sich jedoch nicht runterkriegen lassen. Selbst die stärkten Athleten müssen den eigenen Schweinehund immer wieder überwinden, um siegreich aus dem Wettkampf zu gehen.

„Immer das Ziel im Auge behalten!“

Für Fernlerner gilt deshalb: Immer das Ziel im Auge behalten! Der Preis ist der Universitätsabschluss, der viele weitere Türen im Leben öffnen wird können. Pausen und Belohnungen machen den Weg dorthin einfacher. Das können genauso kleine wie große Genüsse sein, diese sollten aber bewusst genossen werden. So tankt man Kraft und Energie für die nächste Lerneinheit.

Videokonferenzen: Emotion trifft Information

Isolation – Die eigenen vier Wände sind zwar gemütlich, beim Lernen ist der aktive Austausch aber durchaus wichtig. Viele Fernhochschulen fördern deshalb den direkten Austausch zwischen den Kommilitonen, zum Beispiel via Skype. So können Hausaufgaben gemeinsam gelöst, schwierige Aufgaben nochmal durchgesprochen oder kontroverse Themen kräftig diskutiert werden. Wer wenig Kontakt zu den weit verstreuten Kommilitonen hat, weil er zum Beispiel aus dem Ausland am Fernstudium teilnimmt, sucht sich lokal Gleichgesinnte und bildet eine Lerngruppe.

Gemeinsames Lernen in der Bibliothek oder im Café kann sehr produktiv sein. Selbst wenn die anderen in der Lerngruppe nicht im gleichen Studiengang sind, so können sie doch die Situation nachvollziehen und gegeben falls Feedback und Support geben. In der Gruppe fällt das Lernen vielen Menschen leichter, selbst wenn jeder still für sich lernt. Die Anwesenheit der anderen Gruppenmitglieder ist eine Art von Motivation.

Finde deine Lernoase!

Ablenkungen und Zeiträuber – Zuhause gibt es immer was zu tun. Sei es der Abwasch, der sich im Spülbecken türmt, die E-Mails oder das Fernsehprogramm. Studenten an Präsenzhochschulen genießen den Frontalunterricht, Fernlerner haben dagegen mit jeder Menge Ablenkungen zu kämpfen. Deshalb ist es wichtig bewusst alle Ablenkungen auszuschalten.

Eine angenehme Lernumgebung ist wichtig, dazu kann auch für den einen oder anderen Fernlerner leise Musik gehören. Der Fernseher sollte aber aus bleiben, denn die schnellen Bewegungen lenken zu stark vom Lernstoff ab. Am besten wird auch das Mobiltelefon für die Lerneinheit auf stumm gestellt. Konzentriertes Lernen klappt so einfacher.

Ortswechsel – Auf der Couch ist es zwar bequem, aber das aufrechte Sitzen ist für die Gedächtnisleistung viel förderlicher. Zu Hause neigen wir dazu uns ein wenig gehen zu lassen und das ist gar nicht gut für die Noten. Ortswechsel können wahrlich Wunder bewirken. Ein Café, die Bibliothek oder ein anderer öffentlicher Ort könnte zum optimalen Lernort werden.

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Artikelbild: loreanto/ Shutterstock

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