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Eigenes Gehalt, eigenes Auto, eigene Wohnung – Millionen von Auszubildenden und Studenten starten jedes Jahr ins Berufsleben. Die wenigsten Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben dann das Thema Versicherungen auf dem Zettel. Und noch viel schlimmer: Die meisten Young Professionals wissen überhaupt nicht, welchem Risiko sie sich aussetzen. Dr. Marco Adelt klärt auf…

Warum Risiko? Zu Beginn der beruflichen Laufbahn wirkt kaum ein anderes Thema so irrelevant wie eine mögliche Berufsunfähigkeit. Der Gesundheitszustand ist meist einwandfrei und viele sind noch sportlich aktiv. Die Idee, dass man als junger Mensch den Beruf, in dem man gerade erst so richtig durchstartet, eines Tages nicht mehr ausüben kann, scheint unvorstellbar. 

Jeder Vierte wird irgendwann arbeitsunfähig 

So verwundert es auch nicht, dass nicht mal jeder Zehnte zwischen 18 und 24 Jahren die Absicherung seiner Arbeitskraft in Betracht zieht. Das zeigt eine repräsentative Befragung von CLARK zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov. Und auch im Bundesdurchschnitt würden nur 12 Prozent der Deutschen ihre Arbeitskraft absichern wollen. Doch laut der deutschen Aktuarvereinigung (DAV) wird rund jeder vierte Deutsche mittlerweile früher oder später berufsunfähig.

„sehr viel häufiger: psychische Erkrankungen wie Burnout, Depression etc.“

Dass dabei nicht nur körperliche Probleme zur Berufsunfähigkeit führen können, sondern sehr viel häufiger noch psychische Erkrankungen, wissen die Wenigsten. Häufig sind psychologische Hintergründe, wie Depressionen oder Anpassungsstörungen die Auslöser. Mit durchschnittlich 43 Prozent sind diese laut Stiftung Warentest der häufigste Grund, weshalb Menschen nicht mehr ihrem Beruf nachgehen können.

Die Anzahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen hat sich im Zeitraum von 1997 bis 2017 sogar verdreifacht, wie der Psychoreport der Krankenkasse DAK belegt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) deckt alle diese Fälle ab. Sie zahlt eine monatliche Rente – und das bereits, wenn der Versicherte für mehr als sechs Monate nur noch 50 Prozent seiner Arbeitsleistung erbringen kann.

Dr. Marco Adelt (Foto: Privat/ NN)

Gibt es Alternativen zur BU?

“Das ist mir aber zu teuer.” oder “Da springt doch der Staat ohnehin ein.” – wer aus Kostengründen oder aufgrund einer bestehenden Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will oder kann, sucht meist nach Alternativen. Einen gleichwertigen Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es jedoch leider nicht, denn bei den bestehenden Alternativen muss man grundlegende Abstriche in Kauf nehmen:

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung

(+) Auch psychische Erkrankungen sind versichert 

(-) Rente wird nur ausbezahlt, wenn man gar keiner Arbeit mehr nachgehen kann

Grundfähigkeitsversicherung

(+) Rentenauszahlung beim Verlust grundlegender Fähigkeiten (wie Sprechen oder Sehen)

(-) Bestimmte Fähigkeiten werden abgesichert (diese werden in Gruppen eingeteilt) 

(+/-) Eine Multi-Risk-Versicherung als Erweiterung zusätzliche Bausteine abdecken und  Schutz bieten (bspw. schwerer Behinderung, Pflegefall oder dem Verlust grundlegender Fähigkeiten)

Dread-Disease-Versicherung

(+/-) Einmalbetrag statt Rentenzahlung

(+/-) Deckt nur Krankheiten wie Krebs oder Schlaganfall ab

(-) Psychische Erkrankungen sind ausgeschlossen, weil es keine schwere Krankheit ist

Wer Arbeitskraft und Lebensstandard absichern will, für den gibt es also kein Vorbeikommen an der BU. Sinnvoll ist sie für alle, die finanzielle Verpflichtungen haben und diese durch ihr Einkommen decken: egal ob Student, Handwerker oder Büromitarbeiter. Auch für Selbstständige ist ein guter Versicherungsschutz essentiell, besonders auch die BU. Denn der Staat kommt nicht mit einer Erwerbsminderungsrente für diese Gruppe auf. Wer als Selbstständiger berufsunfähig wird, gerät damit unter Umständen nicht nur selbst in finanzielle Nöte, sondern auch mitsamt der ganzen Firma. 

Einmal für den Weg in eine BU entschieden, folgen schnell weitere Fragen: Wie hoch sollte die Rente sein? Wie lange lässt man den Vertrag laufen? Wann ist der beste Zeitpunkt, um eine solche Versicherung abzuschließen? Weil die Angebote, Fallstricke und Tarife vielfältig sind, sollte der Abschluss einer BU immer mit einer Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsexperten einhergehen. Grundsätzlich gilt jedoch:

  1. Je früher, desto besser: Wer bereits früh die Versicherung abschließt, kann mit niedrigeren Beiträgen rechnen.
  2. Immer ehrlich sein: Wer bei den Gesundheitsfragen nicht die Wahrheit sagt, kann später Probleme kriegen, weil die Versicherung bei Falschangaben den Vertrag kündigen oder die Zahlung im tatsächlichen Schadensfall – also bei vorliegender Berufsunfähigkeit – verweigern kann.
  3. Genug absichern: Was “genug” bedeutet, ist in diesem Fall von Person und Lebensstandard abhängig. Am Ende solltest du dich fragen, welchen Lebensstandard du im Notfall beibehalten willst. Die meisten Experten empfehlen eine Absicherung von ca. 70 bis 80 Prozent deines aktuellen Nettoeinkommens.
  4. Bis zur Rente absichern: Wichtig ist, den BU-Schutz nahtlos bis zum Renteneintritt abzuschließen. Denn schon vier, fünf Jahre ohne zusätzliche BU-Rente können ein großes Loch in deinen Geldbeutel reißen. 
  5. Monatliche Beiträge bei Bedarf anpassen: Wer die BU früh abgeschlossen hat, ist unter Umständen mit einem niedrigeren abzusichernden Einkommen eingestiegen. Die vereinbarte Rente sollte daher regelmäßig angepasst werden – bspw. wenn ein größerer Karriere- und Gehaltssprung hinter dir liegt oder du nicht mehr nur für dich alleine, sondern auch eine Familie aufkommst.

Fazit: Egal ob am Berufsanfang oder schon weiter oben auf der Karriereleiter – eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig, um das finanzielle Auskommen und damit den eigenen Lebensstandard abzusichern. Wer also sein Smartphone vor dem Absturz oder sein teures Rennrad vor Diebstahl schützt, sollte auch an etwas viel Wichtigeres denken in seinem Leben: den Schutz der eigenen Arbeitskraft. Denn die ist die Voraussetzung für die Aufrechterhaltung deines Lebensstils. 

Über den Autor: Dr. Marco Adelt ist gelernter Wirtschaftsjurist und promovierter Betriebswirt. Als Versicherungsmakler hat Marco Adelt zudem mehrere Jahre Privat- und Gewerbekunden beraten und das Handwerk bereits vor 20 Jahren von Grund auf gelernt. 2015 hat er zusammen mit Dr. Christopher Oster, Steffen Glomb und Chris Lodde CLARK in Deutschland gegründet. CLARK bietet seinen Kunden eine voll-digitale Möglichkeit ihre Versicherungen zu verbessern.

Artikelbild: pathdoc/ Shutterstock

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