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Immer mehr Firmen gehen dazu über, ihre Bewerber nicht nur per eingereichter Unterlagen zu screenen sondern auch, bevor es zu einem Vorstellungsgespräch vor Ort kommt, zu einem Skype-Interview zu laden. Auch bei der Arbeit nehmen Video-Chats im Youtube-Zeitalter zu. Silke Bumenröder hat mit Peter Flume dazu gesprochen…

Wer sich nicht persönlich gegenübersitzt, tut sich oft schwer, mit einander warm zu werden. Ein paar lockere Sätze über das Wetter oder eine unverfängliche Frage zum Unternehmen können das Eis brechen. „Sie können Ihr Gegenüber fragen, wie es ihm geht, der Weg heute Morgen ins Büro war oder ob er das Fußballspiel gestern im Fernsehen gesehen hat“, rät Erik Boos vom Experten für Videoberatung, Snapview.

Dranbleiben und nicht abschweifen

Wenn nach einigen Minuten die Gedanken abschweifen, sollten Bewerber konzentriert bleiben. „Auch ein Video-Gespräch kann große Bedeutung haben und über die berufliche Zukunft entscheiden“, erläutert Rhetoriktrainer Peter Flume. Er rät in seinen Tutorials zum richtigen Verhalten in der Videokonferenz dazu, Monologe zu unterlassen und sich deutlich auszudrücken.

Denn nicht immer werden Stimme und Bild optimal übertragen. Wer außerdem durch Fragen sicherstellt, dass er richtig verstanden hat, signalisiert nicht nur Interesse am Job, sondern verifiziert auch ausgetauschte Informationen. „Bitte nicht nebenher Mails checken oder auf Nachrichten antworten. Stellen Sie jede Benachrichtigung ab, die stören könnte“, weiß Flume.

Peter Flume rät dazu, besonders in Calls achtsam zu sein. Noch mehr als im analogen Modus... (Foto: privat)
Peter Flume rät dazu, besonders in Calls achtsam zu sein. Noch mehr als im analogen Modus… (Foto: privat)

Gute Haltung, angenehme Stimme

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Wer aufrecht sitzt und häufig lächelt, kommt sympathischer rüber. Bewerber sollten sich das zu Nutze machen. Die Stimme klingt dann außerdem voller, als mit krummem Rücken und Jobanwärter wirken professioneller und selbstbewusster. Auch ist es durchaus nützlich, mit den Händen passende Gesten auszuführen, rät Flume.

Allerdings sollten Teilnehmer den Bildausschnitt berücksichtigen und nicht außerhalb des Kamerawinkels fuchteln. Falls manchmal noch die Übertragungsrate hakt, ist es sinnvoll nicht zu schnell zu sprechen oder zu gestikulieren. Laut einer Studie des Allensbach-Instituts machen Mimik und Gestik mehr als die Hälfte eines Gesprächs aus, die Stimme zählt zu einem Viertel und nur ein Fünftel entfällt auf den Inhalt.

Licht und Hintergrund optimieren

Im richtigen Rampenlicht wollen Bewerber auf jeden Fall stehen. Beleuchtung sollte von schräg vorne oder beiden Seiten kommen. Nicht von hinten oder frontal, erklärt Boos. Sonst gibt es Schatten oder der Arbeitssuchende ist überhaupt nicht zu sehen.

„Nicht vorm eigenen Bild erschrecken“

Wer nicht im Dunkeln sitzen möchte, sollte auch über den Hintergrund nachdenken: Bücher und Pflanzen sind dann gut, wenn sie nicht von Ihnen ablenken oder zu unruhig wirken. Ein heller, einfarbiger Hintergrund mit wenigen Hinguckern ist ideal.

Outfit nicht vergessen

Passende Kleidung ist immer wichtig. Verrückte Muster und zu viel Farbe kommen nicht gut an. Videoexperte Boos. „Das wirkt in der Webcam sehr unruhig.“. Zusätzlich sollte die Kleidung einen Kontrast zum Hintergrund bilden, damit der Bewerber sich gut abhebt. 

„Die Leute erschrecken vor ihrem eigenen Bild, statt sich gezielt in Szene zu setzen“, sagt der Schauspieler Vincent Courtens. Sein Tipp: Die persönliche Marke herausstellen und Alleinstellungsmerkmale setzen, allerdings dabei professionell bleiben.

Artikelbild: everything possible/ Shutterstock

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