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Er wurde umjubelt, heiss geliebt aber auch gehasst. John F. Kennedy, kurz „JFK“ war einst einer der reichsten Männer der USA – und für drei Jahre auch der mächtigste. Sein Vater kaufte Wahlen, alles für die Karriere seines Sohnes. Genügend Stoff für ein Theaterstück, „Boston Princess“…

Das Ende eines amerikanischen (Alp)traums. Im November 1963 nimmt die Welt Abschied von JFK (John F. Kennedy), dem ermordeten Präsidenten. Auf dem Arlington-Friedhof, wo Amerika seine Helden begräbt, kommt seine Familie noch einmal am Sarg zusammen. Witwe und Bruder des Verstorbenen trösten einander, doch schon bald zieht es Jacqueline Kennedy weg aus dem Land der Mörder ihres Ehemanns.

Robert F. Kennedy dagegen nimmt sich vor, Amerika endlich richtig kennenzulernen, abseits der Komfortzone für Jungs aus reichem Hause, wie er und sein Bruder es gewesen sind. Was er auf seiner Reise an sozialem Elend im reichen Amerika sieht, bringt ihn dazu, die Regierungszeit an der Seite seines Bruders noch einmal zu reflektieren. Waren die Ziele, für die sie beide in den knapp 1000 Tagen ihrer Regierung kämpften, die richtigen?

1000 Tage Amerikanischer Alptraum

Oder hat nicht vielmehr mit den Kennedys der ganze amerikanische Staatsterrorismus überhaupt erst begonnen? Robert, genannt »Bobby«, entschließt sich, in die Fußstapfen seines Bruders zu treten und sich um die Präsidentschaftskandidatur zu bewerben. Mit dem Sieg bei den Vorwahlen in Kalifornien ist er diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Im Hotel Ambassador soll gefeiert werden, doch plötzlich steht der Geist des verstorbenen Bruders bei Bobby im Zimmer.

„Schein und Sein“

Man schreibt mittlerweile das Jahr 1968, JFK ist seit fünf Jahren tot und die Welt hat sich seit dem Attentat in Dallas gewandelt. Es ist die Zeit der Rassenunruhen und der Bürgerrechtsbewegung, die Zeit des Kriegs in Vietnam. Zusammen durchleben der tote Präsident und der lebendige Kandidat noch einmal die Stationen ihres gemeinsamen Wegs.

Strippenzieher, Spin-Doctors und ein Übervater

Die Invasion der Schweinebucht, die Feindschaft mit Fidel Castro, die Kuba-Krise, die die Welt an den Rand des Atomkriegs brachte. Die Kennedy-Brüder legten sich mit CIA und FBI an, rangen mit Militär und Mafia. Für die Fernsehkameras inszenierten sie die heile Familienwelt, hinter den Kulissen zog Übervater Joe die Fäden für seine Jungs.

Doch hinter dem strahlenden Kennedy-Mythos lauern die Abgründe: Jacks schwere und mühsam versteckte Krankheit, seine Verbindungen zu kriminellen Kreisen, seine Affären mit zahllosen Frauen – und mit der alles überstrahlenden Marilyn Monroe, deren Songs den Theaterabend musikalisch einrahmen. Fassaden, Glanz und Glamour, »the show must go on«: in jener Nacht im Ambassador Hotel wird sich Amerikas Schicksal entscheiden.

Artikelbild: Syda Productions/ Shutterstock

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