Karriere-Einsichten http://karriere-einsichten.de Das Magazin. Werteorientiert. Meinungsstark. Wed, 27 Apr 2016 15:18:07 +0000 de-DE hourly 1 http://karriere-einsichten.de/wp-content/uploads/2015/12/cropped-Signet-Karriere-Einsichten-32x32.png Karriere-Einsichten http://karriere-einsichten.de 32 32 Employer Branding: Garantiert (keine) Fachleute verlieren http://karriere-einsichten.de/2016/04/employer-branding-so-verliert-ihr-garantiert-keine-fachleute/ http://karriere-einsichten.de/2016/04/employer-branding-so-verliert-ihr-garantiert-keine-fachleute/#respond Wed, 20 Apr 2016 21:59:40 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9302 Das Marktumfeld wird immer komplexer. Und Arbeitgeber müssen sich klar positionieren, wollen sie doch den eigenen Erfolg am Markt sichern, nachhaltig! Von der Markenbildung hin zu mehr Authentizität als Schlüssel zum Erfolg… Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt diesbezüglich die Bildung von Marken. Während sowohl das Corporate Branding als auch Product Brands bereits weitgehend etabliert sind, gilt dies nicht für

Der Beitrag Employer Branding: Garantiert (keine) Fachleute verlieren erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Das Marktumfeld wird immer komplexer. Und Arbeitgeber müssen sich klar positionieren, wollen sie doch den eigenen Erfolg am Markt sichern, nachhaltig! Von der Markenbildung hin zu mehr Authentizität als Schlüssel zum Erfolg…

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt diesbezüglich die Bildung von Marken. Während sowohl das Corporate Branding als auch Product Brands bereits weitgehend etabliert sind, gilt dies nicht für das Employer Branding, dessen Potenzial im Kampf um die besten Mitarbeiter aber noch von viel zu wenigen Unternehmen genutzt wird.

Was ist Employer Branding?

Das Employer Branding dient in erster Linie dem Aufbau einer starken Unternehmensmarke, die in ihrer repräsentativen Wirkung ein in sich geschlossenes Bild des Unternehmens nach außen transportiert und darauf ausgerichtet ist, die Einzigartigkeiten herauszuarbeiten.

Im Gegensatz zu austauschbaren Imagekampagnen geht es beim Employer Branding um die Generierung einer Signalwirkung, die sich vorrangig auf den Bewerbermarkt auswirkt, in ihren Ausläufern jedoch auch den Endkundenmarkt erreicht. Das primäre Ziel dieser Arbeitgeber-Markenbildung ist damit die Verbesserung der Effizienz und Effektivität der Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern, indem Unternehmen potenziellen Bewerbern Perspektiven eröffnen, die diese davon überzeugen langfristig als Fach- und Führungskraft im Unternehmen zu agieren.

Die Vorteile des Employer Brandings liegen für seine Befürworter auf der Hand, denn Mitarbeiter, die Perspektiven haben und sich mit ihrem Arbeitgeber ähnlich stark identifizieren wie mit ihrem favorisierten Sportverein, sind nicht nur zufriedener, sondern arbeiten auch deutlich produktiver. Aktuell ist der Großkonzern Audi stark mit einer Employer Branding Kampagne in diversen Medien zu sehen.

Wie kann das Employer Branding umgesetzt werden?

Bevor es an die konkrete Umsetzung des Employer Brandings gehen kann, ist es zwingend erforderlich, die grundlegenden Werte des Unternehmens in eine Form zu gießen, welche die Marke sowohl nach innen als auch nach außen hin authentisch repräsentiert. Steht einmal das grundlegende Konzept, verfügen Arbeitgeber über zahlreiche Maßnahmen, mit deren Hilfe sich das Employer Branding umsetzen lässt.

Im Rahmen des internen Employer Brandings geht es darum, bereits vorhandene Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen zu binden, was vor allem durch eine Verbesserung der Unternehmenskultur erreicht werden kann. Kinderfreundliche Arbeitszeiten, Gleitzeit, Bonussysteme, Teambuilding-Maßnahmen und klar definierte Ziele sind diesbezüglich nur ein kleiner Auszug der möglichen Optionen.

Im Bereich des externen Employer Brandings spielen vor allem die Aktivitäten in sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Xing eine große Rolle, da insbesondere die Führungskräfte von morgen genau dort anzutreffen sind. Als besonders vielseitig gilt darüber hinaus der Einsatz von HR-Software, die das effiziente Ausschreiben und Besetzen von attraktiven Stellen papierlos und zeiteffizient gestaltet. Weitere Möglichkeiten für die Umsetzung betreffen unter anderem:

  • Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen
  • Teilnahme an Wettbewerben für Arbeitgeber
  • Mitarbeiter als Markenbotschafter einsetzen
  • Arbeitgeberbewertungsportale als Visitenkarte nutzen

Authentizität ist der Schlüssel zum Erfolg

Wie im Fall einer Produktmarke steht auch im Zentrum der Arbeitgebermarke ein Wertversprechen, das die Unternehmenskultur einfängt und es damit attraktiv erscheinen lässt. Wichtigste Voraussetzung ist dabei die absolute Authentizität der Marke, die sowohl die Werte als auch die einzigartigen Eigenschaften des Unternehmens ungeschönt widerspiegelt und Mitarbeitern ihre Chancen und Entwicklungsfähigkeiten vor Augen zu führen.

„Charisma, aber konstant“

Um sich von Wettbewerbern abzuheben und die talentiertesten Mitarbeiter rekrutieren zu können, muss die unternehmenseigene Employer Brand nicht nur einzigartig sein, sondern auch Flexibilität und Dynamik repräsentieren. Eine gute Arbeitgebermarke kennzeichnet sich trotz aller Variabilität durch eine konstante Philosophie, deren Charisma im Idealfall auch auf andere Sektoren wie die Absatzmärkte ausstrahlt, da sich beispielsweise auch Kunden durch ein dynamisches aber dennoch zielstrebiges Image angezogen fühlen.

Artikelbild: Ai825/ Shutterstock.com

Der Beitrag Employer Branding: Garantiert (keine) Fachleute verlieren erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/04/employer-branding-so-verliert-ihr-garantiert-keine-fachleute/feed/ 0
Talent vor Titel: Karriere machen, auch ohne Hochschul-Abschluss http://karriere-einsichten.de/2016/03/talent-vor-titel-karriere-machen-auch-ohne-hochschul-abschluss/ http://karriere-einsichten.de/2016/03/talent-vor-titel-karriere-machen-auch-ohne-hochschul-abschluss/#respond Tue, 15 Mar 2016 16:12:16 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9294 Mal Hand aufs Herz. Studieren ist schön und gut, erweitert den eigenen Horizont. Aber leisten Akademiker im Job wirklich so viel mehr, dass sich ein höheres Gehalt „rechnet“? Eine Studie sagt: Nein! Die Details fasst Michael Sudahl zusammen… Fachwirte, Meister oder IHK Betriebswirte müssen sich nicht hinter ihren Kollegen mit Studium verstecken. Das zeigt eine

Der Beitrag Talent vor Titel: Karriere machen, auch ohne Hochschul-Abschluss erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Mal Hand aufs Herz. Studieren ist schön und gut, erweitert den eigenen Horizont. Aber leisten Akademiker im Job wirklich so viel mehr, dass sich ein höheres Gehalt „rechnet“? Eine Studie sagt: Nein! Die Details fasst Michael Sudahl zusammen…

Fachwirte, Meister oder IHK Betriebswirte müssen sich nicht hinter ihren Kollegen mit Studium verstecken. Das zeigt eine von der DIHK veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft: 47 Prozent von ihnen sind Führungskräfte, bei den Akademikern sind es 39 Prozent.

In einem von fünf Unternehmen erzielen Absolventen einer Fortbildung ein höheres Gehalt, als Absolventen einer Hochschule. In mehr als der Hälfte ist es gleich hoch. Zwei Drittel aller Arbeitgeber bewerten Karrierechancen von Mitarbeitern, die sich auf dem zweiten Bildungsweg qualifizierten, im Vergleich zu Studierten als mindestens gleichwertig; knapp jeder sechste sogar als höherwertig.

Viele Stellenprofile fordern Studium, aber es gibt vielversprechende (Um)wege

Nach einer Weiterbildung zum Industriefachwirt hatte Tanja Buchmann die Fortbildung zum Betriebswirt begonnen, als sie sich auf eine intern ausgeschriebene Stelle im Controlling bewirbt. Im Stellenprofil ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium gefordert – oder gleich zu bewertende Kenntnisse.

Sie wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen und erhält eine vorläufige Zusage. „Bedingung für meinen neuen Arbeitsvertrag war, dass ich die IHK Prüfung bestehe“ erzählt Buchmann. Sie legt die Prüfung erfolgreich ab und bekommt die Stelle. Mit dem Wechsel steigt ihr Gehalt um 25 Prozent. „Inzwischen sind es fast 40 Prozent mehr, als auf meiner alten Stelle“, so Buchmann. Die Weiterbildung habe sich für sie bezahlt gemacht.

Beispiele wie das von Tanja Buchmann sind kein Einzelfall, wie Simone Stargardt weiß. Die Chefin der Privatakademie carriere & more hat jährlich mehrere hundert Teilnehmer in ihren Lehrgängen sitzen. Sie alle streben auf dem sogenannten zweiten Bildungsweg eine Qualifizierung an, mit der es auf der Karriereleiter nach oben gehen soll. „Der Löwenanteil bereitet sich bei uns auf einen IHK-Abschluss als Fach- oder Betriebswirt vor“, erklärt Stargardt.

Unterricht „nebenher“, meist am Wochenende und im Urlaub

Eine davon ist Tina Solenthaler. Bei ihrem mittelständischen Arbeitgeber gibt es nach ihrer Lehre als Industriekauffrau kein internes Weiterbildungs-Angebot. So beschließt sie selbst in ihre Zukunft zu investieren. Um sich zur Industriefachwirtin fortzubilden, besucht sie acht Monate lang jeweils samstags von neun bis fünf den Unterricht. Eine intensive Phase, so Solenthaler, in der Sie kaum Freizeit hatte: „Die meisten Wochenenden und meinen kompletten Jahresurlaub habe ich fürs Lernen verwendet.“

„Im Fitness-Studio hatte ich statt Musik meinen Unterrichtsstoff im Kopfhörer“

Eher leicht gefallen sei ihr alles, was mit Zahlen zu tun hat, wie Investitionen oder Deckungsbeiträge berechnen. Schwieriger fand sie gesamtwirtschaftliche Themen wie Tarifpolitik oder Arbeitsrecht. Karteikarten und CDs haben ihr das Lernen erleichtert: „Im Fitness-Studio hatte ich statt Musik meinen Unterrichtsstoff im Kopfhörer“, erzählt die 27-jährige. Außerdem habe ihr geholfen, dass die Dozenten außerhalb des Unterrichts per E-Mail zu erreichen waren, wenn noch Fragen aufkamen. Auch mit den anderen elf Kursteilnehmern habe sie sich regelmäßig ausgetauscht. „Einige neue Freundschaften sind in der Zeit entstanden“, erzählt die Schwäbin.

„Wer sich neben dem Beruf fortbildet, zeigt, dass er mehr kann und mehr will, als andere. Das wissen zukünftige Chefs zu schätzen“, weiß Stargardt. Der zweite Bildungsweg ist eine gute Alternative zum Studium. IHK-Fachwirte oder -Betriebswirte seien praxiserprobte Fachkräfte, die in jeder Firma gebraucht würden.

Infokasten: Wer sich nebenberuflich qualifizieren will, kann dafür eine IHK-Bildungseinrichtung oder eine private Akademie, wie carriere & more, wählen. Infoabende bieten eine gute Möglichkeit, um den Anbietern auf den Zahn zu fühlen. Bei bis zu 3500 Euro Kursgebühr lohnt der Vergleich. Qualitätskriterien sind dabei eine Geld-zurück-Garantie bei Nichtbestehen der IHK-Prüfung, eine Kursgarantie, möglichst wenig Dozentenwechsel und die Qualität der Lernmaterialien, sprich, wie umfangreich und sinnvoll diese sind.

Artikelbild: Ollyy/ Shutterstock.com

Der Beitrag Talent vor Titel: Karriere machen, auch ohne Hochschul-Abschluss erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/03/talent-vor-titel-karriere-machen-auch-ohne-hochschul-abschluss/feed/ 0
Kommunikationsknigge: Stimme, Schreibe und Persönlichkeit punkten http://karriere-einsichten.de/2016/03/kommunikationsknigge/ http://karriere-einsichten.de/2016/03/kommunikationsknigge/#respond Tue, 08 Mar 2016 20:35:47 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9296 Ob wir einen Kunden überzeugen, einen Kollegen zur Kooperation bewegen oder eine Beschwerde beantworten. Es geht immer darum, mit dem anderen erfolgreich zu kommunizieren. Tipps von Rhetorik-Experten… Wer mit Menschen telefoniert, ihnen schreibt oder sich trifft, muss kommunikativ vorbereitet sein. Denn nur wenn wir auf unser Gegenüber eingehen, authentisch und gekonnt argumentieren, erreichen wir unsere

Der Beitrag Kommunikationsknigge: Stimme, Schreibe und Persönlichkeit punkten erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Ob wir einen Kunden überzeugen, einen Kollegen zur Kooperation bewegen oder eine Beschwerde beantworten. Es geht immer darum, mit dem anderen erfolgreich zu kommunizieren. Tipps von Rhetorik-Experten…

Wer mit Menschen telefoniert, ihnen schreibt oder sich trifft, muss kommunikativ vorbereitet sein. Denn nur wenn wir auf unser Gegenüber eingehen, authentisch und gekonnt argumentieren, erreichen wir unsere beruflichen Ziele.

Gekonnt am Telefon: die Stimmung macht’s

Den Geschäftsführer, die Telefonistin und den Vorzimmerdrachen können Gesprächspartner oft schon an der Stimme von einander unterscheiden. Denn unser Sprechorgan sagt etwas über die Motivation, Stellung und Intention eines Menschen aus. „Professionalität, Kompetenz und Souveränität transportiert Ihre Stimme. Oder eben auch nicht“, weiß Carmen Rutzel, Stimmtrainerin aus Hamburg.

Übung macht den Meister: „Atem- und Körpertraining“

Letzteres passiert vor allem dann, wenn der Körper zu sehr angespannt, der Nacken steif und die Haltung schlecht ist. Stimmtraining bei ihr sei deshalb oft auch ein Atem- und Körpertraining. „Wer bewusst in sich hineinhorcht, der merkt schnell, wenn es in der Schulter klemmt oder im Kiefer zwickt.“ Ist der Vertriebsmensch nicht locker, kann sich die Stimme auch nicht voll entfalten.

„Beim Stimmtraining stellen wir die ursprüngliche Funktionalität von Atmung, Muskeln, Lippen und Stimmbändern wieder her. So kann die Stimme wieder richtig klingen“, sagt die Stimmpädagogin mit Schauspiel-Hintergrund. Vertrieblern, die sich auf ein wichtiges Akquisegespräch vorbereiten, rät Rutzel, sich bewusst zu entspannen, tief durchzuatmen und eine gerade Haltung einzunehmen.

„Das Gegenüber hört es, wenn Sie unausgeglichen sind oder in „Schildkrötenhaltung“ am PC sitzen“, weiß die Stimm-Expertin. Spezielle Grifftechniken wie Knautschen oder Quetschen helfen der Gesichtsmuskulatur und dem Kiefer beim Entspannen.
Zwar könne man aus einem Piepsstimmchen keinen tiefen Alt machen.

Aber das Beste aus den eigen Gegebenheiten herausholen und die Persönlichkeit des Sprechenden unterstützen. Außerdem: „Sind Stimme und Körper locker, fließt der Inhalt auch besser“, bemerkt Rutzel.

Schriftlich gut formuliert und damit positiv auffallen

Michael Sudahl vom Journalistenbüro der Medienberater weiß, worauf es beim Schreiben ankommt: „Es sind rund 20 Schreibregeln, die es zu berücksichtigen gilt“, weiß der PR-Berater und Kommunikationstrainer. In seinen Seminaren für große Fluggesellschaften und Dax-Unternehmen stellt er immer wieder die gleichen Fehler fest: Zu lange und verschachtelte Sätze, Passivkonstruktionen, zu viele Fremdwörter und Floskeln.

„Im Grunde geht es darum, vom Leser verstanden zu werden, seine Botschaft zu platzieren und ein positives Gefühl zu hinterlassen“, erläutert Sudahl. Egal, ob es sich um eine Antwort auf eine Kundenbeschwerde handelt, oder einen Akquisebrief.

Schreiben ist ein Handwerk, das Vertriebsmitarbeiter lernen können. Der Trainer empfiehlt deswegen seinen Teilnehmern, sich für jede Woche eine Regel vorzunehmen. „In Woche eins denken Sie an die Satzlängen, in Woche zwei versuchen Sie verständlicher zu schreiben und in Woche drei lassen Sie sich besonders interessante Einstiegssätze einfallen“, sagt der Schorndorfer. Wenn auch nicht jeden Tag viel hängen bleibt, so verbessert sich der Schreibstil insgesamt in überraschend kurzer Zeit.

Der schriftlichen Kommunikation kommt nach Meinung des Chefs von drei Mitarbeitern eine große Bedeutung zu: „Schriftliches ist nachhaltig. Wer Fakten liest, merkt sie sich besser, als wenn er sie bloß hört“, weiß Sudahl. Außerdem können E-Mails ausgedruckt, weitergeleitet und beliebig reproduziert werden. An der schriftlichen Präsentation zu arbeiten lohne sich deswegen immer.

Persönlich überzeugen: mehr Zuhören

Sind die Hürden am Telefon und per Mail gemeistert, steht das persönliche Treffen an. Hier gilt es, das Gegenüber vollends von sich zu überzeugen. Denn bei dieser Gelegenheit können Vertriebsmitarbeiter schon ihren ersten Knopf an den Auftrag machen. „Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus. Lassen Sie Ihrem Gesprächspartner Zeit, sich zu akklimatisieren“, gibt Rhetoriktrainer Flume als Tipp.

„Wer fragt der führt“

Der Trainer mit mehr als 25 Jahren Erfahrung glaubt auch, dass manchmal zuhören besser ist, als selbst zu reden. „Stellen Sie Fragen, zeigen Sie dem anderen, dass Sie Interesse an seinen Bedürfnissen haben und lassen Sie ihn ausführlich zu Wort kommen. So geht echte Wertschätzung“, fordert Flume auf. Wer fragt, der führt – heißt es außerdem immer wieder in der klassischen Managerliteratur. Und wer unentwegt von sich selbst redet, bekommt vom Gesprächspartner wenig mit.

Wer seine Redezeit optimal ausnutzen will, sollte ruhig bleiben und sich im Vorfeld die wichtigsten Fakten zurechtgelegt haben. Eine entspannte und authentische Körpersprache unterstützt die persönliche Wirkung. „Keine Sorge: Nervös sein ist erlaubt, das zeigt, dass Sie Interesse an dieser Begegnung und deren Fortgang haben“, beruhigt der Rhetoriker aus Nürtingen.

Kommt es zur Verhandlung von Preis oder Konditionen hilft nur gute Vorbereitung weiß der Rhetorik-Experte. „Im Vorfeld sollte klar sein, worauf Sie hinverhandeln“, sagt der Trainer. Wichtig sei es auch, sich in der Vorbereitung des Gesprächs zu überlegen, in welchen Punkten man dem Verhandlungspartner entgegen kommen kann und in welchen nicht.

Und für die gute Stimmung gibt Flume noch einen Abschlusstipp: „Auch wenn Sie sich in der Sache nicht immer einig sind, sollten Sie den anderen weiterhin wertschätzend behandeln.“

Artikelbild: Olly/ Shutterstock

Der Beitrag Kommunikationsknigge: Stimme, Schreibe und Persönlichkeit punkten erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/03/kommunikationsknigge/feed/ 0
Zeitarbeit: Karriere-Sprungbrett, für Qualifizierte http://karriere-einsichten.de/2016/02/zeitarbeit-karriere-sprungbrett-fuer-qualifizierte/ http://karriere-einsichten.de/2016/02/zeitarbeit-karriere-sprungbrett-fuer-qualifizierte/#respond Thu, 18 Feb 2016 08:18:27 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9291 Zeitarbeit bietet qualifizierten Jobstartern Chancen die sie anderswo so nicht bekommen. In wenigen Jahren sammeln junge Spezialisten unterschiedliche Erfahrungen. Ein Lobgesang auf die Zeitarbeit. Von Jens Gieseler… Motoren und Autos sind das Ding von Robert Spermann. Bei Rheinmetall, Daimler und Horex hat der Wirtschaftsingenieur während seines Studiums an der FH Schweinfurt seine Praktika absolviert. Doch

Der Beitrag Zeitarbeit: Karriere-Sprungbrett, für Qualifizierte erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Zeitarbeit bietet qualifizierten Jobstartern Chancen die sie anderswo so nicht bekommen. In wenigen Jahren sammeln junge Spezialisten unterschiedliche Erfahrungen. Ein Lobgesang auf die Zeitarbeit. Von Jens Gieseler…

Motoren und Autos sind das Ding von Robert Spermann. Bei Rheinmetall, Daimler und Horex hat der Wirtschaftsingenieur während seines Studiums an der FH Schweinfurt seine Praktika absolviert.

Doch nach dem Abschluss war ihm unklar, ob es zu einem Automobilkonzern oder einem mittelständischen Zulieferer mit den jeweils unterschiedlichen Arbeitsstrukturen gehen sollte. So kam der 27-jährige Heilbronner zum Personaldienstleister Hays, der ausschließlich Spezialisten vermittelt – sei es in Festanstellung, in Projekte oder auf Zeit.

Zeitarbeit hat für viele Menschen einen schlechten Beigeschmack. Niedriger Lohn und kaum Chancen auf langfristige Übernahme, so die vorherrschende Meinung. Qualifizierte Arbeitskräfte wie IT-Spezialisten, Ingenieure oder Naturwissenschaftler machen völlig andere Erfahrungen mit der Arbeitnehmerüberlassung: Denn Unternehmen suchen händeringend entsprechende Fachleute.

2% Arbeitslose unter Ingenieuren, praktisch Vollbeschäftigung

Beispiel Ingenieure: In der Hays-Studie „Flexible Arbeitswelten für Ingenieure“ gaben 76 Prozent der Unternehmen an, dass qualifizierte Ingenieure schwer zu finden sind. Und der Verein deutscher Ingenieure (VDI) meldete Ende vergangenen Jahres eine Arbeitslosenquote von lediglich knapp über zwei Prozent.

Spermann hat sich von dem miesen Leumund der Arbeitnehmerüberlassung nicht abschrecken lassen, sondern sieht die Chance, Unternehmen und Tätigkeiten für sich zu testen. Seit einem Jahr arbeitet er bei einem Automobilhersteller. In dem zweijährigen Projekt konzipiert er im Team Anlagen, plant die technische Ausgestaltung und Beschaffung der notwendigen Maschinen sowie Werkzeuge und strukturiert den gesamten Prozess.

Dass er eine externe Arbeitskraft ist, spielt im alltäglichen Umgang mit seinen festangestellten Kollegen keine Rolle. „Entscheidend ist, dass ich meine Aufgaben erfolgreich erfülle“, erzählt er. Zur kollegialen Zusammenarbeit gehöre auch, dass er sich wie jeder andere Berufsanfänger Unterstützung holen könne, wenn es notwendig sei. Die interdisziplinäre Tätigkeit der Produktionsplanung interessiert ihn auch langfristig. Ein internationales Projekt dürfe es auch noch mal sein.

Leistungsdruck, ein Anreiz?

Hays beschäftigt 3000 fest angestellte Spezialisten im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung – quer durch alle Berufsgruppen, davon 800 Berufsanfänger und Juniors wie Robert Spermann. „Wer sich den Leistungsdruck zielorientierter Projektarbeit zutraut“, sagt Markus Ley, Geschäftsführers der Hays Temp GmbH, „der lernt in der Arbeitnehmerüberlassung unterschiedliche Firmen und verschiedene Tätigkeiten kennen und verfügt innerhalb kurzer Zeit über eine vielfältige Berufserfahrung.“

„Lückenloser Lebenslauf, viele Projekte, ein Arbeitgeber“

Dagegen vermittelt die Frankfurter SThree Holding qualifizierte Zeitarbeiter nicht in Projekte, sondern lieber als Interimslösung, die vor allem Routinetätigkeiten erledigen. Denn Direktor Alex Gerrtisen macht Sorgen, dass die Universitätsabgänger immer jünger werden, lediglich ihre Pflichtpraktika absolvieren und sehr theorielastig ausgebildet werden.

Als weitere Vorteile der Spezialisten-Arbeitnehmerüberlassung nennt Ley, dass Personaldienstleister als kontinuierlicher Arbeitgeber einen strukturierten Lebenslauf sichern und ihre Angestellten fachlich wie methodisch weiter bilden, so wie es die Tätigkeit bei dem auftraggebenden Unternehmen erfordere.

Marktdynamik, Flexibiltät

Dass diese Dienstleistungen bei den Unternehmen auf Interesse stoßen, ist angesichts dynamischer Märkte und notwendiger Flexibilität verständlich. Aktuell beträgt der Anteil externer Ingenieure laut Studie in drei Viertel der befragten Firmen bis zu zehn Prozent. Mehr als ein Drittel setzte externe Ingenieure im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung ein. Vier Jahre zuvor waren es nur 23 Prozent.

Ingenieure in der Arbeitnehmerüberlassung sehen vor allem drei Vorteile:

  1. Einblicke und Erfahrungen in unterschiedliche Bereiche und Unternehmen (42 Prozent),
  2. Übernahmemöglichkeiten durch die Unternehmen (41 Prozent) und schließlich die
  3. Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen (34 Prozent).

Trotzdem sind sie ambivalent, was ihre Arbeitssituation angeht. Zwar sind drei Fünftel zufrieden oder sehr zufrieden, dennoch würden 71 Prozent der Befragten in die traditionelle Festanstellung wechseln, wenn sich diese Option böte. Ein Grund dafür sei das schlechte Image, das die Zeitarbeit nach wie vor habe, findet Ley.

Unternehmen und Gesellschaft seien angesichts dieser Diskrepanz gefordert: „Es ist an der Zeit, Mitarbeitern in Arbeitnehmerüberlassung endlich die gebührende Wertschätzung und Anerkennung zukommen zu lassen, denn sie bilden längst eine feste Größe in der Arbeitswelt.“

Artikelbild: VGstockstudio/ Shutterstock

Der Beitrag Zeitarbeit: Karriere-Sprungbrett, für Qualifizierte erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/02/zeitarbeit-karriere-sprungbrett-fuer-qualifizierte/feed/ 0
Online-Sicherheit: Die spektakulärsten Verbrechen im Netz http://karriere-einsichten.de/2016/02/online-sicherheit-kriminalitaet/ http://karriere-einsichten.de/2016/02/online-sicherheit-kriminalitaet/#respond Tue, 16 Feb 2016 18:37:49 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9289 Cyberkriminalität: 5 Millionen Betrugsfälle, 2,5 Millionen Fällen an Cyberkriminalität – so ermittelte es die britische Statistikbehörde fürs letzte Jahr. Immer mehr Unternehmen werden Opfer dieser neuen, digitalen Verbrecher. Die schlimmsten Cyberverbrechen der jüngeren Geschichte… Ebay Im Mai letzten Jahres bestätigte Ebay, dass das Netzwerk des Unternehmens Ziel eines Cyberangriffs geworden war, bei dem Kennwörter und Finanzdaten

Der Beitrag Online-Sicherheit: Die spektakulärsten Verbrechen im Netz erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Cyberkriminalität: 5 Millionen Betrugsfälle, 2,5 Millionen Fällen an Cyberkriminalität – so ermittelte es die britische Statistikbehörde fürs letzte Jahr. Immer mehr Unternehmen werden Opfer dieser neuen, digitalen Verbrecher. Die schlimmsten Cyberverbrechen der jüngeren Geschichte…

Ebay

Im Mai letzten Jahres bestätigte Ebay, dass das Netzwerk des Unternehmens Ziel eines Cyberangriffs geworden war, bei dem Kennwörter und Finanzdaten von 145 Millionen aktiven Benutzern kompromittiert wurden. Laut einem Artikel von Forbes berichtete Ebay, „dass es Cyberkriminellen gelungen war, durch einen Diebstahl der Anmeldedaten von Mitarbeitern [die Website] zu kompromittieren, wodurch ein Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk möglich wurde.“ Es ist unklar, wie die Anmeldedaten abgefangen wurden, ein Artikel bei The Hacker News zeigt jedoch, wie unglaublich einfach es ist (oder war), Ebay-Konten zu knacken.

Sony

Bei einem der bekanntesten Cyberverbrechen der jüngeren Geschichte wurde Sony Pictures Entertainment von einer Gruppe angegriffen, die sich den Namen Guardians of Peace gegeben hatte. Diese Gruppe sperrte Mitarbeiter aus ihrem Computernetzwerk aus und hinterließ ein Drohbild mit einem Skelett sowie den Text „Hacked By #GOP“. In einer Lösegeldforderung wurde damit gedroht, gestohlene interne Daten freizugeben, wenn die gestellten Forderungen nicht erfüllt werden würden.

Die Folge waren angespannte Beziehungen, nicht nur zwischen Sony und den Hackern, sondern auch zwischen den USA und Nordkorea. Fast einen Monat nach dem ursprünglichen Vorfall konnte das FBI bestätigen, dass Nordkorea hinter dem Angriff steckte – möglicherweise aufgrund der Veröffentlichung des Films „The Interview“ durch Sony Pictures. Bei diesem Film handelt es sich um eine politische Satire über einen versuchten Anschlag auf Kim Jong-un.

Ashley Madison

Es wäre eine Kunst, nicht von dem Angriff auf Ashley Madison gehört zu haben: Über diesen Hack wird seit fünf Monaten immer wieder berichtet, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Im Juli hatte eine Gruppe an Hackern mit dem Namen Impact Group die Website des Onlineportals für Seitensprünge geknackt und in zwei separaten Daten-Dumps Millionen von Benutzernahmen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Kreditkartendetails veröffentlicht.

In einem langen Manifest erklärte das Impact Team, dass man sich dazu entschieden hatte, die Daten zu veröffentlichen um zu belegen, dass die „Funktion zum vollständigen Löschen“ des Unternehmens eine Lüge sei. Ashley Madison hatte behauptet, gegen eine Gebühr von 19 $ den kompletten Nutzungsverlauf von Benutzern (inklusive Nachrichten, Fotos und Profilen) sowie deren Finanzdaten zu löschen. Es ist jedoch noch unklar, ob die Sicherheitsverletzung von einem Mitarbeiter des Unternehmens verursacht wurde oder nicht.

TalkTalk

Das große britische Telekommunikationsunternehmen TalkTalk musste letzten Monat mitteilen, dass persönliche Details von rund 157.000 Kunden kompromittiert und im Oktober diesen Jahres mehr als 15.000 Kontonummern und Bankleitzahlen von Kunden gestohlen worden waren.

In einem Interview mit der BBC erklärte Dido Harding, CEO von TalkTalk: „Die geschätzten Einmalkosten für unser Unternehmen liegen zwischen 30 und 35 Millionen Pfund. Darin enthalten sind die Kosten zur Bekämpfung des Vorfalls, Ausgaben für die zusätzlichen Anrufe in unseren Call Centern, die zusätzlichen Ausgaben für IT und Technik sowie die Tatsache, dass bis gestern drei Wochen lang unsere Vertriebswebsites nicht online waren. Entgangene Umsätze spielen also ebenfalls eine Rolle.“

„Riesige Datenmengen, SchutzLOS?“

Details zu den Verursachern und zu den verwendeten Methoden kommen im Wochentakt ans Tageslicht. Experten gehen davon aus, dass TalkTalk Daten in SQL-Datenbanken gespeichert hatte – eine sehr häufige Online-Struktur, die von Hackern besonders gerne angegriffen wird. In einem Artikel bei Engadget heißt es: „Berichte weisen darauf hin, dass TalkTalk Ziel eines DDoS-Angriffs geworden ist, nach dem Angreifer SQL-Injektionsverfahren anwenden konnten. Mit einer SQL-Injektion können Angreifer über ein schlecht programmiertes Website-Formular oder Eingabefeld Befehle in eine Datenbank (die normalerweise nicht aufrufbar sein sollte) eingeben.“

Sind wir Cyberkriminellen also schutzlos ausgeliefert? Das Bewusstsein hinsichtlich solcher Vorkommnisse wächst , und alle Welt – inklusive der US Navy – baut ihre Sicherheitssysteme aus. Besonders in großen Unternehmen und Einrichtungen wie Banken, Krankenhäusern und Online-Einzelhandelsunternehmen mit riesigen Mengen an vertraulichen Daten stellen eine externe Speicherung und Verschlüsselung von Daten durch Flash Speicher lediglich den Anfang dar.

Das gesamte Ausmaß der Angriffe war in den meisten Fällen anfänglich noch nicht einmal klar. Das bedeutet, dass Unternehmen und Benutzer wachsam bleiben und Maßnahmen ergreifen müssen, bevor es zu spät ist.

Anmerkung der Redaktion: Ab und zu veröffentlichen wir in unserem Magazin sogenannte Sponsored Posts, so auch diesen Beitrag mit EMC. Als solche entsprechend gekennzeichnet, bekommen wir dafür eine Aufwandspauschale. Statt weitere Displaywerbung zu schalten, refinanzieren wir unsere Server und Seiten lieber über Newsinhalte, die Werbekunden wie Lesern etwas „bringen“. Mehr dazu in unseren Mediadaten

 

Artikelbild: Peter Schulzek/ Shutterstock.com

Der Beitrag Online-Sicherheit: Die spektakulärsten Verbrechen im Netz erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/02/online-sicherheit-kriminalitaet/feed/ 0
Karriereturbo: Kommunikation gelingt wenn… http://karriere-einsichten.de/2016/02/karriereturbo-kommunikation-gelingt-wenn/ http://karriere-einsichten.de/2016/02/karriereturbo-kommunikation-gelingt-wenn/#respond Mon, 15 Feb 2016 06:00:08 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9286 Wir bringen vollen Einsatz, erreichen aber unsere Zielgruppe zu wenig. Ihr Kollege versteht nicht, welche Vorteile ihm die Mehrarbeit bringt? Dabei haben sie diese vorab aufwändig erklärt. Die Image-Kampagne für den Fitnessclub floppt: Statt neuer Mitgliedschaften, kündigen Stammkunden ihre Verträge. Sie können einiges (dagegen) tun: Kommunikation! Wir fassen mal zusammen… Panthea Sayah ist Kommunikationschefin bei Starmind,

Der Beitrag Karriereturbo: Kommunikation gelingt wenn… erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wir bringen vollen Einsatz, erreichen aber unsere Zielgruppe zu wenig. Ihr Kollege versteht nicht, welche Vorteile ihm die Mehrarbeit bringt? Dabei haben sie diese vorab aufwändig erklärt. Die Image-Kampagne für den Fitnessclub floppt: Statt neuer Mitgliedschaften, kündigen Stammkunden ihre Verträge. Sie können einiges (dagegen) tun: Kommunikation! Wir fassen mal zusammen…

Panthea Sayah ist Kommunikationschefin bei Starmind, einem Schweizer Jungunternehmen, das an der Verknüpfung von Mensch und Maschine forscht – der sogenannten Brain Technology. Die Expertin hat fünf Tipps, wie Kommunikation gelingt.

Eine Geschichte erzählen
Erzähl' deine Geschichte! (Foto: Ollyy/ Shutterstock.com)
Erzähl‘ deine Geschichte! (Foto: Ollyy/ Shutterstock.com)

Wer seine Botschaft in eine Geschichte verpackt, bleibt haften. Reine Tatsachen kann sich kaum einer merken. Eine brandheiße Story dagegen verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

Ein Beispiel: Auf ihrer Jungfernfahrt kollidierte die Titanic am 14. April 1912 mit einem Eisberg und sank. An Bord befanden sich 2200 Passagiere, 1514 davon starben.
Hätte es damals nur diese Meldung gegeben, wir hätten den Untergang längst vergessen. Die Katastrophe ist heute noch aktuell, weil wir Geschichten über das Unglück kennen. Eine skandalöse: Es gab zu wenig Rettungsboote.

Eine berührende: Der Besitzer des Waldorf-Astoria-Hotels half seiner schwangeren Frau in eines der letzten Boote. Er selbst blieb an Bord, zündete sich eine Zigarre an und wartete auf sein Ende. Das Wissen um Schicksale, Verunglückte und Tragödien verleiht dem Untergang der Titanic bis heute Mystik. Ein anschauliches Beispiel, wie uns Botschaften erreichen.

Das Ziel im Auge behalten
Vieles im Kopf, aber wo geht die Reise hin? (Foto: PathDoc/ Shutterstock.com)
Vieles im Kopf, aber wo geht die Reise hin? (Foto: PathDoc/ Shutterstock.com)

Wenn ein Facebook-Eintrag viele Klicks erhält, feiern das die Macher als Erfolg. Dabei bleibt unklar, welchen Effekt die Marke damit gewinnt. Definieren Sie zuerst, was Sie mit Ihrer Nachricht bei wem und bis wann erreichen wollen. Bauen Sie danach entsprechende Argumente in den Plot ein.

Mit unterschiedlichem Kontext kann eine so entwickelte Geschichte mehrmals erzählt und weiter gesponnen werden. Sie wird sogar plausibler. Wenn Kunden dann Ihre Story übernehmen und selbst weitererzählen, ist das Ziel einer gelungenen Kommunikation erreicht.

Emotionen auslösen
Echt jetzt? Geschichten wirken (Foto: Ollyy/ Shutterstock.com)
Echt jetzt? Geschichten wirken (Foto: Ollyy/ Shutterstock.com)

Echte Geschichten reißen ihr Publikum mit. Sie lösen Emotionen wie Trauer, Wut, Angst und Freude aus. Daten und Fakten vergessen wir schnell. Gefühle bleiben im Gedächtnis, das ist wissenschaftlich erwiesen. Unser Gehirn verhält sich beim Hören einer Geschichte so, als ob wir wirklich riechen oder sehen, was erzählt wird. Bei Berichten von Zahnarztbesuchen haben wir den typischen, beißenden Geruch in der Nase.

Gehirnforscher an der Princeton Universität fanden heraus: Bei erfolgreicher Kommunikation spiegelt die Hirnaktivität der Zuhörer, um ein bis drei Sekunden verzögert, die des Erzählers wieder. Neural coupling nennt sich dieses Phänomen: Das Gehirn scheint nicht zu unterscheiden, zwischen einer tatsächlichen Erfahrung und dem Lesen oder Hören darüber.

Empathie statt Eigenlob
Du bist der Beste und der Tollste? Aufpassen (Foto: Ollyy/ Shutterstock.com)
Du bist der Beste und der Tollste? Aufpassen (Foto: Ollyy/ Shutterstock.com)

Den Leuten zu erzählen, woran sie glauben sollen, wird misslingen. Herauszufinden, woran sie glauben und Verständnis zeigen, verbindet. Wer sich gut in andere hineinversetzen kann, findet leicht eine passende Story, die dem Gegenüber im Gedächtnis bleibt. Wenn Zuhörer sich mit der Person in der Geschichte identifizieren, kann der Erzähler sogar ihre Meinung und Denkweise beeinflussen.

Finden Sie also heraus, was Ihr Gegenüber antreibt: Setzt er auf Statussymbole? Ist ihm Nachhaltigkeit wichtig? Will er gerne mehr Zeit mit der Familie gewinnen? Sobald Sie die Antwort kennen, gehen Sie in Ihrer Geschichte auf seine Werte ein. Erzählen Sie ihm, wie er sich fühlen wird, wenn er auf Sie hört. Damit gewinnen Sie.

Im Kern bei der Wahrheit bleiben
Große Lügen, kleine Lügen? Schluss damit (Foto: PathDoc/ Shutterstock.com)
Große Lügen, kleine Lügen? Schluss damit (Foto: PathDoc/ Shutterstock.com)

Es ist egal, ob Sie Ihre Geschichte statt in Hamburg in München spielen lassen – wenn Sie damit Ihr süddeutsches Publikum besser erreichen. Für Ihre Zuhörer ist es auch weniger komplex, wenn der Held Ihr Kollege ist, statt der Bekannte Ihres Schwagers.

Erzählen Sie aber kein komplettes Märchen. Halten Sie sich an einen wahren Kern und bleiben Sie authentisch. Die Leute merken, wenn Sie ihnen etwas vormachen wollen.

Artikelbild: PathDoc/ Shutterstock.com

Der Beitrag Karriereturbo: Kommunikation gelingt wenn… erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/02/karriereturbo-kommunikation-gelingt-wenn/feed/ 0
Stipendium: Wenn der Chef das Studium zahlt http://karriere-einsichten.de/2016/02/weiterbildung-wenn-der-chef-das-studium-zahlt/ http://karriere-einsichten.de/2016/02/weiterbildung-wenn-der-chef-das-studium-zahlt/#respond Wed, 10 Feb 2016 20:40:02 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=9006 Weiterbildung stimmt uns zufrieden. Meist bezahlen wir sie aus eigener Tasche. Noch. Denn immer mehr Chefs kapieren, dass sie damit die Zufriedenheit und Motivation ihrer Mannschaft erhöhen können und gleichzeitig die Qualifikation ihrer Leute verbessern. Von Laila Haider… Mittelständler gehen mehr und mehr dazu über, Studiengebühren ihrer Belegschaft wenigstens teilweise zu übernehmen. So auch Goldbeck

Der Beitrag Stipendium: Wenn der Chef das Studium zahlt erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Weiterbildung stimmt uns zufrieden. Meist bezahlen wir sie aus eigener Tasche. Noch. Denn immer mehr Chefs kapieren, dass sie damit die Zufriedenheit und Motivation ihrer Mannschaft erhöhen können und gleichzeitig die Qualifikation ihrer Leute verbessern. Von Laila Haider…

Mittelständler gehen mehr und mehr dazu über, Studiengebühren ihrer Belegschaft wenigstens teilweise zu übernehmen. So auch Goldbeck Solar. Der Photovoltaik-Anbieter gehört zum Bauunternehmen Goldbeck und bietet energetische Systemlösungen. Geschäftsführer Björn Lamprecht weiß, wie wichtig es ist, Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern. „Bei uns wird jeder Mitarbeiter bei seinem Wunsch nach Weiterbildung unterstützt”, sagt er.

Das gelte für Gesellen, die ihren Meisterabschluss anstreben, genauso wie für Mitarbeiter, die ein Studium oder eine fachliche Weiterbildung anschließen. „Es gibt einen Rahmen, innerhalb dessen sich alle Mitarbeiter bewegen können“, erklärt Lamprecht. Dieser Rahmen sieht beispielsweise vor, ob und wie der Angestellte finanziell bei seiner Qualifikationsmaßnahme gefördert wird. Außerdem ob und wie lange ein Student nach seinem Abschluss bei Goldbeck Solar bleiben muss. Detailfragen werden außerdem individuell geregelt.

Höhere Kundenzufriedenheit

„Weiterbildungsmaßnahmen sind bei uns gerne gesehen, wir ermutigen unser Personal sich weiterzuentwickeln“, sagt der Chef von 80 Mitarbeitern. Schließlich sieht Lamprecht für sein Unternehmen eine Vielzahl von Vorteilen. Sein Dienstleistungsunternehmen kann mit steigendem Know-how eine größere Bandbreite an Services anbieten und damit die Kundenwünsche spezifischer erfüllen. Zusätzlich ist seine Mannschaft bei mehreren Qualifikationen flexibler einsetzbar.

Außerdem sieht Lamprecht auch die Wirkung auf den Lernwilligen: „Wer bei seinen persönlichen Zielen unterstützt wird, fühlt sich mit dem Arbeitgeber verbunden und bleibt motiviert“, sagt Lamprecht, der sich über eine bemerkenswert niedrige Personalfluktuation freut. Etwa zehn Kollegen im Jahr nutzen innerhalb der Goldbeck-Gruppe die Unterstützung der Firma bei ihrer Weiterbildung.

Neben der finanziellen Unterstützung gibt es bei Goldbeck Solar auch die Möglichkeit, sich für Seminartage freistellen oder für etwa ein Vollzeit-Studium beurlauben zu lassen.
Besseres Training und eine enge Verzahnung zwischen Firmen und Weiterbildungseinrichtungen sind ausschlaggebend für den Kampf gegen den Fachkräftemangel. Das erfasste der Global Skills Index 2015 des Personaldienstleistungsunternehmens Hays.

Mehr Produktivität

Akademiker und andere Mitarbeiter flexibel weiterzuentwickeln sei eine Möglichkeit für Unternehmen, mangelnde Fachkräfte selbst zu entwickeln und sich damit für die Zukunft aufzustellen. „“Hausgemachtes“ Talent ist langfristig gesehen die beste Chance, um die Produktivität zu erhöhen“, weiß Hays-Unternehmenssprecher Frank Schabel.

Bildungsstandards zu erhöhen, ist für Firmen unabdingbar, wenn sie in Zukunft Erfolg haben wollen, konstatiert die Personal-Studie. „Wenn Mitarbeiter ihre Wissens- oder Kompetenzlücken selbst schließen wollen, wäre es ein Fehler, sie nicht darin zu unterstützen“, findet Schabel. Er rät Unternehmen, flexible und individuelle Lösungen zu finden, wie sie ihr Personal beim Wunsch nach einem Studium neben dem Beruf unterstützen können.

Joseph Omanga hat großes Glück mit seinem Arbeitgeber. Der gebürtige Kongolese hat 2014 in sein nebenberufliches Studium der Gesundheitswissenschaften mit einem Master abgeschlossen. Davor hatte der heute 58-Jährige schon einen Bachelor in Pflegewissenschaft gemacht. Unterstützt wurde er bei beiden Studiengängen von seiner Chefin, Rosemarie Amos-Ziegler von der Wohngemeinschaft für Senioren (WgfS)

Seminargebühren und Büchergeld

Sie bezahlte ihm die Seminargebühren und das Büchergeld. „Wir profitieren enorm von gut ausgebildeten Mitarbeitern“, weiß Geschäftsführerin Amos-Ziegler. Deshalb sei der Invest in Weiterbildung immer auch ein Invest in die Firma. Mit lernbegierigem Personal schließt die WgfS einen Vertrag, in dem alle Kosten und die Dauer der Fortbildung genau aufgeführt werden. Anhand dessen und gesetzlicher Regelungen wird dann festgelegt, für welche Zeit er beim Seniorenheimbetreiber angestellt bleiben muss.

„Wir haben bei unseren 200 Mitarbeitern in drei Einrichtungen ein festes Förderprogramm“, betont die Inhaberin von zwei Seniorenheimen. Jeder Mitarbeiter erhält zwei Mal im Jahr ein persönliches Weiterentwicklungsgespräch und hat Zugriff auf das interne und externe Seminarangebot. „Für einen Mittelständler wie uns ist es sehr wichtig, das Potenzial der Mitarbeiter schon früh zu erkennen“, erklärt die Geschäftsführerin ihre Personalstrategie. Sie wolle ihre Leute von Anfang an begleiten, damit sie ihren Stärken entsprechend eingesetzt und geschult werden.

Gutes Personal = Mangelware

In der Pflege ist gutes Personal Mangelware. Und weil der Gesetzgeber Fachkräftequoten vorschreibt, können Heimbetreiber nicht ausschließlich mit Ungelernten und Quereinsteigern arbeiten. Menschen wie Omanga sind deshalb bei Amos-Ziegler gerne gesehen. „Wir sind darauf angewiesen, dass sich Menschen weiterbilden wollen“, konstatiert die 56-Jährige, die 2012 den deutschen Bildungspreis erhielt.

Bisher habe sie noch für jeden Weiterbildungswunsch eine Lösung gefunden. Die Unterstützung ist nicht immer eine rein finanzielle, gibt die Unternehmerin zu. Häufig helfe es ja auch schon, wenn der Dienstplan Rücksicht auf die Seminartage nehme oder es Sonderurlaub zum Lernen gibt.

Auch Kerstin Stengel entschied sich für ein Studium neben dem Beruf. Ihr damaliger Arbeitgeber, übernahm die Seminargebühren ihres MBA-Studiums zu einem Teil. „Ich wollte nebenberuflich studieren, um parallel in der Berufspraxis bleiben zu können. Überhaupt war der Praxisanteil des Aufbaustudiums für mich sehr wichtig“, sagt Stengel, heute Marketingleiterin beim E-Learning-Anbieter Skillsoft. Weil es sich um ein Online-Studium handelte, war Stengel zeitlich sehr flexibel und musste den ihr angebotenen Sonderurlaub zum Lernen nicht in Anspruch nehmen.

Aufwand und Ertrag

Und ihre Arbeitskraft blieb der Abteilung trotz Lernaufwand von etwa 20 Stunden in der Woche erhalten. „Es war eine tolle Motivation, vom Arbeitgeber unterstützt zu werden“, blickt Stengel zurück. Und dass sie ihren Titel selbst mitfinanzieren musste, war für die Master of Business Administration völlig in Ordnung.

Schließlich seien ja auch die Kosten ein Anreiz gewesen, möglichst schnell und erfolgreich abzuschließen. Ob sie ihre Stellung als Marketingschefin auch ohne den MBA bekommen hätte, dazu mag Stengel nicht spekulieren. Ihre Motivation sei es eher gewesen, sich mit betriebswirtschaftlichen Prozessen einmal aus einem neuen Blickwinkel zu beschäftigen.

Das MBA-Online-Studium, das die Kommunikationsexpertin 2006 absolvierte, gibt es heute in dieser Form nicht mehr. Ihre Firma Skillsoft aber, hat in Sachen Management-Entwicklung weitergedacht und bietet derzeit einen webbasierten Zertifikatskurs von und mit dem Vorbild-Manager Jack Welch an. „Das wäre die nächste Weiterbildung, die ich mir vorstellen könnte“, lacht Stengel.

Artikelbild: Ollyy/ Shutterstock

Der Beitrag Stipendium: Wenn der Chef das Studium zahlt erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/02/weiterbildung-wenn-der-chef-das-studium-zahlt/feed/ 0
Schlau mit System: Tipps für leichteres Lernen http://karriere-einsichten.de/2016/01/schlau-mit-system-tipps-fuer-leichteres-lernen/ http://karriere-einsichten.de/2016/01/schlau-mit-system-tipps-fuer-leichteres-lernen/#comments Wed, 27 Jan 2016 13:46:51 +0000 http://karriere-einsichten.de/?p=8984 Ob Gesetzestexte, Buchungssätze oder eine Programmiersprache – wer sich im Erwachsenenalter dazu entscheidet, noch einmal die Schulbank zu drücken, dem fällt das Lernen oft schwer. Simone Stargardt von carriere & more gibt zehn Tipps für leichteres Lernen… Einen Plan aufsetzen Ein strukturierter Lernplan definiert das Ziel, bestimmt das Lernmaterial und setzt einen zeitlichem Rahmen. Der

Der Beitrag Schlau mit System: Tipps für leichteres Lernen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Ob Gesetzestexte, Buchungssätze oder eine Programmiersprache – wer sich im Erwachsenenalter dazu entscheidet, noch einmal die Schulbank zu drücken, dem fällt das Lernen oft schwer. Simone Stargardt von carriere & more gibt zehn Tipps für leichteres Lernen…

Einen Plan aufsetzen
Wer plant, lebt glücklicher - unabhängig ob und wie dein Ziel erreicht wird (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)
Wer plant, lebt glücklicher – unabhängig ob und wie dein Ziel erreicht wird (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)

Ein strukturierter Lernplan definiert das Ziel, bestimmt das Lernmaterial und setzt einen zeitlichem Rahmen. Der erste, sichere Schritt zum Erfolg.

Routinen schaffen
Routine: mal was neues? Oder die alte Schule (Foto: Ollyy/ Shutterstock)
Routine: mal was neues? Oder die alte Schule (Foto: Ollyy/ Shutterstock)

Egal ob zu Hause oder am Arbeitsplatz, früh morgens oder nach Feierabend – mit regelmäßiger Lernzeit an einem festen Ort wird Lernen zur Routine.

Ordnung halten
Ordnung ist das halbe Leben, oder? (Foto: PathDoc/ Shutterstock)
Ordnung ist das halbe Leben, oder? (Foto: PathDoc/ Shutterstock)

Auf den Schreibtisch gehört nur, was gerade gelernt wird. Jedes nicht benötigte Buch oder Heft lenkt unnötig ab. Je leerer die Arbeitsfläche, desto effizienter lässt es sich lernen.

Mitstreiter suchen
Mitstreiter gesucht. Gemeinsam macht's mehr Spaß (Foto: GaudiLab/ Shutterstock)
Mitstreiter gesucht. Gemeinsam macht’s mehr Spaß (Foto: GaudiLab/ Shutterstock)

In einer Gruppe lernt es sich für viele leichter. Die Teilnehmer unterstützen sich gegenseitig und profitieren von den verbindlichen Treffen. Wer der Lerngruppe fernbleibt, wird gerügt.

Den Lerntyp beachten
Ein Typ, viele Lernzugänge (Foto: ra2studio/ Shutterstock)
Ein Typ, viele Lernzugänge (Foto: ra2studio/ Shutterstock)

Der eine nimmt gehörtes am besten auf, der andere gesehenes und der nächste ist beim Lernen am liebsten in Bewegung. Das Lernmaterial sollte darauf ausgerichtet sein: Hörspiele für den auditiven, Filme für den visuellen, und Experimentierkästen oder Rollenspiele für den kinästhetischen Typ.

Einen Schwerpunkt pro Tag
Lieber einen Schwerpunkt durchdringen; als 1000 angekratzte (Foto: Ollyy/ Shutterstock)
Lieber einen Schwerpunkt durchdringen; als 1000 angekratzte (Foto: Ollyy/ Shutterstock)

Zuerst einen Deckungsbeitrag errechnen und danach noch Führungstechniken verinnerlichen, verwirrt.  Lieber pro Tag bei einem Thema bleiben. Heute der Deckungsbeitrag – morgen die Führungstechniken.

Wiederholen statt Aufholen
Die Momo-Methode, fürs Lernen wie fürs Leben: Schritt für Schritt (Foto: alphaspirit/ Shutterstock)
Die Momo-Methode, fürs Lernen wie fürs Leben: Schritt für Schritt (Foto: alphaspirit/ Shutterstock)

Wer neu gelerntes regelmäßig wiederholt, bleibt am Ball. Besser eine knappe Stunde pro Tag investieren, damit sich der Lernstoff festigt, als sich schlaflose Nächte zu bereiten, weil kurz vor der Prüfung noch zu viel aufgeholt werden muss.

Fakten bildlich darstellen
Visualisierung - ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)
Visualisierung – ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)

Statt im Unterricht nur mitzuschreiben, lieber eine Skizze zeichnen oder Notizen „aufmalen“ statt aufschreiben. Wer seine so gestalteten Schriftstücke dann noch zu Hause an die Wohnzimmerwand hängt, wiederholt beim abendlichen Entspannen auf der Couch automatisch den Lernstoff.

Ein inneres Drehbuch schreiben
Den Dreh finden - Lernen als Event (Foto: Brian A Jackson/ Shutterstock)
Den Dreh finden – Lernen als Event (Foto: Brian A Jackson/ Shutterstock)

Sich für neu Erlerntes eine kleine Episode auszudenken, am besten mit persönlichem Bezug, hilft dem Gehirn. Das so Einstudierte bleibt länger in Erinnerung, als auswendig gelerntes.

Aktion zeigen
Es gibts nichts Gutes außer du tust es. Stimmt's? (Foto: Matej Kastelic/ Shutterstock)
Es gibts nichts Gutes außer du tust es. Stimmt’s? (Foto: Matej Kastelic/ Shutterstock)

Lernen besteht nicht nur aus Lesen. Der Stoff will verarbeitet werden, zum Beispiel in Gesprächen oder mit Projekten, die zum Lernthema passen. Je aktiver mit den Inhalten gearbeitet wird, umso besser bleiben sie im Gedächtnis hängen.

[td_smart_list_end]

Artikelbild: PathDoc/ Shutterstock

Der Beitrag Schlau mit System: Tipps für leichteres Lernen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/01/schlau-mit-system-tipps-fuer-leichteres-lernen/feed/ 1
5 Tipps fürs Gespräch mit dem Chef: So gelingt’s (noch) besser! http://karriere-einsichten.de/2016/01/jahresgespraech-zielvereinbarung-feedback/ http://karriere-einsichten.de/2016/01/jahresgespraech-zielvereinbarung-feedback/#respond Thu, 21 Jan 2016 01:55:38 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7247 Die Probezeit ist überstanden, das erste Entwicklungsgespräch steht an und damit viele Fragen zu deiner Person und Rolle. Fünf Tipps, wie dein Gespräch mit dem Chef (noch) besser läuft… Wo geht die Reise hin? Wo sieht mich mein Chef? Was muss ich tun, um die nächsten Schritte zu nehmen? Das sind Fragen, auf die du

Der Beitrag 5 Tipps fürs Gespräch mit dem Chef: So gelingt’s (noch) besser! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die Probezeit ist überstanden, das erste Entwicklungsgespräch steht an und damit viele Fragen zu deiner Person und Rolle. Fünf Tipps, wie dein Gespräch mit dem Chef (noch) besser läuft…


Wo geht die Reise hin? Wo sieht mich mein Chef? Was muss ich tun, um die nächsten Schritte zu nehmen? Das sind Fragen, auf die du eine Antwort parat haben solltest. Christopher Rosenthal und Dr. Niklas Friedrich verraten uns ein paar Tipps aus ihrem Berater-Alltag…

Klärung von Erwartungen

Hart in der Sache, verbindlich in der Art (Foto: ArtFamily/ Shutterstock)
Versuchen Sie sich bereits zum Beginn Ihrer Anstellung Informationen einzuholen, woran Sie gemessen werden. In großen und mittleren Konzernen bestehen hierfür meist Kompetenz- und Karrieremodelle. In kleineren Unternehmen gibt es manchmal nur die subjektive Einschätzung eines Vorgesetzten. Hier ist es umso wichtiger, Ansprüche einzuholen und Anforderungen für sich zu verschriftlichen.

  • Über welche Kompetenzen verfügen Sie?
  • Lassen Sie sich die Ergebnisse der Einstellungs-Assessments zeigen, um früh eine Standortbestimmung auf dem Raster des Unternehmens zu haben.
  • Wo haben Sie sich bereits verbessert?
  • Wo ist eine Fokussierung nötig?
Wo stehen Sie?

Lass' dich nicht über den Tisch ziehen! (Foto: Master1305/ Shutterstock)
Noch ein paar Fragen:

  • Wo waren Ihre Leistungen gut, wo sind Entwicklungsfelder?
  • Haben Sie sämtliche Anforderungen erreicht?
  • Wenn ja, warum und wie? Und wenn nicht?
  • Welche externen Gründe gab es für eine geringere Performance? Wo sehen Sie persönlich Entwicklungsbedarf?
Den eigenen Chef führen

Keine Gewalt ist auch keine Lösung (Foto: Pressmaster/ Shutterstock)
Erinnern Sie Ihren Chef vor dem Gespräch an die Relevanz dieses Gespräches für Sie und ggf. auch an die genannten Anforderungen. Dabei geht es nicht darum, auf ein höheres Monatseinkommen zu spekulieren. Es geht um Ihre Ziele, Zeit und Geld. Auch Ihr Chef sollte das Gespräch vorbereiten und nicht nur als Pflichtübung ableisten. Betonen Sie die Bedeutung für Ihre Entwicklung und damit die des Bereiches/des Unternehmens.

Im Gespräch

Gemeinsam stark (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)
Hören Sie sich ruhig und gelassen das Feedback des Vorgesetzten an. Stimmt es mit Ihrer Selbsteinschätzung überein? Klasse. Wenn nicht, freuen Sie sich über Stärken, die Sie an sich noch gar nicht kannten. Auch sollten Sie sich nicht schnell von negativem Feedback entmutigen lassen. Sehen Sie es als Chance für Verbesserung und lassen Sie sich Entwicklungsmaßnahmen nennen. Gerade negative Rückmeldungen sind besonders wertvoll für die weitere Entwicklung (siehe Artikel zu Feedback).

Die Entwicklung gestalten

Wissen wo's lang geht (Sunny Studio/ Shutterstock)
Klären Sie für sich: Wohin wollen Sie sich entwickeln? Welche weiteren Positionen oder Schwerpunkte gibt es? Welche Anforderungen gibt es für zukünftige Positionen? In welche Richtung können Sie sich mit Ihrem Profil entwickeln? Wo sieht Ihr Chef Ihre Potentiale?

Welche Potentiale für weitere Positionen nennt er oder sie? Nutzen Sie hierfür gegebenenfalls Ergebnisse aus Auswahl- oder Entwicklungsprogrammen wie validierte online Persönlichkeitsverfahren, um eine objektive Basis für die Einschätzung zu bekommen.

Zugleich sollten Sie betonen: Wo sehen Sie sich? In welche Richtung wollen Sie sich entwickeln? Wo passen Ihre Vorstellungen mit denen Ihres Vorgesetzten? Neben einem wertschätzenden Ton sollte das Gespräch mit einer konkreten Richtung und konkreten Entwicklungshinweisen laufen

Übrigens: Vor allem jüngere Angestellte erwarten vor allem konkretes und nutzenorientiertes Feedback, insbesondere um die eigene Karriere zu planen und voranzubringen (Wang et al. 2015). Gleichwohl macht der Ton die Musik und negatives Feedback sollte keinesfalls abschätzig gegeben werden, da dies im Zweifel die Leistungsfähigkeit zukünftig einschätzen kann (Cainci et al. 2010). Denn gerade negative Rückmeldungen sind aber besonders wertvoll für die weitere Entwicklung (Tomas Chamorro-Premuzic, Veröffentlichung über negatives Feedback).


Literatur

  • Cianci, Anna M., Klein, Howard J. & Seijts, Gerard H. (2010). The effect of negative feedback on tension and subsequent performance: The main and interactive effects of goal content and conscientiousness (Abstract). Journal of Applied Psychology, 95, 618-630.
  • Shimul Melwani & Sigal G. Barsade (University of Pennsylvania). (2011). Held in Contempt: The Psychological, Interpersonal, and Performance Consequences of Contempt in a Work Context (Abstract). Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 101, No. 3, 503-520.
  • Mo Wang (University of Florida), Gabriela Burlacu (Successfactors/SAP, Palo Alto, California), Donald Truxillo, Keith James (Portland State University) & Xiang Yao (Peking University). (2015). Age Differences in Feedback Reactions: The Roles of Employee Feedback Orientation on Social Awareness and Utility [Abstract]. Journal of Applied Psychology, 100 (4), 1296-1308.
  • Armin Trost mit Bärbel Schwertfeger am 27.07.2015 auf Spiegel-Online zum jährlichen Mitarbeitergespräch „Das ist kein Feedback, das ist einfach absurd„.
  • Armin Trost: Interview mit dem Titel „Wenn das Mitarbeitergespräch schadet“ im CIO vom 06.08.2015 über mein neues Buch „Unter den Erwartungen“. Mehr..

Artikelbild: Master1305/ Shutterstock

Der Beitrag 5 Tipps fürs Gespräch mit dem Chef: So gelingt’s (noch) besser! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2016/01/jahresgespraech-zielvereinbarung-feedback/feed/ 0
Knigge-Kur: „Jeder fünfte checkt Mails auf dem Klo“ http://karriere-einsichten.de/2015/12/e-mail-knigge/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/e-mail-knigge/#respond Wed, 23 Dec 2015 06:00:55 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7241 Letzter Arbeitstag vor Weihnachten. Am Heiligabend wollen wir ganz da sein. Nur noch schnell 3813831 Mails checken. Wo? Natürlich auf dem stillen Örtchen. Über die Chancen und Risiken unseres Verhaltens haben wir mit Kai Oppel gesprochen, einem Knigge-Experten… Mensch, benimm dich! Knigge eben. Gutes Benehmen, dass gilt für viele als Erfolgsfaktor im Job. 80% der

Der Beitrag Knigge-Kur: „Jeder fünfte checkt Mails auf dem Klo“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Letzter Arbeitstag vor Weihnachten. Am Heiligabend wollen wir ganz da sein. Nur noch schnell 3813831 Mails checken. Wo? Natürlich auf dem stillen Örtchen. Über die Chancen und Risiken unseres Verhaltens haben wir mit Kai Oppel gesprochen, einem Knigge-Experten…


Mensch, benimm dich! Knigge eben. Gutes Benehmen, dass gilt für viele als Erfolgsfaktor im Job. 80% der Deutschen vertreten sogar die Auffassung, dass geschliffene Umgangsformen wichtiger sind denn je. So steht’s im aktuellen Knigge-Report, eine repräsentative Studie vom Meinungsforschungsinstitut Gapfish unter 500 Deutschen für das Buch „Die Knigge-Kur“ durchgeführt hat.

Knigge? Für viele ist das lediglich ein Mittel zum Zweck. „Knigge ist zurechtgestutzt worden zu einem Werkzeug im Selbstoptimierungsbaukasten. Im Mittelpunkt stehen nicht die Werte, sondern die Erfolgsaussichten“, kritisiert Kai Oppel, Autor der Buches. Hier unser Gespräch mit ihm.

80 bis 100 Mal Entsperren vom Smartphone

Karriere-Einsichten: Wir checken unsere Mails morgens direkt beim Aufstehen, im Bett. Was spricht dagegen, wann wäre ein besserer Zeitpunkt?

Kai Oppel: Es geht nicht um den besseren oder schlechteren Zeitpunkt. Es geht auch nicht darum, die Technik zu verteufeln. Es geht aus Kniggesicht vielmehr um die Frage, was es mit uns macht, wenn wir im Durchschnitt zwischen 80 und 100 Mal auf das Smartphone blicken. Knigge hat in der Zeit der Aufklärung ein Buch geschrieben – einer Zeit, in der es um Mündigkeit ging. Viele sind heute komplett abhängig vom E-Mail-Checken. Das ist das Gegenteil davon, frei zu entscheiden.

Karriere-Einsichten: … und auf dem Klo. Da sind wir doch so schön ungestört, stört Sie das?

Kai Oppel: Mir ist es ehrlich gesagt egal, wo jemand seine Mails checkt. Laut Studie, die ich für das Buch in Auftrag gegeben habe, schreiben und empfangen sogar rund 5 Prozent der Männer im Auto Mails – während sie fahren. Wir müssen uns einmal mehr fragen, wohin diese Abhängigkeit führt. Das permanente Binden von Aufmerksamkeit, das Warten auf neue Nachrichten, das stört unsere Konzentration. Es ist wichtig, dass es Orte der Ruhe gibt. Wo wir allein sind. Ob nun auf Toilette oder im Auto. Knigge hatte bereits damals viel Zeit darauf verwendet, zu sagen, wie wichtig es ist, mit und bei sich zu sein.

Karriere-Einsichten: Unser Leben spielt sich immer mehr auf, im und mit dem Smartphone ab – Beziehungen verändern sich. Ist das nicht „normal“?

Kai Oppel: Wie gesagt: Ich bin nicht technikfeindlich. Ich selbst bin ein Prototyp, der von früh bis spät online ist – auch mobil. Problematisch ist die Mischung. Ich prangere an, dass Knigge zuletzt darauf reduziert wurde, Benimmregeln ausschließlich einzusetzen, um erfolgreicher zu sein. Smartphones sind sehr effektiv, weil ich damit so schön viele Sachen machen kann. Navigation, Taxiruf, Wikipedia und und und:

Wir verlagern unsere Beziehung hin zum Handy. Viele schalten ihr Gehirn aus. Vor allem aber schalten sie die Umwelt aus. Die Menschen. Heute fragt doch keiner mehr nach dem Weg. Es geht ein Stück zwischenmenschliche Kultur verloren, vom Einsatz des Verstandes mal ganz zu Schweigen.

Karriere-Einsichten: Nur noch eben 143.272 Mails checken, danach komm‘ ich zu dir – so ähnlich singt Tim Bendzko. Der ständige Blick aufs Smartphone entwertet unsere Aufmerksamkeit beim Small Talken. Was sollten wir tun?

Kai Oppel: Dazu gibt es interessanterweise verschiedene Untersuchungen. Aktuelle Forschungen kommen zum Schluss, dass die Konversation in selber Tiefe geführt werde, nur eben mit der Technik. Ich sehe das wie gesagt problematischer. Wir sind in Begriff, Gesprächskultur zu zerstören. Im Mittelpunkt steht ja auch die Frage der Priorität. Wer ist wichtiger? Die meisten blicken aufs Handy, wenn es blinkt und lassen den Gesprächspartner links liegen. Das betrifft Gespräche generell, nicht nur den Smalltalk.

Glaube an den bedingungslosen Erfolg

Karriere-Einsichten: Die Revolution des Smartphone ist erst ein paar Jahre alt. War vorher alles besser? Und was wird in den nächsten 5-10 Jahren passieren…

Buch kaufen...
Buch kaufen…

Kai Oppel: Für mein Buch habe ich mit verschiedenen Menschen gesprochen. Ein Kommunikationswissenschaftler malt mit Blick auf Asien, wo noch mobiler kommuniziert wird, kein positives Bild. Wir müssen lernen, bestimmte Geräte nur an bestimmten Orten zu nutzen, um nicht verrückt zu werden.

Und noch einmal: Das Handy an sich ist nicht schlecht. Gefährlich ist die geballte Kraft von Beschleunigung, Digitalisierung und Informationsflut, die auf ein Wertegerüst trifft, dass sich in den vergangenen Jahren massiv verändert hat und heute mehr unter dem Stern der Ökonomisierung steht.

Uns wurde eingeredet und wir glauben längst, dass Erfolg für jedermann machbar ist. Jeder kann es schaffen, wenn er nur schnell und smart genug ist. Das ist ein Grund, warum wir exzessiv neue Geräte und Effizienzwerkzeuge nutzen. Wir wollen einen Wettbewerbsvorteil. Wir wollen Erfolg. Wer scheitert, macht sich selbst verantwortlich.

Genau dieser Glaube an den bedingungslosen Erfolg, der durch angebliche Kniggebenimmregeln und die möglichst richtige Nutzung der Technik für jeden angeblich herstellbar ist, dieser Glaube wird viele ins Burnout führen.

Noch ein paar interessante Fakten:

  • Laut Knigge-Report lesen oder beantworten 57 Prozent der Deutschen im Jahr 2015 E-Mails in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Im Auto sind es rund 47 Prozent, beim Essen lesen und tippen 21 Prozent, im Badezimmer rund 20 Prozent
  • Bei den Männern sieht es noch etwas dramatischer aus. Hier lesen und schreiben sogar 5 Prozent Mails, während sie selbst Auto fahren

Das Problem besteht laut Oppel darin, dass Knigge seit Jahren vor allem dafür herhalten muss, in der beschleunigten, digitalen und mobilen Welt eine gute Figur zu machen. „Kinder werden zu Kniggekursen geschickt, während Eltern als Vorbild beim Abendessen auf ihren Smartphones herumwischen. Oder sie korrespondieren auf der Toilette sitzend mit dem Chef oder Geschäftspartner“, so Oppel.

Dabei geht es beim Thema Knigge um mehr als passables Auftreten, indem man selbst bei Tempo 300 noch fehlerfrei eine E-Mail schreibt und nebenbei auf Englisch mit dem Vorstandsvorsitzenden telefoniert. Das Einhalten und Anwenden transformierter Benimmregeln darf vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Informationsflut und Mobilität nicht länger Maskerade sein – quasi die gute Miene zum bösen Spiel.

Effizienz-Trieb des Businesskaspers

„Wer Knigge auf Benimmregeln kürzt, wird zum modernen Businesskasper, der marionettengleich an unsichtbaren Fäden hängt –  ferngesteuert von Modediktaten, Terminen, Smartphones, Daten und vor allem den Erwartungen der anderen“, heißt es in dem mehr als 250 Seiten umfassenden Buch. Verantwortlich für die Misere sind laut Oppel Faktoren wie Effizienzdenken oder Ökonomisierung, die längst das Denken und Handeln über den Arbeitsplatz hinaus bestimmen.

Wie der Knigge-Report 2015 zeigt, bewerten viele Deutsche die Effizienz heute höher als Zurückhaltung oder Bescheidenheit. Mehr noch: Die Effizienz wird als der Wert schlechthin gesehen, der mehr gelebt wird als früher. 42 Prozent sind der Meinung, dass Effizienz heute eine wichtigere Rolle spielt als früher. Zum Vergleich: Nur 8 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschlichkeit heute einen größeren Stellenwert einnimmt als in der Vergangenheit.

„Warum wir der Effizienz nachhecheln wie ein Hund dem Würstchen, ist klar. Wir preisen die Effizienz ganz ähnlich wie Knigge. Effizienz verspricht Erfolg, wie auch Knigge Erfolg verspricht“, sagt Oppel. Ein Ergebnis: Laut Knigge-Studie surfen mittlerweile rund 40 Prozent nebenbei im Internet oder lesen E-Mails, wenn sie telefonieren. „Doch ausgerechnet dieses Multitasking führt in die Sackgasse. Wir haben Kniggetipps zum Thema Erreichbarkeit, kluge Kniggeratschläge für den Umgang mit der Informationsflut und Knigge soll uns sogar bei der Beschleunigung helfen.

Im Augenblick leben wir äußerlich so viel Knigge wie nie. Es gibt sogar Knigge fürs Bett. Innerlich fühlen wir uns aber kniggeleer. Unfrei“, sagt Oppel. In dem Buch zeigt der Autor, wie alte und neue Werte tatsächlich zu Mündigkeit und menschenfreundlichen Umgangsformen führen können. Die Knigge-Kur verdeutlicht, wie Aufmerksamkeit, Nachhaltigkeit und Fairness dabei helfen.

Artikelbild: VGstockstudio/ Shutterstock

Der Beitrag Knigge-Kur: „Jeder fünfte checkt Mails auf dem Klo“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/e-mail-knigge/feed/ 0
Emotional Leadership (5/5): Argumente gegen Lampenfieber und andere Ängste http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-5/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-5/#respond Tue, 22 Dec 2015 07:00:23 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7211 In stressigen Situationen kommt’s darauf an, einen (möglichst) kühlen Kopf zu bewahren. Fassaden bröckeln schnell, Make-Up verschmiert. Wichtig also, einen „guten Draht“ zu haben – zu Menschen, vor allem aber zu sich selbst. Denis Mourlane weiß mehr… Menschen, die übertriebene Schuldgefühle haben, sind permanent in Sorge, die Rechte eines anderen verletzt zu haben. Und Menschen,

Der Beitrag Emotional Leadership (5/5): Argumente gegen Lampenfieber und andere Ängste erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

In stressigen Situationen kommt’s darauf an, einen (möglichst) kühlen Kopf zu bewahren. Fassaden bröckeln schnell, Make-Up verschmiert. Wichtig also, einen „guten Draht“ zu haben – zu Menschen, vor allem aber zu sich selbst. Denis Mourlane weiß mehr…


Menschen, die übertriebene Schuldgefühle haben, sind permanent in Sorge, die Rechte eines anderen verletzt zu haben. Und Menschen, die frustrierter, trauriger und hoffnungsloser sind, als es ihrer Lage entspricht, und die die Stärken und Fähigkeiten in sich tragen, um Probleme zu lösen, können diese einfach nicht erkennen. Es gibt aber auch Menschen, die sich weniger freuen, als sie könnten, und die weniger stolz sind, als sie es sein könnten.

Diejenigen, die stolzer oder mutiger sind, als sie eigentlich sein sollten, sehen wir als Coaches in der Regel nicht in der Beratung. Bei ihnen läuft ja alles bestens. Ihnen geht es erst einmal gut. All dies wird durch ein weiteres sehr gut untersuchtes psychologisches Phänomen unterstutzt: das emotionale Argumentieren.

Situationen (und sich selbst) richtig einschätzen

Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)
Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)

Dieses verstärkt in hohem Maße die im Sechs-Kreise-Modell geschilderten Effekte und ist, neben unseren manchmal verqueren Sichtweisen, der zweite Grund, warum Sie nicht alles glauben sollten, was Sie fühlen. Was hat es damit auf sich?

Wie gerade dargelegt, ist unsere Einschätzung einer Situation bzw. von uns selbst ganz entscheidend dafür verantwortlich, welche Emotion wir verspüren und wie groß diese ist. Je akkurater wir etwas einschätzen, desto akkurater werden wir auch situationsspezifisch fühlen. So lautet erst einmal eine der am besten untersuchten Annahmen der Psychologie.

Von Bedeutung ist hier der Teufelskreis, in den man über das emotionale Argumentieren auf der Basis einer inakkuraten Einschätzung gelangen kann. Hierzu ein Beispiel:

Ihr Vorgesetzter sagt Ihnen im Rahmen Ihres wöchentlichen Jour fixe, dass Sie ihn nächste Woche während eines Vorstandsmeetings vertreten und die Geschäftszahlen aus dem letzten Quartal vorstellen sollen. Ihre ersten Gedanken dazu sind, dass Sie sich wahnsinnig blamieren werden, dass Sie so etwas hassen und nicht in der Lage sein werden, die Zahlen so zu präsentieren, wie Sie es von sich selbst erwarten.

Ihre emotionale Reaktion ist Angst und diese sagt Ihnen, dass in naher Zukunft eine Gefahr droht. In diesem Fall bezieht sich die Angst vor allem auf das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz. Sie haben wahnsinnige Angst, an Ansehen zu verlieren. Nun läuft bei sehr vielen Menschen das erwähnte emotionale Argumentieren ab. Dabei wird die ≫Größe der Emotion≪ direkt als Beleg für die ≫Größe der Situation≪ genommen.

Dies heißt dann übersetzt zum Beispiel:

  • Wenn ich so große Angst habe, muss eine sehr große Gefahr bestehen. Oder, nimmt man die anderen beschriebenen Situationen:
  • Wenn ich so stolz bin, muss ich eine tolle Leistung vollbracht haben.
  • Wenn ich keine Schuld empfinde, habe ich auch nicht die Rechte eines anderen verletzt.
  • Wenn ich so angstfrei bin, besteht auch keine Gefahr.
"Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen" - Buch kaufen...
„Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“ – Buch kaufen

Dieser Prozess kann Sie also in einen Teufelskreis führen. Aufgrund Ihrer inakkuraten gedanklichen Einschätzung der Situation (die Gefahr, sich zu blamieren, ist gar nicht so groß) empfinden Sie ein sehr starkes Angstgefühl. Dieses nehmen Sie mit allen Ihren Sinnen wahr.

Das wiederum führt dazu, dass Sie schlussfolgern, also emotional argumentieren, dass tatsächlich eine große Gefahr besteht. Die Tatsache, dass die Angst durch eine Fehleinschätzung und nicht durch die Situation selbst ausgelöst wurde, ist Ihnen nicht klar. Und so führt der Weg, dass es einem besser geht, häufig darüber, durch eine kritische Selbstreflexion genau dies zu erkennen und anzufangen, nicht die Situation, sondern sich selbst zu ändern.

Zusammenfassung

Sie haben in diesem Kapitel erfahren, dass Ihre Emotionen Ihnen in den allermeisten Fällen einen Hinweis darauf geben, ob Ihre psychologischen Grundbedürfnisse befriedigt oder verletzt werden. Da Sie jetzt die Sprache der Emotionen verstehen, wissen Sie, dass diese Emotionen Ihnen noch mehr Informationen liefern. Sie sagen Ihnen zum Beispiel, ob Sie in Gefahr sind, Sie Ihre eigenen Werte verletzt haben oder ob alles so ist, wie es sein soll. Genauso wie aber nun jemand Hunger haben kann, obwohl sein Körper gar keine Nahrung benötigt, können auch diese sehr sinnvollen emotionalen Regelkreise aus dem Gleichgewicht geraten.

Ihre Emotionen können Ihnen dann zwei entscheidende Streiche spielen. Sie können Ihnen Fehlinformationen liefern, weil Ihre Art zu denken ganz einfach inakkurat ist, und sie können Ihnen Fehlinformationen liefern, weil Sie von der ≫Größe der Emotion≪ automatisch auf die ≫Größe der Situation≪ schließen. Sie argumentieren dann in einer emotionalen Art und Weise, was außerordentlich hilfreich ist, wenn Sie akkurat denken und somit fühlen. Es kann Sie aber ebenso in die Irre leiten, wenn Sie inakkurat denken und somit auch inakkurat fühlen.

Der Weg zu einem Emotional Leader führt somit immer über mehrere Schritte:

  1. Die bewusstere Wahrnehmung unseren eigenen und der Emotionen anderer Menschen
  2. Das Verständnis dafür, wie Emotionen entstehen und was sie uns sagen
  3. Die bewusstere Steuerung unserer eigenen Emotionen
  4. Die bewusstere Steuerung der Emotionen anderer Menschen

Auszug aus: Denis Mourlane, „Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“, © 2015 dtv Verlagsgesellschaft, München.

Artikelbild: Pathdoc/ Shutterstock

Der Beitrag Emotional Leadership (5/5): Argumente gegen Lampenfieber und andere Ängste erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-5/feed/ 0
Emotional Leadership (4/5): Frust, Lust und ein Dilemma http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-4/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-4/#respond Mon, 21 Dec 2015 07:00:20 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7210 Frust am Scheitern, Lust am Erfolg – nur leider bekommen wir das meist im Doppelpack. Clever also, wer es schafft mit beiden Seiten klarzukommen und sich darüber hinaus noch in mehreren Kulturkreisen bewegen kann. Denis Mourlane kennt sich damit aus.. Ich bin halber Südfranzose und zwanzig Kilometer von der spanischen Grenze entfernt aufgewachsen. Dort ist

Der Beitrag Emotional Leadership (4/5): Frust, Lust und ein Dilemma erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Frust am Scheitern, Lust am Erfolg – nur leider bekommen wir das meist im Doppelpack. Clever also, wer es schafft mit beiden Seiten klarzukommen und sich darüber hinaus noch in mehreren Kulturkreisen bewegen kann. Denis Mourlane kennt sich damit aus..


Ich bin halber Südfranzose und zwanzig Kilometer von der spanischen Grenze entfernt aufgewachsen. Dort ist es ein wichtiger Wert (ein Wort, das nicht mit wertvoll gleichgesetzt werden sollte), seinen Ärger auch möglichst intensiv zu zeigen, indem man laut flucht und wild gestikuliert, während man ein solches Verhalten in Norwegen oder in asiatischen Ländern wohl nur milde belächeln würde.

Dort würde ich mit einer solchen Reaktion gegebenenfalls sogar mein Gesicht verlieren. Daran zeigt sich, dass die Beurteilung, ob eine emotionale Reaktion nun akkurat oder inakkurat ist, sofern man diese Entscheidung treffen möchte, auch immer auf der Basis der gesellschaftlichen und kulturellen Normen vorgenommen werden muss.

Trotzdem gibt es aus meiner Sicht zwei Wege, dieses kleine Dilemma zumindest ein wenig zu lösen. Eine Möglichkeit ist, die Person selbst urteilen zu lassen. Jeder muss am Ende des Tages selbst entscheiden, ob er sich emotional reif oder eher unreif in einer Situation verhalten hat. Ein Beispiel: Befindet man sich als Coach oder als Führungskraft in einer Beratungssituation bzw. einem Mitarbeitergespräch, kann man die Person fragen, wie sie ihre Emotion einschätzt. Findet sie, dass die Größe der Emotion der Situation entspricht?

Verschiedene Wege aus dem Dilemma

"Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen" - Buch kaufen...
„Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“ – Buch kaufen
Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)
Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)

Ich zeichne dann immer die sechs Kreise auf ein Blatt Papier, erläutere das Modell kurz und bitte die Person anzugeben, welche der drei Möglichkeiten aus ihrer Sicht am ehesten zutrifft.

Ich versichere Ihnen, dass mein Gegenüber nur sehr selten zu einer anderen Einschätzung kommt als ich selbst. Aber die Person hat es selbst entdeckt und das ist deutlich angenehmer und auch zielführender, als wenn sich jemand vor einem aufbaut und sagt, dass er oder sie emotional unreif reagiert.

Der zweite Weg ist, akkurate bzw. inakkurate emotionale Reaktionen nicht per se als etwas Gutes oder Schlechtes anzusehen. (Sie erinnern sich vielleicht, dass ich in dem Kapitel zu den psychologischen Grundbedürfnissen bereits erwähnt habe, dass wir Menschen Dinge immer in gut oder schlecht einteilen wollen.)

Aus Erfahrung weiß ich, dass inakkurate Emotionen durchaus auch etwas Positives in sich tragen können. Das zeigt sich, wenn sich jemand durch immer wiederkehrende Übung eine eigentlich sinnvolle und schützende Emotion quasi abtrainiert hat.

Also, wenn Bergsteiger ohne jegliche Angst in einer Steilwand klettern oder Menschen vollkommen gelassen vor tausend Menschen eine Rede halten. Sie sehen nicht mehr die Gefahr, die sie noch bei den ersten Malen verspürt haben, und empfinden keine Angst, was natürlich den Vorteil hat, dass sie die Situation entspannt und souverän meistern können.

Neue Aufgaben begeistern uns, treiben an zu (neuen) Höhenflügen. Es birgt aber die Gefahr, und dessen sollten sich diese Menschen, auch wenn es ein wenig masochistisch anmutet, bewusst sein, dass sie die Situation unterschätzen und sich deshalb nicht mehr vollkommen angemessen verhalten. Der Bergsteiger geht dann zu viele Risiken ein und der Redner bereitet sich nicht mehr ausreichend auf einen Vortrag vor. Ebenso kann es, im positiven Sinne, sein, dass ein Mensch ein enorm großes Begeisterungsgefühl für eine neue Aufgabe erlebt, obwohl dies erst einmal inakkurat erscheint bzw. die Aufgabe gegebenenfalls deutlich schwerer ist, als die Person annimmt.

Begeisterung für eine bestimmte Sache

Sie ist quasi blind vor Emotion und Motivation für das anstehende Projekt. Von Vorteil kann aber sein, dass die Person durch die verspürte Energie eine deutlich größere Bereitschaft hat, sich anzustrengen und das Ziel zu erreichen, während andere Personen der Sache sowohl gedanklich als auch emotional akkurat skeptisch gegenüberstehen und somit auch die Wahrscheinlichkeit verringern, das Ziel zu erreichen. Entsprechend bleibt, um für sich selbst eine Entscheidung zu treffen (denn das kann man tatsächlich nur selbst), nur der Weg über den mit unserem Verhalten angerichteten Schaden.

Damit meine ich, dass vor allem dann Handlungsbedarf für einen selbst besteht, wenn man sich mit seinen unreifen emotionalen Reaktionen selbst und/oder anderen schadet. Häufig trifft man auf solche Menschen im Coaching und, bei klinischen Fällen, in Psychotherapien.

Diese Menschen ärgern sich mehr, als es angebracht ist, und entwickeln in der Folge selbst Magengeschwüre oder die anderen bekommen sie. Menschen, die mehr Angst haben, als sie eigentlich müssten, bleiben weit unter ihren Möglichkeiten oder quälen sich unter (befürchtetem?) Druck unnötig.

Auszug aus: Denis Mourlane, „Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“, © 2015 dtv Verlagsgesellschaft, München.

Artikelbild: © Tatjana_K/ Shutterstock

Der Beitrag Emotional Leadership (4/5): Frust, Lust und ein Dilemma erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-4/feed/ 0
Emotional Leadership (3/5): Selbstwert, Kontrolle und Lustgewinn http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-3/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-3/#respond Sun, 20 Dec 2015 07:00:16 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7209 Kontrolle im Straßenverkehr, Kontrolle im Büro. Je höher unser Selbstwertgefühl, desto mehr können wir Kontrolle abgeben. Warum uns trotzdem manchmal eine Sicherung durchbrennt, berichtet Denis Mourlane… Alltäglich auf deutschen Autobahnen passiert es, dieses Szenario. Ein Auto kommt auf der linken Spur mit sehr hoher Geschwindigkeit angerast. Der Fahrer muss seine Geschwindigkeit von 200 auf 120

Der Beitrag Emotional Leadership (3/5): Selbstwert, Kontrolle und Lustgewinn erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Kontrolle im Straßenverkehr, Kontrolle im Büro. Je höher unser Selbstwertgefühl, desto mehr können wir Kontrolle abgeben. Warum uns trotzdem manchmal eine Sicherung durchbrennt, berichtet Denis Mourlane…


Alltäglich auf deutschen Autobahnen passiert es, dieses Szenario. Ein Auto kommt auf der linken Spur mit sehr hoher Geschwindigkeit angerast. Der Fahrer muss seine Geschwindigkeit von 200 auf 120 km/h drosseln, weil vor ihm ein Auto auf seine Spur gewechselt ist und einen Lastwagen überholen will. Wir nehmen in dem Fall an, dass der Fahrer, der mit 120 überholt, alle Verkehrsregeln eingehalten hat, also zum Beispiel rechtzeitig den Blinker gesetzt hat und den Sicherheitsabstand wahrt. Sehr häufig kann man nun beobachten, dass sich die Person, die abbremsen muss, wahnsinnig aufregt.

Sie wird sich sehr stark ärgern, weil aus ihrer Sicht gerade ihre Rechte bzw. Grundbedürfnisse verletzt werden: das Bedürfnis nach

  • Kontrolle (≫Ich entscheide, wann ich bremse und lasse es mir nicht von jemand anderem diktieren≪) und/oder nach
  • Selbstwert-Erhöhung und -schutz (≫Der andere Autofahrer respektiert mich nicht≪). Es kann aber auch das Bedürfnis nach
  • Lustgewinn sein (≫Och, jetzt wollte ich mal richtig schön schnell fahren und Spaß dabei haben≪).

Ganz unabhängig vom verletzten Grundbedürfnis betrachtet die Person also, überspitzt ausgedrückt, die Fahrbahn als ihre ganz persönliche, die quasi niemand sonst frei benutzen darf. Dass dies vollkommener Blödsinn ist und somit auch die dazugehörige Emotion, der Ärger, braucht man an dieser Stelle nicht zu betonen. Die Tatsache, dass sich trotzdem so viele Menschen darüber aufregen, sagt, wie ich finde, doch so einiges über unsere Gesellschaft (ja, es ist auch Ihre) und über einige der in dieser Gesellschaft gelebten Werte aus.

Reaktion in bestimmten Situationen

Sie können diese emotional unreifen Reaktionen übrigens auch bei gebildeten und häufig erst einmal reif wirkenden Menschen beobachten. Nehmen Sie einen Jürgen Klopp und seine Wutausbruche am Spielfeldrand während Fußballspielen. Viele mögen diese Emotionalität toll finden, aber man kann es ganz bestimmt keine emotional reife Reaktion nennen. Es wirkt eher etwas kindisch und überzogen.

Sollten Sie dies anders sehen, achten Sie mal auf Jürgen Klopps Reaktion, wenn er mit diesen Bildern nach einem Spiel während eines Interviews konfrontiert wird. Es ist ihm oft peinlich und er scheint sich insgeheim zu wünschen, anders reagiert zu haben. Oder, um es noch deutlicher zu machen: Was würden Sie zu Ihrem Sohn sagen, wenn Sie während seiner Fußballspiele vergleichbare Wutausbrüche, die ihm schon einige gelbe und rote Karten eingetragen haben, beobachten würden? Ist nicht auch Jürgen Klopp schon mehrmals des Platzes verwiesen worden und hat damit seiner Mannschaft geschadet?

Für übertriebene Emotionen gibt es unzählige Beispiele. Wer hat nicht schon einmal Schuldgefühle gegenüber einer anderen Person gehabt, um später in einem Gespräch festzustellen, dass diese gar nicht der Meinung ist, ihre Rechte seien verletzt worden? Und wer war nicht schon einmal sehr frustriert, weil er das Gefühl hatte, nicht genügend Ressourcen zu haben, um ein Problem zu lösen, und hat es dann plötzlich doch aus eigener Kraft geschafft?

"Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen" - Buch kaufen...
„Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“ – Buch kaufen
Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)
Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)

Zur Erläuterung des Sechs-Kreise-Modells habe ich bisher nur Beispiele aus dem Bereich der negativen Emotionen herangezogen. Natürlich gilt das aber auch für positive Emotionen. So kann beispielsweise jemand nach einer gerade vollbrachten Leistung wahnsinnig stolz sein und ein an Größenwahn grenzendes Gefühl empfinden, während hundert andere das Ereignis als gut, aber vielleicht nicht so gut einschätzen wurden, wie es die Person selbst tut.

Der Begriff (Größen-)Wahn kommt da also nicht von ungefähr. Ebenso trifft man aber auch immer wieder Menschen, die ganz Großartiges vollbringen, sich eigentlich sehr darüber freuen könnten, es aber nicht tun bzw. deutlich weniger tun, als es die anderen erwarten würden. Auch in diesen beiden Fällen spreche ich von einer emotional unreifen bzw. einer emotional inakkuraten Reaktion.

Beide Personen tragen etwas in sich, das sie daran hindert, so zu reagieren, wie es angemessen erscheint. Es sei an dieser Stelle betont, dass ich mir nicht anmaßen möchte, in jedem Fall beurteilen zu können, was nun eine emotional reife bzw. unreife Emotion und somit auch Reaktion ist.

Manchmal erscheint es ganz offensichtlich und in wiederum anderen Fällen ist es gar nicht so einfach zu unterscheiden. Dazu existieren einfach zu viele Graustufen zwischen den von mir geschilderten Extremen. Ebenso gibt es weltweit sehr große kulturelle Unterschiede und diese drücken sich eben auch in der Art, wie wir emotional reagieren, aus. Menschen aus dem nördlichen Europa tragen ihren Ärger oder ihre Freude ganz anders vor sich her, wenn überhaupt, als dies Menschen aus dem südlichen Europa tun.

Auszug aus: Denis Mourlane, „Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“, © 2015 dtv Verlagsgesellschaft, München.

Artikelbild: © ArtFamily/ Shutterstock

Der Beitrag Emotional Leadership (3/5): Selbstwert, Kontrolle und Lustgewinn erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-3/feed/ 0
Emotional Leadership (2/5): Alles eine Frage des Gefühls http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-2/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-2/#respond Sat, 19 Dec 2015 07:00:51 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7207 Gedanken sind mächtig, sie können beflügeln und zu (neuen) Höchstleistungen verhelfen. Doch Gefühle können auch täuschen und lähmen. Den Unterschied verrät Denis Mourlane in seinem Buch… Sie möchten sich im Bereich der emotionalen Führung weiterentwickeln. Unsere Emotionen sind sehr häufig ganz ausgezeichnete Ratgeber. Wenn jemand eine Woche vor einer wichtigen Prüfung immer noch nichts gelernt

Der Beitrag Emotional Leadership (2/5): Alles eine Frage des Gefühls erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Gedanken sind mächtig, sie können beflügeln und zu (neuen) Höchstleistungen verhelfen. Doch Gefühle können auch täuschen und lähmen. Den Unterschied verrät Denis Mourlane in seinem Buch…


Sie möchten sich im Bereich der emotionalen Führung weiterentwickeln. Unsere Emotionen sind sehr häufig ganz ausgezeichnete Ratgeber. Wenn jemand eine Woche vor einer wichtigen Prüfung immer noch nichts gelernt hat und nachts schweißgebadet und voller Angst aufwacht, dann ist das eine Reaktion, die ich als emotional intelligent bzw., ich führe einen neuen Begriff ein, als emotional reif bezeichne. Schließlich steht viel auf dem Spiel für die Zukunft, wenn derjenige die Prüfung nicht besteht. Vielleicht ist er ja schon einmal durch die Prüfung gefallen und es ist seine letzte Chance, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Seine Angst sagt ihm dann, dass es nun wirklich höchste Zeit ist, mit dem Lernen zu beginnen. Wer aber schon sechs Monate vor der Prüfung vor lauter Angst nicht mehr schlafen kann und permanent von lähmenden Gedanken an ein Versagen und von Selbstzweifeln geplagt ist, zeigt eine emotional unreife Reaktion. Insbesondere dann, wenn die Person in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen hat, dass sie alle Fähigkeiten besitzt, die Prüfung mit Bravour zu bestehen.

Gefühle, ein guter Ratgeber?

Wie Sie auch daran erkennen können, sind unsere Emotionen häufig, aber eben nicht immer gute Ratgeber für unser Handeln. Was vor allem daran liegt, dass sie in sehr hohem Maße von der Art und Weise, wie wir sozialisiert wurden, den daraus entstandenen Wertvorstellungen und somit unserer Art, über uns und die Welt zu denken, abhängen. Wenn jemand also so denkt – ich möchte es als inakkurat, also der Situation wenig entsprechend, oder eben unreif bezeichnen – bzw. solche Wertvorstellungen hat, dann wird er auch inakkurate Gefühle haben bzw. unreif fühlen.

≫Nachrichtenticker in unserem Kopf≪

Diese Erkenntnis ist wichtig, weil die meisten Menschen einen deutlich besseren Zugang zu ihren Gefühlen haben als zu dem, was sie denken. Wir können zwar mit etwas Konzentration unsere Gedanken, den ≫Nachrichtenticker in unserem Kopf≪, wahrnehmen (und uns im Übrigen über das, was uns da so durch den Kopf schwirrt, manchmal ganz schön wundern und amüsieren), aber häufig sind diese Gedanken doch sehr flüchtig, wenig greifbar.

Das ist bei unseren Emotionen weniger der Fall, insbesondere dann, wenn diese sehr stark werden. Starker Ärger etwa ist sehr präsent, er kann von den meisten Menschen auch entsprechend benannt werden und ist, anders als unsere Gedanken, auch nicht gleich wieder weg.

Er dauert an. So haben wir dann auch, wenn wir ein paar Mal durchgeatmet und uns nicht gleich vom Ärger haben mitreißen lassen, die Möglichkeit zu reflektieren, ob dieses Gefühl nun reif bzw. akkurat ist. Wir haben, anders ausgedrückt und um bei der Sprache der Emotionen zu bleiben, also im Falle von Ärger die Möglichkeit zu überprüfen, ob unsere Rechte gerade wirklich so stark verletzt werden, wie es uns die Stärke der Emotion signalisiert.

Eigene Wertvorstellungen

Liegt es wirklich an der Situation oder ist es nicht vielleicht doch eher eine verquere Sichtweise, die dazu führt, dass wir gerade so starke Emotionen empfinden? Diese zutiefst menschliche Empfindung der Angemessenheit hat, ohne dass es der überwiegenden Mehrheit bewusst wäre, schon längst ihren Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden. Auch in Ihren.

Das äußert sich in Sätzen wie ≫Du hast recht, stolz zu sein!≪, ≫Du hast recht, dich zu ärgern≪ oder ≫Du hast recht, traurig zu sein≪. Das Wort ≫recht≪ bedeutet nichts anderes, als dass die Person, die den Satz sagt, die empfundene Emotion für richtig, also akkurat und der Situation angemessen hält. Sie nimmt eine auf ihren ganz eigenen Wertvorstellungen basierende Bewertung vor.

"Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen" - Buch kaufen...
„Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“ – Buch kaufen

In diesem Fall passen die Wertvorstellungen der beiden Personen zusammen. Interessanterweise wird diese Bewertung aber häufig nur dann geäußert, wenn jemand mit der Emotion des Gegenübers einverstanden ist. Ist dies nicht der Fall, halten sich viele Menschen lieber bedeckt, da sie mit Aussagen wie ≫Ich sehe eigentlich keinen Grund dafür, so stolz zu sein≪ oder ≫Ich finde, du übertreibst es mit deiner Angst≪ dem Gegenüber doch sehr nahetreten. Wie haben Sie das letzte Mal reagiert, als Ihnen jemand gesagt hat, dass Sie sich zu sehr über etwas aufregen?

Die wenigsten hören gerne, dass sie falsch fühlen. Und das, obwohl in solchen Aussagen deutlich mehr Erkenntnispotenzial stecken könnte als in einer Bestätigung der Richtigkeit des emotionalen Zustandes, die im Übrigen häufig auch nur Mitgefühl zeigen soll. Sie können also den emotionalen Zustand des Gegenübers beobachten, mit seiner persönlichen Situation abgleichen und nehmen ganz automatisch und unbewusst eine Bewertung bezüglich der Richtigkeit dieser Emotion vor.

Entsprechend sollte also auch nichts dagegensprechen, dies alles bei sich selbst zu tun. Oder? Wir kennen, vereinfacht ausgedrückt, drei unterschiedliche Möglichkeiten, wie ein Mensch im Verhältnis zu einer Situation emotional reagieren kann.

Das Sechs-Kreise-Modell

Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)
Sechs-Kreise-Modell (Grafik: Denis Mourlane)

Zwei davon sind inakkurat, also unreif, und eine davon ist akkurat. Ich habe versucht dies mit dem ≫Sechs-Kreise-Modell≪ darzustellen und verwende dieses auch sehr gerne in Trainings und Coachings, da es leicht verständlich ist.

In den weiter oben geschilderten Beispielen handelt es sich um akkurate Emotionen, also Schuldgefühle nach einem Diebstahl bzw. Angst eine Woche vor einer wichtigen Prüfung.

Im einen Fall wurde gegen festgelegte gesellschaftliche Normen verstoßen und im anderen Fall droht tatsächlich eine Gefahr. Würde man hundert Menschen fragen, ob diese Gefühle ≫zu Recht≪ bestehen und ob sie in ihrer Größe angemessen sind, würden wahrscheinlich alle die Frage mit Ja beantworten. Und wären es nur 95, würden wir immer noch von einer akkuraten Reaktion sprechen. In Bezug auf die inakkuraten Reaktionen gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits kann die Emotion deutlich kleiner sein, als es angemessen erscheint (im Modell die beiden Kreise unten).

Das wäre der Fall, wenn jemand nur sehr geringe Schuldgefühle hat, nachdem er einem Bekannten etwas gestohlen hat. Außer die Person hat einen sehr guten Grund dafür, ist dies eine emotional unreife Reaktion. Andererseits kann die Emotion überzogen sein.

Auszug aus: Denis Mourlane, „Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“, © 2015 dtv Verlagsgesellschaft, München.

Artikelbild: ScandinavianStock/ Shutterstock

Der Beitrag Emotional Leadership (2/5): Alles eine Frage des Gefühls erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-2/feed/ 0
Emotional Leadership (1/5): Scham, Schuld und mentale Strategien http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-1/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-1/#respond Fri, 18 Dec 2015 06:00:07 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7199 Nicht alles glauben, was man fühlt! Über die Kunst, sich selbst besser zu verstehen – um so noch ein besserer Chef zu werden, schreibt Denis Mourlane in seinem Buch „Emotional Leading“. Wir starten dazu eine Serie… Sie sind auf eine Party bei dem Freund einer Freundin eingeladen. Es ist zwei Uhr morgens, die Party ist

Der Beitrag Emotional Leadership (1/5): Scham, Schuld und mentale Strategien erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Nicht alles glauben, was man fühlt! Über die Kunst, sich selbst besser zu verstehen – um so noch ein besserer Chef zu werden, schreibt Denis Mourlane in seinem Buch „Emotional Leading“. Wir starten dazu eine Serie…

Sie sind auf eine Party bei dem Freund einer Freundin eingeladen. Es ist zwei Uhr morgens, die Party ist in vollem Gange, alle, auch Sie, haben deutlich zu viel getrunken. Plötzlich fällt Ihnen ein Zweihunderteuroschein auf, der auf einem kleinen Tischchen liegt. Sie schauen sich kurz um, niemand blickt in Ihre Richtung, Sie stecken den Schein reflexartig ein und feiern weiter, bis Sie schließlich um vier Uhr morgens nach Hause gehen.

Besser gesagt, nach Hause torkeln. Am nächsten Tag, es ist ein Sonntag, stehen Sie erst gegen elf Uhr auf. Ihr Partner ist mit den Kindern bei den Großeltern. Sie ziehen Ihre Jeans vom Vorabend und ein frisches T-Shirt an, machen sich erst einmal einen Kaffee und lösen eine Kopfschmerztablette in einem Glas Wasser auf. So wild haben Sie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gefeiert. Während Sie darauf warten, dass der Kaffee fertig ist, vergraben Sie Ihre Hände in den Hosentaschen. Ihnen ist ein wenig kalt. Sie spüren in der rechten Tasche etwas, das sich wie ein zerknülltes Stück Papier anfühlt.

Für Papier ist es aber zu dick und zu fest. Sie ziehen es aus Ihrer Hosentasche und haben zu Ihrem Erstaunen einen Zweihunderteuroschein in der Hand. Plötzlich fällt Ihnen wieder ein, dass Sie diesen gestern in einem ziemlich alkoholisierten Zustand einfach eingesteckt haben. Das Gefühl, das Sie empfinden, ist aber nicht Freude (≫Es passiert etwas Gutes≪). Nein, Sie schämen sich und haben Schuldgefühle. Warum?

Bedürfnis nach Bindung

Weil Sie nicht nur Ihre eigenen Werte verletzt haben (Scham) und somit wahrscheinlich Ihr Bedürfnis nach Kohärenz und Stimmigkeit, sondern auch die Rechte eines anderen Menschen (Schuld) und somit wahrscheinlich Ihr Bedürfnis nach Bindung. Ihnen droht der Ausschluss aus einer Gemeinschaft, wenn dies herauskommt. Entsprechend werden Sie wahrscheinlich sofort anfangen zu überlegen, was Sie nun tun können, um wieder Kohärenz herzustellen. Sollen Sie Ihre Tat, in der Hoffnung, dass Sie niemand gesehen hat, verschweigen?

Dann bleiben aber die Scham- und Schuldgefühle. Oder sollen Sie den Bekannten, der die Party organisiert hat, sofort anrufen und ihm gestehen, dass Ihnen in betrunkenem Zustand ein Missgeschick passiert ist, und sich dafür entschuldigen? Aber dann droht die Gefahr, dass dieser es allen erzählt (das wird er ganz bestimmt tun), was wiederum zu Peinlichkeit (verlorenes Standing) fuhren wurde. Eine ziemlich blöde Situation, in die Sie sich da gebracht haben.

"Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen" - Buch kaufen...
„Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“ – Buch kaufen

Vielleicht wäre es ja die beste Lösung, das Geld einfach anonym zurückzusenden. Dieses Beispiel (eines von vielen möglichen) veranschaulicht, wie wichtig Emotionen für uns Menschen sind. Dass Scham- und Schuldgefühle in dieser Situation aufkommen, empfindet wahrscheinlich die Mehrzahl der Leser dieses Buchs als vollkommen normal. Man stiehlt anderen Menschen kein Geld und ganz besonders dann nicht, wenn es Freunde von Freunden sind. Die Emotion zeigt uns dies und wird die Wahrscheinlichkeit, dass wir dies in Zukunft erneut tun, drastisch verringern bzw. die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir das Geschehene rückgängig machen.

Die dabei empfundene Emotion folgt natürlich erlernten gesellschaftlichen und ethischen Normen. Entsprechend hat die Mehrzahl der Menschen im Laufe ihrer Sozialisation eben gelernt, dass ≫man so etwas nicht tut≪ und empfindet Scham- und Schuldgefühle, wenn sie dagegen verstößt. Ein Kind oder Jugendlicher, das bzw. der in einem stark kriminellen Umfeld aufwächst, in dem vor allem derjenige etwas wert ist und dazugehört, der besonders geschickt andere bestiehlt oder betrügt, wird solche Scham- und Schuldgefühle wahrscheinlich gar nicht oder deutlich weniger stark empfinden.

Oder er beruhigt sich nach einer solchen Tat mit mentalen Strategien, indem er sich zum Beispiel sagt, ≫dass der andere doch genug Geld hat≪ oder ≫dass er halt aufpassen muss, wo er sein Geld liegen lässt. Selbst schuld! Wieso bringt er mich eigentlich in eine solche Versuchung!≪. Er wird vielleicht sogar Stolz empfinden und Respekt erfahren, weil er nach Meinung der Gemeinschaft, zu der er sich zugehörig fühlt, eine tolle Leistung erbracht hat und deshalb ein gestiegenes Ansehen genießt. Und genau dieses Beispiel zeigt, dass Sie nicht alles glauben sollen, was Sie fühlen!

Auszug aus: Denis Mourlane, „Emotional Leading: Die Kunst sich und andere richtig zu führen“, © 2015 dtv Verlagsgesellschaft, München.

Artikelbild: g-stockstudio/ Shutterstock

Der Beitrag Emotional Leadership (1/5): Scham, Schuld und mentale Strategien erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/emotional-leadership-1/feed/ 0
Lebenslauf: „Zeig mir deinen CV und ich sag dir, wer du bist“ http://karriere-einsichten.de/2015/12/cv-check-zeig-mir-deinen-lebenslauf-und-ich-sag-dir-wer-du-bist/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/cv-check-zeig-mir-deinen-lebenslauf-und-ich-sag-dir-wer-du-bist/#respond Thu, 17 Dec 2015 06:00:43 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7253 Harte Faktoren überwiegen beim Analysieren vom Lebenslauf, sogenannte weiche Faktoren bleiben weich – immer noch. Doch funktioniert eine solche Schwarz-Weiß-Malerei morgen überhaupt noch? Nicht wirklich, findet Talent-Management-Experte Michael Lazik von Cornerstone… Die klassische Lebenslaufanalyse ist in den meisten deutschen Unternehmen nach wie vor eine fest installierte Größe. Statt Motivation oder cultural fit – also die

Der Beitrag Lebenslauf: „Zeig mir deinen CV und ich sag dir, wer du bist“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Harte Faktoren überwiegen beim Analysieren vom Lebenslauf, sogenannte weiche Faktoren bleiben weich – immer noch. Doch funktioniert eine solche Schwarz-Weiß-Malerei morgen überhaupt noch? Nicht wirklich, findet Talent-Management-Experte Michael Lazik von Cornerstone…

Die klassische Lebenslaufanalyse ist in den meisten deutschen Unternehmen nach wie vor eine fest installierte Größe. Statt Motivation oder cultural fit – also die Passung zwischen Unternehmen und Kandidat – in den Vordergrund zu stellen, zählen harte Fakten bei der Bewerberauswahl. Auch bei der weitere Karriereplanung wird mehr auf die fachliche Eignung als auf die „soft facts“ geachtet.

Aus bekannten Gründen: Der Arbeitsmarkt hat sich vom Angebots- zum Nachfragemarkt gedreht. Fachkräftemangel und demografischer Knick ermöglichen es aktuellen und künftigen Generationen, ihre Vorstellung von Arbeit viel stärker in die Unternehmen zu tragen als das früher der Fall war und es Bewerber buchstäblich wie „Sand am Meer“ gab. Und natürlich genauso viele Lebensläufe.

Neuer Karrierebegriff

Auch der Karrierebegriff hat sich grundlegend geändert – zumindest auf Bewerberseite. Es wird deutlich mehr Wert gelegt auf Entwicklungsperspektiven, auf horizontale Bewegungen oder Möglichkeiten zum Quereinstieg. Diese Vorstellung kollidiert natürlich mit der Lebenslaufanalyse und der Idee von linearen Karrierepfaden, die in den meisten Unternehmen vorherrscht.

Was ist nun aber der richtige Ansatz? Von einem Extrem ins nächste zu fallen, macht sicherlich wenig Sinn. Denn letztlich geht es darum, eine Übereinstimmung zwischen den Unternehmensanforderungen und den Ansprüchen und Erwartungen des Bewerbers/Mitarbeiters herbeizuführen. Gefragt ist also der goldene Mittelweg.

Hard facts oder soft skills? – sowohl als auch

Um wirklich eine Balance zu finden, ist es wichtig, zunächst einmal herauszuarbeiten, was überhaupt die absolut unabdingbaren Hard-facts für eine bestimmte Position sind. Auf diese Weise lässt sich eine schnelle und faire Vorauswahl treffen, ohne zu stark einzugrenzen. Dieses Vorgehen ist sowohl im Sinne des Unternehmens als auch des Bewerbers, weil beide wissen, wo sie stehen.

Im Anschluss gilt es, im Dialog mit dem Bewerber herauszufinden, ob Unternehmen und Kandidat zueinander passen, ob also der „cultural fit“ stimmt. Diese Phase ist entscheidend, denn im Gegensatz zu einer „charakterlichen“ Eignung lässt sich Fachwissen aufbauen.

Blick hinter die Kulissen

Ein klar skizzierter Bewerbungsprozess hilft, von Anfang an mehr Durchlässigkeit zu schaffen. Umso mehr, wenn Unternehmen nicht nur Interviews mit HR oder Führungskräften anbieten, sondern auch mit zukünftigen Kollegen oder gar Mitarbeitern aus anderen Fachbereichen. Ob der neue Mitarbeiter und das Team bzw. Unternehmen zusammenpassen, zeigt sich so deutlich klarer.

Umgekehrt bekommt aber auch der Bewerber die Möglichkeit, seine Fragen an verschiedene Personen zu richten und sich so ein ganzheitliches Bild zu verschaffen. Zwar ist dieses Vorgehen deutlich aufwändiger als der klassische CV-Check, im Gegenzug erhöht sich jedoch die Mitarbeiterbindung um ein vielfaches und auch Onboarding-Prozesse laufen reibungsloser ab. Der Mehraufwand ist also wohl investiert.

Mehr Bewegungsfreiheit

Wie bereits erwähnt funktioniert Karriere in Unternehmen noch meist nach strukturierten Laufbahnansätzen. Bisher wird eher wenig daran getan, laterale oder projektorientierte Karrierepfade aufzubauen und zu vermarkten. Um auch die Karriereerwartung des Mitarbeiters einzubeziehen und nicht nur einseitig auf den unternehmensseitigen Laufbahnplan abzustellen, ist es wichtig, dem Mitarbeiter mehr Mitbestimmung einzuräumen, beispielsweise über Mitarbeiter-zentrierte HR-Lösungen.

Mitarbeiter können damit ihre eigenen Karriereerwartungen artikulieren und Erfahrungen und Qualifikationen, die nicht im stellenspezifischen Profil hinterlegt sind, im eigenen Profil sichtbar und suchbar machen.

Gen Y: Schluss mit Selbstdarstellungsshow

Auch bei der Gen Y reicht das Selbstverständnis als „rare Ressource“ nicht aus, um sich im Wettbewerb durchzusetzen. Wie auch die Unternehmen selbst, müssen Bewerber in der Lage sein, abseits der eigenen Antriebe zu verstehen, was das Unternehmen will. Der Bewerbungsprozess ist keine Selbstdarstellungsshow, sondern der Versuch einer „Passung“. Gegen ein gesundes Maß an Selbstvermarktung ist nichts einzuwenden.

Im Gegenteil: Es ist wichtig, zu artikulieren, welche Fähigkeiten man hat und in welche Bereiche/ Funktionen man sich auf lange Sicht entwickeln möchte. Nur so, können die Möglichkeiten zur Mitbestimmung auch effektiv genutzt werden. Dabei darf aber nicht der Blick für das Gegenüber verloren gehen. Wer mehr Entwicklungsmöglichkeiten fordert, muss eine höhere Lernbereitschaft mitbringen, wer seine Karriere flexibel gestalten möchte, muss selbst mobil sein.

Denn letztlich geht es nicht darum, Machtverhältnisse einfach zu verschieben – der Taktgeber wird zum Bittsteller und umgekehrt – sondern darum, teils divergierende Erwartungen und Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. Und das funktioniert nur, wenn sich beide Parteien in Richtung Mitte bewegen.

Artikelbild: MyImages – Micha/ Shutterstock

Der Beitrag Lebenslauf: „Zeig mir deinen CV und ich sag dir, wer du bist“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/cv-check-zeig-mir-deinen-lebenslauf-und-ich-sag-dir-wer-du-bist/feed/ 0
Überstunden: Nine-to-Five am Mittwoch, sonst „Always on“ http://karriere-einsichten.de/2015/12/ueberstunden-immer-wieder-montags/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/ueberstunden-immer-wieder-montags/#respond Wed, 16 Dec 2015 14:01:37 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7249 Zu viele Überstunden angehäuft? Dann nix wie raus dem Büro! Mittwochs ist der Tag der Woche, an dem wir besonders früh nach Hause gehen. Warum das so ist und was wir noch tun können, um eher „rauszukommen“? Ergebnisse einer repräsentativen Studie… Mittwochs machen wir (fast) alles richtig, gibt es für viele Berufstätige Nine-to-Five. Was, keine

Der Beitrag Überstunden: Nine-to-Five am Mittwoch, sonst „Always on“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Zu viele Überstunden angehäuft? Dann nix wie raus dem Büro! Mittwochs ist der Tag der Woche, an dem wir besonders früh nach Hause gehen. Warum das so ist und was wir noch tun können, um eher „rauszukommen“? Ergebnisse einer repräsentativen Studie…

Mittwochs machen wir (fast) alles richtig, gibt es für viele Berufstätige Nine-to-Five. Was, keine Überstunden heute? Nun. Weil die meisten Berufstätigen Montags länger bleiben, um liegen gebliebene Aufgaben vom Wochenende nachzuarbeiten, verlassen sie am Mittwoch meist sehr pünktlich das Büro. Schließlich saßen wir Montags länger als sonst. Und am Wochenende werden wir Unerledigtes fertigstellen, wenn’s denn sein muss.

Was tun, um schneller aus dem Büro zu kommen? Zum Beispiel in der Bahn nach Hause die letzten E-Mails (vor)tippen – voraugesetzt man hat gerade zwei Hände frei. Denn viele Geschäftsreisende und Pendler „daddeln“ mit ihrem Smartphone auch am Steuer, zum Beispiel im Stop&Go-Vekehr auf der Autobahn, beim Warten an einer roten Ampel, der Schlange vorm Parkhaus und anderswo.

„Always on“-Mentalität

Entspannt mit dem Auto in die Arbeit? Von Wegen! Die Realität sieht für viele Pendler und Geschäftsreisende anders aus. Die „Always on“-Mentalität (Studie von ARD/ZDF 2013) – und der regelmäßige Blick auf’s Smartphone – hat sie fest im Griff. Eine Regus-Studie zeigt, dass 22 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sogar regelmäßig am Straßenrand halten, um dringende Aufgaben zu erledigen.

Durch eine Vielzahl an mobilen Geräten und Technologien wie Cloud Computing ist heute jeder nahezu überall erreichbar. Für die meisten Berufstätigen ist es nicht mehr ungewöhnlich, vor dem Frühstück, nach Feierabend oder sogar im Urlaub alles zu unterbrechen, um Arbeitsaufgaben nachzukommen. Im Auto sind klingelnde Smartphones und piepsende Tablets jedoch nicht nur ein Sicherheitsrisiko – auch Stress und Frustration sind eine Folge der Überforderung.

Abgesehen von der Work-Life-Balance leidet auch die Qualität der verrichteten Arbeit: Für die meisten Berufstätigen ist der Arbeitsort ausschlaggebend für ihre Produktivität. Unternehmen tun gut daran, wenn sie Angestellten, die viel unterwegs sind, Zugang zu mobilen Büros, Lounges oder Co-Working-Spaces ermöglichen.

Arbeit im Büro, Freizeit unterwegs

Denn anstatt Telefonkonferenzen während Autofahrten abzuhalten und wichtige Dokumente auf Parkplätzen bearbeiten zu müssen, können Berufstätige in flexibel buchbaren Büros ihrer Arbeit effizient und produktiv nachkommen – ohne sich und andere in Gefahr zu bringen. Vor allem Montagmorgens, auf dem ersten Weg zur Arbeit ist die Aufmerksamkeit nicht allzu hoch. Und es ist auch der Tag, wo wir am längsten arbeiten…

„Montag ist in Deutschland Überstundentag“

Jeder zehnte Arbeitnehmer sitzz am ersten Wochentag länger im Büro, weltweit sind es sogar 16 Prozent. In der neuen Studie dreht sich alles um das Thema Überstunden. An welchen Wochentagen arbeitet welches Land am meisten?

Fast 16 Prozent der deutschen Berufstätigen machen mehr als 15 Überstunden pro Woche. Übertrumpft werden sie dabei im weltweiten Vergleich von den Franzosen: Laut Studie verbringen 27 Prozent mehr als 15 Zusatzstunden pro Woche im Büro.
14 Prozent arbeiten zwei bis sechs Stunden zu viel pro Woche. Elf Prozent der Deutschen halten sich relativ gut an die vorgegebenen Arbeitszeiten und machen maximal eine Überstunde pro Woche (weltweit zwölf Prozent).

Am Donnerstag und Freitag steigt die „Gefahr“ längerer Arbeitszeiten wieder rapide an. Acht Prozent kommen an diesen Tagen nur langsam aus dem Büro.

Artikelbild: Photographee.eu/ Shutterstock

Die Umfrage ist repräsentativ und wurde von dem Institut Mindmetre an weltweit insgesamt 44.000 Berufstätige in mehr als 100 Ländern verschickt – darunter sowohl Angestellte als auch Selbständige.

Der Beitrag Überstunden: Nine-to-Five am Mittwoch, sonst „Always on“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/ueberstunden-immer-wieder-montags/feed/ 0
Zeitmanagement: Raus aus dem Hamsterrad! http://karriere-einsichten.de/2015/12/zeitmanagement/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/zeitmanagement/#respond Thu, 10 Dec 2015 06:00:44 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7223 Ende des Jahres muss alles mögliche fertig werden. Für manche ist das Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum aufstellen, Plätzchen backen. Andere bereiten bereits ihren Jahresabschluss vor, Bilanzen, Steuererklärungen. Egal was alles auf Ihrer Don’t- und To-Do-Liste alles noch steht. Beginn eines Alphabets… Keine Zeit für Veränderungen? Nun denn. Die 40 Mitarbeiter/innen der Projektmanagement-Plattform „Teamleader“ haben einige Tipps

Der Beitrag Zeitmanagement: Raus aus dem Hamsterrad! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Ende des Jahres muss alles mögliche fertig werden. Für manche ist das Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum aufstellen, Plätzchen backen. Andere bereiten bereits ihren Jahresabschluss vor, Bilanzen, Steuererklärungen. Egal was alles auf Ihrer Don’t- und To-Do-Liste alles noch steht. Beginn eines Alphabets…


Keine Zeit für Veränderungen? Nun denn. Die 40 Mitarbeiter/innen der Projektmanagement-Plattform „Teamleader“ haben einige Tipps auf Lager, wie wir noch etwas mehr Zeit einsparen können und gleichzeitig unsere Arbeitsprozesse optimieren. Sechs Schritte für mehr Zeitmanagement:

Planen Sie im Voraus
Wer Aufgaben plant kann bewusster entspannen (Foto: PathDoc/ Shutterstock)
Wer Aufgaben plant kann bewusster entspannen (Foto: PathDoc/ Shutterstock)

Gute Planung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Ihre Zeit rationeller zu verwalten. Versuchen Sie jeden Tag, 5 bis 10 Minuten für Ihren Kalender zu reservieren. Dabei ist es unerheblich, ob Sie eine elektronische Version oder eine auf Papier bevorzugen. Wichtig ist, dass Sie an einer einzigen Stelle alle Aufgaben notieren, die sie erledigen müssen und bis wann diese abgearbeitet sein müssen. Verwenden Sie am besten einen Kalender, den Sie überall hin mitnehmen können, etwa den Ihres Smartphones. Berücksichtigen Sie allerdings, dass Ihnen unerwartete Ereignisse dazwischenkommen können: Bauen Sie also auf jeden Fall etwas Spielraum ein!

Messen Sie Ihre Zeit
Der Zeit voraus? (Foto: Aaron Amat/ Shutterstock)
Der Zeit voraus? (Foto: Aaron Amat/ Shutterstock)

Prioritäten zu setzen ist einfacher, wenn Sie von der Grundannahme ausgehen, dass Ihre Zeit etwas kostet. Indem Sie sich notieren, wie lange Sie an bestimmten Aufgaben arbeiten, können Sie neuralgische Punkte in Ihren Projekten identifizieren und lernen, Ihre Zeit effizienter zu nutzen. Timetracking motiviert Sie darüber hinaus, sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und Nebensachen aufzuschieben. Manche Kunden schätzen es auch sehr, wenn Sie einen akkuraten Projektbericht samt Zeiterfassung vorlegen können. Ihrem Kunden gegenüber demonstrieren Sie so Transparenz und Professionalität. Oder es geht Ihnen so?

Vermeiden Sie Mikromanagement
Das war wohl wieder nix! Mikromanagement sucks (Foto: Brian A Jackson/ Shutterstock)
Das war wohl wieder nix! Mikromanagement sucks (Foto: Brian A Jackson/ Shutterstock)

Mikromanagement ist sowohl zeitintensiv als auch ineffizient. Stellen Sie stattdessen Mitarbeiter ein, denen Sie vertrauen und vertrauen Sie ihnen dann auch. Mikromanagement wirkt in erster Instanz unschuldig, aber der heiße Atem eines Managers im Nacken der Arbeitnehmer kann das Engagement Ihrer Mitarbeiter und deren Sinn für Eigeninitiative schaden.

Wenn Sie selbst einen Schritt zurückgehen und Mitarbeiter fördern, können sie Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten sammeln, um besser zu werden. Gönnen Sie ihnen den Raum, Projekte selbstständig zu vollenden, und planen Sie gegebenenfalls danach eine Möglichkeit zum Austausch von Feedback ein, aus dem sie lernen können. Steve Jobs sagte es bereits: “ Es hat keinen Sinn, intelligente Mitarbeiter einzustellen und ihnen anschließend vorzuschreiben, was sie tun sollen. Wir stellen schlaue Leute ein, sodass sie uns erzählen können, was wir zu tun haben.“

Behalten Sie den Überblick
Kopf hoch! Wohl dem, der den Überblick wahrt (Foto: baranq/ Shutterstock)
Kopf hoch! Wohl dem, der den Überblick wahrt (Foto: baranq/ Shutterstock)

Wenn Sie neben Ihren Terminen und Aufgaben auch Projektzwischenstände, Deadlines und den Fortschritt Ihrer Mitarbeiter im Auge behalten müssen, entsteht ein hoher Verwaltungsaufwand, der mit einem einfachen Kalender kaum noch beherrschbar ist. Moderne Projektmanagement-Software erleichtert Entscheidungsträgern diese Aufgaben und schaffen Übersichtlichkeit, da alle Projekte, Aufgaben, Prozesse und Teammitglieder in nur einem Tool angezeigt und verwaltet werden.

Mitarbeiter können für Projekte eingeplant und deren Zeithorizont festgelegt werden; relevante Dokumente lassen sich mit Projekten oder einzelnen Aufgaben verknüpfen. So entstehen effiziente Arbeitsabläufe, die Zusammenarbeit im Team wird unterstützt und die Selbstständigkeit der Mitarbeiter gefördert.

Nutzen Sie Fahr- und Wartezeiten
Auf dem Weg zum Zug, Ihrem neuen Office? (Foto: Lucky Business/ Shutterstock)
Auf dem Weg zum Zug, Ihrem neuen Office? (Foto: Lucky Business/ Shutterstock)

Standortgebunden zu arbeiten ist nicht mehr aktuell, auch die Wartezeit beim Arzt oder in der Bahn kann zum Arbeiten genutzt werden. Zwar bietet es sich nicht unbedingt an, Aktenstapel hervor zu holen und durchzusehen – aber wer tut das noch auf Papier? Unterlagen können über die Cloud gemeinsam bearbeitet werden, an Meetings kann man per Videokonferenz teilnehmen, Ihren Kalender können Sie digital organisieren und mit einem Klick teilen. Kundendaten verwalten und bearbeiten Sie ebenfalls online, egal wo Sie sich gerade befinden.

Automatisieren Sie, wo es möglich ist
Diese Technik, schön wenn sie funktioniert! (Foto: asife/ Shutterstock)
Diese Technik, schön wenn sie funktioniert! (Foto: asife/ Shutterstock)

Wer expandieren will, kann nicht ewig alles manuell erledigen. Bereiten Sie deshalb Schablonen für Ihren E-Mail-Verkehr und Ihre Texte vor, die Sie öfter versenden, wie Rechnungen, Angebote und Zahlungserinnerungen. Auch die vielen Kontakte, die man heutzutage auf verschiedenen Wegen gewinnt und mit denen man durch unterschiedliche Kommunikationskanäle  verbunden ist, sollten systematisch verwaltet werden.

Ein CRM-Tool kann bei all dem helfen, muss es aber nicht zwangsläufig: Angebote im Handumdrehen zu finden, E-Mails mit dem richtigen Ansprechpartner zu verknüpfen und Ihre Verkaufszahlen zu analysieren – und das alles automatisch. Ein bisschen Zeitmanagement läuft manchmal „einfach“ nebenbei.

[td_smart_list_end]

Artikelbild: Aaron Amat/ Shutterstock

Der Beitrag Zeitmanagement: Raus aus dem Hamsterrad! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/zeitmanagement/feed/ 0
Weihnachten: Frust in der Bude? So wird’s ein Fest http://karriere-einsichten.de/2015/12/weihnachten-frust-in-der-bude-so-wirds-ein-fest/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/weihnachten-frust-in-der-bude-so-wirds-ein-fest/#respond Wed, 09 Dec 2015 12:00:51 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7221 Weihnachten, ein Fest des Friedens – nicht des Frusts. Und doch sind Menschen selten so unglücklich wie zu dieser Jahreszeit. Eine psychische Belastungsprobe unterm Christbaum? Das muss nicht so sein, wie uns Psychiater Christoph Middendorf verrät. 10 Tipps für ein friedlicheres Weihnachten – simpel aber nicht einfach… Am Geld liegt es nicht, dass wir (un)glücklich

Der Beitrag Weihnachten: Frust in der Bude? So wird’s ein Fest erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Weihnachten, ein Fest des Friedens – nicht des Frusts. Und doch sind Menschen selten so unglücklich wie zu dieser Jahreszeit. Eine psychische Belastungsprobe unterm Christbaum? Das muss nicht so sein, wie uns Psychiater Christoph Middendorf verrät. 10 Tipps für ein friedlicheres Weihnachten – simpel aber nicht einfach…

Am Geld liegt es nicht, dass wir (un)glücklich sind. Wir geben in Deutschland immer mehr Geld für Weihnachtsgeschenke aus – 2015 rechnet der Handelsverband Deutschland mit 460 Euro pro Kopf. Doch lassen sich weihnachtliche Konflikte nur selten mit kostspieligen Präsenten bewältigen.

Zehn Tipps gegen Stress in der Weihnachtszeit

Simple Regeln sind es, die dabei helfen, dass das Fest nicht zur wird. Christoph Middendorf, medizinischer Geschäftsführer der Oberbergkliniken, gibt zehn Tipps für einen harmonischen Heiligabend und entspannte Feiertage.

Senken Sie Ihre Erwartungen
Ich will aber... Erst komm ich. Und dann? (Foto: Sunny studio/ Shutterstock)
Ich will aber… Erst komm ich. Und dann? (Foto: Sunny studio/ Shutterstock)

In der Weihnachtszeit kann Vorfreude schnell in Stress umschlagen. Mediziner sprechen davon, dass positiver Eustress in negativen Distress übergeht. Die Ursachen dafür sind oft zu hohe Erwartungen. Ein einmaliger Festtagsbraten, passende Geschenke, harmonische Gespräche – alles soll perfekt sein. Doch wer sich dermaßen unter Druck setzt und nur ein Weihnachten nach Wunsch zulässt, kann nur enttäuscht werden.

Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihren Gästen
Alles eine Frage der Kommunikation. Am liebsten KEINE Überraschungen (Foto: Ollyy/ Shutterstock)
Alles eine Frage der Kommunikation. Am liebsten KEINE Überraschungen (Foto: Ollyy/ Shutterstock)

Gehen Sie offensiv mit Wünschen, Erwartungen und den Grenzen des Machbaren um. Sie können es nicht jedem recht machen. Deshalb ist es umso wichtiger, vor dem Weihnachtsfest mit Ihren Gästen zu sprechen. Klären Sie, ob bestimmte Wünsche nicht vereinbar sind und suchen Sie vorab zusammen nach Lösungen.

Kochen Sie gemeinsam
Gemeinsam Kaffee trinken, ja. Und kochen? (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)
Gemeinsam Kaffee trinken, ja. Und kochen? (Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock)

Einem reich gedeckten Tisch geht viel Arbeit voraus. Damit das Kochen nicht zur Last wird, können Sie die Aufgaben aufteilen und das Weihnachtsessen miteinander zubereiten. So vermeiden Sie das Gefühl, in der Küche alleingelassen zu werden.

Trinken und essen Sie bewusst
Zeit zum Essen, statt nur Fast-Food zwischendurch (Foto: SpeedKingz/ Shutterstock)
Zeit zum Essen, statt nur Fast-Food zwischendurch (Foto: SpeedKingz/ Shutterstock)

Versuchen Sie, den weihnachtlichen Verlockungen in Maßen zu begegnen, um Reizbarkeit und Streitlust zu vermeiden. Gerade größere Mengen Alkohol lösen oft Familienstreitigkeiten bis hin zur Eskalation aus. Setzen Sie sich im Vorfeld des Weihnachtsfestes bewusste Grenzen für den Konsum von Alkohol. Die gleiche Zurückhaltung ist auch beim Essen geboten, damit das übermäßige Festtagsessen nicht die nächste Gallenkolik verursacht.

Zeigen Sie Humor
Lass' dich überraschen! (Foto: Sunny studio/ Shutterstock)
Lass‘ dich überraschen! (Foto: Sunny studio/ Shutterstock)

Weihnachtliche Pannen kommen vor – auch bei der besten Planung. Gehen Sie humorvoll damit um. Wenn Sie im Gespräch mit Gästen in ein Fettnäpfchen treten oder den Text von „O Tannenbaum“ vergessen: kein Problem. Nehmen Sie es auf die leichte Schulter und lachen Sie darüber. Das setzt Endorphine frei und wirkt stresshemmend.

Lassen Sie sich nicht von Weihnachtswerbung blenden
Weihnachten - Fest des Friedens oder Frustes? Auf die Perspektive kommt es an (Foto: Vitabello1/ Shutterstock)
Weihnachten – Fest des Friedens oder Frustes? Auf die Perspektive kommt es an (Foto: Vitabello1/ Shutterstock)

Ob im Radio oder im Fernsehen: Heile-Welt-Weihnachtswerbung begegnet Ihnen fast im Minutentakt. Machen Sie nicht den Fehler, sich mit der perfekten Werbewelt zu messen. Entscheiden Sie lieber nach Ihrem Bauchgefühl. Erlaubt ist, was sich für Sie gut anfühlt.

Erzwingen Sie keine Weihnachtsrituale
Guckst du! Spielen muss auch mal sein (Foto: Phoenixns/ Shutterstock)
Guckst du! Spielen muss auch mal sein (Foto: Phoenixns/ Shutterstock)

Nicht jeder singt mit Hingabe oder liest gerne Weihnachtsgeschichten vor. Befinden sich Weihnachtsmuffel unter Ihren Gästen, sollten Sie das akzeptieren und ihnen in solchen Situationen Freiheiten einräumen.

Schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten
Ausgeschlafen? Schlaf muss sein! (Foto: Monkey Business Images/ Shutterstock)
Ausgeschlafen? Schlaf muss sein! (Foto: Monkey Business Images/ Shutterstock)

Wer einfordert, dass die Familie die ganze Weihnachtszeit zusammen verbringt, erzeugt unnötigen Druck. Entspannungsübungen, eine kurze Auszeit im Gästezimmer, Hobbykeller oder beim Spaziergang kann die Stimmung auflockern und Streitigkeiten vorbeugen. Auch wenn Ihr Nachwuchs sich abends noch mit Freunden treffen will, sollte das kein Grund für größere Spannungen sein.

Vermeiden Sie unnötige Provokationen
Hart in der Sache, verbindlich in der Art (Foto: ArtFamily/ Shutterstock)
Hart in der Sache, verbindlich in der Art (Foto: ArtFamily/ Shutterstock)

Sollte es zu einem Streit kommen, ist es sinnvoll, ihn bewusst zu verschieben und nicht weiter anzuheizen. Heiligabend ist nicht die richtige Zeit für Grundsatzdiskussionen oder das Austragen alter Konflikte. Versuchen Sie notfalls von dem Streit abzulenken, indem Sie einen Spaziergang vorschlagen oder sich für andere gemeinsame Tätigkeiten stark machen.

Hören Sie in sich hinein
Zeit für dich! Bitteschön (Foto: Yuganov Konstantin/ Shutterstock)
Zeit für dich! Bitteschön (Foto: Yuganov Konstantin/ Shutterstock)

Trotz der guten Vorhaben kann es immer wieder zu Situationen kommen, die Sie an Ihre Belastungsgrenzen führen. Wer unter weihnachtlichem Gemütsstress leidet, sollte sich bewusst mit sich selbst auseinandersetzen. Fragen wie „Wie geht es mir?“ oder „Wie verhalte ich mich gegenüber anderen?“ können ein erster Schritt sein, um einer Krise positive Aspekte abzugewinnen. Bringen Sie in Erfahrung, was Sie wirklich wollen und was Sie aus solchen Situationen für die Zukunft lernen können. So wandelt sich Weihnachtsfrust schnell wieder in Weihnachtslust.

[td_smart_list_end]

Artikelbild: Vitabello1/ Shutterstock

Der Beitrag Weihnachten: Frust in der Bude? So wird’s ein Fest erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/weihnachten-frust-in-der-bude-so-wirds-ein-fest/feed/ 0
Sharing Economy: Haste was, kriegste was http://karriere-einsichten.de/2015/12/sharing-economy/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/sharing-economy/#respond Tue, 08 Dec 2015 06:30:17 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7203 Besitz ist relativ, Haben out. Früher waren es Statussymbole, die glücklich machen. Heute ist es das Teilen mit möglichst vielen, unterschiedlichen Leuten. Die Sharing Economy revolutioniert bisherige Geschäfte. Für alle, die etwas haben, etwas abgeben wollen und ab und zu damit auch noch Geld verdienen wollen… Das größte Taxiunternehmen der Welt – gemessen an der

Der Beitrag Sharing Economy: Haste was, kriegste was erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Besitz ist relativ, Haben out. Früher waren es Statussymbole, die glücklich machen. Heute ist es das Teilen mit möglichst vielen, unterschiedlichen Leuten. Die Sharing Economy revolutioniert bisherige Geschäfte. Für alle, die etwas haben, etwas abgeben wollen und ab und zu damit auch noch Geld verdienen wollen…

Das größte Taxiunternehmen der Welt – gemessen an der Flottengröße  – besitzt keinen einzigen Wagen, die größte Hotelkette kein einziges Bett. Uber und Airbnb prägen das Bild der sogenannten Sharing Economy. Und sie pervetieren es mit einigen Kontroversen. Denn es sind nicht bloß Gutmenschen, die hier ihre Bohrmaschine für ein paar Stunden ausleihen (max. Betriebszeit etwa 14 Minuten ein ganzes Leben). Dahinter stecken Großkonzerne im Netz, groß geworden aus Garagenverbünden, mittlerweile Milliarden-schwer und das fast ausschließlich in den USA.

Hierzulande bemängeln Politiker dass es in diesem Bereich auf EU-Ebene noch keine klare Rechtslage gibt. Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) ist die erste EU-Institution, die eine formale Position zum Thema verabschiedet; darin erklären die Entscheidungsträger der Städte und Regionen warum die Sharing Economy gefördert aber auch besser reguliert werden sollte, um Rechtssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, allerdings ohne Innovation zu ersticken.

Kultur des Teilens

Die Wirtschaft des Teilens, die Sharing Economy, basiert auf der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen mittels Plattformen; zwar ist das Konzept des Teilens innerhalb von Vereinen, Familien und unter Freunden altbekannt, aber die digitale Entwicklung unserer Zeit eröffnet ganz neue Perspektiven für die Kultur des Teilens – sowohl mit Blick auf die Wirtschaft als auch auf neue Formen der Governance und Gemeingüter. Benedetta Brighenti, stellvertretende Bürgermeisterin von Castelnuovo Rangone, stellt fest:

„Die Wirtschaft des Teilens wird immer wichtiger. volkswirtschaftlich“

Sie kann die Lebensqualität verbessern, das Wachstum und die Beschäftigung vor allem auf der lokalen Ebene fördern und die Umweltbelastung durch Unternehmen und Verbrauch verringern. Gleichzeitig müssen wir verhindern, dass Gewinn erzielende Plattformen der Sharing Economy diese neue Unternehmensform zur Steuervermeidung und zur Umgehung von Vorschriften in den Bereichen Kartellrecht, soziale Sicherheit und Verbraucherschutz missbrauchen. Wir brauchen einen ganzheitlichen und koordinierten Ansatz auf europäischer Ebene, der den ambivalenten Charakter der Wirtschaft des Teilens berücksichtigt.“

Die Sharing Economy hat viele unterschiedliche Ausprägungen und Modalitäten in den verschiedenen Regionen und Städten Europas, erklärt die Europabeauftragte und Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund Hella Dunger-Löper:

„In Berlin hat die Sharing Economy eine lange Tradition, erinnert sei nur an die Tradition der Genossenschaften, sowohl im Wohnungsbau, wie auch in anderen Bereichen, die nach dem Fall der Mauer wieder aufgelebt sind. Aber auch neue Formate wie Car- oder Bike- Sharing setzten sich durch und sorgen für Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit.“

Angesichts der Pläne der Europäischen Kommission zur Entwicklung einer europäischen Agenda für die Wirtschaft des Teilens bzw. die partizipative Wirtschaft bis einschließlich 2016 unterstreichen die AdR-Mitglieder, dass die neuen Vorschriften nicht zu streng oder zu weitreichend sein sollten, so dass sie wirtschaftliche Innovation total ersticken. Weiters betonen sie, dass eine europäische Regulierung dann sinnvoll ist, wenn es sich um Fälle von grenzüberschreitender oder binnenmarktspezifischer Relevanz handelt.

Ansonsten sollten die Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene berechtigt sein, die Vorschriften an die Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort anzupassen um zum Beispiel SE Modelle in strategischen Bereichen wie nachhaltige Mobilität und Tourismus, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Umwelt fördern können.

Artikelbild: Zerbor/ Shutterstock

Der Beitrag Sharing Economy: Haste was, kriegste was erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/sharing-economy/feed/ 0
Krankmeldung: Nur’n Schnupfen? Was Arbeitgeber kontrollieren können http://karriere-einsichten.de/2015/12/krankmeldung-arbeitgeber-kontrolle/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/krankmeldung-arbeitgeber-kontrolle/#respond Mon, 07 Dec 2015 06:00:08 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7196 So. Alle Jahre wieder kommt… die erste, fette Erkältung der Wintersaison. Mit Tabletten und Hausmittelchen dauern solche grippalen Infekte etwa zwei Wochen, ohne sie 14 Tage – so eine Binsenweisheit. Und das ist auch die Zeit, die deutsche Arbeitnehmer im Schnitt daheim bleiben. Was Arbeitgeber dann dürfen, was nicht… Weihnachten steht vor der Tür, die

Der Beitrag Krankmeldung: Nur’n Schnupfen? Was Arbeitgeber kontrollieren können erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

So. Alle Jahre wieder kommt… die erste, fette Erkältung der Wintersaison. Mit Tabletten und Hausmittelchen dauern solche grippalen Infekte etwa zwei Wochen, ohne sie 14 Tage – so eine Binsenweisheit. Und das ist auch die Zeit, die deutsche Arbeitnehmer im Schnitt daheim bleiben. Was Arbeitgeber dann dürfen, was nicht…

Weihnachten steht vor der Tür, die nächste Grippewelle ebenso. Personaler spüren das, wie eine Studie von CareerBuilder ermittelt hat: 60 Prozent der Krankheitstage von deutschen Angestellten entfallen pro Jahr auf die Zeit zwischen November und Februar. Nur glauben Arbeitgeber das ihren Mitarbeitern nicht immer, krank zu sein. Etwa ein Drittel (32 Prozent) der Führungskräfte prüfen die Angaben ihrer Mitarbeiter, um sicherzugehen, dass diese nicht simulieren.

Zum Onkel Doktor

Manche Arbeitgeber gehen dabei auf naheliegende Weise vor und verlangen beispielsweise eine Krankmeldung vom Arzt (65 Prozent derjenigen, die Mitarbeiterangaben überprüfen) oder rufen die Mitarbeiter an, um sich zu vergewissern, dass sie wirklich krank sind (36 Prozent). Andere Arbeitgeber greifen auf weniger orthodoxe Methoden zurück. Zum Beispiel:

  • am Wohnort der betreffenden Person vorbeifahren (27 Prozent),
  • einen anderen Mitarbeiter bitten, den kranken Kollegen anzurufen (13 Prozent),
  • den Partner oder ein Familienmitglied kontaktieren, um sich die Krankheit bestätigen zu lassen (9 Prozent).

Auch geben 15 Prozent der Arbeitgeber zu, die Profile ihres Mitarbeiters in sozialen Netzwerken daraufhin zu überprüfen, ob er die Krankheit womöglich simuliert. Diese Strategie scheint zu funktionieren: Nach Angaben der Studienteilnehmer wurden 29 Prozent der Arbeitnehmer, die sich unbegründet krank gemeldet haben, über ihre Social-Media-Aktivitäten entlarvt. 5 Prozent von ihnen wurden entlassen, weitere 19 Prozent erhielten eine Abmahnung.

Winterzeit = Erkältungszeit

„Es ist wichtig für Arbeitgeber, zu verstehen, dass Arbeitnehmer in den Wintermonaten häufiger krank sein werden und dass sie wahrscheinlich Zeit brauchen, um wieder richtig auf die Beine zu kommen oder andere Kollegen nicht anzustecken“, sagt Janet Prosper von CareerBuilder.

Lieber einmal richtig auskurieren als ständig krank

Ihr Rat lautet deshalb: „Wenn Sie Ihren Mitarbeitern ausreichend Zeit zur Erholung geben, werden sie umso schneller wieder zurück sein – und mit voller Energie. Sie sollten ihnen jedoch nicht nachspionieren. Klare Vorgaben für den Krankheitsfall können dagegen helfen, dass Ihre Mitarbeiter ehrlich sind: Bitten Sie beispielsweise darum, dass Mitarbeiter ihren direkten Vorgesetzten am ersten Krankheitstag anrufen und nach drei Abwesenheitstagen eine Krankmeldung vom Arzt vorlegen.“

Motivation unterstützt Genesungsprozess

„Ein gewisses Maß an Vertrauen gehört immer dazu, und dieses Vertrauen muss auf beiden Seiten vorhanden sein“, so Prosper weiter. „Wenn Ihre Arbeitnehmer befürchten müssen, dass Sie ihnen hinterher spionieren, wenn sie sich krank melden, werden sie ihre Motivation verlieren und weniger Spaß an der Arbeit haben. Und wenn Sie einmal einen klaren negativen Trend bei einem Mitarbeiter feststellen und dieser sehr häufig abwesend ist, sprechen Sie dies offen an, um sicherzugehen, dass es keine tiefer liegenden Gründe dafür gibt.“

Zur Studie von CareerBuiler: sie wurde mit 400 Arbeitgebern in Deutschland durchgeführt. Die Interviews wurden im September und Oktober 2015 von Redshift Research anhand von E-Mail-Einladungen und einer Online-Umfrage geführt. Die Ergebnisse jeder Stichprobe unterliegen möglichen Abweichungen.

Artikelbild: sheff/ Shutterstock

Der Beitrag Krankmeldung: Nur’n Schnupfen? Was Arbeitgeber kontrollieren können erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/krankmeldung-arbeitgeber-kontrolle/feed/ 0
Jobsharing: Vergiss‘ deine Work-Life-Balance, lebe! http://karriere-einsichten.de/2015/12/jobsharing-parttime-work-life/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/jobsharing-parttime-work-life/#respond Fri, 04 Dec 2015 17:08:43 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7186 Endlich, #Wochenende! Der Montag ist schön weit weg. Und in zehn Jahren wird’s keinen Montagsblues mehr geben, wenn Zukunftsforscher richtig liegen. Jobsharing, Coworking-Spaces und Home-Office sind erst der Anfang. Wie wir 2025 leben UND arbeiten werden… Arbeitest du noch oder lebst du schon? Noch stimmt diese Frage nach der Work-Life-Balance, bald ist sie Quatsch –

Der Beitrag Jobsharing: Vergiss‘ deine Work-Life-Balance, lebe! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Endlich, #Wochenende! Der Montag ist schön weit weg. Und in zehn Jahren wird’s keinen Montagsblues mehr geben, wenn Zukunftsforscher richtig liegen. Jobsharing, Coworking-Spaces und Home-Office sind erst der Anfang. Wie wir 2025 leben UND arbeiten werden…


Arbeitest du noch oder lebst du schon? Noch stimmt diese Frage nach der Work-Life-Balance, bald ist sie Quatsch – hoffentlich. Denn wir sollten das, was wir arbeiten gerne tun und nicht bis in alle Ewigkeit, also bis zur Rente mit 67 oder 76 in unserem Job bleiben – mangels Zukunftsperspektiven.

Der Vollzeitjob fürs Leben? Ein Auslaufmodell, denn dank mobilem Internet sind wir jederzeit überall und in wechselnden Teams einsatzfähig. Flexibel, vernetzt, vielfältig – so sieht das eine Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung die Arbeitswelt der Zukunft.

Home Office für alle? Für alle Bürojobs…

Ob die sich abzeichnenden Trends eine Chance für innovative, inspirierende Arbeits- und Lebensformen in Deutschland bieten oder das Risiko sozialer Spaltung und einer überforderten Gesellschaft in sich bergen, hängt von den Weichenstellungen ab, die heute gesetzt werden.

Der kürzlich veröffentlichte Ergebnisbericht der „Bertelsmänner“ zeigt, wie wir 2025 arbeiten und Leben, die Chancen aber auch Risiken des Wandels und selbstbestimmter Teilhabe möglichst aller Menschen. Unterstützt wurde der Report von Z_punkt The Foresight Company, einem Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen.

Old School, New Business

Immer mehr Menschen haben sogenannte Erwerbsbiografien – so komplex wie dieser Begriff schon klingt. Flexibilisierung und Ansprüche von Kunden nehmen zu. Und das von Seiten der Unternehmen als auch der Erwerbstätigen. Doch viele Strukturen, von Sozialversicherung bis zur Rente, sind weiterhin auf ein lineares Normalarbeitsverhältnis und ununterbrochene sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugeschnitten. Und eine zeitlich und örtlich hochflexible Berufstätigkeit ist derzeit nur schwer mit Familie oder Freundeskreis zu vereinbaren.

Mehr Flexibilität ist die Antwort. Neue Arbeitszeitmodelle, Teilzeit, Jobsharing (siehe das Video oben, Best Practise und Marketingvideo von Unilever) – das sind Stichworte. Sie zeigen aber, wie wir das Arbeitsleben in alle Richtungen flexibler gestalten können.

„Wir benötigen eine auf einzelne Lebensphasen orientierte Betrachtung, die jede Form von Arbeit und Engagement mit einbezieht – unabhängig von der individuellen Erwerbsperspektive“, fasst Detlef Hollmann, Senior Project Manager bei der Bertelsmann Stiftung, zusammen.

Alter Wein, neue Verpackungen

Der Klage über die Doppelbelastung Familie und Karriere setzen die beiden Unilever-Managerinnen Christiane Haasis und Angela Nelissen Fakten entgegen: Seit fünf Jahren teilen sie sich ihren Managerposten in der Marketingabteilung. Nach hartnäckiger Überzeugungsarbeit haben sie inzwischen viele Nachahmerinnen inspiriert und ziehen nach fünf Jahren eine erste Bilanz. Wie es mit dem Jobsharing in Zukunft weitergehen könnte und was das Jobsharing-Modell den beiden Müttern persönlich gebracht hat, dass erzählen „CHAN“ im Film oben.

Gut, wenn Menschen selbst Initative ergreifen. Denn Vater Staat und seine Sozialversicherungssysteme geraten an ihre Grenzen, der Generationenvertrag funktioniert angesichts der demografischen Entwicklung nicht mehr wie gewohnt, das geteilte Krankenversicherungssystem führt zu Ungerechtigkeiten und das Modell der Arbeitslosenversicherung ist nicht auf die sich ändernden Erwerbsbiografien eingestellt. Kleine, kosmetische Änderungen werden nicht reichen.

„Versorgungslücke“ mit Kreativität füllen

Die Kommission plädiert für neue Formen der Daseinsvorsorge, die beides beinhalten: mehr individuelle Vorsorge, aber auch Modelle im Sinne genossenschaftlicher Solidarität. Selbstorganisierte Netzwerke und Supporter, wie etwa Seniorengenossenschaften, können durch kreative Lösungen einen Teil der erwarteten Versorgungslücke im Alter auffangen.

„Größere persönliche Verantwortung wird notwendig sein, um Gestaltungsräume zu nutzen. Sie muss jedoch in den größeren Kontext der gesellschaftlichen Solidarität eingebunden bleiben – insbesondere dort, wo die Lücke zwischen individuellen Fähigkeiten und den Anforderungen der Arbeitswelt zu stark auseinander klafft“, sagt Cornelius Patscha, Mitautor des Reports.

In Zukunft verändern sich Tätigkeitsfelder noch schneller als heute, neue Berufsbilder entstehen, andere verschwinden. Die Kommission fordert: „Menschen müssen viel stärker befähigt werden, Wissen außerhalb von Bildungsinstitutionen eigenständig zu erwerben, es zu reflektieren und auch anzuwenden.”

Schule und spätere Ausbildung sollte die Menschen befähigen, eigenständig Wissen zu erwerben. Bildungseinrichtungen sollten Persönlichkeitsbildung, Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und Innovationskraft fördern.

Und nun? Kommentare, Crowd!

So. Und wie wir genau in zehn Jahren leben (wollen), wissen wir nicht – noch nicht. Wäre ja schön, wenn’s „Jobsharing“ klappt. Super Idee! Und das Aber folgt sogleich. Denn bisher sieht Teilzeit gerne mal so aus: 2×75% (50% offiziell), macht 1,5 FTE – und der Chef hat eine halbe Stelle eingenspart und tut gleichzeitig was fürs familienfreundliche Image.

Andere Firmen ziehen nach. Darunter Microsoft. Der IT-Konzern vermarktet die Idee mit dem Home-Office als Innovation – auch „Vetrauensarbeitsplatz“ genannt. Dabei spart das vor allem eines: Infrastrukturkosten, denn nach dem Personal ist ja die Miete der teuerste Posten. Nicht wahr? Eure Meinung ist gefragt! Einfach unten posten…

Artikelbild: EpicStockMedia/ Shutterstock

 

Der Beitrag Jobsharing: Vergiss‘ deine Work-Life-Balance, lebe! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/jobsharing-parttime-work-life/feed/ 0
Depression: Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abseits http://karriere-einsichten.de/2015/12/depression/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/depression/#respond Wed, 02 Dec 2015 12:21:36 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7193 Selten gab es so wenig Arbeitslose in Deutschland wie diesen November – zuletzt vor zweieinhalb Jahrzehnten! 2,633 Millionen Menschen sind es, so die Statistik. Dahinter verbergen sich viele Schicksale, Depressionen und Ängste. Über die Folgen fehlender Beschäftigung und die Ursachen einer Depression haben wir mit Christoph Middendorf gesprochen, einem Psychiater und Therapeuten… Der sogenannte Fackräftemangel betrifft

Der Beitrag Depression: Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abseits erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Selten gab es so wenig Arbeitslose in Deutschland wie diesen November – zuletzt vor zweieinhalb Jahrzehnten! 2,633 Millionen Menschen sind es, so die Statistik. Dahinter verbergen sich viele Schicksale, Depressionen und Ängste. Über die Folgen fehlender Beschäftigung und die Ursachen einer Depression haben wir mit Christoph Middendorf gesprochen, einem Psychiater und Therapeuten…

Der sogenannte Fackräftemangel betrifft viele Branchen, vor allem die Industrie. Doch die setzt ihre Mitarbeiter auch gerne mal vor die Tür. So aktuell bei VW. Der Konzern hat im Zuge des Abgasskandals hochrangige Ingenieure beurlaubt. Die Deutsche Bank baut im Rahmen des Umstrukturierungsprogramms zahlreiche Führungsstellen ab. Und auch für einige RWE-Manager wird der eingeschlagene Sparkurs Konsequenzen haben.

Für das „Seelenheil“ der Betroffenen kann der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes  schweren Folgen bedeuten. Ob bei Arbeitslosigkeit durch eine unerwartete Kündigung oder Arbeitsunfähigkeit wegen einer Erkrankung: Erfolgsgetriebene Menschen, die länger auf ihren Job verzichten müssen, verlieren schnell ihren zentralen Lebensinhalt.

Wie es dazu kommt und welche Folgen das haben kann, erklärt Christoph Middendorf, medizinischer Geschäftsführer der Oberbergkliniken.

Karriere-Einsichten: Manche arbeiten so, dass es sie süchtig macht – Workaholics. Sind Manager davon besonders betroffen?

Christoph Middendorf: Berufsgruppen wie Führungskräfte sind eher dazu angetan, eine Arbeitssucht zu entwickeln. Denn die Art der Tätigkeiten von Führungskräften ist auch mit vielen Einflussmöglichkeiten sowie Macht und Anerkennung verbunden. Ihre Position und ihre Erfolge tragen sehr stark zum Selbstwertgefühl bei – und vermitteln einen regelrechten Kick.

„komplexes neurophysiologisches Belohnungssystem“

Karriere-Einsichten: Erklären Sie uns dieses Anreizsystem im Hirn…

Christoph Middendorf: Wir haben in unserem Gehirn ein komplexes neurophysiologisches Belohnungssystem. Es setzt Botenstoffe frei, wenn es gewisse positive Reize erfährt, und sorgt so für ein starkes Hochgefühl. Dieser Prozess kann sich unter bestimmten Bedingungen suchtartig ausweiten. Letztlich gilt das für alle positiv besetzten Erfahrungen. Wir sprechen dann von sogenannten nicht stoffgebundenen Suchterkrankungen, wie bei der Kaufsucht, Spielsucht, Sexsucht, der Computer- oder Internetsucht und eben auch der Arbeitssucht.

Karriere-Einsichten: Welche Auswirkung kann die Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit auf Menschen haben, die sich über ihre Arbeit definieren – wie es unter anderem Workaholics tun?

Christoph Middendorf: Bei körperlichen oder stofflich gebundenen Suchterkrankungen treten Entzugserscheinungen rasch nach dem Absetzen des Suchtmittels auf. Vereinfacht kann man sagen: Das Gehirn schlägt Alarm, weil das Suchtmittel fehlt. So ist es auch bei  Workaholics, die durch eine Arbeitsunfähigkeit, das Wochenende oder einen Urlaub ausgebremst werden.

Sie erleben schon kurz nach Beendigung des Jobs Unruhezustände, wissen nicht, was sie mit sich und der Zeit anfangen sollen. Sie sind umtriebig und suchen nach einer Tätigkeit. Das Gehirn ist so stark auf Wachheit und Aktivismus eingestellt, dass es nicht zur Ruhe kommt. Deshalb können Betroffene die Ruhe nicht genießen und zum Beispiel kein Buch entspannt lesen oder einfach mal untätig in der Sonne liegen.

Karriere-Einsichten: 2013 registrierte der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen über 40 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit, die durchschnittlich 2 Wochen dauerte…

Hobbies schaffen Ausgleich – und Kreativität für den Job!

Christoph Middendorf: Längere Arbeitsunfähigkeit, eine Arbeitslosigkeit oder ein unfreiwillig beendetes Arbeitsverhältnis können Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Besonders, wenn Betroffene keine Ausgleichsmöglichkeit haben – beispielsweise soziale Kontakte, Hobbys, Engagements in Bereichen, die mit Freude und Selbstwertbestätigung verbunden sind, oder andere Tätigkeiten, in denen man Sinn erleben kann. Ist das gesamte Leben auf die eine Arbeit ausgerichtet und bricht dieser Teil weg, wird es bedrohlich. Es kann zu verschiedenen psychischen Folgestörungen kommen, wie Angst- und Panikattacken bis hin zu Depressionen.

Karriere-Einsichten: Warum fällt es Menschen so schwer, loszulassen?

Christoph Middendorf: Zum einen hat das hirnphysiologische Gründe. Wenn sich das Gehirn auf ein hohes Stresslevel und Arbeitsvolumen eingestellt hat, erwartet es diesen Input und erlebt es als Defizit, wenn dieser nicht da ist. Zum anderen, weil Betroffene das Loslassen und zur Ruhe kommen nicht als Erholung und Entspannung erleben. Sie empfinden vielmehr einen gegenteiligen Effekt. Denn in solchen Situationen wird das Bedrohungssystem aktiviert. Es löst bei ihnen Angst aus, wenn sie sich nicht ständig beruflich beweisen können.

Karriere-Einsichten: Die Maxime „schneller, höher, weiter“ ist unter sogenannten Machertypen weit verbreitet. Wie gehen wir mit diesem Leistungsdruck um ohne dass er uns allzu sehr belastet?

Christoph Middendorf: Das Motto stellt per se eine ungesunde Haltung dar. Es impliziert ja, dass es immer noch ein Mehr geben muss. Man kann schnell sein, man kann hoch sein, man kann weit kommen. Es ist ein ganz normales menschliches Bedürfnis, seine Grenzen auch ausloten zu wollen. Problematisch wird es, wenn man sie ignoriert und immer wieder von Neuem überschreiten will.

Karriere-Einsichten: Gibt es verschiedene Phasen, die Menschen nach einer überraschenden Arbeitsunfähigkeit durchlaufen?

Christoph Middendorf: Wir durchlaufen nach plötzlichen, einschneidenden Erlebnissen verschiedene emotionale Phasen. Das gilt nicht nur für die Arbeitsunfähigkeit. Am Anfang steht oft eine Art „Schockphase“, in der man erstarrt und wie paralysiert ist und das Geschehene nicht akzeptiert. Wenn diese erste Zeit überwunden ist, kommt eine Phase der heftigeren Gefühle und Emotionalität auf: Verzweiflung, Wut, oft auch Traurigkeit bestimmen das Bild.

Im Anschluss setzt häufig eine Art der Regression ein. Es kommt zum Rückzug und zur Abschottung, Scham und Versagensgefühle können auftreten, aber auch eine Lethargie. Diese regressive Phase ist wesentlich riskanter als die ersten beiden. Wenn jemand in ihr verharrt, können sich Depressionen oder andere bereits genannte Erkrankungen herausbilden.

Karriere-Einsichten: Wann ist professionelle Hilfe nötig?

Christoph Middendorf: Wenn es jemand nicht schafft, sich aus eigener Kraft zu helfen, oder der Zustand über einen längeren Zeitraum anhält. Und natürlich auch, wenn das allgemeine Funktionsniveau des Menschen deutlich abnimmt. Wenn Betroffene beispielsweise in der regressiven Phase stecken, ziehen sie sich aus dem Leben zurück, haben gar keinen Antrieb mehr und entwickeln eine Depression. Dann sollten sie sich professionelle Hilfe suchen.

Karriere-Einsichten: Welche Therapiemöglichkeiten helfen Betroffenen?

Christoph Middendorf: Wir reden zum Beispiel über Formen der Depression oder Angsterkrankungen. Wenn jemand in milder Ausprägung darunter leidet, ist eine ambulante Behandlung oft ausreichend. Bei einer stärker ausgeprägten Erkrankung können auch teilstationäre oder stationäre Behandlungsmöglichkeiten notwendig werden.

Artikelbild: luxorphoto/ Shutterstock

Der Beitrag Depression: Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abseits erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/depression/feed/ 0
Typsache Vertrieb: Der große Deal, hier und jetzt! http://karriere-einsichten.de/2015/12/erfolg-im-vertrieb-typsache-grosse-deal/ http://karriere-einsichten.de/2015/12/erfolg-im-vertrieb-typsache-grosse-deal/#respond Tue, 01 Dec 2015 07:00:16 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7170 „Kooperarationsanfragen“ auf Linkedin, XING & Co – Vetrieb pur! Klar, Vertriebler müssen mit ihrer Haut die Produkte an den Markt bringen. Sie müssen es geschickt/er anstellen! Fragen an Lothar Sommer, Market Director von CEB Deutschland… Kunden mit herkömmlichen Mitteln an sich zu binden, das reicht heute nicht mehr. Dazu ist der Wettbewerb zu groß. Kunden

Der Beitrag Typsache Vertrieb: Der große Deal, hier und jetzt! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

„Kooperarationsanfragen“ auf Linkedin, XING & Co – Vetrieb pur! Klar, Vertriebler müssen mit ihrer Haut die Produkte an den Markt bringen. Sie müssen es geschickt/er anstellen! Fragen an Lothar Sommer, Market Director von CEB Deutschland…


Kunden mit herkömmlichen Mitteln an sich zu binden, das reicht heute nicht mehr. Dazu ist der Wettbewerb zu groß. Kunden sind der üblichen Ansprache überdrüssig. Dabei ist es der Vertriebler gefragt, als an den Problemen des Kunden interessiertes Gegenüber, indem er mitdenkt und Arbeit abnimmt oder Lösungen bereithält. Dies alles zu leisten, ist die Aufgabe des Vertriebs von heute – eine strukturelle Herausforderung an die Vertriebsabteilung und ihre Vertriebsmitarbeiter.

„Vertrieb und die Kunst zu Überzeugen“

In ihrem Besteller „The Challenger Sale“ zeigen die CEB-Vertriebsexperten Matthew Dixon und Brent Adamson – im englischen Sprachraum ein Bestseller mit > 300.000 verkauften Exemplaren, dass vor allem Vertriebler mit einem „Challenger“ Profil die besten Abschlüsse erzielen. Das Buch ist nach den Angaben der Verfasser „eine Quelle der Inspiration“ und hilft dem Leser, sein Profil als Vertriebler zu analysieren und gezielt zu verändern, um am Ende kreativer und besser zu sein. Wir haben gesprochen mit Lothar Sommer, bei CEB verantwortlich für den deutschprachigen Markt.

Karriere-Einsichten: Wie überzeugen Mitarbeiter im Vertrieb ihre Kunden davon, eine Premiumlösung zu kaufen, statt einer Lösung, die „gerade gut genug“ ist?

Lothar Sommer: Wenn Sie einen Verkaufsleiter fragen, wie sich der Verkauf in den letzten zehn Jahren verändert hat, werden Sie eine Menge Antworten, aber nur ein wiederkehrendes Thema zu hören bekommen: Es ist sehr viel schwieriger geworden! Umfassende Studien von CEB haben gezeigt, dass selbst Unternehmen, die zu den besten ihrer jeweiligen Branche gehören, sich fast nur noch in preisgetriebenen Verkaufsgesprächen wiederfinden.

Kunden sind mittlerweile perfekt über ihre Beschaffungsmärkte informiert und kennen die Branchenführer und ihre Lösungen bis ins Detail. Die Kunden sind so in der Lage, ihren Bedarf bis ins Detail zu definieren, dann kontaktieren sie die drei besten Anbieter und wollen dann eigentlich nur noch wissen: Was kostet diese Lösung bei Euch?

Karriere-Einsichten: Und das Ergebnis?

Lothar Sommer: Im Ergebnis erweist sich die Überzeugung, dass eine jahrelange, gut gepflegte Kundenbindung der direkteste und zuverlässigste Garant für Wachstum ist, als falsch. Stattdessen steigern die besten Unternehmen ihre Geschäfte dadurch, dass sie Kunden herausfordern.

Zu diesem Zweck haben sie ihre Vertriebs- und Marketingabteilung neu ausgerichtet. Das Verkaufsgespräch mit dem Kunden wird so konzipiert, dass das derzeitige Denken des Kunden durchkreuzt wird – um ihn aufzuklären, statt ihm einfach etwas zu verkaufen.

Vertrieb – eine Typsache

Dies hat CEB auf der Grundlage einer umfassenden Untersuchung von Vertriebsmitarbeitern aus verschiedenen Branchen und Regionen belegt. Da CEB diese Studie seit Jahren weiterführt, wurden inzwischen mehr als 49.000 Vertriebler befragt, die die Ergebnisse bestätigen.

Karriere-Einsichten: Welche Typen von Vertriebsmitarbeitern haben Sie klassifiziert?

Mehr Wissen? Buch kaufen...
Mehr Wissen? Buch kaufen…

Lothar Sommer: Alle Vertriebsmitarbeiter können einem von fünf Profilen zugeordnet werden: Beziehungspfleger konzentrieren sich auf den Aufbau von starken persönlichen und beruflichen Beziehungen. Sie sind großzügig mit ihrer Zeit und bemühen sich dem Kunden jeden Wunsch zu erfüllen. Außerdem arbeiten sie hart daran, Spannungen in der Geschäftsbeziehung zu lösen.

  • Harte Arbeiter kommen früh, bleiben lange und gehen immer investieren immer mehr als notwendig. Sie tätigen mehr Anrufe in einer Stunde und machen mehr Besucher in einer Woche als fast alle anderen im Team. Sie legen viel Wert auf Feedback.
  • Einsame Wölfe sind sehr selbstbewusst: Sie sind die „Cowboys des Außendienstes“, die sich nicht an Regeln und Prozesse halten. Sie erledigen die Dinge auf ihre Weise oder gar nicht
  • Problemlöser sind zuverlässig und detailorientiert. Sie haben den Ehrgeiz, alle Zusagen, Versprechungen und Erwartungen zu erfüllen – auch nachdem der Kauf abgeschlossen wurde. Sie legen einen Schwerpunkt auf die Nachbetreuung und achten darauf, dass Servicefragen rund um die Umsetzung und Anwendung umgehend und umfassend bearbeitet werden.
  • Challenger sind die diskutierfreudigen im Team. Sie haben ein gutes Verständnis vom Geschäft Ihres Kunden. Sie können ihm Möglichkeiten aufzeigen, wie er sich effizienter im Wettbewerb behaupten kann. Sie haben keine Scheu davor, ihre Ansichten mitzuteilen, selbst wenn diese kontrovers sind. Challenger sind bestimmend und neigen dazu, Kunden ein wenig zu drängen –, sowohl in ihrer Denkweise als auch in Fragen wie beispielsweise der Preisgestaltung. Ihre Challenger-Mentalität beschränkt sich nicht nur auf die Kunden. Sie neigen dazu, auch ihre eigenen Vorgesetzten und die Führungskräfte innerhalb ihrer Firma voranzutreiben.

Karriere-Einsichten: Und nun…

Vertriebler = Beziehungspfleger

Lothar Sommer: Betrachtet man nun die Gruppe der Verkäufer, die überdurchschnittlich erfolgreich waren (jeweils die Top 20 eines Vertriebsteams) dann stellt man zwei sehr überraschende Dinge fest: Zum einen sind die „Challenger“ hier mit 39 Prozent deutlich überrepräsentiert. Zum anderen finden wir in dieser Gruppe kaum noch „Beziehungspfleger“! Challenger sind also unter den heutigen Marktverhältnissen weitaus erfolgreicher als Beziehungspfleger!

Karriere-Einsichten: Was unterscheidet den „Challenger“-Typen von anderen Vertrieblern?

Lothar Sommer: In der Analyse der Autoren erwiesen sich folgende Merkmale als statistisch signifikant, um jemanden als Challenger zu definieren:

  • Ein Challenger definiert sich durch seine Fähigkeit, drei Dinge zu tun: Erkenntnisse zu vermitteln, maßschneiderte Lösungen zu liefern und die Führung im Verkaufsgespräch zu übernehmen.
  • Mit ihrer einzigartigen Perspektive auf das Kundengeschäft und ihrer Fähigkeit, nachhaltige Dialoge zu führen, sind die Challenger in der Lage, tatsächlich zu vermitteln, warum die eigene Lösung werthaltiger ist, als die des Wettbewerbs.
  • Weil Challenger einen besonderen Sinn für die wirtschaftlichen Antriebskräfte eines Kunden besitzen, können sie ihr Angebot maßschneidern und der richtigen Person innerhalb des Kundenunternehmens ansprechen, um diese davon zu überzeugen. Zudem verspüren Challenger keinerlei Unbehagen, wenn sie über Geld sprechen, und können den Kunden, falls notwendig, ein wenig unter Druck setzen. Auf diese Weise übernimmt der Challenger die Führung im Verkaufsvorgang.

Karriere-Einsichten: Und wie unterscheidet sich das Profil des Challengers von dem des Beziehungspflegers?

Lothar Sommer: Challenger sind erfolgreich, weil Sie ihren Kunden etwas Neues beibringen, sei es ein Problem, dass diese noch gar nicht erkannt haben oder auch eine Chance, die der Kunde so noch nicht gesehen hat. Dies ist kein Standard-Lösungsverkaufs-Ansatz, der sich auf die Analyse offenkundiger Bedürfnisse konzentriert. Ein Verkaufsgespräch mit einem Challenger liefert dem Kunden wertvolle neue Einsichten.

Maßgeschneidertes statt Massenware

Der Challenger ist hervorragend im Vermitteln von Erkenntnissen, beim Maßschneidern von Lösungen und bei der Übernahme von Führung im Verkaufsgespräch. Während der Challenger sich darauf konzentriert, den Kunden aus seiner Komfortzone zu drängen, richtet der Beziehungspfleger sein Augenmerk darauf, in diese Komfortzone eingelassen zu werden. Er legt den Schwerpunkt darauf, starke persönliche Beziehungen innerhalb des gesamten Unternehmens aufzubauen.

Karriere-Einsichten: Der Beziehungspfleger hat also eine echte Dienstleistungsmentalität. Während der Challenger…

Lothar Sommer: … auf den Kundenwert fokussiert, kümmert sich der Beziehungspfleger mehr um die Bequemlichkeit des Kunden. Der Challenger überzeugt, weil er während des Verkaufsprozesses ein gewisses Maß an konstruktiver Spannung aufrechterhält. Der Beziehungspfleger dagegen strebt danach, Spannungen zu lösen oder zu entschärfen. Es ist der genau umgekehrte Ansatz. Der Beziehungspfleger ist liebenswert, aber nicht sehr effektiv.

Der Challenger dagegen weiß, dass es sowohl für ihn als auch für den Kunden von Wert ist, die Spannung länger aufrechtzuerhalten, damit der Kunde, sein eigenes Geschäft mit anderen Augen sieht. Im Idealfall zeigt der Challenger seinem Kunden Möglichkeiten auf, wie dieser mit der angebotenen Lösung Geld verdienen oder Geld sparen kann – und zwar in einer Art und Weise, die neu für den Kunden ist.

Artikelbild: Rawpixel.com/ Shutterstock

Der Beitrag Typsache Vertrieb: Der große Deal, hier und jetzt! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/12/erfolg-im-vertrieb-typsache-grosse-deal/feed/ 0
Coaching – ABC (3/3): Hauptsache sozial! Konkurrenz-Check vs. Resonanz http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-hauptsache-sozial-stabilitaet-und-leistungsvermoegen/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-hauptsache-sozial-stabilitaet-und-leistungsvermoegen/#respond Mon, 30 Nov 2015 06:00:27 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7180 Heute schon die Konkurrenz gecheckt? Permanentes Vergleichen mit anderen Alpha-Männchen macht müde. Freunde helfen beim Abschalten – oder ein Coach. Wie Psychologin Judith Bergner berichtet… Stabile soziale Beziehungen sind die Grundlage für seelische und körperliche Gesundheit, das bestätigen Forschungsergebnisse aus Psychologie und Neurobiologie. Menschen brauchen Klarheit, Zielorientierung und ein Gefühl des Aufgehobenseins – sowohl im

Der Beitrag Coaching – ABC (3/3): Hauptsache sozial! Konkurrenz-Check vs. Resonanz erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Heute schon die Konkurrenz gecheckt? Permanentes Vergleichen mit anderen Alpha-Männchen macht müde. Freunde helfen beim Abschalten – oder ein Coach. Wie Psychologin Judith Bergner berichtet…

Stabile soziale Beziehungen sind die Grundlage für seelische und körperliche Gesundheit, das bestätigen Forschungsergebnisse aus Psychologie und Neurobiologie. Menschen brauchen Klarheit, Zielorientierung und ein Gefühl des Aufgehobenseins – sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Die Realität aber sabotiert heutzutage genau diese Grund- bedürfnisse. Sich in Arbeitswelten zu bewegen heißt:

  • Konkurrenzdruck
  • Arbeitsplatzunsicherheit
  • Verlust der Solidarität
  • Ständiger Leistungsvergleich, über den die individuelle, persönliche Identität definiert wird. 100 Prozent Zielerreichung ist nicht mehr gut genug
  • Übererfüllung der Zielvereinbarung wird im außertariflichen Bereich erwartet.
Ohne Vision, Mission und Werte kein Leitbild. Mehr davon? Buch kaufen...
Ohne Vision, Mission und Werte kein Leitbild. Mehr davon? Buch kaufen

Dafür gefordert wird: ständige Erreichbarkeit, überlange Arbeitszeiten, Flexibilität und höchste soziale wie personale Kompetenz, damit gesetzte Ziele unter hohem Zeitdruck und bei hoher Arbeitslast dennoch erreicht werden. Paul Goodman, einer der Begründer der Gestaltpsychotherapie, prognostizierte schon in den 1970er-Jahren eine »Welt ohne Asyl«. Da die Sicherheit und Stabilität im Außen durch die zunehmende Komplexität abnimmt, wird das Geborgensein im Inneren, mit sich selbst wesentlich.

Dies ist der Hintergrund, vor dem Coaching im Sinne der eigenen Orientierung und eigenen Visionsbildung seine Berechtigung erhält. Motivierung für eine Zielerreichung zu erzeugen erfordert Identifikation. Damit das berufliche Wirken als sinnvoll und erfüllend erlebt wird, folgt es der Identifikation mit dem, was als wertvoll empfunden wird. Eine natürliche Folge ist ein Bild, eine Vorstellung oder Vision dessen, wofür das eigene Leben steht.

Ein Lebensweg, der in dieser Weise einer Vision folgt, ermöglicht ein Gefühl von Kohärenz: Das, was ich tue, mit wem ich es tue, wo ich es tue und wie ich es tue, entspricht mir, gibt meinem Leben Sinn und obliegt meiner Kontrolle. Dies zu unterstützen, ist Absicht des vorgestellten Coachingprozesses.

Individualcoaching: Ansatz und Ablauf

Grundlage für dieses Vorgehen sind Konzepte der Systemtheorie, Gestaltpsychotherapie, Hypnotherapie und Acceptance-Commitment-Therapy (ACT) so- wie die Forschungsergebnisse Julius Kuhls zu neuronalen Bedingungen der Selbstmotivierung. Es heißt »keine Methode ohne Konzept«. Deshalb empfehle ich im Zweifel, sich in die konzeptionellen Hintergründe der Methoden einzuarbeiten. Dann werden Sie sie sicherer anwenden können.

Langjährige Erfahrungen in der Beratung unterschiedlicher Veränderungsprojekte und  in der Begleitung zahlreicher Führungskräfte in Team- und Einzelcoachings haben mir gezeigt, dass im Wesentlichen vier Phasen für die Visionsfindung und Umsetzung durchlaufen werden  müssen:

  • Phase 1: Sich selbst, den eigenen Lebensweg und das damit verbundene Erleben
  • Phase 2: Zugang zum »Selbst«, zu den eigenen Werten und Motiven her- stellen.
  • Phase 3: Kreatives Denken ermöglichen, damit ein starkes Bild für die eigene Zukunft  entstehen
  • Phase 4: Handlungsenergie und Motivierung erzeugen, damit das Notwendige getan wird, um die eigene Vision Wirklichkeit werden zu

Geeignet ist dieser Ansatz für Menschen,

  • die sich in einem Dilemma befinden, in einem inneren Konflikt zwi- schen zwei oder mehreren Interessen
  • die das Gefühl haben, sich nicht mehr zu spüren, die nicht wissen, was ihnen guttut
  • die sich immer wieder fragen: Wofür tue ich mir das alles an?
  • die sich erschöpft fühlen
  • die sich nicht motivieren können
  • die meinen, freundlich zu sein und dennoch auf Ablehnung und Misstrauen stoßen
  • die sich schnell aufregen und reizbar sind
  • die das Gefühl haben, sich selbst im Weg zu stehen
  • die vieles tun könnten, aber keine Ahnung haben, was sie tun wollen
  • für die ihre Arbeit zur Anstrengung geworden ist
  • für die eine anstehende berufliche Veränderung (zum Beispiel Beförderung) Zweifel auslöst

Der genaue Ablauf und die beabsichtigten Ergebnisse eines Coachingpro- zesses entwickeln sich beim ersten Klärungsgespräch und Kennenlernen des Klienten. Das heißt: Der vorliegende Ablauf beginnt nach dem ersten Gespräch und wird auf sechs bis zehn Sitzungen prognostizert. An einem konkreten Beispiel schildere ich die Vorgehensweisen und gebe Hinweise, worauf Coaches zu achten haben.

Artikelbild: patpitchaya/ Shutterstock

Weitere Artikel in der „Coaching“-Serie:

Der Beitrag Coaching – ABC (3/3): Hauptsache sozial! Konkurrenz-Check vs. Resonanz erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-hauptsache-sozial-stabilitaet-und-leistungsvermoegen/feed/ 0
Coaching – ABC (2/3): Es ist kompliziert? Beschleunigung vs. Erschöpfung http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-beschleunigung-erschoepfung/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-beschleunigung-erschoepfung/#respond Sun, 29 Nov 2015 07:00:30 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7177 Beschleunigung. Immer höher, schneller, weiter. Ihr kommt da nicht mit?  Die Arbeitswelt ist komplex. Coaching hilft, findet Psychologin Judith Bergner… Coaching in beruflichen Zusammenhängen findet immer in einem Kontext statt. Der Klient bewegt sich in einem komplexen, sozialen und offenen System. Komplexe Systeme unterliegen anderen Regeln als komplizierte Systeme. Komplizierte Sachverhalte sind durch einen mechanistischen

Der Beitrag Coaching – ABC (2/3): Es ist kompliziert? Beschleunigung vs. Erschöpfung erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Beschleunigung. Immer höher, schneller, weiter. Ihr kommt da nicht mit?  Die Arbeitswelt ist komplex. Coaching hilft, findet Psychologin Judith Bergner…

Coaching in beruflichen Zusammenhängen findet immer in einem Kontext statt. Der Klient bewegt sich in einem komplexen, sozialen und offenen System. Komplexe Systeme unterliegen anderen Regeln als komplizierte Systeme. Komplizierte Sachverhalte sind durch einen mechanistischen Denkstil beherrschbar und beruhen auf Ursache-Wirkungs-Konstellationen. Dieser Denkstil ist hilfreich, wenn es um die Konstruktion hochkomplizierter Produkte, wie beispielsweise Autos mit gut 3 000 Bauteilen, um Kaffeevollautomaten oder Computertomografen geht. Er ist nicht mehr adäquat, wenn es darum geht, komplexe Zusammenhänge zu erfassen und sich darin angemessen zu verhalten.

Systemregeln überdenken und die eigene Kommunikation

Komplexität wird in einem sozialen System wie einem Unternehmen durch Akteure erzeugt, die in vielfältigen Beziehungen und Konstellationen miteinander kommunizieren. Die Art der Kommunikation innerhalb der Systemregeln erzeugt Verhalten. Es sind also die Regeln des Systems, die ein bestimmtes Verhalten zur Folge haben. Sie wirken stärker als die individuelle Überzeugung. Der Coach erkundet die Spielregeln, die Muster, nach denen sich die Akteure verhalten und betrachtet sein Gegenüber sowohl in seiner Individualität als auch als Spielfigur in einem Spiel.

Systemkompetenz bedeutet hier vor allem: Muster erkennen können. In komplexen Systemen kommt es zu Ereignissen, die nicht vorherzusehen waren: nicht lineare Ereignisse. Kleine Störungen des Systems oder minimale Unterschiede in den Anfangsbedingungen führen zu unkalkulierbaren Er- gebnissen, die sich den Risikomanagementinstrumenten entziehen. Einfach ausgedrückt:

Die zunehmende Vernetzung hat die Welt unsicherer gemacht. Wer hätte prognostizieren können, dass im Juli 2009 die kostenlose SMS- Applikation »WhatsApp« ein ertragreiches Geschäftsmodell der Service-Provider in kurzer Zeit obsolet macht? Wie kann sich eine Führungskraft auf Ereignisse dieser Art einstellen und bei aller Ungewissheit intelligente Entscheidungen treffen?

Der Kontext, in dem berufliches Coaching als Unterstützungsfunktion auftaucht, ist geprägt von den Eigenschaften der globalisierten Wirtschaftswelt. Der globale Wettbewerb bringt Erscheinungen hervor, die im kollektiven Zusammenwirken aus sich selbst heraus entstehen, ohne dass ein einzelner Akteur diese erzeugen könnte (das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile). Diese Erscheinungen sind heute:

Das globale Wirtschaften bedeutet aktuell: Der Druck auf die Akteure wächst.  Maßnahmen  zur  Leistungssteigerung  und  -erhaltung  werden  installiert.

Die Identität des menschlichen Daseins ergibt sich nur mehr aus ihrem Nutzwert für die unternehmerische Wertschöpfung. Diese Entwicklung hat sich im globalen Wettbewerb so ergeben und hat letztlich die radikale Ausnutzung der menschlichen Ressourcen zur Folge: Sie führt zu

  • Erschöpfungssyndromen
  • Depressionen
  • Angsterkrankungen und weiteren somatoformen Störungen, wie die Zusammenstellung aktueller Studien des Bundesamts für Arbeitsschutz zum Thema Arbeitsbelastungen eindrücklich belegt.

Der Zusammenhang zwischen negativem beruflichen Stress und dem Auftreten von psychischen Störungen ist nachgewiesen. Die WHO zusammen mit der Weltbank prognostizieren (Moussavi 2007; Ferrari 2010), dass bis zum Jahre 2020 depressive Verstimmungen nach den ischämischen Herz- erkrankungen vor allen anderen Krankheiten auf dem Rangplatz 2 der welt- weiten Krankheitsbelastung stehen werden (heute Rang 4).

Psychosoziales am Arbeitsplatz: Immer mehr seelische Leiden

Ohne Vision, Mission und Werte kein Leitbild. Mehr davon? Buch kaufen...
Ohne Vision, Mission und Werte kein Leitbild. Mehr davon? Buch kaufen

Sozial- und Arbeitsmediziner gehen nach den Ergebnissen einer DAK-Expertenbefragung (DAK Gesundheitsreport 2005, S. 136) davon aus, dass wir es mit einer signifikanten Zunahme von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen zu tun haben. Allein in Deutschland stiegen aufgrund seelischer Leiden im Jahr 2010 etwa 70 000 Beschäftigte vorzeitig aus dem Berufsleben aus – Tendenz steigend.

Die volkswirtschaftlichen Kosten werden in Deutschland mit 29 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Dem tief greifenden Wandel von Gesellschaft und Arbeitswelt wird als Auslöser für Verunsicherung, Distress und psychische Erschöpfung hohe Bedeutung beigemessen.

Die wesentlichen Bedingungen, die Gesellschaft und Arbeitswelt heute bestimmen, sind die Vorherrschaft der Ökonomie und die Instabilität fast aller Lebenswelten. Die oberste Maxime für die Gestaltung jedes Lebensbereichs ist das ökonomische Prinzip. Effizienz und Effizienzsteigerung sind angesagt. Das ist so selbstverständlich, dass es meistens nicht hinterfragt wird. Die gesamte Gesellschaft wird »unternehmerisch« gedacht und »Unternehmerverhalten« wird als Rollenideal angepriesen, das  wir  schätzen und pflegen sollten.

Artikelbild: Pressmaster/ Shutterstock

Weitere Artikel in der „Coaching“-Serie:

Der Beitrag Coaching – ABC (2/3): Es ist kompliziert? Beschleunigung vs. Erschöpfung erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-beschleunigung-erschoepfung/feed/ 0
Coaching – ABC (1/3): Du schaffst das! Stress vs. Resilienz http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-stress-resilienz/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-stress-resilienz/#respond Sat, 28 Nov 2015 06:52:16 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7176 Ein erfülltes Leben, wer will das nicht? Noch nie gab es so viele Coaching-Anbieter, die alles (Un-)Mögliche versprechen. Über das Umfeld und die Bedingungen, in denen solche Coachings stattfinden schreibt Psychologin Judith Bergner im gerade erschienenen Buch „Vision – Mission – Werte. Die Basis der Leitbild- und Streategieentwicklung“, herausgegeben von Dagmar Werther…. Der Coachingsprozess folgt

Der Beitrag Coaching – ABC (1/3): Du schaffst das! Stress vs. Resilienz erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Ein erfülltes Leben, wer will das nicht? Noch nie gab es so viele Coaching-Anbieter, die alles (Un-)Mögliche versprechen. Über das Umfeld und die Bedingungen, in denen solche Coachings stattfinden schreibt Psychologin Judith Bergner im gerade erschienenen Buch „Vision – Mission – Werte. Die Basis der Leitbild- und Streategieentwicklung“, herausgegeben von Dagmar Werther….


Der Coachingsprozess folgt der Vorstellung und dem Grundverständnis eines gesunden Menschen, dessen Dasein mit Sinn erfüllt ist, der sich selbst motivieren und seine Stimmung regulieren kann. Er ist im Einklang mit  sich. Kopf (analytisches Denken), Herz (Gefühl für das, was bedeutsam und wichtig ist) und Hand (eigene Handlungsmöglichkeiten) stimmen überein.

Coaching soll den Coachee dabei unterstützen, motiviert und engagiert die hohen Anforderungen zu meistern, die ihm eine komplexe Arbeitswelt auferlegt. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um diesen Aufgaben gewachsen zu sein, um leistungsfähig und gesund zu bleiben?

Gesundheit schafft Leistungsfähigkeit

Die Definition der WHO, was Gesundheit ist, bietet auch für das Coaching ein hilfreiches  Grundverständnis. Dazu 10 Punkte:

  1. Belastungsfähige, »resiliente«, emotional stabile Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Lage sind, wertvolle Absichten für sich und ihr Leben zu bilden und diese Absichten zu verfolgen
  2. Sie sind nicht leicht zu irritieren, wenn es einmal nicht nach ihrem Plan läuft und können Frustrationen tolerieren
  3. Sie blicken grundsätzlich zuversichtlich auf die Herausforderungen, die das Leben für sie bereithält
  4. Sie können mit Rückschlägen umgehen und negative Erfahrungen kompensieren
  5. Sie sind emotional stabil auch dadurch, dass sie in der Lage sind, ihre Emotionen zu regulieren
  6. Sie können ihre eigenen Gefühle wahrnehmen, angemessen ausdrücken und das eigene Verhalten reflektieren. Das heißt auch, sie bringen sich in eine gute Stimmungslage, um sich selbst zu motivieren
  7. In Stresssituationen sind sie fähig, sich selbst zu beruhigen und fokussieren sich dadurch leichter, auf das, was in einer An- spannungssituation wichtig ist
  8. Sie geben sich nicht die »Schuld«, wenn etwas misslungen ist und präsentieren sich nicht als Opfer ihrer Lebensumstände. Gleichwohl sind sie bereit, Verantwortung für das zu übernehmen, was sie erleben
  9. Schwierigkeiten und Probleme lösen sie nicht allein, sie nehmen von anderen Unterstützung an
  10. Sie sind bereit, viel dazuzulernen

Kohärenz als Grundlage für ein erfülltes (Arbeits-)Leben

Aaron Antonovsky widmete seine Forschungsarbeiten den Bedingungen, die Gesundheit erzeugen. Nicht das, was krank macht, interessierte ihn, sondern das, was gesund und leistungsfähig erhält. Der Kernbegriff seiner Arbeiten ist das Gefühl von Kohärenz (cohaerere: lat. zusammenhängen), ein tief verankertes Gefühl des Vertrauens in das Leben – als Voraussetzung für den Erhalt physischer und psychischer Gesundheit. Dieses Gefühl der Kohärenz schützt bei Belastungen und bildet die Grundlage seines Salutogenese-Modells:

»Das Kohärenzgefühl ist eine globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmaß man ein durchdringendes, dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, dass die Stimuli, die sich im Verlauf des Lebens aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind; einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen; diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen« (Anto- novksy 1997, S. 36).

Ohne Vision, Mission und Werte kein Leitbild. Mehr davon? Buch kaufen...
Ohne Vision, Mission und Werte kein Leitbild. Mehr davon? Buch kaufen

Im Coaching geht es daher darum, diese Kohärenz aufrechtzuerhalten beziehungsweise herzustellen. Für die Klienten ist es wichtig, das Grundvertrauen darin zu entwickeln, dass die Ereignisse im gegebenen Kontext in sich zusammenhängen, nachvollziehbar und kreativ zu bewältigen sind. Die Möglichkeit und die Fähigkeit, selbst bestimmte Ziele zu verfolgen und zu erreichen, die einem am Herzen liegen, schaffen die Voraussetzung für Resilienz und Leistungsfreude.

Es gibt nicht immer offenkundige Handlungsspielräume und Partizipationsmöglichkeiten beim Gestalten von Prozessen und Zielen, damit die Tätigkeit in einem Unternehmen auch zum eigenen Lebenswerk werden kann. Dabei ist die Übereinstimmung der eigenen Werte und Motive mit den Zielen des Unternehmens, in dem man tätig ist, ein natürliches Bedürfnis, das dafür sorgt, dass die persönliche Integrität und Motivation erhalten bleibt.

Artikelbild: Suchota/ Shutterstock

Weitere Artikel in der „Coaching“-Serie:

 

Der Beitrag Coaching – ABC (1/3): Du schaffst das! Stress vs. Resilienz erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/coaching-stress-resilienz/feed/ 0
Twitter: Per Anhalter durchs Twitterversum http://karriere-einsichten.de/2015/11/twitter-einsteiger/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/twitter-einsteiger/#respond Fri, 20 Nov 2015 08:04:01 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7058 Twitter ist dran. Mit Ihnen oder ohne euch! Wie und wo seid ihr auf welche Art und Weise am zwitschern? Michael Rajiv Shah fasst zusammen, wie ihr etwas aus Twitter für euch und eure Ziele machen könnt… Schon drin? Bei mir ist es jetzt sieben Jahre her, dass ich in diese neue Welt eingetaucht bin,

Der Beitrag Twitter: Per Anhalter durchs Twitterversum erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Twitter ist dran. Mit Ihnen oder ohne euch! Wie und wo seid ihr auf welche Art und Weise am zwitschern? Michael Rajiv Shah fasst zusammen, wie ihr etwas aus Twitter für euch und eure Ziele machen könnt…

Schon drin? Bei mir ist es jetzt sieben Jahre her, dass ich in diese neue Welt eingetaucht bin, ohne dass ich mir jemals hätte vorstellen können, wie viel Neues sich für mein berufliches und persönliches Leben daraus entwickeln wird. Es begann 2005 auf einer Plattform, die man heute gar nicht als Social Media bezeichnen würde.

Ich lernte meine Frau in einem anonymen Forum kennen. Ob Sie es glauben oder nicht: Wir verliebten uns virtuell und verwendeten bis zu unserem Zusammenleben (ich komme ursprünglich aus Düsseldorf) das soziale Netzwerk XING (ehemals openBC) dazu, unsere Kommunikation über 1000 Kilometer hinweg aufrechtzuerhalten und ein gemeinsames Netzwerk in meiner neuen Heimat Wien aufzubauen.

Hätte ich mich nicht neugierig und beinahe zufällig für eine bestimmte Antwort meiner Frau interessiert, wäre ich weder Vater (persönlich) noch Social Media Coach und Berater (beruflich) geworden. Außerdem würden Sie dieses Buch, es ist mein zweites, nicht in den Händen halten können.

Virtuelles vs. Realität

Social Media (auch Twitter) gibt Neuem die Möglichkeit, real zu werden. Diese für mich und meine Arbeit essenzielle Erfahrung gebe ich gern in einem kurzen Satz wieder: „Die ganze Kunst des Social Networking besteht darin, virtuellen Werkzeugen die Kraft realen Lebens einzuhauchen.“

Ein paar Grundannahmen, wann dieser Ratgeber das Richtige für euch sein könnte. Ihr habt…

  • grundsätzlich von Social Media (insbesondere Twitter) gehört und seid beruflich und/oder privat neugierig, wie ihr Twitter für eure Belange verwendet.
  • habt schon einen Twitteraccount, aber euer Konto liegt aus welchen Gründen auch immer brach, und ihr wollt herausfinden, wie ihr das am effektivsten ändert.
  • wollt Twitter gezielt für ein bestimmtes berufliches oder privates Vorhaben nutzen.
  • wollt News aus aller Welt nicht nur früher als alle anderen erhalten, sondern darüber hinaus auch die Möglichkeit nutzen können, direkt mit bekannten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Ihrer Branche ins Gespräch zu kommen.
  • wünscht euch ein soziales Medium, das perfekt für die mobile Nutzung geeignet ist.
  • euer Unternehmen möchte in Echtzeit mit (potenziellen) Kunden ins Gespräch kommen.
  • Effektive Kommunikation mit anderen in Ihren Interessengebieten liegt euch besonders.
  • Das Twitterversum als Bindeglied zwischen den anderen großen Netzwerken Facebook, XING, Google+, LinkedIn oder Geolocation Services fasziniert euch.

„Take-Aways“

Das Buch ist so geschrieben, dass ihr jedes Thema an jeder Stelle ganz nach Ihrem Interesse ohne große Vorkenntnisse beginnen, also als komplettes Nachschlagewerk verwenden könnt. Die Kapitel enden mit einer Kurzzusammenfassung, die ich „Ihre Take-aways“ nenne. Wenn Ihnen das Thema Ziele und Strategie besonders am Herzen liegt, das meiner Auffassung entspricht, sollten Sie hinten beim Twitteralltag (einer Art Summary) beginnen.

Im Netz findet ihr alle in diesem Buch aufgeführten Links. Fragen zu diesem Buch? Direkt an den Autor via Twitter.

Zum Abschluss noch etwas ganz besonders Wichtiges: Social Media haben eine enorme Geschwindigkeit. Schon bei Drucklegung meines ersten Buches „Die besten Erfolgsstrategien im Business-Networking mit XING und LinkedIn“ war das eine oder andere technische Detail obsolet. Um diese permanente Veränderung zu verdeutlichen, habe ich mich diesmal dazu entschieden, den Veränderungsprozess während des Schreibens zu dokumentieren und Ihnen damit die technisch wichtigste Information ans Herz zu legen:

Risiken und Nebenwirkungen…

Twitter für Einsteiger. Dabei? Buch kaufen...
Twitter für Einsteiger. Dabei? Buch kaufen

Wenn ihr euch auf Social Media einlassr, dann bedenkz: Sicher ist nur, dass nichts dauerhaft sicher ist! Auf die Entwicklung von Social-Media-Plattformen haben wir als Nutzer nur in äußerst seltenen Fällen Einfluss.

Das heißt, der einzige Ort, an demeuerUnternehmen eine relativ hohe Kontroll- und Steuermöglichkeit haben, ist Ihre Webpräsenz oder Ihr Blog.

Unter Berücksichtigung dieser Planungssicherheit solltet ihr dort den größten Teil Ihrer Ressourcen investieren und Twitter sowie alle anderen Netzwerkanbieter auch lediglich als Filialen Ihrer eigenen Zentrale betrachten.

Artikelbild: jeremykramerdesign/ Shutterstock

Der Beitrag Twitter: Per Anhalter durchs Twitterversum erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/twitter-einsteiger/feed/ 0
Individualität vs. Kollektiv: Es lebe die #Freiheit! http://karriere-einsichten.de/2015/11/individualitaet-vs-kollektiv-es-lebe-die-freiheit/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/individualitaet-vs-kollektiv-es-lebe-die-freiheit/#comments Mon, 16 Nov 2015 19:59:05 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7161 Wir denken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. In Paris, Frankreich und anderswo auf unserer Welt. Unsere westlichen Werte scheinen bedroht. Doch welche Werte sind das eigentlich? Professorin Ulrike Ackermann über den Freiheitsbegriff… So tragisch der Anlass auch sein mag: die islamistischen Terroranschläge in Paris, die Morde an den Mitarbeitern der Satire-Zeitschrift Charlie

Der Beitrag Individualität vs. Kollektiv: Es lebe die #Freiheit! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wir denken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. In Paris, Frankreich und anderswo auf unserer Welt. Unsere westlichen Werte scheinen bedroht. Doch welche Werte sind das eigentlich? Professorin Ulrike Ackermann über den Freiheitsbegriff…

So tragisch der Anlass auch sein mag: die islamistischen Terroranschläge in Paris, die Morde an den Mitarbeitern der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo und insbesondere die jüngsten grauenhaften Attentate am vergangenen Freitag zwingen uns wieder einmal, uns der grundlegenden Errungenschaften der liberalen Demokratie zu vergewissern, und genau hinzuschauen, wo und in welcher Weise unsere mühsam erkämpften Freiheiten und der Kanon westlicher Werte bedroht sind.

Denn explosiver Hass schlägt dem Westen entgegen. Der Terror des „politischen Islam“ und seine totalitäre Ideologie haben seit dem Massaker in New York am 11. September 2001 inzwischen längst die Hauptstädte Europas erreicht. Gehasst wird der Geist des Westens, wie er in Wissenschaft und Vernunft zum Ausdruck kommt, und sein Lebensstil.

Gebrandmarkt wird sein Individualismus, sein Materialismus und Hedonismus, die Sexualität und ihr Urbild, der weibliche Körper. Besonders dem Gottlosen gilt der Hass, er soll vernichtet werden, um den Weg frei zu machen für die globale Herrschaft des Kalifats. Darin gilt das Individuum nichts und das Kollektiv alles. Mit dem Krieg, den der Islamische Staat und andere Terrorgruppen militärisch wie ideologisch gegen den Westen führen, hat diese totalitäre Ideologie rasante Verbreitung gefunden.

Freiheitsvergessenheit

Wie reagieren die Deutschen auf all diese Herausforderungen? Anstelle einer offensiven Verteidigung der westlichen Freiheitswerte hat man zuweilen eher den Eindruck einer Freiheitsvergessenheit. Antiwestliche Ressentiments auf Seiten der Linken und Rechten beobachten wir auch bei unseren europäischen Nachbarn. Dort ebenso wie bei uns – etwa in Gestalt der inzwischen gespaltenen AfD und der Pegida-Bewegung – reichen diese Ressentiments aber auch in die Mitte der Gesellschaft hinein.

Der diesjährige Arbeitsschwerpunkt des John Stuart Mill Instituts widmet sich deshalb den westlichen Werten, die von unterschiedlichen Seiten unter Druck geraten sind. In unserer Repräsentativerhebung, die im Rahmen des Freiheitsindexes 2015 angestellt wurde, wollten wir u.a. wissen:

  • Hat die Bevölkerung ein Bewusstsein von westlichen Freiheitswerten?
  • Gibt es ein Bedrohungsbewusstsein?
  • Ist die Gesellschaft bereit, diese Werte zu verteidigen?

Die Bereitschaft, westliche Werte im Bündnisfall zu verteidigen, ist in der deutschen Bevölkerung schwach ausgeprägt. Und der offene und latente Antiamerikanismus beeinflusst offensichtlich die Haltung zu westlichen Werten im Unterschied zu demokratischen und freiheitlichen. Das alle drei in unserer westlichen Zivilisationsgeschichte verknüpft sind, scheint im Bewusstsein nicht besonders präsent zu sein.

Die barbarischen Terrorakte in Paris müssen dazu führen, dass eine breite Debatte in Gang gesetzt wird, die uns klarmacht, dass wir unsere Freiheit gegenüber den Feinden der Freiheit immer wieder neu verteidigen müssen. Unsere westlichen Werte ebenso wie unseren Lebensstil, den anspruchsvollsten, den wir je erreicht haben und den viele Menschen auf der Welt ebenso anstreben. Angesichts der gegenwärtigen Situation sollten wir uns also dringen darüber verständigen und streiten, was uns unsere mühsam erkämpften Freiheiten wert sind – und vor allem: was davon nicht verhandelbar ist.

Artikelbild: faithie/ Shutterstock

Der Beitrag Individualität vs. Kollektiv: Es lebe die #Freiheit! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/individualitaet-vs-kollektiv-es-lebe-die-freiheit/feed/ 4
Wirtschaftsethik statt Exzesse: Ypsiloner an der Business School http://karriere-einsichten.de/2015/11/wirtschaftsethik-statt-exzesse-ypsiloner-an-der-business-school/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/wirtschaftsethik-statt-exzesse-ypsiloner-an-der-business-school/#respond Sun, 15 Nov 2015 20:33:48 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7153 Ole Bick und Felix Fastrich haben als Chairmen das EBS-Symposium organisiert – Thema dieses Jahr: Digitaler Darwinismus. Was Wirtschaftsethik für die Management-Youngsters bedeutet… Sie studieren im dritten Semester „General Management“ an der EBS (European Business School) in Oestrich-Winkel, Ole Bick und Felix Fastrich. Wir haben die BWL-Studenten zum Thema Wirtschaftsethik interviewt. Karriere-Einsichten: Was bedeutet Wirtschaftsethik

Der Beitrag Wirtschaftsethik statt Exzesse: Ypsiloner an der Business School erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Ole Bick und Felix Fastrich haben als Chairmen das EBS-Symposium organisiert – Thema dieses Jahr: Digitaler Darwinismus. Was Wirtschaftsethik für die Management-Youngsters bedeutet…

Sie studieren im dritten Semester „General Management“ an der EBS (European Business School) in Oestrich-Winkel, Ole Bick und Felix Fastrich. Wir haben die BWL-Studenten zum Thema Wirtschaftsethik interviewt.

Karriere-Einsichten: Was bedeutet Wirtschaftsethik für Sie als angehende Entscheider, zentral oder (wieder/immer noch) „nice to have“ als Haken am Curriculum?

Bick/ Fastrich: Die aktuelle Krise bei Volkswagen zeigt, welche Folgen mangelnde Ethik in der Wirtschaft für ein Unternehmen, deren Anteilseigner, Konsumenten, Beschäftigte und gar das Image des Siegels „Made in Germany“ haben kann.

Eine ethisch korrekte und nachhaltige Denk- und Handlungsweise hätte dieser Krise zumindest theoretisch vorbeugen bzw. diese gar verhindern können. Stattdessen scheinen Gier und der wohl wissentlich in Kauf genommene Gesetzesbruch die Leitlinien an zentralen Stellen gewesen zu sein, was letztlich zum Systemversagen geführt hat.

Karriere-Einsichten: Auch in anderen Bereichen müssen wir uns gesellschaftlich weiterentwickeln. Hin zu…

Bick/ Fastrich: … einer stärker ethisch geprägten Wirtschaft. Nicht zuletzt der Konsument fordert immer stärker nachhaltig fundierte, ethisch unanfechtbare Produkte, was die Wirtschaft auch aus Nachfragesicht zu ethisch einwandfreiem Handeln zwingt.

„Ethisch einwandfreies Handeln“

Gleichzeitig ist jedoch auch die Orientierung auf möglichst günstige Preise seitens der Konsumenten zu hinterfragen, welche eine entscheidende Maxime für Unternehmen bei der Suche nach noch effizienteren und mitunter unethischen Modellen der Produktion darstellt.

In Zukunft werden mitunter wir dafür verantwortlich sein, ähnliche Exzesse zu verhindern. Von daher ist Ethik in der Wirtschaft nicht nur ein einfacher Haken am Curriculum, sondern vielmehr ein zentraler Werteansatz allen Handelns.

Karriere-Einsichten: Sind Sie bereit, sich die ethische Seite der Ökonomie gleich- oder höherwertig anzueignen?

Bick/ Fastrich: In unserem Curriculum haben wir in jedem Semester mindestens eine Vorlesungsreihe zum Thema „Ethik in der Wirtschaft“, sei es aus einem praktischen Gesichtspunkt wie im Fach „Business & Society“ oder in eher theoretisch ausgerichteten Fächern wie z.B. Ethik.

Dies zeigt, dass in unserer Generation eine offene Wertediskussion geführt wird, die über reines Profitdenken hinausgeht. Außerdem sind wir bereit, unser Bewusstsein dafür zu schärfen und uns für dieses Thema zu öffnen. Wir hoffen sehr, in unserem Berufsleben keine Entscheidung treffen zu müssen, die uns ethisch nicht in Ordnung erscheint.

Karriere-Einsichten: Auf welche Ressourcen greifen Sie zurück, wenn Sie vor einer (ethisch) schwierigen Entscheidung stehen?

Bick/ Fastrich: Unsere Eltern stellen weiterhin die größte Orientierungshilfe für uns dar. Auch die Diskussion mit anderen Kommilitonen oder mit Professoren ist wichtig. Am Ende des Tages sind wir aber selbst für unsere Entscheidungen verantwortlich, diese Verantwortung können und sollten wir an niemanden abgeben, sondern selbstbestimmt mit dieser umgehen.

Artikelbild: Rawpixel.com/ Shutterstock

Der Beitrag Wirtschaftsethik statt Exzesse: Ypsiloner an der Business School erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/wirtschaftsethik-statt-exzesse-ypsiloner-an-der-business-school/feed/ 0
Berufseinstieg: „Ich weiß, wo ich beruflich hin möchte“ http://karriere-einsichten.de/2015/11/berufseinstieg-ich-weiss-wo-ich-beruflich-hin-moechte/ http://karriere-einsichten.de/2015/11/berufseinstieg-ich-weiss-wo-ich-beruflich-hin-moechte/#respond Wed, 11 Nov 2015 21:11:34 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7149 Praktische Erfahrung hilft, um den eigenen Weg zu finden, den Berufseinstieg zu meistern. So auch Sara Klumpp. Als Kind half sie in der Autowerkstatt ihres Vaters aus, machte als Jugendliche Praktika im technischen und kaufmännischen Bereich… Sie machte sie eine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin und Fortbildung zur Maschinenbautechnikerin. Auch bei Brunel nutzt sie die Möglichkeit, verschiedene

Der Beitrag Berufseinstieg: „Ich weiß, wo ich beruflich hin möchte“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Praktische Erfahrung hilft, um den eigenen Weg zu finden, den Berufseinstieg zu meistern. So auch Sara Klumpp. Als Kind half sie in der Autowerkstatt ihres Vaters aus, machte als Jugendliche Praktika im technischen und kaufmännischen Bereich…

Sie machte sie eine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin und Fortbildung zur Maschinenbautechnikerin. Auch bei Brunel nutzt sie die Möglichkeit, verschiedene Branchen, berufliche Richtungen, aber auch Länder kennenzulernen. Sara Klumpp (24) wurde in Kaiserslautern geboren und wuchs in Eisenberg (Pfalz) auf, wo sie noch heute lebt. Im Dezember beginnt sie mit einer Weiterbildung zur Qualitätsassistentin und möchte langfristig Qualitätsmanagement-Beauftragte werden.

Ihr Einstieg bei einem Servicedienstleister bedeutete für Sara Klumpp einen Sprung ins kalte Wasser. „Brunel ist also meine erste richtige berufliche Station“, berichtet die 24-Jährige, die nur wenige Tage nach ihrem Bewerbungsgespräch in ihr erstes Projekt startete.

Für das internationale Technologieunternehmen Thermo Fisher Scientific verantwortete sie die Erstellung von Montage-, Verpackungs- und Prüfanweisungen für ein Mikrotom. „Mit diesem Gerät werden in der Medizin und Biologie, meist in Laboren, sehr dünne Schnittpräparate erstellt. Diese können dann mit unterschiedlichsten Hilfsmitteln untersucht werden“, erklärt Sara Klumpp.

„Meine Aufgabe war es, zu dokumentieren, wie Monteure die Geräte zusammenbauen, testen und verpacken, um Anleitungen für ihre Kollegen an anderen Standorten zu verfassen.“ Einer dieser Standorte ist Shanghai in China – und genau dorthin führte sie auch ihre erste Dienstreise. Vor ihrem mehrwöchigen Aufenthalt in der asiatischen Metropole organisierte Sara Klumpp Workshops für die chinesischen Monteure am deutschen Unternehmenssitz von Thermo Fisher.

Berufsziel Qualitätsmanagement-Beauftragte

Zwar hatte sie keine Erfahrung im Schulungsbereich, konnte mit ihrem technischen Verständnis und auf Basis ihres Wissens, das sie bei einer Weiterbildung zur Ausbilderin erworben hatte, jedoch einschätzen, welche Informationen die chinesischen Facharbeiter benötigten. „Außerdem habe ich eng mit den deutschen Monteuren zusammengearbeitet – dieses Teamwork war wichtig für mich.

Ich habe viel gelernt und an Selbstvertrauen gewonnen“, blickt Klumpp zurück. Ihre auslandserfahrenen Kollegen bereiteten sie auch auf die kulturellen Unterschiede vor. „Einzig meine fehlende Sprachpraxis machte mir Bauchschmerzen – ich hatte seit der Schulzeit kaum Englisch gesprochen“, erinnert sich die Pfälzerin. Ihre Bedenken teilte sie ihrem Brunel Account Manager mit, der sie auf einen Englischkursus in der Mannheimer Niederlassung hinwies:

„Tagsüber im Büro, Abends am Schreibtisch“

Der Kursus findet zweimal in der Woche statt, um die Brunel Mitarbeiter auf genau solche Herausforderungen vorzubereiten. „Diese beiden Abende in der Woche haben mir immens geholfen“, sagt Sara Klumpp, vor der nun weitere Auslandsreisen liegen: In ihrem zweiten Projekt ist sie bei einem Automobilzulieferer im Einsatz und erstellt Erstmusterprüfberichte (EMPB) für einen schwedischen Nutzfahrzeughersteller.

Weiterbildung, erste Beförderung

In den EMPB dokumentiert, prüft und bewertet sie die Umsetzung der Kunden- und Lieferantenanforderungen hinsichtlich des Freigabeverfahrens für Erstmuster. Diese Aufgabe gefällt ihr so gut, dass sie bereits eine Weiterbildung zur Qualitätsfachkraft absolviert hat und an weiteren teilnehmen wird, um bald als Qualitätsmanagement­Beauftragte und interne Auditorin arbeiten zu können.

„Dann möchte ich gerne wieder kleine Teams führen, wie bei Thermo Fisher“, sagt Sara Klumpp. „Meine beiden Projekte bei Brunel haben mir bei der beruflichen Orientierung geholfen. Ich weiß nun, wo ich hin will – und dass ich mit Engagement auch dort ankommen werde.“

Ihr Fazit: „Ich schätze an meiner Tätigkeit bei Brunel sehr, dass ich verschiedene Bereiche kennenlernen und mit unterschiedlichsten Abteilungen zusammenarbeiten kann. Diese Abwechslung ist gerade für einen Berufseinsteiger echter Luxus.“

Artikelbild: Sunny Studio/ Shutterstock

Der Beitrag Berufseinstieg: „Ich weiß, wo ich beruflich hin möchte“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/11/berufseinstieg-ich-weiss-wo-ich-beruflich-hin-moechte/feed/ 0
Bestatterberuf: Trauermonate, (k)ein Traumjob http://karriere-einsichten.de/2015/10/bestatterberuf-trauermonate-kein-traumjob/ http://karriere-einsichten.de/2015/10/bestatterberuf-trauermonate-kein-traumjob/#respond Fri, 30 Oct 2015 14:50:33 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7144 November, kalt, nass und grau. Allerheiligen auf dem Friedhof, Halloween. Friedhof als Arbeitsplatz? Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, jemals als Bestatter zu arbeiten. Wer den Job hinterleuchtet, sich berufen fühlt, könnte dennoch darin einen Traumjob finden. Im Anzug… Der Grund: Als Bestatter oder Bestatterin gehen Sie in Ihrem Berufsalltag zahlreichen Tätigkeiten nach. Sie

Der Beitrag Bestatterberuf: Trauermonate, (k)ein Traumjob erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

November, kalt, nass und grau. Allerheiligen auf dem Friedhof, Halloween. Friedhof als Arbeitsplatz? Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, jemals als Bestatter zu arbeiten. Wer den Job hinterleuchtet, sich berufen fühlt, könnte dennoch darin einen Traumjob finden. Im Anzug…

Der Grund: Als Bestatter oder Bestatterin gehen Sie in Ihrem Berufsalltag zahlreichen Tätigkeiten nach. Sie kümmern sich um die Aufbereitung des Leichnams sowie um die Beisetzung bis zum ersten Gespräch, einem Trauercafe. Gleichzeitig haben Sie es mit vielen Menschen zu tun und können Ihr Einfühlungsvermögen zum Ausdruck bringen. Als Bestatter sind Sie zum einen im Büro tätig, um den Schriftverkehr zu regeln.

Sie unternehmen häufig Dienstfahrten oder arbeiten an der frischen Luft, beispielsweise, wenn Sie nach einer geeigneten Grabstätte suchen. Natürlich ist nicht jeder Mensch zum Bestatter geboren, aber wenn Sie den Umgang mit anderen Menschen schätzen und ein warmes Herz haben, ist dieser möglicherweise Ihr Traumjob.

Kleider machen Leute, auch als Bestatter

Wenn Sie als Bestatter oder Bestatterin tätig werden, müssen Sie entsprechende Berufsbekleidung tragen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Hosen, Hemden und Jacken bzw. Hosen, Blusen und Jacken, je nachdem, ob Sie Bestatter oder Bestatterin sind. Des Weiteren verfügen Menschen in diesem Berufszweig um Arbeitskleidung, die sie unter anderem tragen, wenn sie den Leichnam vorbereiten.

Grundsätzlich muss die Bekleidung des Bestatters elegant und seriös wirken, damit Sie bei Ihren Kunden einen guten Eindruck hinterlassen. Bedenken Sie, dass der erste Eindruck im Job des Bestatters zählt. Menschen, die Ihre Angehörigen verloren haben, suchen Trost und Einfühlungsvermögen. Dies sollte Ihre Bekleidung signalisieren.

Sie können die Bestatterbekleidung unter anderem online kaufen. Zahlreiche Händler bieten Ihnen diese an. Sie erhalten ausgewählte Kleidungsstücke, die speziell für diesen Berufszweig kreiert wurden. So sind die Hemden beispielsweise in einem eleganten Farbton gehalten und mit einer hübschen, schlichten Stickerei versehen.

Schwarzer Anzug, wie im Büro

Des Weiteren erhalten Sie hochwertige Jacken, Hosen, Anzüge oder auch Röcke sowie robuste Arbeitsbekleidung, die Sie beispielsweise tragen, wenn Sie die Grabstätte vorbereiten. Sie finden Accessoires wie Krawatten oder Tücher, mit welchen Sie der Bekleidung den letzten Schliff verleihen. Schuhe für Bestatter und Bestatterinnen können Sie ebenfalls online kaufen.

Beerdigung bei (jedem) Wind und Wetter

Achten Sie beim Kauf unbedingt auf Funktionalität sowie robuste Produkte. Des Weiteren sollten Sie sich für die ideale Passform entscheiden. Bedenken Sie, dass Sie mehrere Stunden am Tag in dieser Bekleidung unterwegs sind, sodass Sie sich stets wohlfühlen sollten. Zudem müssen Sie bei Ihrer Arbeit stets die optimale Bewegungsfreiheit haben. Bestatterbekleidung wird häufig gewaschen und sollte aus diesem Grunde aus hochwertigen Materialien gefertigt sein.

Wenn Sie sich für den Onlinekauf der Bestatterbekleidung entscheiden, können Sie im Vorfeld einen Preisvergleich durchführen, um das gewünschte Produkt zum günstigsten Preis zu erhalten. Auf diese Weise können Sie eine Menge Geld sparen.

In erster Linie sollten Sie bei der Bekleidung für Bestatter jedoch nicht auf den Preis, sondern vielmehr auf die Qualität der Produkte achten. Hochwertigkeit sollte im Vordergrund stehen und die Bekleidung sollte seriös und elegant wirken. Erstklassige Materialien sowie eine hervorragende Verarbeitung dieser sind unerlässlich. Da Sie bei einer Onlinebestellung von einem Rückgaberecht profitieren, gehen Sie jedoch keinerlei Risiko ein.

Artikelbild: Alzbeta/ Shutterstock

Der Beitrag Bestatterberuf: Trauermonate, (k)ein Traumjob erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/10/bestatterberuf-trauermonate-kein-traumjob/feed/ 0
Gen-Y-Update: Bin ich etwa konservativ? http://karriere-einsichten.de/2015/10/gen-y-update-bin-ich-etwa-konservativ/ http://karriere-einsichten.de/2015/10/gen-y-update-bin-ich-etwa-konservativ/#respond Wed, 21 Oct 2015 13:26:44 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7136 Um die 30, Gen Y. Bauen und dauerhaft binden? Gestern war das noch uncool. Sind wir doch flexibel, hip und cool – eigentlich. Julia Bernhard über die neuen Konservativen… Ich schreie: Individualität! Und baue mir ein Eigenheim in die schicke Neubausiedlung. Ich rufe: Rebellion! Dann gehe ich in den Supermarkt und kaufe den Wein, den

Der Beitrag Gen-Y-Update: Bin ich etwa konservativ? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Um die 30, Gen Y. Bauen und dauerhaft binden? Gestern war das noch uncool. Sind wir doch flexibel, hip und cool – eigentlich. Julia Bernhard über die neuen Konservativen…


Ich schreie: Individualität! Und baue mir ein Eigenheim in die schicke Neubausiedlung. Ich rufe: Rebellion! Dann gehe ich in den Supermarkt und kaufe den Wein, den Papa so toll findet. Ich fordere: Selbstverwirklichung! Und suche bei einer Partnerbörse nach Sicherheit bei dem Einen für immer und ewig.

Das ganze Wochenende haben wir über den Plänen für unseren Hausbau gesessen. Hell soll es werden, zwei Kinderzimmer, vielleicht drei. Die große Küche muss der Treffpunkt für die Familie sein. Der Garten braucht auf jeden Fall einen Grillplatz. Und wenn dann noch das Klavier ins Wohnzimmer passt, sind wir grenzenlos glücklich. Ist das spießig? Und wie! Aber zum Glück sind wir damit nicht alleine. 25 % der 14- bis 29-Jährigen liebäugeln bereits mit dem Hausbau und schließen einen Bausparvertrag ab.

„Wieder Konservativ. Wer hätte das gedacht?“

Gesellschaftsforscher vermelden es schon länger: Die Generation der 20 bis 35-Jährigen ist konservativer als viele ihrer Eltern. Er ist also wieder zurück, der Konservatismus. Dabei haben wir uns in Deutschland so lange mit ihm schwer getan. Er wurde mit Rechtsextremismus gleichgesetzt und von der 68er-Revolte aufs Schärfste bekämpft. Jetzt schreibt man ihn ausgerechnet der Jugend zu? Um dieses Etikett haben wir uns aber nicht beworben!

Wir waren mal hip und cool

Eigentlich sind wir doch flexibel, hip und cool gewesen. Zwischen Schule und Studium sind wir durch die Welt gejettet: Das Freiwillige Soziale Jahr in Paraguay gehörte natürlich dazu. Danach haben wir ein Auslandssemester hier, ein Praktikum da absolviert. Für den Lebenslauf. Fürs gute Gewissen und die besseren Chancen. Und schon da war es absehbar: Das ist nicht hip und cool. Wir sind nicht ausgebrochen aus einem Wertesystem, das wir für überholt hielten.

Wir lieben die Freiheit in Sicherheit. Wir machen das alles, um zu wissen, wo es hingeht, um uns rechtzeitig zu orientieren. Wir wollen nicht zu viel Zeit vertrödeln und Umwege gehen. Denn es warten ja noch die Familiengründung, der Bausparvertrag und das Eigenheim. Der Hippie-Lebenstil, den einige unserer Vorfahren gepflegt haben, ist für uns keine Option. Wir mögen es gern klassisch.

Erst Heirat, dann Kinder

Auch bei der Hochzeit. Natürlich steht die Liebe im Mittelpunkt und natürlich wissen wir auch, dass fast die Hälfte aller Ehen heute wieder geschieden werden. Was aber nicht bedeutet, dass wir sie nicht trotzdem brauchen: die Zweisamkeit. Heiraten steht hoch im Kurs bei uns. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage wollen knapp 90 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Bund fürs Leben schließen.

Dabei ist für zwei Drittel der Heiratswilligen der Kinderwunsch ein Grund für die Hochzeit. Total spießig und doch anscheinend wieder „in“: erst heiraten, dann Kinder kriegen. Auch der kirchliche Segen wird plötzlich von manch einem erbeten, von dem man es nie gedacht hätte. Unsere Großeltern müssten eigentlich viel Freude an uns haben.

Gender? Verstehen wir nicht!

Wenn dann die Lebensplanung steht, bewegen sich Scharen von uns zum allabendlichen „Tatort“-Gucken samt dem obligatorischen Gläschen Wein vor dem heimischen Fernseher. Rebellen sehen den Krimi im nahegelegenen Café, das des Deutschen liebste Sendung zum Gemeinschaftsevent erhoben hat. Während der Abspann läuft, lacht man über die Politik. Gender? Verstehen wir nicht. Ist uns wirklich zu dumm diese Debatte.

Es gibt doch wichtigeres. Zum Beispiel die Flüchtlinge. Wir helfen gerne! Habe gestern erst einen Sack Kleider bei der Sammelstelle vorbeigebracht. Griechenland? Macht mir Angst, deswegen setze ich auf Eigentum in einer unsicheren Zeit. Wir wählen nicht alle die Mitte, wir wählen kunterbunt, aber mit ähnlichen Moralvorstellungen und grundlegenden Wünschen.

Konservativ, was heißt das?

Auch wenn wir uns immer mal wieder wehren und das Etikett des Konservatismus weit von uns weisen, weil wir vielleicht das Wort nicht mögen – der Inhalt stimmt. Der CDU-Politiker Volker Kauder hat es mal so zusammengefasst: „Konservativ heißt zu bewahren, was durch das christliche Menschenbild zeitlos gültig ist. Dazu gehören die Freiheit des Menschen, aber auch die Familie, die Heimat und die Verantwortung für den Nächsten.“ Nun, so sind wir eben – konservativ.

Artikelbild: gpointstudio/ Shutterstock

Der Beitrag Gen-Y-Update: Bin ich etwa konservativ? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/10/gen-y-update-bin-ich-etwa-konservativ/feed/ 0
Narzissmus und dein Ego: Innen nichts, außen alles http://karriere-einsichten.de/2015/10/narzissmus-und-dein-ego-innen-nichts-aussen-alles/ http://karriere-einsichten.de/2015/10/narzissmus-und-dein-ego-innen-nichts-aussen-alles/#respond Wed, 07 Oct 2015 13:23:43 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7130 Du willst resilient werden? Dann musst du dich mit dir selbst beschäftigen. Deinem Narzissmus. Je unechter, je falscher die Identität, umso geringer die psychische Widerstandskraft. Menschen mit ausgeprägtem Narzissmus fällt Resilienz besonders schwer. Psychosomatik-Expertin Mirriam Prieß über Superlative und andere Prinzipien… Narzisstisch verlanlagt? Grundlage für dieses Prinzip ist eine Persönlichkeitsstruktur, die man auch bei Burn-out-Patienten findet: den

Der Beitrag Narzissmus und dein Ego: Innen nichts, außen alles erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Du willst resilient werden? Dann musst du dich mit dir selbst beschäftigen. Deinem Narzissmus. Je unechter, je falscher die Identität, umso geringer die psychische Widerstandskraft. Menschen mit ausgeprägtem Narzissmus fällt Resilienz besonders schwer. Psychosomatik-Expertin Mirriam Prieß über Superlative und andere Prinzipien…

Narzisstisch verlanlagt? Grundlage für dieses Prinzip ist eine Persönlichkeitsstruktur, die man auch bei Burn-out-Patienten findet: den Narzissmus. Menschen, die nach dem narzisstischen Prinzip leben, suchen ihre Identität vergeblich im Außen. Sie bauen sich eine Scheinidentität auf, weil ihnen die Grundlage für Gesundheit und Widerstandskraft fehlt: die Beziehung zu selbst. Anstatt mit sich in Beziehung zu stehen, sind sie vor sich selbst auf der Flucht.

Den meisten von uns ist der Narzissmus ein Begriff, die wenigsten wissen jedoch um das Dilemma, welches sich dahinter verbirgt und welches das Gleichnis von Narziss anschaulich beschreibt:

Wer nicht weiß, wer er wirklich ist, der sucht sich in der Welt – ob es im materiellen Besitz ist, in einer Position oder in einem anderen Menschen – und schwächt sich darüber massiv.

Auf der Suche nach sich selbst, nach der eigenen Identität, sucht Narziss sich in allen Spiegeloberflächen zu finden – in den Augen der Menschen, in den Spiegeln oder in Fensterscheiben. Das Gleichnis endet damit, dass er an einen See kommt und auf der Wasseroberfläche sein Spiegelbild entdeckt. Er ist so entzückt, dass er sich berühren will. Er beugt sich vor und in dem Moment, als seine Finger die Wasseroberfläche berühren, zerfällt sein Spiegelbild. Dieser Moment beschreibt das eigentliche Drama des Narzissten: Wenn ich mit mir in Berührung komme, dann zerfalle ich, dann löse ich mich auf- dann bin ich nichts.

Wer die Überzeugung in sich trägt, nichts zu sein, der muss versuchen, im Außen alles zu sein – und dieses Alles zeigt sich in der Suche nach dem grenzenlosen Superlativ. Doch wer das Gleichnis richtig liest, wird nicht nur Zerstörung darin finden, sondern auch den Schlüssel zu seelischer Gesundheit die Suche nach sich selbst als Gegenüber. Die Suche nach Begegnung mit sich selbst. Die Suche nach Kontakt mit sich selbst. Narziss‘ Geschichte zeigt das gesunde Bedürfnis, mit sich selbst in Berührung zu kommen – als Grundlage für die eigene Identität und damit verbundene Widerstandskraft.

Widerstandskraft = Charakterfestigkeit

Je narzisstischer ein Mensch ist, desto geringer ausgeprägt ist seine psychische Widerstandskraft. Man kann einen nahezu antiproportionalen Bezug zwischen der inneren Widerstandskraft und der äußeren Scheinidentität herstellen. Je wichtiger einem Menschen sein äußerer Schein ist, desto geringer seine Resilienz.
Nur wer zu seiner Persönlichkeit gefunden hat, hat inneren Halt gefunden und vermag Situationen so zu beurteilen, wie sie tatsächlich sind.

Je schwächer, je unechter die Identität einer Person ist, umso schneller neigt sie dazu, die Situation als bedrohlich einzuschätzen und dementsprechend zu reagieren.

Es ist unsere Bewertung der Situation, die darüber entscheidet, ob wir in Stress geraten oder nicht – und wir geraten immer dann in Stress, wenn wir uns in unserer Person, unserem „Überleben“ bedroht fühlen. Das Gefühl der Bedrohung hängt maßgeblich mit der eigenen Identität zusammen. Es setzt dann ein wenn wir uns in dieser bedroht fühlen.

Ob Stress auftritt, hängt davon ab, wie wichtig das, was wir wollen, für uns ist. Je mehr wir uns mit einer Sache, Person oder Situation identifizieren – je mehr wir in der Identifikation gleichsam „selbst zu der Sache werden“ -, umso stärker ist ihre Bedeutung und umso größer ist der Stress für uns, wenn sie unseren Vorstellungen nicht genügt.

Auch mal über sich selbst lachen!

Ein zentraler Punkt für geringe Resilienz, für Stressanfälligkeit liegt darin begründet, dass die Kraft nicht in sich selbst, sondern in der Umwelt gesucht wird. Stress entsteht durch unsere subjektive Bewertung, und unsere Bewertung hängt davon ab, wer wir sind – und wer wir nicht sind.

Je narzisstischer, je falscher unser Selbstbild ist, desto unsicherer fühlen wir uns und desto schwächer begegnen wir dem Leben. Wir neigen viel schneller dazu, uns bedroht zu fohlen und dementsprechend falsch zu reagieren. Zusätzlich verlieren wir unsere Kraft, indem wir sie in die Aufrechterhaltung unseres falschen Selbstbildes und fragilen Lebensgerüsts verschwenden, anstatt sie in uns selbst zu investieren.

„Wir sind mehr als nur Situationen“

Menschen, die sich selbst als stressanfällig und wenig resilient beschreiben, unterscheiden sich in ihrer Identität von denjenigen, die Krisen meistern, in einem zentralen Punkt: Sie suchen ihre Identität im Außen – anstatt in sich selbst. Sie haben sich mit ihrer Partnerschaft, mit ihrer Position, mit bestimmten Lebensbereichen identifiziert – und sich und die eigene Selbstbestimmtheit darüber verloren. Als sich ihre Lebensumstände änderten, mussten sie demgemäß in eine tiefe Krise abrutschen. Menschen, die Krisen meistern, ist stets bewusst, dass sie mehr sind als die Situation, unter der sie leiden.

Wer das eigene Leben nicht durch sich selbst findet, der wird das Leben nicht bewältigen können. Er wird in dem Gefühl gefangen sein, sein Leben zu verlieren, wenn das Leben sich verändert.

Wer an seiner psychischen Widerstandskraft arbeiten will, wer stark durchs Leben gehen und dem Leben stark begegnen will, der kommt nicht um die Erkenntnis herum, dass der eigentliche Halt in ihm selbst zu suchen und zu finden ist. Wer das eigene Leben nicht durch sich selbst findet, der wird das Leben nicht bewältigen können. Er wird in dem Gefühl gefangen sein, sein Leben zu verlieren, wenn das Leben sich verändert.

Eigenes Ich akzeptieren

Mehr Resilienz? Buch kaufen löst nicht alles, ist aber erster Schritt...
Mehr Resilienz? Buch kaufen löst nicht alles, ist aber erster Schritt…

Wenn Sie sich also die Frage nach der eigenen Resilienz stellen, dann gilt es, sich auf die Suche nach der eigenen Identität zu machen. Es gilt, sich von der Frage zu verabschieden, wer Sie sein wollen, und sich die Frage zu stellen, wer Sie tatsächlich sind.

Resilient zu werden heißt, sich vom Superlativ zu verabschieden und innezuhalten. Innezuhalten auf der Flucht vor sich selbst. Innezuhalten auf der atemlosen Suche nach mehr. Innezuhalten und sich der Angst zu stellen, nichts zu sein. Innezuhalten und
den Dialog mit sich selbst aufzunehmen. Innezuhalten und zu akzeptieren, was tatsächlich ist – man selbst.

Selbstreflexion: Je mehr Sie Ihre Identität im Außen suchen, je mehr Sie Ihre eigene Bedeutung in eine Situation/Sache/Person hineinprojizieren, umso unsicherer und „störanfälliger“ werden Sie. Überprüfen Sie in Ruhe, worauf Sie Ihre Identität gründen. Woran messen Sie Ihre Bedeutung? Was ist für Sie das Wichtigste in Ihrem Leben?

Artikelbild: PathDoc/ Shutterstock

Der Beitrag Narzissmus und dein Ego: Innen nichts, außen alles erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/10/narzissmus-und-dein-ego-innen-nichts-aussen-alles/feed/ 0
Führung: Vom ungeliebten F-Wort zum „Leadership“ http://karriere-einsichten.de/2015/09/fuehrung-vom-ungeliebtem-f-wort-zum-leadership/ http://karriere-einsichten.de/2015/09/fuehrung-vom-ungeliebtem-f-wort-zum-leadership/#respond Wed, 30 Sep 2015 09:32:49 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7128 Volatil, komplex, unsicher. Die Arbeitswelt ist wie sie ist. Nur was fängst du mit dieser Binsenweisheit ein? Werde zum Führer! Pardon, „Leader“ – in Kommunikation, Zielvorgaben und Motivation deines Teams. Und fange heute damit an. Aktuelle Studienergebnisse zum Thema Führung… Führung gewinnt an Bedeutung, Tendenz steigend. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Deutschland führt?!“. Gleichzeitig kommt heraus,

Der Beitrag Führung: Vom ungeliebten F-Wort zum „Leadership“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Volatil, komplex, unsicher. Die Arbeitswelt ist wie sie ist. Nur was fängst du mit dieser Binsenweisheit ein? Werde zum Führer! Pardon, „Leader“ – in Kommunikation, Zielvorgaben und Motivation deines Teams. Und fange heute damit an. Aktuelle Studienergebnisse zum Thema Führung…

Führung gewinnt an Bedeutung, Tendenz steigend. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Deutschland führt?!“. Gleichzeitig kommt heraus, dass es in der Praxis alles andere als rund läuft: Deutsche Manager erhalten vor allem bei den klassischen Führungsthemen Kommunikation, Zielvorgaben und Motivation schlechte Noten. Weniger als die Hälfte der Mitarbeiter hat heute Spaß im Job. Und auch die Arbeit der Personalabteilungen wird schlecht bewertet – sogar von den Personalern selbst.

Eine Studie, die Information Factory zusammen mit stellenanzeigen.de und Personalwirtschaft bundesweit durchführte, zeigt allen voran, dass das Thema Führung weiterhin brandaktuell und von großer Bedeutung ist. So sind 92 % der Mitarbeiter, Führungskräfte und Personalverantwortlichen der Meinung, dass gute Führungskräfte die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens deutlich verbessern können.

Mit 93 % sagen rund genauso viele Umfrageteilnehmer, dass gute Führungskräfte die Arbeitgeberattraktivität steigern können – ein entscheidender Vorteil im „War for Talents“. Weiterhin gehen immer noch knapp mehr als drei Viertel (76 %) aller Befragten davon aus, dass Führung in Zukunft sogar eine noch wichtigere Rolle in Unternehmen spielen wird, als es bisher der Fall ist.

Führung, Führung, Führung

Trotz dessen schwächeln Vorgesetzte im Büroalltag in vielerlei Hinsicht. So sagen nur 43 % der Mitarbeiter, dass die Zusammenarbeit mit ihren Vorgesetzen wirkungsvoll ist, demgegenüber stehen satte 90 % der Führungskräfte, die von einer effektiven Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern sprechen. Defizite gibt es z. B. in puncto direkte Kommunikation: Während nicht einmal die Hälfte der Mitarbeiter (42 %) angibt, dass ihre Führungskraft einen offenen und ehrlichen Dialog mit ihnen führt, gehen auch hier mit 93 % deutlich mehr  Führungskräfte davon aus, offen und ehrlich gegenüber ihren Mitarbeitern zu sein.

Weiterhin ist nur ein Drittel der befragten Angestellten der Meinung, klare Zielvorgaben zu erhalten, andererseits geben 86 % der Führungskräfte optimistischerweise an, ihren Mitarbeitern klare Ziele vorzugeben. Und auch bei den Themen Feedback und Motivation kommen Chefs nicht gut weg: Während knapp drei Viertel (74 %) der Führungskräfte angeben, regelmäßiges Feedback zu geben, bestätigt dies nur ein Viertel der Mitarbeiter. 76 % der Führungskräfte glauben, mit Begeisterung voranzugehen, dies nehmen allerdings nur 36 % der Mitarbeiter wahr. Ob in Folge dessen oder nicht, besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang auch, dass lediglich 45 % der Mitarbeiter angeben, Spaß im Job zu haben.

Führungskräfte-Entwicklung

Führungsschwächen attestieren die Mitarbeiter ihren Vorgesetzten in Hinblick auf die Anforderungen an die Mitarbeiterführung und Motivation, während Führungskräfte sich in erster Linie fachlich weiterentwickeln und ihre unternehmerischen Kompetenzen ausbauen möchten.

Sind die falschen Personen Führungskraft? Obwohl 64 % der befragten Mitarbeiter und immer noch 52 % der Führungskräfte dieser Meinung sind, ist das nicht unbedingt die alleinige Ursache für die Qualitätsprobleme, worauf auch weitere Umfrageergebnisse hindeuten. So sind 65 % der Führungskräfte der Meinung, dass sie zu wenig auf ihre Rolle vorbereitet werden. Das denken auch 69 % der HR-Befragten.

„Gewünscht: Mehr Zielführendes“

69 % der Führungskräfte und 65 % der Mitarbeiter finden, dass Führungskräfte besser von der HR-Abteilung unterstützt werden sollten. Selbst Personaler schließen sich dem mit 69 %-Zustimmung an. Damit aber nicht genug: Rund ein Drittel (34 %) der Führungskräfte stufen die aktuellen Führungsprogramme in ihrem Unternehmen als nicht zielführend ein, diese Einschätzung teilen mit 31 % nahezu gleich viele HR-Mitarbeiter.

In einem Punkt sind sich alle einig: Die Fähigkeit, mit Mitarbeitern erfolgreich zu kommunizieren, ist für Mitarbeiter, Führungskräfte und HR heute eine der Top-Skills erfolgreicher Führungskräfte. Außerdem stimmen die Befragten darin überein, dass es wichtig ist, die Belange der Mitarbeiter zu verstehen, relevante arbeitsbezogene Beziehungen zu ihnen aufbauen und sich gut organisieren zu können.

Die wichtigsten Studienergebnisse auf einen Blick:

  • Führung hat Impact: 92 % der Mitarbeiter, Führungskräfte und Personalverantwortlichen sind der Meinung, dass gute Führungskräfte die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens deutlich verbessern können. 93 % der Befragten sagen, dass gute Führungskräfte die Arbeitgeberattraktivität steigern können.
  • Kommunikation, Feedback und Motivation werden von Mitarbeitern und Führungskräften sehr unterschiedlich wahrgenommen – teilweise betragen die Differenzen bei den Antworten über 50-Prozentpunkte.
  • Lediglich 45 % der Mitarbeiter geben an, in ihrem Job Spaß zu haben.
  • Die Top-Leadership-Kompetenz ist die Fähigkeit, mit Mitarbeitern erfolgreich zu kommunizieren.
  • Größte Entwicklungspotenziale sehen die Befragten unter anderem in Sachen Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterführung und kommunikativer Kompetenz.
  • Kritik üben 71 % der Mitarbeiter, 65 % der Führungskräfte und 69 % der HR-Mitarbeiter an der Art und Weise, wie Führungskräfte auf ihre Rolle vorbereitet werden. Ähnlich viele sind der Meinung, dass Führungskräfte besser von HR unterstützt werden sollten. Rund ein Drittel der Führungskräfte und HR-Mitarbeiter bezweifelt die Wirksamkeit der aktuellen Führungsprogramme.
  • Der Frage, ob die Einführung einer Frauenquote für die Führungsetagen in DAX-Unternehmen sinnvoll sei, stimmten lediglich 36 % der Befragten zu. Auch unter den weiblichen Befragten sind die Befürworterinnen in der Minderheit.

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass wertvolles Potenzial durch Defizite in der Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Mitarbeitern verschenkt wird“, sagt Claudia Conrads, Studienleiterin und Beraterin bei Information Factory. „Führung ist keine Einbahnstraße. Auch der Mitarbeiter trägt Verantwortung. Führungskräfte müssen stärker in den Dialog treten und Partizipation einfordern. Um das zu realisieren, bedarf es unter anderem auch besserer Unterstützung durch HR.“, ergänzt Conrads.

Artikelbild: sezer66/ Shutterstock

Der Beitrag Führung: Vom ungeliebten F-Wort zum „Leadership“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/09/fuehrung-vom-ungeliebtem-f-wort-zum-leadership/feed/ 0
Anerkennung im Büro: Toll gemacht, Frau … Dingsda! http://karriere-einsichten.de/2015/09/anerkennung-im-buero-toll-gemacht-frau-dingsda/ http://karriere-einsichten.de/2015/09/anerkennung-im-buero-toll-gemacht-frau-dingsda/#respond Fri, 25 Sep 2015 07:06:00 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7123 Anerkennung braucht jeder, auch Ex-VW-Boss Martin Winterkorn. Wie du den täglichen Überlebenskampf im Büro mit Humor erträgst und (wenn alle Stricke reißen) einen stilvollen Abgang hinlegst, verrät Wolf Reiser… Anerkennung. »Um hierzulande Anerkennung zu finden, muss man sterben oder zurücktreten«, mault ausgerechnet der erfolgreichste deutsche Filmschaffende aller Zeiten, Till Schweiger. Klar, mit Manta, Hasenkükenohren und Ballerbulle wird man weder Brando

Der Beitrag Anerkennung im Büro: Toll gemacht, Frau … Dingsda! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Anerkennung braucht jeder, auch Ex-VW-Boss Martin Winterkorn. Wie du den täglichen Überlebenskampf im Büro mit Humor erträgst und (wenn alle Stricke reißen) einen stilvollen Abgang hinlegst, verrät Wolf Reiser…

Anerkennung. »Um hierzulande Anerkennung zu finden, muss man sterben oder zurücktreten«, mault ausgerechnet der erfolgreichste deutsche Filmschaffende aller Zeiten, Till Schweiger. Klar, mit Manta, Hasenkükenohren und Ballerbulle wird man weder Brando noch Bogart.

Dafür hagelt es zuverlässig Hohn und Spott aus den etablierten Kulturinstanzen. Trotz erneuter Besucherrekorde bei der Demenzkomödie »Honig im Kopf« arbeitet sich der verunsicherte Regie-Tycoon an den – zumindest von ihm so empfundenen – nickelbebrillten Edelfedern von FAZ oder Spiegel ab.

Wunsch nach Anerkennung: Gier oder ein Naturrecht?

Auf deren Liebesentzug reagiert er mit Liebesentzug, und so geht es zwischen Boulevard und Hochkultur zu wie in einem schlecht geführten Kindergarten. Was nützen mir meine Millionen, hört man den beleidigten Macher nuscheln, wenn mich die klugen Köpfe der Zeit immer nur auslachen? Aber wieso tut er sich das alles an? Warum will er Torwart und Stürmer sein? Ist der Wunsch nach Anerkennung Gier oder ein Naturrecht? Ich denke, Till Schweiger möchte, wie jeder andere Mensch, ob Führungskraft oder Angestellter, anerkannt werden, respektiert und wertgeschätzt – und zwar bitteschön außerhalb der rein monetären Existenzbestätigung.

Man denkt ja bei dem viel diskutierten Defizit an Wertschätzung im Job zunächst immer an eher bemitleidenswerte Menschen, die zu kurz gekommen sind und aus irgendeinem Grund unerkannt und anonym agieren müssen, obwohl sie stets ihr Bestes geben. Logisch, dass die irgendwann nach einem Lob gieren, bevor sie im Nebel der Resignation verschwinden.

Ich erinnere mich noch an eine befremdliche Bemerkung unseres nicht gerade uneitlen Ex-Verteidigungsministers Thomas de Maizière zur generellen Gemütslage der Bundeswehrsoldaten: »Sie haben den verständlichen, aber oft übertriebenen Wunsch nach Wertschätzung. Und sie sind vielleicht geradezu süchtig danach.«

Mythos Wertschätzung, eine Gebetsmühle?

Bedeutet dies am Ende, dass wir in den Dekaden des deutschen Wachstumsparadieses alle verwöhnte Muttersöhnchen geworden sind, die nach Liebe und Zuspruch lechzen? Und wie passt die kühle Abfuhr zu den modernen Coachings, in denen gebetsmühlenartig dem Mythos der Wertschätzung gehuldigt wird. In hochemotionalen Seminar-Aufstellungen lernen dort Chefs wie Mitarbeiter, wie man seinen Nächsten liebt, ihm gefühlsecht in die Augen schaut, ihm dankt und zum Abschied aushaucht: »Toll, dass es Sie gibt!«

Auch in vielen Festtagsreden hören wir immer wieder, dass der Mitarbeiter das wichtigste Kapital sei, Herz, Seele und Motor des Unternehmens. Und Psychologen und Soziologen weisen in Tonnen dicker Publikationen immer wieder darauf hin, dass fehlende Anerkennung und die Entkoppelung von Leistung und Lob die Angestellten seelisch und körperlich krank macht, demotiviert und sich verheerend auf die Effektivität und Produktivität auswirkt.

„Nur 10% sind wirklich motiviert“

Im »Focus« war neulich zu lesen, dass sich fast 90 Prozent aller arbeitenden Deutschen lustlos durch den Joballtag quälen und der Nation dank ihrer Null-Bock-Attitüde jährlich 125 Milliarden Euro Produktionseinbußen einbrocken. Wenn nun all jene Seminarleiter die Wertschätzung einklagen, meinen sie damit wohl kein inflationäres Schulterklopfen, sondern echte spürbare Anerkennung; wie immer die sich auch anfühlen mag.

Geld, Lohn, Honorar, Boni – das ist die eine Währung; wobei sich die Frage stellt, wie man damit umgeht, wenn Manager mit einer Katastrophenbilanz das Tausendfache eines genialen Angestellten einsacken. Aber wie wir sehen, sind auch viele Topverdiener vom Angstvirus befallen, zu wenig Beachtung zu finden, abgelehnt und missverstanden zu werden.

Leistung = Anerkennung = Leistung

Es muss jedem klugen Arbeitgeber klar sein, dass Leistung zu Anerkennung führt und Anerkennung zu Leistung. Dieser simple Kreislauf ist allen Kulturen gemeinsam. Wenn Aktienkurse und Quartalsberichte die Firmenkultur beherrschen, brechen einem mit Garantie die Mitarbeiter weg. Ohne Echo und Sinngebung lässt sich heute kein Betrieb auf Dauer über Wasser halten. Da offensive und authentische Wertschätzung die Chefetagen eigentlich nichts kostet, taucht die Frage auf, wieso ein Großteil davon Abstand nimmt.

Buch kaufen. "Unter uns" - Kollegen sind Lästermäuler, ebenso aber gute Ratgeber und Verbündete im Auf/Abstiegskampf im Büro...
„Unter uns“ – Kollegen sind Lästermäuler, ebenso aber gute Ratgeber und Verbündete im Auf/Abstiegskampf im Büro. Buch kaufen

In vielen Fällen herrscht dort noch die vorgestrige Ansicht vor, dass Lob und Anerkennung die Mitarbeiter verwöhnen und doch nur neue Begehrlichkeiten wecken. Natürlich sorgen auch Stress, radikale Ergebnisfixierung und die Ichbezogenheit vieler Chefs dafür, dass sie einfach keine Zeit haben, ihre Leute eben nicht nur bei Laune zu halten, sondern sie aufzubauen, sie an ihre Stärken zu erinnern und auf den Wert ihres Tuns hinzuweisen; gerade wenn es kriselt.

Und in Betrieben, in denen man das Lob sogar gut meint, aber vorwiegend als Motivationstrick und taktische Rochade einsetzt, lernen es die Mitarbeiter logischerweise nicht, einer solchen Wertschätzung zu vertrauen und ihre Energie entsprechend umzusetzen. Einmal etabliert, kriegt man den Sand nicht mehr aus dem Getriebe. Man muss stattdessen den ganzen Apparat zerlegen und neu zusammenbauen.

Und während dieser kontemplativen Bastelarbeit sollte sich jeder – Chef, Angestellter und Kollege – fragen, wie es ihm selbst denn geht, was er wirklich braucht, wie er den anderen sieht, als Gegner, Freund oder Erfüllungsgehilfen, ob er ihn überhaupt sieht. Unrealistische Erwartungen und eiskalter Führungsstil – das sind zwei Züge, bei denen es keine Rolle spielt, ob sie aufeinander zurasen oder aneinander vorbei rangiert werden. Das Resultat lautet auf jeden Fall Stillstand.

10 Leitsätze zu Wertschätzung

  1. Schenken wir zunächst den Menschen, die uns im Alltag das Leben leichter machen, das Maß an Zuwendung und Herzlichkeit, das wir für uns so gerne in Anspruch nehmen.
  2. Wenn Sie tief in sich spüren, dass Sie einzigartig sind, ein Wunderkind, »the one and only«, und deswegen besondere Wertschätzung verdienen, nehmen Sie sofort ein eiskaltes Bad.
  3. Missbrauchen Sie als Chef das Instrument »Wertschätzung« nicht für Manipulation und aus Kalkül.
  4. Wertschätzen Sie als Chef Ihre Leute gelegentlich auch ohne konkreten Anlass, überraschend, spontan und inspirierend.
  5. Es ist Ihnen als Angestellter jederzeit möglich, Ihre Anerkennung nach oben auszusprechen. Dort ist es nämlich oft sehr einsam.
  6. Eigenlob stinkt zwar, aber eine gesunde Selbstwertschätzung ist die Basis eines sinnvollen Jobklimas. Je mehr Sie sich Ihrer Stärken bewusst werden, desto unabhängiger sind Sie von äußerem Zuspruch.
  7. Laden Sie Ihre Kollegen mal ohne konkreten Anlass ein, gratulieren Sie ihnen zu Festtagen, merken Sie sich die Namen, leben Sie fröhliche Zuwendung vor.
  8. Wenn die Kräfte der Zuwendung nachlassen, fangen Sie bei sich an, tun Sie sich etwas Gutes, springen Sie raus aus dem Rad und kehren Sie positiv gepolt zurück – das geht auch ohne Coelho-Reiselektüre.
  9. Wer zu sehr nach Anerkennung und Lobgehudel schielt, gräbt sich sein eigenes emotionales Jobloch. Der Alltag ist der natürliche Feind des Narzissmus, und diesen Kampf kann man nur verlieren.
  10. Vermeiden Sie den vergleichenden Blick auf die absurde Belohnung anderer: Millionenboni, Milliardengehälter! Damit betreiben Sie lediglich Ihre eigene Selbstentwertung.

Artikelbild: © Martin Fisch/ Flickr

Der Beitrag Anerkennung im Büro: Toll gemacht, Frau … Dingsda! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/09/anerkennung-im-buero-toll-gemacht-frau-dingsda/feed/ 0
XING: Vom Adressenverwalter zur Netzwerkpflege http://karriere-einsichten.de/2015/08/xing-vom-adressenverwalter-zur-netzwerkpflege/ http://karriere-einsichten.de/2015/08/xing-vom-adressenverwalter-zur-netzwerkpflege/#respond Fri, 07 Aug 2015 10:57:39 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7059 Die Ex-Studienkollegin ist plötzlich nicht mehr zu erreichen, weil sich ihre Handy-Nummer geändert hat. Ein Geschäftspartner ist mit seinem Büro in eine andere Stadt gezogen. Warum es sich (noch) lohnt, bei XING zu sein? Heinz Warnemann… Michael hat immer im Juli Geburtstag, aber an welchem Tag noch mal? Sie kennen das. XING-Mitglieder öffnen das Profil

Der Beitrag XING: Vom Adressenverwalter zur Netzwerkpflege erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die Ex-Studienkollegin ist plötzlich nicht mehr zu erreichen, weil sich ihre Handy-Nummer geändert hat. Ein Geschäftspartner ist mit seinem Büro in eine andere Stadt gezogen. Warum es sich (noch) lohnt, bei XING zu sein? Heinz Warnemann…

Michael hat immer im Juli Geburtstag, aber an welchem Tag noch mal? Sie kennen das. XING-Mitglieder öffnen das Profil eines Kontaktes und sehen alle Daten auf einen Blick, und zwar ständig automatisch aktualisiert, die perfekte Adressverwaltung. XING ist viel mehr als ein Online-Adressbuch, aber eben auch genau das. Und im Falle von Michael erinnert Sie XING auf Wunsch sogar per Email an seinen Geburtstag.

XING gehört wie Facebook, Twitter, LinkedIn und Google+ auch zu den sogenannten sozialen Netzwerken. Sehen wir uns die vier zuletzt Genannten kurz an.

Facebook – Fotos für Family & Friends

Auch wenn sich das in letzter Zeit meiner Meinung nach vermehrt in Richtung B2B (Business-to-Business = Geschäftsbeziehungen) verändert: Facebook ist nach wie vor zum größten Teil das Netzwerk für Freunde, Familie und Bekanntschaften. Menschen vernetzen sich, um gemeinsam am Leben des anderen „teilzunehmen“. Business-Kontakte schließen sich bei Facebook dennoch nicht aus.

Sind Sie im Bereich B2C, also z. B. dem Vertrieb an Endverbraucher mittels Ladengeschäft oder Online-Shop, tätig und verkaufen ein Produkt, ein Buch, eine Veranstaltung oder eine Marke, kann eine Fanpage auf Facebook eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrem stationären Geschäft, Ihrer Website oder Ihrem Webshop sein.

Twitter – Kurznachrichten für alle

Twitter dürfte eine der meist genutzten Kommunikationsplattformen der Welt sein. Und das nicht nur, weil viele Promis Twitter häufig nutzen. Mit dem Microblogging-Dienst werden Nachrichten mit maximal 140 Zeichen Länge verbreitet und jeder kann im Prinzip den Erstellern (Twitterern) der Nachrichten als Follower (Verfolger) folgen.

Und weil sich in einen Tweet (Nachricht) nicht so viele Informationen verpacken lassen, ist ein Hinweis auf andere Plattformen eine gängige Praxis und somit Twitter oft ein ideales Bindeglied zwischen den Plattformen.

LinkedIn – Business in aller Welt

LinkedIn ist ebenso wie XING auf Business-Kontakte spezialisiert, in über 200 Ländern verfügbar und auf internationaler Ebene erfolgreich. Seit 2011 agiert LinkedIn auch verstärkt im deutschsprachigen Markt. Wenn der persönliche Fokus Ihres Tuns auch international ist, macht es auf jeden Fall Sinn, sich ein LinkedIn-Profil in der kostenlosen Basisversion anzulegen.

Google+ – der Kreis schließt sich

Google+ ist eine Mischung aus Twitter (eine wechselseitige Verknüpfung ist nicht notwendig, einfach folgen reicht) und Facebook (zum Kommentieren und Interagieren). Durch die Möglichkeit, Kontakte selbst festgelegten Kreisen zuzuordnen, ist eine getrennte Kommunikation nach privaten und Business-Kontakten möglich. Aktivitäten in Google+ dürften vor allem auch dazu beitragen, dass die Sichtbarkeit der eigenen Website gefördert wird.

Die XING-Strukturen

Zurück zu XING. Als Akquise-Instrument ist XING ausgezeichnet für Selbstständige und Freiberufler geeignet. Für Arbeitssuchende, egal ob aktuell oder als „Anker“ für Headhunter und Personalabteilungen. Ein attraktives Profil lohnt sich in jedem Fall. Und auch die eigene aktive Jobsuche hat schon so manchem XING-Mitglied die Tür zu einem neuen Arbeitsplatz geöffnet.

Mit über 6,5 Millionen Mitgliedern (Stand: Juni 2013) im deutschsprachigen Raum ist XING eines der führenden sozialen Business-Netzwerke für berufliche Kontakte. Weltweit sind über 13,5 Millionen Menschen bei der 2003 unter dem Namen Open-BC in Hamburg gegründeten Internet-Plattform registriert.

„Aufbau von Netzwerken“

Seit 2006 ist die XING AG börsennotiert. Mitglieder nahezu aller Branchen tauschen sich in über 50.000 Gruppen mit Foren-Charakter aus, vernetzen sich, pflegen berufliche Kontakteund treffen sich durchaus persönlich im realen Leben bei einerTasse Kaffee oder den zahlreichen Gruppen- oder offiziellen XING-Events.

XING wirbt mit dem Slogan „Das professionelle Netzwerk“, und das stellt dessen Funktion sehr gut dar, nämlich den Ausbau von geschäftlichen Beziehungen. Dabei mag der Bedarf für jedes Mitglied durchaus unterschiedlich sein. Hinweis Wie wird XING eigentlich ausgesprochen? Es dürfte in den einzelnen Ländern sehr unterschiedliche Interpretationen geben. Bei XING selbst in Hamburg wird es „Ksing“ genannt.

Ein Beispiel, warum es sich lohnt, bei XING aktiv zu sein. Klar, ein Buch über XING schreibt jemand, der in XING auch vertreten ist und weiß, wovon er spricht. Der Verlag hat jedoch nicht die Suche in XING bemüht, nein, er tat etwas, was heutzutage ständig und immer mehr passiert.

Mehr wissen? Buch kaufen
Mehr wissen? Buch kaufen

Er hat nach einer Empfehlung via XING gefragt und mein geschätzter Kollege und Freund Michael Rajiv Shah sprach diese Empfehlung dem Verlag gegenüber aus. Da ich Michael Rajiv Shah seinerzeit über XING kennengelernt habe und er maßgeblich daran beteiligt war, dass ich XING-Trainer wurde, gäbe es dieses Buch ohne ihn und XING nicht.

Die Inhalte in diesem Buch sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch ist eines klar: Es gibt heute kein Buch mehr, das mit der rasenden Geschwindigkeit der sozialen Medien mithalten kann. Von daher freue ich mich auf den interaktiven Dialog mit Ihnen. Lesen Sie aktuelle Beiträge, schreiben Sie eine Rezension bei Amazon oder mir persönlich.

Ob beruflich oder privat, dieses Buch ist für den Aufbau von Netzwerken mittels XING gedacht. Falls es Ihnen gefällt, schenken Sie es doch Kollegen, Freunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern oder auch Ihren Kunden, wenn es thematisch passt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und maximalen Erfolg in der Umsetzung.

Artikelbild: kozirsky/ Shutterstock

Der Beitrag XING: Vom Adressenverwalter zur Netzwerkpflege erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/08/xing-vom-adressenverwalter-zur-netzwerkpflege/feed/ 0
Interaktive Fläche für Alle(s): Aufmerksamkeit durch Google Plus http://karriere-einsichten.de/2015/08/interaktive-flaeche-fuer-alles-aufmerksamkeit-durch-google-plus/ http://karriere-einsichten.de/2015/08/interaktive-flaeche-fuer-alles-aufmerksamkeit-durch-google-plus/#comments Tue, 04 Aug 2015 22:13:48 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7060 Soziale Netzwerke, vielfach geliebt, mancherorts gehasst aber auch unterschätzt. Wir stellen einige Portale vor, wie ihr sie beruflich nutzen könnt. In diesem Fall Google Plus, von Oliver Gassner… Ich spreche im Folgenden über die geschäftliche Nutzung von Google+. Das heißt: Ich gehe davon aus, dass jemand, der bei und mit Google+ kommuniziert, Aufmerksamkeit von Kunden,

Der Beitrag Interaktive Fläche für Alle(s): Aufmerksamkeit durch Google Plus erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Soziale Netzwerke, vielfach geliebt, mancherorts gehasst aber auch unterschätzt. Wir stellen einige Portale vor, wie ihr sie beruflich nutzen könnt. In diesem Fall Google Plus, von Oliver Gassner…

Ich spreche im Folgenden über die geschäftliche Nutzung von Google+. Das heißt: Ich gehe davon aus, dass jemand, der bei und mit Google+ kommuniziert, Aufmerksamkeit von Kunden, Kooperationspartnern, zukünftigen oder ehemaligen Mitarbeitern oder Lieferanten erzeugen möchte, mit dem Ziel, seine geschäftliche Situation zu verbessern. Sei es durch tieferes und aktuelleres Wissen über ein Fachgebiet oder einen Markt, sei es durch Erzeugung von Empfehlungen, Kundenanfragen und Aufträgen oder auf andere Weise.

Ich werde darüber sprechen, was Google+ ist – und was nicht –, wie es aufgebaut ist, Nutzungstipps geben, Unterschiede und Schnittstellen zu anderen Netzwerken ansprechen und Tipps zu externen Werkzeugen geben.

Zur Vereinfachung werde ich bei Tipps oder Werkzeugen davon ausgehen, dass Sie den Google-Browser Chrome bzw. Chromium und ein mit dem Google-Betriebssystem Android versehenes Mobilgerät benutzen. In der Regel gibt es in anderen Browsern (Safari, Firefox) oder auf iOS-Geräten (iPhone) ähnliche Funktionen, Verfahrensweisen oder Werkzeuge. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass Sie bereits ein Google-Konto haben – sei es ein persönliches Konto oder ein Google-Apps-Konto für den Unternehmenseinsatz.

Hier auch ein großer Dank an die Mitglieder meines Kreises „g+buch“, sie waren so nett, mir die Genehmigung zu erteilen, ihre Profilfotos oder andere Inhalte auf Screenshots einzusetzen. Auf der Google+-Seite werde ich auch über relevante Neuerungen informieren, denn Google+ befindet sich noch massiv in der Entwicklung und es ist täglich mit Abweichungen von hier geschilderten Verfahrensweisen oder Darstellungen zu rechnen. Natürlich freue ich mich auch, wenn Sie meinem Personenprofil bei Google+ folgen.

Wenn Sie Fragen zu Inhalten haben oder Beratung benötigen: Sprechen Sie mich über meine Personen-ID bei Google+ an, indem Sie eine Nachricht mit „+oliver.gassner@gmail.com“ (ohne die Anführungszeichen) teilen, oder kontaktieren Sie mich unter og@ogok.de.

Was ist Google+?

Lassen Sie mich ein Vorurteil gleich beiseiteräumen, noch bevor es richtig zur Sache geht. Google+ (sprich: „Googl plus“, oder „Googl plass“) ist kein Facebook-Killer, kein Ersatz für Facebook, und hat eine vollkommen andere Ausrichtung als Facebook. Sicher, es hat einige ähnliche Funktionen und Elemente, wie das Teilen von Inhalten, das Kommunizieren, den Nachrichtenstrom, die Foto-Ordner. Dennoch handelt es sich um eine ganz andere Grundidee.

Auf detailliertere Unterschiede zwischen Google+ und anderen Kommunikationsplattformen gehe ich in einem eigenen Kapitel auch noch genauer ein. Was Google+ aber ist, wozu es konstruiert wurde und was Sie damit tun können, das erkläre ich Ihnen jetzt.

Was Google mit Google+ erreichen will

  1. Google plus social

Ja, „social“, nicht „sozial“, das englische Wort „social“ hat keinen Touch von Sozialarbeit oder Sozialhilfe, sondern bezeichnet die Tatsache, dass – in diesem Falle – ein Online- Angebot hauptsächlich dem Austausch zwischen Menschen dient. Google+ soll viele einzeln stehende Dienste unter dem Dach von Google so koppeln, dass sie nahtlos ineinandergreifen und dass Kontakte, die man beispielsweise bei Google Mail hat, auch in einem anderen Dienst, beispielsweise YouTube, zur Verfügung stehen. Einige Dienste, die bereits mit Google+ verknüpft sind, werden Sie im Verlauf dieses Buches sehen. Die Firma Google jedenfalls hat es sich zum Ziel gesetzt, alle ihre Angebote mit dem „Kleber“ Google+ zusammenzufügen.

  1. Google plus Suche

Sehr grob gesagt war die Hauptinnovation der Google-Suchmaschine, dass damit ein durchsuchbares Verzeichnis von Webseiten entstanden ist, bei dem die Ergebnisse auf eine ganz besondere Art sortiert sind. Und zwar so, dass Webseiten, auf die viele Links von vielen verschiedenen anderen Webseiten zeigen, als Antwort auf eine Suche in einer Ergebnisliste weiter oben angezeigt werden als die, auf die wenige oder keine Links zeigen. Trickreicherweise waren nun Links von häufiger verlinkten Seiten mehr wert als solche von weniger verlinkten Seiten. Auf diese Art wurden die Suchergebnisse von Google immer besser, da immer bessere, weil beliebtere Seiten oben bei den Ergebnissen angezeigt wurden.

„Auffallen, aber wie?“

Nun hat sich in den letzten Jahren einiges im Web gewandelt: Durch Plattformen wie Facebook und Twitter wurden sehr viele Links empfohlen und weitergereicht. Weil man sich aber bei Facebook einloggen musste, um etwas zu sehen, und weil Twitter so viele einzelne Seitenelemente hatte, dass Google sie gar nicht erfassen konnte, blieben diese Teile des „Social Web“ für Google unsichtbar und konnten nicht zur Verbesserung der Suchergebnisse herangezogen werden. Was lag da näher als zu sagen: „Dann bieten wir eben selbst eine Plattform an, auf der Leute Webseiten empfehlen und diskutieren können.“ Und genau diese Plattform ist Google+. Google nutzt also die in Google+ empfohlenen Seiten zur Verbesserung seiner Suchergebnisse.

Auf die Unterschiede von Google+ zu Weblogs, Twitter und Facebook, den drei großen Bausteinen des Social Web, gehe ich in einem gesonderten Kapitel ein. Was Google mit den neuen Ergebnissen für die Suche in den USA (und bis dieses Buch erscheint vielleicht auch in Deutschland) tut und warum Ihre Google+-Kontakte dabei eine zentrale Rolle spielen, erkläre ich ebenfalls genauer im weiteren Verlauf dieses Buches.

Mehr wissen? Buch kaufen...
Mehr wissen? Buch kaufen

Zusammenfassend also: Google+ ist eine Plattform, die eine gemeinsame interaktive Schicht über alle Google-Angebote legen soll und aus der Google erfahren will, welche Inhalte im Web von wem geteilt werden, damit es uns bei einer Suche die Webseiten als Ergebnis anzeigen kann, die uns interessieren.

Für die, die im Web gefunden werden wollen, Firmen, Selbstständige, Freiberufler, wird ein Verständnis für die Mechanismen von Google+ wesentlich für ihren Erfolg im Web sein.

Das war jetzt sehr kompliziert erklärt, ich bringe es deshalb hier noch mal kurz auf den Punkt: Ich google „Stuttgart“ und sehe schon an zweiter Stelle ein Ergebnis, das mit einem meiner Kontakte in Verbindung steht.

„Ja“, werden Sie sagen, „das ist, was Google mit Google+ will. Aber was soll und kann ich damit tun?“

Artikelbild: turgaygundogdu/ Shutterstock

Der Beitrag Interaktive Fläche für Alle(s): Aufmerksamkeit durch Google Plus erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/08/interaktive-flaeche-fuer-alles-aufmerksamkeit-durch-google-plus/feed/ 1
Facereading: So scannst du Stirn, Nase und Mund richtig http://karriere-einsichten.de/2015/07/facereading-so-scannst-du-stirn-nase-und-mund-richtig/ http://karriere-einsichten.de/2015/07/facereading-so-scannst-du-stirn-nase-und-mund-richtig/#respond Mon, 27 Jul 2015 18:55:39 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7103 Die besten Mitarbeiter einstellen, erfolgreiche Teams bilden, die eigene Akzeptanz im Unternehmen sicherstellen – jeder kann das! Echt jetzt? JA, denn wir beeinflussen durch unser Verhalten andere. Wir müssen nur wissen WIE. Winfried Schröter hat dazu eine 5 Methoden-Technik entwickelt, als Managementtrainer und Hypnotiseur… Menschenkenntnis und Führungsstärke – braucht jeder, der Karriere machen will. Doch

Der Beitrag Facereading: So scannst du Stirn, Nase und Mund richtig erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die besten Mitarbeiter einstellen, erfolgreiche Teams bilden, die eigene Akzeptanz im Unternehmen sicherstellen – jeder kann das! Echt jetzt? JA, denn wir beeinflussen durch unser Verhalten andere. Wir müssen nur wissen WIE. Winfried Schröter hat dazu eine 5 Methoden-Technik entwickelt, als Managementtrainer und Hypnotiseur…

Menschenkenntnis und Führungsstärke – braucht jeder, der Karriere machen will. Doch wie komme ich dahin? Die fünf Schritte sind erstens Vorbild sein, zweitens auf drei Status-Ebenen situativ adäquate Kommunikationssignale geben, drittens mit Face-Reading, der Königsdisziplin der Menschenkenntnis, gutes Miteinander pflegen, viertens mit einer Bildanalyse aus sieben Symbolen andere gekonnt analysieren und fünftens mit sieben suggestiven Hebeln, sachdienlich und positiv manipulieren.

Die Methoden, die der Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Verhaltensforschung und Hypnose entstammen, hat der Autor bei seiner langjährigen Arbeit mit Führungskräften gesammelt und perfektioniert. In seinem Buch Führ mich, Chef! erklärt Winfried Schröter, wie man sie anwendet. Hie ein Auszug aus dem Kapitel Face Reading.

Unbewusstes „Organscreening“ beim Smalltalk

Grundsätzlich können wir festhalten, dass die Größe eines Sinnesorgans Aufschluss darüber gibt, wie wichtig dessen Gebrauch seinem Besitzer ist. Eine große Stirn zeigt uns die Art seiner Gedanken, ein großer Mund wird uns verraten, dass der Mensch gerne redet und extrovertiert ist, große Augen sind ein Zeichen für erhöhte visuelle Aufmerksamkeit, große Ohren hören gerne zu und eine große Nase nimmt vieles Olfaktorische intensiver wahr als eine kleine Nase.

„Denkerstirn“

Organen und Körperteilen, die größer angelegt sind als andere, sagt man eine spezielle Bedeutung zu. So können Sie sich vorstellen, dass große kräftige Hände wesentlich besser zupacken können, als zartgliedrige mit einem kleineren Muskelapparat. Man sagt ja auch, dass eine hohe Stirn eine „Denkerstirn“ darstellt. Dies ist eine grobe und stark vereinfachte Einteilung. Und jeder Bereich zeigt ganz spezifische Hinweise zum Verhalten.

Die beschriebenen Details sollen einen groben Eindruck liefern, wie Sie als Führungskraft mit Face-Reading Ihren Arbeitsalltag vereinfachen können. Die Dreiteilung des Gesichts: Zuerst teilen wir ein Gesicht in drei horizontale Ebenen. Stirnbereich, Nasenbereich und Mundpartie.

Die Stirn, das Denken

Er beginnt am Haaransatz und geht bis zur Nasenwurzel– das ist in unserem Bild die Vertiefung etwas unterhalb der Augenbraue, wo die Nase beginnt. Dieser Bereich steht für Vernunft und Logik. Menschen wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, bei denen dieser Bereich höhenmäßig den größten Raum im Gesicht einnimmt, denken viel nach, sind offen für logische Zusammenhänge und benötigen zur Entscheidungsfindung Zahlen, Daten und Fakten. Es ist ihnen wichtig, wissenschaftliche Begründungen zu erhalten.

Sie erfragen viele Details und wirken auf manche kritisch. Diesen logischen Wissensdurst können Sie mit passenden logischen Begründungen oder schlüssiger rationaler Argumentation stillen. Sätze wie „Das ist eben so“ sind ihnen verhasst und führen zu Protest. Probieren Sie es aus.

Die Nase, jemand riechen können

Dieses Areal zeigt den Willen und die Art zur Selbstverwirklichung. Ist der mittlere Bereich des Gesichts dominierend, sind seinem Besitzer eher Gefühle und soziale Aspekte wichtig. Der Nasenbereich geht von der Nasenwurzel zwischen den Augen bis unter die Nase. Nehmen Sie einmal Ihren Fingernagel und spüren Sie, bis wohin der Knorpel unterhalb Ihrer Nase geht. Menschen mit einer ausgeprägten langen Nase wie bei Mike Krüger beispielsweise sind sehr empfindsam.

Um sie von einer Sache zu überzeugen, sie zu motivieren oder ihnen etwas zu erklären, bedienen Sie sich besser Geschichten, in denen Menschen vorkommen und soziale Vorteile z.B. ihres Teams beschrieben werden. Sie können sicher sein, dass Sie verstanden werden und Ihre Worte auf fruchtbarem Boden landen.

Der Mund, das Bauchgefühl

"Führ mich, Chef" - Mehr Menschenkenntnis, im Buch steckt einiges drin...
„Führ mich, Chef“ – Mehr Menschenkenntnis, im Buch steckt einiges drin. Hier kaufen…

Er steht für Ausführung und Verwirklichung. Diesen Bereich misst man vom Knorpelende der Nase, den Sie gerade gefühlt haben, bis zur Kinnspitze. Ist dieser Bereich stark ausgeprägt wie bei der Schauspielerin Julia Roberts, ist der erste und typische Impuls auf das Handeln und nicht auf langes Nachdenken ausgerichtet.

Diesen Mitarbeiter überzeugen Sie am schnellsten, wenn Sie ihm klarmachen, welche Vorteile Ihre Idee für ihn persönlich hätte. Geben Sie diesem eine Handlungsanweisung, ist es ihm wichtig, hinterher von Ihnen eine Rückmeldung zu bekommen. Diese Menschen sind stark in der Ausführung von Befehlen und Anweisungen. Ärmel hochkrempeln und los geht’s! Ein typischer Satz von diesen Personen: „Learning by doing!“

Jetzt haben Sie bereits den ersten Schritt getan, um ein Gesicht nicht nur aus dem Bauchgefühl heraus zu betrachten. Denn das kann sehr täuschen. Sympathie und Antipathie haben dabei nichts verloren. Sie werden merken, dass Sie Menschen viel emotionsloser betrachten als vorher. Manchmal entspannt allein diese Tatsache ein Gespräch.

Stellen Sie sich vor, dass Sie ab jetzt viel mehr Parameter zur Verfügung haben als nur Ihr Bauchgefühl. Anstatt zu denken, mag ich oder mag ich nicht, kommt Ihnen sofort „Der denkt wohl viel, dann gebe ich ihm mal Infos“ in den Sinn.

Artikelbild: oneinchpunch/ Shutterstock

Der Beitrag Facereading: So scannst du Stirn, Nase und Mund richtig erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/07/facereading-so-scannst-du-stirn-nase-und-mund-richtig/feed/ 0
Auslandserfahrung: So wird’s (k)ein Karrierekiller! http://karriere-einsichten.de/2015/07/auslandserfahrung-so-wirds-kein-karrierekiller/ http://karriere-einsichten.de/2015/07/auslandserfahrung-so-wirds-kein-karrierekiller/#respond Sat, 25 Jul 2015 09:36:48 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7099 Shanghai, Mumbai, New York. Viele Führungskräfte zieht es in die Ferne – um Erfahrungen zu sammeln, sich zusätzliche Fähigkeiten anzueignen und somit ihren „Marktwert“ zu erhöhen. Was tun, wenn der Auslandsvertrag endet? Wir haben mit Karrierecoach Maike Dietz gesprochen…. Die meisten erhoffen sich von einem Auslandseinsatz einen gewaltigen Karriereschub, doch die Realität sieht oft anders aus:

Der Beitrag Auslandserfahrung: So wird’s (k)ein Karrierekiller! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Shanghai, Mumbai, New York. Viele Führungskräfte zieht es in die Ferne – um Erfahrungen zu sammeln, sich zusätzliche Fähigkeiten anzueignen und somit ihren „Marktwert“ zu erhöhen. Was tun, wenn der Auslandsvertrag endet? Wir haben mit Karrierecoach Maike Dietz gesprochen….

Die meisten erhoffen sich von einem Auslandseinsatz einen gewaltigen Karriereschub, doch die Realität sieht oft anders aus: Um nach Deutschland zurückzukehren, fehlen häufig adäquate Positionen. Was passiert, wenn der Auslandsvertrag endet?

Karriere-Einsichten: In den meisten Fällen wird ein Auslandsaufenthalt akribisch geplant – weshalb kommt mit der Heimkehr auch oft die Ernüchterung bei Führungskräften?

Maike Dietz: Nur zum Teil werden Auslandsaufenthalte optimal vorbereitet. In der Regel kümmern sich Unternehmen gut um rechtliche Komponenten wie Visum, Arbeitserlaubnis und Sozialversicherung. Auch auf interkulturelle Eigenheiten und Gebräuche wird mittlerweile verstärkt Wert gelegt; beispielsweise erhalten Expatriats Seminare oder Schulungen, in denen sie sich mit den wichtigsten Regeln und Sitten des Gastlandes auseinandersetzen und dessen Gepflogenheiten kennen lernen. Aber ein entscheidender Aspekt wird meist außer Acht gelassen.

Karriere-Einsichten: Welcher wäre das?

Maike Dietz: Im Vergleich zu früher sind „Rückkehrvereinbarungen“ immer weniger Usus in deutschen Unternehmen – lediglich Konzerne stellen diese noch aus. Im Mittelstand sind sie kaum verbreitet.

Karriere-Einsichten: Weshalb?

Maike Dietz: Die Unternehmen sind froh, die dringlichen Themen im Ausland mit der Entsendung zu lösen. An Rückkehr wird nicht gedacht, das Prinzip Hoffnung überwiegt. Das mag überraschen, aber auch große Unternehmen haben oft keine ausgefeilten Nachfolgeplanungen. Bei den Mittelständlern kommt hinzu, dass sie weniger adäquate Positionen in Deutschland zur Verfügung haben.

Karriere-Einsichten: Welche Schritte sollten vor der Entsendung in jedem Fall geklärt sein?

Maike Dietz: Es ist immens wichtig, die späteren Karriereschritte festzulegen. Häufig ist bei der Rückkehr keine adäquate Position verfügbar und der Expat muss einen Rückschritt auf der Karriereleiter in Kauf nehmen. Falls im eigenen Unternehmen keine weiteren Möglichkeiten bestehen, kann sich der Arbeitgeber ggf. auch bei befreundeten Unternehmen für den Rückkehrer einsetzen.

„Bereits früh die Fühler ausstrecken“

Die entsendete Führungskraft sollte seine Fühler ebenfalls breiter ausstrecken. Trotzdem kann heutzutage kein Arbeitgeber garantieren, was in ein paar Jahren sein wird. Fusionen, Übernahmen etc. sind an der Tagesordnung. Wenn aber beide Parteien sich dessen bewusst sind, offen und aufrichtig kommunizieren und wirklich ihr Bestes geben, kann alles gut funktionieren.

„Bestes geben“

Große Probleme entstehen nur durch unterschiedliche Erwartungshaltungen. Das Ergebnis: Viele wechseln nach ihrer Rückkehr den Arbeitgeber oder resignieren innerlich. Dem Karriere-Höheflug folgt die unsanfte Landung.

Karriere-Einsichten: Kennen Sie konkrete Fälle?

Maike Dietz: Ja, leider viele. Einige kommen zurück und übernehmen eine Stabsfunktion, die manchmal auch extra geschaffen wird, um denjenigen überhaupt unterzubringen. Ein enormer Rückschritt, denn die meisten waren im Ausland für Hunderte von Mitarbeitern verantwortlich und sind es gewohnt, Gestaltungsfreiräume zu haben. Sie fühlen sich unter ihren Möglichkeiten eingesetzt und damit auch für ihre Erfolge im Ausland nicht richtig wertgeschätzt.

Karriere-Einsichten: Gibt es weitere Gründe, weshalb der Wechsel in ein ausländisches Unternehmen mehr Probleme bringt, als die meisten es sich vorstellen?

Maike Dietz: Wer zu lange im Ausland war, hat sich meist zu weit von den Themen in Deutschland entfernt; beispielsweise ist der Führungsstil im Ausland ein anderer – von Routinen, konträren Sicht- und Arbeitsweisen ganz zu schweigen. Meine Erfahrung ist, dass Führungskräfte, die länger als sechs oder sieben Jahre im Ausland waren, häufig große Probleme haben, sich am heimischen Schreibtisch wieder einzuleben.

Karriere-Einsichten: Wie können Führungskräfte dem vorbeugen – außer nicht zu lange im Ausland zu bleiben?

Maike Dietz: Wichtig ist, den Kontakt nach Deutschland intensiv zu pflegen und weiterhin mit Kollegen, Vorgesetzten und ggf. Geschäftspartnern in stetem Austausch zu bleiben – die Verbindung darf nicht abreißen. Außerdem ist es gut, sich mit Themen einzubringen, soweit das möglich ist, z.B. in Arbeitskreisen oder Gremien. Genau im Blick zu haben, was in Deutschland passiert, wo liegen beispielsweise die Unterschiede.

„Kontakt in die Heimat pflegen“

Darüber zu berichten, ist für deutsche Kollegen und Vorgesetzte interessant, und man selbst nimmt an den Entwicklungen im Heimatland teil und zeigt dies auch. Je nach Position kann es zudem sinnvoll sein, zu pendeln bzw. regelmäßig für einige Wochen zurück zu kommen. Auch die Rückkehrplanung sollte immer wieder besprochen und nicht bis zum letzten Tag „totgeschwiegen“ werden. Wer hingegen im Ausland bleiben und Karriere machen möchte, für den ist das ohne Wenn und Aber ein perfekter Schritt – sofern er mit realistischen Erwartungen verknüpft ist.

Maike Dietz ist Karrierecoach und Personalberaterin – sie kennt Karrieren von beiden Seiten des Schreibtischs. Seit über 17 Jahren besetzt sie Top-Positionen für namhafte Unternehmen. Als Coach gibt sie ihr Wissen an Führungskräfte weiter…

Artikelbild: NicoElNino/ Shutterstock

Der Beitrag Auslandserfahrung: So wird’s (k)ein Karrierekiller! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/07/auslandserfahrung-so-wirds-kein-karrierekiller/feed/ 0
Fachkräftemangel: Wie Personaler auf den Anpassungsdruck reagieren http://karriere-einsichten.de/2015/07/fachkraeftemangel-wie-personaler-auf-den-anpassungsdruck-reagieren/ http://karriere-einsichten.de/2015/07/fachkraeftemangel-wie-personaler-auf-den-anpassungsdruck-reagieren/#respond Sat, 18 Jul 2015 07:00:57 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6993 Wie reagieren Personaler auf Anpassungsdruck, digital wie „real“? Dazu haben wir mit dem weltweit größten Personaldienstleister gesprochen und eine führenden Stellenbörse unter die Lupe genommen… Soziale Netzwerke sind „in“, vielfach gehypt in Zeiten von Fachkräftemangel, manchmal auch überschätzt. Was also tun? Modernisieren und anpassen wird überbewertet – zumindest denken das viele deutsche Personalchefs. Während sich

Der Beitrag Fachkräftemangel: Wie Personaler auf den Anpassungsdruck reagieren erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wie reagieren Personaler auf Anpassungsdruck, digital wie „real“? Dazu haben wir mit dem weltweit größten Personaldienstleister gesprochen und eine führenden Stellenbörse unter die Lupe genommen…

Soziale Netzwerke sind „in“, vielfach gehypt in Zeiten von Fachkräftemangel, manchmal auch überschätzt. Was also tun? Modernisieren und anpassen wird überbewertet – zumindest denken das viele deutsche Personalchefs.

Während sich die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Aufgabengebiete der Personalabteilungen stetig ändern, hat jeder dritte HR-Verantwortliche die Abläufe und Organisation in seiner Abteilung seit zwei oder mehr Jahren nicht mehr verändert.

Zu diesem Ergebnis kommt der führende Personaldienstleister ADP. Das Unternehmen befragte im Winter (2014/5) mehr als 100 Personalleiter und Vorstände von deutschen KMU – Klein-, Mittel- und Großunternehmen. „Noch zu viele HR-Verantwortliche sehen keinen Bedarf, ihre eigenen Abteilungen auf den Prüfstand zu stellen“, sagt Andreas Kiefer, Geschäftsführer bei ADP in Deutschland.

Theorie verstanden, Praxis folgt

Gemäß des HR-Experten wurde die Theorie verstanden, berichtet Kiefer. So wissen die meisten Personalchefs, dass zum  Aufgabenspektrum einer modernen HR-Abteilung nicht nur reine Verwaltungsfunktionen gehören, sondern auch die Aufgaben einer firmeninternen Weiterbildung sowie Personal- und Strategieentwicklung. Aber wie im Leben so auch im Büro, gibt es wenig Gutes solange es Verantwortliche nicht auch umsetzen.

Ein Wandel ist dringend nötig. Die Zeit läuft und die Angebote im Netz, sich eine noch spannendere, besser bezahlte und angesehene Stelle zu „sichern“ –waren nie so vielfältig wie heute. Die Konkurrenz schläft nicht! So baut Indeed, eine führende Stellenbörse im weltweiten Web, ihr Angebot stetig aus. Ob die Produktion eines Animationsfilms oder die Performance einer Messe – viele Hände werden gebraucht, die unterschiedlichsten Skillsets gesucht. Und das schnell, effizient und möglichst effektiv…

Online hilft! Wie diese beiden Videos zeigen:

Die beiden verlinkten Videos sind Teil einer Image-Kampagne von Indeed. Die Macher wollen damit zeigen, was Indeed als größte Online-Job-Börse in Deutschland Jobsuchenden und Karriere-Interessierten bietet: hunderttausende Jobangebote von Karriereseiten verschiedener Unternehmen.

„Personaler machen meist Admin-Kram“

Schon gewusst? Jedes dritte Unternehmen beschäftigt seine Personalverantwortlichen noch immer überwiegend mit administrativen, routinierten Tätigkeiten. Jeder zehnte Chef beschäftigt seine Mitarbeiter in der Personalabteilung noch mit der Entgeltabrechnung und Personalverwaltung. Keine Frage, Payrolls sind wichtig – aber Software bietet hier ganz neue Möglichkeiten, Kosten zu sparen und seine Ressourcen strategischer einzusetzen.

So sagt der ADP-Deutschland-Chef Kiefer: „Die Möglichkeiten und Freiräume sind vorhanden“. Beinahe zwei Drittel der Personalverantwortlichen stehe ein eigenes Budget zur Verfügung, so Kiefer. Um die HR an ihre neue Rolle des Business Partners anzupassen, sollten Prozessstrukturen wirtschaftlich und modern gestalten sein. Lösungen hierfür seien Cloud-basierte Konzepte ebenso wie ein vermehrter Einsatz von Social Media wie XING und LinkedIN. Und natürlich das Nutzen von Stellenbörsen im Netz.

 Artikelbild: Marie Maerz/ Shutterstock

Der Beitrag Fachkräftemangel: Wie Personaler auf den Anpassungsdruck reagieren erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/07/fachkraeftemangel-wie-personaler-auf-den-anpassungsdruck-reagieren/feed/ 0
Spin-Doctors: Überzeugungskünstler im People Business http://karriere-einsichten.de/2015/07/spin-doctors-ueberzeugungskuenstler-im-people-business/ http://karriere-einsichten.de/2015/07/spin-doctors-ueberzeugungskuenstler-im-people-business/#respond Wed, 01 Jul 2015 06:30:30 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7090 Debatten bringen uns weiter, bergen aber auch einige Fallstricke – in der Politik ebenso wie am Arbeitsplatz. Im People Business geht es immer darum, möglichst viele Menschen für eine bestimmte Sache zu mobilisieren. Was wir von Spin-Doktors lernen können… Diktaturen brauchen keine Spin-Doktoren, welche die Diskussionen beeinflussen und gestalten: es gibt dort keine Diskussionen. Totalitarismen

Der Beitrag Spin-Doctors: Überzeugungskünstler im People Business erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Debatten bringen uns weiter, bergen aber auch einige Fallstricke – in der Politik ebenso wie am Arbeitsplatz. Im People Business geht es immer darum, möglichst viele Menschen für eine bestimmte Sache zu mobilisieren. Was wir von Spin-Doktors lernen können…

Diktaturen brauchen keine Spin-Doktoren, welche die Diskussionen beeinflussen und gestalten: es gibt dort keine Diskussionen. Totalitarismen brauchen keine Meinungsgestaltung: Es gibt unter ihrer Herrschaft nur eine Meinung, nur eine Linie, nur eine Wahrheit, nämlich die der Partei oder der „wahren“ Religion. Spin-Doktoren sind dort arbeitslos, weil einfach nutzlos. Man benötigt keine Kampagnen und keinen „Spin“, wenn Wahlen vorgetäuscht und nur eine Farce sind.

Man braucht keine Mobilisierung, wenn die Bürger starr vor Angst sind. Spin-Doktoren sind ein reines Produkt unserer modernen, demokratischen Gesellschaft. Sie sind die logische Konsequenz des politischen Kampfes, der die Vielfältigkeit der Einzelnen und der Meinungen ermöglicht und sogar braucht.

Wunsch nach Veränderung – aber wohin?

In der Tat, eine Demokratie ohne staatsbürgerliche Beteiligung und Engagement ist keine Demokratie. Die Verschiedenheit der Beteiligten ist eine Bedingung der Demokratie und des Politischen an sich, wo es wichtig ist, die Perspektive des anderen zu verstehen, zu respektieren, und wo es erlaubt und möglich ist, sie auch verändern zu wollen.

Ohne Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten gibt es keinen Pluralismus. Und ohne Pluralismus auch keinen Spin. Unsere Demokratie lebt von Debatten, und Spin ist nur die Kunst, diese Debatten zu gestalten und zu beeinflussen. Die Kritiker haben ein falsches Bild der Spin-Doktoren, weil sie ein verfälschtes Bild von Politik haben.

Politik ist nichts anderes als die Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten und, was noch wichtiger ist: des Zusammenlebens. Wir reden nur mit Leuten, mit denen wir etwas teilen, mit denen wir einen gemeinsamen Nenner haben. So gesehen ist die Kultur des Debattierens nichts anderes als der soziale Klebstoff schlechthin.

„Debatten sind etwas, das uns näher bringt“

Debatten sind etwas, das uns näher bringt, in der Politik genauso wie am Arbeitsplatz. Die richtige Entscheidungsfindung lebt von Austausch und Diskussion. Nennen wir es Wahl oder Management, es geht immer darum, Optionen auf den Tisch zu legen und die meisten Menschen für eine dieser Optionen zu mobilisieren. Der Spin-Doktor dreht die Diskussion, um die Leute zu bewegen.

Und alle müssen „spinnen“, d.h. sich in eine bestimmte Richtung bewegen und mobilisieren. Wer eine Organisation führen oder beeinflussen will, muss vorher die Vorschläge gestalten und parallel dazu den Kriterienkatalog für ihre Bewertung formatieren.

Wer seine Mannschaft motivieren will, muss begeistern und den Erwartungshorizont skizzieren, und zwar in einer Art und Weise, dass die Mitarbeiter selbständig ihre Ausrichtung vollenden. Diskussionen gestalten, ihnen einen Rahmen geben und Kräfte mobilisieren, all das kann der Spin-Doktor gewährleisten. Aber nicht nur er kann es.

Spin kann überall eingesetzt werden, weil alles Politik ist, oder besser ausgedrückt: weil alles politisch ist. Das Politische ist nicht nur das, was in der Regierung oder in den Parlamenten täglich passiert (das ist genau genommen „die Politik“). Das Politische ist auch das, was das Arbeitsleben ständig strukturiert.

People Business – für und von Menschen gemacht

Jeder hat Interessen oder Ziele, die er durchsetzen möchte, eine Vision, die er mitteilen will. Jeder braucht Koalitionen, um Veränderungsprozesse vorantreiben zu können. Jeder Manager muss ein Klima schaffen, in dem seine Kollegen über sich hinaus wachsen können. Das Arbeitsleben ist politisch, weil es für und von Menschen gemacht ist. Es geht wie noch niemals zuvor um die Menschen.

In der Tat hat das digitale Zeitalter jedes Business in ein „People Business“ verändert. Und Menschen brauchen Gründe, um etwas zu tun oder zu denken und um sich neu zu orientieren. Nur überzeugende Gründe können Menschen bewegen, und nur klar definierte Visionen können den Einzelnen in eine soziale Kraft verwandeln. Und darum geht es bei dem Spin: nicht die Wahrheit und auch nicht die Wörter drehen, sondern die Menschen sich drehen lassen, damit sie Aufmerksamkeit, Energie und Einsatzbereitschaft entfalten können.

„Kerngeschäft von Changies: Menschen überzeugen“

In der Wirtschaftsliteratur wird viel über Prozess- und Change-Management geschrieben, aber nicht genug über die Mobilisierung der Humanressourcen an sich. Wir reden hier nicht von Motivation, die extrem wichtig ist, oder von reiner Rhetorik, die sehr nützlich ist, sondern von Überzeugung. Und das ist genau das, was ein Spin-Doktor leisten kann und soll: Menschen überzeugen.

Stimmungen, Meinungen und Wahrnehmungen

Wer in der Politik weiterkommen will, sollte sich auch überzeugend ausdrücken – oder er ist falsch am Platz. Überzeugung bedeutet für den Spin-Doktor nicht nur argumentative und rhetorische Überwindung von Kontrahenten, sondern auch und vor allem, Menschen und Bürger von bestimmten Ansichten zu überzeugen.

Der Spin-Doktor arbeitet mit Stimmungen, Meinungen und Wahrnehmungen, die er lenken und, wenn möglich, gestalten kann. Er ist schlechthin der Spezialist des Prozesses der politischen Willensbildung. Es gibt für ihn keine ewigen Wahrheiten, es gibt nur einen ständigen Wandel der transformativen Kräfte, welche die Realität gestalten. Der Auftrag des Spin-Doktors besteht genau darin, diese individuellen und öffentlichen Kräfte zu schaffen.

Mainstream im Auge behalten

Die Spin-Doktoren wissen genau, wie die Menschen ticken, wie sich ihre Meinungen bilden, ändern und verfestigen. Die Spin-Doktoren verstehen sich auf die kleinen Veränderungen des Mainstreams oder der herrschenden Weltanschauung. Es ist eine große Kraftanstrengung notwendig, damit sie das Denken und das Fühlen der Bürger beeinflussen können, damit sie ihre Programme und Ideen unter die potentiellen Wählerinnen und Wähler bringen.

SPIN IT! Tipps, wie du dein Umfeld überzeugst...
SPIN IT! Tipps, wie du dein Umfeld überzeugst. Buch hier kaufen…

Noch einmal, in diesem Buch soll es nicht darum gehen, den Spin- Doktor gegen seine Kritiker zu schützen. Vielmehr möchte ich einfach zeigen, was „Spin“ wirklich bedeutet und bewegen kann und welche Inspiration der Spin-Doktor für jeden Manager darstellen kann.

Nein, „Spin“ klingt nicht wie Populismus oder Propaganda. Und ich bin der festen Überzeugung, dass der Spin-Doktor etwas Zentrales liefert, und zwar Gestaltungsmöglichkeiten. Der „Spin“ beschränkt sich nicht nur auf Rhetorik, sondern bezieht sich viel mehr auf die strategische Vermittlung der Zielsetzung. Es geht hier um Visionen, die Menschen überzeugen, und um Worte, die diese zu Taten bewegen.

Es geht um Begriffe, die Gefühle und Motivationen auslösen, die anspornen und die Menschen tätig werden lassen. Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944) hat es auf die schönste Weise zusammengefasst:

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Nein, man muss nicht zum Arzt, wenn man Visionen hat, wie es Altkanzler Helmut Schmidt im Bundeswahlkampf 1980 mit treffender Ironie sagte. Ich bin allerdings der Meinung, wenn man eine Vision braucht, dann sollte man dringend zum Spin-Doktor.

Artikelbild: l i g h t p o e t/ Shutterstock

Der Beitrag Spin-Doctors: Überzeugungskünstler im People Business erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/07/spin-doctors-ueberzeugungskuenstler-im-people-business/feed/ 0
Networking: Weniger Kontakte, mehr Netzwerk! (2/2) http://karriere-einsichten.de/2015/06/networking-weniger-kontakte-mehr-netzwerk-22/ http://karriere-einsichten.de/2015/06/networking-weniger-kontakte-mehr-netzwerk-22/#respond Sun, 28 Jun 2015 07:28:28 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7086 Auch nen Account bei Xing, LinkedIn und Co? Klaro. Soziale Netzwerke gehören heute im Job dazu, eignen sich aber nur bedingt zum Netzwerken, online wie offline gibt es ungeschriebene Gesetze. Nutzen Sie’s – aber richtig! Findet Maike Dietz… Soziale Netzwerke bieten wunderbare Möglichkeiten für eine erste Kontaktaufnahme, vermitteln aber auch schnell das Gefühl, man sei gut

Der Beitrag Networking: Weniger Kontakte, mehr Netzwerk! (2/2) erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Auch nen Account bei Xing, LinkedIn und Co? Klaro. Soziale Netzwerke gehören heute im Job dazu, eignen sich aber nur bedingt zum Netzwerken, online wie offline gibt es ungeschriebene Gesetze. Nutzen Sie’s – aber richtig! Findet Maike Dietz…

Soziale Netzwerke bieten wunderbare Möglichkeiten für eine erste Kontaktaufnahme, vermitteln aber auch schnell das Gefühl, man sei gut vernetzt. Eine umfangreiche Kontaktliste sagt jedoch nichts darüber aus, wer wirklich ein verlässlicher Partner ist.

Die Karriere-Netzwerke eignen sich allerdings hervorragend, um Kontakte zu knüpfen, die früher unerreichbar waren. Es ist möglich, Profile von Menschen einzusehen, die die Position haben, die man selbst anstrebt. Werdegang, Unternehmensstrukturen und Branchenthemen sind kein Geheimnis mehr.

Erst Recherche im Netz, dann erstes Date

Die Portale eignen sich deshalb gut für die gezielte Hintergrundrecherche und eventuell sogar für eine erste Kontaktaufnahme. Diese muss aber sitzen! Auch hier gilt es, originell und verbindlich zu sein und selbst etwas Interessantes anzubieten. Am wichtigsten ist, den Kontakt offline weiterzuführen.

Denn ein Kennenlernen via PC kann ein persönliches Treffen nie ersetzen. Umgekehrt sind die Netzwerke gerade für Menschen im unteren und mittleren Management sehr wichtig, denn sie eignen sich gut dazu, Kontakte aus dem „echten“ Berufsleben weiter zu pflegen, etwa zu ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten.

Face-2-Face: Im „echten“ Berufsleben punkten

Tipp Nummer fünf: Bereiten Sie sich vor! Wer plant, eine Veranstaltung mit vielen interessanten Menschen zu besuchen, sollte sich vorher ein paar Gedanken machen, um diese Chance auch wirklich gut nutzen zu können. Dazu gehört zunächst, sich selbst vorzustellen. Denn andere machen sich innerhalb von Sekunden ein Bild von Ihnen. Wer es Mitmenschen leicht macht, seine Person einzuordnen, wird ihnen im Gedächtnis bleiben.

Hilfreiche Fragen für die Vorbereitung sind:

  • Womit mache ich mich bei anderen interessant?
  • Mit welchen Erfahrungen oder Fähigkeiten steche ich hervor?
  • Was haben andere von mir zu erwarten?

Weitere Tipps sind:

  • Bleiben Sie authentisch, nehmen Sie genug Visitenkarten mit und gönnen Sie sich Pausen!
  • Netzwerken ist anstrengend und fordernd. Doch punkten kann nur ein wacher und gut gelaunter Gesprächspartner.
  • Zwischendurch zu verschnaufen hilft auch, die bereits geknüpften Kontakte für sich selbst abzuspeichern und Gedankenstützen auf gesammelten Visitenkarten zu notieren.
  • Und: Nach der Veranstaltung haben Sie vielleicht Kontakte – aber noch lange kein Netzwerk. Also dranbleiben!
  • Wer sich innerhalb von drei Tagen in Erinnerung ruft und vielleicht schon einen Vorschlag für ein Wiedersehen oder ein gemeinsames Thema vorbringt, hat gute Chancen, die noch zarte Verbindung zu vertiefen.

1000 Kontakte ungleich (belastbares) Netzwerk

Für diejenigen, die auf dem oberen Drittel der Karriereleiter stehen, gibt es noch einen sechsten Tipp: Spannen Sie Ihren Assistenten ein! Die Qualität der Kontakte verändert sich mit der beruflichen Laufbahn. Denn nicht mehr das breite Netzwerk ist von Bedeutung, sondern eher dessen Tiefe. Vertrauen, Loyalität und Zuverlässigkeit brauchen Pflege – je kleiner der Kreis und je tiefer die Verbundenheit, desto mehr.

„Vertrauen, Loyalität und Zuverlässigkeit“

Doch mit steigender Verantwortung im Beruf bleibt immer weniger Zeit, die Kontakte zu den vertrauten Beratern aufrechtzuerhalten. Deshalb ist ein Assistent, der das zuverlässig im Blick behält, Gold wert. Er oder sie weiß stets, wer mal wieder dran wäre und koordiniert die Treffen bei der Planung der Geschäftsreisen gleich mit.

Auch Nachrichten, Briefe und Geschenke kann ein Assistent vorbereiten. Denn auch ein belastbares Netzwerk verändert sich stetig und braucht Fürsorge.

Maike Dietz besetzt seit 17 Jahren Top-Positionen für namhafte Unternehmen. Als Coach gibt sie ihr Wissen an Führungskräfte weiter, die ihre Karriere aktiv gestalten wollen. Zum Teil 1 der Networking-Serie…

Artikelbild: Joggie Botma/ Shutterstock

Der Beitrag Networking: Weniger Kontakte, mehr Netzwerk! (2/2) erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/06/networking-weniger-kontakte-mehr-netzwerk-22/feed/ 0
Geben, Nehmen, Networking: Womit kann ich dienen? (1/2) http://karriere-einsichten.de/2015/06/geben-nehmen-networking-womit-kann-ich-dienen-12/ http://karriere-einsichten.de/2015/06/geben-nehmen-networking-womit-kann-ich-dienen-12/#respond Fri, 26 Jun 2015 07:25:21 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7085 Der heiße Tipp im richtigen Moment, das Teilen begehrter Informationen – all das sind wichtige Treiber im Job. Doch wie machen wir’s „richtig“ mit unseren Kontakten? Wer wird im richtigen Moment zum Katapult für die eigene Karriere? Maike Dietz weiß mehr… Der wichtigste Tipp beim Thema Netzwerken lautet: Tun Sie es! Gute Kontakte gehören zu

Der Beitrag Geben, Nehmen, Networking: Womit kann ich dienen? (1/2) erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Der heiße Tipp im richtigen Moment, das Teilen begehrter Informationen – all das sind wichtige Treiber im Job. Doch wie machen wir’s „richtig“ mit unseren Kontakten? Wer wird im richtigen Moment zum Katapult für die eigene Karriere? Maike Dietz weiß mehr…

Der wichtigste Tipp beim Thema Netzwerken lautet: Tun Sie es! Gute Kontakte gehören zu den Karriere entscheidenden Faktoren. Das Geheimnis der Erfolgreichen lautet: Sie netzwerken, ob es ihnen leicht oder schwer fällt. Sie verlassen sich nicht auf ihr Glück, sondern betrachten ihre Kontakte als einen Baustein von vielen, der sie im Job voranbringt.

Während die extrovertierten Typen dabei sogar noch auftanken, weil sie gern mit Menschen zusammen sind, kostet es Introvertierte eher Energie. Ihnen hilft es, sich auf wenige Kontakte zu konzentrieren, diese dafür aber intensiver zu pflegen.

Gelegenheiten erkennen

Der zweite Tipp: Beginnen Sie! Fürs Netzwerken ist es nie zu früh und nie zu spät. In jungen Jahren ergeben sich viele ungezwungene Möglichkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die ähnliche Ziele haben. Studium, Weiterbildung, Management-Seminar, Zusatzqualifikation, Außentermin, Messebesuch … die Möglichkeiten, Mentoren, Förderer und Wegbegleiter kennenzulernen, scheinen unendlich.

Und es stimmt: Bis zum mittleren Management spielt vor allem die Breite der Kontakte eine Rolle. Wichtig sind neben denen, die ähnliche Ziele verfolgen auch Menschen, die beruflich bereits dort angekommen sind, wo Sie selbst noch hinwollen. Sie können Mentoren sein, besitzen Insiderwissen, kennen die notwendigen Schlüsselqualifikationen und geben ihre begehrte Position später an jemanden ab, dem sie diese zutrauen.

Mit Recherche und Kreativität zum Erfolg

Wer hingegen schon viele Sprossen auf der Karriereleiter erklommen hat, für den steht fest, wo es noch hingehen kann. In diese eine Richtung führen immer weniger Wege. Deshalb und aufgrund der immer knapper werdenden zeitlichen Ressourcen schrumpft auch das Netzwerk mit der Zeit. Aber, wie im Privatleben, gilt: Es ist jederzeit möglich, interessante Personen kennenzulernen. Nur braucht es hier und da Strategie und Recherche.

„Engagement und Hartnäckigkeit“

Wer auf der Suche nach guten Kontakten ist, sollte sich zu ihnen gesellen. Welche Veranstaltungen sind ein Muss? Auf welchen Expertenforen oder Kongressen trifft sich die Branche? Wo komme ich mit der Klientel zusammen, die mich in meinen Zielen unterstützen kann? Hierfür gibt es leider kein Patentrezept – Engagement und Hartnäckigkeit sind gefragt. Die Kernfrage beim Netzwerken lautet immer: Was will ich erreichen? Wer diese Frage für sich beantworten kann, weiß auch, wo er Wegbegleiter suchen muss und wie er sie passend ansprechen kann.

Kreativ bleibt im Gedächtnis

Tipp Nummer drei: Geben und Nehmen Sie! Ein Netzwerk muss erst an Stabilität gewinnen. Wer also jemanden kennenlernt, muss zunächst investieren, um später möglicherweise zu profitieren. Anfangs geht es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und in Kontakt zu bleiben. Zugegeben, hier ist Kreativität gefragt. Es gilt herauszufinden, wofür sich der andere begeistern kann. Was macht ihm Freude? Was weckt seine Neugier, seine Aufmerksamkeit, sein Interesse? Das müssen keine beruflichen Themen sein.

Ein Autonarr freut sich beispielsweise, wenn jemand bei einer interessanten Messe an ihn denkt oder sich meldet, um über das neueste Modell zu fachsimpeln. Je kreativer und persönlicher, desto besser. Ziel ist, eine ehrliche Beziehung aufzubauen und das geschieht nicht ohne echte Sympathie.

Wer sich aber ernsthaft für sein Gegenüber interessiert, wird Gelegenheiten finden, einander näher kennenzulernen. Es geht dabei auch um Balance: Also nicht nur Fragen stellen, sondern auch etwas von sich selbst preisgeben. Was habe ich anzubieten? Womit kann ich anderen dienen?

Artikelbild: Halfpoint/ Shutterstock

Der Beitrag Geben, Nehmen, Networking: Womit kann ich dienen? (1/2) erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/06/geben-nehmen-networking-womit-kann-ich-dienen-12/feed/ 0
Persönlichkeit und Diagnostik: Mach‘ den Ego-Test! http://karriere-einsichten.de/2015/06/persoenlichkeit-und-diagnostik-mach-den-ego-test/ http://karriere-einsichten.de/2015/06/persoenlichkeit-und-diagnostik-mach-den-ego-test/#respond Tue, 23 Jun 2015 08:02:25 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7077 Die Frage nach dem eigenen Ich! Da hat die Psychologie mehr zu bieten als Freud, zum Beispiel Persönlichkeit und Diagnostik. Was steckt in dir drin, was kannst du? Teste dich! Fünf Extrempersönlichkeiten und deren Gegensätze wertet Niels Albrecht aus… Heute nimmt die Persönlichkeitsdiagnostik oder differenzielle Psychologie einen großen Raum innerhalb dieser Disziplin ein. Die Wissenschaftler fragen sich nicht

Der Beitrag Persönlichkeit und Diagnostik: Mach‘ den Ego-Test! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die Frage nach dem eigenen Ich! Da hat die Psychologie mehr zu bieten als Freud, zum Beispiel Persönlichkeit und Diagnostik. Was steckt in dir drin, was kannst du? Teste dich! Fünf Extrempersönlichkeiten und deren Gegensätze wertet Niels Albrecht aus…

Heute nimmt die Persönlichkeitsdiagnostik oder differenzielle Psychologie einen großen Raum innerhalb dieser Disziplin ein. Die Wissenschaftler fragen sich nicht mehr nur, wie die Psyche eines Menschen aussieht, sondern wie sich Menschen im Hinblick auf ihre geistigen Fähigkeiten unterscheiden.

In der differenziellen Psychologie steht im Vordergrund, anhand welcher Merkmale sich Menschen unterscheiden. Der deutsch-britische Psychologe Hans Jürgen Eysenck vertrat nach dem Zweiten Weltkrieg die Auffassung, dass es zwei Grunddimensionen der Persönlichkeit gebe.

Eher extro- oder introvertiert?

Zum einen den Neurotizismus, welcher eine instabil-ängstlich-besorgte Persönlichkeit bezeichnet, zum anderen das Gegensatzpaar aus Extraversion – Introversion, welches die Spannbreite von einer stabilen bis zu einer instabilen Persönlichkeit charakterisiert. Später ergänzte Eysenck seine Erkenntnisse um das Merkmal des Psychotizismus, welches aggressive, gefühlskalte, aber auch impulsive und kreative Persönlichkeiten bezeichnet.

In der Weiterentwicklung dieses Forschungsansatzes führte der US-amerikanische Psychologe Lewis Goldberg 1981 den Begriff der Big Five (auch Fünf-Faktoren-Modell genannt) ein um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich um allgemeingültige Dimensionen der Persönlichkeit handelt. Erst 1987 konnten die amerikanischen Forscher Paul Costa Jr. und Robert McCrae nachweisen, dass es unabhängig von den statistischen Methoden und Testverfahren fünf robuste Faktoren als Dimensionen der Persönlichkeit gibt, die durch bipolare Fragebögen anhand von Adjektivlisten identifiziert werden können.

„GIVE ME Five“

Heute gelten die Big Five als das internationale und universelle Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung. Doch nicht nur dort sind sie nützlich. Besonders für das Erkennen des eigenen Profils, der eigenen authentischen Persönlichkeit, ist dieses Modell sehr gut geeignet. Lassen Sie uns also einen Blick darauf werfen, wie Sie mit diesem wertvollen Instrument Ihre einzelnen Persönlichkeitsmerkmale in den fünf Dimensionen herausarbeiten können.

Die Big Five sind jeweils aus gegensätzlichen Einzelmerkmalen zusammengesetzt, welche die Persönlichkeiten eines Menschen am besten charakterisieren. Die gegensätzlichen Pole stellen die Extrempersönlichkeiten dar. Wie Schwarz und Weiß. Üblicherweise haben wir mehr oder weniger von allem etwas. Eine vielfältige Melange unterschiedlicher Stärken und Schwächen.

Big 5 – die Dimensionen unserer Persönlichkeit

Die ›Großen fünf Dimensionen der Persönlichkeit‹ setzen sich nach dem Begriff OCEAN zusammen:

  1. Openness to experience (Offenheit für Erfahrungen)
  2. Conscientiousness (Gewissenhaftigkeit)
  3. Extraversion (Soziale Interaktivität)
  4. Agreeableness (Verträglichkeit)
  5. Neuroticism (Emotionale Labilität)

Die fünf Persönlichkeitsfaktoren sind je zur Hälfte der genetischen Anlage und den Umwelteinflüssen zuzuschreiben. Jedes Individuum hat die Möglichkeit, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten und gewünschte Korrekturen vorzunehmen. Somit können Sie Ihre Schwächen durch bewusste Verhaltensänderungen reduzieren und die Ihnen wichtigen Stärken deutlicher herausarbeiten. Durch die Big-Five-Selbstanalyse können Sie Ihren Markenprozess positiv beeinflussen.

Am Anfang sollten Sie eine Selbsteinschätzung nach den fünf Persönlichkeitsmerkmalen durchführen. Zusätzlich empfehle ich Ihnen, eine Fremdeinschätzung durch Freunde, Bekannte oder Kollegen vornehmen zu lassen. Bevor Sie die Selbsteinschätzung beginnen, sollten Sie die Seiten der bipolaren Skalen kopieren oder sie von meiner Homepage herunterladen und ein oder zwei Personen geben, die Sie bewerten.

Wenn Sie die Ergebnisse übereinanderlegen, erhalten Sie eine Selbst- und Fremdeinschätzung zu den fünf Dimensionen Ihrer Persönlichkeit. Die Validität der Big Five wird so deutlich erhöht.

Aufgabe: Bitte machen Sie in den folgenden Tabellen jeweils an der Stelle ein Kreuz in der bipolaren Skala von 1 bis 7, welches die Verhaltensausprägungen Ihrer Persönlichkeit am besten wiedergibt. Seien Sie hierbei bitte möglichst aufrichtig und beschreiben Sie sich nicht so, wie Sie gerne wären, sondern wie sie sind. Machen Sie sich nicht größer als Sie sind, aber auch nicht kleiner. Versuchen Sie auch, Rückmeldungen von anderen Menschen über Sie einzubeziehen.

Die fünf Persönlichkeitsfaktoren
BIG FIVE
konservativ
beharrlich
unbeweglich
traditionell
Offenheit für Erfahrungen
(Openness to experience)
offen
kreativ
beweglich
neugierig
Fantasie
im Hier und Jetzt 1 2 3 4 5 6 7 visionär
Ästhetik
wenig Interesse an Kunst, Musik oder Poesie 1 2 3 4 5 6 7 großes Interesse an Kunst, Musik oder Poesie
Emotionalität
Gefühle werden ignoriert 1 2 3 4 5 6 7 Gefühle werden intensiv erlebt
Veränderungsbereitschaft
am Vertrauten
festhalten
1 2 3 4 5 6 7 Veränderungen
angehen
Intellektualität
eher pragmatisch 1 2 3 4 5 6 7 eher intellektuell
Liberalismus
verteidigen von
traditionellen Werten
1 2 3 4 5 6 7 offen für neue Werte
BIG FIVE
nachlässiglocker

reizoffen

Gewissenhaftigkeit(Conscientiousness) sichereffektiv

fokussiert

Kompetenz
irritierbar 1 2 3 4 5 6 7 selbstüberzeugt
Ordnung
unorganisiert 1 2 3 4 5 6 7 organisiert
Pflichtbewusstsein
flüchtig 1 2 3 4 5 6 7 gewissenhaft
Leistungsstreben
gleichgültig 1 2 3 4 5 6 7 ehrgeizig
Selbstdisziplin
zerstreut 1 2 3 4 5 6 7 konzentriert
Sorgfalt
planlos 1 2 3 4 5 6 7 planvoll
BIG FIVE
introvertiert Soziale Interaktivität(Extraversion) extravertiert
Freundlichkeit
formell 1 2 3 4 5 6 7 herzlich
Geselligkeit
zurückgezogen 1 2 3 4 5 6 7 gesellig
Durchsetzungsfähigkeit
zurückhaltend 1 2 3 4 5 6 7 bestimmt
Aktivität
wenig Aktivität 1 2 3 4 5 6 7 hohe Aktivität
Abenteuerlust
geringer Bedarf an Aufregung 1 2 3 4 5 6 7 hoher Bedarf an Aufregung
Heiterkeit
nüchtern 1 2 3 4 5 6 7 fröhlich
BIG FIVE
kompetitiv Verträglichkeit(Agreeableness) kooperativ
Vertrauen
vorsichtig gegenüber anderen 1 2 3 4 5 6 7 vertrauensvoll gegenüber anderen
Moral
hält sich bedeckt 1 2 3 4 5 6 7 aufrichtig und geradeheraus
Durchsetzungsfähigkeit
zurückhaltend 1 2 3 4 5 6 7 bestimmt
Altruismus
egozentrisch auf die eigenen Ziele fokussiert 1 2 3 4 5 6 7 altruistisch um das Wohl anderer bemüht
Bescheidenheit
anspruchsvoll 1 2 3 4 5 6 7 bescheiden
Mitgefühl
zurückhaltend 1 2 3 4 5 6 7 teilnehmend
BIG FIVE
sensibel Emotionale Labilität(Neuroticism) belastbar
Besorgtheit
ängstlich 1 2 3 4 5 6 7 besorgt
Erregbarkeit
reizbar 1 2 3 4 5 6 7 gelassen
Pessimismus
pessimistisch 1 2 3 4 5 6 7 optimistisch
Befangenheit
gehemmt 1 2 3 4 5 6 7 ungezwungen
Impulsivität
ungezügelt 1 2 3 4 5 6 7 kontrolliert
Vulnerabilität
verletzlich 1 2 3 4 5 6 7 stressresistent

Auswertung der Fragebögen

Offenheit für Erfahrungen (Openness to experience)

Hoher Wert: Sie sind tolerant und neugierig, bereit, neue Dinge auszuprobieren und vielseitig interessiert. Ihre Vorliebe für Kultur aus Kunst, Musik, Theater und Literatur ist stärker ausgeprägt.

Niedriger Wert: Sie neigen eher zu einer konservativen Einstellung mit traditionellen Werten. Sie möchten Bekanntes und Vertrautes bewahren. Radikalen Veränderungen stehen Sie skeptisch gegenüber. Ihre emotionalen Reaktionen nehmen Sie eher als gedämpft wahr. Ihr Interesse an Kultur ist unterrepräsentiert.

Berufswelt: Personen mit hohen Offenheitswerten finden sich oftmals in künstlerischen und forschungsorientierten Berufen.

Gewissenhaftigkeit (Conscientiousness)

  • Hoher Wert: Sie zeichnen sich meist durch Pflichtbewusstsein und Ordnungsliebe aus und gehen systematisch an Aufgaben heran. Somit ist dieser Faktor ein wichtiger Indikator für die Vorhersage von beruflicher Leistung, Zielstrebigkeit und Selbstkontrolle.
  • Niedriger Wert: Sie handeln oftmals spontan, ungenau und ohne einen Plan.
  • Berufswelt: Personen mit hohen Gewissenhaftigkeitswerten finden sich meist in einem beruflichen Umfeld wieder, in dem planvolles und sehr genaues Arbeiten erwartet wird. Zum Beispiel in hoheitlichen Einrichtungen wie Gerichten, Botschaften oder Behörden.

Soziale Interaktivität (Extraversion)

  • Hoher Wert: Sie sind allgemein nach außen orientiert. Das heißt, gesprächig, gesellig und personenorientiert. Ihre Aktivität im zwischenmenschlichen Verhalten ist sehr stark ausgeprägt.
  • Niedriger Wert: Sie sind durch Nachdenklichkeit und eine in sich gekehrte Haltung gekennzeichnet. Sie sind gerne allein und unabhängig.
  • Berufswelt: Personen mit hohen Extraversionswerten sind oftmals in sogenannten Kontaktberufen, wie zum Beispiel im Verkauf, in der Politik oder im Management, beschäftigt. Zahlreiche Untersuchungen haben belegt, dass erfolgreiche Führungskräfte, Manager oder Politiker häufig eher extravertierte Persönlichkeiten sind. Im Gegensatz dazu finden wir auch besonders erfolgreiche Unternehmensgründer, die starke introvertierte Merkmale aufzeigen, wie zum Beispiel Steven Spielberg oder Bill Gates.

Verträglichkeit (Agreeableness)

  • Hoher Wert: Ihr zentrales Merkmal ist der Altruismus. Sie sind in Ihrem sozialen Umfeld meistens sehr beliebt, da Sie Verständnis und Mitgefühl einbringen und sich um andere Menschen bemühen. In Auswahlgesprächen oder bei Assessment-Center-Prozessen werden Kandidaten mit dieser Dimension häufig bevorzugt. Eine Person, die im Altruismus aufgeht, verliert langfristig die Fähigkeit, für eigene Belange zu kämpfen.
  • Niedriger Wert: Bei Ihnen stehen egozentrische und misstrauische Werte im Vordergrund. Sie suchen öfter den Wettstreit als die Kooperation. Die jeweilige Ausprägung der Verträglichkeit ist somit entscheidend. Eine Person mit einer hohen Ausprägung zum Wettstreit könnte langfristig eine unsoziale Norm annehmen.
  • Berufswelt: Personen mit hohen Verträglichkeitswerten sind häufig im Dienstleistungssektor, wie zum Beispiel im Hotel- und Gastronomiegewerbe oder in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, anzutreffen.

Emotionale Labilität (Neuroticism)

  • Hoher Wert: Sie neigen zu Nervosität, Unsicherheit, Angst, Anspannung und Trauer. Sie grübeln viel, zweifeln an sich und können nur sehr schwer mit Stress-Situationen umgehen und angemessen auf solche reagieren. Burn-out-Syndrome oder sogar depressive Erkrankungen können die langfristigen Folgen aus einem hohen Neurotizismuswert (emotionale Labilität) sein.
  • Niedriger Wert: Der niedrige Wert in diesem Bereich steht für emotionale Stabilität. Diese drückt sich durch Selbstsicherheit, Zufriedenheit und eine ausgeprägte Ich-Stärke aus. Sie erleben seltener negative Gefühle.
  • Berufswelt: Personen mit einer hohen emotionalen Stabilität, dem Gegenpol zum Neurotizismus, finden sich zum Beispiel in Berufen wie Polizisten, Piloten oder Ärzten.

Big Five: „Geheimnis von Mr. and Mrs. Right“

Was ist dein EGO? Buch mit einigen Ideen, die unsere Persönlichkeit ausmachen...
Was ist dein EGO? Buch kaufen – mit einigen Ideen, die unsere Persönlichkeit ausmachen…

Wenn Sie sich nun ein wenig zurücklehnen und über Ihr Ergebnis reflektieren, dann sollten Sie schon eine recht klare Vorstellung davon bekommen, was Sie als Menschen auszeichnet.

Im Berufs- wie im Privatleben wünschen wir uns Mitmenschen, Kollegen, Freunde oder den idealen Partner, welche besonders hohe Werte in den Big-Five-Dimensionen aufweisen. Der gefestigte, umgängliche, warmherzige, zuverlässige und offene Mensch ist gefragt und gesucht. So sieht der ideale Mensch für uns aus. Das Geheimnis von Mr. and Mrs. Right ist somit gelöst: Superstarke Big Five soll er oder sie mitbringen.

Doch so einfach ist die Welt nicht. Wir alle sind nicht perfekt. Wir haben unsere Stärken und unsere Schwächen. Kein Persönlichkeitsprofil ist von sich aus besser oder schlechter. Vielmehr hat jeder von uns seine ganz persönlichen Ausprägungen:

Wir sollten unsere eigene Big-Five-Skala kennen, annehmen und in unsere Stärken investieren. Wir müssen aufhören, uns ständig verändern zu wollen. Hören Sie auf, der Werbe- und Medienindustrie hinterherzulaufen. Wir sollen immer schöner, jünger, dynamischer und erfolgreicher werden, wenn wir die Massenprodukte kaufen. Uniformität schafft für Sie keinen Wert.

In jeder Veränderungsbotschaft aus der Werbe- und Medienwelt steckt auch immer der indirekte Vorwurf, dass man noch nicht perfekt ist und keine vollkommene Persönlichkeit. Folgen Sie nicht den falschen Botschaften.

Der wahre Nutzen der differenziellen Psychologie und damit auch der Big Five liegt nicht darin, Vorgaben für den perfekten Menschen zu schaffen, sondern uns ein genaueres Bild über uns selbst zu geben. Das ist der Inhalt der Dove-Werbung. Darum kann dieser Clip eine solche Tiefe bei uns entfalten. Denn nur wenn wir unsere Stärken und Schwächen anerkennen – nur wenn wir unsere Person annehmen können – erst dann können wir uns viel besser mit unserer ganzen Persönlichkeit für uns, unseren Partner und die Gesellschaft einbringen. Und zwar ohne uns gleich verändern zu müssen.

»Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen, allerdings entscheidenden Fehler: Sie sind uninteressant.«Zsa Zsa Gabor (*1917), US-Schauspielerin

Leugnen Sie nicht schwach ausgeprägte Persönlichkeitsmerkmale. Diese sind kein Makel im Sinne von gut oder schlecht. Wenn ein Merkmal bei Ihnen schwächer als bei anderen ausgeprägt ist, dann sind sie lediglich anders. Arbeiten Sie mit dieser Erkenntnis Ihr Profil stärker heraus. Werden Sie durch Ihre noch zu entwickelnde Marke zur unverwechselbaren Markenpersönlichkeit. Werden Sie für andere Menschen erlebbar!

Fazit

Mithilfe des Erkundens von Philosophie, Psychoanalyse und differenzieller Psychologie auf den vergangenen Seiten konnten Sie neue Zugänge und ein neues Verständnis zu den Fragen ›Wer bin ich eigentlich?‹ und ›Was zeichnet mich aus?‹ erschließen. Ich hoffe, dass mit den neuen Erkenntnissen ein Prozess des Denkens bei Ihnen eingesetzt hat und Sie ein besseres Bild Ihrer Person bekommen haben.

Es können sich bereits erste Konturen davon abzeichnen, wo Sie für sich Schwerpunkte setzen möchten. Wenn das so ist, dann beginnen Sie bereits innerlich erste Entscheidungen darüber zu treffen, wie und womit Sie eine größere Wirkung in der Zukunft erzielen möchten. Sie beginnen bereits Ihre Markenpersönlichkeit im Kopf zu formen. Dabei ist eine Sache wichtig:

Eine starke Persönlichkeitsmarke zu werden, bedeutet nicht, wie in der Werbung, dass Sie eine andere Person werden müssen. Zu jedem Zeitpunkt des Aufbaus Ihrer Marke haben Sie zwei grundsätzliche Optionen. Sie haben immer die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln – oder nicht. Ein bisschen Markenpersönlichkeit zu sein, ist ebenso unmöglich, wie ein bisschen schwanger zu sein. Beides geht nicht.

Linktipp

Immer mehr Frauen wehren sich gegen das Schönheitsdiktat der Werbe- und Modeindustrie. Die Marke Dove mit ihren Pflegeprodukten hat die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und von ihren Kundinnen gelernt. Die Dove-Werbung stellt die Schönheit der normalen Frau in den Mittelpunkt. Die Supermodels haben bei dieser Marke ausgedient. Und genau dieses Konzept kommt an.

Der Werbeclip ›Real Beauty Sketches‹ von Dove setzt sich genau mit diesem Spannungsfeld der modernen und emanzipierten Frau mit überliefertem Schönheitsdiktat auseinander. Mich ergreift dieser Film immer wieder. Aber, schauen Sie selbst auf YouTube.

Autor

Dr. Niels Albrecht ist Experte für PR- & Marketing-Management. Sein Schwerpunkt ist die Positionierung von Politikern, Managern und Personen des öffentlichen Lebens. Er beschreibt sich als „der EGO-Macher“.

Artikelbild: Tests: Maridav/ Shutterstock

Der Beitrag Persönlichkeit und Diagnostik: Mach‘ den Ego-Test! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/06/persoenlichkeit-und-diagnostik-mach-den-ego-test/feed/ 0
Persönlichkeitstests: Schau‘ mir doch in die Augen, Baby! http://karriere-einsichten.de/2015/06/persoenlichkeit-testen/ http://karriere-einsichten.de/2015/06/persoenlichkeit-testen/#respond Mon, 01 Jun 2015 11:00:55 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7264 Die Persönlichkeit ist unerforschlich, befand bereits Goethe. Und doch gibt es hunderte Persönlichkeitstests, die das Gegenteil beweisen, beweisen wollen. Eins ist mal klar: Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen. Von Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader… Den meisten Menschen fallen bei dem Wort Persönlichkeitstest sicherlich zuerst

Der Beitrag Persönlichkeitstests: Schau‘ mir doch in die Augen, Baby! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die Persönlichkeit ist unerforschlich, befand bereits Goethe. Und doch gibt es hunderte Persönlichkeitstests, die das Gegenteil beweisen, beweisen wollen. Eins ist mal klar: Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen. Von Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader…

Den meisten Menschen fallen bei dem Wort Persönlichkeitstest sicherlich zuerst Bewerbungssituationen oder der sogenannte „Idiotentest“ nach einem Führerscheinentzug ein. Dabei sind Ausleseverfahren, mit denen der Charakter einer Testperson geprüft werden soll, nicht erst in unserer Zeit entwickelt worden.

Will man die Ursprünge des Testphänomens ergründen, muss man bis ins biblische Zeitalter zurückblicken; um aus den Bewerbern für einen Platz im Heer Gideons im Krieg gegen die Midianiter die geeigneten Soldaten auszuwählen, sollte Gideon seine Mannen an einen Fluss zum Trinken führen. „Wer mit seiner Zunge Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle besonders …“, sprach Gott (Richter 7,5). Von ursprünglich 10 000 schlürften lediglich 300 Bewerber ihr Wasser „hundegleich“ und wurden für den Heeresdienst ausgewählt.

Ihren großen Einsatz in neuerer Zeit erfuhren Intelligenz- und Persönlichkeitstests im Ersten Weltkrieg, als gewaltige Kontingente an Rekruten gemustert und je nach Begabung auf die verschiedenen Heeresgattungen verteilt werden mussten. Besonders für die Auswahl von Offizieren entwarf die sogenannte „Heerespsychologie“ psychologische Testverfahren, die dann während des Zweiten Weltkrieges verstärkt eingesetzt wurden. Die meisten Testansätze stammen aus dieser Zeit.

Auswahltests haben Hochkonjunktur

Auch wenn die Ursprünge längst in Vergessenheit geraten sind, Auswahltests haben Hochkonjunktur. Ständig weiter verfeinert, sollen sie den Wünschen von Personalabteilungen in Firmen und Institutionen sowie den Forderungen aus dem militärischen oder psychiatrischen Bereich auf optimale Weise Rechnung tragen.

Persönlichkeit lässt sich jedoch nicht normativ erfassen. Da sich der Charakter aufgrund seiner Komplexität einer genauen Einordnung entzieht, ist man dazu übergegangen, einzelne Komponenten der Psyche zu isolieren und separat zu betrachten. Dadurch geht jedoch der Blick auf das verloren, was eigentlich ergründet werden sollte: der Mensch in seiner Gesamtheit (individuus, lat.: unteilbar).

„Mensch als Ganzes wahrnehmen“

So meint der amerikanische Psychologe G. W. Allport in diesem Zusammenhang, dass sich viele Forscher eher für eine exakte Versuchsordnung interessieren würden, als dafür, dem Gegenstand ihrer Untersuchung gerecht zu werden – entsprechend kümmerlich seien die Ergebnisse.

Die Tatsache, dass das menschliche Verhalten stark von kulturellen Faktoren abhängt, wird in den meisten Persönlichkeitstests nicht berücksichtigt. Die Testautoren orientieren sich zumeist einseitig an den Vorgaben der westlichen Industrienationen und lassen persönliche Eigenheiten sowie kulturelle bzw. ethnische Besonderheiten unberücksichtigt.

Es gibt viele Kritikpunkte an Persönlichkeitstests (wir werden darauf noch zurückkommen). Man findet gute Gründe, sie ganz abzulehnen. Hat man sich jedoch einmal entschlossen, an derartigen Testverfahren teilzunehmen, oder ist aufgrund der beruflichen Position dazu gezwungen, sollte man wissen, auf was man sich einlässt und worauf es wirklich dabei ankommt. Mit diesem Buch wollen wir Ihnen dabei behilflich sein.

Warum Persönlichkeitstests?

„Mit was für einem Menschen habe ich es zu tun?“, lautet die wohl wichtigste Frage, die sich ein Arbeitsplatzanbieter stellt. Und es ist in der Tat ein legitimes Anliegen eines jeden Arbeitgebers, festzustellen, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin auch von der Persönlichkeit her auf den angebotenen Arbeitsplatz und insbesondere ins vorhandene Team passt.

Ebenso lässt sich leicht nachvollziehen, wie schwierig es angesichts einer großen Bewerberzahl oftmals ist, sich mit jedem Kandidaten in einem Vorstellungsgespräch einzeln intensiver zu beschäftigen. Also ist es naheliegend, die Masse der Bewerber zu kategorisieren, um einen ersten Überblick zu erhalten und so vermeintlich die Spreu vom Weizen trennen zu können.

In diesem ersten Ausleseverfahren sollen die Charaktereigenschaften, die Wesenszüge, insgesamt also die Persönlichkeitsstruktur des Bewerbers ergründet werden. Gegenstand der Nachforschungen sind nicht die Eignung oder die Intelligenz, nicht primär die Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, sondern vielmehr die Persönlichkeitsmerkmale, das heißt der Charakter des Bewerbers.

Frage des Fits: „passt“ er/sie zu uns?

Im Mittelpunkt steht die Frage: Passt dieser Bewerber zu uns, fügt er sich möglichst reibungslos in das vorhandene Team ein? Ist er ein einsatzbereiter, leicht zu „handhabender“, gut „funktionierender“ potenzieller Mitarbeiter? Um diese Fragen zu beantworten, konzipierten Psychologen mehr oder weniger geeignete Persönlichkeitstests.

Dabei sind die unterschiedlichsten und zum Teil dubiosesten Verfahren entwickelt worden, mit denen vorgefertigte Raster über die Arbeitssuchenden gelegt werden, um so feststellen zu können – jedenfalls nach Meinung der Testautoren –, wessen Persönlichkeitsstruktur dem Idealklischee vom pflegeleichten, aber hoch motivierten und stark belastbaren Mitarbeiter am nächsten kommt.

Persönlichkeitstests: was können sie, was nicht?
Persönlichkeitstests: was können sie, was nicht? Buch kaufen

Der Einsatz dieser Persönlichkeitstests dient dazu, einen optimalen Einblick in die Psyche und die allgemeinen Verhaltensweisen des Bewerbers zu erhalten, insbesondere aber seine Reaktionen in bestimmten Situationen wie z. B. bei Konflikten oder Stress kennenzulernen.

Ohne Zweifel hat ein Arbeitgeber Anspruch auf eine korrekte Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer, den er dafür entlohnt. Dem „Ausforschungsinteresse“ des Arbeitgebers bei der Bewerberauswahl müssen jedoch Grenzen gesetzt werden.

Unserer Meinung nach stellt der absolute Anspruch des Arbeitgebers, genau wissen zu wollen, welche Persönlichkeitsstruktur und welches Seelenleben ein Arbeitsplatzbewerber oder ein Mitarbeiter besitzt, eine rechtswidrige Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses und eine grobe Verletzung von grundlegenden Persönlichkeitsrechten dar. Es ist in jedem Fall fragwürdig, Bewerber nur nach vorgefertigten Mustern zu kategorisieren, wie dies in sehr vielen Tests erfolgt, erst recht ihnen Fragen nach verborgenen Ängsten oder nach dem Sexualleben zu stellen.

Und bedenken Sie stets: Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen.

Artikelbild: vectorfairy/ Shutterstock

Der Beitrag Persönlichkeitstests: Schau‘ mir doch in die Augen, Baby! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/06/persoenlichkeit-testen/feed/ 0
Karriere-Kommunikation: Wenn Manager scheitern http://karriere-einsichten.de/2015/05/karriere-kommunikation-wenn-manager-scheitern/ http://karriere-einsichten.de/2015/05/karriere-kommunikation-wenn-manager-scheitern/#respond Sat, 23 May 2015 19:45:53 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7073 Sie polarisieren und lenken, manche erfolgreich, andere scheitern: Top-Manager. Wer von ihnen erreicht(e) seine Ziele erreicht, wer nicht? Und vor allem: Was hat der eine richtig und der andere falsch gemacht? Von Carsten Knop… Steht ein Mensch nicht am Ende seiner Karriere, sondern steigt neu in die Rolle des Vorstandsvorsitzenden ein, hat er meist keine

Der Beitrag Karriere-Kommunikation: Wenn Manager scheitern erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Sie polarisieren und lenken, manche erfolgreich, andere scheitern: Top-Manager. Wer von ihnen erreicht(e) seine Ziele erreicht, wer nicht? Und vor allem: Was hat der eine richtig und der andere falsch gemacht? Von Carsten Knop…

Steht ein Mensch nicht am Ende seiner Karriere, sondern steigt neu in die Rolle des Vorstandsvorsitzenden ein, hat er meist keine Zeit mehr, langsam in seine neue Aufgabe hineinzuwachsen. Ein guter Kommunikationschef kann manches drehen, aber der Vorstandsvorsitzende, die Strategie und die Kommunikation eines Unternehmens müssen in jeder Hinsicht zusammenpassen – auch dauerhaft.

Die Frage, wie sich ein Vorstandsvorsitzender und sein Umfeld auf diese Herausforderung am besten einstellen können, versucht zum Beispiel das Buch „Der CEO-Navigator“ zu beantworten. Der Autor Jan Hiesserich, Mitarbeiter der in Deutschland recht erfolgreichen strategischen Kommunikationsberatung Hering Schuppener, versucht darin, möglichst klare Handlungsanweisungen zu geben, die wie so häufig bei Ratgeberbüchern zunächst nach gesundem Menschenverstand klingen – in der Praxis aber alles andere als trivial sind.

Denn wie vielen Vorstandsvorsitzenden ist schon in letzter Konsequenz klar, dass sie sich auch in der Funktion eines Kommunikators definieren müssen und diese Rolle mit der Strategie ihres Unternehmens abzugleichen haben?

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans…“

Die Alternativen sind frühes Scheitern oder höherer Unternehmenserfolg und damit verbunden eine bessere Gesamtkapital- und Aktienrendite. Letzteres gelingt aber nur, wenn die Strategie zum Vorstandsvorsitzenden passt und dieser die Strategie auch schlüssig gegenüber allen Stakeholdern kommunizieren kann. Wenn sich der Vorstandschef aber zum Beispiel in der Rolle eines Weltbankers oder auch eines technikverliebten Ingenieurs gefällt, tatsächlich jedoch ein Sanierer gefordert ist, wird die Situation sowohl für das Unternehmen als auch für den Chef misslich.

Bei Hiesserich wie bei Scharmer wird also klar, dass der Vorstandsvorsitzende in der heutigen Zeit gewiss mehr als je zuvor vor allem die gesellschaftspolitischen Konsequenzen des Handelns des von ihm zu führenden Unternehmens im Auge behalten muss, und zwar unabhängig davon, ob er als Retter, Innovator oder Bewahrer geholt worden ist. Hinzu kommt, dass auch der Kapitalmarkt enorme Ansprüche an den Vorstandsvorsitzenden und seine Kommunikation entwickelt.

CEO-Gesichter in den Medien

Die öffentliche Wahrnehmung des Betreffenden hat unmittelbaren Einfluss auf die Bewertung des Unternehmens: Investitionsentscheidungen werden massiv durch das Bild beeinflusst, das Investoren von dem jeweiligen Vorstandschef haben. Sein Profil in den Medien ist von entscheidender Bedeutung. Es muss ihm gelingen, durch zielgruppengerechte Kommunikation Widerstände abzubauen, Handlungsspielräume zu eröffnen, die Stakeholder in ihren Interessen wahr und ernst zu nehmen.

Geprägt von solchen Gedanken ist auch das Buch entstanden, das Sie gerade lesen. Der Vergleich über die zwei Jahrzehnte hinweg ist reizvoll:

  • Wer hat seine Ziele erreicht?
  • Wer ist gescheitert?
  • Gibt es Verhaltensmuster, aus denen andere lernen können?
  • Und was sollen die Mitarbeiter davon halten…
  • Woran kann man erkennen, ob ein Chef seine Sache gut macht?

Schließlich stellt sich die Frage, ob unsere Welt überhaupt neue Manager braucht. Die Antwort ist einerseits: ja – und das nicht nur deshalb, weil die deutschen Vorstandsvorsitzenden im Durchschnitt nach knapp sieben Jahren ohnehin aus ihren Ämtern ausscheiden. Die Antwort ist andererseits aber auch: nein.

Denn die neuen Manager, die da kommen, könnten und sollten von den alten eine Menge lernen. Doch drängt sich der Verdacht auf, dass die Atemlosigkeit des Wirtschaftslebens, die nicht zuletzt von ihrer durchdringenden Digitalisierung befördert wird, genau diese Zeit zur Reflexion raubt.

„…nicht den richtigen Ton getroffen“

Kämpfen wir dagegen an und begeben uns auf eine Reise durch die Führungsetagen unserer Wirtschaft, die bei den renommierten Beratern der Boston Consulting Group (BCG) beginnt: „Vor dem Ausbruch der Finanzkrise gab es Fälle, da muss man eingestehen, dass die Wirtschaft teils übertrieben selbstbewusst aufgetreten ist. Einige Manager haben damals gegenüber der Gesellschaft nicht den richtigen Ton getroffen.“

„Ist das ein arroganter Typ…“

Das sagt in diesem Fall kein Aktivist von der Occupy-Bewegung oder von den Globalisierungsgegnern von Attac. Die deutlichen Worte findet Carsten Kratz, der Deutschland-Chef der Unternehmensberatung BCG. Und die BCG ist in der Branche nicht irgendwer. Man sieht sich selbst, gemeinsam mit McKinsey, am oberen Ende des Marktes, im Premium-Segment sozusagen. Durch das in Teilen arrogant wirkende Verhalten sei ein Vakuum entstanden, räumt Kratz im Gespräch in seinem Frankfurter Büro in der Nähe der Alten Oper ein: „Und die Politik hat diese Lücke gefüllt.“

Regulierung über Regulierung

Mehr "Lessons Learned" der Erfolgreichen? Buch kaufen...
Mehr „Lessons Learned“ der Erfolgreichen? Buch kaufen

Das hatte Konsequenzen, denn mit der Arroganz paarte sich Versagen: Viele Branchen werden deshalb inzwischen mit Regulierungen überzogen; die Politik folgt dabei dem gesellschaftlichen Konsens. Und der hat für eine liberale Wirtschaftspolitik derzeit nicht mehr viel übrig. Kratz spürt die Auswirkungen in seinem beruflichen Alltag, also in den Gesprächen mit den Vorstandsvorsitzenden von Unternehmen, die er regelmäßig trifft.

„In 80 Prozent der Gespräche geht es derzeit um Fragen der Regulierung.“ Was ihn zum Zeitpunkt des Gesprächs im November 2013 wurmt, ist, dass die Manager in den Jahren zuvor so viel Vertrauen in der Gesellschaft verspielt haben, dass sie inzwischen auch mit berechtigten Forderungen kein Gehör mehr bekommen oder zu bekommen scheinen.

Pauschalurteile seien hier auch wenig hilfreich. „Es gibt so viele Unternehmen, die sich langfristig jedes Jahr und Schritt für Schritt weiterentwickelt haben. Das spüren dann auch die Mitarbeiter – und schenken ihren Chefs entsprechendes Vertrauen.“ Dass diese Chefs sich dann aber häufig nicht trauten, unbequeme Wahrheiten auch einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen, sei bedauerlich.

Hier müssten nicht zuletzt auch gut geführte Familienunternehmen eine Vorreiterrolle übernehmen. „Wenn sich die Wirtschaft nicht stärker engagiert, dann kommt sie aus der Regulierungsfalle nicht heraus“, sagt Kratz. Noch sei es dazu nicht zu spät. „Wir haben Kraft – und unser Schicksal noch in der eigenen Hand.“ Doch haben das inzwischen mehr Führungskräfte begriffen? Man hat Zweifel. Dabei ist der Druck, etwas verändern zu müssen, riesengroß.

Der Autor

Carsten Knop wurde am 10. Februar 1969 in Dortmund geboren. Dem Studium folgte 1993 das Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach drei Jahren Berichterstattung über die Unternehmen an Rhein und Ruhr ist er im Mai 1999 als Wirtschaftskorrespondent nach New York gezogen. Im April 2001 Umzug nach San Francisco, um die Wirtschaft an der Westküste der Vereinigten Staaten und besonders das Geschehen im „Silicon Valley“ zu beobachten.

Im Frühjahr 2003 Rückkehr in die Frankfurter Zentrale. Dort bis Ende 2006 zuständig für die Branchen Pharma/Biotechnologie, die Informationstechnologie und die Seite „Menschen und Wirtschaft“, danach für die Seite „Die Lounge“. Seit Anfang 2007 verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung, seit Herbst 2014 auch für die Wirtschaftsberichterstattung.

Artikelbild: Syda Productions/ Shutterstock

Der Beitrag Karriere-Kommunikation: Wenn Manager scheitern erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/05/karriere-kommunikation-wenn-manager-scheitern/feed/ 0
Karrierebeschleuniger LinkedIn: Virtuelles Branding, reales Business http://karriere-einsichten.de/2015/05/karrierebeschleuniger-linkedin-virtuelles-branding-reales-business/ http://karriere-einsichten.de/2015/05/karrierebeschleuniger-linkedin-virtuelles-branding-reales-business/#respond Fri, 22 May 2015 08:20:22 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7056 Bist du bereit’s drin im Karriere-Netzwerk LinkedIn oder schon wieder draußen? Der Boom von Smartphones und mobilem, immer erreichbaren Internet – da waren soziale Netzwerke mehr als eine logische Konsequenz. Frage bleibt nur, wie diese nutzen – z.B. als Karrierebeschleuniger? Michael Rajiv über Employee-Branding. Ein Auszug… Social Media (auch LinkedIn) gibt Neuem die Möglichkeit, real zu werden. Diese

Der Beitrag Karrierebeschleuniger LinkedIn: Virtuelles Branding, reales Business erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Bist du bereit’s drin im Karriere-Netzwerk LinkedIn oder schon wieder draußen? Der Boom von Smartphones und mobilem, immer erreichbaren Internet – da waren soziale Netzwerke mehr als eine logische Konsequenz. Frage bleibt nur, wie diese nutzen – z.B. als Karrierebeschleuniger? Michael Rajiv über Employee-Branding. Ein Auszug…

Social Media (auch LinkedIn) gibt Neuem die Möglichkeit, real zu werden. Diese für mich und meine Arbeit essenzielle Erfahrung gebe ich gern in einem kurzen Satz wieder: „Die ganze Kunst des Social Networkings besteht darin, virtuellen Werkzeugen die Kraft realen Lebens einzuhauchen.“

Die Frage vor jedem Buchkauf. „Karrierebeschleunigung mit LinkedIn“ ist anders als Isabella Maders und mein „XING und LinkedIn“-Erstlingswerk, welches für kleinere und mittlere Unternehmer und Unternehmen geschrieben wurde, für Personen, insbesondere Arbeitnehmer, gedacht.

Employee-Branding…

Sie halten ein „Employee-Branding“-Buch in der Hand, welches Sie in den notwendigen Schritten zur Bildung Ihrer „Personenmarke“ für Ihre Karriere unterstützt. Es ist dennoch auch für freiberuflich Tätige erfolgversprechend.

„Rush Hour – digital und analog“

Was ich Ihnen noch versprechen kann, ist dass Sie trotz vermutet trockener Materie von do-it-yourself bis zum Ende des Buches von meinen Worten so geführt werden, dass Sie mindestens sagen werden: „Ja, das war angenehm zu lesen.“

Stimmen zu meinem Buch Twitter für Einsteiger aus dieser Reihe:

LinkedIn, ein Karrierebeschleuniger? Buch kaufen...
LinkedIn, ein Karrierebeschleuniger? Buch kaufen

Ich habe das Buch an einem Abend verschlungen, weil es unheimlich interessant geschrieben ist und sehr hilfreiche Tipps bietet. Laut Mark Twain ist der Unterschied zwischen einem richtigen und einem fast richtigen Wort dem zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitzeinschlag vergleichbar.

Dieses Buch ist der Blitzeinschlag. Liest sich manchmal wie ein Kochbuch und deswegen ganz besonders für Einsteiger geeignet. Für ein schnelles Medium ein schnell verständliches Buch. Das Buch zu lesen ist eine Freude.

… für Freiberufler und Young Professionals

Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, dann dürfte das Buch passen:

  1. Sie sind Student, Young Professional, Arbeitnehmer, Freiberufler und suchen Alternativen zu klassischen Onlinejobportalen.
  2. Sie möchten wissen, wie Sie langfristig durch direkte Kontakte ohne Umwege an die beruflichen Positionen kommen, die Sie sich wünschen.
  3. Sie sind XING-Mitglied und möchten sich im weit stärker wachsenden LinkedIn-Netzwerk positionieren und suchen Anhaltspunkte dafür.
  4. Sie sind auf Großunternehmen mit internationalem Umfeld ausgerichtet oder sehen es als Chance für sich, dass LinkedIn derzeit in D-A-CH noch 40 % kleiner ist als XING.
  5. Sie möchten Ihre Karriere oder Ihr Business-Netzwerk systematisch Schritt für Schritt aufbauen und dazu eine Strategie entwickeln.
  6. Sie sind schon LinkedIn-Mitglied und möchten sich nun endlich mal die Zeit nehmen, ihre Netzwerkaktivitäten so in die Hand zu nehmen, dass sie etwas bringen.
  7. Sie sind daran interessiert, sich mit dem Aufbau Ihrer Personenmarke zu beschäftigen.

Es lassen sich noch viele weitere Grundannahmen treffen, warum das Buch einen Kauf wert ist, doch diese sieben Annahmen sind die wesentlichen Motive, die Sie definitiv mit diesem Buch befriedigen können.

Über mich und Social Media

Bei mir ist es jetzt acht Jahre her, dass ich in das Neuland, wie die deutsche Bundeskanzlerin Merkel den „Raum“ des Internets nennt, eingetaucht bin. Ich hätte mir niemals vorstellen können, wie viel Neues sich für mein berufliches und persönliches Leben daraus entwickeln würde.

Es begann 2005 auf einer Plattform, die man heute gar nicht mehr als Social Media bezeichnen würde. Ich lernte meine Frau in einem anonymen Indien-Forum kennen. Ob Sie es glauben oder nicht:

Wir verliebten uns, ohne ein Bild vom anderen zu haben, durch eine virtuelle „Brieffreundschaft“ und verwendeten bis zu unserem Zusammenleben (ich komme ursprünglich aus Düsseldorf) das soziale Netzwerk XING (ehemals openBC) dazu, unsere Kommunikation über 1.000 Kilometer hinweg aufrechtzuerhalten und ein gemeinsames Netzwerk in meiner neuen Heimat Wien aufzubauen.

Hätte ich mich nicht neugierig und beinahe zufällig für eine bestimmte Antwort meiner Frau interessiert, wäre ich weder Vater (persönlich) noch Social Media Network Coach und Berater (beruflich) geworden. Außerdem würden Sie dieses dritte Buch nicht in den Händen halten können.

Artikelbild: asife/ Shutterstock

Der Beitrag Karrierebeschleuniger LinkedIn: Virtuelles Branding, reales Business erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/05/karrierebeschleuniger-linkedin-virtuelles-branding-reales-business/feed/ 0
Entrepreneurship: Mach‘ deinen eigenen Laden auf! http://karriere-einsichten.de/2015/05/entrepreneurship-mach-deinen-eigenen-laden-auf/ http://karriere-einsichten.de/2015/05/entrepreneurship-mach-deinen-eigenen-laden-auf/#respond Tue, 19 May 2015 10:14:58 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7064 Lieber ins Cafe oder die Kneipe? Liebe geht bekanntlich durch den Magen. So ist’s auch beim Aufmachen des eigenen Ladens und sei es „nur“ ein Blog. Und zwar mit Interviews von Food-Entrepreneuren, die ihre Leidenschaft für gutes Essen und Esskultur zum Beruf gemacht haben. Über Mut und Hartnäckigkeit, der Voraussetzung für Entrepreneurship berichtet Bettina Sturm… Wer will das nicht

Der Beitrag Entrepreneurship: Mach‘ deinen eigenen Laden auf! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Lieber ins Cafe oder die Kneipe? Liebe geht bekanntlich durch den Magen. So ist’s auch beim Aufmachen des eigenen Ladens und sei es „nur“ ein Blog. Und zwar mit Interviews von Food-Entrepreneuren, die ihre Leidenschaft für gutes Essen und Esskultur zum Beruf gemacht haben. Über Mut und Hartnäckigkeit, der Voraussetzung für Entrepreneurship berichtet Bettina Sturm…

Wer will das nicht oder hat nicht zumindest mal davon geträumt: Ein Café oder einen Kochbuchladen aufmachen, Hüttenwirt oder Schauspieler werden –  wer in seinem Job unzufrieden ist, träumt häufig von einem kompletten beruflichen Neuanfang. Für viele bleibt der Traum von der zweiten Karriere allerdings ein Traum. Es fehlt die letzte Portion Mut für einen Karrierewechsel.

Doch es gibt eine Branche, in der immer mehr Start-up-Entrepreneure einen Quereinstieg wagen: die Food- und Gastro-Szene. Bettina Sturm, Karrierecoach und Gründerin des neuen Food-Blogs „Respekt Herr Specht!“, ist diesem Phänomen nachgegangen und hat den Weg erfolgreicher Food-Quereinsteiger unter die Lupe genommen.

In den Interviews, die Bettina Sturm für ihr neues Projekt respektherrspecht.de geführt hat, verraten die Food-Unternehmer ihre Rezepte für einen erfolgreichen Karrierewechsel – eine inspirierende Anlaufstelle für Food-Quereinsteiger und solche, die es werden wollen.

Unternehmertum ist (auch) Glaubenssache

Isabella Hener, Besitzerin des Food-Trucks „Die intolerante Isi“, Petra Dahm, Inhaberin des Ladencafés „my fable“ und Melanie Schüle, Betreiberin der Tagesbar „Mels feine Kost“, haben eines gemeinsam: Eine große Portion Mut, der Glaube an sich selbst und ein unglaubliches Durchhaltevermögen.

Die drei Münchnerinnen haben ihren ursprünglichen Beruf aufgegeben, den Schreibtisch gegen Kochschürze und Kochlöffel eingetauscht und sich mit eigenen Food-Unternehmen erfolgreich selbständig gemacht. Auf „Respekt Herr Specht!“ schildern die Food-Quereinsteigerinnen ihren Weg von der ersten Idee über den Magic Moment, der sie zum letzten Schritt bewegt hat, bis zum funktionierenden Geschäftsmodell.

„Respekt, Herr Specht!“

„Als Coach für berufliche Neuorientierung begleite ich täglich Menschen auf dem Weg zu einer neuen Karriere. Leider wagen nur wenige meiner Klienten einen richtig radikalen Neuanfang. Zu groß ist die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser und einer vermeintlich unsicheren Zukunft in einem komplett anderen Beruf“, erklärt Bettina Sturm.

„In meinem Netzwerk hingegen stieß ich immer häufiger auf Menschen, die als Food-Preneur eine zweite Karriere eingeschlagen haben. Als leidenschaftlicher Foodie haben mich diese Beispiele begeistert, den Mut dieser Quereinsteiger fand ich extrem bewundernswert.“

Magic Moments: beste Ideen im Urlaub

Die Kombination aus Food und Business ließ Bettina Sturm nicht mehr los. Ihren persönlichen Magic Moment hatte sie vor gut einem Jahr: „Während eines Urlaubs in Österreich hatte ich endlich einmal Zeit, in Magazinen zu stöbern. Ich blieb immer wieder bei denselben Themen hängen: Interviews und Porträts von Menschen, die eine tolle Idee hatten und den Mut fanden, sie auch umzusetzen. Das fand ich sehr inspirierend.

Irgendwann setzten sich dann die einzelnen Puzzleteile zusammen: Biographien und Lebenslinien, berufliche Neuorientierung und Food – die Themen für die ich brenne. Daraus wurde mein Herzensprojekt ‚Respekt Herr Specht! – Der andere Food-Blog‘. Mit dem Blog möchte ich inspirieren und Mut machen. Ich möchte zeigen, dass der Traum von der Zweitkarriere kein Traum bleiben muss. Die drei bisher veröffentlichten Interviews zeigen eines ganz klar. Es lohnt sich, seiner Leidenschaft zu folgen und hartnäckig zu bleiben.“

3 Tipps von Gründern: „Nicht träumen, loslegen!“

Welche Schritte sind wichtig für den beruflichen Neuanfang? Wie schafft man es, loszulegen? Und vor allem, wie gelingt es, am Ball zu bleiben und nicht auf halber Wegstrecke aufzugeben? Bettina Sturm hat aus ihren Gesprächen mit den Food-Preneuren drei wichtige Gründertipps zusammengetragen:

  • „Geh, wohin Dich Dein Herz trägt.“ Folge Deiner inneren Berufung und nutze Deine Leidenschaft als Treiber für berufliches Glück und Erfolg.
  • Ideen haben ist gut, machen ist besser. Bleibe bei der Umsetzung hartnäckig. Definiere klare Ziele und überprüfe regelmäßig die Fortschritte. Suche Dir Unterstützung von außen, zum Beispiel in einer Mastermind-Gruppe. Der Wissensaustausch und der Blick von außen helfen, aus möglichen Stolpersteinen Trittstein zu machen.
  • Habe Mut und glaube an Dich selbst. Der Gedanke „Alles ist möglich“ ist förderlicher als „Das wird doch sowieso nie klappen.“

Artikelbild: Ollyy/ Shutterstock

Der Beitrag Entrepreneurship: Mach‘ deinen eigenen Laden auf! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/05/entrepreneurship-mach-deinen-eigenen-laden-auf/feed/ 0
Motivation: 10 Dinge mit denen dein Job (wieder) Spaß macht! http://karriere-einsichten.de/2015/05/motivation-10-dinge-mit-denen-dein-job-wieder-spass-macht/ http://karriere-einsichten.de/2015/05/motivation-10-dinge-mit-denen-dein-job-wieder-spass-macht/#respond Wed, 13 May 2015 08:53:02 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7049 Was ist Ihre Motivation zur Arbeit? Eine Umfrage ermittelt: Am wichtigsten ist uns beim Arbeiten der „gute Draht“ zu Kollegen und Chefs. Die gute Stimmung im Büro, wenn es sie denn gibt, schlägt sogar die Knete und Zusatzleistungen wie Home-Office und flexlible Arbeitszeiten. Die Top10 im Überblick… Das gute Verhältnis zu Kollegen und zum Chef

Der Beitrag Motivation: 10 Dinge mit denen dein Job (wieder) Spaß macht! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Was ist Ihre Motivation zur Arbeit? Eine Umfrage ermittelt: Am wichtigsten ist uns beim Arbeiten der „gute Draht“ zu Kollegen und Chefs. Die gute Stimmung im Büro, wenn es sie denn gibt, schlägt sogar die Knete und Zusatzleistungen wie Home-Office und flexlible Arbeitszeiten. Die Top10 im Überblick…

Das gute Verhältnis zu Kollegen und zum Chef ist der Top-Motivator der Deutschen im Job. 65 Prozent der Arbeitnehmer gehen mit mehr Spaß an die Arbeit, wenn sie mit anderen Mitarbeitern und Vorgesetzten gut auskommen.

Möglichkeiten zur freien Zeiteinteilung spornt nur noch jeden zweiten Mitarbeiter an, 2014 waren es noch zwei Drittel. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Arbeitsmotivation 2015“ der ManpowerGroup Deutschland. Im Frühjahr 2015 wurden dafür über 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.

1.000 Befragte, ihre Antworten

Gegenüber dem Vorjahr sinkt die Zustimmung zu fast allen wichtigen Motivationsfaktoren. „Das passt zu unserer Studie zur Jobzufriedenheit. Diese zeigt, dass die Arbeitnehmer generell unzufriedener im Job sind als 2014“, sagt Herwarth Brune von der ManpowerGroup Deutschland.

„Alles eine Frage der SichtWEISE“

Für den Arbeitsexperten ist dies ein Zeichen der anziehenden Konjunktur: „Die Mitarbeiter sind derzeit stark ausgelastet. In diesen stressigen Zeiten wirken ein ernstgemeintes und gut platziertes Lob vom Chef sowie der Zusammenhalt im Team besonders motivierend.“

Top 10 – Was uns zum Arbeiten motiviert

  1. Gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten: Der menschliche Faktor zählt: 65 Prozent der Befragten sind motivierter im Job, wenn sie mit Kollegen und Chefs gut klarkommen. 2014 waren es noch 77 Prozent. Wie steht’s bei Ihnen?
  2. Flexible Arbeitszeiten: Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto bleiben wichtige Motivatoren, sind allerdings auf dem Rückzug. Nur jeden zweiten Arbeitnehmer (50 Prozent) spornt flexibles Kommen und Gehen an. Im Vorjahr war dies noch bei 67 Prozent der Fall. Schon Mal Home-Office gemacht?
  3. Freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen: Für 42 Prozent der Deutschen ist es wichtig, auch nach Feierabend den Kontakt zu anderen Kollegen zu pflegen und gemeinsam etwas zu unternehmen (2014: 45 Prozent). Kollegen als Freunde?
  4. Kostenlose Getränke vom Arbeitgeber: Geringer Aufwand, große Wirkung: Für jeden dritten Arbeitnehmer (33 Prozent) sind kostenlose Getränke am Arbeitsplatz motivierend für den Job – ein Prozent mehr als bei der Vorjahresbefragung. Wie wär’s noch mit einem Snack-Automaten?
  5. Teamarbeit: Jeder dritte Arbeitnehmer hat mehr Spaß im Job, wenn er häufig in Gruppen arbeitet. „Die Arbeitnehmer schätzen zwar den Kontakt zu ihren Kollegen – doch ständige Meetings und Arbeitsgruppen empfinden zwei Drittel eher lästig als motivierend“, sagt Brune. Lieber allein oder gemeinsam?
  6. Ansprechende Raumgestaltung: Die Büroatmosphäre hat auf ebenso wenig Befragte eine motivierende Wirkung. 32 Prozent arbeiten aus eigener Sicht produktiver, wenn die Optik im Büro stimmt (2014: 35 Prozent). Die Architektur am Arbeitsplatz zählt also was! Wie sieht Ihr Traumbüro aus?
  7. Betriebliche Gesundheitsförderung: Beratung durch den Betriebsarzt und vom Arbeitgeber bezahlte Präventionskurse sind gut für die Motivation. 31 Prozent der Mitarbeiter arbeiten befreiter, wenn sie wissen, dass ihr Unternehmen die Gesundheit der Angestellten fördert (2014: 38 Prozent).
  8. Guter Kaffee: Augen auf beim Kaffeekauf: Für 28 Prozent der Mitarbeiter fördert die Qualität des Koffeingetränks die Motivation am Arbeitsplatz. Guter Kaffee rutscht damit in die Top Ten der Arbeitsmotivatoren (2014: 23 Prozent).
  9. Pflanzen im Büro: Grünpflanzen heben die Stimmung und sorgen für ein besseres Raumklima. 27 Prozent der Befragten können besser arbeiten, wenn Zimmerpflanzen im Büro stehen (2014: 26 Prozent).
  10. Motivation durch Büromöbel: Mit Investitionen in moderne Bürowelten können Arbeitgeber punkten: 25 Prozent der Arbeitnehmer lassen sich durch zeitgemäßes, ergonomisches Design motivieren – vier Prozent mehr als 2014. Höhenverstellbare Tische zum Beispiel könnten Rückenschmerzen vorbeugen.

Kleine Zeichen der Wertschätzung des Unternehmens zählen im Vergleich zu Vorjahresbefragung nicht mehr zu den zehn wichtigsten Arbeitsmotivatoren. Für 17 Prozent der Arbeitnehmer (-7 Prozent) sind Blumen zum Geburtstag oder einer Jubiläumsüberraschung ein zusätzlicher Ansporn. Speziell in Stresszeiten rücken dafür praktische Gesten auf, die im Tagesgeschäft helfen.

Ein Sechstel der Deutschen spricht beispielsweise auf die Snack-Box mit Süßigkeiten positiv an – im letzten Jahr waren das nur elf Prozent. 14 Prozent (+6 Prozent) finden es motivierend, wenn Kollegen mitdenken und beispielsweise Kuchen fürs Team mitbringen.

„Auch wenn sich die Zustimmung zu einzelnen Punkten jedes Jahr verändert, bleiben Wertschätzung, Anerkennung und ein harmonisches Miteinander die entscheidenden Faktoren für die Motivation der Mitarbeiter und damit den Unternehmenserfolg“, sagt Brune.

Über die Studie „Arbeitsmotivation 2015“

Die Studie „Arbeitsmotivation 2015“ basiert auf einer Online-Befragung unter 1.011 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im April 2015 vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt. Die Ergebnisse sind bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet.

Artikelbild: Ollyy/ Shutterstock

Der Beitrag Motivation: 10 Dinge mit denen dein Job (wieder) Spaß macht! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/05/motivation-10-dinge-mit-denen-dein-job-wieder-spass-macht/feed/ 0
Geschäfte mit Chinesen: Kein Gesicht verlieren! http://karriere-einsichten.de/2015/05/geschaefte-mit-chinesen-kein-gesicht-verlieren/ http://karriere-einsichten.de/2015/05/geschaefte-mit-chinesen-kein-gesicht-verlieren/#respond Tue, 05 May 2015 12:17:34 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7040 Wer geschäftlich in China erfolgreich sein will, muss mit zwei kulturellen Eigenschaften der Chinesen klarkommen: mit guanxi und mianzi. Brigitte Ott-Göbel liefert einige Tipps fürs Geschäft mit dieser Kultur… Mit dem Begriff guanxi werden komplexe zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte bezeichnet, mianzi beschreibt den Umgang untereinander. Das schnellste Pferd kann ein im Zorn gesprochenes Wort nicht einholen, besagt schon eine Chinesische

Der Beitrag Geschäfte mit Chinesen: Kein Gesicht verlieren! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wer geschäftlich in China erfolgreich sein will, muss mit zwei kulturellen Eigenschaften der Chinesen klarkommen: mit guanxi und mianzi. Brigitte Ott-Göbel liefert einige Tipps fürs Geschäft mit dieser Kultur…

Mit dem Begriff guanxi werden komplexe zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte bezeichnet, mianzi beschreibt den Umgang untereinander. Das schnellste Pferd kann ein im Zorn gesprochenes Wort nicht einholen, besagt schon eine Chinesische Weisheit…

Guanxi: Die Beziehung

Wörtlich übersetzt bedeutet guanxi „Beziehung“ oder „Wichtigkeit“ (Fargel, 2011). Der Begriff hat keinen negativen Beigeschmack. Guanxi stellt in China einen festen und bedeutenden Bestandteil des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens dar. Guanxi-Netzwerke nehmen eine kaum zu überschätzende Rolle ein.

Die Nutzung dieser Netzwerke gilt in China keinesfalls als anrüchig, sondern bildet einen Teil der gesellschaftlichen Spielregeln. Diese persönlichen Netzwerke werden beständig durch gegenseitige Gefälligkeiten und Freundschaftsdienste gestärkt und weiterentwickelt. Es handelt sich um eine besonders intensive Form des Gebens und Nehmens innerhalb des eigenen Netzwerkes und einem Gefühl von persönlicher Verpflichtung gegenüber den Mitgliedern.

Auf dieser Basis werden in China beispielsweise Aufträge und Lizenzen vergeben. Lizenzen benötigt man für jegliche geschäftliche Aktivität, denn zum Verkaufen wird beispielsweise eine Verkaufslizenz benötigt. Um eine Produktion aufzubauen, ist eine Produktionslizenz notwendig. Auch Mitarbeiter und Kooperationspartner werden auf Basis dieser Netzwerke ausgesucht.

„Netzwerk ALS notwendiges Kapital“

Ein großes funktionierendes guanxi-Netzwerk bedeutet daher für den Chinesen zugleich ein enormes soziales Kapital und starken Einfluss in der chinesischen Gesellschaft. Führungskräfte und Mitarbeiter arbeiten stets daran, ihr persönliches guanxi zu pflegen und weiter auszubauen. Denn aus der Geschichte haben sie gelernt, dass sie sich in einer als unzuverlässig geltenden Umwelt ein Leben lang durch ihr persönliches Netzwerk absichern können (Fargel, 2011).

Wenn Chinesen heute das Phänomen guanxi erklären sollen, führen sie auch die noch unzulänglichen sozialen Systeme an, die es erforderlich machen, dass sich jedermann durch persönliche Beziehungen absichert, dass man einander hilft.

Chinesisches Beziehungssystem: „Eine Schüssel loser Sand“

Chinesen neigen stark dazu, ihre soziale Welt in ein „Innen“ und „Außen“ einzuteilen. Sun Yat- bezeichnete seine Landsleute einmal als „eine Schüssel loser Sand“ (Bergere, 2010), denn sie seien wie Milliarden von einzelnen Körnern, die nichts zusammenhält, außer dass es immer wieder Sandklumpen gibt, die sehr eng aneinander kleben. Diese Sandklumpen stehen als Metapher für die Familie, den Klan und den Freundeskreis, deren Mitglieder in China noch enger als in anderen Gesellschaften miteinander verbunden sind.

Die Abbildung zeigt die verschiedenen Zugehörigkeits- und Gruppengefüge der Chinesen. Von innen nach außen werden die Bindungen schwächer. Am stärksten fühlen sich die Chinesen ihrer Familie verpflichtet, es folgen die ehemaligen Mitschüler und Freunde. Gemeinsam verbrachte Zeiten oder schwere Erlebnisse verbinden ebenfalls.

Wie wichtig ist guanxi heute noch?

Insgesamt hat die Bedeutung heute abgenommen, junge chinesische Unternehmer sagen, dass sie nicht mehr so stark auf das persönliche Beziehungsgeflecht angewiesen sind, um ein Geschäft aufzubauen. Neue Technologien wie Internet erlauben es, Produkte an verschiedenste Kundengruppen zu vertreiben und Vertriebskanäle aufzubauen. Das gilt sicherlich für die „new economy“, doch in traditionellen staatlich geführten Unternehmen ist es immer noch essentiell, die wichtigen Beziehungen zu Parteikadern und Behörden zu pflegen.

Dazu gehörten in der Vergangenheit auch kleine Gefälligkeiten, Einladungen oder versteckte Geldzuwendungen. Die aktuelle Regierung von Xi Jinping hat kurz nach ihrem Amtsantritt 2012 der Korruption den Kampf angesagt und eine Kampagne gestartet, im Rahmen derer bisher rund 75.000 Funktionäre belangt, wenn auch nicht unbedingt angeklagt wurden (Kolonko, 2014). Nach Xi Jinpings Devise, sowohl „Fliegen“ als auch „Tiger“ zu jagen, sind auch etliche hohe Funktionäre abgesetzt und Verfahren gegen sie eingeleitet worden.

Die Kampagne kommt in der Bevölkerung gut an, hat aber in den Reihen der Funktionäre Angst und Schrecken verbreitet. Zudem leiden edle Restaurants und Luxusartikelhersteller unter Umsatzeinbußen, Experten haben sogar ausgerechnet, dass der Kampf gegen die Korruption China rund 1 % Wirtschaftswachstum pro Jahr kostet.

Mianzi: Das Gesicht

Mianzi bedeutet wörtlich übersetzt „Gesicht“. Man kann Gesicht geben und nehmen, man kann es verlieren und erlangen. Wohl das Unangenehmste überhaupt, das einem Chinesen passieren kann, ist der Gesichtsverlust. Wer dies verursacht, wird es schwer haben, einen guten Kontakt zu der betreffenden Person (wieder) herzustellen.

Beispiele sind offene Kritik vor anderen, Menschen vor einer Gruppe bloßzustellen, die Stimme zu erheben oder jemanden zu beschimpfen. So sollte man nie chinesische Mitarbeiter vor anderen kritisieren. Empfehlenswert für kritische Themen sind persönliche Vieraugengespräche, in denen Kritik in eher indirekter Form geäußert wird und gleichzeitig die Wertschätzung für den Mitarbeiter getont wird.

Drachen oder Panda? Im modernen China Geschäfte machen. Mehr dazu in diesem Buch…

Das Gesicht eines anderen zu wahren und ihn nicht durch eigene Handlungen oder Worte in eine unangenehme Situation zu bringen, ist eine der wichtigsten Verhaltensregeln für China. Darüber hinaus ist es nicht nur wichtig, das Gesicht des anderen zu wahren, sondern es gehört auch zum guten Ton, das Gesicht des anderen zu betonen und hervorzuheben.

Dazu gehören beispielsweise Komplimente über Sprachkenntnisse und andere Fähigkeiten sowie das Herunterspielen der eigenen Fähigkeiten. Westliches „Zur-Schau-Stellen“ der eigenen Fähigkeiten und der erreichten Ziele ist also fehl am Platz. Der Gelobte wird sich seinerseits bescheiden zeigen und das Kompliment sowie die eigenen Leistungen herunterreden, nicht ohne jedoch innerlich Stolz zu empfinden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass von allen traditionellen Komponenten der chinesischen Kultur diese beiden, guanxi und mianzi, noch am stärksten gelten. Insbesondere die Wichtigkeit des Gesichtwahrens sollte in jeder Situation beachtet werden, da die Verletzung dieser Regel den Verlust der Vertrauensbeziehung zur Folge hat.

Weiterführende Literatur:

  • Ott-Göbel, B.: Vom Drachen zum Panda – Führen, Lehren und Lernen im modernen China. literatur-vsm, 2014
  • Kolonko, P.: Geldbergeim Wohnzimmer. Korruptionsbekämpfung in China, in: Frankfurter Zeitung 21.10.2014
  • Vermeer, M.: China.de, Wiesbaden 2007
  • Fargel, Y.: Strategisches Talentmanagement in China. Wiesbaden 2011

Über die Autorin

Die Autorin, Beraterin und China-Expertin Brigitte Ott-Göbel beschreibt die junge Generation in China, ihre veränderten Werte und ihre Einstellung in der Arbeitswelt in ihrem neu erschienenen Buch: Vom Drachen zum Panda – Führen, Lehren und Lernen im modernen China.

Artikelbild: bikeriderlondon/ Shutterstock

Der Beitrag Geschäfte mit Chinesen: Kein Gesicht verlieren! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/05/geschaefte-mit-chinesen-kein-gesicht-verlieren/feed/ 0
Gefängnisarbeit: Vom Straftäter zum Start-Up-Unternehmer http://karriere-einsichten.de/2015/04/gefaengnisarbeit-vom-straftaeter-zum-start-up-unternehmer/ http://karriere-einsichten.de/2015/04/gefaengnisarbeit-vom-straftaeter-zum-start-up-unternehmer/#respond Fri, 17 Apr 2015 08:00:26 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7036 Auch im Kittchen, ob gefühlt oder rechtkräftig verurteilt –  gibt es verschiedene Möglichkeiten, nach dem Absitzen der mehr oder weniger gerechten Strafe rauszukommen. Resozialisierungsmaßnahmen wie Mithelfen in der Wäscherei, einer Tischlerei oder Schlosserei sind das eine. Gründerkurse das (ganz) Andere. Über ein ungewöhnliches Projekt… Straftäter entwickeln eine positivere Einstellung gegenüber ihrer Zukunft und der Gesellschaft,

Der Beitrag Gefängnisarbeit: Vom Straftäter zum Start-Up-Unternehmer erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Auch im Kittchen, ob gefühlt oder rechtkräftig verurteilt –  gibt es verschiedene Möglichkeiten, nach dem Absitzen der mehr oder weniger gerechten Strafe rauszukommen. Resozialisierungsmaßnahmen wie Mithelfen in der Wäscherei, einer Tischlerei oder Schlosserei sind das eine. Gründerkurse das (ganz) Andere. Über ein ungewöhnliches Projekt…

Straftäter entwickeln eine positivere Einstellung gegenüber ihrer Zukunft und der Gesellschaft, wenn sie im Gefängnis an einem Existenzgründer-Kurs teilnehmen. Voraussetzung: Sie haben Verantwortung für ihr eigenes Leben übernommen. Dies zeigt eine Studie der Technischen Universität München (TUM) und der Indiana University (USA). Auf dieser Grundlage haben die Wissenschaftler Empfehlungen zur Gestaltung solcher Gründer-Kurse entwickelt.

Wer aus dem Gefängnis entlassen wird, findet meist nur schwer einen Job. Initiativen haben deshalb in den vergangenen Jahren in europäischen und US-amerikanischen Haftanstalten Kurse gestartet, in denen Strafgefangene lernen, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Die Idee: Wer sich selbstständig macht, wird unabhängig von Vorurteilen der Arbeitgeber. Und eine unternehmerische Geisteshaltung könne sich positiv auf die Lebensführung der Straftäter auswirken, so die Überzeugung einiger Organisatoren. Doch die Bilanz der Programme ist gemischt: Einerseits gibt es Absolventen, die nach ihrer Freilassung tatsächlich eine Firma gründen oder ihr neues Wissen nutzen, um einen Arbeitgeber zu finden. Andererseits besuchen manche Teilnehmer die Kurse erst gar nicht bis zu Ende.

Wirtschaftswissenschaftler der TU München und der Indiana University haben nun untersucht, unter welchen Umständen Häftlinge Existenzgründerkurse bis zum Abschluss durchhalten – und ob die Auseinandersetzung mit dem Unternehmertum tatsächlich deren Haltung ändert.

Die Forscher trafen 12 männliche Teilnehmer eines 20-wöchigen Kurses in einem deutschen Gefängnis, von denen fünf das Programm vorzeitig abbrachen. Die Inhaftierten hatten Tötungsdelikte begangen, mit Drogen gehandelt oder Brände gelegt und dafür Strafen von bis zu sechseinhalb Jahren bekommen. Sie hatten unterschiedliche Bildungs- und Berufsbiografien. Während der Ausbildung entwickelten sie Businesspläne beispielsweise für ein Kunst-Café oder einen Essensbringdienst für alte Menschen.

Wer sich selbstbestimmt fühlt, will Unternehmen gründen

Die Wissenschaftler führten mit den Teilnehmern Interviews zu Beginn, ungefähr zur Hälfte und zum Ende der Ausbildung. Sie befragten die Häftlinge u.a. zu Biografie und Zukunftsplänen, dem Gefängnisalltag und ihrer Motivation für den Kurs, später dann auch zu ihren Unternehmensideen und den Kurserfahrungen. Außerdem zogen die Forscher weitere Quellen heran, unter anderem Interviews mit den beiden Kursleitern, die Bewerbungen der Teilnehmer und die im Kurs erstellten Businesspläne.

„Frage der Haltung“

Die Auswertung der codierten Informationen zeigte: Die Haltung derjenigen, die den Kurs vorzeitig abbrachen, war von sogenannter erlernter Hilflosigkeit geprägt: Sie machten andere für ihre Inhaftierung verantwortlich – etwa die Richter oder ihre Familie – und glaubten nicht daran, nach der Entlassung Kontrolle über ihr Leben ausüben zu können. Diejenigen, die das Programm bis zum Schluss absolvierten, übernahmen dagegen Verantwortung für ihre Straftaten. Sie zeigten einen gewissen Grundoptimismus und waren überzeugt, ihr Leben selbst in der Hand zu haben – vor allem nach dem Gefängnis.

„Ich bin verantwortlich für meine Situation – aber es kann ein Leben danach geben! Wer nicht solche Grundeinstellungen und die Fähigkeit zur Selbstregulation mitbringt, fühlt sich fremdbestimmt. Er ist deshalb auch nicht fähig, in einer Unternehmensgründung einen Sinn zu sehen“, sagt Prof. Holger Patzelt vom TUM-Lehrstuhl für Entrepreneurship.

„Ein schönes Gefühl, normale Gespräche zu führen“

Wer aber seine Situation kritisch reflektiert hatte, konnte eine Chance darin erkennen, sich selbstständig zu machen. Diese Perspektive und das Schmieden der konkreten Pläne während des Kurses regten die Häftlinge wiederum an, sich konstruktiv mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen. „Ich kenne jetzt verschiedene Meinungen, wie ich mich anders verhalten könnte“, sagte ein Teilnehmer. „Diese Perspektiven, das ganze Thema, das wir diskutieren, ermöglicht uns, unseren Blick zu schärfen, auch für andere Situationen, die uns im Leben passieren können.“

Das Ergebnis: Zum Ende des Programms glaubten diese Teilnehmer nicht nur stärker an ihre eigenen Kompetenzen. Vielmehr hatten sie auch eine positivere Haltung sowohl gegenüber ihrer Inhaftierung als auch gegenüber ihren Mitmenschen und ihrem gesellschaftlichen Umfeld entwickelt. „Es ist ein schönes Gefühl, als Mensch akzeptiert zu werden, normale Gespräche zu führen“, sagte ein Teilnehmer.

„Die Entrepreneurship-Ausbildung in Gefängnissen kann fundamentale Einstellungen der Straftäter ändern – und zwar nicht nur gegenüber dem Unternehmertum, sondern auch gegenüber wichtigen Aspekten des Lebens, die weit über den Inhalt der Kurse hinausgehen“, sagt Prof. Holger Patzelt. „Aus einem eher vagen Grundoptimismus heraus können die Gefangenen eine positiv-konstruktive Sicht auf die persönliche Zukunft und die Gesellschaft entwickeln.“

Kind nicht mit dem Bade ausschütten

Aus diesen Erkenntnissen haben die Wissenschaftler Empfehlungen für die Gestaltung der Kurse abgeleitet: Bei der Auswahl der Teilnehmer sollten die Organisatoren darauf achten, ob die Bewerber die notwendige Grundeinstellung mitbringen. Das Programm sollte sich dann zu Beginn vor allem darauf konzentrieren, mit den Teilnehmern deren Stärken und Chancen herauszuarbeiten. „Viele kommen ja mit dem Glauben ,Ich kann nix’“, sagt Patzelt. „Wenn man dann in der ersten Stunde mit Businessplänen oder Fallstudien anfängt, ist die Gefahr groß, dass sie aussteigen.“

Die Leonhard gemeinnützige GmbH, die für Häftlinge mehrerer deutscher Gefängnisse Existenzgründerkurse organisiert, hat ihr Ausbildungsprogramm bereits nach ersten Zwischenergebnissen der Studie überarbeitet und ein Persönlichkeitstraining integriert. Geschäftsführer Dr. Bernward Jopen ist überzeugt, dass sich aufgrund dessen die Bilanz des Programms weiter verbessern wird: „Bislang war durchschnittlich ein Viertel der Teilnehmer bis zur Hälfte des Kurses verhaltensauffällig geworden, indem sie etwa eine geringe Frustrationstoleranz oder Jähzorn zeigten. Im derzeit laufenden Kurs haben wir zur Halbzeit keinen einzigen solchen Fall.“

Artikelbild: Ollyy/ Shutterstock

Der Beitrag Gefängnisarbeit: Vom Straftäter zum Start-Up-Unternehmer erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/04/gefaengnisarbeit-vom-straftaeter-zum-start-up-unternehmer/feed/ 0
Perfektionismus: Nobody is perfect, oder doch? http://karriere-einsichten.de/2015/03/perfektionismus-nobody-is-perfect-oder-doch/ http://karriere-einsichten.de/2015/03/perfektionismus-nobody-is-perfect-oder-doch/#respond Tue, 17 Mar 2015 13:38:06 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7029 Per Definition ist das Perfekte etwas Vollständiges, etwas Vollkommenes – ein Zustand. Perfektionismus meint mehr, deine Mühen diesen Perfektion zu erreichen. Wo treibt das uns an, wo blockiert’s? Wir haben also etwas Dynamisches, die Aktion, die etwas Statisches, die Perfektion, erreichen möchte. Das führt in seiner jeweiligen Einseitigkeit zu Problemen, da wir in allen Bereichen

Der Beitrag Perfektionismus: Nobody is perfect, oder doch? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Per Definition ist das Perfekte etwas Vollständiges, etwas Vollkommenes – ein Zustand. Perfektionismus meint mehr, deine Mühen diesen Perfektion zu erreichen. Wo treibt das uns an, wo blockiert’s?

Wir haben also etwas Dynamisches, die Aktion, die etwas Statisches, die Perfektion, erreichen möchte. Das führt in seiner jeweiligen Einseitigkeit zu Problemen, da wir in allen Bereichen unseres Lebens statische und dynamische Prozesse in einer Mischung erleben.

Unser Leben sei ganz einfach, lesen wir in den Ratgebern. Wir setzen uns Ziele, richten dann unsere ganze Konzentration auf dieses Ziel aus, und dann gelingt uns alles, was wir uns wünschen. Wenn wir etwas nicht erreichen, liegt es daran, dass wir es nicht genug gewollt haben.

Aber ist es wirklich so einfach? Wie gehen wir mit verfehlten Zielen um? Wir werden entlassen, nicht befördert, Kundschaft bleibt aus, Möglichkeiten des Scheiterns sind überall vorhanden. Und die einzige Antwort darauf ist, dass wir uns nicht genügend konzentriert oder angestrengt haben?

Mehr Anstrengung = mehr Leistung?

Vielleicht liegt das Problem auch in der verbissenen Ausrichtung auf dieses eine Ziel. Wir sehen nur noch das Ziel, unsere Wahrnehmung wird enger, wir schauen weder nach links noch nach rechts. Das kann bis zu einer wahnhaften Zielfixierung führen. Verpassen wir das Ziel, stehen wir vor einem Scherbenhaufen, da das Ziel das Einzige ist, was für uns noch zählt. Sportler, die bei Großereignissen nicht die erhofften Topleistungen bringen konnten, sprechen vom Blockiertsein. Sie sagen, sie hätten den Kopf nicht frei gehabt.

„Einsicht ist der erste Weg…“

Aber wie können wir aus der perfektionistischen Zielfixiertheit heraus kommen, ohne unseren Antrieb zu verlieren? Es bedarf einer neuen Haltung gegenüber unseren Zielen. Am Anfang steht die Einsicht, dass auch große und schöne Momente im Leben vergänglich sind.

Oft stellt man nach Erreichen eines Ziels fest, dass man sich den großen Moment ganz anders vorgestellt hat. Oder dass man bestimmte wunderbare Momente nicht festhalten kann, sondern das Leben immer weiter geht. Alle Momente des Lebens sind im Wandel und in einem dynamischen Prozess begriffen, auch unsere großen Ziele. Das schmälert keineswegs den Wert von Vorstellungen und Visionen, verändert aber Ihre Gestalt.

Realistische Ziele formulieren

Akzeptiere ich, das Ziele dynamisch und als solche auch veränderbar sind, kann ich von meinen starren Zielvorstellungen abrücken. Das Ziel erscheint dann nicht mehr erdrückend alternativlos, sondern als eine Station auf meinem Weg. Ich lasse dann meinen perfektionistischen Drang los und entwickle ein allgemeines Qualitätsbedürfnis.

Dieses Bedürfnis klammert nicht alles andere auf dem Weg zum Ziel aus, sondern beobachtet auch meine Erlebnisse auf dem Weg dorthin. Beobachte ich meinen Lebensweg, stelle ich fest, dass dieser nicht immer geradlinig dynamisch ist. Auch die Erkenntnis, dass es in jeder Entwicklung Statik, ja sogar Rückschritt gibt ist sehr wichtig. Die Möglichkeit, dass es nicht nur den einen Weg und das eine Ziel gibt, kann zu mehr Gelassenheit im Umgang mit meinem persönlichen Perfektionismus führen.

Anstatt perfektionistisch alles zu verwerfen, was nicht meiner engen Zielvorstellung entspricht, kann ich den ganzen Prozess bewusst wahrnehmen. Lebe ich diese Bewusstheit, bin ich nicht mehr darauf angewiesen, mich an wenigen Momenten festzuklammern. Das bewusste Wahrnehmen meiner Wege, Entwicklungen und Prozesse führt zu einer Form der Perfektion, die mit Perfektionismus nichts zu tun hat, aber sehr erfüllend sein kann.

Artikelbild: Photographee.eu/ Shutterstock

Der Beitrag Perfektionismus: Nobody is perfect, oder doch? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/03/perfektionismus-nobody-is-perfect-oder-doch/feed/ 0
Personal Branding: Marke und Mut zum Polarisieren http://karriere-einsichten.de/2015/03/personal-branding-marke-und-mut-zum-polarisieren/ http://karriere-einsichten.de/2015/03/personal-branding-marke-und-mut-zum-polarisieren/#respond Thu, 05 Mar 2015 12:37:21 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7024 Personal Branding. Eine Persönlichkeitsmarke bringt alles auf einen Nenner. Wie Coca Cola, Mercedes und Adidas steht sie für ein Wertversprechen, schafft Vertrauen und bleibt in Erinnerung. Im Job kann das der entscheidende Vorsprung auf dem Weg zur neuen Top-Position sein, findet Coach Maike Dietz… Wie zeige ich, warum ausgerechnet ICH die ideale Besetzung für die

Der Beitrag Personal Branding: Marke und Mut zum Polarisieren erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Personal Branding. Eine Persönlichkeitsmarke bringt alles auf einen Nenner. Wie Coca Cola, Mercedes und Adidas steht sie für ein Wertversprechen, schafft Vertrauen und bleibt in Erinnerung. Im Job kann das der entscheidende Vorsprung auf dem Weg zur neuen Top-Position sein, findet Coach Maike Dietz…

Wie zeige ich, warum ausgerechnet ICH die ideale Besetzung für die Position bin? Für welche Kompetenzen stehe ich? Was hebt mich aus der Masse der Bewerber heraus? Im Job bringt jeder von uns seine Persönlichkeitsmerkmale und Qualifikationen ein. Man könnte sagen, bei unserer Arbeitskraft handelt es sich um ein Produkt, ja sogar um ein Unikat.

Denn diesen individuellen Mix aus fachlichen Kompetenzen, methodischem Know-how, Erfahrung und individuellen Stärken gibt es so kein zweites Mal. Und doch nutzen nur wenige die Chance, aus ihrer Persönlichkeit eine Marke zu machen – und so für ihre Kompetenzen im Job zu werben.

Genau wie in der bunten Markenwelt der Sportartikelhersteller, Fahrzeugbauer und Schokoladenproduzenten geht es darum, das Gegenüber neugierig zu machen. Im Kaufhaus wie im Beruf transportiert eine Marke drei Dinge: einen Nutzen, ein bestimmtes Qualitätsniveau und ein Image. Für eine Führungskraft bedeutet das, sie bringt mit ihrer Persönlichkeitsmarke auf den Punkt, was sie erfolgreich macht und für welche Konstanten sie steht.

Doch was ist nötig, um seine Markeneigenschaften zu entwickeln und andere davon zu überzeugen? Zunächst einmal muss man sich selbst seiner besonderen Talente und Fähigkeiten bewusst werden. Welche Aufgaben fallen immer mir zu? Warum fallen sie mir leicht?

Egal ob es sich um Fachkenntnis handelt, wie ein schier grenzenloses Faktenwissen, um methodische Kompetenzen, wie ein herausragendes diplomatisches Geschick oder eine eher persönliche Fähigkeit, wie mühelose Interkulturalität – es ist relevant, was im Job zum Erfolg führt. Gerade in gehobenen Positionen kommt es darauf an, einzigartige Qualifikationen herauszustellen.

Eckpfeiler der Persönlichkeit herausarbeiten

Diesen Talenten auf die Spur zu kommen, ist eine echte Herausforderung. Gerade weil sie uns so leicht fallen, halten wir sie für selbstverständlich. Auch Ute Salzbrenner war anfangs skeptisch.

Doch die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst reizte die kaufmännische Geschäftsführerin. Die 48-Jährige arbeitet in einem mittelständischen internationalen Unternehmen. Um ihre Persönlichkeitsmarke zu finden, schrieb sie ihre Stärken, Schwächen und Ziele auf ein Blatt Papier.

Sie ordnete diese Überlegungen und setzte Schwerpunkte. Wie bei Ute Salzbrenner zeichnet sich an dieser Stelle meist ab, dass bestimmte positive Entwicklungen kein Zufall waren, sondern auf persönliche Stärken zurückzuführen sind. Es lohnt sich, die ganze bisherige Entwicklung zu betrachten und sich zu fragen: Was wiederholt sich? Welche Dinge sind mir wichtig?

Bewährt hat sich auch, den Blick anderer in die Überlegungen zur Persönlichkeitsmarke einzubeziehen. Ute Salzbrenner präsentierte ihrer Familie, ihren Freunden, einzelnen Geschäftspartnern, Mitarbeitern und auch ehemaligen Kollegen ihre Ausarbeitungen. Diese bestätigten nicht nur ihre Ideen, sondern konnten diese sogar ergänzen.

Heute bringt die erfolgreiche Stuttgarterin ihre Persönlichkeitsmarke auf zwei Sätze: „Ich bin eine handlungsorientierte, umsetzungsstarke Unternehmerin aus Leidenschaft. Aufgrund langjähriger Erfahrungen, umfassender Fachkenntnisse, ausgeprägtem Prozessverständnis und Hartnäckigkeit schaffe ich einen Mehrwert für beide Seiten.“

Persönlichkeitsmarke erfolgreich einsetzen

Seinen eigenen Markenkern so zu verinnerlichen, wie es die Geschäftsführerin getan hat, ist der Idealfall. Denn um im beruflichen Umfeld damit erfolgreich zu sein, reicht es nicht aus, mal ein wenig über sich zu brainstormen.

Personal Branding zielt darauf ab, sich mit dem persönlichen Markenkern zu identifizieren und ihn nach außen tragen. Entscheidend ist, das Gesamtbild so zu verinnerlichen, dass auch Haltung, Gestik und Auftreten eins werden mit dem Markenkern. Auch Salzbrenner fühlt sich klar und sicher mit ihrer Markenidentität: „Zu tun, was zu mir passt, macht mich stressresistent, zufrieden und souverän“, weiß sie.

Hinzukommt, dass eine Marke und ihre Botschaft kommuniziert werden müssen, damit sie in die Köpfe der anderen gelangen. Sich proaktiv um Projekte bemühen, die zum eigenen Profil passen, ist eine Möglichkeit. Und es schadet auch nicht, immer mal wieder zu betonen, dass man für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist. Dabei geht es jedoch nicht darum, immer für alles zur Verfügung zu stehen.

Im Gegenteil: Wichtig ist, authentisch für das zu stehen, was man besonders gut kann. Dabei nicht immer zu gefallen und zu polarisieren gehört naturgemäß dazu – erst das macht eine Marke unterscheidbar von anderen. Ute Salzbrenner plädiert für ein authentisches und glaubwürdiges Auftreten, denn nur das generiere Respekt und Vertrauen anderer. Sie sagt: „Man kann es ohnehin nicht jedem recht machen und es zu versuchen, ist nicht Aufgabe einer Führungskraft.“

Sichtweise! Maike Dietz besetzt seit 17 Jahren Top-Positionen für namhafte Unternehmen. Als Coach gibt sie ihr Wissen an Führungskräfte weiter, die ihre Karriere aktiv gestalten wollen…

Artikelbild: megaflopp/ Shutterstock

Der Beitrag Personal Branding: Marke und Mut zum Polarisieren erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/03/personal-branding-marke-und-mut-zum-polarisieren/feed/ 0
Machtpolitik: JFK-Star, Stars und Sternchen http://karriere-einsichten.de/2015/03/machtpolitik-jfk-star-stars-und-sternchen/ http://karriere-einsichten.de/2015/03/machtpolitik-jfk-star-stars-und-sternchen/#respond Wed, 04 Mar 2015 11:30:39 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7020 Er wurde umjubelt, heiss geliebt aber auch gehasst. John F. Kennedy, kurz „JFK“ war einst einer der reichsten Männer der USA – und für drei Jahre auch der mächtigste. Sein Vater kaufte Wahlen, alles für die Karriere seines Sohnes. Genügend Stoff für ein Theaterstück, „Boston Princess“… [dropcap]D[/dropcap]as Ende eines amerikanischen (Alp)traums. Im November 1963 nimmt

Der Beitrag Machtpolitik: JFK-Star, Stars und Sternchen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Er wurde umjubelt, heiss geliebt aber auch gehasst. John F. Kennedy, kurz „JFK“ war einst einer der reichsten Männer der USA – und für drei Jahre auch der mächtigste. Sein Vater kaufte Wahlen, alles für die Karriere seines Sohnes. Genügend Stoff für ein Theaterstück, „Boston Princess“…

[dropcap]D[/dropcap]as Ende eines amerikanischen (Alp)traums. Im November 1963 nimmt die Welt Abschied von JFK (John F. Kennedy), dem ermordeten Präsidenten. Auf dem Arlington-Friedhof, wo Amerika seine Helden begräbt, kommt seine Familie noch einmal am Sarg zusammen. Witwe und Bruder des Verstorbenen trösten einander, doch schon bald zieht es Jacqueline Kennedy weg aus dem Land der Mörder ihres Ehemanns.

Robert F. Kennedy dagegen nimmt sich vor, Amerika endlich richtig kennenzulernen, abseits der Komfortzone für Jungs aus reichem Hause, wie er und sein Bruder es gewesen sind. Was er auf seiner Reise an sozialem Elend im reichen Amerika sieht, bringt ihn dazu, die Regierungszeit an der Seite seines Bruders noch einmal zu reflektieren. Waren die Ziele, für die sie beide in den knapp 1000 Tagen ihrer Regierung kämpften, die richtigen?

1000 Tage Amerikanischer Alptraum

Oder hat nicht vielmehr mit den Kennedys der ganze amerikanische Staatsterrorismus überhaupt erst begonnen? Robert, genannt »Bobby«, entschließt sich, in die Fußstapfen seines Bruders zu treten und sich um die Präsidentschaftskandidatur zu bewerben. Mit dem Sieg bei den Vorwahlen in Kalifornien ist er diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Im Hotel Ambassador soll gefeiert werden, doch plötzlich steht der Geist des verstorbenen Bruders bei Bobby im Zimmer.

Man schreibt mittlerweile das Jahr 1968, JFK ist seit fünf Jahren tot und die Welt hat sich seit dem Attentat in Dallas gewandelt. Es ist die Zeit der Rassenunruhen und der Bürgerrechtsbewegung, die Zeit des Kriegs in Vietnam. Zusammen durchleben der tote Präsident und der lebendige Kandidat noch einmal die Stationen ihres gemeinsamen Wegs.

Strippenzieher, Spin-Doctors und ein Übervater

Die Invasion der Schweinebucht, die Feindschaft mit Fidel Castro, die Kuba-Krise, die die Welt an den Rand des Atomkriegs brachte. Die Kennedy-Brüder legten sich mit CIA und FBI an, rangen mit Militär und Mafia. Für die Fernsehkameras inszenierten sie die heile Familienwelt, hinter den Kulissen zog Übervater Joe die Fäden für seine Jungs.

Doch hinter dem strahlenden Kennedy-Mythos lauern die Abgründe: Jacks schwere und mühsam versteckte Krankheit, seine Verbindungen zu kriminellen Kreisen, seine Affären mit zahllosen Frauen – und mit der alles überstrahlenden Marilyn Monroe, deren Songs den Theaterabend musikalisch einrahmen. Fassaden, Glanz und Glamour, »the show must go on«: in jener Nacht im Ambassador Hotel wird sich Amerikas Schicksal entscheiden.

Artikelbild: © Ilja Mess/ Theater Konstanz

Spielplan vom Theater Konstanz

Der Beitrag Machtpolitik: JFK-Star, Stars und Sternchen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/03/machtpolitik-jfk-star-stars-und-sternchen/feed/ 0
Zeitmanagement: Leertischler statt Papierstau http://karriere-einsichten.de/2015/03/zeitmanagement-leertischler-statt-papierstau/ http://karriere-einsichten.de/2015/03/zeitmanagement-leertischler-statt-papierstau/#respond Tue, 03 Mar 2015 04:50:45 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7016 Produktivität, das fordern Manager von ihren Mitarbeitern. Doch wie sieht’s bei ihnen aus? Der Schreibtisch voll, die Mailbox geflutet mit unbeantworteten Nachrichten. Dazu Termindruck und ständig klingelt das Telefon. Dies lässt sich vermeiden, findet Managementberater Matthias Hettl. Über Zeitmanagement und eine durchdachtere Arbeitsmethodik… [dropcap]I[/dropcap]hre persönliche Arbeitsmethodik beeinflusst Ihre Wirksamkeit und in der Konsequenz die Ihrer Mitarbeiter direkt und

Der Beitrag Zeitmanagement: Leertischler statt Papierstau erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Produktivität, das fordern Manager von ihren Mitarbeitern. Doch wie sieht’s bei ihnen aus? Der Schreibtisch voll, die Mailbox geflutet mit unbeantworteten Nachrichten. Dazu Termindruck und ständig klingelt das Telefon. Dies lässt sich vermeiden, findet Managementberater Matthias Hettl. Über Zeitmanagement und eine durchdachtere Arbeitsmethodik…


[dropcap]I[/dropcap]hre persönliche Arbeitsmethodik beeinflusst Ihre Wirksamkeit und in der Konsequenz die Ihrer Mitarbeiter direkt und umfassend. Eine gute Arbeitsmethodik ist zwar nicht die einzige Ursache für Ihren Erfolg als Leader, ihr Fehlen oder Mängel sind aber sehr häufig die Ursache für Misserfolg.

Ich kenne eine Reihe von Führungskräften, die eine hervorragende Arbeitsmethodik haben, aber mindestens ebenso viele, die immer wieder unter Zeitdruck geraten, weil ihre persönliche Arbeitsorganisation dazu führt, dass sie zu viel Zeit mit Suchen verschwenden. Systematisches und methodisches Arbeiten ist die Basis für die Transformation von Fähigkeiten in Ergebnisse und in Erfolg.

Ergebnisorientiertes Arbeiten

Reflektieren Sie Ihre bisher praktizierten Gewohnheiten und Arbeitsweisen kritisch und ändern Sie sie erforderlichenfalls. Fragen Sie sich von Zeit zu Zeit, ob Ihre persönliche Vorgehens- und Arbeitsweise noch richtig ist und sie Ihren Arbeitstag effektiv erledigen lässt.

Überprüfen Sie dabei kritisch, ob die angewandte Methode, die durchaus einmal richtig gewesen sein mag, noch zu Ihrer veränderten Situation passt und angepasst oder radikal verändert werden muss, auch wenn es schwerfällt. Dies gilt auch, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Mitarbeiter eine Arbeitsmethodik und -systematik anwenden, die Ihren Verantwortungsbereich insgesamt bremst und ineffektiv macht. Dann müssen Sie aktiv werden, um die Wirksamkeit zu erhöhen.

Grundsätzlich sollten Sie sich etwa alle drei Jahre die Frage stellen, wie sich die Anforderungen in Ihrem Tätigkeitsbereich verändert haben und ob Ihre Arbeitsmethodik noch zielführend ist. Müssen Sie eventuell Ihre Arbeitszeit anpassen oder ein neues Arbeitstool einsetzen? Was könnte Ihnen der Einsatz eines Smartphones bringen? Wie lässt sich die Effektivität in Ihrem Verantwortungsbereich und mit Ihren Mitarbeitern insgesamt steigern?

Beförderung und Rollenwechsel

Übernehmen Sie eine neue Aufgabe oder auch durch eine Beförderung eine neue Position, so müssen Sie in den meisten Fällen Ihre Arbeitsweise anpassen. Denken Sie in diesem Zusammenhang an Ihren Rollenwechsel vom Mitarbeiter zum Leader, der von Ihnen den Einsatz einer Reihe neuer Werkzeuge erfordert, wie Budget- und Personalplanungsinstrumente, ein verändertes Zeitmanagement, die Einplanung von Zeitressourcen für Mitarbeitergespräche und so weiter.

Ihre persönliche Arbeitsmethodik zu durchdenken, hat nicht das Ziel, noch härter zu arbeiten, sondern eher, mit Ihrer Arbeitslast souveräner umzugehen – sodass sie im Ergebnis mehr leisten, größere Aufgaben übernehmen und diese besser bewältigen können. Sie gewinnen damit das Gefühl, mehr zu agieren als zu reagieren. Sie gewinnen das gute Gefühl, dass Sie trotz einer Vielzahl von Aufgaben Ihren Arbeitstag im Griff haben.

Das wichtigste Hilfsmittel ist Ihr Kalender oder Zeitplaner. Diesen sollten Sie frühzeitig mit den Ihnen bekannten Regelterminen füllen einschließlich Dienstreisen und Seminarbesuchen. Fixieren Sie auch schon festgelegte Termine zu Projekt-, Budget- und Strategiebesprechungen.

„Werden Sie zum Leertischler“

Ihr Schreibtisch ist Ihre Kommandozentrale in der ständig anschwellenden Informationsflut. Volltischler haben Aktenstapel auf ihrem Schreibtisch, die zügiges, konzentriertes Arbeiten verhindern und die Übersicht erschweren. Die Papierstapel sind nichts anderes als ein Papierstau, der dadurch entsteht, dass der Zufluss größer ist als der Abfluss.

Abhilfe lässt sich schaffen, indem man den Zufluss stoppt oder reduziert, ganz oder teilweise umleitet, den Engpass beseitigt oder den Abfluss verstärkt. Ein aufgeräumter Schreibtisch macht nicht nur einen guten Eindruck, sondern spart vor allem eine Menge Zeit. Werden Sie zum Leertischler und schaffen Sie sich Freiraum auf Ihrem Schreibtisch, im Kopf und damit für Kreativität und Produktivität. Wenn Sie eine Ablage mit System haben, müssen Sie nicht lange suchen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick, was alles auf Ihrem Schreibtisch landet, und sortieren Sie nach den Prioritäten in Dringlichkeit und Wichtigkeit. Ihre Prioritäten sollten auf den ersten Blick für Sie erkennbar sein. Eine einfache, aber wirksame Methode dafür ist das Arbeiten mit farbigen Klarsichthüllen.

Eisenhower-Prinzip: Wichtig oder schon dringend?

Wenn Sie morgens Ihre Wiedervorlage für den Tag sichten, sehen Sie Ihre To-dos nach Prioritäten sortiert: Rot steht für A-Aufgaben, die Sie noch am selben Tag zu erledigen haben, Gelb für B-Aufgaben, die terminierbar sind, Grün für C-Aufgaben, die Sie delegieren. Sie können die unterschiedlichen Farben auch für Ihre verschiedenen Arbeitsgebiete oder Mitarbeiter verwenden.

Ist der Zufluss an Informationen und Aufgaben auf Dauer zu groß, müssen Sie diesen reduzieren, indem Sie sich auf weniges Wichtige konzentrieren oder Arbeit an Ihre Mitarbeiter umverteilen. Ihr Engpass wird meist schon von selbst deutlich kleiner, wenn Sie diszipliniert Ihren nach Prioritäten festgelegten Aufgabenplan abarbeiten. Dann beschäftigen Sie sich mit dem wirklich Wichtigen, sind produktiv und Ihre Arbeitsleistung steigt um ein Vielfaches.

Um Ihren Engpass zu beseitigen und den Abfluss auf Ihrem Schreibtisch zu verstärken, müssen Sie sich ein Bild, eine Bestandsaufnahme der täglich einflutenden Informationsmassen machen. Räumen Sie Ihren Schreibtisch leer und bestimmen Sie, welche Vorgänge überhaupt auf Ihren Schreibtisch gehören. Auf Ihrem Tisch sollten sich nur diejenigen Dinge befinden, die Sie ständig in Gebrauch haben, damit Sie sich voll und ganz auf die Aufgabe, die Sie gerade ausführen, konzentrieren können. Alles andere wandert aus Ihrem unmittelbaren Blickfeld. Auf dem Platz direkt vor Ihnen liegt nur der Vorgang, an dem Sie gerade arbeiten.

Tägliches Aufräumen, die halbe Miete

Sie sollten es sich zur Regel machen, jedes Stück Papier nur einmal in die Hand zu nehmen und zu entscheiden, was damit zu tun ist: wegwerfen, delegieren, erledigen oder aufschieben.

Ein Leertischler hat einen möglichst leeren und aufgeräumten Schreibtisch. In Griffweite sollten Sie das haben, was Sie täglich brauchen, ohne Schubladen oder Schränke öffnen zu müssen. In Armweite gehört dann alles, was Sie wöchentlich mehrmals einsetzen. Armweite kann auch bedeuten, dass Sie etwas in einer Schublade oder in einem Rollcontainer aufbewahren oder in dem Schrank hinter Ihnen. Sie sollten für den Zugriff jedoch nicht aufstehen müssen.

Wenn Sie etwas seltener als wöchentlich benötigen, entfernen Sie es konsequent aus der Armweite, damit Ihr Schreibtisch frei und nicht überladen ist. Brauchen Sie etwas nur ein- oder zweimal im Monat, können Sie auch aufstehen, um darauf zuzugreifen. Wenn Sie Dinge seltener als monatlich brauchen, gehören sie nicht in Ihr Büro. Bewahren Sie sie in einem anderen Raum auf.

Telefon: „In der Kürze liegt die Würze“

Das Telefon beziehungsweise Mobiltelefon ist vermutlich Ihr nach wie vor wichtigstes Kommunikationsmittel, neben der E-Mail und dem Verfassen von Aktennotizen beziehungsweise von Briefen. Deshalb sollten Sie ebenso diszipliniert mit dem Telefon umgehen wie mit allen anderen Werkzeugen Ihres Selbstmanagements. Bevor Sie anrufen, sollten Sie sich immer fragen, ob es dazu nicht eine Alternative wie das Verfassen einer E-Mail gibt. Manche Angelegenheiten können Sie nicht am Telefon besprechen, dazu benötigen Sie ein direktes Gespräch.

Büchlein kaufen...
Büchlein kaufen…

Überlegen Sie sich den optimalen Zeitpunkt für ein Telefonat. Bereiten Sie Ihre Anrufe immer vor und überlegen Sie, welches Ziel Ihr Telefonat verfolgt. In einigen Fällen benötigen Sie Unterlagen für Ihr Gespräch, und diese sollten Sie ebenso zur Hand haben wie Stift und Papier. Ratsam ist es, in Gesprächen mit Ihren Mitarbeitern die wesentlichen Punkte in Form eines Ergebnisses beziehungsweise der getroffenen Vereinbarung per E-Mail beziehungsweise als Aktennotiz noch einmal zusammenzufassen und zu versenden.

Für Gespräche am Telefon gilt: In der Kürze liegt die Würze. Deshalb konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Aspekte und beenden Sie das Gespräch freundlich. Idealerweise fassen Sie alle erforderlichen Telefongespräche in Zeitblöcken zusammen und vereinbaren Telefontermine.

Dies ist auch mit mehreren Personen in Form einer Telefonkonferenz möglich. Schaffen Sie sich durch das Umstellen Ihres Telefons auf Ihre Mailbox, Ihre Assistenz oder einen Ihrer Mitarbeiter zeitliche Freiräume. Sie müssen nicht immer telefonisch erreichbar sein. Sagen Sie, dass Sie nicht gestört werden möchten, oder begeben Sie sich dann in einen Besprechungsraum. Informieren Sie jedoch immer eine Kontaktperson, die Sie bei wirklich wichtigen Anrufen beziehungsweise Anrufern relativ schnell erreichen kann.

Über den Autor

Matthias Hettl war nach Studium und Doktorandenzeit in verschiedenen Managementpositionen mit Führungs- und Budgetverantwortung, in der Geschäftsführung eines mittelständischen Unternehmens und als Consultant bei den Vereinten Nationen in New York tätig…

Artikelbild: Boogaloo/ Shutterstock

Der Beitrag Zeitmanagement: Leertischler statt Papierstau erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/03/zeitmanagement-leertischler-statt-papierstau/feed/ 0
Frauenquote: Weibliche Spitze, wo seid ihr? http://karriere-einsichten.de/2015/03/frauenquote-weibliche-spitze-wo-seid-ihr/ http://karriere-einsichten.de/2015/03/frauenquote-weibliche-spitze-wo-seid-ihr/#respond Mon, 02 Mar 2015 08:30:25 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7010 Die Diskussion um die Frauenquote läuft, läuft immer noch. Vor ein paar Jahren kam sie aufs politische Tableau. Was ist draus geworden? Das Familienministerium unterstützt den Frauen-Karriere-Index. Der Gewinner ist… [dropcap]B[/dropcap]ereits zum zweiten Mal in Folge belegt die Hewlett-Packard GmbH den ersten Platz des Frauen-Karriere-Index des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – eine

Der Beitrag Frauenquote: Weibliche Spitze, wo seid ihr? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die Diskussion um die Frauenquote läuft, läuft immer noch. Vor ein paar Jahren kam sie aufs politische Tableau. Was ist draus geworden? Das Familienministerium unterstützt den Frauen-Karriere-Index. Der Gewinner ist…

[dropcap]B[/dropcap]ereits zum zweiten Mal in Folge belegt die Hewlett-Packard GmbH den ersten Platz des Frauen-Karriere-Index des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – eine von verschiedenen Massnahmen um die Frauenquote in Führungsetagen durchzuboxen. Dabei konnte sich HP in Ranking mit 85 von 100 möglichen Punkten im Vergleich zum Vorjahr noch weiter verbessern. Besonders in den Unterkategorien Commitment (89 Punkte) und Rahmenbedingungen (90 Punkte) schneidet HP hervorragend ab.

Schon bei der ersten Erhebungswelle im vergangenen Jahr setzte sich HP gegen 31 Mitbewerber durch. Dieses Jahr war die Konkurrenz noch stärker: Insgesamt 128 Unternehmen aller Größen und aus unterschiedlichen Branchen beteiligten sich am Frauen-Karriere-Index.

„Kein Sprint sondern ein Marathon“

Umso größer ist die Freude, die Spitzenposition nicht nur verteidigt, sondern noch weiter ausgebaut zu haben: „Mehr Frauen in die Führung zu bekommen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Man braucht langfristige Ziele, messbare Ergebnisse und eine Unternehmenskultur, die den Veränderungsprozess trägt“, sagt Eva Faenger, Diversity Manager bei HP.

„Die erneute Auszeichnung ist eine wunderbare Bestätigung, dass wir mit unserer Strategie richtig liegen. Im vergangenen Jahr haben wir in den Köpfen unserer Führungskräfte und unserer Frauen eine Menge bewegt. Die Anerkennung durch den Frauen-Karriere-Index spornt uns an, unseren Weg unbeirrt fortzusetzen.“

Der Frauen-Karriere-Index wurde 2013 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen, um objektiv und unabhängig die Aufstiegschancen von Frauen in deutschen Unternehmen zu untersuchen.

Commitment unterschiedlich

Anhand eines Fragebogens wird das Engagement der teilnehmenden Unternehmen in diesen Kategorien gemessen:

  1. Status/ Dynamik. Der Teilindex „Status / Dynamik“, bezieht sich auf die Strukturdaten und den Frauenanteil in der Führungsebene.
  2. Commitment und Rahmenbedingungen. Personalentwicklung, Kommunikation sowie Maßnahmen fließen in die Kategorie „Commitment“ ein. „Rahmenbedingungen“ schließlich umfassen Unternehmensleitlinien, Transparenz und Flexibilisierung.

Im Teilindex „Commitment“ erreichte HP wie im Vorjahr 89 von 100 möglichen Punkten. Besonders positiv wurden dabei die Kommunikation und die konkreten Maßnahmen bewertet. Die Rahmenbedingungen bei HP, insbesondere die Transparenz bei Reporting und Stellenbesetzungen, wurden sogar mit 90 von 100 Punkten bewertet.

Mehr als die Hälfte an der Uni sind Frauen, im Management jede Fünfte… (Illustration: Tanja Föhr)

Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen ist für uns ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Unsere offene Unternehmenskultur hilft uns, tradierte Muster zu durchbrechen und unsere Maßnahmen nachhaltig zu verankern“, sagt Angelika Gifford, Mitglied der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH und Executive Diversity Sponsor. „Flexible Arbeitszeitmodelle, Home-Office und Mentoring sind bei HP schon lange selbstverständlich.

Im letzten Jahr haben wir eine Reihe weiterer Maßnahmen geschaffen, mit denen wir unsere weiblichen Talente gezielt motivieren, Führungsrollen zu übernehmen.

Über HP

HP schafft neue Möglichkeiten für den sinnvollen Einsatz von Informationstechnologie (IT) für Privatpersonen, Unternehmen, Behörden und die Gesellschaft. HP bietet das breiteste IT-Portfolio im Markt – es umfasst Drucken, Personal Computing, Software, Services und IT-Infrastruktur.

Artikelbild: © Elke Fehr

Der Beitrag Frauenquote: Weibliche Spitze, wo seid ihr? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/03/frauenquote-weibliche-spitze-wo-seid-ihr/feed/ 0
Digitalisierung: Sourcing ja, aber woher? http://karriere-einsichten.de/2015/02/digitalisierung-sourcing-ja-aber-woher/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/digitalisierung-sourcing-ja-aber-woher/#respond Fri, 27 Feb 2015 07:00:30 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7003 Dass die Digitalisierung alles verändert ist eine Binsenweisheit. Big Data, Cloud und Mobile gehört die Zukunft. Was bedeutet das fürs Sourcing? Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk bringt Licht hinters Dunkel… [dropcap]B[/dropcap]isherige Geschäftsmodelle werden umgestaltet und digitalisiert. Der Technologiesprung hin zu Big Data, Cloud und Mobile führt zu andersartigen Möglichkeiten der Vermarktung von Produkten und Services

Der Beitrag Digitalisierung: Sourcing ja, aber woher? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Dass die Digitalisierung alles verändert ist eine Binsenweisheit. Big Data, Cloud und Mobile gehört die Zukunft. Was bedeutet das fürs Sourcing? Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk bringt Licht hinters Dunkel…


[dropcap]B[/dropcap]isherige Geschäftsmodelle werden umgestaltet und digitalisiert. Der Technologiesprung hin zu Big Data, Cloud und Mobile führt zu andersartigen Möglichkeiten der Vermarktung von Produkten und Services sowie der Art der internen Leistungserbringung und Zusammenarbeit.

Die IT überwindet dabei seit einigen Jahren die Grenzen starrer und unflexibler Geschäftsprozesse und wird zu einem weiteren Produktionsfaktor. Die Digitalisierung, auch als vierte industrielle Revolution bezeichnet, verändert die bisherigen Sourcing-‐Strategien der Unternehmen.

Ein bedeutendes Element sind dabei „Business Innovation/Transformation Partner“ als Dienstleistungspartner. Sie decken in ihrem Portfolio die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Management-‐/IT-‐Beratung über die Systemrealisierung/-‐integration bis hin zum Betrieb von IT-‐Systemen.

Das Marktforschungs-‐ und Beratungsunternehmen Lünendonk hat sich in einem neuen Whitepaper mit den aktuellen und künftigen Herausforderungen von Unternehmen sowie dem Dienstleistungskonzept Business Innovation/Transformation Partner beschäftigt. Fachliche Unterstützung leistete dabei der Beratungs-‐ und IT-‐Dienstleister Sopra Steria Consulting.

Unternehmen zwischen Innovation und Kostendruck

Zunehmend werden sich Unternehmen, die bereits in dem Spannungsfeld zwischen Kostendruck und Wachstum agieren, für weitere Veränderungen wappnen müssen. Die Globalisierung, der wirtschaftliche Aufschwung bisheriger Schwellenländer sowie der technologische Wandel bringen neue Absatzmärkte, digitale Geschäftsmodelle und weitere Wettbewerber hervor.

“Viele Unternehmen haben allerdings Schwierigkeiten, diese Veränderungen mitzugehen und ihre Strukturen neu zu ordnen“, so Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk und Autor des Whitepapers. „Dabei mangelt es oft an Know-‐how, beispielsweise an der Schnittstelle von Business und IT sowie der Adaption neuer Technologien für digitale Geschäftsmodelle. Ein weiterer Punkt ist, dass vielen Top-‐Managern eine klare digitale Strategie fehlt, die vor allem die Vision und Umsetzung in die IT-‐Prozesse beinhaltet.“

Sourcing-Strategien entwickeln sich in eine neue Richtung

Laut Lünendonk lässt sich eine Umsetzung von verschiedenen Sourcing-‐ Alternativen beobachten. Generell ist ein Trend zur stärkeren Einbindung externer Partner in technologienahe Projekte sowie eine Erhöhung des Budgets für Innovationen erkennbar. Sowohl Projektmitarbeiter als auch externe Dienstleister müssen immer häufiger Fach-‐ und Branchenwissen mit IT-‐Themen kombinieren. Für Managementberater und IT-‐Provider bedeutet dies, entsprechende Business-‐ oder IT-‐Kompetenzen aufzubauen, um auf die veränderten Kundenanforderungen zu reagieren.

Eine Lünendonk®-‐Studie zu diesem Thema stellt fest, dass die befragten Top-‐Manager in das präferierte Dienstleistungskonzept „Business Innovation/Transformation Partner“ mit der Absicht investieren, Veränderungs-‐ und Anpassungsprojekte auf eine digitale Zukunft auszurichten.

„Gerade bei Projekten, bei denen Geschäftsprozesse digitalisiert oder digitale Strategien umgesetzt werden, spielen Business Innovation/Transformation Partner eine führende Rolle“, beobachtet Zillmann das Sourcing-‐Verhalten der Kunden.

BITP gleicht Know-how-Lücke bei Kunden aus

Die von den entsprechenden BITP-‐Dienstleistern angewandte ganzheitliche Betrachtung der Strategie – die Integration neuer Geschäftsmodelle bis hin zu deren Betrieb – stellt aus Sicht der Befragten einen entscheidenden Aspekt für den Erfolg des Kundenunternehmens dar.

Fehlende Kenntnisse in der Verknüpfung von Business und IT seitens der IT-‐Dienstleister sieht Lünendonk als ein Treiber für die Nachfrage nach BITP-‐Konzepten. Doch auch die wachsende Regulierung in Branchen wie Banken, Versicherungen und Energie, zu geringe Ressourcen bei der Bearbeitung dringender Projekte oder der Wirkungs-‐Kreislauf zwischen IT-‐Prozessen auf die Geschäftsprozess-‐Leistung lassen sich dort einordnen.

Die Lünendonk®-‐Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios von Lünendonk zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-‐Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (﴾SRR)﴿ und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, seine Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

 Firmenprofil

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation, untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-‐, Beratungs-‐ und Dienstleistungs-‐Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden „Lünendonk®-‐Listen und -‐Studien“ sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.

Artikelbild: © George Thomas/ Flickr.com

Der Beitrag Digitalisierung: Sourcing ja, aber woher? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/digitalisierung-sourcing-ja-aber-woher/feed/ 0
Mentoring: Mitarbeiter motivieren, fordern und fördern http://karriere-einsichten.de/2015/02/mentoring-mitarbeiter-motivieren-fordern-und-foerdern/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/mentoring-mitarbeiter-motivieren-fordern-und-foerdern/#respond Thu, 26 Feb 2015 18:06:57 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=7006 Wie zufrieden bist du mit deinem Job? Nur jeder zweite Mitarbeiter in Deutschland ist motiviert bei der Arbeit, in Prozenten sind es ein bisschen mehr: 58 Prozent, immerhin. Knapp unterm weltweiten Durchschnitt! Mentoring könnte das ändern… [dropcap]58[/dropcap] Prozent der Deutschen sind mit ihren Arbeitsaufgaben, beruflichen Perspektiven und Vorgesetzten zufrieden, mehr nicht – das zeigt der Engagement-Index der Personalberatung

Der Beitrag Mentoring: Mitarbeiter motivieren, fordern und fördern erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wie zufrieden bist du mit deinem Job? Nur jeder zweite Mitarbeiter in Deutschland ist motiviert bei der Arbeit, in Prozenten sind es ein bisschen mehr: 58 Prozent, immerhin. Knapp unterm weltweiten Durchschnitt! Mentoring könnte das ändern…


[dropcap]58[/dropcap] Prozent der Deutschen sind mit ihren Arbeitsaufgaben, beruflichen Perspektiven und Vorgesetzten zufrieden, mehr nicht – das zeigt der Engagement-Index der Personalberatung Kienbaum. Im Vergleich mit den 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen liegt Deutschland damit lediglich auf Platz 13.

Mit 74 Prozent sind übrigens die Inder am zufriedensten. Unternehmen mit modernen Personalführungsmodellen setzen deshalb auch auf die persönliche Begleitung von Firmenneulingen durch erfahrene Mitarbeiter. So hat etwa bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) jeder neue Vermögensberater einen Partner an seiner Seite, um Jobzufriedenheit, beruflichen Erfolg und das gute Miteinander im Team zu fördern.

Das bringt Mentoring

Mentoring hat viele Vorteile: Der neue Kollege hat ab dem ersten Tag eine Vertrauensperson als festen Ansprechpartner im Unternehmen. Gleichzeitig erhält er durch den regelmäßigen Dialog ein besseres Gespür für das neue Umfeld oder auch firmentypische Gepflogenheiten. Der begleitende Partner wiederum kann dabei seine sozialen Kompetenzen und sein Führungsverhalten weiter verfeinern.

Das Unternehmen wiederum kann dank der von Anfang an offenen Gesprächsatmosphäre sogar von neu eingebrachten Anregungen profitieren. Generell verbessert der regelmäßige Austausch gleichzeitig einen wesentlichen Missstand, den die Deutschen laut dem Engagement-Index vom Gallup-Institut sehen: die mangelhafte Kommunikations- und Führungsfähigkeit innerhalb ihres Unternehmens.

Was ein guter Coach mitbringen sollte:

  1. hat fundierte Erfahrung und umfassendes Fachwissen in den entsprechenden Aufgabenfeldern
  2. erkennt und fördert das Potenzial des neuen Kollegen
  3. gibt gern Wissen weiter, ist hilfsbereit und kann gut zuhören
  4. sollte sich insbesondere bei vertraulichen Anliegen loyal und diskret verhalten
    hilft bei Karriereplanung und persönlicher Weiterentwicklung
  5. ist innerhalb des Unternehmens gut vernetzt, bringt den Neueinsteiger mit anderen Kollegen in Kontakt

Artikelbild: ©  Brian Ujiie/ Flickr.com

Der Beitrag Mentoring: Mitarbeiter motivieren, fordern und fördern erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/mentoring-mitarbeiter-motivieren-fordern-und-foerdern/feed/ 0
Kaufspsychologie: So rational wie der Kauf eines Ferraris http://karriere-einsichten.de/2015/02/kaufspsychologie-so-rational-wie-der-kauf-eines-ferraris/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/kaufspsychologie-so-rational-wie-der-kauf-eines-ferraris/#respond Thu, 26 Feb 2015 08:18:31 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6853 Wie rational sind deine Entscheidungen beim Griff ins Ladenregal? Klar ist, dass die Meinung anderer, dein Vertrauen in die Marke als natürlich auch die deiner Freunde dich beeinflussen.  Professor Birger Priddats von der Universität Witten/Herdecke über Kaufpsychologie… [dropcap]U[/dropcap]m Gewinn zu machen, muss verkauft werden. Die Produkte bieten sich nicht selber an, sondern werden beworben, d.h.

Der Beitrag Kaufspsychologie: So rational wie der Kauf eines Ferraris erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wie rational sind deine Entscheidungen beim Griff ins Ladenregal? Klar ist, dass die Meinung anderer, dein Vertrauen in die Marke als natürlich auch die deiner Freunde dich beeinflussen.  Professor Birger Priddats von der Universität Witten/Herdecke über Kaufpsychologie…

[dropcap]U[/dropcap]m Gewinn zu machen, muss verkauft werden. Die Produkte bieten sich nicht selber an, sondern werden beworben, d.h. man versucht potentielle Käufer zu überreden. Auf hypermodernen Märkten entsteht Konkurrenz durch Überangebote, die eine Semiosphäre entfalten, in der eine „economics of persuasion“ wirksam wird – als Kernoperation der Märkte.

Das Buch entwickelt eine eigene Theorie der Differenz von ökonomischer (Ö) und Alltagssprache (A), geht verschiedene Felder der persuasiven Ökonomie durch: Bankberatungen, Restaurantbesuche und Nahrungsmittelkonsum, Kunstmarktfälschungen, Gerüchte (im Kapitalmarkt), und entwickelt eine neue Unternehmertheorie (der Selbstüberredung zur Investition).

Sprache, Kommunikationen, Zeichen sind keine marginalen ökonomischen Attributionen, sondern leitende Unterscheidungen im Transaktionshauhalt der Märkte. Die economics of persuasion bilden eine erste Skizze für eine neue Ökonomiekonzeption, in der viele Mythen der Ökonomik dekonstruiert werden.

„Economics of persuasion“

„Economics of persuasion“ – Ökonomie der Überredung heißt das neue Buch von Professor Birger Priddat. Es beginnt mit einem Wasserkocher – der alte ist verkalkt und abgewrackt, ein neuer soll her. Bestens vorbereitet mit allen Ergebnissen von Stiftung Warentest im Kopf begibt sich der Homo oeconomicus ins Geschäft, zutiefst zur Rationalität entschlossen.

Im Regal warten 16 verschiedene Exemplare auf den armen Tropf und alle Überlegungen zu Preislimit und Energieverbrauch verdampfen wie der letzte Tropfen im Kocher – was rational richtig wäre ist hässlich wie die Nacht und eine Beleidigung für das schlafverkrustete Auge am Morgen. Der rationale Neokortex wird augenblicklich vom emotionalen limbischen System des Hirns überstimmt und der teure, aber schönere Kocher wird gekauft.

Soviel zur Theorie der Kaufpsychologie, dass alle Transaktionen in der Wirtschaft rational entschieden werden. „Das hat eine nette Logik, die wir alle gerne an der Wirkung sehen würden, stimmt aber mit der Realität nicht im mindesten überein“, sagt Priddat.

Vertrauen, vor allem bei Banken

Und legt nach: „In der Bank, bei Anlage oder Kredit, geht es um Vertrauen, denn im Zweifel kann ich das Angebot doch nicht nachrechnen und wenn ich unabhängig beraten werden wollte, würde ich mir einen unabhängigen Berater suchen. So aber akzeptiere ich, dass der Banker mir das Produkt mit der meisten Rendite für ihn oder die Bank andreht, weil ich ihm vertraue.“ Den Vorgang nennt Priddat „Nichtwissenbasierte Beziehung“.

Oder noch zugespitzter: Wie rechtfertigen sich astronomische Preise in Luxusrestaurants? „Satt macht mich die Pommesbude nebenan auch.“ Der Geschmack, lautet dann das Argument der Gourmets. Doch geht es wirklich darum? „Es geht um eine Community: Meine Freunde haben mir das empfohlen, der Gastro-Kritiker meiner Zeitung war begeistert – Ich entscheide doch nicht nach rationalen, sondern nach zutiefst emotionalen Gesichtspunkten“, erklärt Priddat an diesem Beispiel und weitet die Analyse aus: „Werbung alleine reicht nicht, um mich für ein Produkt einzunehmen.

Freunde, Netzwerke, Nachbarn

Neues Buch über Kaufpsychologie bestellen…

Da müssen Stimmen aus meiner Umgebung – Freunde, Netzwerke, Nachbarn – dazukommen, damit eine Resonanz entsteht und ich mich wirklich zu einem Kauf überreden lasse.“ Die gegenseitige Beobachtung ist somit wichtigstes Argument für oder gegen einen Kauf. „Der Markt ist eine rhetorische Veranstaltung und der Preis spielt nur die zweite Geige“, bringt er seine These auf den Punkt. Deutung und Bedeutung statt Konkurrenz und Preis.

Zum Schluss macht Priddat einen Schritt zu einer neuen ökonomischen Theorie: Alleine die Tatsache, dass es zu wirtschaftlichen Transaktionen kommt, bestimme den Markt, nicht das Motiv. „Natürlich geht es um Nutzen für Käufer und/oder Verkäufer, aber Rationalität spielt dabei selten eine Rolle.“

Über die Uni

Die Universität Witten/Herdecke nimmt seit über dreissig Jahren eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Artikelbild: © Martin Abegglen/ Flickr.com

Der Beitrag Kaufspsychologie: So rational wie der Kauf eines Ferraris erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/kaufspsychologie-so-rational-wie-der-kauf-eines-ferraris/feed/ 0
Mitarbeiterbindung: Hohe Nachfrage nach IT-Mitarbeitern http://karriere-einsichten.de/2015/02/mitarbeiterbindung-hohe-nachfrage-nach-it-mitarbeitern/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/mitarbeiterbindung-hohe-nachfrage-nach-it-mitarbeitern/#respond Wed, 25 Feb 2015 09:35:27 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6994 Wirtschaftsinformatik boomt, immer noch und immer mehr. Zwei Drittel der deutschen CIOs und CTOs gehen vom Wachstum ihrer Teams aus. Bis 2020 sogar zu dreissig Prozent, so die Studie eines Personaldienstleisters… [dropcap]G[/dropcap]leichzeitig glaubt ein Großteil der IT-Verantwortlichen, dass es in fünf Jahren schwieriger sein wird als heute, Fachkräfte im Unternehmen zu halten (47 %) und

Der Beitrag Mitarbeiterbindung: Hohe Nachfrage nach IT-Mitarbeitern erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wirtschaftsinformatik boomt, immer noch und immer mehr. Zwei Drittel der deutschen CIOs und CTOs gehen vom Wachstum ihrer Teams aus. Bis 2020 sogar zu dreissig Prozent, so die Studie eines Personaldienstleisters…

[dropcap]G[/dropcap]leichzeitig glaubt ein Großteil der IT-Verantwortlichen, dass es in fünf Jahren schwieriger sein wird als heute, Fachkräfte im Unternehmen zu halten (47 %) und neue Mitarbeiter zu finden (51 %).

Hauptgrund für die erschwerte Mitarbeiterbindung ist laut drei Viertel der befragten IT- Chefs (73 %) die stetig steigende Nachfrage nach IT-Profis, die für die Fachkräfte einen Jobwechsel erleichtert. Bei der Neueinstellung von IT-Mitarbeitern sehen 45 % der CIOs und CTOs die hohen Ansprüche an Gehälter und Zusatzleistungen besonders der Generation Y als größte Hürde. Fast ebenso viele (43 %) sind der Meinung, die Ausbildung der IT-Profis spiegle nicht die Anforderungen des Marktes wider.

Robert Half Technology hat CIOs und CTOs gefragt*: Warum glauben Sie, dass es im Jahr 2020 eine größere Herausforderung sein wird, qualifizierte IT-Fachkräfte zu finden?

Die Generation Y hat Erwartungen bezüglich Gehalt und Sozialleistungen, die wir nicht erfüllen können. 45%
Die Ausbildung der derzeitigen IT-Fachkräfte deckt die Trends im Markt noch nicht ab. 43%
Stärkerer Fokus auf die Work-Life-Balance. 37%
IT-Systeme werden zunehmend unternehmensspezifischer und externe Kandidaten haben daher nur selten die Kompetenzen, die gebraucht werden. 36%
Anzahl verfügbarer Kandidaten ist aufgrund des demographischen Wandels geringer. 26%

Steigende Anzahl an Projekten

Trotz der Herausforderungen beim Recruiting und der Mitarbeiterbindung sind CIOs und CTOs für die anstehenden Aufgaben der nächsten fünf Jahre auf größere IT-Teams angewiesen. Hauptgründe für den Bedarf an neuen IT-Mitarbeitern sind eine steigende Anzahl an IT-Projekten (60 %) oder Projekte mit einem größeren Umfang als bisher (59 %). 42 % der IT-Chefs glauben, dass eine hohe Arbeitsbelastung für die    Aufstockung der Mitarbeiterzahl verantwortlich ist.

Verbesserung der IT-Infrastruktur

Ganz oben auf der Prioritätenliste der Projekte, die bis zum Jahr 2020 umgesetzt sein sollten, steht für IT-Verantwortliche die Implementierung der richtigen IT-Infrastruktur, um die Geschäftsführung beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen (30 %). Darüber hinaus stehen die Garantie der Datenqualität (21 %) und die Sicherstellung der täglichen Unterstützung durch die IT (14%) auf der To-Do-Liste der CIOs und CTOs.

Für CIOs und CTOs wird es immer schwieriger, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom gibt es bereits heute 41.000 unbesetzte IT-Stellen in Deutschland. Doch nur mit den besten IT-Profis können die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben“, sagt Martin Schramm, Vice President bei Robert Half Technology.

Unternehmen sollten daher eine Strategie entwickeln, wie sie ihre Top-Mitarbeiter an sich binden können. Aufgrund neuer Technologien, wie Cloud Computing, IT-Security oder Big-Data-Projekte, bekommt die IT einen immer größeren Stellenwert im Unternehmen. Wer diese Herausforderungen mit hervorragend ausgebildeten IT-Profis bewerkstelligen kann, kann sich so von seinen Mitbewerbern absetzen.

Über die Studie

Für die Studie wurden 200 CIOs und CTOs in Deutschland befragt. Die Erhebung wurde im Rahmen der Arbeitsmarktstudie von einem internationalen unabhängigen Meinungsforschungsinstitut im Auftrag von Robert Half Technology, dem spezialisierten Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte im IT-Bereich, durchgeführt. Weitere Studienergebnisse finden Sie unter www.roberthalf.de/presse.

Artikelbilder: © U. Weinreich/ pixelio.de

* Quelle: Robert Half Technology, Arbeitsmarktstudie, Befragte: CIOs und CTOs in Deutschland; Mehrfachnennungen möglich

Der Beitrag Mitarbeiterbindung: Hohe Nachfrage nach IT-Mitarbeitern erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/mitarbeiterbindung-hohe-nachfrage-nach-it-mitarbeitern/feed/ 0
Recruiting: Alles was zählt sind deine Fähigkeiten http://karriere-einsichten.de/2015/02/recruiting-alles-was-zaehlt-sind-deine-faehigkeiten/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/recruiting-alles-was-zaehlt-sind-deine-faehigkeiten/#respond Wed, 25 Feb 2015 07:16:28 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6855 Talente finden (und binden), die Aufgabe der Personaler. Doch wie beurteilt ein Unternehmen die Qualifikationen der Bewerber dabei neutral, ohne Bias durch Herkunft oder Geschlecht? Ein Start-Up versucht diesen Knoten zu lösen… [dropcap]D[/dropcap]iskussionen um die Frauenquote, Gleichbehandlung und Integration stellen Unternehmen vor die Herausforderung, Auswahlverfahren zu finden, die geeignete Kandidaten filtern und dabei eine faire

Der Beitrag Recruiting: Alles was zählt sind deine Fähigkeiten erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Talente finden (und binden), die Aufgabe der Personaler. Doch wie beurteilt ein Unternehmen die Qualifikationen der Bewerber dabei neutral, ohne Bias durch Herkunft oder Geschlecht? Ein Start-Up versucht diesen Knoten zu lösen…

[dropcap]D[/dropcap]iskussionen um die Frauenquote, Gleichbehandlung und Integration stellen Unternehmen vor die Herausforderung, Auswahlverfahren zu finden, die geeignete Kandidaten filtern und dabei eine faire Behandlung aller Bewerber in den Fokus stellen. Wie wäre es da mit einer Kombination von Testergebnissen und Jobvalidierungen, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder sozioökonomischem Hintergrund.

Darauf hat das Start-up Talerio eine Antwort. Das Onlineportal – gegründet von Daniel Barke und Marlon Litz-Rosenzweig – nutzt ein ausgeklügeltes Selektionsverfahren, um die Eigenschaften und Talente einzelner Kandidaten zu evaluieren und darzustellen. Clou ist, dass mit Hilfe eine eigens entwickelten Tests und real abgeschlossenem Job die Angaben des Lebenslaufs verifiziert werden.

Unternehmen können dann Kriterien festlegen, die für eine vakante Jobposition essenziell sind, und die Datenbank durchsuchen. Angezeigt werden ihnen anonymisierte Kandidaten, die diesem Profil entsprechen. Ein erster Schritt, die soziale Mobilität in Deutschland und bald auch weltweit zu steigern.

Verifizierte Angaben mit Eigenschaftsprofil

Mehr als 35.000 Kandidaten sind derzeit auf dem Portal zu finden und täglich kommen mehr als 150 hinzu. Alle haben bei der Anmeldung einen Lebenslauf erstellt. Dieser wurde auf zwei Ebenen verifiziert – einmal durch einen spezifisch konzipierten Test und zum anderen durch erfolgreich abgeschlossene Jobs von Mylittlejob, ein Portal, das ebenfalls von Barke und Litz-Rosenzweig gegründet wurde.

Mylittlejob vermittelt Onlinejobs wie Übersetzungen, Recherchen oder Texterstellung auf Basis von Datenauswertungen. Gibt ein Kandidat an, fließend Englisch zu sprechen, wird dies anhand der erfolgreich absolvierten Jobs und über den Test, den die Kandidaten machen müssen, geprüft und bestätigt.

Auf einer zweiten Ebene steht ein eigens konzipierter Test, der in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Lars Jansen, Experte im Bereich Human Ressource Management, und Martin Schonger von der ETH Zürich erstellt wurde. Unter anderem liegen die Experimente von Nobelpreisträger James Heckmann, die zeigen, dass nonkognitive Fähigkeiten ausschlaggebend für beruflichen Erfolg sind, diesem Test zugrunde.

Datenbank von Elite-Uni

Außerdem finden Forschungsergebnisse zu Themen wie unbewusste Entscheidungen, kognitive Reflektion, nonkognitive Fähigkeiten oder Social Value Orientation Anwendung. So wird ein Eigenschaftsprofil erstellt, das jeden einzelnen Kandidaten individuell beschreibt und in Kombination mit Mylitteljob seine Fähigkeiten nachweislich darstellt.

Mit dieser Datenbank im Hintergrund ist es Unternehmen nun möglich, eine Suche zu erstellen, die Fachwissen und Eigenschaften wie zum Beispiel Ehrgeiz und Teamfähigkeit berücksichtigt. Innerhalb von acht Sekunden präsentiert Talerio anonymisierte Profile geeigneter Kandidaten. Die Unternehmen können dann über die Plattform mit den Kandidaten in Kontakt treten und ein Jobangebot unterbreiten.

Wer nicht direkt suchen möchte, kann auch eine, auf ein bestimmtes Bewerberprofil zugeschnittene Anzeige im Portal schalten und diese so aussteuern, das sie nur Talenten mit den gesuchten Eigenschaften angezeigt wird.

„Kampf der Talente“

„Im Kampf um die besten Talente bietet Talerio einen entscheidenden Vorteil“, erklärt Gründer Marlon Litz-Rosenzweig. „Unternehmen können gezielter auswählen und dabei Talente entdecken, die im herkömmlichen Bewerbungsprozess, zum Beispiel durch ein schlechtes Abiturzeugnis, durch das Raster gefallen wären.“

Der Vorteil für die Kandidaten: Sie können durch ihre Leistungen überzeugen, mit ihren individuellen Fähigkeiten punkten und sparen sich den Bewerbungsstress. Bei Talerio werden sie nämlich kontaktiert. Es gibt aber auch eine Option, sich mit einem Klick auf eine Stelle zu bewerben. So einfach war das Bewerben noch nie.

Übrigens zeigen Forschungsergebnisse aus den USA*, dass bis zu 25 % bessere Ergebnisse in der Personalauswahl erzielt werden können, wenn dabei Daten verwendet und dadurch die Kandidatenpotenziale quantifizierbar und vergleichbar gemacht werden. Bei einem Milliardenmarkt in Deutschland allein ist das eine beträchtliche Summe.

Im nächsten Schritt will Talerio auf 100.000 Studenten wachsen und insbesondere Talente aus Südeuropa und Südamerika für die Plattform begeistern. So sollen Kandidaten und Unternehmen grenzübergreifend zusammengebracht werden. Globales Recruiting basierend auf validen Daten.

* 25 % bessere Kandidaten; vgl. Kuncel, Nathan, Klieger, David und Ones, Dennis (2014): Algorithmus statt Intuition. In: Harvard Business Manager, Juli 2014, S. 14–15.

Artikelbild: © NN/ Talerio

Der Beitrag Recruiting: Alles was zählt sind deine Fähigkeiten erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/recruiting-alles-was-zaehlt-sind-deine-faehigkeiten/feed/ 0
Arbeitsleben: kein Ponyhof – aber wer will den schon? http://karriere-einsichten.de/2015/02/arbeitsleben-kein-ponyhof-aber-wer-will-den-schon/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/arbeitsleben-kein-ponyhof-aber-wer-will-den-schon/#respond Tue, 24 Feb 2015 12:59:45 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6991 Mach doch was du liebst. Und werde richtig gut darin, statt es im Arbeitsleben einfach immer nur anderen recht zu machen. Das ist die Formel von Anja Förster und Peter Kreuz. Ihre Plädoyers im neuen Buch: Sei außergewöhnlich, leidenschaftlich, unbequem, anspruchsvoll, wertvoll. Gespräch mit dem Duo… [dropcap]D[/dropcap]iese Lebenserkenntnis teilen Anja Förster und Peter Kreuz in

Der Beitrag Arbeitsleben: kein Ponyhof – aber wer will den schon? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Mach doch was du liebst. Und werde richtig gut darin, statt es im Arbeitsleben einfach immer nur anderen recht zu machen. Das ist die Formel von Anja Förster und Peter Kreuz. Ihre Plädoyers im neuen Buch: Sei außergewöhnlich, leidenschaftlich, unbequem, anspruchsvoll, wertvoll. Gespräch mit dem Duo…

[dropcap]D[/dropcap]iese Lebenserkenntnis teilen Anja Förster und Peter Kreuz in ihrem neuen Buch „Macht, was ihr liebt!“ mit jedem, der bereit ist aufzubrechen, Neues zu wagen und sein Leben in die Hand zu nehmen.

Was hat Sie zu diesem Buch motiviert?

Eine sehr ernüchternde Beobachtung, die wir immer wieder im Arbeitsalltag gemacht haben: Viele Menschen schleichen wie Zombies zur Arbeit und der Höhepunkt ihres Tages ist die Vorfreude auf den Feierabend oder das nahende Wochenende.

Was für eine Verschwendung von Lebensenergie! Unsere Botschaft ist eine andere: Keiner von uns muss ein Opfer der Umstände sein. Jeder von uns hat die Wahl, seine Talente zu entdecken und etwas daraus zu machen – oder vor sich hinzudämmern, als Teil der Kulisse auf eines Anderen.

Wer sollte das Buch lesen?

Menschen, die Lust haben, die beste Version ihrer selbst zu werden. Also alle, die heute noch das Gefühl haben, nach den Regeln anderer leben zu müssen. Die sich gefangen fühlen in einer Arbeit, die bestenfalls mittelmäßig ist.

Welche persönlichen Erfahrungen sind in dieses Buch mit eingeflossen?

Bis zum Jahr 2000 drehte sich unser Leben im Kreis. Anja war Managerin bei einer großen Unternehmensberatung und Peter war Assistant Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien. Unser Denken und unser Handeln waren geprägt von der oft sehr eintönigen Normalität in großen Organisationen.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Thema strategische Innovation hatte Peter die Chance, ungewöhnliche Menschen kennen zu lernen. Echte Querdenker, die Konventionen in Frage stellen, ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen haben und damit viel glücklicher waren als alle Leute um sie herum. Nach und nach begannen wir beide, uns mit diesen Menschen zu umgeben. Der Funke sprang auf uns über und hat uns seitdem nicht mehr losgelassen.

Das Buch in zwei Sätzen

Das höchste Ziel in unserem Leben ist zu sein, wer wir sind.

Ihr Buch enthält kurze Kolumnen – ist es nun eine Lesebuch oder doch eher ein Business-Ratgeber?

Es ist beides, ein Lesebuch und ein Business-Ratgeber für Menschen, die im Arbeitsleben stehen.

Wenn es eine Kernaussage gäbe, die sich der Leser an einen gut sichtbaren Ort hängen sollte, um immer wieder daran erinnert zu werden, welche wäre das?

„Sucht die Chance, nicht die Hindernisse! Brecht die Regeln! Gebt mehr als ihr nehmt! Macht, was ihr liebt! Lasst alles andere sein! Seid besser die erstklassige Version eurer selbst, als die zweitklassige Version eines anderen.“

Wie sähe eine Welt aus, in der viele Menschen die Ideen aus Ihrem Buch umsetzen?

Menschen trennen dann nicht mehr zwischen Arbeit und Freizeit, denn Arbeit ist für sie eine gute Zeit, in der sie Sinnvolles gemeinsam mit anderen Menschen gestalten können. Das hat auch Auswirkungen auf Unternehmen, die sehr viel innovativer und wandlungsfähiger und letztlich auch erfolgreicher sind, weil sie das volle Potenzial ihrer Mitarbeiter nutzen. Und last but not least: Es wäre eine andere Gesellschaft, eine die sehr lebendig ist.

Fällt es Ihrer Erfahrung nach Männer oder Frauen leichter, Neuland (auch gedankliches) zu betreten?

Der Mut, Neuland zu betreten, hat weder etwas mit dem Geschlecht, noch mit der Ausbildung, dem Alter, der Hautfarbe oder der Schuhgröße zu tun. Was es dafür braucht, sind zwei Dinge: Leidenschaftliche Neugierde und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Diese beiden Eigenschaften sind essentiell, denn Sie können nur dann Neuland entdecken, wenn Sie neugierig sind und kluge Risiken eingehen, sozusagen wohlinformierte und durchdachte Wetten, die sich auf der Entdeckungsreise auszahlen.

Sie sind vielgebuchte Speaker, erfolgreiche Buchautoren, erfahrene Unternehmensberater, wie motivieren Sie sich, jeden Tag aufs Neue Topleistungen abzuliefern?

Entscheidend für unsere Selbstmotivation ist es, zu erkennen, wofür wir brennen und sich ein Spielfeld zu suchen, wo das auch gewollt wird. Das haben wir getan und arbeiten nun jeden Tag daran, dass das auch so bleibt. Was wir geradezu irrsinnig finden, ist, dass viele Menschen sagen: Die Momente, in denen ich mich total für etwas begeistern kann, gibt es nur in meiner Freizeit. Dahinter steht die Denkhaltung: Es gibt ein Freizeit- und ein Arbeits- Ich. Beides sollte man in seinem Leben zusammenführen.

Ist das nicht ein bisschen simpel zu sagen: Macht, was Ihr liebt – und schwups, seid Ihr glücklich und alles wird gut?

Nehmen Sie einfach das Gegenteil von „Macht, was ihr liebt“. Das ist „Macht, was von euch erwartet wird“. Und genau daran halten sich die meisten Menschen. Sie arbeiten fleissig, schließen Versicherungen ab, konsumieren, bedienen Kredite, erfüllen ihre Pflicht – und fallen nie unangenehm auf.

Machst du schon, was du liebst? Buch vorbestellen...
Machst du schon, was du liebst? Buch vorbestellen…

Das kann man so machen, aber es ist ein sehr begrenztes Leben. Unser Leben kann dramatisch reicher sein, wenn wir eine Sache kapieren: All die großartigen Dinge um uns herum sind von Menschen erschaffen worden, die keinen Tick intelligenter sind als wir. Es sind einfach nur Menschen, die dieses begrenzte Leben nicht akzeptiert haben.

Die fünf Plädoyers in Ihrem Buch lauten: Sei außergewöhnlich, sei leidenschaftlich, sei unbequem, sei anspruchsvoll und sei wertvoll. Was meinen Sie damit?

Unser Leben ist kein Zufallsprodukt. Wir alle haben die Chance, zu machen, was wir lieben und dem Leben unseren Stempel aufzudrücken. Wir müssen nur die irrige Vorstellung abschütteln, dass man das Leben eben so hinnehmen muss, anstatt es mit offenen Armen zu empfangen. Wer das erst mal begriffen hat, wird nie mehr derselbe sein.

Wie setze ich das konkret für mich um?

Alles beginnt damit, präsent und wach zu sein und ganz bei dem, was ich gerade tue. Das hört sich selbstverständlich an, aber die meisten Menschen eilen fleißig und geschäftig wie Roboter durch ihr Leben, sind aber nie wirklich da. Der zweite wichtige Aspekt ist, dass ich mir meiner Freiheit zur Wahl bewusst werde. Wo immer wir im Leben stehen, wir können jeden Tag neu wählen.

Mal angenommen, jemand sagt Ihnen, er hätte bereits eine Menge Verpflichtungen als Familienvater oder -mutter und könne die Sicherheit nicht über Bord werfen und einfach „machen, was man liebt“. Was antworten Sie?

Jedes Risiko zu vermeiden, den frustrierenden Job hinzunehmen anstatt den Mut aufzubringen, etwas zu ändern und lieber den planierten Weg zu gehen als seinen eigenen Weg zu suchen, das alles ist ein freiwilliges Einverständnis, am Ende die Hälfte des Lebens ungelebt zurückzugeben, seinen Cocktail nicht auszutrinken, sondern angenippt stehen zu lassen.

Wie gestalten Sie ihr Lebensumfeld?

Wir versuchen, unser Umfeld bewusst zu gestalten. Was uns dabei hilft, ist unsere Not-To-Liste, die wir seit über einem Jahr führen. Dadurch ist uns erst so richtig bewusst geworden, wie viele alltägliche Kleinigkeiten uns den Kopf verstopfen. Nach jedem „Na, das hätten wir uns aber echt sparen können“ oder „Das hat’s doch wirklich nicht gebracht“ wird eben dieses misslungene Stückchen Alltag auf die Liste gesetzt: Bekanntschaftsmüll, Reizmüll, Konsummüll, News-Müll, Nahrungsmüll. Der Effekt ist gewaltig! Das Lähmende, Energiesaugende, Fremdbestimmte wegzulassen, hält den Kopf frei fürs Wesentliche.

Leben und Arbeiten zu zweit – geht das gut?

Die Vorstellung, nicht nur privat, sondern auch beruflich ein Paar zu sein, ist für viele weniger Wunsch als Alptraum. Zumindest scheint es uns so, wenn wir die vielen erstaunten Fragen nach dem Muster ‚Wie haltet Ihr das bloß aus?’ als Maßstab nehmen. Wir sehen das anders: Wir schreiben seit über einem Jahrzehnt Bücher zusammen und arbeiten zusammen. Wir lieben uns und das, was wir tun. Etwas Besseres kann uns gar nicht passieren. Finden wir.

Der Beitrag Arbeitsleben: kein Ponyhof – aber wer will den schon? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/arbeitsleben-kein-ponyhof-aber-wer-will-den-schon/feed/ 0
Green Services: Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle http://karriere-einsichten.de/2015/02/green-services-die-erfolgreichsten-geschaeftsmodelle/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/green-services-die-erfolgreichsten-geschaeftsmodelle/#respond Tue, 24 Feb 2015 06:00:35 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6541 Greenwashing war gestern. Grüne Dienste schonen die Umwelt und sollen gleichzeitig ordentliche Gewinne erwirtschaften. Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle im Bereich „Green Services“, die mit Gutem Geld verdienen… [dropcap]O[/dropcap]b der Verzicht auf Papier im Büro durchs Einführen eines neuen Dokumenten-Management-Systems oder der Wechsel des Containers vom LKW auf die Schiene: Dienstleister verdienen mit diesen und anderen “Green Services” ihr Geld.

Der Beitrag Green Services: Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Greenwashing war gestern. Grüne Dienste schonen die Umwelt und sollen gleichzeitig ordentliche Gewinne erwirtschaften. Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle im Bereich „Green Services“, die mit Gutem Geld verdienen…

[dropcap]O[/dropcap]b der Verzicht auf Papier im Büro durchs Einführen eines neuen Dokumenten-Management-Systems oder der Wechsel des Containers vom LKW auf die Schiene: Dienstleister verdienen mit diesen und anderen “Green Services” ihr Geld. Diese sollen nicht nur bestehende Unternehmen grüner machen, sondern dabei auch der Gesellschaft helfen, dass im Grunde nur so viele Bäume gefällt werden, wie sie auch gesund nachwachsen.

Sabrina Cocca vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart, unterscheidet zwischen “Green Services” im engeren Sinne und solchen, die ganze Branchen unterstützen. Das kann zum Beispiel “Green Consulting” sein, welches Dienste zum Steigern von Energieeffizienz anbietet – so genannte “green by Services”. Dahinter kann sich aber auch das Päckchen verbergen, welches mit dem Label “go green” frankiert und verschickt wird. Emissionen werden dabei zwar immer noch ausgestoßen, der kalkulierte CO2-Ausstoß durch andere Projekte wie das Wiederaufforsten von Wäldern aber kompensiert.

„Shared Value“

Katharina Tomoff, Leiterin für den “Shared Value” bei Deutsche Post DHL, verantwortet das “GoGreen”-Programm. In der Nähe vom Vorstandsvorsitzenden verankert, gehört das Umweltschutzprogramm zur Unternehmensstrategie. Vor fünf Jahren, so Tomoff, hätten sich die Manager bei Deutsche Post DHL das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die firmeneigene CO2-Effizienz um dreißig Prozent zu verbessern. Dazu kaufen sie nun bevorzugt Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, 95% der benötigten Energie in deutschen Standorten beziehe das Unternehmen bereits aus Ökostrom.

Bei einer anstehenden Investition fragen sich Tomoff und ihre Kollegen, wie viel die umweltfreundliche Lösung kostet und was damit langfristig für die Umwelt eingespart werden kann. “Dabei gibt es Maßnahmen, die sich sehr schnell und stark rechnen”. Es gebe aber genauso andere Investitionen, bei denen der Konzern kurzfristig draufzahle oder lediglich eine schwarze Null schreibe, sich aber langfristigen Erfolg durch die Kundenbindung erhoffe.

So viel Grün steckt in Green Services

Ökologisch nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich handeln, diese beiden strategischen Ziele gehören für die Fraunhofer-Forscher am IAO zusammen. Im Rahmen einer explorativen Studie unter technischen Dienstleistern, an der sich insgesamt 81 Unternehmen beteiligten, fragten die Wissenschaftler, welches Potential Unternehmenslenker im Vertrieb und der weiteren Entwicklung grüner Dienstleistungen sehen. Jedes zweite befragte Unternehmen will mit Green Services nicht nur Stammkunden im Grün-Werden unterstützen, sondern auch Kunden auf bisher noch nicht erschlossenen Märkten gewinnen. “Dies wiederum geschieht nur durch stetige Innovation”, erklärt Cocca.

Green Services werden bisher vor allem in Industriezweigen rund um Energie (80%) angeboten. “Meist handelt es sich hier um Dienstleistungen, bestehende Angebote nachhaltiger zu gestalten”, so Cocca, wie zum Beispiel ein effizienteres Energiemanagement. Hinzu komme dann das Schonen von Ressourcen – etwa durch den Einsatz erneuerbarer Energien. Weitere Dienste werden im Recycling (70%), dem Maschinenbau sowie Transport und Logistik (jeweils 60%) angeboten, so die Studienergebnisse.

Nachfrage steigt, stetig

Neben DHL spürt auch der Logistikanbieter DB Schenker eine steigende Nachfrage an grünen Diensten. Mit seinen “Eco Solutions” hat sich der Konzern seit über drei Jahren am Markt positioniert. DB Schenker hat sich dabei gleich mehrere Ziele gesetzt, erklärt Stefanie Grunberg, Unternehmenssprecherin im Bereich „Grüne Logistik“: profitabler Marktführer werden, Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze bieten, die Umwelt schonen. Vom Einkauf, über Lieferantenauswahl, Produktion und Materialbewertung bis hin zu den eigenen Dienstleistungen: In den jeweiligen Ressorts des Konzerns sitzen nun Experten, die sich ausführlicher mit dem Thema „Green Services“ beschäftigen.

Dieses Engagement beeindruckt auch international. Letztes Jahr wurde der Konzern in Shanghai als „Bester Grüner Dienstleister – Logistikunternehmen“ ausgezeichnet. Und das Jahr zuvor wurde vom Deutsche-Bahn-Vorstand erstmalig der Titel des Chief Sustainability Officer (CSO) vergeben, allerdings ohne einen neuen Posten zu schaffen. Karl-Friedrich Rausch verantwortet bereits seit einigen Jahren die Logistik im Konzern auf Vorstandsebene.

Green Services müssen sich rechnen

Neben Logistikern profitieren Gebäudemanager vom Boom der Green Services, inklusive erster Fusionen und Akquisitionen. So kaufte 2013 der Multi-Service-Dienstleister SPIE, der sich unter anderem auf Facility Management spezialisiert hat, für 250 Millionen Euro diesen Bereich von HOCHTIEF. SPIE-Mitarbeiter überprüfen und optimieren Laufzeiten von technischen Anlagen, tauschen Beleuchtungen aus, erneuern Pumpen und Antriebe: vom mobilen Blockheizkraftwerk hin zum flexiblen Reduzieren von Energiekosten und Emissionen. Bei SPIE heißt diese Marke “blueFM”.

Für SPIE-Unternehmenssprecher Matthias Felten steckt hinter dem grünen Produkt eine Philosophie. Die „zweite Miete“ werde so langfristig planbarer, erklärt Felten den grünen Dienst. “Damit schafft ökologisches Handeln ökonomische Vorteile.” Vom Einsparen bei den Nebenkosten profitieren Industriekunden mit ähnlich grünen Absichten ebenso wie ein Immobilienfonds, der vor allem eine möglichst hohe Rendite in seiner Vermarktung erzielen will. Die Geschäftsphilosophie rechnet sich mit dem Kundenwunsch, nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel zu schonen.

Hoffnungsträger können morgen schon pleite sein

In anderen Bereichen scheuen Unternehmen noch die hohen Investitionskosten und das schwierig einzuschätzende Marktumfeld – nicht jeder “Green Service” ist von Erfolg gekrönt. Den Studienergebnissen von Fraunhofer zufolge rechnet mehr als jedes zweite Unternehmen mit dem möglichen Scheitern seiner grünen Dienstleistungen.

So musste die israelische Firma “Better Place”, einstiger Hoffnungsträger der Branche im Rennen um zukunftsfähige Elektromobilität, Mitte 2013 Insolvenz anmelden. Der angebotene Service, zuvor aufgeladene Batterien an Tankstellen gegen verbrauchte Speicher auszutauschen, wurde vom technischen Fortschritt überholt – einer höheren Reichweite neuartiger Batterien -, aber auch vom flotteren Marketing der Konkurrenz.

Eines der Unternehmen, die sich Nachhaltigkeit bereits länger auf die eigene Marke geschrieben haben, ist der schwäbische Textilhersteller TRIGEMA. Die Kommunikationspolitik des Unternehmens sei besonders transparent gestaltet, so Firmenchef Wolfgang Grupp. Man habe gegenüber Interessierten nichts zu verbergen, während andere Produzenten, durch den Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch jüngst in die Kritik geraten, nur Informationen zu ihren Produktionsmethoden preisgeben würden was sie tatsächlich müssten.

Green Services auf der Schulbank

Transparenz reicht von der TV-Werbung mit dem sprechenden Schimpansen über Betriebsbesichtigungen vor Ort im Werk Burladingen bis zu den zahlreichen, meist impulsiven Talkshow-Auftritten von Wolfgang Grupp. TRIGEMA-Kunden können sich die Wertschöpfungskette vom gesponnenen Baumwoll-Garn bis zum ökologisch abbaubaren T-Shirt selbst anschauen. Grupp: “Ich betrachte es als meine Pflicht, meine Mitmenschen in den Arbeitsprozess einzubeziehen und unsere Arbeitsplätze auch in Zukunft zu sichern.” So habe zum Beispiel jedes Mitarbeiterkind Anspruch auf einen Ausbildungsplatz in der Firma – inklusive anschließender Beschäftigungsgarantie.

Personalthemen wie das Erreichen einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit werden bei den meisten Green-Service-Anbietern als wichtig, aber nicht als besonders dringlich betrachtet. Obwohl Dienstleistungen meist ein klares “People Business” sind, räumt der Fraunhofer-Studie zufolge nur jedes vierte Unternehmen dem Personalwesen eine Schlüsselrolle ein. Dies widerspricht den Erfolgsfaktoren von Green Services, welche die Forscher ermittelt haben: “Nachhaltigkeit sollte nicht nur verkauft, sondern quasi aktiv im Unternehmen gelebt werden”.

Am Ende des Tages bestimmt in der von Angebot und Nachfrage getriebenen Betriebswirtschaft aber der Kunde über den Erfolg von Green Services. Nur Dienste, die auf längere Zeit genug Käufer finden, haben auch im freien Wettbewerb eine Chance. “Green Services werden nur von Kunden genutzt und gekauft, die den Nutzen darin sehen”, resümiert Sabrina Cocca vom Fraunhofer IAO. Dazu gehöre nicht nur ein allgemeines Umweltbewusstsein, sondern ebenso die Bereitschaft, selbst Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen. Ein ziemlich breiter grüner Daumen also.

Artikelbild: © U.S. Department of Agriculture/ Flickr.com

Der Beitrag Green Services: Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/green-services-die-erfolgreichsten-geschaeftsmodelle/feed/ 0
Karriere in Finanzbranche: Arbeitnehmer haben (fast) freie Wahl http://karriere-einsichten.de/2015/02/karriere-in-finanzbranche-arbeitnehmer-haben-fast-freie-wahl/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/karriere-in-finanzbranche-arbeitnehmer-haben-fast-freie-wahl/#respond Mon, 23 Feb 2015 09:48:52 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6983 Du willst dir die besten Chancen auf einen lukrativen Job sichern? Klar. Und Geld verdienen natürlich auch. Das klappt am besten in der Branche, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt, den Banken. Vor allem in den Bereichen Risikomanagement, Compliance und IT wird 2015 eingestellt… [dropcap]D[/dropcap]er Aufstieg sozialer Medien und die rasante Digitalisierung zahlreicher Wirtschaftsbereiche haben auch

Der Beitrag Karriere in Finanzbranche: Arbeitnehmer haben (fast) freie Wahl erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Du willst dir die besten Chancen auf einen lukrativen Job sichern? Klar. Und Geld verdienen natürlich auch. Das klappt am besten in der Branche, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt, den Banken. Vor allem in den Bereichen Risikomanagement, Compliance und IT wird 2015 eingestellt…

[dropcap]D[/dropcap]er Aufstieg sozialer Medien und die rasante Digitalisierung zahlreicher Wirtschaftsbereiche haben auch den Finanzsektor erfasst. Um der jüngeren Kundengeneration auf Augenhöhe zu begegnen, müssen Banken ihr Produktportfolio weiterentwickeln und smarte Lösungen anbieten. Zur Entwicklung dieser Dienstleistungen werden verstärkt Entwickler sowie Datenbank- und Sicherheitsexperten gesucht.

„Das Angebot an geeigneten IT-Experten ist sehr begrenzt, da neben umfangreichen Fachkenntnissen der IT auch ein fundiertes Verständnis für die Arbeitsweisen im Finanzsektor notwendig ist“, erklärt Tanja Apel-Mitchell, Director Continental Europe & Middle East bei eFinancialCareers.de. „IT-Experten sollten bestehende Systeme verstehen und neue Infrastrukturen implementieren können, gefragt ist eine Schnittstellenkompetenz“.

Big Data, Big Problems

Finanzdienstleister können dank digitaler und mobiler Dienstleistungen Informationen über Bedürfnisse und Verhaltensweisen ihrer Kunden sammeln und auswerten. Auf Basis der Analysen können Banken individuell zugeschnittene Angebote und Service-Leistungen entwickeln. Daraus resultiert der anhaltende Bedarf an sogenannten „Data Scientists“.

Aktuell kommen weltweit lediglich 6,2 Bewerber auf eine Stelle zum Thema „Big Data“ bei Banken. Der Einsatz digitaler Technologien im Tagesgeschäft und die Verwertung sensibler Kundendaten erfordert gleichzeitig, dass Banken auch datenschutzrechtliche Belange beachten.

Eine aktuelle Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) zeigt, dass knapp die Hälfte deutscher Unternehmen für 2015 plant, die Investitionssummen für IT-Sicherheit um 50% zu erhöhen. Weitere 45% glauben daran, dass sich die Investitionen bis 2020 sogar verdoppeln werden. Zusätzlichen Auftrieb dürfte das Thema durch das im vergangenen Dezember beschlossene IT-Sicherheitsgesetz erhalten.

Hierin hat die Bundesregierung festgelegt, das Betreiber Kritischer Infrastrukturen, dazu gehören auch Banken, einen Mindeststandard an IT-Sicherheit einhalten müssen. Hierfür werden bei Finanzinstituten zunehmend Stellen für IT-Sicherheitsbeauftragte geschaffen, die noch besetzt werden müssen.

Haftungs- und Regulierungsfragen

Die Nachwehen der Finanzkrise sind immer noch präsent und halten den Bedarf nach Mitarbeitern aus den Bereichen Risikomanagement und Compliance weiterhin hoch. Banken müssen sich ferner konsolidieren, um im neuen Umfeld samt strengerer Anforderungen und komplexer Rahmenbedingungen bestehen zu können.

Auf der Wunschliste der Personalverantwortlichen zahlreicher Finanzinstitute stehen für 2015 Kandidaten, die Kredit- und Marktrisiken einschätzen und managen können. Rosige Aussichten herrschen für Risikomanager und Compliance-Mitarbeiter. Allein die Citibank und die HSBC haben 10.000 beziehungsweise 7.000 Arbeitsplätze in diesen Bereichen weltweit geschaffen. Der Wettbewerb um die Top-Talente dürfte sich verschärfen.

Aufgrund anstehender Umstrukturierungen und Einsparungen sollte man in einigen Bereichen genauer hinschauen. So ist für Back Office-Positionen im Investment Banking in diesem Jahr mit weiteren Auslagerungen auf Drittunternehmen oder ins Ausland zu rechnen. Ebenfalls sinkt im Devisengeschäft die Nachfrage aufgrund der zunehmenden Automatisierung. Und auch viele kleine und mittlere Hedgefonds müssen sich mit dem Personalthema beschäftigen – allein in 2014 wurden weltweit 889 Hedgefonds geschlossen.

Arbeitnehmer haben (fast) freie Wahl

Arbeitgeber im Finanzsektor sehen sich einem verhärtenden Wettbewerb um geeignete Kandidaten gegenüber. Für Banken und weitere Finanzdienstleister ist es deshalb besonders wichtig, auf Wünsche heutiger Berufseinsteiger einzugehen. „Ein sicherer Arbeitsplatz, eine positive Unternehmenskultur und Flexibilität sind treibende Faktoren bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers“, rät Tanja Apel-Mitchell bei der aktiven Personalbeschaffung.

Und wenn das Angestelltensein nichts für Sie ist, bleibt immer noch die Selbstständigkeit! Ganz gleich, ob Sie Blumen verkaufen, IT-Services anbieten oder ein Lokal führen – als Selbständiger sind Sie rund um die Uhr für Ihr Business im Einsatz und stellen sich immer wieder neuen Herausforderungen.

Artikelbild: SpareBank 1/ Flickr.com

Der Beitrag Karriere in Finanzbranche: Arbeitnehmer haben (fast) freie Wahl erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/karriere-in-finanzbranche-arbeitnehmer-haben-fast-freie-wahl/feed/ 0
Feedback: Runterschlucken oder zu Nutze machen http://karriere-einsichten.de/2015/02/feedback-runterschlucken-oder-zu-nutze-machen/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/feedback-runterschlucken-oder-zu-nutze-machen/#respond Mon, 23 Feb 2015 05:30:50 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6888 Immer wieder Montags gibt es Stress. Die erste Teambesprechung nach dem Wochenende, grosses Kino – auch bei Kleinigkeiten. Clever ist, wer hier auch mit Gemotze umgehen kann. Was Feedback über uns und die anderen verrät, verraten uns Chris Wolf und Heinz Jiranek… [dropcap]K[/dropcap]lappe halten, runterschlucken? ”Du musst Feedback ehrfürchtig annehmen, zumindest muss es so aussehen.

Der Beitrag Feedback: Runterschlucken oder zu Nutze machen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Immer wieder Montags gibt es Stress. Die erste Teambesprechung nach dem Wochenende, grosses Kino – auch bei Kleinigkeiten. Clever ist, wer hier auch mit Gemotze umgehen kann. Was Feedback über uns und die anderen verrät, verraten uns Chris Wolf und Heinz Jiranek…

[dropcap]K[/dropcap]lappe halten, runterschlucken? ”Du musst Feedback ehrfürchtig annehmen, zumindest muss es so aussehen. Also halte einfach den Mund und blicke ergriffen.” Etwa so kann man die gängige Vorstellung vom geziemenden Umgang mit Feedback zusammenfassen. So lernt man das ja auch im Seminar, so wollen es die gepriesenen Feedbackregeln.

Man muss demütig dankbar sein und sagt besser nichts! Umso mehr gilt dies, je größer die hierarchische Distanz zum Feedbackgeber ist. Wenn der Chef ein Feedback erteilt, dann sollte man wohl besser ruhig sein und dankbar nicken. Nur – ist das eine nützliche Haltung? Und falls nein, gibt es denn einen anderen, besseren Weg?

Es gibt ihn, allerdings erfordert er etwas Mühe. Wir behaupten, dass das Annehmen von Feedbacks von zentraler Bedeutung nicht nur für die Kommunikation, sondern für das Funktionieren von Unternehmen ist. Damit muss es zu den Kernkompetenzen für Führungskräfte und Mitarbeiter gezählt werden.

Pragmatische Ansätze

Unser Ansatz des Resonanz-Feedbacks schaut auf den Prozess der Übertragung von Feedbacks und liefert auch zum Annehmen von Feedbacks pragmatische Ansätze. Auf ein Hochglanzposter mit einer niedrig einstelligen Anzahl simpler Regeln passen diese jedoch nicht.

Hier geht es primär um Feedbacks in hierarchischen Kontexten, in denen unterschiedliche Dominanzverhältnisse eine Rolle spielen und das Feedback mit entsprechender Durchschlagkraft versehen, die sich in der Ansprache von Oben nach Unten immer einstellt. Sinngemäß sind die Überlegungen jedoch übertragbar auf alle Bereiche des Feedback-„lebens“.
Drei Perspektiven: „Man weiß ja, von wem es kommt!“

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Perspektiven, aus denen man ein Feedback anschauen kann:

  1. Was sagt das Feedback über einen selbst, den Feedbacknehmer?
  2. Was geht in ihm /ihr vor? (z.B.: „Oh nein, ich wusste, dass er, der Feedbackgeber merkt, dass ich das alles eigentlich gar nicht kann! Ich bin die falsche Besetzung für die Stelle!“)
  3. Was sagt es über den Feedbackgeber? (z.B.: „Na, wenn der das sagt… da weiß man ja, von wem es kommt!“ oder: „Aha, jetzt weiß ich, was ihm wichtig ist.“)

Gedanken, Emotionen

Und was ist schließlich der Inhalt des Feedbacks? Sinnvoll ist letztlich die Betrachtung aller Aspekte, wobei der Inhalt nur dann zur Nutzung gebracht werden kann, wenn man die beiden anderen Perspektiven angemessen berücksichtigt.

Diese ist aber nur möglich, wenn man sich der beiden anderen Foki auch bewusst ist und hier seine Wahrnehmungen sortiert und Entscheidungen trifft. Hier ist tatsächlich Arbeit gefordert: Denkarbeit und Emotionsarbeit. Das gilt übrigens für Feedbacks mit positivem Inhalt genauso wie für Feedbacks mit negativem Inhalt.

Wir haben unserem Ansatz die Bezeichnung „Resonanz-Feedback“ gegeben. Denn erfolgreiche Feedbackprozesse sind getragen von großer Aufmerksamkeit auf alles, was mitschwingt.

Kränkung: Enttabuisieren!

Die erste dieser Schwingungen ist wohl in der potenziellen Kränkung zu finden, die jedem Feedback innewohnt. Damit meinen wir den schmerzhaften Blick oder „Angriff“ auf das Allerheiligste der Persönlichkeit, auf das, was uns ausmacht. Wenn ein Feedback unserem Selbstbild nicht entspricht, dann treten Nachdenkarbeiten in Gang.

Dabei wird ganz häufig unser Selbstbild als „bedroht!“ wahrgenommen, geschützt und reflexartig verteidigt. Ich stelle mir das – in Analogie zum Immunsystem – so vor, dass der Fremdkörper „Kränkung“ und eben manchmal auch ein “Feedback” herausgeeitert werden muss!

Das, was da von außen kommt, das darf einfach nicht wahr sein, sonst wäre Ich nicht Ich, sondern ein Mosaik aus fremden Definitionen; deshalb werde ich sauer und hoffe, die Säure kann das Fremde, das von außen Kommende zersetzen, als etwas, das nicht zu mir gehört. Dies kann man zum Beispiel erreichen, indem man erst gar nicht den Inhalt betrachtet, sondern einfach den Feedbackgeber abwertet.

Um die eigene Identität zu wahren, rechtfertigen wir uns, das heißt, wir fertigen uns das Recht selbst, und damit legitimieren wir unser Tun. So schützen wir unser Ich, die Grundfeste der Persönlichkeit.

Widerspruch, Reflexe und die Auseinandersetzung

Kurz: Gekränkt zu sein und Widerstand zu spüren, wenn mir etwas nicht passt (= etwas nicht zu mir passt = es also einen Fremdkörper darstellt), das ist ein normaler und vollkommen gesunder psychischer Vorgang. Denn die Kränkung schützt, indem sie die Ursache nach außen hin – zum Verursacher der Kränkung – verweist.

Zu uns selbst sagen wir dann: “Da irrt er sich aber gewaltig!”, “Sein Feedback geht völlig an der Wirklichkeit vorbei!”, “Sie sollte erst mal vor ihrer eigenen Haustür kehren!”, “Was sie da sagt, wird mir ja gar nicht gerecht. Andere sehen das ganz anders!”, “Das muss ich mir doch nicht länger anhören!” Zugegeben, wir übertreiben, und es wird nicht immer so sein.

Aber es wäre merkwürdig, wenn das nicht doch oft genau so wäre und wir selbst einem Feedbackgeber gegenüber, den wir schätzen, auf den wir hören, kritisches Feedback abwehren würden, insgeheim und im Inneren. Diese Tendenz zum Widerspruch, zum Widerstand, zur Abwehr erfolgt nahezu reflexhaft und damit allzu häufig unreflektiert.

Erst wenn man sich dieser inneren Resonanz achtsam bewusst wird, ist man in der Lage, dem Widerspruchsdrang zu widerstehen. Erst wenn man sich als Feedbackempfänger eingesteht, dass es einem mit Feedback nicht gut gehen muss, erst wenn man verstanden hat, dass das sogenannte konstruktive Feedback meist für den konstruktiv ist, der es gibt, aber nicht unbedingt für den, der es bekommt, erst dann kann man hinhören, obwohl’s vielleicht weh tut.

Als Feedbacknehmer darf man sich auseinandersetzen und man darf auch sprechen, wenn man ein Feedback erhält. Nur den direkten Widerstand, den halten wir für nicht zielführend.

Fragen über Fragen

Dabei hilft – mehr als dem Widerspruchsimpuls nachzugeben – oft ein ganz einfaches Mittel: Die Frage. Als Instrument zur Selbst- und Impulskontrolle nutzt sie selbst dann, wenn man gar nichts wissen will! Als Odysseus sich an den Mast binden ließ, um sich nicht der Verführung der Sirenen, genauer seiner eigenen Emotionen den Damen gegenüber, preiszugeben, hat er ähnlich gehandelt. Er hat sich an etwas gebunden, um sich zu retten, – bei offenen Ohren übrigens.

Die Frage als Kommunikationsmittel verschiebt auch den Kommunikations-”druck” zum anderen. Er muss nun nachdenken, präzisieren, erklären, verdeutlichen. Und während das geschieht, verliert das als bedrohlich empfundene Feedback oft seinen erlebten Angriffscharakter. Und ganz nebenbei: Es wird dadurch oft deutlich mehr Klarheit geschaffen, als dies mit einer ersten Formulierung des Feedbackgebers der Fall gewesen wäre.

Noch besser natürlich, wenn das Feedback Ihre Neugier trifft. Wie kommt er darauf? Was meint sie damit? Worauf bezieht er sich? Was hat sie denn da am meisten beschäftigt? Mithin teilt der Feedbackgeber über sich mindestens genau so viel mit, wie über mich. Als Feedbackempfänger erfahre ich die Bewertungen, die Maßstäbe, die Empfindlichkeiten, die Wünsche meines Feedbackgebers. Und das macht den Austausch interessant!

Zum nützlichen Annehmen von Feedback gehört also das Bewusstmachen der inneren Prozesse, die beim Auseinandersetzen erfolgen und es gibt ein paar Kommunikationsmittel, wie Fragen, die hilfreich sind. Entscheidend ist jedoch die innere Haltung, mit der man dem Feedback begegnet.

Arbeiten an der inneren Haltung

Zur inneren Haltung des Feedbackempfängers gehört es also, Feedbackprozesse einfach als Austausch von Vorurteilen zu begreifen. Als den Vergleich unterschiedlicher Perspektiven, von denen keine wahr sein wird. Beide zeigen eben Blickwinkel, und das ist vollkommen legitim.

Zur inneren Haltung des Feedbackempfängers gehört auch, dem Feedbackgeber nicht die perfekte Formulierung des Feedbacks abzuverlangen. Er drückt sein Anliegen so aus, wie er es eben ausdrückt. Die Haltung hieße vielleicht: Auch wenn’s mir nicht passt, auch wenn mir der Ton, das Beispiel nicht gefällt, aber mich interessiert schon, wie der andere zu seinem Urteil kommt.

Zur Haltung im Resonanz-Feedback gehört es, sich bewusst zu machen, dass der Feedbackgeber energetischen Aufwand betrieben hat; selbst wenn Art und Inhalt des Feedbacks uns nicht gefallen: ist es erst einmal geäußert, dann “kann man drüber reden”.

Natürlich kann das nur klappen, wenn für kommunikative Bewegungsfreiheit der Beteiligten gesorgt ist. Ein vorschnelles, gegenseitiges Unterbrechen und schnell aus der Hüfte geballertes “Das war ganz anders …” oder ein Das-sehen-Sie-falsch-Geschoss engt ein und begrenzt.

Somit gründet Resonanz-Feedback auf einem simplen aber unabdingbaren Übereinkommen: Wir sind beide dran, und zwar nacheinander. Der eine spricht, der andere hört. Der andere spricht, der eine hört. Und wenn einer sich das Recht fertigt, seine Sicht auf die Dinge zu äußern, dann darf muss dasselbe Recht auch für den anderen gelten.

Annehmen von Feedback mit positivem Inhalt

Gilt dies denn nur für negatives Feedback? Keineswegs. Das Annehmen von Feedback mit positivem Inhalt ist mindestens ebenso schwierig. Dem Empfänger wird es gut tun, solches zu hören. Und doch setzt hier etwas ein, was der Philosophie des Resonanz-Feedbacks zuwider läuft. Es greift die schüchterne Berührtheit des Komplimentempfängers.

Innerlich oder äußerlich rot werdend, retten wir uns mit einem “Danke, ja, klar, ähm, gerne!” Fishing for Compliments, das ist unanständig, hat man uns beigebracht. Resonanz-Feedback aber “fordert” gerade dieses Fishing. Ja, wir halten es nicht nur anständig, sondern sogar für notwendig und zielführend, Rückmeldungen, die uns gut tun, offen anzunehmen und sie zu hinterfragen!

Denn häufig sind “positive” Feedbacks – weil (leider) ungewohnt – auch mit einer gewissen Peinlichkeit auf Seiten des Feedbackgebers verbunden und kommen daher in der Form generalisierenden Lobs daher. “Bei unserem CRM-Projekt, da haben Sie sich richtig reingehängt, wollte ich Ihnen nur sagen. Klasse!” Die kommunikativen Weichzeichner verwischen das Detail. Was genau gemeint ist, bleibt im rosa Nebel verborgen.

„Sich reinhängen“

Was heißt reingehängt? Durch die Arbeitsleistung? Die Art, das Projekt zu strukturieren oder die betroffenen Kollegen mitzunehmen? Durch den klaren Informationsfluss? Durch die Detailkenntnis? Durch die Art und Weise der Präsentation oder der Dokumentation? Oder ist gar gemeint “übertrieben reingehängt”? Hat das “Reinhängen” gereicht? Wie bewertet mein Feedbackgeber den Erfolg? Und und und. So kann ein sehr interessantes Gespräch entstehen, und man wird viel über sich erfahren.

"Feedback" - Das Buch bestellen...
„Feedback“ – Das Buch bestellen…

Beim Annehmen von “positivem” Feedback gilt es noch eine zweite Hürde zu nehmen. Es gilt, sich klar zu machen, dass das diese Form des Nachfragens keine schlafenden Hunde wecken wird. Warum? Ganz einfach: Die Hunde schlafen nicht!

Resonanz-Feedback will positiver Wirkung ein großes Gewicht geben. Der Feedback-Empfänger nimmt Feedback, das er als positiv empfindet, nicht nur an, sondern er unterstützt den Feedbackgeber dabei, es zu präzisieren.

Resonanz zulassen!

Um mit Feedbacks so umzugehen, dass ein Nutzen entsteht, gilt es also, etwas über Kränkungen zu wissen und über den eigenen Umgang damit. Das Begreifen von Feedback als Austausch unterschiedlicher Perspektiven (und niemals der „Wahrheit“) erfordert schlicht neben dem Verstehen auch Übung.

Es gilt, dem Feedbackgeber mit einer angemessenen Milde gegenüberzutreten, was Formulierungen betrifft. Man darf und sollte darüber reden können, vor allem, wenn man gelernt hat, die direkte Widerstandslust im Griff zu haben.

Über die Autoren

Chris Wolf arbeitet als Diplom-Psychologin seit über 15 Jahren in Beratung und Training. Themen aus Marketing, Führung, Verkauf und Kommunikation mit Patienten/Angehörigen sind dabei das Thema. Feedback spielt in ihrer Beratungs- und Trainingsarbeit eine essenzielle Rolle und Struktur und kulturelles Umfeld solcher Äußerungen sind ihr ein Herzensanliegen.

Heinz Jiranek, Diplom-Psychologe, Inhaber und Geschäftsführer von ifb-Jiranek – Institut für Betriebspsychologie, arbeitet seit 30 Jahren für verschiedene Kunden am Thema Kommunikation, Führung und Coaching. Auch durch seine berufliche Herkunft als Therapeut geprägt fokussiert er immer auf die Wirkung und nie auf das Rezept, nicht auf Verhaltensdrill, sondern auf den zwischenmenschlichen Prozess.

Artikelbild: © Alan Levine/ Flickr.com – CC BY-SA 2.0

Der Beitrag Feedback: Runterschlucken oder zu Nutze machen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/feedback-runterschlucken-oder-zu-nutze-machen/feed/ 0
Achtsamkeit im Beruf: Bereicherung oder zusätzliche Last? http://karriere-einsichten.de/2015/02/achtsamkeit-im-beruf-bereicherung-oder-zusaetzliche-last/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/achtsamkeit-im-beruf-bereicherung-oder-zusaetzliche-last/#comments Sun, 22 Feb 2015 08:00:09 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6881 Achtsamkeit boomt, in Yoga-Magazinen und Mindstyleprogrammen. Doch wie sieht’s im Berufsleben aus? Das beantwortet uns Burnout-Präventologe Michael Knake… [dropcap]M[/dropcap]it dem Begriff der Achtsamkeit ist zunächst eine besondere Form der Aufmerksamkeit in einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand gemeint. Der Lehre Buddhas zufolge soll die Haltung der Achtsamkeit ein Weg sein, dem Leiden zu begegnen und es

Der Beitrag Achtsamkeit im Beruf: Bereicherung oder zusätzliche Last? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Achtsamkeit boomt, in Yoga-Magazinen und Mindstyleprogrammen. Doch wie sieht’s im Berufsleben aus? Das beantwortet uns Burnout-Präventologe Michael Knake…

[dropcap]M[/dropcap]it dem Begriff der Achtsamkeit ist zunächst eine besondere Form der Aufmerksamkeit in einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand gemeint. Der Lehre Buddhas zufolge soll die Haltung der Achtsamkeit ein Weg sein, dem Leiden zu begegnen und es zu mindern.

Das klingt natürlich für den normalen Berufsalltag recht hoch gegriffen. Leiden wir also unter unserem Beruf oder in Teilen unseres Berufes, brauchen wir nur achtsam zu sein, und unser Leiden wird gemindert. Das könnte man daraus schlussfolgern. Aber ist es wirklich so einfach?

Achtsam durch den Alltag

Unser beruflicher Alltag besteht weitgehend aus automatisierten Tätigkeiten. Wir bekommen eine Aufgabe, wir bringen in Erfahrung, was wir dafür tun müssen, und wir bewältigen sie mehr oder weniger unbewusst. Die erste Übung in der Haltung der Achtsamkeit wäre also, aus den Automatismen heraus zurück zu mehr Bewusstheit zu gelangen.

Der Weg dorthin ist denkbar einfach: Ich verankere mich in der Gegenwart durch das Fühlen des Atems. Immer, wenn bei einer Abrechnung, einem Telefonat, einem Gespräch, einem Meeting etc. der Geist abschweift, kehre ich zum Fühlen des Atemvorgangs zurück. Ich spüre, wie der Atem einfließt und austritt. Ich zähle die Atemzüge: 1,2,3.. und kehre in die Gegenwart des Augenblicks zurück. So kann ich mir durch eine einfache Übung automatisierte Tätigkeiten bewusst machen.

Bewusstheit und Präsenz ist eine Grundbedingung für Handlungsfähigkeit. Bin ich (geistes-)gegenwärtig, kann ich aufbauend auf einem tiefen, intuitiven Verständnis Entscheidungen treffen und bin weniger abhängig von Ablenkungen und unbewussten Störungen.

Das mit den bewussten, autonomen Entscheidungen ist ja schön und gut, aber ich stoße im Berufsleben immer wieder auf Probleme oder Abhängigkeiten, die ich nicht beeinflussen kann. Ein Vorgesetzter oder Chef, den ich mir nicht ausgesucht habe, finanzielle Zwänge, Arbeitszeiten etc. liegen oft weit außerhalb meines Einflussbereiches. Was tun in solchen Situationen?

Das achtsame Einschätzen des eigenen Einflussbereiches kann eine sehr erleichternde Wirkung haben. Alles, was ich nicht ändern kann, brauche ich nicht weiter zu beachten. Damit fällt ein beachtlicher Teil an Stress– und Konfliktpotential einfach weg und ich kann mich den Dingen zuwenden, die ich wirklich beeinflussen kann.

Dabei ist es wichtig, den eigenen Einflussbereich nicht zu klein wahrzunehmen und zu schnell zu resignieren, nach dem Motto: Da kann ich sowieso nichts machen, das ist zwecklos etc. Eine achtsame Wahrnehmung wäre, bewusst einzuschätzen, welche Grenzen ich überwinden kann und an welchen Stellen ich meine Energie spare.

Auch mal „Nein“ sagen (können)

Ein weiterer Schritt zu Achtsamkeit im Beruf ist eine Trennung. Die Trennung von der Vorstellung, von allen geliebt zu werden. Gerade in leitenden Positionen leiden viele Menschen unter dem Bedürfnis, alle ins Boot holen zu wollen oder Konsens zu schaffen. Es wird immer jemanden geben, dem das, was ich mache, leiste, vorlege, wofür ich stehe, nicht in den Kram passt. Trenne ich mich von der Tendenz, diese Skeptiker und Zweifler überzeugen zu wollen, ändert sich meine Grundhaltung.

Gehe ich achtsam mit meiner Wirkung auf andere um, dann mache ich ein Angebot. Ich stelle etwas vor, vermittle ein Konzept, und stelle es jedem frei, ob er/sie es annimmt oder eben nicht. So kann ich mich von der Verantwortung lösen, allen alles recht machen zu wollen. Denn so sehr ich mich darum bemühe, es wird mir nicht gelingen. Kann ich mich aber von diesem Anspruch lösen, kann dies eine äußerst befreiende Wirkung haben. Nicht nur für mich, sondern auch für meine Kollegen.

Downshiften statt Tempo-Schuften

Um achtsam im Beruf zu sein, macht es Sinn sich einmal sein eigenes Tempo anzuschauen. Welche Aufgaben bewältige ich schnell, wofür brauche ich etwas Zeit? Achtsamkeit in diesem Zusammenhang bedeutet, auf die Stimmigkeit des Arbeitstempos zu achten, unabhängig vom Tempo meiner Umgebung. Natürlich kann ich nicht immer in dem von mir gewünschten Tempo arbeiten. Ich kann aber innerhalb dieser Grenzen auf mein inneres Tempo achten. Und genügend Pausen für mich einplanen.

Neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge dauert es im Durchschnitt 66 Tage, um eine Gewohnheit zu entwickeln. Das bedeutet, dass viele Entwicklungen einfach ihre Zeit brauchen. Es macht also Sinn, die Aufgaben zu ordnen: Was ist jetzt machbar, was braucht einfach noch etwas Zeit? Den Dingen Zeit geben, sie nach einfachen Prinzipien ordnen, all das kann zu einem achtsameren Arbeitstempo führen.

Leben ohne Überforderung

Wie gehe ich achtsam mit Überforderung um? Vielleicht liegt ein achtsamer Umgang damit in der Fähigkeit, zu Einfachheit zu gelangen. Die Frage ist also nicht: Was kann ich hinzufügen, damit etwas besser wird. Es geht darum, was ich weglassen kann, um es zu verbessern. So kann ich meinen Blick für die wirklich wichtigen Dinge meines Berufes öffnen.

Zu guter Letzt geht es um die achtsame Überprüfung der Vision, der Motivation. Was bringt uns dazu, genau jetzt diesen Job zu machen? Vernunft, Finanzielles, Berufung, eine Mischung aus allem? Werde ich mir in dem was ich tue gerecht? Wofür bin ich in meinem Beruf dankbar? Was wünsche ich mir?

Kein Job dieser Welt kann mich immer begeistern, aber überwiegt das Positive das Negative? Entspricht mein Beruf mehrheitlich dem, was ich mir davon erhoffe? Und bin ich der Meinung, dass es diese dankenswerten Seiten meines Jobs es wert sind, die Schattenseiten anzunehmen?

Hauptsache motiviert

Habe ich diese Grundmotivation, ist es leichter, mit den Schattenseiten umzugehen. Habe ich sie nicht, ist es womöglich an der Zeit, etwas zu ändern. Kann ich diese Entscheidung aufgrund innerer oder äußerer Zwänge nicht treffen, hilft mir vielleicht eine achtsame Einstellung zum Beruf, um mir klarer zu werden, was ich möchte.

Der zunächst schwer zu greifende Begriff der Achtsamkeit hat also viele konkrete Aspekte im Berufsleben: Bewusstmachen über die Atmung, Anerkennen der Einflussmöglichkeiten, Aufgeben der Abhängigkeit von der Anerkennung anderer, einen Schritt nach dem anderen machen, Hinterfragen der Berufung, Motivation.

All diese Aspekte können in Stress- oder Problemsituationen durch die Fähigkeit zur Achtsamkeit einen echten Mehrwert für die persönliche und berufliche Entwicklung bieten.

Artikelbild: © Rainer Sturm/ pixelio.de

Der Beitrag Achtsamkeit im Beruf: Bereicherung oder zusätzliche Last? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/achtsamkeit-im-beruf-bereicherung-oder-zusaetzliche-last/feed/ 1
Thomas Sattelberger über Transformation: „Ich halte nicht die Klappe“ http://karriere-einsichten.de/2015/02/thomas-sattelberger-ueber-transformationsprozesse-ich-halte-nicht-die-klappe/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/thomas-sattelberger-ueber-transformationsprozesse-ich-halte-nicht-die-klappe/#respond Sat, 21 Feb 2015 07:00:30 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6967 Was haben Daimler, Lufthansa, Conti und die Telekom gemeinsam? Das waren die Karriere-Stationen von Thomas Sattelberger. Nachwuchskräften rät er, ihr Ding zu machen. Exklusiver Auszug aus dem neuen Buch vom Personalentwickler-Papst… [dropcap]B[/dropcap]ei aller Fortentwicklung und Differenzierung der Personalentwicklung hat mich mein uraltes Thema aus frühen APO-Zeiten und Daimler-Erfahrungen nie losgelassen. Das lautete wie gesagt: Emanzipation, Freiheit und

Der Beitrag Thomas Sattelberger über Transformation: „Ich halte nicht die Klappe“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Was haben Daimler, Lufthansa, Conti und die Telekom gemeinsam? Das waren die Karriere-Stationen von Thomas Sattelberger. Nachwuchskräften rät er, ihr Ding zu machen. Exklusiver Auszug aus dem neuen Buch vom Personalentwickler-Papst…

[dropcap]B[/dropcap]ei aller Fortentwicklung und Differenzierung der Personalentwicklung hat mich mein uraltes Thema aus frühen APO-Zeiten und Daimler-Erfahrungen nie losgelassen. Das lautete wie gesagt: Emanzipation, Freiheit und dann Selbststeuerung, gekoppelt mit dem Erzielen von Selbstbewusstheit und Mündigkeit – eben: »Life-Styling«.

So wie ich es auch später wieder, 1997, in einem Beitrag für die »European Foundation for Management Development« (EFMD) mit dem Titel Liberating Talent schrieb. Das könnte man mit »Befreiung des Talents« oder im wahrsten Wortsinne mit »Entfesselung von Talent« übersetzen.

Damit meine ich, dass selbstbewusste, unternehmerische Persönlichkeiten ihre berufliche Entwicklung selbst in die Hand nehmen müssen und es auch dürfen sollten. Das ist keine Quadratur des Kreises, sondern ein Ideal, von dem ich mich trotz aller Irrungen und Wendungen immer leiten ließ.

Gute Entwicklung – fürs Unternehmen ebenso wie dich selbst

Als eine Art Fixstern, der mir half und hilft, mich in meiner Arbeit zu justieren; stets geleitet von der Frage, wie ich zwei unterschiedliche Zielsetzungen – gute Unternehmensentwicklung hier, persönliche und berufliche Entfaltung dort – in einen
balancierten Kontext bekomme. Das Interesse des Menschen, sich weiterzuentwickeln, läuft ja nicht zwingend konform mit dem Interesse einer mächtigen Organisation, sich zu erhalten.

Ganz im Gegenteil, wie ich es persönlich bei der MTU und in späteren beruflichen Situationen beobachten konnte: Organisationen und ihr Werkzeug Personalentwicklung sind oft klonende Sozialisationsapparate. Gerade große Bürokratien wollen und schätzen es, die Menschen zu normieren.

Und wie viele Nachwuchs- wie Führungskräfte lassen sich mit der Hoffnung auf Gold, Weihrauch und Myrrhe in Zwangsjacken stecken? Nach einer kurzen Etappe 1989 bei Mercedes-Benz in der Internationalen Vertriebsorganisation hörte ich, dass das, was schon länger gemunkelt wurde, Wirklichkeit werden sollte:

Aus Daimler-Benz sollte der »integrierte Technologiekonzern« Daimler-Benz mit Weltgeltung werden, unter dem Stern sollte sich deutsche Spitzentechnologie versammeln, zu Wasser, zu Land und in der Luft. Damit verbunden war die Gründung der Daimler-Benz Aerospace AG (DASA).

Transformation als zentrale Herausforderung

Das bedeutete eine große Transformationsherausforderung, was die Verschmelzung vier verschiedener, bisher teils konkurrierender Luft- und Raumfahrunternehmen anbetraf: MTU, Dornier und Telefunken Systemtechnik. Wenige Monate später kam auch noch der Rüstungskonzern Messerschmitt-Bölkow-Blohm hinzu, und damit war der mit Abstand größte Luft- und Raumfahrtkonzern Deutschlands mit 70 000 Mitarbeitern geschaffen.

Das fand ich sehr spannend, und ich warf meinen Hut in den Ring. Hartwig Knitter, designierter Personalvorstand der DASA, nominierte mich tatsächlich als seinen Mann. Doch dann erfuhr ich zufällig, dass Karl Dersch, Vertriebschef der DASA, sein Veto eingelegt habe. Warum? Weil ein Kriegsdienstverweigerer wie ich für eine solche herausragende Aufgabe charakterlich nicht geeignet sei.

Bestürzt rief ich meinen Mentor Günter Welsch an und bat ihn um Rat und Hilfe. Welsch wiederum telefonierte mit Knitter und stärkte ihm den Rücken. Wenn er jetzt schon beim ersten Mal gegenüber seinem Vertriebskollegen Dersch schwach werde, dann sei das der Beginn ständiger, weiterer Versuche, ihn zum Einknicken zu bewegen.

Im DASA-Vorstand wurde diese Causa offenbar besprochen, und Jürgen Schrempp selbst übernahm es, ein abschließendes Gespräch mit mir zu führen. Schrempp war von 1989 bis 1995 ordentliches Vorstandsmitglied der Daimler-Benz AG und Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz Aero space AG.

Konflikte im Zwangskorsett namens Konzern

1995 wurde er Nachfolger von Edzard Reuter als Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG. Unser Gespräch fand in der neuen Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen statt, und zwar auf den Stufen der großen Halle. Dort hatten wir einen mehr als einstündigen Austausch, in dem ich auch offen über die politischen Überzeugungen meiner Jugendjahre und über meine Erfahrungen sowie mein Wirken bei Daimler-Benz und bei der MTU sprach, inklusive der Konflikte, die ich erlebt und ausgestanden hatte. Schrempp amüsierte sich köstlich über die Geschichte mit Hans Dingers Hund und klopfte mir anerkennend auf die Schulter.

Will nicht die Klappe halten, Ex-Manager Thomas Sattelberger....
Will nicht die Klappe halten, Ex-Manager Thomas Sattelberger….

Da wusste ich, meine Anstellung bei der DASA war hiermit so gut wie besiegelt, mein Thema Kriegsdienstverweigerung war damit erledigt. Nicht zuletzt war Schrempp ja als Haudegen bekannt, und ihm hatte meine unerschrockene Art wohl imponiert.

Und ich dachte: Was für ein offener, geradliniger Anführer! Dersch musste übrigens wegen Hissens der Reichskriegsflagge in seinem Garten später den Hut nehmen, wobei es ein viel zitiertes Gerücht ist, dass Schrempp so seine Bestellung zum Vertriebsvorstand der Daimler-Benz AG verhinderte.

Ich kam also zur DASA. Damals fand ich die Vision des Daimler-Vorstandsvorsitzenden Edzard Reuter vom integrierten Technologiekonzern begeisternd. Sie war ohnegleichen. Nach meinem Verständnis deutete sich hier zum allerersten Mal an, dass sich ein großes, bisheriges Automobilunternehmen komplett transformieren wollte und sollte.

Im Hintergrund standen ja auch die Studien des Club of Rome, die uns schon 1972 die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen, der fossilen Energiequellen, vorausgesagt hatten. Bereits damals lautete eine der vielen Fragen des Club of Rome: »Is there a life ater car?«

Der Gedanke, Industrie- und Automatisierungstechnik einer AEG, Hightech der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und das Thema Mobilität durch das Auto zusammenzuführen, war ein grandioser strategischer Wurf, der als Vision genauso grandios an der Praxis gescheitert ist. Aber der Versuch war im Kern durch und durch unternehmerisch. Und Edzard Reuter war ein durch und durch mutiger Unternehmer.

Artikelbild: © flickr.com/diffusor – CC BY-NC-SA 2.0

Der Beitrag Thomas Sattelberger über Transformation: „Ich halte nicht die Klappe“ erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/thomas-sattelberger-ueber-transformationsprozesse-ich-halte-nicht-die-klappe/feed/ 0
Harte Treffer: Was Arbeitslose (noch) alles einstecken müssen http://karriere-einsichten.de/2015/02/harte-treffer-was-arbeitslose-noch-alles-einstecken-muessen/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/harte-treffer-was-arbeitslose-noch-alles-einstecken-muessen/#respond Fri, 20 Feb 2015 05:30:43 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6910 Jeder hat sie, jeder hasst sie: Vorurteile. „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom“, formulierte einst Albert Einstein. Wie recht er damit hatte, zeigt sich bis heute – vor allem im Umgang mit Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind. Das will die Bundesagentur für Arbeit jetzt ändern… [dropcap]W[/dropcap]as kann man nun aber tun,

Der Beitrag Harte Treffer: Was Arbeitslose (noch) alles einstecken müssen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Jeder hat sie, jeder hasst sie: Vorurteile. „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom“, formulierte einst Albert Einstein. Wie recht er damit hatte, zeigt sich bis heute – vor allem im Umgang mit Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind. Das will die Bundesagentur für Arbeit jetzt ändern…

[dropcap]W[/dropcap]as kann man nun aber tun, um die Situation zu verbessern, wenn sich überall beste Mühe gegeben wird, die Vorstellung des heruntergekommenen Hartzers aufrechtzuerhalten?

Die Initiative der Bundesagentur für Arbeit „Das bringt mich weiter“ hat einen Spot veröffentlicht, der auf derartige Probleme aufmerksam machen soll. Dieser zeigt Google-Suchanfragen nach Begriffen wie „Hartz IV-Empfänger“ und „Langzeitarbeitslose“ – mit erschreckenden Ergebnissen.

So werden diese als „faul“, „Schmarotzer“ und „Asis“ bezeichnet. Auch aus der Luft gegriffene Fakten wie „Arbeitslose sind häufiger krank und sterben früher“ scheinen fest in den Köpfen verankert zu sein.

Ad acta: Bild des „faulen Schmarotzers“

Seit Einführung der Hartz IV-Reform vor zehn Jahren haben Arbeitslose mit ihrem schlechten Ruf zu kämpfen. Und das, obwohl mehrere Studien das Bild des faulen Schnorrers widerlegen. Erst 2014 veröffentlichte die Universität Bochum eine Bilanz, nach der es keinen Unterschied zwischen Vollzeitbeschäftigten und Arbeitslosen gibt, was ihre Motivation, soziale Kompetenzen oder Begeisterungsfähigkeit angeht.

Im Gegenteil: Ganze 65% der Sozialempfänger liegen nicht auf der faulen Haut, sondern bilden sich weiter, gehen einer Nebentätigkeit nach oder pflegen kranke Angehörige. 75% der Arbeitslosen wollen unbedingt einen Weg zurück in den Beruf finden und 71% würden sogar eine Tätigkeit annehmen, für die sie überqualifiziert sind.

Viele Hartz IV-Empfänger bestens gebildet

Entgegen der Erwartung sind viele Hartz IV-Empfänger alles andere als ungebildet: Sie haben ihr Abitur oder sogar eine Hochschulausbildung abgeschlossen, sind ehemalige Professoren und Unternehmer, die aufgrund von finanziellen, persönlichen oder gesundheitlichen Umständen auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Auch Alleinerziehende müssen häufig auf Arbeitslosenhilfe zurückgreifen. Und doch haben sie nach wie vor unter den Vorurteilen zu leiden, mit denen sie tagein, tagaus konfrontiert werden.

Der erste Schritt ist, die Voreingenommenheit gegenüber Arbeitslosen ins Bewusstsein zu rufen. Als Zweites sollte jeder Einzelne zum Umdenken angeregt werden. Dazu fordert auch der Spot der Bundesagentur für Arbeit am Ende mit seiner Botschaft auf: „Vorurteile bringen nicht weiter! Informieren schon!“. Hoffen wir, dass sie ankommt.

Artikelbild: © PicturePoint.Photo/ pixelio.de

Der Beitrag Harte Treffer: Was Arbeitslose (noch) alles einstecken müssen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/harte-treffer-was-arbeitslose-noch-alles-einstecken-muessen/feed/ 0
Märtyrer: Religiöser Fanatismus im Klassenzimmer http://karriere-einsichten.de/2015/02/maertyrer-religioeser-fanatismus-im-klassenzimmer/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/maertyrer-religioeser-fanatismus-im-klassenzimmer/#respond Thu, 19 Feb 2015 07:00:15 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6887 Was treibt Schüler dazu, für Gott in den Krieg zu ziehen? Das Theater Konstanz, Deutschlands am längsten bespielte Bühne, geht dieser Frage in einem inszenierten Klassenzimmer nach. Angefangen beim Schwimmunterricht, über Sexualkunde bis zum eskalierenden Konflikt zwischen Lehrern, Schülern und ihren Eltern… [dropcap]S[/dropcap]eit den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 haben sich die Fronten zwischen säkularer

Der Beitrag Märtyrer: Religiöser Fanatismus im Klassenzimmer erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Was treibt Schüler dazu, für Gott in den Krieg zu ziehen? Das Theater Konstanz, Deutschlands am längsten bespielte Bühne, geht dieser Frage in einem inszenierten Klassenzimmer nach. Angefangen beim Schwimmunterricht, über Sexualkunde bis zum eskalierenden Konflikt zwischen Lehrern, Schülern und ihren Eltern…

[dropcap]S[/dropcap]eit den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 haben sich die Fronten zwischen säkularer und religiöser Weltanschauung erneut verschärft. In der westlichen Welt leidet besonders der Islam unter dem Verdacht der Radikalität. Was aber, wenn ein junger Mensch im christlichen Glauben seinen Wegweiser sieht und diesen ernster nimmt als seiner Umwelt lieb ist?

Benjamin Südel verweigert den Schwimmunterricht – aus religiösen Gründen. Seine Mutter kann das nicht ganz ernst nehmen und vermutet, dass Drogen dahinterstecken. Doch sein Bekenntnis zum Christentum untermauert Benjamin durch situationsbezogene Bibelzitate.

Provokation und Protest

In der Schule provoziert er mit den dazugehörigen Handlungen: Im Sexualkundeunterricht zieht er sich aus, und in Biologie kommentiert er die Evolutionstheorie im Affenkostüm. Die Auseinandersetzung mit seiner Lehrerin Frau Roth endet immer wieder mit der Vorladung beim Schuldirektor, der Benjamins Verhalten als pubertäre Launen abtut.

Einzig Frau Roth ist ernsthaft besorgt um ihren Schüler. Doch ihr Versuch zu helfen, katapultiert sie in die Schusslinie des Konflikts. Sie wird zur Einzelkämpferin. Benjamin hingegen findet in Außenseiter Georg einen Anhänger, und auch bei Klassenkameradin Lydia kann er mit seinen Ansichten landen, bis der Konflikt gewaltsam eskaliert.

In grotesken Szenen nimmt das Stück des mehrfach ausgezeichneten Dramatikers Marius von Mayenburg den Apparat Schule aufs Korn und entlarvt die Angst vor dem »Anderen« als unbewusste Konstante einer vermeintlich toleranten Gesellschaft.

Artikelbild: © Bjørn Jansen/ Theater Konstanz

Der Beitrag Märtyrer: Religiöser Fanatismus im Klassenzimmer erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/maertyrer-religioeser-fanatismus-im-klassenzimmer/feed/ 0
Wir sind das Kapital: Kreativität, der unbegrenzte Rohstoff http://karriere-einsichten.de/2015/02/wir-sind-das-kapital-kreativitaet-der-unbegrenzte-rohstoff/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/wir-sind-das-kapital-kreativitaet-der-unbegrenzte-rohstoff/#comments Wed, 18 Feb 2015 08:12:32 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6878 Mit unserer Kreativität analysieren wir Probleme, finden Lösungen und setzen diese um. Kreativität ist unser wertvollstes Kapital. Sie ist uns allen gegeben, nur sollten wir sie mehr nutzen. Wir sind das Kapital, findet Professor Günter Faltin… [dropcap]Z[/dropcap]um Thema Kreativität: ≫Unser wahres Analphabetentum ist das Unvermögen, schöpferisch tätig zu sein≪, sagt der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser. Unsere Vorstellungskraft, unsere

Der Beitrag Wir sind das Kapital: Kreativität, der unbegrenzte Rohstoff erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Mit unserer Kreativität analysieren wir Probleme, finden Lösungen und setzen diese um. Kreativität ist unser wertvollstes Kapital. Sie ist uns allen gegeben, nur sollten wir sie mehr nutzen. Wir sind das Kapital, findet Professor Günter Faltin…

[dropcap]Z[/dropcap]um Thema Kreativität: ≫Unser wahres Analphabetentum ist das Unvermögen, schöpferisch tätig zu sein≪, sagt der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser. Unsere Vorstellungskraft, unsere Ideen, die Kombination von Gedanken sind unbegrenzt. Bislang gibt es keinen Beleg dafür, dass unserer Kreativität Grenzen gesetzt sind. Wir wissen nicht wirklich, was menschlicher Geist tatsächlich vermag.

In einzelnen, kurzen Abschnitten der Weltgeschichte konnte man es vielleicht erahnen. Im ≫Goldenen Zeitalter≪ Athens im fünften Jahrhundert vor Christus etwa, dem wir die Einführung der Demokratie, drei der größten Dichter und zwei der größten Philosophen aller Zeiten verdanken. Oder in der Epoche der Renaissance, als in Europa ein alle Lebensbereiche und alle Künste umfassender Aufbruch gelang.

Teilen: Wissen wir nicht verbraucht

Unsere Kreativität führt dazu, dass unser Wissen an Umfang zunimmt, wenn man es mit anderen teilt. Anders als konventionelle Waren wird Wissen nicht verbraucht. Daher die Rede vom unbegrenzten Rohstoff. Aber nicht nur der Umfang ist unbegrenzt, auch der Zugang ist es. Spätestens mit Wikipedia ist das Wissen, das früher einer Elite vorbehalten war, im Prinzip allen Menschen zugänglich.

[pullquote align=“left“]„Ideas can be accumulated, one on top of the other, and so they eventually produce objects of great sophistication and complexity“[/pullquote]Wissen allein reicht jedoch nicht. Es ist die Verarbeitung des Wissens, die Kraft unserer Vorstellungen, die Anwendung auf Problemstellungen, die Neukombination des Wissens, die Rohstoff sind für konzept-kreatives Arbeiten. Mark Pagel, Fellow of the Royal Society and Professor of Evolutionary Biology, Autor der Oxford Encyclopedia of Evolution sagt: ≫Ideas can be accumulated, one on top of the other, and so they eventually produce objects of great sophistication and complexity.≪ Und Pagel fährt fort: ≫The power to transform the world by accumulating ideas, knowledge and skills is our capacity for culture.≪

Lernen: Gemeinsam statt einsam

Herausragende neue Entdeckungen oder Erfindungen seien selten. Es wäre vermessen, uns alle mit dieser Fähigkeit schmucken zu wollen. Unsere Chance liege woanders: ≫We have the capacity to observe others, understand their actions and then choose the best of their ideas, objects and behaviors.≪ Mit unserer Fähigkeit zu social learning machten wir vieles wett, was sonst anspruchsvoll nur wenigen zuganglich sei.

Es gibt Situationen, in denen nicht einfach Bekanntes weitergeschrieben oder im Kleinen verbessert wird, sondern eine andere Stufe, eine neue Qualität entsteht. Und das geht nicht nur Gesellschaften so, sondern auch einzelnen Individuen. Plötzlich passt alles zusammen. Ein einzelnes Puzzleteil gefunden – und das große Chaos, das im Kopf war, löst sich auf.

Der aus Ungarn stammende Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi nennt einen Zustand, in dem plötzlich alles leicht und spielerisch von der Hand geht, ≫Flow≪. ≫Jeder hat schon erlebt, dass man, statt von anonymen Kräften herumgestoßen zu werden, sich in Kontrolle der eigenen Handlungen, als Herr des eigenen Schicksals fühlt.

Gründen: Im Flow arbeiten

Bei diesen seltenen Gelegenheiten spürt man ein Gefühl von Hochstimmung, von tiefer Freude, das lange anhalt und zu einem Maßstab dafür wird, wie das Leben aussehen sollte. In Selbstvergessenheit arbeiten, ohne dass man den Zustand überhaupt als Arbeit empfindet. Bis vor nicht zu langer Zeit glaubte man, es sei Forschern, Erfindern, Künstlern vorbehalten.
Aber auch Entrepreneurship bietet die Chance dazu, im Flow zu arbeiten. Allerdings nur, wenn wir der Überforderung und Überlastung entgehen.

"Wir sind das Kapital" - Günter Faltin's neuer Bestseller...
„Wir sind das Kapital“ – jetzt Günter Faltin’s neuen Bestseller kaufen…

Verbinden wir diese Gedanken mit Schumpeters Unterscheidung von Erfindung und Innovation: Der schwierige und seltene Akt ist die Erfindung. Innovation – im schumpeterschen Sinne – ist die Übertragung einer neuen Idee, die Anwendung könnte man sagen, auf die Praxis.

Hier, in so verstandener Innovation, in der Neukombination vorhandenen Wissens, liegen unsere Chancen, sind wir das Kapital, über profitmaximierende Angebote hinausweisende Lösungen zu suchen und zu finden.
Wir müssen also im Flow bleiben und unsere Fähigkeiten wie auch die Herausforderungen, denen wir uns stellen, langsam und im Gleichklang erhöhen.

Csikszentmihalyi hat das Phänomen nur auf den Begriff gebracht, hat es mit Flow umschrieben, aber nicht erfunden. Es gibt ihn schon lange. Evolutionsbiologen vermuten, dass es sich um einen Mechanismus handelt, der das Überleben der Menschheit sicherte: Lebewesen, die zwischen den Extremen von Stress und Langeweile ein ≫gemäßigt exploratives≪ Verhalten zeigten, brachten den Fortschritt in die Welt und ihre Gene in die nächste Generation.

Fokus: Ohne Anstrengung

[pullquote align=“right“]„Things fall into place“[/pullquote]Wenn man seinem Leben eine Richtung gibt, wenn man einen Fokus hat, passiert vieles wie von selbst. Man lernt, ohne sich anstrengen zu müssen, man nimmt vieles auf, ohne sich dazu zu zwingen, und man wird wie von selbst auf seinem Fachgebiet kompetenter. Things fall into place.

Was Sie mit Leidenschaft tun, werden Sie gut tun. Aber es tut Ihnen auch selber gut. Die moderne Gehirnforschung sagt, dass Emotionen und Leidenschaft die Zahl Ihrer Synapsen im Gehirn und die Zahl der Verknüpfungen mit anderen Synapsen anwachsen lassen. Mit den Worten des Neurobiologen Gerald Hüther: Wir können unser Potenzial entfalten. Was es vor allem anderen dazu braucht, ist Begeisterung.

Wir kommen mit einer angeborenen Lust am eigenen Entdecken und Gestalten zur Welt. Jeder Mensch, so Hüther, sei von Anfang an ein geborener Unternehmer. Ob die Lust im späteren Leben weiterwachsen kann oder unterdrückt wird, hänge von den Erfahrungen ab, die wir als Heranwachsende und später als erwachsene Personen machen.

Das Gehirn lerne immer – und es lerne das am besten, was einem Menschen helfe, sich in seiner Lebenswelt zurechtzufinden und die Probleme zu lösen, die sich dabei ergaben.

Wir verlosen unter allen Kommentaren auf dieser Seite insgesamt 3 Bücher „Wir sind das Kapital“ von Günter Faltin, bekannt geworden durch den Bestseller „Kopf schlägt Kapital“. Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, Gewinner werden benachrichtigt…

Artikelbild: © Ryan Chappell / CC BY-NC-ND 2.0

Der Beitrag Wir sind das Kapital: Kreativität, der unbegrenzte Rohstoff erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/wir-sind-das-kapital-kreativitaet-der-unbegrenzte-rohstoff/feed/ 1
Mehrsprachigkeit: (K)ein Geheimrezept fürs Berufsleben http://karriere-einsichten.de/2015/02/mehrsprachigkeit-kein-geheimrezept-fuers-berufsleben/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/mehrsprachigkeit-kein-geheimrezept-fuers-berufsleben/#respond Tue, 17 Feb 2015 10:12:55 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6959 Wie polyphon bist du? Die meisten von uns haben Englisch in der Schule gehabt, viele auch noch eine zweite Fremdsprache gelernt, Französisch oder Spanisch. Das Beherrschen einer Fremdsprache verlangen mittlerweile viele Arbeitgeber. Wir haben uns eine aktuelle Studie angeschaut… [dropcap]H[/dropcap]eutzutage werden Kinder schon im Kindergarten an Fremdsprachen herangeführt. Und das nicht ohne Grund. Tatsächlich scheinen Sprachkenntnisse

Der Beitrag Mehrsprachigkeit: (K)ein Geheimrezept fürs Berufsleben erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wie polyphon bist du? Die meisten von uns haben Englisch in der Schule gehabt, viele auch noch eine zweite Fremdsprache gelernt, Französisch oder Spanisch. Das Beherrschen einer Fremdsprache verlangen mittlerweile viele Arbeitgeber. Wir haben uns eine aktuelle Studie angeschaut…

[dropcap]H[/dropcap]eutzutage werden Kinder schon im Kindergarten an Fremdsprachen herangeführt. Und das nicht ohne Grund. Tatsächlich scheinen Sprachkenntnisse in Zeiten der fortschreitenden Globalisierung von großer Bedeutung zu sein, insbesondere für das Berufsleben.

In einer von Rosetta Stone im November 2014 in Auftrag gegebenen YouGov-Studie konnte herausgefunden werden, dass nahezu die Hälfte (46%) der 1.045 befragten Deutschen (ab 18 Jahren) zwei Sprachen zumindest auf Smalltalk-Niveau beherrscht. Des Weiteren betrachten sich 89% derer, die zwei oder gar mehr Sprachen im Plauderton sprechen können, der englischen Sprache zumindest auf Smalltalk-Niveau mächtig. Auf Platz zwei der meist gesprochenen Sprachen in Deutschland liegt Französisch (15%), gefolgt von Spanisch (7%) auf Rang drei.

Lernen einer neuen Sprache kostet Zeit und Geld

Darüber hinaus zeigte die Studie, dass die Mehrheit der Befragten (67%) das Potential erkennt, welches Sprachkenntnisse für die Karriere bürgen. Viele lassen sich dennoch aus verschiedensten Gründen daran hindern, neue Sprachkenntnisse anzueignen oder zu intensivieren. Hoher Zeitaufwand (23%) und Schwierigkeitsgrad (17%) wurden dabei am häufigsten als Barriere benannt.

Doch nicht nur das. Es scheint auch, dass sich eine Vielzahl der deutschen Befragten nicht über alle sich durch Fremdsprachenkenntnisse ergebende Karrierevorteile bewusst sind, da sie über jene nur mangelnd durch ihre Arbeitgeber informiert worden sind. Dies sollte für Arbeitgeber einen Anreiz darstellen, die mit Mehrsprachigkeit verbundenen innerbetrieblichen Karrieremöglichkeiten deutlicher herauszustellen und an die Belegschaft zu kommunizieren.

Englisch immer noch „lingua franca“

Auf die Frage, welche Sprachen für das Berufsleben am relevantesten sind, gibt es keine explizite Antwort. Bekannt ist jedoch, dass sich Englisch als lingua franca herausgebildet hat und auch die französische Sprache häufig am Arbeitsplatz verwendet wird. Sonstig relevante Sprachen sind von der Unternehmensbranche und den Geschäftspartnern abhängig.

Da die Geschäftskontakte im Zuge der Globalisierung jedoch zunehmend internationalen Ursprungs sind, gilt in der Regel: „Je mehr Fremdsprachen, desto besser“. Dies erklärt Katharina Stein, Dozentin an der University of Leeds, welche sich ebenso zur Bedeutung von Fremdsprachen für das Berufsleben äußerte.

Im Rahmen dessen betonte sie auch, dass das Erweitern persönlicher Kommunikationsfähigkeiten heutzutage von großer Bedeutung ist. Je mehr Sprachkenntnisse man besitzt, desto mehr Einsatzpotential auf verschiedensten Märkten bietet man dem Unternehmen. Dies steigert das Interesse an der eigenen Person und hilft maßgeblich bei der Jobsuche und dem Joberhalt.

Artikelbild: © Robert Churchill/ Getty Images

Der Beitrag Mehrsprachigkeit: (K)ein Geheimrezept fürs Berufsleben erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/mehrsprachigkeit-kein-geheimrezept-fuers-berufsleben/feed/ 0
Liebe am Arbeitsplatz: Jeder Dritte hat eine Affäre http://karriere-einsichten.de/2015/02/liebe-arbeitsplatz-jeder-dritte-hat-eine-affaere/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/liebe-arbeitsplatz-jeder-dritte-hat-eine-affaere/#respond Sun, 15 Feb 2015 16:20:33 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6908 Wo die Liebe hinfällt? Nun ja, wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens auf der Arbeit – Schlaf nicht mitgerechnet. Da bleibt abends wenig Zeit für Vereine, um jemanden kennenzulernen. Nachklapp zum Valentinstag und manches Stell-Dich-Ein zum Fasching… [dropcap]E[/dropcap]ine Studie von CareerBuilder zum Thema „Liebe am Arbeitsplatz“ ergab, dass drei von zehn (33 Prozent) der Deutschen schon

Der Beitrag Liebe am Arbeitsplatz: Jeder Dritte hat eine Affäre erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wo die Liebe hinfällt? Nun ja, wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens auf der Arbeit – Schlaf nicht mitgerechnet. Da bleibt abends wenig Zeit für Vereine, um jemanden kennenzulernen. Nachklapp zum Valentinstag und manches Stell-Dich-Ein zum Fasching…

[dropcap]E[/dropcap]ine Studie von CareerBuilder zum Thema „Liebe am Arbeitsplatz“ ergab, dass drei von zehn (33 Prozent) der Deutschen schon mal mit jemandem ausgegangen sind, der im gleichen Unternehmen tätig war, und 29 Prozent heirateten diese Person sogar. Die nationale Studie wurde im Januar 2015 anhand einer repräsentativen Stichprobe unter 1.000 Vollzeitkräften verschiedener Branchen und Unternehmensgrößen online erhoben.

Affären am Arbeitsplatz

Während einer von fünf (22 Prozent) Arbeitnehmern angab, Menschen anziehend zu finden, die in einem ähnlichen beruflichen Umfeld tätig sind wie man selbst, empfinden Andere Romanzen am Arbeitsplatz als ein Risiko für ihre Karriere. Von denen, die ihre Liebe am Arbeitsplatz gefunden haben, gingen 20 Prozent mit ihrem Chef aus.

27 Prozent der Arbeitnehmer gaben darüber hinaus an, sich mit jemandem zu treffen, der eine höhere Position inne habe als sie. Als ob das Ausgehen mit dem Chef nicht schon gefährlich genug wäre – einer von vier Arbeitnehmern (26 Prozent) gab sogar an, eine Affäre mit einem Kollegen gehabt zu haben, obwohl einer der beiden zu dieser Zeit verheiratet gewesen war.

Geheimnisse im Büro

Vor dem Hintergrund, dass bedeutende Lebensereignisse heute gerne über soziale Medien geteilt werden, gaben 32 Prozent an, dass sie ihre Büroliebe geheim halten mussten. 28 Prozent waren jedoch aus Versehen schon einmal Kollegen begegnet, als sie mit ihrem Herzblatt unterwegs waren.

Die meisten Büroflirts beginnen, wenn Kollegen sich außerhalb des Arbeitsplatzes begegnen (15 Prozent), gefolgt von unternehmensinternen Feiern (13 Prozent), beim Mittagessen (12 Prozent) und der Happy Hour (9 Prozent). Fast jeder Zehnte (8 Prozent) der Befragten gab an, dass es Liebe auf den ersten Blick gewesen sei.

Tipps für den Umgang

  • Schauen Sie sich die Unternehmensrichtlinien an – Manche Firmen haben strenge Richtlinien, was Romanzen am Arbeitsplatz betrifft. Machen Sie sich mit den Vorschriften vertraut, bevor Sie aus einer professionellen Beziehung eine private werden lassen.
  • Gehen Sie achtsam vor – Manche Beziehungen führen zur Hochzeit, andere können in einer Katastrophe enden. Sieben Prozent der Arbeitnehmer gaben an, aufgrund einer unglücklich verlaufenen Beziehung mit einem Kollegen den Job gewechselt zu haben. Nehmen Sie sich Zeit, jemanden kennen zu lernen, um dann vorsichtig die Risiken und die Chancen abzuwägen.
  • Trennen Sie Berufliches von Privatem – Versuchen Sie, romantische Gefühle im Büro außen vor zu lassen und involvieren Sie andere Kollegen nicht in Ihre Streitigkeiten.
  • Denken Sie nach, bevor Sie posten – Seien Sie vorsichtig, was Sie in sozialen Medien posten. Sonst könnte es Ihnen passieren, dass Sie Ihre Beziehung öffentlich machen, noch bevor Sie bereit sind, über diese zu sprechen.

Artikelbild: © Jörg Brinckheger/ pixelio.de

Der Beitrag Liebe am Arbeitsplatz: Jeder Dritte hat eine Affäre erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/liebe-arbeitsplatz-jeder-dritte-hat-eine-affaere/feed/ 0
Kränkelnde Kollegen: So steckt im Büro nur ein Lächeln an http://karriere-einsichten.de/2015/02/kraenkelnde-kollegen-steckt-im-buero-nur-ein-laecheln/ http://karriere-einsichten.de/2015/02/kraenkelnde-kollegen-steckt-im-buero-nur-ein-laecheln/#comments Tue, 10 Feb 2015 11:50:15 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6891 Es ist Fastnacht, Karneval und Faschingszeit. Da fliesst bei vielen der Alkohol, bei manchen aber auch die Nase. Helau, Alaaf – und Influenza? Gerade jetzt, in der fünften Jahreszeit – viele wollen feiern, ob zuhause oder im Skiurlaub. Blöd, wenns einen erwischt. Damit es nicht soweit kommt, einige Tipps vom Gesundheitsexperten Dr. Wolfgang Reuter… [dropcap]D[/dropcap]teutschlandweit

Der Beitrag Kränkelnde Kollegen: So steckt im Büro nur ein Lächeln an erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Es ist Fastnacht, Karneval und Faschingszeit. Da fliesst bei vielen der Alkohol, bei manchen aber auch die Nase. Helau, Alaaf – und Influenza? Gerade jetzt, in der fünften Jahreszeit – viele wollen feiern, ob zuhause oder im Skiurlaub. Blöd, wenns einen erwischt. Damit es nicht soweit kommt, einige Tipps vom Gesundheitsexperten Dr. Wolfgang Reuter…

[dropcap]D[/dropcap]teutschlandweit haben sich laut Robert Koch Institut in der vergangenen Woche 3400 Menschen mit dem Virus angesteckt. Wer bis jetzt noch nicht betroffen ist, sollte aufpassen. Erreger finden sich auf Türklingen, Tastaturen und Telefonen. In Bussen und Bahnen übertragen sie sich besonders rasant.

Ärzte warnen auch vor einer erhöhten Infektionsgefahr an Karneval. Denn größere Menschenansammlungen steigern die Ansteckungsgefahr erheblich. In Jahren mit starken Grippewellen stecken sich in Deutschland fünf Millionen Menschen an. Welcher Schutz gegen die Viren hilft und welche Behandlung wirksam ist, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Die Grippe überfällt den Körper plötzlich und mit voller Wucht: Wer sich den Influenza-Virus eingefangen hat, fühlt sich schwer krank. Zu Husten und Schüttelfrost kommen Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen. „Meist überträgt sich Influenza über Tröpfcheninfektion“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Das heißt: Die Viren gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch.“

Wer besonders anfällig ist, sollte daher nach Möglichkeit Menschenmengen meiden, also voll besetzte Busse, Bahnen oder Fahrstühle. Vor allem aber ist die richtige Hygiene in der Grippezeit das A und O: Denn auch auf Türklinken, Tastaturen oder an Haltegriffen in U-Bahnen können sich die Viren festsetzen. Schnell wandert die Hand von dort an die Nase oder den Mund – und schon ist es passiert.

„Häufiges, gründliches Händewaschen ist eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme“, betont der Gesundheitsexperte. „Ebenso sollten die Hände fern vom Gesicht, insbesondere den Schleimhäuten an Mund und Nase, bleiben.“ Eine gute Idee ist während der Grippewelle auch, Abstand zu anderen Personen zu halten – also lieber auf Händeschütteln, Küsse und Umarmungen zu verzichten.

Frische Luft und warme Kleidung

Der beste Schutz vor einer Grippe ist ein gutes, belastbares Immunsystem. Um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken, ist es daher gerade in der kalten Jahreszeit ratsam, auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung und genug erholsamen Schlaf zu achten.

Auch viel Trinken hilft vorzubeugen; Kräutertees eignen sich besonders gut. „Wer den Viren Paroli bieten will, sollte sich warm anziehen, weil Frieren das Immunsystem schwächt“, rät Dr. Wolfgang Reuter. Wichtig: Kopf und Füße gut einpacken, damit sie nicht auskühlen.

Um die Immunkräfte zu stärken, helfen Saunagänge und Wechselduschen. Die Schleimhäute bieten zwar eine Barriere gegen Virenattacken – aber nur solange sie nicht austrocknen. Deswegen haben die Viren bei trockener Heizungsluft leichtes Spiel. „Häufiges Lüften zu Hause und am Arbeitsplatz ist deswegen auch im Winter eine gute Idee“, weiß der DKV Experte.

Grippe kann lebensgefährliche Folgen haben

Dr. Wolfgang Reuter warnt davor, das Virus zu unterschätzen: „Mit einer Influenza ist nicht zu spaßen: Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 5000 bis 8000 Menschen daran.“ Meist beginnt sie schlagartig mit Schüttelfrost und einem starken Krankheitsgefühl, dann folgen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Halsschmerzen.

„Bei diesen Symptomen sollte sich der Erkrankte sofort an einen Arzt wenden“, rät der DKV Experte. „Denn wenn die Grippe unbehandelt bleibt, drohen ernste Komplikationen.“ Da die Krankheit das Immunsystem schwächt, kann es zusätzlich zu bakteriellen Infektionen kommen. Wer die Grippe verschleppt, kann möglicherweise lebensgefährliche Herzmuskel-, Gehirn- oder Lungenentzündungen davontragen.

Umso wichtiger ist, sich voll auszukurieren: Erkrankte sollten Bettruhe wahren, bis die Beschwerden abklingen, und viel trinken. Das Inhalieren mit Salzlösung oder Kamillentee wirkt lindernd und beruhigt die Schleimhäute. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen helfen Schmerzmittel. Risikopatienten kann der Arzt antivirale Medikamente verschreiben, die eine Vermehrung der Viren bremsen. Ansonsten gesunde Menschen haben die Krankheit bei normalem Verlauf nach ein bis zwei Wochen überstanden.

Impfung schützt vor Grippe, nicht aber banalen Infekten

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten besonders gefährdete oder anfällige Personen wie Senioren, Menschen mit chronischen oder Immunerkrankungen sowie Schwangere rechtzeitig mit einer Grippeschutzimpfung vorsorgen. Besonders gefährdet sind außerdem alle, die häufig mit anderen Menschen in Kontakt kommen: Medizinisches und Pflegepersonal, Lehrer, Verkäufer, aber auch Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Bei der Impfung wird ein Totimpfstoff verabreicht, den das Immunsystem als Krankheitserreger erkennt und deshalb Antikörper bildet. Steckt sich ein Geimpfter später tatsächlich mit dem Virus an, reagiert das bereits „vorgewarnte“ Immunsystem sofort und verhindert so den Ausbruch der Krankheit – oder schwächt diesen zumindest erheblich ab. „Da das Grippevirus jedoch häufig seine Erscheinung ändert, reicht der Impfschutz nur für ein Jahr im Voraus. Danach wird eine neuerliche Impfung, meist mit einem neuen Impfstoff, nötig“, weiß Dr. Wolfgang Reuter.

Artikelbild: © Harald Wanetschka/ pixelio.de

Der Beitrag Kränkelnde Kollegen: So steckt im Büro nur ein Lächeln an erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/02/kraenkelnde-kollegen-steckt-im-buero-nur-ein-laecheln/feed/ 1
Entscheidungen: Das kann uns helfen http://karriere-einsichten.de/2015/01/entscheidungen-das-kann-helfen/ http://karriere-einsichten.de/2015/01/entscheidungen-das-kann-helfen/#respond Sun, 25 Jan 2015 06:15:00 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6775 Wir haben unglaubliche Fähigkeiten, unser Gehirn leistet Erstaunliches: Ununterbrochen treffen wir Entscheidungen, die meisten davon unbewusst und selbstverständlich. Was hilft, berichtet Bernd Buck. Und wir bringen ein Beispiel aus dem hohen Norden… [dropcap]G[/dropcap]ehe ich nach links oder rechts? Nehme ich noch einen Schluck Wasser? Mache ich jetzt Pause oder später? Wen rufe ich als nächstes an?

Der Beitrag Entscheidungen: Das kann uns helfen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wir haben unglaubliche Fähigkeiten, unser Gehirn leistet Erstaunliches: Ununterbrochen treffen wir Entscheidungen, die meisten davon unbewusst und selbstverständlich. Was hilft, berichtet Bernd Buck. Und wir bringen ein Beispiel aus dem hohen Norden…

[dropcap]G[/dropcap]ehe ich nach links oder rechts? Nehme ich noch einen Schluck Wasser? Mache ich jetzt Pause oder später? Wen rufe ich als nächstes an? Aber wir alle stehen oft auch vor schwierigen Aufgaben, zermartern unseren Kopf, Zweifel quälen uns: Wie soll ich mich entscheiden? Was ist die richtige Wahl?

Die Aufgabe, die Entscheidung zu fällen, kann Ihnen meistens nicht abgenommen werden. Aber es gibt die Möglichkeiten, sich den Prozess des Entscheidens bewusst und es sich damit in vielen Fällen etwas leichter zu machen. Zuversicht spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Fragen beantworten, nicht hinausschieben

Eine Entscheidung zu treffen, bedeutet doch eigentlich nichts anderes, als eine Frage zu beantworten. Manche Entscheidungen sind so offensichtlich oder naheliegend, dass man von einer sogenannten „Mikroentscheidung“ sprechen kann. Sie sind quasi schon getroffen, bevor man überhaupt beginnt, darüber nachzudenken.

Rechts, links, geradeaus? Das hilft bei Entscheidungen, findet Bernd Buck…

Die Frage, die damit beantwortet wurde, braucht Ihnen dabei nicht einmal bewusst zu sein. Manche Entscheidungen machen nicht wirklich einen großen Unterschied, ob sie so oder anders getroffen werden. Darüber sollte man sich möglichst nicht den Kopf zerbrechen. Vielleicht kennen Sie die Situation im Restaurant, wenn die Frage kommt: Was möchten Sie trinken? Wenn Sie nicht gleich eine klare Antwort haben, dann nehmen Sie einfach das Erste, das Ihnen in den Sinn kommt. Das wird schon nicht so falsch sein.

Objektiv ist wenig, subjektiv dagegen vieles

Manchmal handelt es sich jedoch um echte Entscheidungen, die niemals objektiv entschieden werden können, weil nie abschließend geklärt werden kann, welche Wahl die bessere ist.

Wenn es geklärt wäre, dann wäre es eine Mikroentscheidung. Bei echten Entscheidungen werden Sie auch nie wissen, wie Ihr Leben verlaufen wäre, wenn Sie anders entschieden hätten. Solche Entscheidungen sind prinzipiell „unentscheidbar“, sonst müsste man sie ja nicht entscheiden (frei nach Heinz von Foerster).

Teamentscheidung: Frag die anderen!

Machen Sie sich in diesem Fall die Frage, die zu beantworten ist, bewusst. Falls Sie die Entscheidung im Team treffen wollen, dann sollten Sie sich auf eine Fragestellung einigen. Es wird Ihnen leichter fallen, die richtige Frage zu formulieren, wenn Klarheit besteht, was durch die Entscheidung ermöglicht werden soll, welcher Sinn also verfolgt wird.

Finden Sie dann einen Prozess, der dabei unterstützt, das subjektive Empfinden der Teammitglieder für die Entscheidung zu nutzen. Durch aufwendige Datensammlungen und Auswertungssystematiken werden solche Entscheidungen meist nicht besser (G. Gigerenzer).

Was ist dein nächster Karriereschritt?

Gerade Entscheidungen über den nächsten Karriereschritt sind solche echten Entscheidungen. Oft genug fallen gerade diese Entscheidungen sehr schwer. Dabei ist es oft so, dass das Unterbewusstsein bereits entschieden hat, während sich das Bewusstsein noch gegen die Entscheidung wehrt, weil es dem Ergebnis nicht vertraut.

Dann ist die Entscheidung noch nicht reif. Entscheidungen reifen durch wachsendes Vertrauen in die Lösung. Machen Sie sich daher auf den Weg, etwas dafür zu tun, Ihre Zuversicht in die Entscheidung wachsen zu lassen. Falls Sie die Entscheidung nicht allein betrifft, gilt dies für Ihr ganzes Team. Ein wie auch immer gearteter Entscheidungsprozess muss genau das bewirken.

Tipps für klarere Entscheidungen

Mit folgenden Tools können Sie zum Wachsen der Zuversicht beitragen:

  • Beschaffen Sie weiteres Wissen (Studien, Analysen, Fakten)
  • Befragen Sie weitere Ressourcen (Spezialist oder Inneres Team)
  • Lassen Sie Vorläufigkeit zu (Testphase, Arbeitshypothese, „gilt so lange, bis …“, „tun als ob …“).
  • Ermöglichen Sie Überschaubarkeit („Welcher erste Schritt führt ein Stück weiter?“).
  • Wechseln Sie die Perspektive („Was würde X über mich erzählen, wenn er sähe, dass ich so entschieden habe “).
  • Lassen Sie die Zeit für sich arbeiten (darüber schlafen, Flip out [nichts tun zum Thema]).
  • Stellen Sie sich vor, wie gut es wird („Angenommen wir würden so entscheiden, was wären dann die Konsequenzen, was würden wir dann als nächstes tun?“). Nutzen Sie die Tetralemma-Methode, wenn Sie zwei Entscheidungsmöglichkeiten haben.

Entscheidungen verändern uns

Eine Entscheidung ist erst dann getroffen, wenn dadurch etwas anders (transformiert) bzw. wenn dadurch gehandelt wird. Fragen Sie sich also, woran zu erkennen ist, dass die Entscheidung getroffen wurde. Kommunizieren Sie dies und überprüfen Sie damit die Umsetzung. Eine Entscheidung ist übrigens durchaus eine anerkennenswerte Leistung, die auch angemessen gefeiert werden darf.

Indem Sie auf diese Weise Ihre Zuversicht in die Entscheidung aufbauen, erleichtern Sie sich nicht nur das Treffen der Entscheidung selbst, sondern tun Ihr Möglichstes, dass es auch die richtige ist. Ein weiterer Effekt ist, dass Sie durch den Erfolg gestärkt leichter und zuversichtlicher an zukünftige Entscheidungen herangehen können und dass das, was für Sie vorher vielleicht eine Qual war, Ihnen immer mehr Freude bereitet.

Beispiel der Redaktion aus Finnland

Bis 2010 gab es in Helsinki drei verschiedene Hochschulen: die Technische Universität, Handelshochschule und die Hochschule für Kunst und Design. Die Verantwortlichen aus dem Bildungsministerium haben vor ein paar Jahren zusammen mit den Direktorien der bisherigen Schulen entschieden, diese Standorte zusammenzulegen.

Nach dem finnischen Architekten Alvar Aalto benannt, laufen sie nun unter einem Namen als Aalto-Universität – finnisch Aalto-yliopisto und schwedisch Aalto-universitetet). Zur Campustour geht’s hier. Rund 20.000 Studierende aus aller Welt pauken vom Nanometer bis zu Lichtjahren – und wohnen in den benachbarten Wohnheimen. Denen liegt auch eine Entscheidung zugrunde: Was tun mit dem „alten“ Olympiadorf der Sommerspiele 1952? Ganz klar für die Skandinavier, günstigen Wohnraum an Studis vermieten. Bildung an erster Stelle…

Literaturtipps

  • Buck, B. und Buck, U.: INNERINNOVATION – Innovationen aus eigenem Anbau. literatur-vsm, 2014
  • Gigerenzer, Gerd: Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft. Bertelsmann, 2013.

Über den Autor

Entscheidungsfinder und Autor Bernd Buck

Bernd Buck ist diplomierter Physiker, hat in Konstanz Physik studiert und war anschließend als Entwickler, Entwicklungsleiter und Technischer Geschäftsführer bei ifm electronic gmbh tätig. Er ist als systemischer Organisationsberater mit Schwerpunkt Innovationsprozesse und Innovationskultur im Rahmen der Beratungsfirma TeamThink tätig.

Artikelbild: © NN/ Aalto University

Der Beitrag Entscheidungen: Das kann uns helfen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/01/entscheidungen-das-kann-helfen/feed/ 0
Dresscode: Passende Looks fürs Business http://karriere-einsichten.de/2015/01/dresscode-passende-looks-fuers-business/ http://karriere-einsichten.de/2015/01/dresscode-passende-looks-fuers-business/#comments Sat, 17 Jan 2015 17:55:02 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6841 Mitarbeiter werden beobachtet. Ob vom Vorgesetzten und anderen Personalverantwortlichen:  Arbeitsplatz und Position bestimmen deinen Dresscode. Wie Kleider Leute machen… [dropcap]A[/dropcap]usgewählte Kleidung hilft und macht es ein bisschen einfacher, Kompetenz und Selbstsicherheit auszustrahlen, doch die Outfits wollen sorgsam ausgewählt sein. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über gängige Dresscodes in der Geschäftswelt und zeigt, welche Details bei

Der Beitrag Dresscode: Passende Looks fürs Business erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Mitarbeiter werden beobachtet. Ob vom Vorgesetzten und anderen Personalverantwortlichen:  Arbeitsplatz und Position bestimmen deinen Dresscode. Wie Kleider Leute machen…

[dropcap]A[/dropcap]usgewählte Kleidung hilft und macht es ein bisschen einfacher, Kompetenz und Selbstsicherheit auszustrahlen, doch die Outfits wollen sorgsam ausgewählt sein. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über gängige Dresscodes in der Geschäftswelt und zeigt, welche Details bei der Wahl eines Looks beachtet werden müssen. Im folgenden ein kleiner Überblick über die „richtige“ Kleidung im Büro. Welcher Dress passt, welcher eher nicht?

Business-Look – so funktioniert der Klassiker

Dieser Stil wird nicht umsonst als Business-Look bezeichnet, denn um ihn kommen Mitarbeiter in der mittleren und gehobenen Führungsebene nicht herum. Hier gibt ein zwei- bis dreiteiliger Anzug den Ton an, der mit weißem Hemd und Krawatte getragen wird. Nach persönlichem Geschmack kann das Hemd in dezenten Pastelltönen gewählt werden. Auch die Krawatte kann durch wohlüberlegten Farbeinsatz Variation ins Outfit bringen. Der Dreiteiler mit Manschettenknöpfen ist bei offiziellen Anlässen in der hohen Führungsebene nach wie vor ein Muss.

Casual Business-Look – ein Alleskönner

Dieser etwas legerere Look kommt zwar ohne Jeans und Krawatte aus, lebt aber von der äußerst eleganten und gepflegten Kleidung. Mit Anzughose, Strickpulli und Hemd wirkt dieser Look trotzdem locker und eignet sich für geschäftliche Anlässe, die einen informellen Charakter besitzen, wie beispielsweise ein gemeinsames Essen mit dem Chef oder Geschäftspartnern.

Smart Casual-Look und Casual-Look

Diese legeren Business-Outfits ersetzen die klassische Stoffhose durch eine edle Bürojeans in dunklen Farben. Sakko und Polohemd geben einen lässigeren Touch, hierbei sollte aber darauf geachtet werden, hauptsächlich dunkle Farbtöne einzusetzen, damit das Outfit nach wie vor die gebotene Seriosität ausstrahlt. Der Casual Look lebt hingegen von eleganter Freizeitkleidung in Form von gepflegter Jeans und Polohemd. Richtige Klamotten – statt Kleidungsfalle.

Investition in den Klassiker lohnt sich!

Auch, wenn die Wahl des passenden Business-Outfits in hohem Maß von der jeweiligen Branche abhängig ist, lohnt es sich nach wie vor, in den klassischen Anzug zu investieren. Dieser kommt in der Geschäftswelt nicht aus der Mode und kann auch zu vielfältigen privaten Anlässen getragen werden, wenn ein korrekter Auftritt unverzichtbar ist.

Aber nicht nur beim Herrenausstatter direkt vor Ort gibt es viele exzellent durchdachten Business-Outfits zu entdecken. Auch im Internet erhalten alle, die sich nach neuen Looks für die Geschäftswelt umsehen, eine breite Auswahl an hochwertigen Kleidungsstücken.

Besonders komfortabel shoppt es sich in speziellen Online-Shops, die sich ausschließlich auf Businesskleidung für Herren spezialisiert haben. Beispielsweise in dem Online-Shop von FASHION ID erhalten Interessierte einen ersten Überblick über alle Kleidungsstücke und Accessoires, die ein gepflegtes Auftreten am Arbeitsplatz kinderleicht machen.

Weil sich das Portfolio solcher Online-Shops nicht auf einige wenige Marken beschränkt, sondern einen soliden Querschnitt durch die Welt aktueller Herren-Businessmode zeigt, findet hier jeder Shoppingwillige passende Teile nach seinem Geschmack.

Mit freundlicher Unterstützung von Fashion ID

Artikelbild: © Rainer Sturm/ pixelio.de

Der Beitrag Dresscode: Passende Looks fürs Business erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2015/01/dresscode-passende-looks-fuers-business/feed/ 1
Weihnachten im Hamburger Hafen: Ein Engel für die Matrosen http://karriere-einsichten.de/2014/12/weihnachten-im-hamburger-hafen-ein-engel-fuer-die-matrosen/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/weihnachten-im-hamburger-hafen-ein-engel-fuer-die-matrosen/#respond Sat, 27 Dec 2014 14:26:53 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6835 Feliz Navidad! Craciun fericit! Streken Bozhik! Boas Festas! – Maike Puchert (28) beherrscht nicht alle Sprachen, die im Hamburger Hafen gesprochen werden. Aber sie weiß, wie wichtig den Seebären das Weihnachtsfest ist. Jedes Jahr veranstaltet die Diakonin der Seemannsmission eine Feier für die Seeleute, deren Schiffe über die Feiertage am Pier liegen. Julia Bergner hat

Der Beitrag Weihnachten im Hamburger Hafen: Ein Engel für die Matrosen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Feliz Navidad! Craciun fericit! Streken Bozhik! Boas Festas! – Maike Puchert (28) beherrscht nicht alle Sprachen, die im Hamburger Hafen gesprochen werden. Aber sie weiß, wie wichtig den Seebären das Weihnachtsfest ist. Jedes Jahr veranstaltet die Diakonin der Seemannsmission eine Feier für die Seeleute, deren Schiffe über die Feiertage am Pier liegen. Julia Bergner hat die junge Seelsorgerin kennengelernt.

[dropcap]D[/dropcap]er Hamburger Hafen gilt als Deutschlands Tor zur Welt. Der emsige Betrieb an der Unterelbe steht nie still – außer an Heilig Abend. Dann macht der drittgrößte Hafen Europas für ein paar Stunden die Schotten dicht und die Seeleute können Weihnachten feiern. Mitten unter ihnen ist Diakonin Maike Puchert.

Die 28-Jährige, die vor zwei Jahren die Leitung der Bordbetreuung bei der Seemannsmission übernommen hat, schätzt diesen Tag im Jahr am meisten: „Normalerweise ist im Hafen rund um die Uhr etwas los – und es ist laut. Am 24. Dezember ist nach der 12-Uhr-Schicht Schluss. Dann werden die Kräne hochgefahren, kein LKW ist mehr auf den Straßen unterwegs. Dann kehrt endlich einmal Ruhe ein.“

Seit 10 Jahren bei der Seemannsmission

Vor 10 Jahren ist die 28-Jährige zum ersten Mal in der Seemannsmission aufgeschlagen und hat seitdem Blut geleckt oder eher: Seeluft geschnuppert. „Damals war ich gerade 18 und musste aus der Schule einfach mal raus. Ich habe mir die Frage gestellt: Brauche ich wirklich das Abitur?

Ich wollte weg von zu Hause, um zu gucken, was ich will. Ich habe auf einem Bogen für ein Freiwilliges Soziales Jahr alles angekreuzt, was irgendwie am Wasser lag. So bin ich bei der Seemannsmission gelandet. Das war eine lebensverändernde Entscheidung.“ Der Seemannsclub „Duckdalben“, in dem sie ihr FSJ absolvierte, und die Arbeit mit den Seeleuten begeisterten sie auf Anhieb.

„Ich treffe hier jeden Tag so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern. Man braucht überhaupt nicht mehr zu verreisen. Die Welt kommt zu einem.“ Diverse Schifffahrtsrouten verbinden den Hamburger Hafen mit mehr als 900 Häfen in über 170 Ländern.

Durch Kleinigkeiten viel bewegen

Das Abitur machte die gebürtige Wilhelmshafnerin dann trotzdem und studierte Soziale Arbeit und Diakonie. Nach der Ausbildung war Maike Puchert sofort klar, dass es zurück zur Seemannsmission gehen würde: „Man kann hier durch Kleinigkeiten unglaublich viel bewegen und es kommt sofort etwas zurück.“

Eine Begebenheit ist ihr besonders im Kopf geblieben: „Als ich einmal an Bord eines Schiffes gegangen bin, hat mich ein Seemann an der Gangway begrüßt, der sehr grimmig wirkte.“ Maike Puchert fragte sofort, wie es ihm denn gehe. „Sein Blick veränderte sich schlagartig und er sagte: ‚Danke, dass du mich das fragst. Das hat mich seit Monaten keiner mehr gefragt.‘“

Die Seeleute verpassen einen Großteil des Familienlebens

Die meisten Seeleute sind monatelang von ihren Familien getrennt und müssen alles hinter sich lassen. Die Kommunikation mit der Heimat gelingt nur in einigen Häfen. Sie verpassen die Geburtstage, die Einschulungen ihrer Kinder oder Beerdigungen von Familienmitgliedern. „Weihnachten spielt da eine besondere Rolle“, erklärt Maike Puchert.

Denn dann fühlen sich viele noch weiter von ihren Angehörigen entfernt als sie es ohnehin schon sind. Die junge Diakonin versucht deshalb, den Abend für die rund 200 Gäste aus Griechenland, Marokko, Rumänien, Montenegro, den Philippinen oder Indien so schön wie möglich zu gestalten. Im Foyer haben die Mitarbeiter einen großen Baum geschmückt. Interessiert und

Beim Raclette-Essen werden die Seemänner zu kleinen Kindern

Gemeinsam lauschen alle der Andacht von Maike Puchert. Die Weihnachtsgeschichte wird in möglichst vielen verschiedenen Sprachen erzählt, damit jeder sich ein kleines bisschen zu Hause fühlen kann. Danach gibt es Raclette. „Das ist zwar typisch deutsch, aber es ist unglaublich süß, wie die Seemänner es ausprobieren wie die kleinen Kinder und sich freuen, wie es schmeckt.“ Zum leichteren Verständnis haben die Gäste das Raclette in „Indoor Barbecue“ umbenannt. „Später am Abend kann es dann noch vorkommen, dass sich einer mal eine Gitarre schnappt und landestypische Weihnachtslieder singt.“

Noch etwas später am Abend geht dann auch Maike Puchert nach Hause. Dort wartet die Familie und der eigene Weihnachtsbaum. Aber für nichts auf der Welt will die 28-Jährige ihren Beruf tauschen: „Ich will die Personen hier im Blick haben. Ich möchte, dass gerade an Weihnachten keiner das Gefühl hat, alleine oder vergessen zu sein.“

Artikelbild: © Henning Angerer

Der Beitrag Weihnachten im Hamburger Hafen: Ein Engel für die Matrosen erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/weihnachten-im-hamburger-hafen-ein-engel-fuer-die-matrosen/feed/ 0
Jahresausblick: Was 2015 auf deine Agenda kommt http://karriere-einsichten.de/2014/12/jahresausblick-2015-auf-deine-agenda-kommt/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/jahresausblick-2015-auf-deine-agenda-kommt/#respond Thu, 18 Dec 2014 17:06:51 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6827 Wohin entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2015? Robust, aber risikobehaftet – dies ist der Grundtenor einer im September veröffentlichten Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Was uns ausser einer statistisch niedrigen Arbeitslosenquote von sieben Prozent im neuen Jahr noch erwartet. Trends und Tipps… [dropcap]D[/dropcap]ie Forscher rechnen für 2015 mit einer durchschnittlichen

Der Beitrag Jahresausblick: Was 2015 auf deine Agenda kommt erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wohin entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2015? Robust, aber risikobehaftet – dies ist der Grundtenor einer im September veröffentlichten Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Was uns ausser einer statistisch niedrigen Arbeitslosenquote von sieben Prozent im neuen Jahr noch erwartet. Trends und Tipps…

[dropcap]D[/dropcap]ie Forscher rechnen für 2015 mit einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von 2,88 Millionen Menschen. Dies entspräche einer Quote von rund 6,7 Prozent. Dem IAB zufolge wird die Zahl der Werktätigen um 270.000 auf einen neuen Rekordwert von 42,89 Millionen steigen.

Diese Entwicklung ist zum einen auf steigende Erwerbsquoten bei Frauen und älteren Menschen zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die große Zahl der Zuwanderer. Laut IAB werden bis zum Jahresende 2015 rund 450.000 Ausländer auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen. Die Zuwanderung für das laufende Jahr wird mit 500.000 Menschen beziffert.

Der IAB-Prognose liegt ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 Prozent zugrunde. Nicht alle Arbeitsmarktforscher teilen diesen Optimismus – vor allem die seit Jahren anhaltende Schuldenkrise stellt ihrer Ansicht nach einen wichtigen Unsicherheitsfaktor dar. Dass die Talsohle der Rezession mittlerweile durchschritten ist, scheint dagegen allgemeiner Konsens zu sein.

Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft ebenfalls auf einem soliden Wachstumskurs und rechnet für 2015 mit einem BIP-Zuwachs von 2,0 Prozent. Für 2016 wird ein Anstieg um weitere 1,8 Prozent erwartet. Die Bundesbank-Ökonomen gehen davon aus, dass die Beschäftigung im Jahr 2015 weiter zunehmen wird. Als wichtigster Wachstumsmotor wird der Privatkonsum genannt, der momentan  durch die niedrigen Benzinpreise angetrieben wird.

Außenpolitische Lage bleibt instabil

Der realwirtschaftliche Aufschwung steht auch deshalb auf wackeligen Beinen, weil die weltpolitische Lage so angespannt ist wie seit Jahren nicht. Eine bedeutende Rolle spielt hierbei der Handelskonflikt mit Russland, allem vorran Präsident Wladimir Putin, dessen Politikstil der deutschen Unternehmen stark zu schaffen macht. Die heimische Wirtschaft pflegt traditionell enge Beziehungen zum großen Nachbarn im Osten und kann es sich mittel- und langfristig kaum erlauben, auf diesen lukrativen Markt zu verzichten.

Die Situation im Nahen Osten ist ebenfalls unübersichtlich. Ein größerer Krieg würde dafür sorgen, dass die Preise für Rohöl und Gas kräftig anziehen. Dies würde letztlich auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, da Industrieunternehmen nach wie vor auf Öl als Energieträger angewiesen sind. Auf der anderen Seite befindet sich der Preis für Nordseeöl derzeit auf einem Jahrestief – trotz der Krisen in der Ukraine und in den Ländern des Nahen Ostens. Experten der Commerzbank schrieben unlängst in einem Kommentar, der Ölmarkt sei momentan “auf einem Ohr taub”. Die Nachfrage sei insgesamt gesunken, wohingegen das Angebot stabil bleibe.

Märchen vom flächendeckenden Fachkräftemangel 

Die positive konjunkturelle Entwicklung hat den Blick in den letzten Jahren verstärkt auf den Arbeitsmarkt für Fachkräfte gelenkt. Der angebliche Personalmangel, der von Wirtschaftsführern jahrelang herbeigeredet wurde, hat sich als hohle Phrase entpuppt. Ein Beleg dafür ist die Tatsache, dass je nach Branche bis zu 20 Prozent der Beschäftigten zu Löhnen arbeiten, die nahe der Armutsgrenze liegen. Laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verdienen rund 33,5 Prozent aller Menschen in tariflichen Beschäftigungsverhältnissen weniger als 10 Euro pro Stunde. Gäbe es tatsächlich einen Mangel an Fachkräften, müssten nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage die Löhne stark ansteigen.

Die Bundesagentur für Arbeit schlägt ähnliche Töne an: Ein flächendeckender Fachkräftemangel zeige sich nach ihren Analysen nicht, so die Verantwortlichen. Festzustellen sei allerdings, dass es in Gesundheits- und Pflegeberufen sowie in einigen technischen Berufsfeldern Engpässe gebe. Den Zahlen der Bundesagentur zufolge wird innerhalb der nächsten zehn Jahre jeder vierte Arzt in den Ruhestand gehen – ein Überangebot an Medizinern gibt es also nicht. Sorge bereitet Experten allerdings der Umstand, dass viele Städte überversorgt sind, während es in ländlichen Regionen oftmals schwierig ist, Nachfolger für die Arztpraxen zu finden.

Gute Jobaussichten für Akademiker 

Susanne Meßmann von der Bundesagentur für Arbeit (BA) beurteilt die aktuelle Situation für Akademiker positiv. Die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent befinde sich in dieser Qualifikationsgruppe auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen sei mit 140.000 ebenfalls hoch. Nach ihrer Einschätzung werden Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure, Architekten sowie studierte Sozialarbeiter und -pädagogen im kommenden Jahr besonders gefragt sein.

Besonders gut, so Meßmann, ist die Lage für Arbeitskräfte mit Qualifikationen in den sogenannten MINT-Fächern. Gemeint sind die Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mathematiker können sich derzeit ihre Jobs praktisch aussuchen: Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, im Bereich des Risikomanagements oder in den Akturiat-Abteilungen großer Versicherungsunternehmen zu arbeiten. Kaum bekannt ist, dass Versicherer auch Ingenieure suchen, die in der Lage sind, technische Risiken verschiedenster Art zu bewerten.

Ob man über einen akademischen Abschluss verfügt oder nicht – wenn es darum geht, zeitnah eine neue Tätigkeit zu finden, sind Internet-Jobbörsen die erste Anlaufadresse. Das Portal Jobtonic bietet Arbeitssuchenden die Möglichkeit, sich offene Positionen in verschiedenen Städten Deutschlands anzeigen zu lassen und nach Kriterien wie Einstelldatum oder Branche zu sortieren. Wer beispielsweise Stellenangebote als Bürokauffrau in München sucht, kann dort mit wenigen Mausklicks entsprechende Inserate finden.

Karriereexperten-Trend für 2015

Was hat sich verändert, was blieb gleich und was erwartet uns noch im Karrierebereich? Karriereexperten.com, ein Netzwerk erfahrener Coachs und Karriereberater, gegründet von Svenja Hofert, wirft den Blick nach vorn und schaut, welche Entwicklungen und Trends für 2015 abzusehen sind. Dabei kommen Themen wie Arbeitsmarkt, Bildung und Karriere, Recruiting, Gesundheit und Führung auf den Prüfstand. Eines steht fest, so Karriereberater Lars Hahn: „2015 wird das Jahr des beruflichen Lernens. Im Folgenden Trends zu verschiedenen karriere- und berufsrelevanten Trend für 2015: Trends zur/m…

  1. selbstinitierten Weiterbildung
  2. Wandel der Arbeitskultur
  3. dialogorientierten Führung auf Augenhöhe
  4. persönlichen Karriere
  5. innovativen Gründen
  6. lockeren Vorstellungsgespräch
  7. Einforderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  8. stärkeren Gesundheitsförderung

Selbstinitierte Weiterbildung

Warum 2015 das Jahr des Lernens wird erklärt Karriereexperte für Weiterbildung Lars Hahn: „Auch wenn viele von Fachkräftemangel reden, muss der einzelne Berufstätige sich auf dem aktuellen Stand seines Berufsfelds halten, damit er mit dem rasanten Fortschritt der Arbeitswelt Schritt halten kann.“

Dabei ist es ganz gleich, ob es um fachliche Qualifikationen oder Soft-Skills geht, denn Weiterbildung hat 2015 einen hohen Stellenwert. „Immer wichtiger wird dabei das „Lernen lernen“, die Fähigkeit, sich selbst neues Wissen anzueignen.“, so Lars Hahn.

Wandel der Arbeitskultur

„Das Thema 2015 werden Kompetenzen für eine neue Führung sein“ sagt Svenja Hofert, Karrierecoach aus Hamburg. Dieses Thema hat zwei wesentliche Aspekte.

Innovation – Manager müssen Innovationen freisetzen können. In einer Welt, in der es immer mehr darauf ankommt, dem Wettbewerber eine Nasenlänge voraus zu sein und sich Neues ganz schnell entwickelt, brauchen Unternehmen ganz andere Charaktere und Eigenschaften als früher. Es geht darum, in der Komplexität auch ohne die alten Planungstools erfolgreich zu sein. Zielsetzung killt Kreativität. „Doch die, die derzeit Manager sind, arbeiten immer noch mit strikten Zielvorgaben. Messbarkeit steht noch im Vordergrund.“ resümiert Svenja Hofert.

Motivation – Eine wichtige Kompetenz von Managern wird es sein, intrinsische Schaffensfreude freizusetzen. „Meine Umfrage Worklifestyle, an der bisher rund 500 Personen teilgenommen haben, hat ergeben, dass die meisten durch Ziele- und Ergebnismessung abgeschreckt sind.“ so Svenja Hofert. Viele Menschen wollen heute schon flexibel arbeiten, etwas Sinnvolles tun – Kreativität entfalten, ohne auf die Uhr zu gucken. „Und das passt mit dem derzeitigen Führungsstil einfach nicht zusammen. Sicher wird das Jahr 2015 nicht reichen, aber es wird ein wichtiges Jahr für die Transformation der Manager.“ erklärt Svenja Hofert.

Leadership auf Augenhöhe

„Die Zeit der Patriarchen ist endgültig vorbei, das Denken in Hierarchien ist längst überholt. Und dort, wo es noch nicht ganz angekommen ist, wird sich dieser Trend 2015 nicht mehr aufhalten lassen“, sagt Natalie Schnack, Sichtbarkeitscoach aus Hamburg. Die Karriere- und Führungsexpertin Barbara Simonsen stellt fest: „Führung wird sich immer mehr nach den unterschiedlichen Generationen richten und eine lebensphasenorientierte Personalpolitik betreiben.“ Dies bedeutet für die zukünftige Personalführung, sich stärker an den Interessen der Mitarbeiter zu orientieren. Die individuellen Lebens- und Berufssituationen gilt es zu berücksichtigen, um Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Leitfragen, die von Betrieben beantwortet werden müssen, betreffen die

  • Unternehmens- und Führungskultur: „Wie nutzen wir die unterschiedlichen Werte und Denkmuster der Generationen für die sinnvolle und produktive Tätigkeit?“
  • Mitarbeitergewinnung und –bindung: „Wie sind wir als Arbeitgeber attraktiv?“
  • Gesundheitsförderung und Reduzierung der Arbeitsbelastung: „Wie sichern wir die Beschäftigungsfähigkeit über die verlängerte Lebensarbeitszeit?“
  • Kompetenz- und Karriereentwicklung: „Wie fördern wir die Mitarbeiter in jeder Lebensphase?“
  • Persönliche Lebenssituation: „Wie können Beruf und Familie bzw. Beruf und Pflege vereinbart werden?“

Das Verhältnis von Mitarbeitern und Entscheidern wird sich zu einer wertschätzenden Zusammenarbeit von Partnern auf Augenhöhe entwickeln. „Die Kluft zwischen „den da unten“ und „den da oben“ wird schmelzen.“ so Natalie Schnack. „Das bedeutet, Vorgesetzten können nicht mehr per Direktive führen, sie werden Mitarbeiter zunehmend von ihren Ideen überzeugen müssen.“ Sowohl Mitarbeiter als auch Bewerber fordern bereits heute eine Begegnung auf Augenhöhe ein.

Trend zur persönlichen Karriere

Karrieren werden individueller. Beruflicher Erfolg wird anders definiert. Alternativen zum schnellen Aufstieg auf der Karriereleiter entwickeln sich. „Arbeitnehmer suchen zunehmend nach einer beruflichen Entwicklung, die ihren persönlichen Werten und der aktuellen Lebenssituation entspricht, ich nenne das Ich-Karriere“ so Karrierecoach Dr. Bernd Slaghius aus Köln.

Traditionelle Karrierewege werden mehr denn je infrage gestellt. Dieser Trend zeigt sich nicht nur bei der jungen Generation, sondern auch bei erfahrenen Fach- und Führungskräften. „Arbeitnehmer übernehmen mehr Selbstverantwortung und sagen, was ihnen wichtig ist. Arbeitgeber werden mit flexiblen und individuellen HR-Modellen reagieren, um gute Mitarbeiter zu motivieren und zu binden“, so Bernd Slaghius.

Trend zum innovativen Gründen

„Der Wunsch nach Flexibilität in der Arbeit wird viele Menschen zum Gründen inspirieren.“ sagt Gründungscoach Silke Loers. Nach wie vor gehören jedoch eine gute Idee, Mut, Geld, öffentliche Aufmerksamkeit und Menschen, die einen unterstützen immer noch zu den Erfolgsfaktoren für Gründer. „Daher testen viele Gründer neue Ideen im Nebenerwerb, dieser Trend wird anhalten.“ so Silke Loers.

Gerade für die junge Generation ist die eigene Kreativität zu entfalten und echten Mehrwert zu schaffen ein Beweggrund, um sich selbständig zu machen. „Daher werden digitale Geschäftsmodelle dominieren.“ sagt Silke Loers. Vielen jungen Gründern ist die große geistige Flexibilität und die Bereitschaft, neue Themen auf- und zu verarbeiten und sich auszuprobieren, wichtig.

Trend zum Bewerbungsstorytelling

„Der Personaler sitzt vor einem Berg von Bewerbungsunterlagen auf der Suche nach dem geeigneten neuen Mitarbeiter. Die große Frage lautet auch 2015: Was können Bewerber tun, damit Ihre Dokumente ins Auge springen, auffallen und nicht gleich wieder vergessen werden?“ so Maja Skubella Bewerbungscoach aus Hamburg.

Auch 2015 wird sich der Entscheider für den ersten Eindruck circa eine Minute pro Kandidat Zeit nehmen. Der Trend geht weiter in Richtung des erfolgsorientierten Lebenslauf, Erfolge werden anhand von Zahlen, Fakten konkretisiert. „Ein Deutscher Lebenslauf ohne Foto ist auch kein No go mehr. Wenn der Rest passt, ist das Weglassen kein Problem.“ sagt Maja Skubella.

Der Mensch ist ein emotionales Wesen. „Wir lesen gern „Erfolgs“Geschichten von Menschen, erst recht wenn das Unternehmen davon profitieren kann. Daher geht der Trend 2015 im Anschreiben immer mehr zum Storytelling.“ denkt Maja Skubella.

Trend zum lockeren Vorstellungsgespräch

„Das Bewerbungsgespräch beginnt nach wie vor im Moment des ersten Blickkontakts. Und noch immer entscheiden die ersten Augenblicke über Sympathie oder Antipathie zwischen den Gesprächspartnern“ sagt Karriereberater Daniel Bohne.

Ein gutes Vorstellungsgespräch ist weiterhin von „geben und nehmen“ geprägt. Beide Seiten wollen etwas voneinander und beide Seiten haben etwas zu bieten. „Das muss am Ende des Gesprächs für alle Beteiligten spürbar sein. Dann war es ein gutes Gespräch und erfüllt die gewünschte „Win-Win-Situation“ so Daniel Bohne weiter.

Inzwischen nimmt die Zahl der Unternehmen deutlich zu, die in Bewerbungsgesprächen mehr Lockerheit an den Tag legen und auf einige klassische Riten verzichten. In einigen, insbesondere jungen Unternehmen wird sogar von Anfang an geduzt. Anzug und Krawatte sind dann vollkommen fehl am Platz. Sneaker? Warum nicht?!

„Ich erkenne insgesamt einen Trend zu mehr Lockerheit in den Umgangsformen bei Bewerbungsgesprächen. Die traditionelleren geprägten Unternehmen sind meiner Einschätzung nach aber noch in der Überzahl. Also immer genau darauf achten, wo ich im Einzelfall eingeladen bin!“ rät Daniel Bohne.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

„Nach dem „Hurra-wir-sind-familienfreundlich“ der letzten Jahre kehrt mehr Nüchternheit ein“ stellt Sascha Schmidt, Coach aus München fest. Unternehmen werden gefordert sein, Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur zu plakatieren, sondern wirklich in der Führungskultur zu leben.

Weiterhin wird die Debatte nicht mehr nur von der Wirtschaft und Politik geführt, endlich melden sich karrierebewusste Eltern als Anwalt ihrer Interessen und der Kinder zu Wort. Die Zahl der Väter, die die Elternzeit beanspruchen steigt weiter. „Die gesellschaftliche Debatte über Wertschätzung von Eltern am Arbeitsplatz wird zunehmen und kontroverser werden.“ erklärt Sascha Schmidt.

Gesundheitsförderung und Stressprävention

„Das Thema Gesundheit und Prävention wird an Bedeutung gewinnen“ so Julitta Rössler-Kruszona, Coach aus Meerbusch. Bisher standen regenerative Maßnahmen zur kurzfristigen Regulation von körperlichen Überlastungssymptomen für den einzelnen Mitarbeiter im Vordergrund. „In Zukunft geht es vermehrt um den Ressourcenaufbau zur kognitiven Bewältigung psychischer Belastungen.“So Julitta Rössler-Kruszona.

Bei der Gestaltung von Arbeits- und Lebensstrukturen gilt es trotz enger Verzahnung von Berufs- und Privatleben persönliche Grenzen zu setzen und Regeneration zu ermöglichen. Der Aufbau von Kommunikationsstrukturen, die durch Wertschätzung und Kooperation geprägt sind, bildet den Rahmen für gesunde Arbeit und Entwicklung.

Artikelbild: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/ pixelio.de

Der Beitrag Jahresausblick: Was 2015 auf deine Agenda kommt erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/jahresausblick-2015-auf-deine-agenda-kommt/feed/ 0
Authentizität: Sei vor allem clever! http://karriere-einsichten.de/2014/12/authentizitaet-sei-vor-allem-clever/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/authentizitaet-sei-vor-allem-clever/#respond Sun, 14 Dec 2014 08:00:48 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6795 Authentizität wollen (fast) alle! Der Grund ist ein deutsches Klischee mit dem Stefan Wachtel ins Gericht zieht. Es gibt in Deutschland zu wenige Typen, die sind, wie sie sind – und gerade deswegen hart an sich arbeiten… [dropcap]D[/dropcap]er Deutsche stammt vom deutschen Schäferhund ab und der ist auch authentisch. Schäferhunde sind zum Hüten und Treiben der

Der Beitrag Authentizität: Sei vor allem clever! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Authentizität wollen (fast) alle! Der Grund ist ein deutsches Klischee mit dem Stefan Wachtel ins Gericht zieht. Es gibt in Deutschland zu wenige Typen, die sind, wie sie sind – und gerade deswegen hart an sich arbeiten…

[dropcap]D[/dropcap]er Deutsche stammt vom deutschen Schäferhund ab und der ist auch authentisch. Schäferhunde sind zum Hüten und Treiben der Schafherde eingesetzte Hirtenhunde. Dieser Arbeit geht er nach, wie die Natur es für ihn vorgesehen hat. Er ist, wie er ist, ungehobelt deutsch. Ich will auf eine Beobachtung aufmerksam machen: dass es typisch deutsch sein könnte, authentisch einfach das zu tun, was von innen heraus kommt.

Der Deutsche Schäferhund ist die Metapher für das Unkultivierte des Deutschen, das Ungeschminkte, Graue und Ruppige. Der Deutsche Schäferhund ist der Prototyp des Authentischen.

Im Ernst: Das Rohe ist unser Metier, das nicht Zurechtgemachte. Ein renommierter Bekleidungsversender verschickt einen Prospekt mit dem Slogan „Von der Sehnsucht nach Ursprünglichkeit: graue Daune“. Sehnsucht nach Grau, darauf muss man kommen. Das geht nur in Deutschland.

„Deutsch sein heißt sachlich sein“

„Deutsch sein heißt sachlich sein“, sagt Diederich Heßling, Heinrichs Manns „Untertan“. Ganz authentisch sein und sonst nichts, deutscher geht es nicht, humorlos, korrekt. Im Jahr 1968 ging es erst richtig los mit dem Authentischen: Spontan sein wurde das Ziel – ohne Methode – und Wirkung wurde zweitrangig. Ganz man selbst sein, in die eigenen vier Wände gehen oder raus in den Wald: Die Deutschen haben Romantik und Biedermeier nie ganz abgeschüttelt. Die deutsche Seele und die deutsche Kultur sind wie geschaffen für das Authentische.

Nicht wirklich gut, aber authentisch, das ist ein deutscher Topos. Ich bin in der DDR aufgewachsen und warte nur auf den Tag, an dem ich lesen oder hören muss, dort seien die Menschen authentischer gewesen. „Sozialer“ waren sie ja schon, wenn man dem Klischee glaubt. Sie waren angeblich sozialer als im Westen, weil sie öfter zusammen saßen. Der Grund dafür ist aber nicht, dass sie sozialer waren, sondern dass es fast keine privaten Telefone gab. Die Menschen mussten sich schon live versammeln. Zusammenhocken ist kein Wert an sich – ebenso wenig, wie das Authentische an sich irgendeinen Wert hat.

Authentizität – kein (Mehr)wert an sich?

Wir verbinden das fein Angerichtete eher mit dem Französischen. Das gut Geredete ist Sache der Engländer. Das gut Gekleidete ist italienisch. Allzu Attraktives ist uns anrüchig. Erstrebenswert scheint uns Deutschen das nicht Ausgeschmückte, das Graue.

Wir haben eine Scheu vor Performance und wir wissen, woher sie kommt. Unsere Großeltern haben noch die wirkungsvolle Inszenierung im Ohr: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Wer das mitgegeben bekommt, will weg von der rhetorischen Performance und zum Authentischen zurück. Und so wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

Die Scheu vor dem guten Auftritt fängt schon in der Schule an. Sie vermittelt den Zwang zur Korrektheit und Vollständigkeit. Es wird eher darauf geachtet, ob die Kinder in ganzen Sätzen antworten, und nicht, ob sie mit der Art, wie sie etwas sagen, Wirkung erzielen. An der Universität setzt sich das fort.

„Ideologie der Sachlichkeit und Nichtpersönlichkeit“

Korrekte, vollständige Informationen, aufgeschrieben in schriftdeutschen Thesen, aufbereitet auf selbsterklärenden Charts. Jeder Versuch, etwas attraktiv zu machen, ist anrüchig. Deutsche Äußerungen und Texte kranken an der „Ideologie der Sachlichkeit und Nichtpersönlichkeit“: „Es kam zu einer Demonstration.“

Warum wird in Deutschland Auftrittscoaching verschämt verschweigen? Es gibt keinen Grund. Ist es eine Schande, dazuzulernen? Dazu eine deutsche Geschichte: Der Berater eines Kanzlerkandidaten antwortete auf die Frage, ob sein Klient nicht ein Coaching brauche: „Der lässt sich nicht verbiegen.“

Und auf die Frage, was er für den Eindruck seines Klienten tue, antwortete er: „Ich bin doch nicht sein Coach, dafür bin ich zu teuer.“ Er hatte für die Unterweisung des Kandidaten seinen Kumpel geholt; Coaching in der Politik ist Kumpelgeschäft. Ein Redaktionsleiter einer Sportredaktion sollte also den Kandidaten im Bundestagswahlkampf auf Auftritte vorbereiten, ohne jede Coaching-Ausbildung, ohne einen Plan über Rhetorik, und das ging auch gründlich schief. Außerdem war es auch noch teuer, genauer gesagt: zu teuer.

„Manager erscheinen oft anonym, austauschbar und undurchsichtig, graumäusig“

Authentisch soll auf ein Mal nicht mehr "gut" sein? Stefan Wachtel sorgt für Klartext...
Authentisch soll auf ein Mal nicht mehr „gut“ sein? Stefan Wachtel sorgt für Klartext…

Sie fragen sich: „Wenn schon Kanzlerkandidaten angeblich kein Coaching brauchen, warum dann ich?“ Schließlich hängt Ihr Beruf nicht vom Eindruck ab. Oder vielleicht doch? Es gibt in Deutschland zu wenige Hauptdarsteller, es gibt zu wenige Typen, die nicht nur so sind, wie sie sind, sondern die an sich arbeiten.

Studien über die Wirkung von Vorstandsvorsitzenden bringen es stereotyp heraus: Die meisten deutschsprachigen Spitzenmanager halten sich mit öffentlichen Auftritten zurück. Und es passt dazu, was als Wirkung gemessen wird: Manager erscheinen oft anonym, austauschbar und undurchsichtig, graumäusig.

Das sind sie oft ja auch und das wäre auch in Ordnung, wenn sie nicht eine große Verantwortung zu tragen hätten – die auch Auftritt bedeutet! In der deutschen Politik ist es ähnlich: So viele Köpfe wie Ministerien und Fraktionen, aber kaum leuchtende, zu denen wir uns hingezogen fühlen.

Deshalb konnte ein adliger Hochstapler – Karl Theodor zu Guttenberg – zum populärsten Minister werden, unter anderem, weil er nicht graumäusig war, weil er gepflegt gekleidet war, das Haar und seinen gesamten Auftritt geordnet hatte. Aus der ganzen deutschen gut gemeinten Zurückhaltung erwächst am Ende die ebenso deutsche Manipulation.

Mehr lesen? Dann Stefan Wachtels Buch kaufen…

Artikelbild: © Etienne Fuchs

Der Beitrag Authentizität: Sei vor allem clever! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/authentizitaet-sei-vor-allem-clever/feed/ 0
Stress-Test: Welcher Typ bist du, was hilft dagegen? http://karriere-einsichten.de/2014/12/e-seminar-stress-test-welcher-typ-bin-ich-carien-karsten/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/e-seminar-stress-test-welcher-typ-bin-ich-carien-karsten/#respond Wed, 10 Dec 2014 09:32:18 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6723 Wir sind unterschiedliche Typen, arbeiten ebenso verschieden wie wir mit meist damit verbundenen Stress umgehen. Unser vegetatives Nervensystem samt hormoneller Achse macht den Unterschied. Experten teilen unsere Reaktion auf Stress in vier verschiedene Stresstypen ein: Turbo, Crash, Hochsensibel und Boreout. Eine Psychologin klärt uns auf… [dropcap]D[/dropcap]ie Psychologin Carien Karsten präsentiert in ihrem Seminar für jeden Typen Strategien, Tipps und Übungen

Der Beitrag Stress-Test: Welcher Typ bist du, was hilft dagegen? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wir sind unterschiedliche Typen, arbeiten ebenso verschieden wie wir mit meist damit verbundenen Stress umgehen. Unser vegetatives Nervensystem samt hormoneller Achse macht den Unterschied. Experten teilen unsere Reaktion auf Stress in vier verschiedene Stresstypen ein: Turbo, Crash, Hochsensibel und Boreout. Eine Psychologin klärt uns auf…


[dropcap]D[/dropcap]ie Psychologin Carien Karsten präsentiert in ihrem Seminar für jeden Typen Strategien, Tipps und Übungen zum Stressabbau. Finden Sie mit dem Test heraus, welcher Stresstyp Sie sind und Sie erhalten Ihr typenspezifisches Anti-Stress-Programm: Neben konkreten Tipps, Übungen und Impulsen erhalten Sie die physiologischen Hintergründe der Typen, Ernährungstabellen und Vitamin-Empfehlungen sowie Übungen zur Stressbewältigung, basierend auf der Heart Assisted Therapy (HAT) und dem rational-emotiven Training (RET).

Lange hat man gedacht, dass sich Stress bei jedem Menschen auf dieselbe Art auswirkt. Neuere Forschungen zeigen, dass das so nicht stimmt: Die amerikanischen Ärztinnen Stephanie McClellan und Beth Hamilton haben die Wirkung von Stresshormonen studiert und eine Einteilung in vier Stresstypen auf der Basis der Stresshormone und des sympathischen und parasympathischen Teils des vegetativen Nervensystems vorgenommen. Der sympathische Teil ist vergleichbar mit dem Gaspedal im Auto, der parasympathische mit der Bremse. Die Bremse sorgt dafür, dass wir uns nach einer Anspannung wieder erholen. Wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig entspannt?

Stressstypen vom Turbo bis zum Burn-Out…

Welcher Stresstyp bist du? Finde es heraus…

„Stresstyp“ ist hierbei als neutrales Wort zu verstehen, das dazu dient, die unterschiedlichen Reaktionsmuster zu beschreiben. Diese lassen sich – grob zusammengefasst –  in vier Grundmuster unterteilen:

  • Demnach gibt es Menschen, die bei Stress noch mehr Einsatz zeigen und das Tempo erhöhen = der Turbo-Typ.
  • Andere strotzen vor Energie und machen immer weiter – bis der Motor streikt = der Crash-Typ.

… oder Bore-Out

  • Wieder andere geraten wegen Kleinigkeiten in Panik und überreagieren auf Bagatellen = der hochsensible Typ.
  • Und es gibt Menschen, die sich – wie Einsiedler – zurückziehen, um sich vor Stress zu schützen = der Boreout-Typ.

Die Forscherinnen McClellan und Hamilton empfehlen für jeden Typen eine andere Behandlung, um mehr Gelassenheit und Lebensfreude im Alltag zu spüren. In diesem E-Mail-Seminar präsentiert Ihnen die Psychologin Carien Karsten die Erkenntnisse der Forscherinnen, bereitet sie psychologisch auf und präsentiert für jeden Typen Strategien, Tipps und Übungen zum Stressabbau. Finden Sie mit dem Test heraus, welcher Stresstyp Sie sind und Sie erhalten Ihr typenspezifisches Anti-Stress-Programm.

Bevor’s zu spät ist: Fragen im Büro (statt auf der Couch)

In Carie Karstens Sprechstunde kommen Menschen mit diesen und anderen Fragen:

  1. Wie kann ich meine Energie zurückzugewinnen und wieder mehr Freude bei der Arbeit empfinden?
  2. Wie kann ich Arbeit und Privatleben in eine Balance bringen?
  3. Wie gehe ich mit meinem Chef um, der mich permanent kritisiert?
  4. Wie kann ich negative Erfahrungen in meinem Privat- und Arbeitsleben verarbeiten?
  5. Ich leide unter Panikattacken, die mich in meiner Handlungsfähigkeit einschränken. Wie kann ich sie loswerden?
  6. Mein Chef will, dass ich in Meetings überzeugender auftrete – können Sie mir dabei helfen?
  7. Wenn ich morgens aufwache fühle ich mich erschöpft und wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, kann ich nicht aufhören, zu weinen. Ich trinke zu viel und kann nicht mehr entspannen. Was kann ich tun?

Die Psychologin spricht über Warnsignale eines Burnout-Syndroms: „Betroffene haben das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren, leiden unter schlechter Laune, können Ihre Gefühle der Irritation und Angst nicht mehr kontrollieren und fühlen sich permanent erschöpft“, so Karsten.

Rund 13 Prozent der arbeitenden Bevölkerung würden an einem Burnout-Syndrom leiden – und die vollständige Regeneration dauere sechs bis zwölf Monate, so die Psychologin. Die meisten könnten danach ihre Arbeit fortsetzen, aber nicht in allen Fällen lässt sich die Krankheit vollständig überwinden:

Viele Menschen haben nach einem Burnout Erinnerungs- und Konzentrationsschwierigkeiten und arbeiten weniger produktiv. Zwischen 50 und 80 Prozent der Betroffenen wechseln nach einem Burnout den Beruf.

Stress macht (irgendwann) krank

Carie Karsten hat sich auf die biologischen Auswirkungen von Stress und Burnout spezialisiert und klassifiziert verschiedene Stresstypen nach unterschiedlichen emotionalen Stress-Reaktionsmustern, denn für eine echte Genesung von Stress und Überlastung sei eine persönliche Stresstypen-Analyse unerlässlich: „Wer seinen persönlichen Stresstypen identifiziert und sein Stress-Reaktionsmuster kennt, kann typenspezifische Maßnahmen ergreifen, um seine physische und psychische Gesundheit wiederzuerlangen.“

Dr. Carien Karsten ist Psychologin, Managementconsultant und Buchautorin. Ihre Schwerpunkte sind Stressberatung und Burnout. Sie startete meine Karriere als Jura-Dozentin an der Universität und nutzte ihr Fachwissen in Rechtswissenschaft und Psychologie, um die Jura-Ausbildung innovativer zu machen.

Nach ein paar Jahren spezialisierte sie sich auf Psychologie, Psychatrie und Sucht und schrieb meine Dissertation über Drogenabhängigkeit. Danach arbeitete sie als Headhunter und setzte sich immer mehr mit den Problemen und Ängsten von Arbeitnehmern auseinander: „Ich half Menschen dabei, Stress und Burnout zu überwinden und wieder leistungsfähiger zu werden“.

Technik: Stressor oder Hilfe?

Übrigens: Bücher lesen, Seminare besuchen – all das hilft. Besser aber noch, Sie sorgen vor und nutzen Möglichkeiten ihren Stress zu reduzieren. Technik hilft auch! Klar, dass Handy ist zunächst ein weiterer Stressor. Solange Sie aber abschalten können und manche, administrative Arbeit von Software erledigen lassen – sieht das anders aus.

Hier eine aktuelle Kampagne vom Mobilfunkanbieter O2. Ganz gleich, ob Sie Blumen verkaufen, IT-Services anbieten oder ein Lokal führen – als Selbständiger sind Sie rund um die Uhr für Ihr Business im Einsatz und stellen sich immer wieder neuen Herausforderungen. Der Anbieter will Sie mit neuen digitalen Technologien bestmöglich unterstützen, „damit Sie von zu Hause und unterwegs noch effizienter arbeiten können.“

Artikelbild: © Bernd Kasper/ pixelio.de

Der Beitrag Stress-Test: Welcher Typ bist du, was hilft dagegen? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/e-seminar-stress-test-welcher-typ-bin-ich-carien-karsten/feed/ 0
Arbeitslosenquote: Vollbeschäftigung für Ingenieure http://karriere-einsichten.de/2014/12/arbeitslosenquote-vollbeschaeftigung-fuer-ingenieure/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/arbeitslosenquote-vollbeschaeftigung-fuer-ingenieure/#respond Sun, 07 Dec 2014 11:00:42 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6801 Maximal jeder fünfzigste Ingenier sucht momentan einen Job, das hat eine aktuelle Statistik herausgefunden. Nur rund zwei Prozent sind beim Amt als „arbeitssuchend“ registriert. Das entspricht normaler Fluktuation, Statistiker sprechen hier bereits von Vollbeschäftigung… [dropcap]D[/dropcap]er gemeinsam vom VDI und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) herausgegebene Ingenieurmonitor zum dritten Quartal 2014 hat die aktuellen Arbeitslosenquoten in den

Der Beitrag Arbeitslosenquote: Vollbeschäftigung für Ingenieure erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Maximal jeder fünfzigste Ingenier sucht momentan einen Job, das hat eine aktuelle Statistik herausgefunden. Nur rund zwei Prozent sind beim Amt als „arbeitssuchend“ registriert. Das entspricht normaler Fluktuation, Statistiker sprechen hier bereits von Vollbeschäftigung…

[dropcap]D[/dropcap]er gemeinsam vom VDI und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) herausgegebene Ingenieurmonitor zum dritten Quartal 2014 hat die aktuellen Arbeitslosenquoten in den einzelnen Ingenieurberufen differenziert nach Bundesländern analysiert. Im Bundesgebiet beläuft sich die Arbeitslosenquote in Ingenieurberufen, also das Verhältnis von arbeitslos gemeldeten Personen zur Gesamtzahl aller Erwerbspersonen, im dritten Quartal 2014 auf 2,3 Prozent und liegt damit auf Vollbeschäftigungsniveau.

Mit 1,7 Prozent besonders niedrig zeigt sich die Arbeitslosenquote in Ingenieurberufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller Berufe beträgt die Arbeitslosenquote im dritten Quartal 2014 rund 6,7 Prozent und liegt damit nahezu dreimal so hoch wie im Durchschnitt der Ingenieurberufe.

Nur jeder 100ste Ingenieur in Bayern und BaWü „arbeitslos“

Während Bayern mit einer für den Durchschnitt aller Ingenieurberufe geltenden Arbeitslosenquote von 1,4 Prozent knapp den Spitzenplatz vor Baden-Württemberg (1,6 Prozent) einnimmt, trübt die vergleichsweise industrie- und forschungsschwache Region Berlin/Brandenburg mit einer Quote von 4,0 etwas das Bild. Angesichts der vergleichsweise hohen generellen Arbeitslosenquote dieser Region, die im Durchschnitt aller Berufsgruppen bei knapp 10 Prozent liegt, relativiert sich das dortige Niveau der Arbeitslosenquote in den Ingenieurberufen jedoch wiederum. Berlin ist vor allem beu Startups

In den Ingenieurberufen bieten sich weiterhin gute Chancen für eine Beschäftigung. Zwar ist das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im Vorjahresvergleich gesunken und die Arbeitslosigkeit gestiegen, doch kamen im dritten Quartal 2014 im Bundesschnitt immer noch mehr als zwei offene Stellen auf eine arbeitslos gemeldete Person.

Die größten Beschäftigungschancen boten der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Energie- und Elektrotechnik mit über drei offenen Stellen pro Arbeitslosen. Auch regionale Differenzen sind deutlich spürbar. Insbesondere Baden-Württemberg, Bayern sowie Rheinland-Pfalz/Saarland boten in den Ingenieurberufen attraktive Beschäftigungschancen.

Start-Up-Branche in Berlin zieht nach

Als einzige Region bundesweit bot Berlin/Brandenburg mit einem monatsdurchschnittlichen Verhältnis von 84 offenen Stellen je 100 Arbeitslose eine eher getrübte Perspektive in den Ingenieurberufen; in allen anderen Bundesländern übertraf die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Arbeitslosen in den Ingenieurberufe. Start-Ups sind in Berlin besonders verbreitet, zum Beispiel der Werbevermarkter plista.

In der Stadt, die neben grosser Politik, Lobby-Organisationen und Firmenrepräsentanzen sonst keinen grossen Konzern beherbergt. Die vielen Kneipen und grossen Museen, Theater und Opern sorgen aber für eine hohe Lebensqualität. Und die Mieten? Noch einigermassen bezahlbar. Mit einer Kampagne holt Berlin auf, zieht nach. Es geht um die Weiterentwicklung der Gründermetropole Berlin.

Die Macher wollen bestehende Strukturen für Startups analysieren, Lücken aufdecken und neue Angebote erarbeiten. Je nach dem was die Startups brauchen, bieten die Initiatoren folgende Dienste an: Risikokapital („Venture Capital“), Netzwerke für neue Kontakte – vor allem zu den zahlreichen Hochschulen der deutschen Hauptstadt, Expertenwissen für die Internationalisierung der eigenen Firma. Das sollte bald jedem Ingenieur in Berlin einen Job geben. Schon mal drüber nachgedacht, dich selbstständig zu machen?

Artikelbild: © Baumeister Ing. Engelbert Hosner/ pixelio.de

Der Beitrag Arbeitslosenquote: Vollbeschäftigung für Ingenieure erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/arbeitslosenquote-vollbeschaeftigung-fuer-ingenieure/feed/ 0
Duales Studium: Unternehmen sponsern ihre High Potentials http://karriere-einsichten.de/2014/12/duales-studium-unternehmen-sponsern-ihre-high-potentials/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/duales-studium-unternehmen-sponsern-ihre-high-potentials/#comments Wed, 03 Dec 2014 06:00:32 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=2821 Zahlst noch Studiengebühren? In Baden-Württemberg wurden sie bereits wieder abgeschafft, im Ausland sind sie bereits an einer staatlichen Schule schnell im fünfstelligen Bereich. Viele Konzerne fördern ihre Top-Talente bereits während ihres Studiums. Finanziell und auch ein bisschen idell, ist dieses Engagement doch für beide Seiten nützlich. Wir haben uns im Frankfurter Raum bei Konzernen umgehört. Von

Der Beitrag Duales Studium: Unternehmen sponsern ihre High Potentials erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Zahlst noch Studiengebühren? In Baden-Württemberg wurden sie bereits wieder abgeschafft, im Ausland sind sie bereits an einer staatlichen Schule schnell im fünfstelligen Bereich. Viele Konzerne fördern ihre Top-Talente bereits während ihres Studiums. Finanziell und auch ein bisschen idell, ist dieses Engagement doch für beide Seiten nützlich. Wir haben uns im Frankfurter Raum bei Konzernen umgehört. Von SAP über K+S bis E&Y…

[dropcap]D[/dropcap]ie Industrie ist bereit, Geld in die Hand zu nehmen, zum Beispiel in Form von Patenschaften für Studenten oder um Fonds aufzubauen, die jene Studenten unterstützen, bei denen finanzielle Hilfe notwendig ist. So sagte es der Ex-Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann.

Unternehmen wollen verstärkt sogenannte „Candidate Relationship Managements“ aufbauen, mit denen frühzeitig Kontakte zu Nachwuchskräften in der eigenen Firma gewonnen werden können. Bisher wurden Kontakte zu Studierenden über Workshops, Messen und Praktika geknüpft. Vereinzelte Firmen übernehmen bereits die zusätzliche Campus-Maut für ihre Mitarbeiter und solche, die es werden können.

Stipendium statt Maut: 500€ pro Semester aufwärts

Seit dem Sommersemester 2007 zahlt der Autobauer Volkswagen rund 500 Studenten, die in dem Unternehmen parallel ihre Ausbildung absolvieren, die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester. In diesem Jahr werden nach eigenen Angaben mehr als 250 hinzukommen. „Wer neben seinem Studium eine anspruchsvolle Ausbildung bei Volkswagen übernimmt, kann schon aus zeitlichen Gründen kein Geld für Studiengebühren hinzuverdienen“, erklärt Dr. Horst Neumann, Personalvorstand bei VW.

Die Studiengänge umfassen Fachrichtungen wie Maschinenbau, Fahrzeuginformatik, Betriebswirtschaft, Logistikmanagement, Materialwirtschaft, Technischer Vertrieb und Wirtschaftswissenschaften.

Talent Management vom Nachwuchs

In Zeiten von zunehmendem Fachkräftemangel, versuchen Unternehmen insbesondere im Ingenieursbereich, die Führungskräfte von morgen früh an sich zu binden. Besonders verbreitet sind Finanzhilfen für Studenten bei Unternehmen, die ihre praktische Ausbildung mit einem wissenschaftlichen Studium verbinden. So auch beim Kasseler Düngemittelriese K+S, der bereits seit mehreren Jahren die Studiengebühren für die duale Ausbildung seiner Betriebswirte, Wirtschaftsinformatiker und Logistiker übernimmt.

„Wir machen das gern, weil gute Leute nun mal eine gute Ausbildung brauchen“, sagte Sprecher Ulrich Göbel.

Mindestens drei Jahre beim Unternehmen

K+S will damit rechtzeitig genug qualifizierte und leistungsbereite Nachwuchskräfte mit ins Boot ziehen. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. „Deshalb sind wir auch bereit, den dafür erforderlichen Aufwand als Investition in die Zukunft zu übernehmen“, erklärt Göbel.

K+S verbindet die Finanzhilfe wie andere Firmen mit einer Bedingung: Die Studenten sollen nach dem Studium für drei Jahre beim Unternehmen arbeiten – ansonsten müssen sie die Förderung anteilig zurückzahlen. Bislang haben Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein- Westfalen eingeführt.

Geld für Mensa und Wohnheim im Studium, danach Job-Angebot

Wenn Studierende durch Nebenjobs oder Werkverträge ihr Studium bezahlen, bleibt wenig Zeit zum Lernen beim Abstottern der Gebühren. Der Bundesverband der Deutschen Industrie befürwortet ein Sponsoring von Studierenden, die sich im Vorhinein bereits verpflichten, eine festgelegte Zeit im Unternehmen zu verbringen, dass das eigene Studium finanziell unterstützt. Das hat sich mittlerweile auch bei den sogenannten „Big Four“ herumgesprochen, den Umsatz-stärksten Wirtschaftsprüfern in Deutschland: Deloitte, KPMG, PwC und Ernst & Young.

Wie das beim Wirtschaftsprüfer Ernst & Young abläuft? Das erklärt Sven im oben gezeigten Video. Er macht bei E&Y ein duales Studium. Mehr Infos auf dem Karriereportal der Beratungsfirma…

Der duale Studentz bei E&Y, in diesem Beispiel Sven, hat Aussicht auf eine Anstellung nach seinem Studium und das Unternehmen sichert sich Fachpersonal. Die Studiengebühren sind wie ein Vertrag zwischen Universität und Kunde, der für seine Ausbildung bezahlt was er bekommt.

„Ob die Studierenden das Geld von Dritten erhalten, liegt im Bereich ihrer persönlichen Entscheidungshoheit“, sagt Michael Schwarz, Pressesprecher der Universität Heidelberg. Auch der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen bietet seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, Ausbildung und Studium zu kombinieren.

Lebenslanges Lernen – auch nach Uni oder Berufsakademie

Die Übernahme von Studiengebühren außerhalb des Hauses ist derzeit jedoch wie beim Pharmahersteller Roche Diagnostics in Mannheim nicht geplant. Lediglich ein Abschluss an den kooperierenden Hochschulen in der Metropolregion Rhein-Neckar wird bislang finanziell gefördert. „Um ein berufsbegleitendes Studium außerhalb des Unternehmens zu ermöglichen, werden mit dem Mitarbeiter individuelle Vereinbarungen getroffen“, erklärt BASF-Pressesprecherin Andrea Hoffmann.

Bestandteil dieser Vereinbarung seien zum Beispiel eine Freistellung für Studienabschnitte oder ein Darlehen des Unternehmens.Workshops und Praktika im Ausland als AppetizerÄhnlich verhalten gibt man sich beim Softwarekonzern SAP in Walldorf, der bisher keine Studiengebühren seine SAP „FastTrack“-Kandidaten übernimmt. Statt eine Menge Geld für das ganze Studium auszugeben, will man hier lieber Studierende durch kostenlose Workshops oder die Vermittlung von Auslandspraktika anlocken, die wiederum großzügig honoriert werden.

Artikelbild: © Rainer Sturm/ pixelio.de

Der Beitrag Duales Studium: Unternehmen sponsern ihre High Potentials erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/duales-studium-unternehmen-sponsern-ihre-high-potentials/feed/ 1
Berufshaftpflicht für Kreative: Hauptsache versichert! http://karriere-einsichten.de/2014/12/berufshaftpflicht-fuer-kreative-hauptsache-versichert/ http://karriere-einsichten.de/2014/12/berufshaftpflicht-fuer-kreative-hauptsache-versichert/#respond Mon, 01 Dec 2014 07:00:17 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6792 Die private Haftpflicht-Versicherung hat fast jede(r), solltest du zumindest haben. Das ist so ähnlich wie die Impfung gegen Tetanus. Nicht alles brauchste, das aber schon! Aber eine Berufshaftpflicht? Ärzte haben sie, Hebammen ebenso – jüngst wegen horrend gestiegenen Risikoprämien prominent in den Medien und auf der Strasse. Doch auch Kreative sollten über das Thema nachgedacht

Der Beitrag Berufshaftpflicht für Kreative: Hauptsache versichert! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die private Haftpflicht-Versicherung hat fast jede(r), solltest du zumindest haben. Das ist so ähnlich wie die Impfung gegen Tetanus. Nicht alles brauchste, das aber schon! Aber eine Berufshaftpflicht? Ärzte haben sie, Hebammen ebenso – jüngst wegen horrend gestiegenen Risikoprämien prominent in den Medien und auf der Strasse. Doch auch Kreative sollten über das Thema nachgedacht haben. Einige Beispiele…


[dropcap]M[/dropcap]anchem Journalist winkt durch kleinste Fehler bei der Recherche schnell eine Abmahnung samt fünfstelliger Schadenssume. Oder in Werbeagenturen, auch sie wollen spannde Geschichten erzählen und bewegen sich damit schnell an der Grenze zur Rufschädigung – findet zumindest der Anwalt beim Konkurrenzunternehmen. Hauptsache versichert! Finden zumindest Versicherungen.

Jeden Tag eine neue Idee liefern. Das klingt zunächst nach einer Traumvorstellung. Doch steht die Kreativbranche täglich vor großen Herausforderungen. Wann ist eine Idee gut genug? Ab wann ist die kreative Leistung ihr Geld wert? Was passiert, wenn der Kunde sich weigert, zu zahlen?

Fokus auf Marketing und Werbung

Wir möchten potentielle Kunden aus Marketing und Werbung mit konkreten Risiken ihrer Branche konfrontieren – und der Frage, wie man sich davor schützen kann. Die Antwort interessiert Agenturen weltweit – und sicher auch Deine Leser. Darum haben wir Dir zur Orientierung spannende Informationen und Grafiken zusammengestellt. Alles rund ums Thema „Berufsrisiken der Marketing- und Werbebranche“ und was man dagegen tun kann: Locker bleiben. Einfach absichern. Mit einer Berufshaftpflichtversicherung von Hiscox.

New Media und Social Networks prägen mittlerweile die Arbeit als Werbe- und Marketingexperte. Dabei bergen vor allem die stetige Flut an Neuerungen und die Reichweite der (Online)Maßnahmen Risiken. Aber auch in der klassischen Print- und Bewegtbildwerbung können Fehler passieren.

Hiscox ist einer der Spezialversicherer, welcher auf eine langjährige Erfahrung im Medienbereich zurückgreifen kann. Mit einer Berufshaftpflichtversicherung von Hiscox sind Dienstleister aus Werbung, Marketing, Grafik und PR umfänglich versichert. Denn der Service geht weit über gesetzliche Schadenersatzansprüche hinaus. Mitversichert sind:

  • Verletzung von Schutz- und Urheberrechten sowie Persönlichkeits- und Lizenzrechten
  • verschuldensunabhängige Haftung (durch Fehler Dritter)
  • verzögerte Leistungserbringung
  • Schäden durch Virenübertragung und Malware
  • Eigenschäden (durch fehlerhafte selbst hergestellte Druckunterlagen oder vergebliche Aufwendungen )
  • Schäden durch Diebstahl, Betrug, Untreue oder Unterschlagung seitens Ihrer Mitarbeiter

Im Schadenfall betreuen ausgewiesene Branchenexperten von Hiscox umfassend. Das Ziel ist es zudem, den Schaden schnellstmöglich abzuwickeln, damit sich Marketing- und Werbeexperten unbefangen ihrem nächsten Projekt widmen können.

Ein falsches Update und sämtliche offene Daten, Kundendaten und Texte sind verschwunden. Datenverlust ist der Albtraum jeder Agentur. Der größte Albtraum ist allerdings der eigene Kunde. Und zwar wenn er sich weigert, Leistungen zu bezahlen.

Man könnte meinen, gerade ein Dienstleister der sich mit den Launen seiner Kunden genau auskennt wäre eher geneigt eine Versicherung dagegen abzuschließen. Doch aus einer telefonischen Umfrage von Hiscox zum Thema „Risikowahrnehmung und Absicherung bei Agenturen“ geht hervor, dass nur 33 % aller befragten Agenturen eine Vermögenshaftpflichtversicherung besitzen. Das betrifft vor allem die Agenturen, die in der Vergangenheit bereits mit einem Schadenfall konfrontiert wurden. Bei über der Hälfte der Klagen war der Kläger der eigene Kunde.

Da rücken selbst Risiken wie Urheberrechtsverletzungen und Imageschäden in den Hintergrund. Doch mit neuer Technik folgen neue Risiken. Ein neues Risiko, das 48 % der Agenturen als größte Bedrohung der Gegenwart einschätzen ist die Cyberkriminalität. Paradoxerweise sind aktuell nur 7 % dagegen versichert. Erschreckende Zahlen, die wir korrigieren möchten, indem wir Marketing- und Werbeexperten zeigen, wie sie dem Schadenfall zuvorkommen.

Beispielhafte Schadenfälle

Kundenevent: Zu einer großen Produkteinführung lud ein Unternehmen zu einer Veranstaltung. Eine renommierte Werbeagentur wurde beauftragt Einladungen zu gestalten und zu drucken. Der Art-Director verwechselte dabei das Datum und am Veranstaltungstag erschienen keine Gäste. Die gesamte Veranstaltung musste daraufhin wiederholt und die Produkteinführung verschoben werden. Der Schaden betrug 350.000 €. Weitaus mehr, als der Kundenetat wert ist.

Modenschau: Für eine aufwendige Modenschau eines Kunden visualisierte eine Agentur für neue Medien den Look. Zusätzlich wurde die Show mit Musik hinterlegt. Zu Werbezwecken wurden zahlreiche DVDs in den weltweiten Filialen des Kunden verbreitet, jedoch ohne die Musik vorher lizensiert und bezahlt zu haben. Der Musikverlag, dessen Werke verwendet wurden klagte daraufhin auf eine Nachzahlung der Titelrechte und auf Schadenersatz aufgrund von Urheberrechtverletzung. Die Forderungen beliefen sich insgesamt auf einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich.

Artikelbild: © Konstantin Gastmann/ pixelio.de

Der Beitrag Berufshaftpflicht für Kreative: Hauptsache versichert! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/12/berufshaftpflicht-fuer-kreative-hauptsache-versichert/feed/ 0
Das Bio-Büro: Mehr Nachhaltigkeit im Sortiment http://karriere-einsichten.de/2014/11/bueroausstattung-checkliste-fuers-sortiment/ http://karriere-einsichten.de/2014/11/bueroausstattung-checkliste-fuers-sortiment/#respond Thu, 27 Nov 2014 00:04:42 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6782 Arbeitsschutz ist rechtlich geregelt. Doch es liegt am einzelnen Unternehmen, mehr für den Umweltschutz auszugeben und soziale Standards zu setzen. Dabei entscheidet nicht nur das Gütesiegel auf dem Produkt. Kunden ist zunehmend wichtig, wie der Verkäufer mit seinen eigenen Mitarbeiter umgeht. Wir berichten über ein neues Pilotprojekt, den Lieferanten-Ehrenkodex… [dropcap]E[/dropcap]s geht um nichts geringeres als die

Der Beitrag Das Bio-Büro: Mehr Nachhaltigkeit im Sortiment erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Arbeitsschutz ist rechtlich geregelt. Doch es liegt am einzelnen Unternehmen, mehr für den Umweltschutz auszugeben und soziale Standards zu setzen. Dabei entscheidet nicht nur das Gütesiegel auf dem Produkt. Kunden ist zunehmend wichtig, wie der Verkäufer mit seinen eigenen Mitarbeiter umgeht. Wir berichten über ein neues Pilotprojekt, den Lieferanten-Ehrenkodex…

[dropcap]E[/dropcap]s geht um nichts geringeres als die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Ziel ist es, den Code of Coduct bis Ende 2014 bei allen Lieferanten zu implementieren. Es gibt viele gute Gründe für ein Unternehmen, sein Handeln nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten: ökologische, soziale ebenso wie ökonomische.

Der politische Trend bei diesem Thema geht in eine eindeutige Richtung: Im Januar 2014 durch die EU beschlossene neue Richtlinien erlauben bzw. empfehlen bei öffentlichen Auftragsvergaben Betriebe zu bevorzugen, die sozialverantwortlich und umweltbewusst hergestellte Güter anbieten. Auch von Seiten vieler Kunden und Stakeholder steigt das Interesse an einer nachhaltigen Wertschöpfungskette.

Interviews mit Stakeholdern

Einer der Hauptgründe bei KAISER+KRAFT, die zum Start des „Lieferantenbewertungsprogramms Nachhaltigkeit“ führten, waren Erkenntnisse aus zuvor stattgefundenen Marktanalysen und Gesprächen mit Stakeholdern. „KAISER+KRAFT hat mit der Umsetzung dieses Projekts auf die Kundenanforderung reagiert, die Lieferkette aktiv zu managen und Transparenz über die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit zu schaffen“, erklärt Georg Welte, Projektmanager Corporate Internal Audit and Consulting vom Mutterkonzern TAKKT.

Für das Versandhaus ist es wichtig einen eigenen Weg zu gehen. Zu Anfang des Projekts wurde eine Nachhaltigkeitsanalyse der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen durchgeführt. „Es gab keine konkreten Firmen als Vorbilder für uns in diesem Projekt. Vielmehr geht es darum, international anerkannte Standards bei Umweltschutz und sozialen Themen in der gesamten Lieferkette zu implementieren und die Einhaltung zu überwachen. Gleichzeitig sollen Verbesserungspotenziale gemeinsam mit den Lieferanten identifiziert und Maßnahmenpläne verabschiedet werden“, führt Georg Welte weiter aus.

Bio-Möbel? Auch für Ökofans und Sozis

Für die Durchführung der „Nachhaltigkeits-Checks“ entschied man sich bei KAISER+KRAFT für die externe Unterstützung durch Spezialisten wie beispielsweise die französische Firma EcoVadis. Der Anbieter stellt zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Lieferanten eine plattformbasierte IT-Lösung bereit. Mittels Online-Fragebögen, die sich an Standards orientieren, wurden insgesamt 21 Kategorien aus den Bereichen Ökologie, Soziales und Geschäftsgebaren abgefragt.

Zusätzlich zu den ausgefüllten Fragebögen hatten die teilnehmenden Lieferanten die Möglichkeit, weitere Dokumente, wie beispielsweise Zertifikate, auf die Plattform hochzuladen. Die bereitgestellten Self-Assessment-Daten wurden analysiert, ausgewertet und der Firma als standardisierter Score pro Lieferant zur Verfügung gestellt.

Verhaltenswechsel: „Code of Conduct“

Das Pilotprojekt wurde von allen Beteiligten positiv bewertet. So zeigte sich, dass einige Lieferanten beim Thema Nachhaltigkeit in ihrer Branche bereits führend waren. Mittelfristig sollen alle Lieferanten mit wesentlichem Einkaufsvolumen in das Self-Assessment aufgenommen werden.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieses Pilotprojekts ist ein neu geschaffener Verhaltenskodex („Code of Conduct“): eine Vereinbarung, welche die für KAISER+KRAFT wichtigsten Nachhaltigkeitsprinzipien wie beispielsweise die Schaffung von fairen Beschäftigungsverhältnissen sowie die Förderung des Umweltschutzes, rechtlich verbindlich auflistet. Sämtliche Lieferanten von KAISER+KRAFT sollen den Code of Conduct bis Ende 2014 unterschreiben.

Mit freundlicher Unterstützung von der KAISER+KRAFT GmbH

Artikelbild: © Karl-Heinz Laube/ pixelio.de

Der Beitrag Das Bio-Büro: Mehr Nachhaltigkeit im Sortiment erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/11/bueroausstattung-checkliste-fuers-sortiment/feed/ 0
Resilienz: Erfolg ohne Stress, nur Geduld! http://karriere-einsichten.de/2014/11/e-seminar-erfolgreich-und-stressfrei-arbeiten-resilienz-im-beruf-martina-seth-sabine-horn/ http://karriere-einsichten.de/2014/11/e-seminar-erfolgreich-und-stressfrei-arbeiten-resilienz-im-beruf-martina-seth-sabine-horn/#comments Tue, 18 Nov 2014 23:21:37 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6725 Unsere Arbeitswelt verändert sich, immer schneller. Anforderungen an unsere Leistung steigen, der Druck und die Angst vorm Versagen im Job mit ihr. Das führt zu starken Belastungen – körperlich und seelisch, bis hin zum Burnout. Um in der turbulenten Arbeitswelt zu bestehen, hilft Resilienz, deine innere Widerstandsfähigkeit… [dropcap]R[/dropcap]esilienz im beruflichen Alltag ist die Kernkompetenz, mit der

Der Beitrag Resilienz: Erfolg ohne Stress, nur Geduld! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Unsere Arbeitswelt verändert sich, immer schneller. Anforderungen an unsere Leistung steigen, der Druck und die Angst vorm Versagen im Job mit ihr. Das führt zu starken Belastungen – körperlich und seelisch, bis hin zum Burnout. Um in der turbulenten Arbeitswelt zu bestehen, hilft Resilienz, deine innere Widerstandsfähigkeit…

[dropcap]R[/dropcap]esilienz im beruflichen Alltag ist die Kernkompetenz, mit der Sie Anforderungen, Krisen und Veränderungen meistern. Resilienz hilft Ihnen, Ihren Arbeitsalltag souverän und gelassen zu bewerkstelligen. Resilienz ist die Voraussetzung, um die Freude an der Arbeit zu erhalten. Resilienz ist erlernbar!

Doch genau wie beim Sport erfordert das Trainieren einer guten Resilienz Geduld und Ausdauer. Wenn Sie sich für Veränderungen in Ihrem Leben entscheiden, müssen Sie diese so lange wiederholen, bis sie zur Gewohnheit werden. Erfahrungsgemäß dauert es mindestens vier Wochen, bis sich eine neue Verhaltensweise als Gewohnheit etabliert. Es lohnt sich in jedem Fall, diese Zeit in die Weiterentwicklung Ihrer Resilienz zu investieren. Die Grundvoraussetzungen dafür sind vorhanden, denn jeder Mensch verfügt über ein gewisses Maß an Widerstandskraft.

Leitfaden für Bewältigung vom Arbeitsalltag

In den 7 Lektionen erwarten Sie:

  • fundierte Informationen und eine übersichtliche Darstellung des Resilienz-Modells
  • zahlreiche praktische Übungen
  • Reflexionsanleitungen, um Ihr Denken, Fühlen und Handeln zu überprüfen
  • Selbsttests
  • Fallbeispiele
  • Ein ausführliches Interview zur Selbstreflexion im Anhang

Profitieren Sie von der inneren Stärke, die Sie dadurch erlangen, um auch künftig Ihren Arbeitsalltag souverän und gelassen zu meistern – und sich so die Freude an der Arbeit zu erhalten. Im E- Seminar „Erfolgreich und stressfrei arbeiten – Resilienz im Beruf“ von Martina Seth und Sabine Horn.

Die Seminarleiterinnen

Martina Seth ist Resilienztrainerin, Coach, Prozessberaterin und Dozentin für Kommunikation und Teamentwicklung. Sie arbeitet bundesweit als selbständige Trainerin und gehört dem Trainerteam des Resilienz-Zentrums in Lembruch an.

Sabine Horn begleitet als Coach, Organisationsberaterin und Resilienztrainerin Führungskräfte, Teams und Einzelpersonen bei beruflichen Veränderungen, trainiert deren Resilienz und leitet zu mehr Selbstfürsorge und Stressreduzierung an. Sie ist Buchautorin, hält Seminare und Vorträge.

 Artikelbild: © S. Hofschlaeger/ pixelio.de

 

Der Beitrag Resilienz: Erfolg ohne Stress, nur Geduld! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/11/e-seminar-erfolgreich-und-stressfrei-arbeiten-resilienz-im-beruf-martina-seth-sabine-horn/feed/ 1
Ghostwriting: Schreibst deine Bewerbung (wieder) selbst? http://karriere-einsichten.de/2014/11/ghostwriting-warum-und-warum-nicht-gedanken-einer-bewerberin/ http://karriere-einsichten.de/2014/11/ghostwriting-warum-und-warum-nicht-gedanken-einer-bewerberin/#respond Wed, 12 Nov 2014 19:45:30 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6772 Jeder Star hat ihn, Hinz und Kunz aus Pusemuckel vielleicht bald auch: einen Ghostwriter. Versprochen werden dir individuelle Bewerbungen vom Profi. Das spart viel Zeit und Arbeit. Karriereberater schimpfen über diese fremdgeschriebenen Bewerbungen. Wann schadet dieser Service dem Bewerber, wo ist er doch nützlich? Gedanken einer Bewerberin. Von Leonie Schultenheim… [dropcap]W[/dropcap]o liegen wirklich die Probleme

Der Beitrag Ghostwriting: Schreibst deine Bewerbung (wieder) selbst? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Jeder Star hat ihn, Hinz und Kunz aus Pusemuckel vielleicht bald auch: einen Ghostwriter. Versprochen werden dir individuelle Bewerbungen vom Profi. Das spart viel Zeit und Arbeit. Karriereberater schimpfen über diese fremdgeschriebenen Bewerbungen. Wann schadet dieser Service dem Bewerber, wo ist er doch nützlich? Gedanken einer Bewerberin. Von Leonie Schultenheim…

[dropcap]W[/dropcap]o liegen wirklich die Probleme mit der Bewerbung, dass es mittlerweile Services gibt, die anbieten diese gegen Bezahlung zu schreiben? Zum einen wäre da das Problem mit der Zeit. Wir leben nicht nur, um Bewerbungen zu schreiben. Das Studium, die Ausbildung, der Haushalt, der jetzige Beruf – Vieles hält uns dabei auf, uns ausgiebig mit der Bewerbung zu befassen.

Empfohlen wird schließlich ordentlich zu recherchieren, damit die Bewerbung überhaupt eine Chance hat. Recherchiert wird unter anderem nach gemeinsamen Werten mit dem Unternehmen, die geschickt in das Anschreiben eingearbeitet werden und danach wie der Personalentscheider tickt.

Ausgangsituation: Die Bewerbung

Zur Formulierung des Anschreibens. Wie gut muss mein Anschreiben wirklich sein? Geht es wirklich um die „perfekte Bewerbung“? Nicht alle Bewerber sind begnadete Schreiber. Einige haben schon lange vergessen, wie das mit der Bewerbung nochmal ging. Auch ist es vielen unangenehm, sich selbst zu verkaufen. Dass sich Bewerber unter Wert verkaufen, kann an meiner eigenen Erfahrung bestätigen. Natürlich ist das Selbstmarketing gerade im Vorstellungsgespräch ein noch größeres Problem, welches sich selbst durch eine wirklich gut geschriebene Bewerbung nicht lösen lässt. Wäre also ein komplettes Coaching an dieser Stelle angebracht?

Und zu guter Letzt: Uns überfordert die wahnsinnige Informationsflut im Internet dazu, was unsere Bewerbung wirklich erfolgreich macht. Quadratische Mappen, das perfekte Bewerbungsfoto, ein tolles Design – es gibt viele Tipps zu Form, Farbe und Inhalt. Alles zu verinnerlichen macht uns zu Bewerbungsexperten – meistens ist das jedoch gar nicht unser Job. Warum muss ich erst ein Bewerbungsexperte werden, um an einen Job zu kommen, der damit rein gar nichts zu tun hat? Muss ich das überhaupt?

Was sagen Karriereberater?

Diese möchten einen natürlich gerne coachen – welchen Karriereweg schlage ich ein? Was sind meine Stärken und Schwächen? Wie und wo bewerbe ich mich? Sich über die Kosten einer geschriebenen Bewerbung zu beschweren würden Karriereberater nicht wagen, denn die Kosten für ihren Service sind um ein vielfaches höher.

Hier wird einem jedoch etwas ganz anderes angeboten, als eine geschriebene Bewerbung. Es wird auch nicht die eigene Eloquenz trainiert oder intensives Schreibtraining betrieben. Im Grunde, und das sehe ich so, müssten sich die Karriereberater keine Sorgen machen, dass Bewerbungsschreiber ihnen die Kunden nehmen, denn es geht hier um verschiedene Probleme. Warum aber regen sich Erstere über das Fremdschreiben auf?

  1. Man müsse sich Zeit für eine Bewerbung nehmen – diese Aufgabe kann man nicht delegieren, so ist der Tenor der Karriereberater. Sich selbst mit der Bewerbung auseinander zu setzen sei der erste Schritt dahin, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren.
  2. Jemand, der einen nicht so gut kennt wie man selbst, könne nicht wahrhaftig die eigene Motivation herausstellen; könne nicht die eigene Persönlichkeit wiedergeben.
  3. Die Personalentscheider würden an dieser Stelle hinters Licht geführt; erwarteten möglicherweise mehr vom Bewerber, als dieser in einem Vorstellungsgespräch beweisen kann. Handelt es sich hier etwa um eine Form des Betruges?

Dabei gehen die Berater allerdings davon aus, dass ein Bewerbungsservice einfach nur schreibt, sich die Unterlagen des Bewerbers nur sporadisch durchschaut, sich nicht die Stellenanzeige durchliest oder zum Unternehmen recherchiert, sich nicht die Wünsche des Kunden anhört. Dann aber Frage ich: Ist das so? Gibt es nicht auch einen Service, der anbietet auf mich und meine Motivation einzugehen? Hier wird geradezu postuliert, dass alle Ghostwriter gleich sind – aber ist das wirklich der Fall? Vor kurzem ist ein Testbericht erschienen, der Bewerbungsservices getestet hat. Karrieberater haben dazu meist eine klare Meinung: „Plagiate“ und warnen Bewerber davor, diesen Service zu nutzen.

An dieser Stelle muss einem Bewerber doch auch klar sein, dass das Bewerbungsschreiben ganz ohne Vorleistung nichts werden kann. Man sollte sich Gedanken über die eigene Motivation machen, die bereits mit dem Lesen einer Stellenausschreibung entfacht wird: „tolles Unternehmen, spannende Aufgaben, dort möchte ich arbeiten!“. Wer dem Ghostwriter die eigenen Stärken kommuniziert, der kann davon nur profitieren, insofern dieser darauf eingeht.

Dennoch ist man einem Dienstleister zunächst abgeneigt. Warum? Berichte über illegales Ghostwriting bei Doktorarbeiten hat dem „Schreiben lassen“ einen schlechten Beigeschmack gegeben. Zudem erfordert es sehr viel Vertrauen, sensitive Daten wie Stärken und Schwächen, Adresse und Berufswunsch an einen Dienstleister weiter zu geben. Datenklau und illegaler Verkauf verunsichern den Konsumenten, nicht nur was diesen Service angeht. Außerdem: Was passiert, wenn mir die Bewerbung am Ende nicht gefällt? Schaffe ich es damit tatsächlich in das Vorstellungsgespräch? Ein Bewerber wittert hier zunächst Betrug, vor allem, da es um Geld geht.

Ghostwriting – schädlich oder nützlich?

Meine Antwort: Das kommt auf den Schreiber bzw. den Service an. Wenn mir ein Schreiber anbietet mich in einem Maße miteinzubeziehen, dass die Bewerbung meine Persönlichkeit wiederspiegelt; wenn er sich Zeit nimmt meine Gemeinsamkeiten mit dem Unternehmen zu recherchieren und meine Motivation wissen möchte, dann kann ein Schreiber mir helfen.

Vor allem wird auch denjenigen geholfen, die keine Zeit oder keine Ahnung mehr vom Schreiben einer Bewerbung haben sowie denen, die frustriert nach Formulierungen suchen. Ein Schreiber der schon einige Zeit im Geschäft ist und hunderte Bewerbungen geschrieben hat könnte mir auch Beratung zu Design und Form anbieten und zu Dingen, die dem normalen Bewerber mangels Erfahrung verborgen bleiben. Zudem muss mir ein seriöser Service Datenschutz und Vertraulichkeit versichern können. Dann könnte ich sagen: „Nützliche Dienstleistung“.

Ein Schreiber kann mir jedoch kein Karrierecoaching anbieten oder sonstige weitergehende Beratung, wenn es nicht seinen Fachbereich betrifft. Wer also nicht an der Bewerbung, sondern an sich selbst, seinen Stärken Schwächen und Zukunftsvisionen scheitert, der sollte eher über ein Karrierecoaching nachdenken.

Artikelbild: Rainer Sturm/ pixelio.de

Der Beitrag Ghostwriting: Schreibst deine Bewerbung (wieder) selbst? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/11/ghostwriting-warum-und-warum-nicht-gedanken-einer-bewerberin/feed/ 0
Begeisterungsfähigkeit: Endlich läuft der Laden http://karriere-einsichten.de/2014/11/begeisterung-endlich-laeuft-der-laden/ http://karriere-einsichten.de/2014/11/begeisterung-endlich-laeuft-der-laden/#respond Sat, 08 Nov 2014 07:30:46 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6719 Was macht erfolgreiche Menschen erfolgreich? Seminare und schlaue Bücher gibt’s dazu genug. Doch was ist deren Kern? Wolfgang Allgäuer wagt deren Zusammenfassung in vier Akten… [dropcap]I[/dropcap]rgendwann machte ich eine faszinierende Entdeckung: Die außergewöhnlich Erfolgreichen waren stets Menschen mit großer, enthusiastischer Begeisterung. Ich sah ein Leuchten in ihren Augen. Mir fiel auf, wie sehr ihr Leben

Der Beitrag Begeisterungsfähigkeit: Endlich läuft der Laden erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Was macht erfolgreiche Menschen erfolgreich? Seminare und schlaue Bücher gibt’s dazu genug. Doch was ist deren Kern? Wolfgang Allgäuer wagt deren Zusammenfassung in vier Akten…


[dropcap]I[/dropcap]rgendwann machte ich eine faszinierende Entdeckung: Die außergewöhnlich Erfolgreichen waren stets Menschen mit großer, enthusiastischer Begeisterung. Ich sah ein Leuchten in ihren Augen. Mir fiel auf, wie sehr ihr Leben von Klarheit und Konsequenz geprägt war. Innere Kraft, Lebendigkeit und Freude waren eindeutig ein Grund dafür, warum ihr Laden lief.

Mittlerweile habe ich Hunderte Bücher über Erfolgsprinzipien gelesen und Dutzende Seminare besucht. Immer wieder hat sich meine Beobachtung bestätigt: Außergewöhnliche Erfolge, exzellente Ergebnisse, wahre Spitzenleistungen kommen nie ohne Begeisterung zustande. Das Feuer der Begeisterung ist ein ganz besonderer Antrieb. Die Begeisterung macht den Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und sehr erfolgreichen Menschen, zwischen erfolgreichen Unternehmern und sehr erfolgreichen Unternehmern.

Erfolg durch Begeisterung

Na gut, sagen Sie jetzt vielleicht. Dieses Buch propagiert also Erfolg durch Begeisterung. Und wie bitte soll diese Begeisterung zustande kommen? Eines verrate ich Ihnen gleich: Durch Laufen auf heißen Kohlen oder durch gemeinsames Hüpfen und Klatschen in einer Kongresshalle entsteht keine Begeisterung. Begeisterung kommt von innen. Von tief innen. Leider blicken zu wenige Menschen wirklich in sich hinein. Sie hören nicht auf ihre innere Stimme, sondern sie suchen außerhalb nach Motivation.

Lauter äußere Dinge sollen Menschen heute motivieren: größerer Geschäftswagen, Traumreise, Leben in einem anderen Land, bessere Branche, einmalige Produkte, nettere Mitarbeiter, billigere Einkaufspreise, mehr Geld, ein anderer Partner und so weiter. All dies kann aber nur kurzfristig befriedigen. Unsere wahren, echten, innersten Bedürfnisse werden nicht gestillt. Unser Laden läuft nicht. Alles bleibt zäh
und schleppt sich dahin. Es gibt viele Konflikte und dauernd Ärger.

Es ist für jeden möglich, das Feuer der Begeisterung zu entzünden. Die Feuerstelle und das Brennmaterial sind längst da. Alles, was fehlt, ist ein Zündfunke an der richtigen Stelle. Der Weg zur Begeisterung führt nach innen! Viele suchen überall, nur dort nicht.

Erfolg für die Firma – und dich selbst?

In diesem Buch geht es um persönlichen Erfolg und um Unternehmenserfolg. Ich trenne beides nicht. Entscheidend für ein sehr erfolgreiches Unternehmen ist immer die Persönlichkeit des Unternehmers. Bei den kleinen und mittelständigen Unternehmen (KMU) ist das fast ausschließlich so. Natürlich sind Dinge wie Businessplan, Marketing, Strategie, Mitarbeiterführung und Management wichtig. Aber entscheidend ist die Persönlichkeit des Unternehmers.

Übrigens: Unternehmer sind für mich auch Selbstständige, Freiberufler und diejenigen, die innerhalb einer Organisation ihren eigenen Bereich selbstständig leiten. An sie alle richte ich mich in diesem Buch. Denn hier überall kommt es entscheidend darauf an, was im einzelnen Menschen innerlich vorgeht. Haben Sie den Mut, nach innen zu schauen?

Wie dieses Buch funktioniert? Sie halten kein reines Lesebuch in Händen, sondern in erster Linie ein Übungsbuch. Ich möchte Sie ermutigen, dieses Buch nicht nur zu lesen, sondern vor allem sämtliche Übungen darin zu machen. Dann wird dieses Buch eine große Wirkung in Ihrem Leben entfalten. Mit den Übungen kommen Sie weiter!

Und, läuft dein Laden auch? Wünscht sich wohl jeder, das Buch klärt auf…

Schauen Sie sich auch immer wieder das an, was Sie erarbeitet und notiert haben. Unterstreichen Sie die für Sie wichtigen Stellen. Ich behaupte nicht, mit diesem Buch das Rad neu erfunden zu haben. Mir geht es darum, Ihnen zeitlose, mehrfach erprobte Prinzipien an die Hand zu geben. Sie sollen Ihnen helfen, Ihr ganzes Potenzial zu entdecken, Ihre ersehnten Ziele zu erreichen und vor allem Ihre Lebensaufgabe, Ihre Mission und Vision, zu verwirklichen.

Jedes Kapitel beginnt mit einer Geschichte, die sich durch das ganze Buch fortsetzt. Sie lernen den Unternehmer Simon Thaler und seinen Coach Manfred Brenner kennen. Diese kleine Geschichte habe ich mir ausgedacht, um noch ein wenig anschaulicher zu machen, wie die Themen der einzelnen Kapitel im Alltag verwurzelt sind. Die Geschichte soll Sie jeweils ein wenig auf das Thema des einzelnen Kapitels einstimmen.

Insgesamt besteht das Buch aus vier Teilen:

Teil I: Die Feuerstelle

Hier schaffen wir Platz für Ihre Begeisterung. Mit einigen falschen Annahmen über Motivation und Selbstmotivation möchte ich gerne aufräumen. So entsteht Raum für neue Gedanken.

Teil II: Das Brennmaterial

Jetzt geht es um Ihre Ressourcen. Sie entdecken fünf Ressourcen, fünf »Holzscheite« als Grundlage für Ihre Ziele, Ihre Mission und Ihre Vision. Hier geht es los mit intensiven Übungen. Dazu können Sie auch kostenlos Übungsblätter von meiner Website herunterladen.

Teil III: Der Zündfunke

Ihre Ziele, Ihre Mission und Ihre Vision sind wie ein Zündfunke, der das Feuer Ihrer Begeisterung entfacht. Welche großen Ziele wollen und können Sie erreichen? Wofür möchten Sie Ihre Lebenszeit sinnvoll einsetzen? Was ist Ihr Bild von einer positiven Zukunft? Sobald das klar ist, beginnt das Feuer zu brennen.

Teil IV: Das Feuer

Im letzten Teil des Buchs geht es darum, das Feuer der inneren Begeisterung zu pflegen und dauerhaft zu erhalten. Beschäftigen Sie sich mit der Kraft Ihres Unterbewusstseins. Handeln Sie im Business überlegt. Und gehen Sie vor allem »Feuerlöschern« aus dem Weg, die Ihren Erfolg sabotieren.

Artikelbild: © S. Hofschläger/ pixelio.de

Der Beitrag Begeisterungsfähigkeit: Endlich läuft der Laden erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/11/begeisterung-endlich-laeuft-der-laden/feed/ 0
Positives Denken: Stressausgleich im Job http://karriere-einsichten.de/2014/11/stressaugleich-im-job-positiv-denken/ http://karriere-einsichten.de/2014/11/stressaugleich-im-job-positiv-denken/#comments Wed, 05 Nov 2014 09:42:13 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6722 Morgens mit einem Lächeln zur Arbeit spazieren statt (wie so oft) müde ins Büro zu schlurfen und ja keine gute Laune verbreiten? Es geht auch anders, wie eine Umfrage zu unseren psychischen Ressourcen bei der Arbeit herausgefunden haben will. Demnach sind wir neugierig, doch das Geniessen müssen wir noch lernen. Ilona Bürgel klärt auf, mit

Der Beitrag Positives Denken: Stressausgleich im Job erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Morgens mit einem Lächeln zur Arbeit spazieren statt (wie so oft) müde ins Büro zu schlurfen und ja keine gute Laune verbreiten? Es geht auch anders, wie eine Umfrage zu unseren psychischen Ressourcen bei der Arbeit herausgefunden haben will. Demnach sind wir neugierig, doch das Geniessen müssen wir noch lernen. Ilona Bürgel klärt auf, mit Büchern und Kursen zum Thema Stressaugleich…

[dropcap]D[/dropcap]ie Zukunft der Arbeit stellt uns vor neue Herausforderungen: Flexibilität, Selbstorganisation und ständige Weiterentwicklung sind gefragt. Statt Mitarbeiter zu immer höheren Höchstleistungen „motivieren“ zu wollen, sollten Unternehmen besser Rahmenbedingungen für mehr Wohlbefinden bei der Arbeit schaffen, ist Ilona Bürgel überzeugt. „Engagiert, leistungs- und lernfähig bis ins hohe Alter zu sein, das ist in unserer Anstrengungskultur kaum zu schaffen“, unterstreicht die Dresdner Psychologin und plädiert für eine Konzentration auf psychische Ressourcen und mehr Genuss bei der Arbeit

In Zusammenarbeit mit FOCUS Online hat Ilona Bürgel die bislang größte Onlineumfrage zum Thema gestartet. 1270 Leserinnen und Leser nahmen teil und wurden nach ihren psychischen Ressourcen bei der Arbeit befragt. 700 Klicks hatte die Umfrage bereits am ersten Tag, für Bürgel ein klares Zeichen dafür, „wie wichtig das Thema vielen Menschen geworden ist“.

Als klare Spitzenreiter gingen Neugier (Platz 1) und Freundlichkeit (Platz 2) aus der Onlinebefragung hervor. Am unteren Ende der Liste rangierten Dankbarkeit und Genussfähigkeit. „Nach Jahren der Überforderung scheinen wir uns Genuss bei der Arbeit kaum mehr vorstellen zu können“, so das Fazit der Expertin: „Dabei wird es genau darauf in den kommenden Jahren ankommen.“

Wohlbefinden steigert Produktivität

Denn entscheidend für eine gute Vorbereitung auf die künftige Arbeitswelt werde es sein, so Bürgel, die Themen Nachhaltigkeit und Postwachstumsgesellschaft zu bearbeiten und dabei sowohl Sinn- als auch Genussfragen zu betrachten. „Genuss, also die Fähigkeit, sich an dem zu erfreuen, was vorhanden ist oder gerade geschieht, ist die zentrale Ressource“, betont die Expertin.

  1. Erstens, weil sie gerade in Zeiten der Instabilität, von Stagnation oder dem Ausbleiben des oft überschätzten Wachstums unser Wohlbefinden sichert.
  2. Zweitens, weil sie uns aus dem Hamsterrad des vorwiegend an Quantität orientiertem Höher-Schneller-Weiter hin zu mehr Lebens- und Arbeitsqualität führt.
  3. Und drittens, weil sie sofort wohltuend wirkt und dadurch Produktivität und Leistungsfähigkeit steigert.

„Um Wellness geht es dabei nicht“, betont die Psychologin, „sondern um Existenzielles.“ Wer gut für sich selbst sorgt und seine psychischen Ressourcen nutzt, könne enorm profitieren. Und damit Mitarbeiter mehr Genuss bei der Arbeit empfinden, müssten Büros nicht zu Wellnessoasen gemacht werden. Es reiche durchaus, Mitarbeiter zu mehr Selbstfürsorge und einem gesunden Einsatz ihrer psychischen Ressourcen zu ermutigen.

Mit Schnupfen ins Büro? Nein, danke!

„Kommt ein Mitarbeiter schwer erkältet ins Büro, verdient das keine Anerkennung. Im Gegenteil. Nicht nur, dass er sich selbst schadet und ohnehin nicht leistungsfähig ist, er wird voraussichtlich auch noch Kollegen anstecken und damit dem Unternehmen mehr schaden als nützen“, erläutert die Expertin ihr Credo an einem konkreten Bespiel.

Erst in den 1950er bis 1970er Jahren begann die Wirtschaftswissenschaft, sich mit dem „Humankapital“ als Produktivitätsfaktor zu beschäftigen. Der Fokus lag dabei auf dem Wissen und der Ausbildung der Mitarbeiter. In der psychologischen oder auch soziologischen Betrachtung von Ressourcen geht es heute um Talente, Charaktereigenschaften, geistige Haltung und Gesundheit. Um die Jahrtausendwende begann die Positive Psychologie als Wissenschaft eines gelingenden Lebens, sich mit Charakterstärken und deren Potenzial als Ressource zu beschäftigen. „Die besten psychischen Ressourcen für die Arbeit sind das von Fred Luthans definierte psychologische Kapital: Hoffnung, Optimismus, Resilienz, Selbstwirksamkeit“, unterstreicht Ilona Bürgel.

Mitarbeiter stärken und Vorbild sein

Zahlreiche Untersuchungen haben die beeindruckenden Auswirkungen nachgewiesen: Gesundheit, Arbeitszufriedenheit, Engagement und Servicequalität, Einzelleistung und Teamleistung verbessern sich. Die Produktivität steigt und – für die Zukunft der Unternehmen besonders wichtig – die Verbundenheit mit dem Unternehmen wächst. „Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Führungskräfte selbst den bewussten Umgang mit psychologischem Kapital vorleben“, so die Psychologin: „Dadurch stärken sie die Mitarbeiter und sind zugleich Vorbild.“

Die Kunst die Arbeit zu genießen? Buch verspricht Erfolg und neue Lebensfreude im Job…

Seitdem sich die Psychologin mit dem Thema Genuss bei der Arbeit befasst, hat sie keine Gelegenheit ungenutzt gelassen, Menschen nach ihren psychischen Ressourcen im Job zu befragen. Die FOCUS Online-Umfrage bestätigte ihre Erfahrungen: Nach Favoriten gefragt, wurden von den meisten Teilnehmern gleich vier oder fünf Ressourcen angekreuzt. „Wir haben so viele Ressourcen, dass wir uns gar nicht entscheiden können, was uns wichtig ist. Aber an Genuss denken wir zuletzt“, ist die FOCUS-Kolumnistin überzeugt: „Genuss verbinden wir mit Schokolade, Wein oder einem guten Essen. Doch im Zusammenhang mit Arbeit trauen wir uns daran kaum zu denken.“

Damit wir auch morgen noch genauso gut und gerne arbeiten wie heute, empfiehlt uns die gefragte Referentin und Buchautorin, heute bereits vorzusorgen: „ Nur wenn es uns gut geht, können wir Top-Leistung erbringen.“ Genuss bei der Arbeit, ist Ilona Bürgel überzeugt, kann jeder lernen. Viele müssten ihn gar nur wiederentdecken.

5 Tipps für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz

  1. Entdecken Sie neu, wie gut Ihr Job ist. „Tatsächlich scheint der gleiche Kuchen beim zehnten Mal lange nicht mehr so gut zu schmecken wie beim ersten“, erläutert die Expertin ihr Credo. Wir übersehen deshalb auch bei der Arbeit gern, wie viel Gutes und Wertvolles wir haben, weil es ganz selbstverständlich geworden ist.
  2. Konzentrieren Sie sich auf Stärken – Ihre und die der anderen. „Wer seine Stärken bei der Arbeit nutzt, ist sechs Mal häufiger engagiert und hat 40 Stunden Spaß“, weiß die Psychologin: Wer die eigenen Stärken nicht nutzt, brenne aber schon nach 20 Stunden aus, ganz egal, wie anstrengend die Arbeit ist.
  3. Sehen Sie (Ihre) Erfolge. Teambesprechungen, das Abendessen oder unsere Reflexion über den vergangenen Arbeitstag sollten wir mit den Dingen beginnen, die heute gelungen sind oder die uns gefreut haben.
  4. Prüfen Sie Ihre Motivation. „Genussarbeiter“ sind nur halb so häufig ausgebrannt wie „Broterwerbsarbeiter“. „Der Schalter liegt in unserem Kopf“, so Bürgel: „Wir müssen ihn nur umlegen.“
  5. Nutzen Sie die Genussformel 3: 1. Wer sich einmal ärgert, sollte sich zum Ausgleich dreimal freuen, haben Wissenschaftler herausgefunden. Dies klingt anstrengender als es ist, denn unser Leben ist ja voll von schönen Dingen. Wir schätzen sie oft nur nicht.

E-Mail-Seminar für mehr Glücksmomente im Job

Immer höher, schneller, weiter und dabei immer attraktiver, fitter, positiver: Die Ansprüche, die an uns gestellt werden und die wir immer mehr auch an uns selber stellen, sind kaum noch zu erfüllen. Der Druck – sowohl privat als auch beruflich – steigt unaufhaltsam an.

Als Hauptstressor nehmen wir unsere Arbeit wahr, gefolgt von den überhöhten Ansprüchen an uns selbst; das zeigte die Stress-Studie der Techniker Krankenkasse 2013. Unser Leben macht uns so eher krank als glücklich.

Damit wir den Stress im Griff haben und nicht er uns, ist eine neue Haltung gefragt. Eine Haltung, die uns selbst und unserem Wohlbefinden mehr Raum gibt. Denn nur wenn wir uns gut um uns selbst kümmern, haben wir Kraft und gute Laune, um mit den Stressoren unseres Lebens fertig zu werden.

Stress entsteht im Kopf und genau dort kann er auch verändert werden. Darüber gibt es viel Wissen, und wir können es uns in kleinen Portionen nutzbar machen. Dieser E-Mail Kurs schlägt die Brücke von der Wissenschaft in den individuellen Alltag und hilft Ihnen dabei, Schritt für Schritt Ihr Leben zu verändern.

Wie funktioniert der Kurs?

Sie erhalten 30 Tage lang jeden Morgen einen Anti-Stress-Impuls per E-Mail. Rechnen Sie täglich mit 10 Minuten Denkinvestition. Sie werden eine neue Perspektive auf den Stress in Ihrem Leben entwickeln, eine neue Haltung. Diese allein bringt Sie schon raus aus der Stressfalle. Sie lernen zu verstehen, was bei Ihnen Stress auslöst und wie Sie zu dauerhaften Veränderungen gelangen. Am besten lesen Sie Ihre Anti-Stress-Mail morgens, weil Sie dann dem ganzen Tag eine neue Richtung geben. Sollte morgens kein guter Zeitpunkt für Sie sein, empfiehlt sich der Abend für die Rezeption der Mail, um sich auf den kommenden Tag vorzubereiten.

Wie ist der Kurs aufgebaut?

Der Kurs besteht aus vier thematischen Schwerpunkten:

  1. Der feine Unterschied: Wie Sie durch kleinen Änderungen eine große Wirkung erzielen (Tag 1 bis 7)
  2. Erkennen Sie sich selbst: Wie Sie Ihre persönlichen Stressoren identifizieren und verabschieden (Tag 8 bis 14)
  3. Sich Gutes tun fängt beim Denken an: Wie Sie durch eine veränderte innere Einstellung zum Erfolg gelangen (Tag 15 bis 22)
  4. Wissen wie es besser geht: Wie Sie souverän mit Stress umgehen (Tag 23 bis 30)

Autoreninfo: Dr. Ilona Bürgel ist Psychologin, Referentin und Autorin. Sie arbeitete 15 Jahre lang im Management der freien Wirtschaft und war eine der ersten Frauen in einer Führungsposition im Anwaltsbereich. Heute ist sie eine gefragte Referentin, Beraterin und Kolumnistin. Ilona Bürgel lebt und arbeitet in Dresden.

Artikelbild: © Jörg Simanowski

Der Beitrag Positives Denken: Stressausgleich im Job erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/11/stressaugleich-im-job-positiv-denken/feed/ 2
Versöhnung: Frieden statt neuer Enthüllungsroman zu Helmut Kohl http://karriere-einsichten.de/2014/10/e-seminar-5-schritte-zum-inneren-frieden-walter-kohl/ http://karriere-einsichten.de/2014/10/e-seminar-5-schritte-zum-inneren-frieden-walter-kohl/#respond Wed, 29 Oct 2014 22:32:30 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6721 Helmut Kohl. Kürzlich kam das neuste Enthüllungsbuch, die nächste unautorisierte Biografie heraus. Sein Sohn Walther startet dagegen einen Versöhnungskurs.  Ein übermächtiger Vater, Helmut Kohl und der Selbstmord seiner Mutter Hannelore – das war alles andere als einfach. Heute weiss der Coach: Lebenfreude entsteht  wenn du innerlich wie äusserlich Frieden mit deiner Vergangenheit schliesst – kurz: Versöhnung.

Der Beitrag Versöhnung: Frieden statt neuer Enthüllungsroman zu Helmut Kohl erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Helmut Kohl. Kürzlich kam das neuste Enthüllungsbuch, die nächste unautorisierte Biografie heraus. Sein Sohn Walther startet dagegen einen Versöhnungskurs.  Ein übermächtiger Vater, Helmut Kohl und der Selbstmord seiner Mutter Hannelore – das war alles andere als einfach. Heute weiss der Coach: Lebenfreude entsteht  wenn du innerlich wie äusserlich Frieden mit deiner Vergangenheit schliesst – kurz: Versöhnung. Und Lebensziele für deine Zukunft hast…

[dropcap]I[/dropcap]n seinem E-Learning-Seminar „5 Schritte zum inneren Frieden“ zeigt Ihnen Walter Kohl, wie Sie die persönlichen Blockaden in Ihrem Leben erkennen, bearbeiten und so weit klären, dass neue Tatkraft entsteht. Mit 11 Videos und umfangreichem Arbeitsmaterial! Lebensfreude in der Gegenwart kann nur entstehen, wenn wir Frieden mit unserer Vergangenheit geschlossen haben und einen Lebenssinn sowie Lebensziele für die Zukunft sehen. Erst dann entstehen Kraft, Freude und Entschiedenheit im Hier und Jetzt – in unserer Gegenwart.

Durch den Weg der Versöhnung mit seinen 5 konkreten Schritten können wir vergangene, schmerzhafte Erfahrungen und Erlebnisse innerlich heilen und in inneren Frieden und somit in neue Kraft wandeln. Aus alten „Kraftfressern“ werden neue „Kraftquellen“ und somit entsteht neue Lebensfreude.

Auf dem Weg der Versöhnung möchte Walter Kohl Sie mit seinem E-Learning Seminar „5 Schritte zum inneren Frieden“ begleiten: Jede Lektion besteht aus bis zu drei Videosequenzen, die während eines Live-Seminars aufgenommen wurden. Parallel erhalten Sie umfangreiche Arbeits- und Übungsmaterialien als PDF-Datei.

Um was gehts? These: Lebe dein Leben, anstatt gelebt zu werden!

Walther Kohl lädt  zu neuen Denkansätzen und Umgangsformern mit sich selbst und anderen ein. Dabei sieht er sich als Anreger, als Inspirator, als jemand, der seine Erfahrungen und Gedanken mit anderen Menschen teilen möchte. Er möchte Mut machen, zum Nachdenken anregen und wenn nötig auch ein wenig provozieren. Dazu hat er im Herder-Verlag auch ein Büchlein veröffentlicht.

Leben was du fühlst. Wie kann Versöhnung gelingen?
  • Nutzen Sie Ihre persönliche Freiheit, um neue, eigene Antworten auf Ihre Lebensfragen zu finden.
  • Nutzen Sie Ihre Vergangenheit als Kraftquelle.
  • Nutzen Sie die Kraft der Versöhnung und des Sinns.
  • Gestalten Sie Ihr Leben selbst, anstatt gelebt zu werden.
  • Und trauen Sie sich Veränderungen zu.

Wenn wir unser Leben aktiv in die Hand nehmen, mit innerer Freiheit und in Verantwortung, dann werden wir weniger gelebt und können mehr leben. Der Weg der Versöhnung ist ein Plädoyer für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und ein gestärktes Selbst-Bewusst-Sein.

Wer spricht? Walther Kohl

Walther, Sohn von Helmut Kohl

Walter Kohl, geboren 1963, ist Volkswirt und Historiker. Er arbeitete als Investmentbanker und leitender Angestellter. Heute führt er ein Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie. In einer existenziellen Lebenskrise entdeckte er für sich die Kraft der Versöhnung. Auch andere Menschen auf diesem Weg zu begleiten ist sein Herzensanliegen geworden. Mehr Informationen unter www.walterkohl.de/

Artikelbild: © Bundesarchiv

Der Beitrag Versöhnung: Frieden statt neuer Enthüllungsroman zu Helmut Kohl erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/10/e-seminar-5-schritte-zum-inneren-frieden-walter-kohl/feed/ 0
Aufs Eliterinternat: Hochbegabt, das wär’ so schön!? http://karriere-einsichten.de/2014/09/aufs-eliterinternat-hochbegabt-das-waer-so-schoen/ http://karriere-einsichten.de/2014/09/aufs-eliterinternat-hochbegabt-das-waer-so-schoen/#respond Sun, 21 Sep 2014 18:22:36 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6666 Hochbegabt. Die einen sind es, die anderen nicht – sie wären es aber manchmal schrecklich gerne. Mit einer Bewerbung auf dem Eliteinternat Schloss Hansenberg trennt sich die Spreu vom Weizen. Julia Bergner hat drei Anwärterinnen kennengelernt… [dropcap]E[/dropcap]lisabeth ist klein, extrem dünn und unscheinbar. Wer sie sieht, schätzt sie auf höchstens 13 Jahre. Elisabeth ist 16

Der Beitrag Aufs Eliterinternat: Hochbegabt, das wär’ so schön!? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Hochbegabt. Die einen sind es, die anderen nicht – sie wären es aber manchmal schrecklich gerne. Mit einer Bewerbung auf dem Eliteinternat Schloss Hansenberg trennt sich die Spreu vom Weizen. Julia Bergner hat drei Anwärterinnen kennengelernt…

[dropcap]E[/dropcap]lisabeth ist klein, extrem dünn und unscheinbar. Wer sie sieht, schätzt sie auf höchstens 13 Jahre. Elisabeth ist 16 und seit einigen Wochen hat sie es schwarz auf weiß: Sie ist überdurchschnittlich begabt und darf die Internatsschule Schloss Hansenberg im Rheingau besuchen, um dort mit den Besten der Besten zu lernen.

Für Elisabeth nicht erstaunlich. Sie weiß sehr genau, was sie kann. In der Schule habe sie schon seit Jahren die Klasse angeführt. Besonders leicht fallen ihr die Naturwissenschaften und Mathematik. Deswegen muss sie jetzt raus aus der „normalen Schule“, wie sie sagt.

 Elisabeth: „Ich muss raus aus der ‚normalen Schule‘!“

Und rein ins Internat auf einem Hügel inmitten von Weinbergen, im Rheingau nahe der Kaderschmiede European Business School (EBS), gemeinsam mit rund 200 Schülern, die alle so schlau sind wie sie. Jeder, der hier ist, hat mindestens einen IQ von 130. Das wurde in einem Test ermittelt, der ganz am Anfang der Bewerbung stand. Natürlich wird hier der Konkurrenzdruck ungleich größer sein als auf ihrem Gymnasium zu Hause, formuliert Elisabeth gewählt. „Aber das macht mir nichts. Das ist nur positiv für mich. Die anderen werden einen guten Einfluss auf mich haben und mich zu weiteren Leistungen antreiben.“

“Raus – das bedeutet für Elisabeth auch raus aus ihrem sozialen Umfeld.”Raus – das bedeutet für Elisabeth auch raus aus ihrem sozialen Umfeld. Bis zu ihrer Bewerbung war sie zwei Jahre lang engagiert in der Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde. Ob ihr wenigstens der Abschied von der ehrenamtlichen Arbeit und den Kindern schwer falle? „Nein“, sagt Elisabeth, „mich erwarten ja ganz viele neue Herausforderungen.“

Das Engagement habe ihre Spaß gemacht und ihr vor allem etwas gebracht für das Leben. Immerhin habe ihre Leitertätigkeit ihr unter anderem zu dem Platz auf Hansenberg verholfen. Zwei Jahre Mitarbeit. Hochbegabt. Weg. Andere machen das jahrelang. Nein, das braucht sie jetzt nicht mehr. Es habe gereicht. Vielleicht schaut sie in den Ferien ab und zu mal vorbei. Aber das weiß sie noch nicht so genau. Sie muss schließlich viel leisten jetzt, erklärt Elisabeth.

Marie: „Meine Eltern sind auch enttäuscht!“

Marie hat es nicht geschafft. Sie ist vor drei Jahren beim IQ-Test auf Schloss Hansenberg durchgefallen. Sie wurde von ihrer Direktorin in Absprache mit dem Klassenlehrer nach der 9. Klasse für die Internatsschule vorgeschlagen. Begeistert sei sie damals gewesen. Man sieht der heute 19-Jährigen an, wie stolz sie war, als hochbegabt eingestuft worden zu sein.

Die Internatsschule habe beim „Tag der offenen Tür“ einen tollen Eindruck auf sie gemacht. Freunde und Jugendgruppenleiter hätten ihren Enthusiasmus eher skeptisch gesehen. „Aber die haben sich das ja auch nicht selber angeschaut!“ Dass es dann doch nicht geklappt hat, bedauert sie immer noch ein wenig. Und ihre Eltern täten das auch. Mit dem Abschluss von Hansenberg hätte sie viel bessere Chancen im Leben gehabt, als mit dem „normalen Abitur“, sagt Marie.

Marie ist früh gefördert worden. Alles, was sie während der Schulzeit und nach dem Abitur in ihrem sogenannten „Gap Year“ in Südamerika gemacht hat, war wohl durchdacht. „Wenn es schon nicht mit Hansenberg geklappt hat, dann muss ich mich ja irgendwie anders abheben“, erklärt sie.

Auch ihre Studienwahl ist exklusiv: Die Universität Freiburg hat einen neuen Studiengang eingeführt: „Liberal Arts and Science“. Marie hat sich beworben und ist unter mehreren hundert Bewerbern als eine von 80 ausgewählt worden. Endlich hat es geklappt! „Ich bin stolz zu einem kleinen Kreis zu gehören, der ein ganz besonders Studium genießen darf!“

Hanna: „Das ist nichts für mich!“

Hanna ist nicht traurig. Auch sie wurde vorgeschlagen, hat sich das Internat Hansenberg angeschaut und schon vor dem IQ-Test beschlossen: Das ist nichts für mich. „Die Schule ist komplett auf Naturwissenschaften ausgerichtet. Ich wollte dort gerne eine dritte Fremdsprache machen. Man hat mir gesagt, das ginge nicht.“ Das habe sie enttäuscht. Hochbegabt nur, wenn man Chemie, Bio und Physik kann? Dann sei sie doch lieber „normal begabt“, erklärt Hanna. Mittlerweile ist die 19-Jährige zufriedene Besitzerin des Abiturzeugnisses einer staatlichen Schule.

Neben dem Unterricht konnte sie sich in ihrem Stadtteil engagieren, hat sich mit Orgelspielen Geld dazu verdient und die meiste Zeit mit ihrem großen Hobby, dem Singen, verbracht. Der große Erfolg: Ab Oktober wird Hanna Gesang studieren. Da hat sie es ganz alleine hingeschafft. Mit Fleiß und Beharrlichkeit.

Artikelbild: © Lupo/ pixelio.de

Der Beitrag Aufs Eliterinternat: Hochbegabt, das wär’ so schön!? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/09/aufs-eliterinternat-hochbegabt-das-waer-so-schoen/feed/ 0
Büroaffären: Aufregend, aber heikel http://karriere-einsichten.de/2014/09/bueroaffaeren-aufregend-aber-heikel/ http://karriere-einsichten.de/2014/09/bueroaffaeren-aufregend-aber-heikel/#comments Sun, 14 Sep 2014 18:27:39 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6668 Jede dritte Affäre in Deutschland beginnt am Arbeitsplatz, so eine aktuelle Umfrage. Stimmt sie, finden viele heimliche Liebschaften zwischen Schreibtisch und Kopierer statt. Von wegen: Never fuck the factory… 34 Prozent aller Seitensprünge bahnen sich während der Arbeitszeit an, das ist das Ergebnis einer Umfrage der Seitensprung-Fibel.de unter 1.224 Websitebesuchern. Das Büro ist demnach einer der

Der Beitrag Büroaffären: Aufregend, aber heikel erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Jede dritte Affäre in Deutschland beginnt am Arbeitsplatz, so eine aktuelle Umfrage. Stimmt sie, finden viele heimliche Liebschaften zwischen Schreibtisch und Kopierer statt. Von wegen: Never fuck the factory…

34 Prozent aller Seitensprünge bahnen sich während der Arbeitszeit an, das ist das Ergebnis einer Umfrage der Seitensprung-Fibel.de unter 1.224 Websitebesuchern. Das Büro ist demnach einer der Hotspots für amouröse Intermezzi. Jeder fünfte Seitenspringer geht laut Umfrage zwar mittlerweile online auf die Suche, aber dennoch gehört der Arbeitsplatz zu den wichtigsten Orten, um mögliche Affärenpartner kennenlernen.

Jeder Fünfte hat sich schon mal im Büro verliebt

So belegt auch eine Forsa-Studie im Auftrag des Online-Netzwerkes XING: Jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer hat sich im Büro schon einmal verliebt.14 Prozent der Berufstätigen hatten schon mal eine Affäre im Büro, 28 Prozent der Männer und 12 Prozent der Frauen sind offen dafür.

Ein Viertel der Affären haben Weihnachtsfeiern oder Sommerfeste als Ausgangspunkt, jeweils 10 Prozent der Befragten gaben an, ihr erotisches Abenteuer habe in der Mittagspause oder an einem langen Büroabend begonnen. Das Büro als Liebesnest nutzen immerhin acht Prozent der Arbeitnehmer – sie hatten schon einmal Sex am Arbeitsplatz.

Liebe on the job

Der Beruf ist neben dem Freundes- und Bekanntenkreis der zweitwichtigste Ort des Kennenlernens für Liebesverhältnisse, sagt Wolfgang Krüger. »Zwangsläufig beginnen hier auch viele Seitensprünge«, erklärt der Berliner Psychotherapeut und Autor. Neu ist das Phänomen ihm zufolge keineswegs. »Das gab es schon immer, der Einzugsbereich der Liebe war früher sogar geringer als heute – heutzutage sind wir durch das Internet und die größere Mobilität flexibler.«

Das Büro funktioniert als Kontaktbörse – schließlich verbringen wir einen Großteil unserer Zeit bei der Arbeit. Soziologen beobachten zudem, dass der Job eine immer wichtigere Rolle spielt: Für viele Berufstätige ist er sozialer Lebensmittelpunkt, ihr Freundeskreis setzt sich ausschließlich aus Kollegen zusammen. Kein Wunder, dass sich darunter auch der ein oder andere potenzielle Affärenpartner findet.

Der Chef als Amor

Was in der Freizeit mitunter Seitensprünge verhindert, ist im Job kein Problem: der Zeitfaktor. Wer neben Beziehung, Familie und Arbeit ein amouröses Abenteuer pflegt, muss sich erstmal Zeit im Terminkalender freischaufeln.

Im Büro geht die Kontaktanbahnung automatisch, mitunter vom Chef angeordnet. Enge Zusammenarbeit, gemeinsame Mittagspausen oder ein gepflegtes Feierabendbier sind erwünscht zur Förderung eines guten Arbeitsklimas, Betriebsausflüge und Firmenfeste oft Pflichtveranstaltungen für Mitarbeiter – und günstige Gelegenheiten, um mit Kollegen auf Tuchfühlung zu gehen.

Stress und workflow fördern Liebe

Besonders kleine Arbeitsgruppen sorgen für Intimität und begünstigen Büroromanzen. Jobstress schweißt sogar zusammen: Wer etwa ein kniffliges Projekt unter großem Druck abwickelt, entwickelt manchmal euphorische Gefühle auch für beteiligte Kollegen. Hinzu kommt, dass man sich regelmäßig sieht und neben demselben Arbeitgeber auch andere Gemeinsamkeiten hat.

»Zum einen verbringt man im Büro viel Zeit miteinander, und teilt oft gemeinsame Interessen. Wenn wir zusammen um Projekte ringen, wenn uns ähnliche Themen interessieren, entsteht häufig eine vertraute Nähe«, sagt Krüger. Dann kann es auch brenzlig werden.

Was Affären im Büro gefährlich macht

Ein Flirt unter Kollegen erhöht vielleicht die Arbeitsmotivation. Zuviel allerdings kann dem Betriebsklima schaden und sich negativ auf die Arbeitsleistung auswirken. Das Begrüßungsküsschen an der Kaffeemaschine ist legitim, Sex im Konferenzraum aber tabu.

Wer allzu offen herumpoussiert, kann seine Liebschaft kaum geheim halten und muss Teamtratsch in Kauf nehmen. Überhaupt ist es schwer, eine Affäre wirklich vor Kollegen verborgen zu halten. Neid und Häme, neugierige Blicke und süffisante Bemerkungen sind da vorprogrammiert. Vor allem, wenn das ganze Team die Ehefrau kennt.

Nicht nur Moralwächter stört Liebesgeplänkel beim Arbeiten, auch verständnisvolle Kollegen können sich durch zügelloses Flirten irritiert fühlen – was für Unmut unter der Belegschaft sorgen und sogar arbeitsrechtliche Folgen haben kann.

Kündigung nach Kuscheln – darf der Chef Büroromanzen untersagen?

Ein Vorgesetzter darf sich in Beziehungen am Arbeitsplatz nicht grundsätzlich einmischen. Arbeitsrechtlich verboten sind Jobflirts und Büroromanzen nicht. Anti-Flirt-Klauseln im Arbeitsvertrag etwa verstoßen gegen das Allgemeine Persönlichkeitsrecht.

Wenn allerdings die Arbeitsleistung unter der Affäre leidet, kann der Chef eingreifen und sogar eine Abmahnung erteilen. Diese muss aber jobrelevante Argumente anführen, eine Affäre an sich reicht als Abmahngrund nicht.

Kommt es wegen einer Büroliebelei zu Komplikationen am Arbeitsplatz, kann der Arbeitgeber auch eine Veränderung des Arbeitsortes veranlassen. Das muss aber sinnvoll sein, die Zuweisung von Mehrarbeit oder die Versetzung in ein abgelegenes Büro, um das Liebesverhältnis zu unterbinden, sind nicht rechtens.

Heikel wird es bei Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen. Hier gilt das gesetzlich verankerte Gleichheitsgebot: Ein Vorgesetzter muss alle Angestellten gleich behandeln, bevorzugt er seine Geliebte, kann das arbeitsrechtliche Folgen haben. In welcher Form ist allerdings vom Einzelfall abhängig.

Guter Rat: Never fuck in the factory

79 Prozent aller deutschen Unternehmen tolerieren laut Umfrage des Magazins »Junge Karriere« Büroromanzen. Nur 21 Prozent befürchten, Leistung und Betriebsklima könnten darunter leiden. Aber zwei Drittel der Firmenchefs befürworten die Versetzung eines Partners, wenn durch eine Büroliebelei der Teamfrieden gestört wird.

Auswirkungen kann eine Jobaffäre immer haben, darum gilt etwa im prüden Amerika »no hanky-pank with the payroll« – kein Fummeln mit untergebenen Angestellten. Mehr als zehn Prozent aller Arbeitgeber untersagen laut »Wall Street Journal« im Anstellungsvertrag grundsätzlich eine »romance on the job«.

Auch wenn das in Deutschland nicht möglich ist, sollten sich verliebte Arbeitnehmer an gewisse Regeln halten. Das amerikanische Sprichwort »Never fuck in the factory« hat auch hierzulande Gültigkeit. Eine Liebesaffäre ist Privatsache – und sollte auch als solche behandelt werden.

Man solle unbedingt mögliche Folgen bedenken, rät Krüger. »Was mache ich, wenn es bei einer Affäre bleibt und es dann stressig wird, wenn ich mich trennen will? Kann ich dann der Kollegin aus dem Weg gehen oder muss ich mit ihr zusammenarbeiten? Wäre ich notfalls bereit, mich versetzen zu lassen oder zu kündigen? Ich muss mich also fragen: Was ist mir wichtiger – der Arbeitsplatz oder die Liebe?«

»So schön ein Techtelmechtel am Arbeitsplatz auch sein mag, oft wird es irgendwann kompliziert – etwa, wenn sich einer doch verliebt und entweder auf eine Partnerschaft hofft oder den Seitensprung beenden will«, erläutert Krüger. »Kränkungen und Enttäuschungen sind dann vorprogrammiert. Und das ist immer dann schwierig, wenn man sich weiterhin sieht und zusammenarbeiten muss.«

Artikelbild: MJTH/ Shutterstock

Der Beitrag Büroaffären: Aufregend, aber heikel erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/09/bueroaffaeren-aufregend-aber-heikel/feed/ 1
Weltverbesserer: Jobs für bessere Welt gesucht http://karriere-einsichten.de/2014/09/umfrage-jobs-fuer-bessere-welt-gesucht/ http://karriere-einsichten.de/2014/09/umfrage-jobs-fuer-bessere-welt-gesucht/#comments Fri, 12 Sep 2014 18:43:57 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6674 Arbeitnehmer möchten in Unternehmen arbeiten, die ökologisch produzieren als auch sozial verantwortlich handeln. Karriere um jeden Preis? Nur jeder dritte denkt noch darüber nach, der Rest sucht Jobs welche die Welt verändern – und zwar zum Guten. Weltverbesserer gesucht… [dropcap]68[/dropcap]Prozent stimmten der Aussage „mir ist es elementar wichtig, dass die Produkte meines Arbeitgebers nachhaltig produziert

Der Beitrag Weltverbesserer: Jobs für bessere Welt gesucht erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Arbeitnehmer möchten in Unternehmen arbeiten, die ökologisch produzieren als auch sozial verantwortlich handeln. Karriere um jeden Preis? Nur jeder dritte denkt noch darüber nach, der Rest sucht Jobs welche die Welt verändern – und zwar zum Guten. Weltverbesserer gesucht…

[dropcap]68[/dropcap]Prozent stimmten der Aussage „mir ist es elementar wichtig, dass die Produkte meines Arbeitgebers nachhaltig produziert werden und mein Unternehmen konsequent nachhaltig wirtschaftet“ zu. Wenn sie sich sozial einsetzen können, schauen zudem 47 Prozent nicht oder kaum auf die Uhr. Der Wunsch der Arbeitnehmer steht im starken Gegensatz zum Verhalten der Arbeitgeber und zur Realität in der Arbeitswelt.

Robert Haßler, CEO der oekom Research AG, schreibt im Vorwort des oekom Corporate Responsibility Reports 2014: „Auch wenn der 300. Geburtstag der Nachhaltigkeit – 1713 hatte Hans Carl von Carlowitz den Gedanken der Nachhaltigkeit erstmals für die Forstwirtschaft formuliert – publizistisch umfassend begleitet wurde, blieb das Thema im vergangenen Jahr auf der politischen und wirtschaftlichen Ebene eher wenig beachtet.“

Der Anteil verantwortlich handelnder Unternehmen sei mit 0,1 Prozent kaum gestiegen, schreibt oekom. „Gestiegen ist allerdings auch der Anteil der Unternehmen, die eine schlechte Nachhaltigkeitsleistung zeigen. Er liegt aktuell bei 53,1% nach 52,3% im Jahr 2012.“

Soziales Engagement für Arbeitgber (noch) keine Prio A

Warum klaffen Wunsch und Wirklichkeit so weit auseinander? „Das gesellschaftliche Klima unterscheidet sich von den gesellschaftlichen Gegebenheiten und der Arbeitswirklichkeit“, interpretiert die Karriereberaterin Svenja Hofert. „Während Arbeitnehmer soziales und nachhaltiges Engagement zunehmend positiv bewerten, hat dieses für Arbeitgeber kaum eine Priorität.“

Es sei deutlich spürbar, dass Menschen immer stärker nach einer Arbeit suchen, die sinnvoll ist. Viele wollten bei Unternehmen arbeiten, die die Welt besser machen, etwa in einem Social Startup oder einem NGO. „Zunehmend höre ich den Namen Ashoka, wenn von Traumarbeitgebern die Rede ist“, sagt Hofert. Dieser Trend sei in der jüngeren Generation, der so genannten Generation Y, wesentlich stärker als in der älteren.

Die Karriere um jeden Preis gebe es zwar immer noch, doch gebe es mehr und mehr Aussteiger. Eine Ursache dafür sieht Hofert darin, dass die Ungleichverteilung in der Welt immer deutlicher werde und der eigene bevorzugte Status, in einem reichen Land zu leben, damit bewusster.

Ein weiterer Grund liege in der Tatsache, dass Menschen eine sinnvolle Arbeit suchten und nicht mehr nur am reinen Broterwerb interessiert seien. Die Umfrage führte das Internetportal Worklifestyle.net durch.

Artikelbild: © Dieter Schütz/ pixelio.de

Der Beitrag Weltverbesserer: Jobs für bessere Welt gesucht erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/09/umfrage-jobs-fuer-bessere-welt-gesucht/feed/ 1
Vertrauensarbeitsplatz: Home Office für alle! http://karriere-einsichten.de/2014/09/vertrauensarbeitsplatz-home-office-fuer-alle/ http://karriere-einsichten.de/2014/09/vertrauensarbeitsplatz-home-office-fuer-alle/#comments Tue, 02 Sep 2014 20:47:53 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6689 Microsoft ist nicht das erste Unternehmen, dass sich in Deutschland für eine flexible Arbeitsplatzentscheidung seiner Mitarbeiter einsetzt, aber eines der ersten Konzerne. Eine neue Betriebsvereinbarung ergänzt das Prinzip der „Vertrauensarbeitszeit“. Das Management will so Innovation fördern und (endlich) auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter reagieren… [dropcap]E[/dropcap]gal ob im Büro, beim Kunden, im Home Office oder im Café –

Der Beitrag Vertrauensarbeitsplatz: Home Office für alle! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Microsoft ist nicht das erste Unternehmen, dass sich in Deutschland für eine flexible Arbeitsplatzentscheidung seiner Mitarbeiter einsetzt, aber eines der ersten Konzerne. Eine neue Betriebsvereinbarung ergänzt das Prinzip der „Vertrauensarbeitszeit“. Das Management will so Innovation fördern und (endlich) auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter reagieren…

[dropcap]E[/dropcap]gal ob im Büro, beim Kunden, im Home Office oder im Café – Microsoft Deutschland legt die Entscheidung über den Arbeitsort in die Hände seiner Mitarbeiter. Mit der „Gesamtbetriebsvereinbarung zum Arbeitsort“ kann jeder Mitarbeiter frei entscheiden an welchem Ort er arbeitet. Mit dieser Betriebsvereinbarung und dem ‚Vertrauensarbeitsort‘ schafft die Firma einen verbindlichen Rahmen, den eigenen Arbeitsplatz zu definieren. Das schaffe Klarheit für alle Mitarbeiter und Führungskräfte, erklärt Andreas Pagel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Microsoft Deutschland.

„Anwesenheit sagt nichts über die Qualität der Leistung von Mitarbeitern aus, sondern liefert häufig sogar ein falsches Bild“, ergänzt Dr. Elke Frank, Senior Director Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. „Der ‚Vertrauensarbeitsort‘ ergänzt die seit 1998 bestehende Betriebsvereinbarung zur ‚Vertrauensarbeitszeit‘ und bietet unseren Mitarbeitern nicht nur den größtmöglichen Freiraum für die persönliche Arbeitsplatz-Gestaltung, sondern liefert nun auch den rechtlichen Rahmen.”

Eigentlich selbstverständlich: Mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur

Flexibles Arbeiten gehört bei Microsoft längst zum Alltag und wird von rund 90 Prozent der Mitarbeiter genutzt. Dabei sind die Modelle durchaus unterschiedlich, denn jeder Mitarbeiter entscheidet selbst wo und wann er arbeitet. Moderne Technologien wie Cloud Services, Unified Communications Software und Social Business Tools ermöglichen dabei nicht nur den Zugriff auf alle Unterlagen, sondern erleichtern auch die Kommunikation mit den Kollegen. Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. „Das Vertrauen in unsere Mitarbeiter steht über allem“, so Elke Frank.

“Damit das persönliche Miteinander nicht zu kurz kommt, gibt es dennoch klare Regeln für die Präsenzpflicht.”Damit das persönliche Miteinander nicht zu kurz kommt, gibt es dennoch klare Regeln für die Präsenzpflicht bei Teammeetings und Mitarbeitergesprächen. Coachings von Führungskräften und Mitarbeitern helfen beim Übergang und klären offene Fragen: Wie kommuniziere ich aus dem Home Office heraus mit meinen Kollegen? Was muss ich als Führungskraft beachten? Wie wird meine Leistung wahrgenommen?

Gen Y konform: mehr Freiheiten, zufriedene(re) Mitarbeiter

Profitieren tun dabei beide Seiten. Nach einer Umfrage des Bürodienstleisters Regus sind drei Viertel der deutschen Firmen (76 Prozent) davon überzeugt, dass flexibles Arbeiten die Produktivität der Mitarbeiter steigert. In die gleiche Richtung gehen auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Demnach bringen Unternehmen, die auf flexible Arbeitsbedingungen setzen, im Schnitt 11 bis 14 Prozent mehr neue oder verbesserte Produkte auf den Markt als Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit einem starren Arbeitsplatzkonzept an der kurzen Leine halten.

Darüber hinaus besteht in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel längst eine wirtschaftliche Notwendigkeit zum Umdenken von Unternehmen. Denn der ausgeprägte Wunsch nach mehr Flexibilität wird vor allem von den Mitarbeitern selbst ins Unternehmen getragen – nicht zuletzt durch die in den Arbeitsmarkt drängende Generation Y mit ihrem Streben nach mehr Freiheit und Selbstbestimmung.

So arbeiten laut einer Studie des Centre of Human Resources Information Systems bereits heute fast 86 Prozent aller Arbeitnehmer am liebsten in einem Unternehmen, das auf flexible Arbeitsmodelle setzt. Sie sehen darin vor allem eine Möglichkeit ihre persönlichen Interessen besser zu integrieren.

Microsoft setzt auf Grundlage seiner offenen Unternehmenskultur und flacher Hierarchien konsequent auf den Ausbau flexibler Arbeitsmodelle. Dafür wurde das Unternehmen 2014 bereits zum fünften Mal mit dem Titel „Deutschlands Beste(r) Arbeitgeber“ des Great Place zu Work Institute ausgezeichnet, das dafür die Mitarbeiter in den Unternehmen befragt.

Artikelbild: © CandyBox Images/ Fotolia.com

Der Beitrag Vertrauensarbeitsplatz: Home Office für alle! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/09/vertrauensarbeitsplatz-home-office-fuer-alle/feed/ 2
Fernstudium: Frustfrei durchs Kursprogramm http://karriere-einsichten.de/2014/08/fernstudium-frustfrei-durchs-kursprogramm/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/fernstudium-frustfrei-durchs-kursprogramm/#comments Fri, 29 Aug 2014 18:37:03 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6671 In vielen Branchen gehört das Studium zu den wichtigesten Schritten auf deiner Karriereleiter, ob online oder klassisch im Hörsaal, via Apps oder Aktenordner. Dazu brauchst du ein gutes Zeitmanagement, Motivation und vieles mehr. Fünf Tipps die dich weiterbringen… Mittlerweile lässt sich das Pauken an der Uni mit mehr unterschiedlichen Lebenssituationen vereinbaren, als das früher der Fall war. Die Technik macht’s möglich. Daher

Der Beitrag Fernstudium: Frustfrei durchs Kursprogramm erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

In vielen Branchen gehört das Studium zu den wichtigesten Schritten auf deiner Karriereleiter, ob online oder klassisch im Hörsaal, via Apps oder Aktenordner. Dazu brauchst du ein gutes Zeitmanagement, Motivation und vieles mehr. Fünf Tipps die dich weiterbringen…

Mittlerweile lässt sich das Pauken an der Uni mit mehr unterschiedlichen Lebenssituationen vereinbaren, als das früher der Fall war. Die Technik macht’s möglich. Daher sehen sich immer mehr Menschen nach der Möglichkeit eines Fernstudiums um. Die aktuellen Zahlen des Fachverbands Forum DistancE-Learning belegen den Trend.

Die Fernunterrichtsstatistik für das Jahr 2012 verbucht über 411.000 Fernlerner, das entspricht einer Zunahme von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Knapp 150.000 Fernschüler absolvieren ein Fernstudium, der Rest bildet sich im sub-akademischen Bereich weiter.

Vor allem die Themensegmente Wirtschaft sowie kaufmännische Praxis rangieren mit gut 28 Prozent ganz oben auf der Beleibtheitsskala der Fernlerner. Außerdem populär zeigten sich schulische Fernlehrgänge, die 16 Prozent der Fernschüler belegten. Weitere 14 Prozent der Distance-Lernenden entfallen auf technische und betriebswirtschaftliche Fernstudiengänge sowie auf die Qualifizierung zum Übersetzer.

Zwar gibt es Unterschiede bei den Präferenzen zwischen Frauen und Männern, über alle Fächer hinweg ist das Verhältnis doch recht ausgeglichen. Im akademischen Fernstudium finden sich 45 Prozent Studentinnen, entsprechend sind 55 Prozent männliche Fernlerner.

Neuauflage vom “fliegenden Klassenzimmer”

Die steigende Beliebtheit des Fernstudiums ist nicht zuletzt einem bundesweiten Aktionstag geschuldet, dem Fernstudientag. 2015 findet der Aktionstag bereits zum zehnten Mal in Deutschland statt. Dabei bieten viele Universitäten, Institute und Fernhochschulen spannende und informative Einblicke in den Alltag des Distance-Learnings.

Dank des Online-Angebots aus virtuellen Klassenzimmern, Chats, Aktionen auf Lernplattformen und in Online-Konferenzen lassen sich ganz einfach und unverbindlich viele handfeste Informationen rund um das flexible Lernen von zu Hause aus erfahren. Der Aktionstag versucht bewusst ein breites Publikum anzusprechen. Denn nicht nur frische Schulabgänger sind unter den Fernlernern, die Unter-26-Jährigen machen nur rund 22 Prozent aus. Die große Mehrheit ist zwischen 26 und 40 Jahre alt. Weitere 25 Prozent aller Fernlerner sind über 40 Jahre alt.

Damit liegt der Altersdurchschnitt beim Fernstudium höher als an traditionellen Hochschulen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Berufstätige, die sich neben dem Job weiter qualifizieren möchten, die bequeme Möglichkeit des Fernstudiums nutzen. Das Fernstudium scheint einfach perfekt in die heutige Zeit zu passen.

Flexibel, zu jeder Tages- und Nachtzeit lassen sich die Lektionen bequem online abrufen und in den heimischen vier Wänden im eigenen Tempo durchgehen. Schließlich wissen Pädagogen schon lange, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt, die nicht alle im rigiden Unisystem gleich gut klar kommen.

Soft-Skill-Setup: Selbstdisziplin & Co

Wer ein Fernstudium schafft, der beweist durchaus schätzenswerte Qualitäten. Personaler loben die Selbstdisziplin, die ein erfolgreicher Fernlerner ohne Zweifel mitbringen muss. Weitere große Pluspunkte beim Einstellungsgespräche sind die Erfahrung bezüglich des eigenen Zeitmanagements und die Fähigkeit zur Eigenmotivation, die Studenten im Fernstudium erlernt haben sollten. Wer dem Chef zeigt, dass der Abschluss in Eigenregie gut von der Hand ging, ist dem Job, oder der Beförderung, ein gutes Stück näher gekommen.

Keine Frage, so ein Uniabschluss kann die Karriere auf ein ganz anderes Level hoch katapultieren. Doch das Lernen im Fernstudium läuft anders als an einer Präsenzhochschule. Dabei sind folgende Dinge entscheidend.

Zeitmanagement – Wer auf das Fernstudium setzt hat häufig noch andere Verpflichtungen. Vollzeitjob, Familie, Kinder oder zeitraubendes Hobby – Das Fernstudium ganz nebenbei zu absolvieren ist gar nicht so leicht. Viele unterschätzen den zeitlichen Lernaufwand, denn neben den Hausaufgaben gibt es jede Menge Lesestoff. Effektives Zeitmanagement von Anfang an wird zur Notwendigkeit, um nicht schon anfangs in Hinken zu kommen und allen Verpflichtungen fair gerecht zu werden. Fernlerner sollten sich bewusst das erste Semester als Lektion in Sachen Zeitmanagement vornehmen und ihre eignen Zeitmanagementfähigkeiten analysieren.

Sollte in den ersten sechs Monaten klar werden, dass Prokrastination kein Problem ist, umso besser. Falls die “Aufschieberitis” aber zum dauerhaften Phänomen wird, gibt es Handlungsbedarf. Im ersten Semester ist genau der richtige Zeitpunkt dafür, damit der Rest des Studiums nach Plan verläuft. Dazu gehört es auch einen realistischen Plan aufzustellen. Vor allem Berufstätige neigen dazu den Stundenplan zu voll zu stopfen und unterschätzen wie anstrengend das Lernen nach Feierabend tatsächlich ist.“Berufstätige neigen dazu den Stundenplan zu voll zu stopfen und unterschätzen wie anstrengend das Lernen nach Feierabend tatsächlich ist.”

Motivation – Am Anfang ist die Motivation selten ein Problem. Je länger das Studium jedoch dauert, desto häufiger schleichen sich die quälenden Fragen nach dem “Warum” ein. Von solchen Momenten der Schwäche sollte man sich jedoch nicht runterkriegen lassen. Selbst die stärkten Athleten müssen den eigenen Schweinehund immer wieder überwinden, um siegreich aus dem Wettkampf zu gehen.

„Immer das Ziel im Auge behalten!“

Für Fernlerner gilt deshalb: Immer das Ziel im Auge behalten! Der Preis ist der Universitätsabschluss, der viele weitere Türen im Leben öffnen wird können. Pausen und Belohnungen machen den Weg dorthin einfacher. Das können genauso kleine wie große Genüsse sein, diese sollten aber bewusst genossen werden. So tankt man Kraft und Energie für die nächste Lerneinheit.

Videokonferenzen: Emotion trifft Information

Isolation – Die eigenen vier Wände sind zwar gemütlich, beim Lernen ist der aktive Austausch aber durchaus wichtig. Viele Fernhochschulen fördern deshalb den direkten Austausch zwischen den Kommilitonen, zum Beispiel via Skype. So können Hausaufgaben gemeinsam gelöst, schwierige Aufgaben nochmal durchgesprochen oder kontroverse Themen kräftig diskutiert werden. Wer wenig Kontakt zu den weit verstreuten Kommilitonen hat, weil er zum Beispiel aus dem Ausland am Fernstudium teilnimmt, sucht sich lokal Gleichgesinnte und bildet eine Lerngruppe.

Gemeinsames Lernen in der Bibliothek oder im Café kann sehr produktiv sein. Selbst wenn die anderen in der Lerngruppe nicht im gleichen Studiengang sind, so können sie doch die Situation nachvollziehen und gegeben falls Feedback und Support geben. In der Gruppe fällt das Lernen vielen Menschen leichter, selbst wenn jeder still für sich lernt. Die Anwesenheit der anderen Gruppenmitglieder ist eine Art von Motivation.

Finde deine Lernoase!

Ablenkungen und Zeiträuber – Zuhause gibt es immer was zu tun. Sei es der Abwasch, der sich im Spülbecken türmt, die E-Mails oder das Fernsehprogramm. Studenten an Präsenzhochschulen genießen den Frontalunterricht, Fernlerner haben dagegen mit jeder Menge Ablenkungen zu kämpfen. Deshalb ist es wichtig bewusst alle Ablenkungen auszuschalten.

Eine angenehme Lernumgebung ist wichtig, dazu kann auch für den einen oder anderen Fernlerner leise Musik gehören. Der Fernseher sollte aber aus bleiben, denn die schnellen Bewegungen lenken zu stark vom Lernstoff ab. Am besten wird auch das Mobiltelefon für die Lerneinheit auf stumm gestellt. Konzentriertes Lernen klappt so einfacher.

Ortswechsel – Auf der Couch ist es zwar bequem, aber das aufrechte Sitzen ist für die Gedächtnisleistung viel förderlicher. Zu Hause neigen wir dazu uns ein wenig gehen zu lassen und das ist gar nicht gut für die Noten. Ortswechsel können wahrlich Wunder bewirken. Ein Café, die Bibliothek oder ein anderer öffentlicher Ort könnte zum optimalen Lernort werden.

Anmerkung der Redaktion: Ab und zu veröffentlichen wir in unserem Magazin sogenannte „Sponsored Posts„, so auch diesen Beitrag. Als solche entsprechend gekennzeichnet, bekommen wir dafür eine Aufwandspauschale. Statt weitere Displaywerbung zu schalten, refinanzieren wir unsere Server und Seiten lieber über Newsinhalte, die Werbekunden wie Lesern etwas „bringen“. Mehr dazu in unseren Mediadaten

Artikelbild: © IUBH

Der Beitrag Fernstudium: Frustfrei durchs Kursprogramm erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/fernstudium-frustfrei-durchs-kursprogramm/feed/ 1
Jugendarbeitslosigkeit: Wirtschaftsboom, was? http://karriere-einsichten.de/2014/08/httpwww-karriere-einsichten-de201408jugendarbeitslosigkeit-wirtschaftsboom-was/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/httpwww-karriere-einsichten-de201408jugendarbeitslosigkeit-wirtschaftsboom-was/#comments Mon, 25 Aug 2014 18:48:58 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6676 Die Wirtschaft brummt, fast jeder in Deutschland hat einen (mehr oder weniger gut bezahlten) Job. Wirtschaftsboom und Vollbeschäftigung in Deutschland findet eine Reihe von Jugendlichen weder Arbeit noch Ausbildung. Michael Jungblut nimmt diesen Widerspruch unter die Lupe… [dropcap]H[/dropcap]underttausend junge Menschen verlassen jedes Jahr die Schule, deren Chance gering ist, sich einen besseren Platz im Leben

Der Beitrag Jugendarbeitslosigkeit: Wirtschaftsboom, was? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Die Wirtschaft brummt, fast jeder in Deutschland hat einen (mehr oder weniger gut bezahlten) Job. Wirtschaftsboom und Vollbeschäftigung in Deutschland findet eine Reihe von Jugendlichen weder Arbeit noch Ausbildung. Michael Jungblut nimmt diesen Widerspruch unter die Lupe…

[dropcap]H[/dropcap]underttausend junge Menschen verlassen jedes Jahr die Schule, deren Chance gering ist, sich einen besseren Platz im Leben zu erarbeiten als ihre Eltern. „Eine Aufsteigergesellschaft sieht anders aus“, so Jungblut. „Das deutsche Schul- und Bildungssystem produziert zu viele Versager“, ist eine von Jungbluts Kernthesen. Obwohl schon jetzt der Mangel an Fachkräften in vielen Branchen spürbar ist, so der Autor, verlassen immer noch sechs Prozent der Hauptschüler die Schule ohne Abschluss.

Dies bedeute, dass jedes Jahr die Schulzeit für 50.000 Jungen und Mädchen mit einer Niederlage ende. Dies setze sich im Berufsleben fort. Aktuell sind im Jahr 2014 laut des Sozialministeriums in Deutschland etwa 200.000 Jugendliche ohne Job. Wie kleine Firmen gemeinsam 500 Ausbildungsplätze in Deutschland schaffen Jungblut will aber nicht bei der Kritik stehen bleiben, sondern Lösungswege zeigen.

Dabei stützt er sich auf die Erfahrung, die er mit einer Vielzahl von sehr unterschiedlichen Projekten sammeln konnte. Er ist seit zehn Jahren Jury-Mitglied beim Deichmann-Förderpreis für Integration. Der mit 100.000 € dotierte Preis zeichnet herausragende Projekte aus, die sich für benachteiligte Jugendliche engagieren. In seinem Buch beschreibt Jungblut viele der Preisträger-Konzepte.

Zu wenig (qualifizierte) Auszubildende

Einige stellt er als Leuchtturmprojekte vor und blickt dort intensiver hinter die Kulissen und beschreibt, wie durch stärkere Kooperation zwischen Wirtschaft, Schule und öffentlichen Einrichtungen auch scheinbar hoffnungslose Fälle den Sprung ins Berufsleben schaffen.

Nicht die Lösung aller Probleme, aber kompakt zusammengefasst...
Nicht die Lösung aller Probleme, aber kompakt zusammengefasst…

Ein solches Beispiel ist der Ausbildungsring Ausländischer Unternehmer (AAU) in Nürnberg mit seinem Geschäftsführer Rainer Aliochin. Die Organisation koordiniert und unterstützt die Ausbildung in vielen kleinen Betrieben, bei denen die Inhaber selbst einen Migrationshintergrund haben und aufgrund ihrer Betriebsgröße keine komplette Ausbildung von Jugendlichen übernehmen können.

Durch eine Verbundlösung werden hier Ausbildungsplätze geschaffen, die es sonst nicht gäbe. Der AAU koordiniert alle überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen, bietet Nachhilfe an, wenn bei den Jugendlichen Defizite festgestellt werden und hilft bei der Vorbereitung auf die Prüfungen der Auszubildenden. Der AAU bietet inzwischen 31 Lehrberufe und arbeitet mit 130 Unternehmen aus der Region zusammen. Bis Mitte 2014 haben bereits über 500 Jugendliche aus vierzig Nationen ihre Berufsausbildung beim AAU begonnen und auch erfolgreich abgeschlossen.

Ein Beispiel für Jugendarbeitslosigkeit von vielen ist die Erfahrung einer jungen Spanierin, die aufgrund der Wirtschaftskrise in ihrem Land eine Perspektive in Deutschland suchte. Sie absolviert direkt beim AAU eine kaufmännische Ausbildung und lernte die deutsche Sprache innerhalb eines halben Jahres. Inzwischen fühlt sie sich sehr wohl in Deutschland und engagiert sich in ihrem neuen Beruf. „Nur das Wetter könnte besser sein“, sagt sie lächelnd.

Artikelbild: © olly/ Fotolia.com

Der Beitrag Jugendarbeitslosigkeit: Wirtschaftsboom, was? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/httpwww-karriere-einsichten-de201408jugendarbeitslosigkeit-wirtschaftsboom-was/feed/ 1
Generation Y: Zeit zum Leben, unser neues Statussymbol http://karriere-einsichten.de/2014/08/generation-y-zeit-zum-leben-unser-neues-statussymbol/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/generation-y-zeit-zum-leben-unser-neues-statussymbol/#comments Wed, 20 Aug 2014 19:07:58 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6682 Wir sind fleissig, wollen aber auch nicht leben, um “nur” zu arbeiten. Wir wollen arbeiten UND leben, so die zentrale Forderung der Gen Y, nach 1980 geboren, mit Social Media aufgewachsen, vernetzt, bestens gebildet, meist mit Abitur. Kerstin Bund, Anfang 30 hat ein Y-Generationen-Buch geschrieben… Meine Generation hat gesehen, was herauskommt, wenn der Beruf das Privatleben dominiert:

Der Beitrag Generation Y: Zeit zum Leben, unser neues Statussymbol erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wir sind fleissig, wollen aber auch nicht leben, um “nur” zu arbeiten. Wir wollen arbeiten UND leben, so die zentrale Forderung der Gen Y, nach 1980 geboren, mit Social Media aufgewachsen, vernetzt, bestens gebildet, meist mit Abitur. Kerstin Bund, Anfang 30 hat ein Y-Generationen-Buch geschrieben…

Meine Generation hat gesehen, was herauskommt, wenn der Beruf das Privatleben dominiert: abwesende Väter, Scheidungen, ein Herzinfarkt mit 50. Das hat uns abgeschreckt. Wir leiden an einem »Hilfe, mein Vater ist Workaholic«-Syndrom. Wir sind überzeugt davon, dass sich Arbeit, Familie und Freizeit auch anders organisieren lassen, als es unsere Eltern getan haben. Wir wollen nicht leben, um zu arbeiten, wir wollen arbeiten und leben. Wir sind Vereinbarer, die alles möchten, und am liebsten alles auf einmal: Beruf plus Freude plus Sinn.

Karriere und Familie – und zwar für beide Partner. Eines steht für meine Generation fest: Auf Familie wollen wir wegen des Jobs nicht verzichten. In der letzten Shell-Jugendstudie gaben 76 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, dass man eine Familie braucht, um wirklich glücklich zu leben. Ein Wert, der in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. 69 Prozent möchten selbst einmal eine Familie gründen.

Und bei der Frage, was sie unter Wohlstand verstehen, denken mehr junge Menschen in Deutschland an »Familie haben« als an »Geld für einen längeren Urlaub«. In einer Welt, die von Unsicherheit geprägt ist, wird die Familie ein Ort der Sicherheit. Sie bietet Beständigkeit in einer sich schnell wandelnden Welt. Wenn es um Familie geht, sind wir Traditionalisten, konservativer noch als unsere Eltern.

“Sanfte Karriere” wegen verlängerter Lebensarbeitszeit

Meine Generation will Familie, Beruf und Freizeit besser vereinbaren als unsere Eltern. Das führt dazu, dass wir dem Job nicht mehr alles unterordnen. Wir wollen nicht arbeiten, bis wir umfallen. Wir haushalten mit unseren Kräften. Denn wir wissen, dass wir in der Arbeitswelt noch sehr lange durchhalten müssen.

Die Regierung hat alles getan, um unsere Lebensarbeitszeit zu verlängern. Unsere Schulzeit wurde um ein Jahr verkürzt, unsere Studiengänge wurden gestrafft, Wehr- und Zivildienst gestrichen, das Rentenalter wurde um zwei Jahre angehoben – alles, um dafür zu sorgen, dass wir schneller auf den Arbeitsmarkt kommen und länger in die Steuer- und Sozialkassen einzahlen.

Meine Generation weiß, dass sie noch 40 Jahre oder länger im Job überstehen muss. Deshalb streben wir nach »sanften Karrieren«. Wir wollen nicht 40 Jahre lang am Anschlag arbeiten und dann ausgebrannt in Kur fahren müssen. Gewiss, wir stellen dem Job auch mal ein paar Jahre alles hintan, aber dann muss es auch wieder Zeiten geben, in denen wir uns mehr aufs Private konzentrieren – wenn wir eine Familie gründen oder uns um einen kranken Angehörigen kümmern.

Unsere Karrieren gleiten in Wellen dahin: Auf Phasen, in denen wir uns voll auf den Beruf konzentrieren, folgen Phasen, in denen wir andere Schwerpunkte setzen. Manchmal fahren wir auch weg, sehr weit weg. Auf meinen Reisen durch Zentralamerika und Asien habe ich viele junge Leute getroffen, die gerade eine Auszeit nahmen.

„Junge Leute lieben Auszeiten“

Es waren keine Aussteiger, die arbeitsflüchtig durch die Länder dieser Welt streiften. Im Gegenteil: Es waren Menschen, die zu Hause anspruchsvolle Jobs hatten und beruflich erfolgreich waren. Da war der belesene US-Marineoffizier, der sechs Monate mit einem kleinen Rucksack um die Welt reiste, bevor er sein MBA-Studium an der noblen Harvard Business School aufnehmen wollte.

Die angehende Ärztin aus Schweden, die in einem guatemaltekischen Kinderkrankenhaus voluntierte, bevor sie zu Hause ihre Facharztprüfung ablegen würde. Der englische Programmierer, der in einem buddhistischen Kloster in Kambodscha Englisch unterrichtete, bevor er als Projektmanager zu einem IT-Konzern wechselte. Oder die Grafikerin aus München, die ihren Job gekündigt hatte und ein paar Wochen in einem Aschram meditierte, um herauszufinden, wie es beruflich für sie weitergehen sollte.

Mehr Auszeiten, neue Kraft und Orientierung

Meine Generation nutzt Auszeiten, um Kraft zu tanken und sich neu zu orientieren. Viele von uns folgen keinem Karriere-Masterplan. Wir möchten nicht erst am Ziel, sondern schon auf dem Weg dorthin glücklich sein. Viele unserer Väter wollten auf dem schnellsten Weg nach oben kommen. Am Gipfel waren sie dann häufig so erschöpft, dass sie die Aussicht nicht mehr genießen konnten. Das leuchtet meiner Generation nicht ein. Wir legen lieber unterwegs mal eine Verschnaufpause ein und genießen die Aussicht nicht erst am Gipfel. Vielleicht kommen wir später ans Ziel, aber wir fallen oben nicht um. Wir sind nicht bereit, jahrzehntelang zu buckeln, um dann festzustellen, dass wir all die Jahre nicht gelebt oder drei Burnouts hinter uns haben.

Wir wollen gesund bleiben. Wahr ist aber auch: Viele von uns wollen überhaupt nicht mehr ganz nach oben. Das spürt man vor allem dort, wo Hierarchien noch eine große Rolle spielen, zum Beispiel in den Anwaltsbüros. Früher fingen die besten Junganwälte in einer Großkanzlei an und arbeiteten auf den Partnerstatus hin – zehn, 15 Jahre lang. Dazu gehörte die Bereitschaft, sich aufzuopfern. Heute will längst nicht mehr jeder Einsteiger Partner werden. Man merkt es auch in den Krankenhäusern, wo viele junge Ärzte den Chefarztposten gar nicht erst anstreben; ja selbst an Schulen, wo es zunehmend schwierig wird, die Stelle des Rektors zu besetzen.

Neue Karriereziele: lieber Experte als Chef sein

Nein, wir müssen nicht unbedingt Chef werden. Viele von uns wollen es gar nicht, wie Studien belegen: Die Personalberatung Odgers Berndtson etwa hat herausgefunden, dass Manager, die 32 Jahre oder jünger sind, deutlich weniger gerne führen als ältere Managergenerationen. Und wenn sie führen, dann nicht um des Führens willen. Wichtiger sind ihnen die Arbeitsinhalte und die Möglichkeit, ihre persönlichen Stärken zu entfalten.

Ein Buch von/für die Gen Y: "Glück schlägt Geld"
Ein Buch von/für die Gen Y: „Glück schlägt Geld“. Hier kaufen…

Woran das liegt? Ich glaube, dass es mehrere Gründe sind. Zum einen fragen wir – also die Gen Y – uns, warum wir für die vage Aussicht, in zehn Jahren vielleicht einmal Chef zu werden, jahrelang alles ertragen sollen? Dafür ist uns unser Leben zu schade. Außerdem haben viele von uns keine Lust auf die politischen Spielchen und taktischen Manöver, die in Führungsetagen häufig nötig sind, um nach oben zu kommen und sich an der Spitze zu halten. Wir wollen der Sache dienen, nicht der Macht.

Und schließlich ist man als Manager mit allem Möglichen beschäftigt, nur nicht mehr mit seinen ursprünglichen Aufgaben. Statt Fachdiskussionen führt man nun Gehaltsgespräche. Statt sich in eine Materie zu vertiefen, sitzt man in Meetings herum. Das sagt vielen in meiner Generation nicht zu. Je mehr sie sich reinhängen, je höher sie in der Hierarchie steigen, desto größer werden auch ihre Verantwortung, der Druck und der Preis, den sie für den Erfolg bezahlen.

Das ist wie bei einem Würstchen-Wettessen, bei dem der Preis, den es zu gewinnen gibt, noch mehr Würstchen sind. Deshalb streben viele junge Beschäftigte heute eine Fachlaufbahn an. Untergebene? Brauchen sie nicht. Sie wollen lieber selbstbestimmt arbeiten, an der Sache und am Ergebnis orientiert.

Freude und Sinn statt Macht und Status

Einige Unternehmen haben darauf bereits reagiert. Der Automobilzulieferer Bosch etwa bietet seit vielen Jahren eine Fachkarriere an – mit der gleichen inhaltlichen Weiterentwicklung und den gleiche Gehaltsstufen wie bei der Führungslaufbahn. Die Fachleute haben bei wichtigen Entscheidungen sogar ein Vetorecht. Auch bei Audi können Experten eine Topposition erreichen, ohne Führungsverantwortung zu übernehmen. Das Unternehmen hat dazu sogar eine umfassende Befragung gemacht.

Das Ergebnis: Nur 42 Prozent der Audi-Mitarbeiter, die 1980 oder später geboren sind, streben überhaupt noch eine Führungslaufbahn an, ebenfalls 42 Prozent wollen lieber eine Fachlaufbahn einschlagen, und 16 Prozent sehen sich später als Projektleiter. Meine Generation ist bereit, viel zu leisten, aber wir müssen nicht mehr die klassische Konzernkarriere machen. Sie erscheint uns zu starr, zu hierarchisch, zu sehr abhängig von interner Politik. Ein anerkannter Experte auf einem Gebiet zu sein ist vielen wichtiger, als ein Team von 50 Mitarbeitern zu führen.

Wir sind anders motiviert als unsere Eltern. Harte Prinzipien wie Gehalt, Macht und Status treiben uns viel weniger an als die Aussicht auf eine Arbeit, die Freude macht und einen Sinn stiftet. Der Job ist für uns mehr als ein Job, er ist Ausdruck der eigenen Identität, eine Form von Selbstverwirklichung. Geld ist uns wichtig, aber Geld ist nicht alles. Wenn man meine Generation fragt, ob wir mehr Geld oder mehr Zeit wollen, sagen wir meistens: mehr Zeit. Herr über seine Zeit zu sein – das ist unser Statussymbol.

 Artikelbild: DenisFilm/ Shutterstock

Der Beitrag Generation Y: Zeit zum Leben, unser neues Statussymbol erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/generation-y-zeit-zum-leben-unser-neues-statussymbol/feed/ 2
Arbeitszufriedenheit: Jeder Dritte “richtig glücklich” http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitszufriedenheit-jeder-dritte-richtig-gluecklich/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitszufriedenheit-jeder-dritte-richtig-gluecklich/#respond Wed, 20 Aug 2014 18:57:18 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6680 Glaubt man einer einer aktuellen Umfrage mögen drei Viertel der Deutschen ihren Job. Nur sieben Prozent haben überhaupt keinen Spaß daran. Stärkster Motor für die Motivation: Berufliche Herausforderungen, aber – natürlich – auch die vielen Kontakte am Arbeitsplatz, die wir in dieser Form zu Hause oder im Verein nicht jeden Tag haben. Die Details… [dropcap]75[/dropcap] Prozent der deutschen Arbeitnehmer macht der

Der Beitrag Arbeitszufriedenheit: Jeder Dritte “richtig glücklich” erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Glaubt man einer einer aktuellen Umfrage mögen drei Viertel der Deutschen ihren Job. Nur sieben Prozent haben überhaupt keinen Spaß daran. Stärkster Motor für die Motivation: Berufliche Herausforderungen, aber – natürlich – auch die vielen Kontakte am Arbeitsplatz, die wir in dieser Form zu Hause oder im Verein nicht jeden Tag haben. Die Details…

[dropcap]75[/dropcap] Prozent der deutschen Arbeitnehmer macht der aktuelle Job Spaß. Jeder Dritte ist sogar richtig glücklich damit. Was die Berufstätigen am meisten motiviert? Vor allem lieben sie es, Herausforderungen zu meistern, um auf ihr Arbeitsergebnis stolz sein zu können. Das gilt besonders für Arbeitnehmer ab 55 Jahren. Zudem fördern ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag, die Aussicht auf Gehaltssteigerung und eine gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeit das Wohlbefinden. Frauen genießen öfter als Männer den Kontakt und Austausch mit Kollegen und Kunden. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Umfrage “Beruf und Karriere 2014″ der CreditPlus Bank AG.

Mit dem Job ist es scheinbar so wie mit dem Wetter: Alle beschweren sich darüber, aber im Grunde sind sie zufrieden. Der großen Mehrheit (75 Prozent) macht ihre Arbeit täglich Freude – bei weiteren 18 ist es tagesformabhängig, fünf Prozent sind eher unzufrieden und nur zwei Prozent haben gar kein Vergnügen. Am motiviertesten sind die Berufseinsteiger: 37 Prozent der 25 bis 34-Jährigen geben an, uneingeschränkt großen Spaß im Job zu haben – im Vergleich zu einem
Drittel über alle Altersgruppen. Mit Beginn der Familienphase rücken offenbar wieder andere Dinge in den Vordergrund als der Traumjob, denn bei den 35- bis 44-Jährigen liegt der Anteil der “Jobliebhaber” nur noch bei einem Viertel.

Herausforderung: mehr als nur ein Karriere-Kick

Für 92 Prozent der Berufstätigen ist der Job mehr als nur reiner Gelderwerb. Um tagtäglich motiviert an die Arbeit zu gehen, brauchen sie keine stressfreie Tätigkeit, sondern suchen Herausforderungen: 27 Prozent der Bundesbürger macht es stolz, Ergebnisse zu produzieren und Schwierigkeiten zu meistern. Damit ist Zufriedenheit über die eigene Leistung das am häufigsten genannte Motiv für hohen Arbeitseinsatz. Auf Platz zwei landet die Abwechslung im Joballtag:
18 Prozent möchten im Beruf etwas erleben – neue Situationen und Menschen kennenlernen. 15 Prozent spornt der Gedanke an, mit Ehrgeiz im Job auch das Gehalt steigern zu können, und so einen höheren Lebensstandard zu genießen. 14 Prozent der Befragten wollen eine Tätigkeit ausüben, die sinnvoll für die Gesellschaft ist.

Frauen schätzen Teamarbeit

Ebenfalls unter den Top fünf der Anreize landet der soziale Kontakt zu den Arbeitskollegen. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während für 14 Prozent der Frauen Teamarbeit und der Austausch mit Kollegen Motivationsgrund Nr. 1 sind, sind es bei den Männern nur 10 Prozent. Als reines Mittel zum Zweck des Gelderwerbs sehen jedoch weder Männer noch Frauen ihren Beruf: Gerade einmal acht Prozent sind dieser Meinung. Die überwältigende Mehrheit strebt nach einem Job, der sie glücklich macht.

Für vier von zehn Arbeitnehmern kommt ein “Karriere-Kredit” in Frage 42 Prozent der deutschen Arbeitnehmer würden zum Wohl der Karriere einen Kredit aufnehmen, vier Prozent weniger als im letzten Jahr. Am ehesten sind die Deutschen bereit, für die Gründung eines eigenen Unternehmens ein Darlehen in Anspruch zu nehmen.

Jeder Sechste kann sich das vorstellen – im Vorjahr waren es noch etwas mehr (18 Prozent). Dafür rückt die Finanzierung eines Auslandsjobs mehr in den Vordergrund: Einer von zehn Deutschen würde mit einem “Karriere-Kredit” die Kosten zum Leben und Arbeiten im Ausland decken, 2013 waren es nur acht Prozent. Ebenfalls zehn Prozent würden damit eine spezielle Aus- oder Weiterbildung finanzieren – dieser Wert ist fast gleich geblieben (2013: 11 Prozent).

Hintergrund:

An der repräsentativen Studie “Beruf und Karriere 2014″ der
CreditPlus Bank AG haben sich 1.006 Bundesbürger beteiligt. Die
Befragungen wurden im Juni 2014 durch das Marktforschungsinstitut
YouGov online durchgeführt.

Artikelbild: © Minerva Studio/ Fotolia.com

Der Beitrag Arbeitszufriedenheit: Jeder Dritte “richtig glücklich” erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitszufriedenheit-jeder-dritte-richtig-gluecklich/feed/ 0
Arbeitsfetisch: Bist du (auch) nützlich? http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitsfetisch-bist-du-auch-nuetzlich/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitsfetisch-bist-du-auch-nuetzlich/#comments Sat, 16 Aug 2014 19:19:35 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6684 Keine Party ohne die bohrende Frage »Und, was machst du so?« Arbeit bestimmt unseren sozialen Stellenwert, so viel wie nie: Sag mir, was du arbeitest – und ich sag dir, wer du bist. So schaut’s aus in unserer Leistungsgesellschaft. Patrick Spät rechnet in seiner Streitschrift mit Marktgläubigen ab. Ein Auszug… [dropcap]I[/dropcap]n der schönen neuen Arbeitswelt speist

Der Beitrag Arbeitsfetisch: Bist du (auch) nützlich? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Keine Party ohne die bohrende Frage »Und, was machst du so?« Arbeit bestimmt unseren sozialen Stellenwert, so viel wie nie: Sag mir, was du arbeitest – und ich sag dir, wer du bist. So schaut’s aus in unserer Leistungsgesellschaft. Patrick Spät rechnet in seiner Streitschrift mit Marktgläubigen ab. Ein Auszug…

[dropcap]I[/dropcap]n der schönen neuen Arbeitswelt speist sich auch unser individuelles Selbstwertgefühl unmittelbar aus unserem Job, wir definieren uns zu einem ziemlich großen Teil über die Art und Weise, wie wir unsere Brötchen verdienen. Und weil dieses Schubladendenken auch im Umgang mit unseren Mitmenschen allzu praktisch ist, fragen wir sie immer gleich nach ihrer Arbeit.

Auf einer ebensolchen Party erzählte mir mal ein Syrer, der wegen des dortigen Bürgerkriegs als Flüchtling in Deutschland gestrandet war: »Es gibt kein Wort, das ich bei den Deutschen öfter höre als das Wort machen. Ihr macht ständig irgendwas … ihr macht belegte Brote, ihr macht eine Party, ihr macht Musik, ihr macht sogar eine Pause und Urlaub! Ruht ihr euch eigentlich auch mal wirklich aus?« Der Syrer lächelte verschmitzt. Er hatte natürlich recht: Machen, machen, machen. Wir sind pausenlos auf Draht und – machen irgendwas.

Lohnarbeit, Gartenarbeit, Beziehungsarbeit, Blowjob – alles ist zur Arbeit geworden. Wir arbeiten an unserem Körper, an unserer Lebensweise und an unserem Liebesglück. Die Arbeit ist das Lebenselixier des modernen Menschen, ein Fetisch, mit dem wir uns lustvoll selbst geißeln. Von Kindesbeinen an wachsen wir mit dem Imperativ auf, »etwas aus uns zu machen«. Dieser Befehl dröhnt ständig in unseren Ohren, mit jedem Vorhaben, das wir aushecken. Und erst recht mit jedem Vorhaben, das wir ausschlagen.

Wir sollen also »etwas aus uns machen«. Ja, sind wir denn nicht schon etwas? Menschen zum Beispiel? Die Arbeit ist heute der unangefochtene Maßstab, mit dem wir unser Gegenüber bewerten. »Martha Musterfrau, 38, Rechtsanwältin«, »Max Mustermann, 56, Lagerist« – keine Talkshow, keine TV-Doku, bei der hinter dem Namen einer Person nicht direkt auch ihr Beruf erwähnt wird. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Apropos: Sogar auf den Grabsteinen eines Wiener Friedhofs las ich Sätze wie »Hier ruht Maximilian Bradow, Schlossermeister«. Herr, erlöse uns von der Arbeit!

Diese Wehklage zu äußern, ist riskant, denn eine Kritik an der Arbeit ist ein gesellschaftliches Tabu: Es gilt als anrüchig, den Sinn von offensichtlich sinnfreien Jobs infrage zu stellen, über gesundheitsschädliche Arbeit zu motzen oder ganz einfach die Faulheit zu glorifizieren. Wer offen sagt, dass er keinen Bock hat zu arbeiten und dass mitnichten jede Arbeit besser ist als keine Arbeit, der steht im Generalverdacht, zu verlottern und andere dazu anzustiften, es gleichzutun – mit dem Endergebnis, dass die ganze fleißige Gesellschaft in den Abgrund stürzt.

Mantra unserer Zeit: Ich arbeite, also bin ich

Wie konnte es dazu kommen? Wie steht es tatsächlich um unsere Arbeitsgesellschaft? Was macht der Arbeitswahn mit uns? Und wie können wir uns von ihm befreien? Fragen über Fragen, deren Beantwortung dem Schreiber etwas – da haben wir sie wieder – Arbeit bereiten wird. Aber am Ende steht die Hoffnung, dass wir uns vom Arbeitsfetisch lösen. Dass wir endlich wie- der leben.

Wer kennt das nicht: Man sitzt mit Freunden bei einem Bier und plötzlich schießt einem durch den Kopf, was man arbeitsmäßig noch alles erledigen muss – hier eine E-Mail, da ein Auftrag oder Projektbericht, dort ein zu reparierendes Auto. Die Laune ist getrübt. Kaum bei der Arbeit angekommen, sehnt man sich nach dem Feierabend. Oder träumt von Ferien, Ruhe, vielleicht auch von weißen Sandstränden. Und was, wenn die Träume in Erfüllung gingen? Die Gedanken wären sicherlich schon bald wieder bei der Arbeit. Ein verfluchter Teufelskreis.

Der Arbeitswahn hat sich, bewusst oder unbewusst, tief in unsere Köpfe eingenistet – und verfolgt uns noch im Schlaf: Das häufigste Thema in den Träumen der Deutschen ist ihre Arbeit (34 Prozent), es folgen Reisen (27 Prozent) und Verstorbene (22 Prozent). Und auf die hypothetische Frage, was man nach einer Entlassung samt Abfindung für ein halbes Jahr machen würde, antworten lediglich 8 Prozent: meinen Traum verfolgen, und 13 Prozent: Urlaub machen, aber 72 Prozent: mich gleich um eine neue Arbeitsstelle bewerben.

Friedrich Nietzsche beschrieb in seiner Fröhlichen Wissenschaft (1882) mit treffenden Worten, wie der Arbeitswahn des modernen Menschen die Muße zerstört: »Die atemlose Hast der Arbeit – das eigentliche Laster der neuen Welt – beginnt bereits durch Ansteckung das alte Europa wild zu machen und eine ganz wunderliche Geistlosigkeit darüber zu breiten. Man schämt sich jetzt schon der Ruhe; das lange Nachsinnen macht beinahe Gewissensbisse. Man denkt mit der Uhr in der Hand, wie man zu Mittag isst, das Auge auf das Börsenblatt gerichtet, – man lebt, wie einer, der fortwährend etwas ›versäumen könnte‹. […]

Erste-Welt-Probleme und das schlechte Gewissen

Die Arbeit bekommt immer mehr alles gute Gewissen auf ihre Seite: der Hang zur Freude nennt sich bereits ›Bedürfnis der Erholung‹ und fängt an, sich vor sich selber zu schämen. ›Man ist es seiner Gesundheit schuldig‹ – so redet man, wenn man auf einer Landpartie ertappt wird. Ja, es könnte bald so weit kommen, dass man einem Hange zur vita contemplativa (das heißt zum Spazierengehen mit Ge- danken und Freunden) nicht ohne Selbstverachtung und schlechtes Gewissen nachgäbe. – Nun! Ehedem war es umgekehrt: die Arbeit hatte das schlechte Gewissen auf sich. […] das ›Tun‹ selber war etwas Verächtliches.«3 Die Zeichen mehren sich.

Im September 2012 schaffte die spanische Regierung eine uralte Tradition des Nichtstuns ab: die Siesta zwischen 14 und 16 Uhr. Man darf heute kaum noch sagen, dass man auf der faulen Haut gelegen hat, dass man dem permanenten Druck entflohen ist und sich ent-spannt hat. Der Kommentar unserer ach so fleißigen Mitmenschen ist vorprogrammiert: »Na, du hast es ja gut, dir heute einen Lauen zu machen.« Hinter solch simplen Kommentaren verbirgt sich nichts anderes als die moralische Keule der Arbeitsideologie: Deshalb schämen sich viele fürs Nichtstun, und hetzen sich weit über das (überlebens)notwendige Maß. Das schlechte Gewissen nagt unerbittlich an denen, die über die Stränge schlagen und auch nur einen Hauch zu viel faulenzen.

Von Frankreich sagen die Deutschen gerne: Dort arbeite man, um zu leben – in Deutschland aber lebe man, um zu arbeiten. Auch wenn der Arbeitswahn die fran- zösischen Gemüter ebenso befallen hat wie die deutschen, steckt in dem Spruch doch ein Funken Wahrheit: Wenn ein Franzose mitteilt, er müsse nun zur Arbeit, erhält er als Antwort ein »Bon courage!«, was so viel heißt wie »Kopf hoch!« oder »Nur Mut!«. In Deutschland jedoch wünscht man »Frohes Schaffen!«, und wenn hierin eine Prise Ironie liegen sollte, muss man sie mit der Lupe suchen.

Patrick Spät nimmt unseren Arbeitsfetisch auf die Schippe…
Patrick Spät nimmt unseren Arbeitsfetisch auf die Schippe…

Die Arbeit steht im Zentrum unseres Lebens, es gibt kein Außerhalb der Arbeit, sie erfasst unseren Alltag, unser Leben. Unser Ich geht arbeiten, es ist zur »Ich-AG« mutiert. Wie wäre es mal mit dem Wagnis einer Ohne-mich-AG? Kaum auszudenken. Denn »wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen«, wie es bereits in der Bibel beim Apostel Paulus heißt (2 Thess 3,10).

Es gibt unzählige Regalmeter von Büchern, die den Zusammenhang zwischen den Ideologien der Arbeit und des Christentums untersuchen. Die Kurzfassung lautet: »Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen« (Gen 3,19). Mit diesen Worten werden im Alten Testament Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben. Arbeit ist zwar auch in der Antike und im Mittelalter mit Mühsal und Plage verbunden, aber sie ist schlichtweg eine menschliche Notwendigkeit und kollektive Bußtätigkeit:

Der Sündenfall brachte die Vertreibung aus dem Garten Eden und Verurteilung der Menschen zum Arbeitsdienst auf Erden. Die Zeit der mühelosen Labsal und Wonne war definitiv vorbei. Was vormals eine Buße der Menschheit gewesen war, wurde aber bald zu einem Gottesdienst des Individuums: Seit der Reformation – als Martin Luther 1517 seine Thesen ans Tor der Schlosskirche zu Wittenberg hämmerte – ging die Zahl der arbeitsfreien Feiertage von 156 auf 2 zurück. Während die Menschen im vermeintlich düsteren Mittelalter die Hälfte des Jahres die Füße hochlegten, gab es seit der Reformation nur noch den Sonntag sowie Ostern und Weihnachten als arbeitsfreie Tage, den Rest der Zeit wurde geschuftet.

Arbeit war schon in der Bibel ein heiliges Gut, seit Luther aber wurde sie zum gnadenlosen Gottesdienst. Vormals glaubten die Menschen, dass man mit jedem Beruf in der Ständegesellschaft selig werden könne. Es war schlichtweg sinnlos, sich übermäßig abzurackern, solange man seine Arbeit einigermaßen meisterte. Seit der Reformation aber galt: Gottes Wohlwollen will verdient sein. Weltlicher Erfolg galt fortan als untrügliches Zeichen dafür, dass man von Gott auserwählt war – und nicht in der Hölle, sondern im Himmel landete.

Arbeitswille, Erbe der Reformation

»Wenn wir nur unserem Beruf gehorchen, so wird kein Werk so unansehnlich und gering sein, dass es nicht vor Gott bestehen und für sehr köstlich gehalten würde. Unsere Arbeit, unser Broterwerb ist Gottes- dienst und heilig. Müßiggang und Prasserei sind es, die die Menschen verderben. Darum arbeitet fleißig und lebt bescheiden, meidet Rausch, Tanz und Spiel. Das sind die Versuchungen des Teufels.« Diese Worte stammen aus der Feder eines weiteren Arbeitsfanatikers: Johannes Calvin, der die Gedanken Luthers verbreitete und dabei stark zuspitzte.

Vier Jahrhunderte später zeigte der Soziologe Max Weber in seinem Klassiker Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1904), wie sehr die Lehren der Reformation auf die Denk- und Handlungsweise des Kapitalismus Einfluss genommen hatten: Gottes Wege sind unergründlich. Wer wird erlöst und wer nicht? Diese offene Frage empfanden viele als quälend – und sie folgten der »Lösung« Calvins, sich durch harte Arbeit zu empfehlen. Wirtschaftlicher Erfolg, disziplinierter Fleiß und rastlose Arbeit im Diesseits waren von nun an die einzigen Indikatoren für eine Erlösung im Jenseits.

Damit waren Luther und Calvin die Ersten, die den Be- griff der Arbeit durchweg positiv besetzten. Natürlich predigten sie nicht, dass Arbeit Spaß macht. Vielmehr sollten die Menschen Freude am Leid der Arbeit empfinden angesichts der paradiesischen Aussichten, die ihnen verheißen waren, nachdem sie sich zu Tode ge- schuftet hatten. Während Jesus noch ein glücklicher Arbeitsloser war, wurden Faulheit und Zeitvergeudung spätestens jetzt zur buchstäblichen Todsünde.

Der kollektive Sündenfall und die individuelle Tod- sünde der Faulheit verfolgen uns bis heute. Nicht zufällig drohte 2006 der damalige SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering mit den Worten Paulus’: »Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!« Der eigentliche Sündenfall aber ist die Arbeit selbst! Dabei ersetzen die säkularen My- then einfach die vormals religiösen, es gibt ein Recycling des Glaubens: In Zeiten, wo die Menschen immer weniger an Gott und erst recht an die Kirche glauben, ist die Arbeit zur neuen Religion emporgestiegen. Und sie weist alle Merkmale einer Religion auf: unhinterfragte Vergötterung ihres Sinnstifters, Inkaufnahme schmerzhafter Entbehrungen, übersteigerte Symbole und Riten sowie eine rigorose Bestrafung all jener, die partout nicht »glauben« wollen. Wer nicht arbeiten will, muss fühlen.

Artikelbild: © alphaspirit/ Fotolia.com

Der Beitrag Arbeitsfetisch: Bist du (auch) nützlich? erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitsfetisch-bist-du-auch-nuetzlich/feed/ 1
Orientierungshilfe: Finde den Ausbildungsberuf der zu dir passt! http://karriere-einsichten.de/2014/08/orientierungshilfe-fuer-schueler-beruf-der-zu-dir-passt/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/orientierungshilfe-fuer-schueler-beruf-der-zu-dir-passt/#respond Tue, 12 Aug 2014 19:36:02 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6687 Und was machst du so? Kaum eine Party, bei der diese Frage nicht innerhalb der ersten Minuten eines Smalltalks gestellt wird. Wir ziehen einen Grossteil unseres Selbstwertgefühls aus unserer Arbeit, um so wichtiger ist die Ausbildung um später in einem guten Job arbeiten zu können. Schüler können mit dem Berufswahlpass herausfinden, wo ihre Stärken und Interessen liegen

Der Beitrag Orientierungshilfe: Finde den Ausbildungsberuf der zu dir passt! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Und was machst du so? Kaum eine Party, bei der diese Frage nicht innerhalb der ersten Minuten eines Smalltalks gestellt wird. Wir ziehen einen Grossteil unseres Selbstwertgefühls aus unserer Arbeit, um so wichtiger ist die Ausbildung um später in einem guten Job arbeiten zu können. Schüler können mit dem Berufswahlpass herausfinden, wo ihre Stärken und Interessen liegen und sich auf entsprechende Ausbildungsstellen bewerben…

[dropcap]D[/dropcap]er Berufswahlpass ist seit Juli 2014 offizieller Partner der Initiative Bildungsketten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF unterstützt damit noch mehr junge Menschen auf ihrem Weg, sich für einen geeigneten Beruf zu entscheiden. Aktuell werden jährlich über 130.000 Berufswahlpässe durch die Schulen den Jugendlichen an die Hand gegeben. Er ist das meist eingesetzte Medium für die berufliche Orientierung.

„Von der Einbindung des Berufswahlpasses in die Initiative Bildungsketten profitieren die jungen Menschen, weil mit dem Berufswahlpass die verschiedenen Maßnahmen zur Berufsorientierung abgestimmt und aufeinander bezogen werden. Der Berufswahlpass ist ein zentraler Begleiter auf dem Weg in den Beruf“, sagt Anne Roth, Koordinatorin der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass in der Servicestelle Bildungsketten.

Meist eingesetzte Medium für Berufsorientierung

Der Pass begleitet die Jugendlichen u.a. dabei, Betriebspraktika auszuwerten oder den Bewerbungsprozess zu gestalten, Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zu schreiben oder den nächsten Lernabschnitt zu organisieren. Herausgegeben wird der Berufswahlpass von der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass, der 13 Bundesländer, das BMBF und die Bundesagentur für Arbeit angehören.

„Die Koordination der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass durch die Servicestelle Bildungsketten stellt sicher, dass der Berufswahlpass im Schulterschluss mit den Ländern weiterentwickelt und verbindlich eingesetzt wird“, erklärt der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass, Dr. Alfred Lumpe, aus Hamburg.

Als Teil der Initiative Bildungsketten kann der Berufswahlpass von weiteren Akteurinnen und Akteuren aktiv in den Berufswahlprozess eingebunden werden. So können etwa Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter den Berufswahlpass nutzen, um die nächsten Schritte mit den jungen Menschen zu planen oder Ergebnisse aus den Gesprächen über die berufliche Selbsterkundung und berufliche Perspektiven darin zu dokumentieren. Die verschiedenen Stationen des Berufswahlprozesses lassen sich systematisch planen und miteinander verknüpfen.

Artikelbild: © Volker Witt/ Fotolia.com

Der Beitrag Orientierungshilfe: Finde den Ausbildungsberuf der zu dir passt! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/orientierungshilfe-fuer-schueler-beruf-der-zu-dir-passt/feed/ 0
Arbeitgeberwahl: Marke(ting) und Moneten für Consulting-Affine http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitgeberwahl-marketing-und-moneten-fuer-consulting-affine/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitgeberwahl-marketing-und-moneten-fuer-consulting-affine/#comments Tue, 05 Aug 2014 18:30:16 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6627 Unternehmensberatungen rangieren mit Investment-Banken und Dax30-Konzern unter den Top10 der beliebtesten Arbeitgeber für Absolventen. Wie wichtig ist Ihnen eine bekannte Marke auf dem Lebenslauf, welche Rolle spielen die Moneten? Die Kollegen von sqeaker.net haben den Beraternachwuchs gefragt. Wir stellen einige Statements vor… [dropcap]Z[/dropcap]u Beginn ein kleiner Realitätscheck aus dem Brennglas der Generation Y: Zwei Drittel der Consulting-Interessierten erwarten ein

Der Beitrag Arbeitgeberwahl: Marke(ting) und Moneten für Consulting-Affine erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Unternehmensberatungen rangieren mit Investment-Banken und Dax30-Konzern unter den Top10 der beliebtesten Arbeitgeber für Absolventen. Wie wichtig ist Ihnen eine bekannte Marke auf dem Lebenslauf, welche Rolle spielen die Moneten? Die Kollegen von sqeaker.net haben den Beraternachwuchs gefragt. Wir stellen einige Statements vor…

[dropcap]Z[/dropcap]u Beginn ein kleiner Realitätscheck aus dem Brennglas der Generation Y: Zwei Drittel der Consulting-Interessierten erwarten ein Angebot für eine Festanstellung im Anschluss an das Praktikum, ohne erneute Bewerbungsrunden bestehen zu müssen; ein Drittel erhielt diese Karriereoption wirklich. Beim Gehalt siehts ähnlich anders aus: Die Erwartungen an das Gehalt von Consulting-Praktikanten liegen im Schnitt höher als das tatsächlich gezahlte Durchschnittsgehalt.

Bei den Aufgaben muss zwar kaum einer Kaffee kochen, aber das Erstellen von Präsentationen hat den höchsten Praktikumsanteil. Weniger intensiv als erwartet sind der Kundenkontakt sowie das Maß an Eigenverantwortung. Von A nach Z auch noch ein paar Worte zur gedachten Exit-Option: Fast zwei Drittel der Teilnehmer halten eine Tätigkeit bei einem ehemaligen Kunden für die optimale Exit Option. Überrascht?

Fakt ist: Kampf um Top-Talente wird immer wichtiger, auch und gerade bei Consultingfirmen die wie McKinsey damit werben, die Besten (Kunden durch ihre Berater) noch besser zu machen. Die Ergebnisse der squeaker.net-Studie sind auch außerhalb der Consulting-Branche für Employer Branding- und Recruiting-Verantwortliche interessant. Denn: die Bewerberzielgruppe der „Consulting-Affinen“ – gute Noten, gepflegte Umgangsformen, zwei Fremdsprachen, zweiter Hochschulabschluss, Auslandsaufenthalte, „Drive“ – wollen eigentlich alle größeren Unternehmen einstellen.

“ Was ich schon immer zum Thema Arbeitgeberwahl sagen wollte“

  • Die eigene Darstellung und die Darstellung des Unternehmens sollten passen. In einem Auswahlprozess wirst nicht nur du geprüft, sondern du prüfst auch das Unternehmen.
  • Als Absolvent ist es schwierig sich einen richtigen Einblick in dieses riesige Feld zu verschaffen. Die Masse an Möglichkeiten überfordert einen manchmal.
  • Am wichtigsten finde ich persönlich, dass einem die Arbeit Spaß machen sollte (insbesondere auch das Umfeld mit den Kollegen) und man nicht ausschließlich für die Arbeit lebt.
  • Arbeit ist richtig rockig und sexy!
  • Auch das Bauchgefühl zählt!
  • Bei der Wahl der Arbeitgeber ist der persönliche Kontakt eines der wichtigsten und zugleich rarsten Güter.
  • Bei der Wahl eines Arbeitgebers ist mir enorm wichtig, dass das Unternehmen ganzheitlich zu mir als Arbeitnehmer passt.
  • Company Benefits, sowie eine gute Atmosphäre sind mir sehr wichtig, dann arbeite ich auch gern und automatisch länger.
  • Das Gesamtpaket aus Arbeitsklima, Unternehmenskultur, Gehalt und zukunftsorientierten/internationalen Aktivitäten sollte stimmen.
  • Das Image eines Arbeitgebers fällt sehr ins Gewicht bei der Auswahl der passenden Stellen.
  • Der Arbeitgeberwahlprozess verändert sich dramatisch. Die Studenten sind wohlbehütet aufgewachsen und es fehlte ihnen an nichts. Das Thema Selbstverwirklichung und Work-Life Balance ist daher weit bedeutender als z.B. das Thema Arbeitsplatzsicherheit.
  • Der Mittelstand wird immer attraktiver. Bei großen Unternehmen und Beratungen besteht kaum die Möglichkeit noch große Veränderungen/Innovationen zu begründen.
  • Die Karriereoptionen, die den Absolventen heutzutage zur Verfügung stehen sind überragend. Arbeitgeber sollten authentisch sein und eine Wertekultur leben, um attraktiv zu sein.
  • Ehrliche, kontrollierte und anonyme Erfahrungsberichte auf squeaker.net sind eine wichtige und sinnvolle Hilfe im Bewerbungsprozess bzw. bei der Auswahl interessanter Arbeitgeber.
„Geld ist nicht alles“, eine der Karriere-Einsichten der Consulting-Excellence-Studie…
  • Eine gelungene Recruiting-Veranstaltung kann mich als Absolvent deutlich in meiner Arbeitgeberwahl beeinflussen.
  • Für mich persönlich bilden Effizienz, flache Strukturen, Kontinuität und sehr gute Teamarbeit die wichtigsten Punkte. Sollten dann noch die zu mir passenden Werte vertreten werden, ist es ein für mich in Frage kommender Arbeitgeber.
  • Gehalt wird überbewertet – denn nichts ist wichtiger als eine Unternehmensstruktur in der sich gegenseitig geholfen wird und wo es in 90% der Fälle Spaß macht morgens ins Büro zu kommen.
  • Ich empfehle den Einstieg bei Hidden Champion Beratungen. Der Beratungsmarkt in Deutschland verändert sich extrem, und außer den Top Beratungen (Bain & Company, McKinsey, Boston Consulting Group) werden sich nicht mehr viele mit ausschließlicher Strategieberatung über Wasser halten können. Die persönlichen Entwicklungschancen sind bei den Hidden Champions wesentlich höher (siehe z.B. OC&C, h&z Unternehmensberatung, Barkawi).

Ich liebe neue Challenges!

  • Ich liebe Recruiting-Events! Aber bitte nicht immerzu diese wahnsinnig umfangreichen Bewerbungen dafür, dass schafft man neben dem Studium einfach nicht. Ich würde gerne öfter teilnehmen, aber mit dem Bewerbungsaufwand geht das nicht!
  • Ich stelle mir drei Fragen: 1. Passe ich zu dem Unternehmen/der Unternehmenskultur? 2. Wie schnell kann ich mich entwickeln und Verantwortung übernehmen? 3. Welche Möglichkeiten gibt es, international tätig zu sein?
  • Ich verbringe viel Zeit im Büro, deswegen nehme ich mir auch ausreichend Zeit meinen künftigen Arbeitsplatz auszuwählen.
  • Macht euch den Bewerbern sympathisch!
  • Man sollte nicht zu sehr auf den jeweiligen Universitätsschnitt schauen und lieber auf Einstellungstests und Assessment Center zurückgreifen, da einem sonst viele mögliche Talente entgehen.
  • Man sollte sich ein genaues Bild von jeder Firma machen bevor man sich bewirbt. Deshalb habe ich mich auf www.squeaker.net angemeldet denn dort findet man ‚Insider Wissen‘ direkt von den Usern.
  • Meine Generation der Absolventen sehnt sich nicht nach Jobs bei denen man 65 Stunden die Woche arbeiten muss, sondern nach Jobs wo man eine gute Work-Life Balance haben kann sodass man auch Zeit hat anderen schönen Dingen im Leben nachzugehen. Generell würde ich sagen das den meisten 4 Punkte besonders wichtig sind: Balance, Gehalt, Karriere Progression, Arbeitsklima. Andere Faktoren wie Internationalität oder Engagement für soziale Projekte sind sehr individuelle Faktoren, aber diese 4 sind sehr wichtig.
  • Mir ist es wichtig morgens aufzustehen.
  • Money doesn’t take it all.[pullquote align=“right“]“Money doesn’t take it all.“[/pullquote]
  • Persönlicher Kontakt zu Beratern ist beim Einstieg Gold wert.
  • Sehr komplizierte und aufwändige Online-Bewerbungstools führen manchmal dazu, sich gar nicht mehr zu bewerben.
  • squeaker.net erleichtert mir die Arbeitgeberwahl deutlich
  • Unabhängige Bewertungen und Erfahrungsberichte wie auf squeaker.net sind unbezahlbar.
  • Unternehmenskultur und gehaltvolle Arbeit sind wichtiger als Gehalt oder Work/Life-Balance.
  • Verantwortung übernehmen zu dürfen ist deutlich wichtiger als Geld.
  • Wichtig ist, dass man eine Stelle in einem Unternehmen findet in welchem Leute arbeiten mit denen man 8-16 Stunden pro Tag zusammenarbeiten möchte.
  • Wichtig ist ein kollegiales, aber auch professionelles Umfeld, welches einen unterstützt und weiterbringt.
  • Wichtig sind vor allem Empfehlungen von Freunden und eigene Erfahrungen!

Artikelbild: © rico287/ Fotolia.com

Der Beitrag Arbeitgeberwahl: Marke(ting) und Moneten für Consulting-Affine erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/arbeitgeberwahl-marketing-und-moneten-fuer-consulting-affine/feed/ 3
Talentauswahl: Perlen finden statt Klone casten http://karriere-einsichten.de/2014/08/talentauswahl-perlen-finden-statt-klone-casten/ http://karriere-einsichten.de/2014/08/talentauswahl-perlen-finden-statt-klone-casten/#comments Fri, 01 Aug 2014 09:37:09 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6636 Wie können Unternehmen nicht nur anders, sondern besser und erfolgreicher sein? Sabine Hübner und Carsten Rath beschäftigen sich in ihrem Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein“ unter anderem mit Talentauswahl und der Frage, ob Fachkräftemangel auch Talentemangel impliziert. Ein Auszug… [dropcap]N[/dropcap]un: Wir könnten jetzt einstimmen in das große Gejammer namens „Fachkräftemangel“ und Ihnen versichern, dass Sie nur

Der Beitrag Talentauswahl: Perlen finden statt Klone casten erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wie können Unternehmen nicht nur anders, sondern besser und erfolgreicher sein? Sabine Hübner und Carsten Rath beschäftigen sich in ihrem Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein“ unter anderem mit Talentauswahl und der Frage, ob Fachkräftemangel auch Talentemangel impliziert. Ein Auszug…

[dropcap]N[/dropcap]un: Wir könnten jetzt einstimmen in das große Gejammer namens „Fachkräftemangel“ und Ihnen versichern, dass Sie nur deshalb noch keinen exzellenten Service bieten, weil es sie in unserer mindestens vom Aussterben bedrohten Bevölkerung gar nicht gibt, die exzellenten Fachkräfte. Dass Sie gar nichts dafür können, wenn Ihr Unternehmen noch meilenweit weg ist von Service-Excellence. Dass die Lage also aussichtslos ist. Das tun wir aber nicht.
Sag mir, wo die Fachkräfte sind

Denn zum Glück wissen wir genau wie Sie, dass das Unsinn ist. Fachkräftemangel gibt es zwar tatsächlich. Aber nur in wenigen Branchen und Regionen, ansonsten handelt es sich um Medienrummel und um ein wunderbares PR-Argument für alle, die ihre Brötchen mit Personalfragen und Demografieprognosen verdienen – und das sind viele.

Fakt ist: Exzellente Fachkräfte sind da

Sie schauen nur manchmal ein wenig anders aus als die Klischeevorstellung einiger Personaler. Wir hatten zum Beispiel einmal einen Bewerber aus China, der kaum ein Wort Deutsch sprach. Alles, was er konnte, hatte er sich selbständig mit Online-Programmen beigebracht. Doch er war wild entschlossen, in Deutschland eine Ausbildung und dann Karriere in der Hotelbranche zu machen. Er überzeugte uns.

Und nach der Ausbildung zeigte sich: Er war nicht nur in Sachen Service sehr viel besser als seine einheimischen Kolleginnen und Kollegen, sondern übertrumpfte sie außerdem im Fach Rechtschreibung – und schloss seine Prüfungen als bester Absolvent des gesamten Bundeslandes ab. Zugegeben: Hier waren wir ein Risiko eingegangen – und es hat sich gelohnt. Wir haben gewagt und gewonnen. Und einmal mehr gesehen: Leidenschaft und Passion sind ein enorm starker Motor. Alles lässt sich trainieren, aber nicht diese Haltung. Der junge Kandidat hat übrigens wirklich Karriere in der Hotelbranche gemacht.

[pullquote align=“right“]“Gewöhnliche Methoden spülen gewöhnlich geföhnte Bubis und Barbie-Puppen im Business-Look ins Unternehmen. Durchschnitt statt Excellence.“[/pullquote]Um es einmal zuzuspitzen: Die Zahl der rasend gut aussehenden, blutjungen, top ausgebildeten Bewerber aus gutem Hause mit reichlich Auslandserfahrung, vier verhandlungssicheren Sprachen und Doppelstudium ist begrenzt. Und: Außergewöhnliche Bewerber lassen sich nicht mit gewöhnlichen Recruitingmethoden finden. Denn gewöhnliche Methoden spülen gewöhnlich „geföhnte Bubis und Barbie-Puppen im Business-Look“ ins Unternehmen. Durchschnitt statt Excellence.

Auswahlkriterien nach Unternehmensrelevanz

Nun gibt es Unternehmer, die denken sich: „Okay, dann wähle ich Kandidaten möglichst quer gedacht aus, vielleicht bei einer Wanderung in den Alpen, auf einer Lego-Baustelle oder in einem Internet-Ballerspiel!“ Alle diese Fälle gibt es tatsächlich! Nur fürchten wir, dass Unternehmen auch damit nicht wirklich weiter kommen. Denn quer gedacht ist noch lange nicht richtig gedacht. Kreativ gedacht ist nicht zwingend relevant gedacht. Und anders denken heißt noch lange nicht, den Nagel auf den Kopf treffen. Anders ist nicht gleich relevant. Denn was sagt ein Gipfelsturm, eine Legomonumentalbauplanung oder der Sieg über den endboss über Excellence im Job aus? Nichts. Gar nichts.

Buch "Das beste Anderssein ist Bessersein" kaufen...
Wer will das nicht: gut aussehende, überaus motivierte Strahlemänner (und -frauen) im Büro. Was man dafür unternehmen bzw. unterlassen muss…

Besser erscheinen uns da die Strategien, die anders mit relevant verbinden: So sucht das Softwareunternehmen SAP aktuell gezielt nach begabten Autisten für spezielle Programmierarbeiten. Und das Projekt „discovering hands“® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Frauen im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein.

Das Problem: In vielen Unternehmen wurden weder relevante Kriterien noch strategische Konzepte rund um das Thema Talentauswahl festgelegt. Vor lauter Ratlosigkeit werden dann Bewerber eingestellt, die gute Noten mitbringen. Nach dem Motto: Ein gutes Testsiegel ist ein guter Anfang. Aber heißt eine volle Punktzahl in Altgriechisch, dass der Kandidat Sinn für Service-Excellence mitbringt? Natürlich nicht.

Immer wieder werden auch Bewerber eingestellt, die so sind wie alle anderen Mitarbeiter. Insbesondere so, wie der auswählende Interviewer. Oder wie der Chef. Stellen Sie sich das mal auf dem Fußballfeld vor: Elf Stürmer, oder noch schlimmer, elf Torwarte. Der Moment des Wiedererkennens eines alten Musters löst ein angenehmes Gefühl im Personalerbauch aus – dem ein oder anderen reicht das schon als Indiz.

Gleich und Gleich gesellt sich (nicht) immer gern

So kommt es, dass in einer Firma lauter erbsenzählende Biedermänner unterwegs sind und in der nächsten Firma lauter innovative Chaoten – und sich die Ersten über ihre geringe Innovationskraft beklagen, während sich die Zweiten wundern, warum sie die Finanzen nicht in den Griff bekommen. Das ist auch der Grund dafür, dass in vielen Unternehmen alle Mitarbeiter aus der gleichen sozialen Schicht stammen. Sie bekommen auch mit schlechteren Qualifikationen die Jobs, „weil sie den richtigen Anzug getragen und gewusst haben, auf welche Art von Small Talk der Personalchef anspringt“.42

Fakt ist: Mit dem Prinzip „Musterschüler“ und mit der Methode „Gleich und gleich gesellt sich gern“ – manche sprechen auch von „ähnlichem Stallgeruch“ – finden Unternehmen gerade nicht solche Kandidaten, mit denen sich Service-Excellence leben lässt. Nur mehr vom Gleichen.

[accordion]
[acc title=“Infofilmchen (Agentur)“]
[cf „snack“]
[/acc]
[acc title=“Lexikonlese (Wikipedia)“]

„Talentmanagement kann als Reaktion auf veränderte Bedingungen in den globalen Märkten verstanden werden, die insgesamt zu einem schärfer werdenden Wettbewerb um qualifizierte und talentierte Mitarbeiter beitragen:

  • Der demografische Wandel führt zunehmend zu einem Mangel an Fach- und Führungskräften vorwiegend in den westlichen Industrieländern.
  • Der Wandel hin zur Wissensgesellschaft weckt einen gesteigerten Bedarf an qualifizierten und kreativen Mitarbeitern
  • Innovation und Innovationsfähigkeit entwickelte sich in den westlichen Industrieländern zum entscheidenden Faktor für Wettbewerbsfähigkeit. Damit einher geht ein besonderer Bedarf an innovationsfähigem Personal“

[/acc]
[acc title=“Sichtweise (Autor/in)“]Sabine Hübner und Carsten K. Rath sind das Gründerduo von RichtigRichtig.com – einer Management- und Unternehmensberatung mit Fokus auf Leadership- und Service-Excellence. Als Impulsgeber steht RichtigRichtig.com Unternehmen von der Beratung über die Strategieentwicklung bis hin zur Umsetzung und Qualitätsmessung zur Seite…
[/acc]
[/accordion]

Artikelbild: © Andriy Petrenko – Fotolia.com

Der Beitrag Talentauswahl: Perlen finden statt Klone casten erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/08/talentauswahl-perlen-finden-statt-klone-casten/feed/ 2
Arbeitsplatz: Chef, so sieht mein Traum-Office aus! http://karriere-einsichten.de/2014/07/arbeitsplatz-chef-so-sieht-mein-traum-office-aus/ http://karriere-einsichten.de/2014/07/arbeitsplatz-chef-so-sieht-mein-traum-office-aus/#comments Thu, 24 Jul 2014 09:00:45 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6620 Wer sich im Job wohlfühlt, bringt bessere Leistungen. Wir haben Fakten gesammelt, worauf Arbeitnehmer Wert legen, was ihnen im Job fehlt und wo sie bei der Bürogestaltung Luft nach oben sehen. Christoph Weissenböck berichtet… [dropcap]M[/dropcap]achen Sie kurz den Selbstcheck: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem aktuellen Arbeitsplatz? Fehlt es Ihnen manchmal an der nötigen Ruhe?

Der Beitrag Arbeitsplatz: Chef, so sieht mein Traum-Office aus! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Wer sich im Job wohlfühlt, bringt bessere Leistungen. Wir haben Fakten gesammelt, worauf Arbeitnehmer Wert legen, was ihnen im Job fehlt und wo sie bei der Bürogestaltung Luft nach oben sehen. Christoph Weissenböck berichtet…

[dropcap]M[/dropcap]achen Sie kurz den Selbstcheck: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem aktuellen Arbeitsplatz? Fehlt es Ihnen manchmal an der nötigen Ruhe? Haben Sie genug Licht? Fühlen Sie sich wohl? Fragen, die man vom eigenen Vorgesetzten eher selten gestellt bekommt – die aber von Zeit zu Zeit aufs Tapet kommen sollten.

Optimum: Ein Büro wie zuhause

Eine aktuelle karriere.at-Studie, durchgeführt von marketagent.com, hat die Stimmung der Österreicher hinsichtlich ihrer Bürosituation erhoben und sie gefragt, was sie sich von ihrem absoluten Traum-Office erwarten. Die Antworten zeigen, dass es Grundbedürfnisse sind, die das Ranking der Wünsche anführen.

Anders gesagt: Das, was im Eigenheim meist wichtig ist, sollte auch ein Büro haben. 23 Prozent nennen helle Räume, 15,5 Prozent größtmögliche Ruhe und 14,9 Prozent viel Platz als wichtigste Kriterien eines perfekten Arbeitsplatzes. Ebenfalls unter den Top-Five sind ein gutes Raumklima (10,8 Prozent) und Zimmerpflanzen (9,6 Prozent).

Grundsätzlich glücklich, aber…

Das Studienergebnis, für das 509 in Büro arbeitende Österreicher zwischen 20 und 65 Jahren befragt wurden, dürfte die Arbeitgeberseite in erster Linie freuen, denn ganz grundsätzlich fühlt sich die heimische Workforce wohl am Arbeitsplatz: Drei von vier sehen ihr Office positiv (36,5 Prozent sogar „sehr“), nur ein knappes Fünftel ist hier ambivalent und überhaupt nur 3,5 Prozent sagen, dass sie mit ihrer Arbeitsumgebung überhaupt nicht zufrieden sind.

Junge und Manager fühlen sich am wohlsten

Was hier besonders ins Auge sticht, ist, dass sich junge Arbeitnehmer, genauer gesagt die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen an ihren Arbeitsplätzen überdurchschnittlich wohl fühlen – bei den Kollegen über 50 fällt dieser Wert hingegen massiv. Ebenfalls spannend: Führungskräfte fühlen sich zu 42,9 Prozent sehr wohl, bei ihren Untergebenen liegt dieser Wert jedoch lediglich bei 34,3 Prozent.

Woran es hapert …

Dass nicht alles eitel Wonne ist, erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von marketagent.com: „Der Detailblick auf den Arbeitsplatz und dessen Ausstattung zeigt, dass durchaus noch in einigen Bereichen Potenzial besteht. So werden beispielsweise Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz, ausreichende Beleuchtung und ein optimaler Schreibtischsessel von jeweils über 65 Prozent der Befragten als sehr wichtig erachtet.

Im Vergleich dazu gibt nicht einmal jeder Zweite an, dass diese Aspekte auch in zufriedenstellendem Ausmaß auf den derzeitigen Arbeitsplatz zutreffen. Es können beispielsweise lediglich 29,3 Prozent voll und ganz bestätigen, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz gut konzentrieren können.“

[accordion]
[acc title=“Infofilmchen (Agentur)“]
[cf „snack“]
[/acc]
[acc title=“Lexikonlese (Wikipedia)“]

„Der Arbeitsplatz ist jene Stelle im Betrieb, einer Verwaltung oder einer Organisation, an welcher ein abhängig Beschäftigter seine im Rahmen des Arbeitsverhältnisses geschuldete Tätigkeit erbringt. Der zu Grunde liegende Arbeitsvertrag kann ferner die Vereinbarung eines bestimmten Arbeitsortes (das sind beispielsweise eine Gemeinde, eine Stadt, ein Einödhof usw.) enthalten. Als Arbeitsplatz wird umgangssprachlich der Ort, das Unternehmen oder die Position bezeichnet, an dem ein Arbeitnehmer in einer sozialversicherungspflichtigen (auch geringfügig beschäftigten oder als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme finanzierten) Tätigkeit beschäftigt ist. Die selbstständige Beschäftigung wird landläufig nicht als „Arbeitsplatz“ bezeichnet.“

[/acc]
[acc title=“Sichtweise (Autor/in)“] Christoph Weissenböck ist bei karriere.at, Österreichs größtem Jobportal, für Unternehmenskommunikation zuständig. Unter anderem schreibt er auch für das karriere.blog über Themen aus der HR- und Karrierewelt…
[/acc]
[/accordion]

Artikelbild: © GG-Berlin/ pixelio.de

Der Beitrag Arbeitsplatz: Chef, so sieht mein Traum-Office aus! erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/07/arbeitsplatz-chef-so-sieht-mein-traum-office-aus/feed/ 1
Pflegebranche: Pro & Contra der Berufsausbildung http://karriere-einsichten.de/2014/07/pflegebranche-pro-contra-der-berufsausbildung/ http://karriere-einsichten.de/2014/07/pflegebranche-pro-contra-der-berufsausbildung/#comments Wed, 23 Jul 2014 11:23:33 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6623 Mit jedem Jahr mehr Pflegebedürftige in unserem Land. Die veraltete deutsche Gesellschaft braucht dringend mehr und vor allem professionelles Pflegepersonal, hat sie aber (noch) nicht. Grund: Die junge Generation hat keine Lust mehr, eine Ausbildung im Pflegebereich zu beginnen. Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengefasst, es doch zu wagen… [dropcap]V[/dropcap]iele junge Leute assoziieren eine Arbeit als Pfleger/in

Der Beitrag Pflegebranche: Pro & Contra der Berufsausbildung erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Mit jedem Jahr mehr Pflegebedürftige in unserem Land. Die veraltete deutsche Gesellschaft braucht dringend mehr und vor allem professionelles Pflegepersonal, hat sie aber (noch) nicht. Grund: Die junge Generation hat keine Lust mehr, eine Ausbildung im Pflegebereich zu beginnen. Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengefasst, es doch zu wagen…

[dropcap]V[/dropcap]iele junge Leute assoziieren eine Arbeit als Pfleger/in mit viel anstrengender und harter Arbeit und niedriger Vergütung. Früher sagte man, dass die Arbeit von Pflegearbeitskräften auf das Folgen von Anweisungen des Ärzten, Leeren von Nachttöpfen und Kümmern von Senioren konzentriert war.

Die falschen Vorstellungen von einem Job im Pflegebereich

Viele dachten auch daran, dass ein Job im Pflegebereich nur für diejenigen, die Pech beim Studium gehabt und schlechte Kenntnisse im Bereich der Medizin bekommen haben, ist.

Dazu verstehen viele junge Leute, dass dieser Beruf in der Pflege nicht sehr populär ist. Aber die Bundesregierung bemüht sich, diese Situation zu verbessern und mehr Vergünstigungen bei der Ausbildung der jungen Generation anbietet.

Wie Pflegebranche attraktiver machen?

Man erlebt einen Mangel von jungen Leuten bei der Ausbildung im Pflegebereich. Die Bundesregierung hat sich beschlossen, eine Reform der Pflegebranche umzusetzen. Auf solche Weise hofft man mehr junge Menschen anzuziehen.

Die Reform besteht aus solchen Punkten: der kostenfreien Ausbildung im Pflegebereich, Kombination von Allgemeinwissen mit anderen Spezialfächern und einer Wechsel zwischen verschiedenen Pflegebereichen.

Optionen zur Ausbildung im Pflegebereich?

​Es gibt fünf Ausbildungsarten im Pflegebereich, darunter Heilerziehungspflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Auf solche Weise bietet Deutschland mehr Möglichkeiten bei der Pflegeausbildung im Vergleich mit anderen europäischen Ländern.

[pullquote align=“right“]“Optional studiert man Pflegemanagement, Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik.[/pullquote]Pflege als Studienfach wurde an vielen Fachhochschulen und einigen Universitäten eingeführt. Optional studiert man Pflegemanagement, Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik. Die Anforderungen an medizinische Fachkräfte sind hoch. Man arbeitet im Team – der Pfleger mit dem Arzt.

​Was sollen Pfleger beruflich machen?

In der Regel setzt ein Studium für das Pflegepersonal drei Jahre voraus. Es besteht aus zwei Teilen: ein schulischer (das Studium an Berufsfachschulen) und praktischer (Krankenhäuser). Beim Studium im Pflegebereich verdient ein Auszubildender bereits Geld. Jobs finden sich bei Portalen wie Jobtonic, hier eine Auswahl für Berlin und anderen Webseiten.

Klar, dass die Pflegeausbildung gute und schlechte Seiten hat:

Vorteile der Pflegeausbildung

Der Hauptvorteil der Pflegeausbildung ist ein Umgang mit Menschen. Von der sozialen Seite ist dieser Job sehr menschlich. Man kümmert sich um die kranken und alten Leute, die hilflos sind und auf die Hilfe und das Verständnis von anderen hoffen.

Der andere Vorteil liegt an der Vielseitigkeit dieses Berufes. Der Pflege soll immer viel zu tun. Die Aufgaben sind mannigfaltig. Zusätzlich kann ein Aufgabengebiet unterschiedlich sein. Es hängt von der Spezifika des Pflegebereiches ab. Der Gesundheits- und Krankenpfleger soll den Patienten medizinische Versorgung leisten, beim Altenpflegen soll man sich um den Alltag von Patienten kümmern.

Nachteile der Pflegeausbildung

Als Hauptnachteil steht auf dem ersten Platz die schlechte Bezahlung. Das Pflegepersonal ist (fast) immer unterbezahlt.

Diese Arbeit ist psychisch und körperlich anstrengend. Als Pfleger soll man physische Kräfte haben, um der kranken oder alten Person mit der Bewegung zu helfen. Was die psychische Anstrengung angeht, bleibt man immer sehr nah mit dem menschlichen Kummer und Tod.

Die Arbeit vom Pfleger in drei Wechselschichten bringt mehr Stress. Die Arbeit in den Nächten ist sehr schädlich für den menschlichen Körper.

Leider kann man bei dieser Arbeitsstelle die medizinische Bürokratie nicht vermeiden. Man soll immer alle medizinische Unterlagen mit Vorschriften des Arztes ausfüllen. Diese Prozedur nimmt mehr Zeit und bringt Stress.

Immer mehr Zeit in der Pflege fließt in die bürokratische Erfassung der Arbeit. Es wird ganz genau festgehalten, wie es dem Patienten geht, welche Medikamente er erhält und was bei der Pflege festgestellt wurde. Mit dieser Aufgabe ist ein Pflegender mehrere Stunden am Tag beschäftigt. Das ist Zeit, die im Umgang mit dem Menschen später fehlt.

[accordion]
[acc title=“Infofilmchen (Agentur)“]
[cf „snack“]
[/acc]
[acc title=“Lexikonlese (Wikipedia)“]

„Für die Pflegebranche können durch eine Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nach § 11 AEntG verbindliche Mindestarbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Branche, insbesondere ein Mindestlohn, festgelegt werden. Der Inhalt der Mindestarbeitsbedingungen wird dabei abweichend von anderen Branchen nicht in einem Mindestlohntarifvertrag festgelegt, sondern von einer Kommission vorgeschlagen, der Gewerkschaften und nicht kirchliche Pflege-Arbeitgeber sowie Dienstgeber und Dienstnehmer der Kirchen angehören. Bisher wurden allerdings noch keine Mindestarbeitsbedingungen für die Branche festgelegt.“

[/acc]
[/accordion]

Artikelbild: © Jan Thomas Otte

Der Beitrag Pflegebranche: Pro & Contra der Berufsausbildung erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/07/pflegebranche-pro-contra-der-berufsausbildung/feed/ 3
WhatsApp: Chatten mit dem Chef http://karriere-einsichten.de/2014/06/whatsapp-chatten-mit-dem-chef/ http://karriere-einsichten.de/2014/06/whatsapp-chatten-mit-dem-chef/#comments Fri, 06 Jun 2014 06:58:45 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6613 Jogi Löw fand das Spiel gegen Polen verbesserungswürdig. Und schickt das „seinen Jungs“ mal eben via WhatsApp rüber. Die deutsche Nationalmannschaft kommuniziert mittlerweile mit ihrem Chef über den Nachrichtendienst. Viele andere schicken ebenso Kurznachrichten hin und her, arbeitsbedingt. Aber aufgepasst: Es gibt Spielregeln. Julia Bergner hat die wichtigsten zusammengefasst… [dropcap]W[/dropcap]hatsApp ist als Kurzmitteilungsdienstleister mittlerweile fest

Der Beitrag WhatsApp: Chatten mit dem Chef erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Jogi Löw fand das Spiel gegen Polen verbesserungswürdig. Und schickt das „seinen Jungs“ mal eben via WhatsApp rüber. Die deutsche Nationalmannschaft kommuniziert mittlerweile mit ihrem Chef über den Nachrichtendienst. Viele andere schicken ebenso Kurznachrichten hin und her, arbeitsbedingt. Aber aufgepasst: Es gibt Spielregeln. Julia Bergner hat die wichtigsten zusammengefasst…

[dropcap]W[/dropcap]hatsApp ist als Kurzmitteilungsdienstleister mittlerweile fest etabliert in der Arbeitswelt. Der Gebrauch des Instant-Messaging-Service hat durchaus Vorteile: Die Idee, die einem beim Sonntagsspaziergang kommt, ist via WhatsApp schnell versendet und geht nicht beim anschließenden Grillen im heimischen Garten zwischen Steaks und Bratwürsten wieder verloren. Der kranke Kollege kann sich durch die Fotos von der verpassten Präsentation, die wir über den Dienst verschicken, auf dem Laufenden halten.

Aber man kann auch in eine ganze Reihe Fallen tappen. Deshalb hier eine kleine Gebrauchsanweisung, damit die Kommunikation mit den Vorgesetzten und Mitarbeitern fachlich sauber und professionell bleibt:

Hauptsache professionell

1. Bei Facebook sind wir inzwischen fast alle mit unseren Kollegen, dem unmittelbaren Vorgesetzten oder sogar dem obersten Boss befreundet. Wir wissen, wie wir sie in Gruppen schieben, denen gewisse Partyfotos oder Posts verborgen bleiben. Auch bei WhatsApp kann man (bei Apple relativ einfach, bei Android mit einem gewissen Aufwand) die Funktion „war zuletzt online um …“ ausschalten. Schließlich braucht unser Chef nicht unbedingt zu wissen, dass wir die letzte Nacht bis halb zwei mit unserer besten Freundin gechattet haben.

2. Die gleiche Funktion ist auch dienlich bei der Frage: Bis wann muss ich die Anfragen meiner Vorgesetzten beantworten? Grundsätzlich haben wir natürlich eine vorgegebene Arbeitszeit. Sollte sich der Boss danach noch melden, liegt es im eigenen Ermessen, ob die Beantwortung der Nachricht noch dringlich ist. Entscheidest Du dich für „Nein“ und der Boss hat aber den zweiten Haken hinter seinem Satz gesehen, könnte das unter Umständen kein gutes Licht auf Dich werfen.

3. Die automatische Worterkennung ist eine tolle Erfindung. Leider errät sie nicht immer sofort den Begriff, den wir meinen. Auch die Groß- und Kleinschreibung will überprüft werden. Auf die Schnelle vergessen wir oft, dass man Nomen groß schreibt. Deshalb (auch wenn’s billig klingt): Vor dem Abschicken immer die Rechtschreibung checken!

4. Unser Chef ist nicht unser Freund. Auch wenn wir mit ihm vertraut sind, uns eventuell sogar duzen: Die meisten Leitungspersönlichkeiten in deutschen Firmen legen laut Umfragen Wert auf Etikette. [pullquote align=“right“]“Eine Nachricht an den Boss via WhatsApp beginnt mit korrekter Anrede und schliesst mit einer Abschlussformel, wie die Email im Büro.“[/pullquote]Eine Nachricht an den Boss via WhatsApp beginnt mit korrekter Anrede und schliesst mit einer Abschlussformel, wie die Email im Büro.

5. WhatsApp kennt über 350 verschiedene Smileys – auch Emoticons genannt. Du kennst bestimmt auch die Nutzer, die mit den kleinen Gesichtern nur so um sich schmeißen – oder Du bist selber einer von ihnen. In der Kommunikation mit Arbeitskollegen und Chefs empfiehlt es sich allerdings, die Finger von heulenden, lachenden oder Beifall klatschenden Fratzen zu lassen.

Missverständnisse meiden

6. Aus unserer privaten Nachrichtenversendung kennen wir das Gefühl: Er hat uns total missverstanden! Das haben wir um Himmels Willen doch gar nicht so gemeint! Deshalb solltest Du bei der Business-Verwendung von WhatsApp daran denken: Formuliere immer kurz, prägnant und absolut unmissverständlich. Nur reine Fakten transportieren. Dann kann am wenigsten schief gehen. So braucht man übrigens auch keine Smileys.

7. Der große Vorteil von WhatsApp: Man kann Fotos verschicken. Das große Problem: Nicht alles ist sinnvoll. Ein Foto von einer Präsentation für den kränkelnden Kollegen oder als Gedächtnisstütze – na klar. Ein Bild vom blühenden Rapsfeld, nachdem man die Eine-Million-Euro-Idee mitgeteilt hat – vielleicht dann eher doch nicht. Deshalb in aller Regel: Keine Schnapp-Schüsse versenden.

[accordion]
[acc title=“Infofilmchen (Agentur)“]
[cf „snack“]
[/acc]
[acc title=“Lexikonlese (Wikipedia)“]

„Mittlerweile (Stand: März 2013) werden über Whatsapp täglich mehr als siebzehn Milliarden Nachrichten verschickt.Damit konnte die Zahl der täglichen Nachrichten binnen zehn Monaten (Oktober 2011 bis August 2012) mehr als verzehnfacht werden. Laut App Monitor Deutschland des Magazins Focus nutzten im September 2012 rund 42,9 Prozent der befragten Android-Smartphone-Nutzer den WhatsApp-Messenger. Whatsapp hat in Deutschland nach eigenen Angaben vom 16. Januar 2014 mehr als 30 Millionen aktive Nutzer.“

[/acc]
[acc title=“Sichtweise (Autor/in)“] Julia Bergner machte ihr “Volo” bei der Nachrichtenagentur idea spektrum. Sie hat zu diesem Thema mit einigen Leuten gesprochen. Und anschliessend Vorteile, Nachteile und eine Art Verhaltenskodex zusammengefasst…
[/acc]
[/accordion]

Artikelbild: © Joachim Kirchner/ pixelio.de

Der Beitrag WhatsApp: Chatten mit dem Chef erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>
http://karriere-einsichten.de/2014/06/whatsapp-chatten-mit-dem-chef/feed/ 3
Karriere über Leichen: Jenseits von Böse http://karriere-einsichten.de/2014/05/karriere-ueber-leichen-jenseits-von-boese/ http://karriere-einsichten.de/2014/05/karriere-ueber-leichen-jenseits-von-boese/#comments Fri, 30 May 2014 16:06:25 +0000 http://www.karriere-einsichten.de/?p=6476 Karriere über Leichen? Mehr als ein Sprichwort: Nichts schockiert so sehr wie die Abgründe menschlicher Realität. Uta Eisenhardt hat als Gerichtsreporterin viele verrückte Geschichten mitbekommen und auf 300 Seiten in einem Buch zusammengefasst. Hier ein Auszug des Realitätskrimis… [dropcap]S[/dropcap]o viel noch vorab: Uta Eisenhardt wirft einen Blick hinter sonst verschlossene Türen, in den Maßregelvollzug, wo psychisch

Der Beitrag Karriere über Leichen: Jenseits von Böse erschien zuerst auf Karriere-Einsichten.

]]>

Karriere über Leichen? Mehr als ein Sprichwort: Nichts schockiert so sehr wie die Abgründe menschlicher Realität. Uta Eisenhardt hat als Gerichtsreporterin viele verrückte Geschichten mitbekommen und auf 300 Seiten in einem Buch zusammengefasst. Hier ein Auszug des Realitätskrimis…

[dropcap]S[/dropcap]o viel noch vorab: Uta Eisenhardt wirft einen Blick hinter sonst verschlossene Türen, in den Maßregelvollzug, wo psychisch kranke Verbrecher oft für immer weggesperrt werden. Sie spricht mit Tätern, Richtern und Gutachtern über unfassbare Verbrechen, bei denen Vorstellungskraft und Recht an ihre Grenzen stoßen.

Christian hegte große Hoffnungen, sich wieder einmal verlieben zu können. In die junge, hübsche Franziska aus dem Internet-Forum, die davon träumte, entführt, gewürgt und vergewaltigt zu werden. Er war fast doppelt so alt wie sie, ein promovierter Wissenschaftler. Franziska genoss seine Aufmerksamkeit. Sie lenkte sie ab von ihren Problemen am Arbeitsplatz, einer kürzlich beendeten Beziehung und von den Eltern, die sie nicht zu verstehen schienen.

Vier Monate lang chatteten die beiden intensiv, dann verabredeten sie sich. Sie wollten gemeinsam ihre Fantasien ausleben. Franziska ahnte nicht, dass Christian nicht nur ein Anhänger von mehr oder weniger gewöhnlichen Sadomaso-Spielen war. Seit Jahren erwarb er regelmäßig nekrophile Pornos, die zeigten, wie Männer ihre Sexualpartnerinnen auf grausame Art töteten und sich dann an ihnen vergingen.

Als das Paar sich schließlich traf, bat Franziska ihn, sie zu „überfallen“, Christian sollte sie etwa dreißig Sekunden lang würgen und anschließend „vergewaltigen“. Aus dem inszenierten Spiel wurde tödlicher Ernst. Christian verlor jede Kontrolle über sein Handeln. Das, was er seit Jahren fantasiert hatte, wurde Wirklichkeit. Als er wieder klar denken konnte, war es zu spät. Er konnte nicht begreifen, was er getan hatte. Am liebtsten wollte er sterben. Sein Leben erschien ihm sinnlos.

Der psychiatrische Gutachter sagte, der hoch intelligente Wissenschaftler sei ein Sadist und zwar ein krankhafter, weil er nicht in der Lage war, im Einvernehmen mit seiner Sexualpartnerin zu handeln. Er empfahl dem Gericht, den Täter nicht ins Gefängnis, sondern in den „Maßregelvollzug“ zu schicken.
So werden die forensisch-psychiatrischen Krankenhäuser bezeichnet, für die ich mich in diesem Zusammenhang zum ersten Mal näher interessiert habe. Maßregelpatienten sind vermindert schuldfähige oder gar schuldunfähige Straftäter: Sie konnten nicht erkennen, dass sie etwas Unrechtes tun.

Falls doch, konnten sie sich nicht entsprechend verhalten – weil sie zur Tatzeit entweder schwachsinnig oder psychisch krank waren, an einer schweren Persönlichkeitsstörung litten beziehungsweise unter einer sexuellen Abweichung. Wenn solche Menschen dauerhaft krank sind und weiterhin eine Gefährdung von ihnen zu befürchten ist, werden sie im Maßregelvollzug untergebracht. Der Begriff für dieses Spezialgefängnis im Gewand einer Klinik existiert seit 1933, als in Deutschland die bereits seit der Jahrhundertwende diskutierte sogenannte „Zweispurigkeit des Strafrechts“ installiert wurde. Seither wird unterschieden zwischen „Strafen“ und „Maßregeln“.

8.000 Patienten

Etwa achttausend Patienten – ungefähr zehn Prozent von ihnen sind Frauen – leben deutschlandweit in rund siebzig solchen Einrichtungen. Sie müssen dort so lange bleiben, bis sie entweder nicht mehr krank oder nicht mehr gefährlich sind. Im Durchschnitt vergehen bis zur Entlassung auf Bewährung sechs bis acht Jahre, bei einem Viertel der Betroffenen sind es mehr als zehn Jahre. Von diesen verlassen etliche die Anstalt nur in Richtung Pflegeheim oder im Sarg.
Die Geschichte von Christian und Franziska habe ich ausführlich in meinem letzten Buch Am Dienstag habe ich meinen Vater zersägt – Die härtesten Fälle einer Gerichtsreporterin geschildert. Auch darüber hinaus beschäftigte mich das Schicksal dieses vielseitig interessierten Mannes, der sein halbes Leben noch vor sich hatte. Wie mochte er seine Zeit hinter den Mauern einer forensischen Klinik verbringen?

Wie leben die Insassen dort miteinander, die übrigens nicht immer nach Geschlechtern getrennt sind? Mit welchen psychischen Krankheiten haben es die Ärzte im Maßregelvollzug zu tun? Welche sind heilbar, welche nicht? Wie kommt es zu Irrtümern bei psychiatrischen Gutachten? Wie manipulierbar sind die Ärzte und Therapeuten bei ihrer Entscheidung, wenn es um Vollzugslockerungen geht? Wie leben Richter und forensisch-psychiatrische Gutachter mit der Verantwortung, einen einst gefährlichen Täter in die Freiheit zu entlassen? Oder andersherum, wie mit der Schuld, einen womöglich harmlosen Bürger lebenslang der Freiheit beraubt zu haben?

Auf der Suche nach Antworten trug ich nicht nur die hier vorliegenden bizarren Kriminalfälle zusammen, die sich mit psychisch kranken Tätern beschäftigen. Ich besuchte auch einige Kliniken und sprach mit Menschen, die den Maßregelvollzug kennen, mit Ärzten, Pflegern, Therapeuten, mit Richtern und Rechtsanwälten und natürlich mit Patienten.

Bei meiner Recherche erfuhr ich, dass sich der Maßregelvollzug seit Anfang der neunziger Jahre stark verändert hat. Die Zahl der Patienten stieg auf das Dreifache. Das hat mehrere Gründe. Zum einen werden immer mehr Straftäter psychiatrisch begutachtet. Heute beginnt kaum ein Schwurgerichtsprozess, ohne dass der Angeklagte vorher von einem auf Forensik spezialisierten Psychiater untersucht wurde.

Auf diese Weise kann bei viel mehr Menschen eine Erkrankung festgestellt werden, die eine Einweisung in die Anstalt rechtfertigt. Zum andern leidet die „zivile“ Psychiatrie unter den Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. Menschen mit chronischen Psychosen werden nicht mehr so lange behandelt, wie es nötig wäre. Dadurch verschlechtert sich ihre Krankheit, es steigt die Chance, dass sie straffällig werden und in den Maßregelvollzug müssen.

Außerdem folgte die Politik dem öffentlichen Druck und erhöhte die Hürden für eine Entlassung. Heute reicht es nicht mehr, dass Richter und Psychiater eine solche erproben wollen. Nein, sie dürfen keinen Zweifel mehr daran hegen, dass der Untergebrachte sein Leben künftig straffrei meistern wird. Man ist vorsichtiger geworden. So vergeht inzwischen vom Unterbringungsbeschluss bis zur Entlassung auf Bewährung doppelt so viel Zeit wie vor dieser Entwicklung. Zaghaft und bedingt durch Justizirrtümer zeichnet sich gegenwärtig ein gegenläufiger Trend zur Liberalisierung ab.

Der Maßregelvollzug ist kostspielig, aber erfolgreich. Im Vergleich zu Gefängnisinsassen werden Insassen von forensischen Kliniken nur halb so oft rückfällig, obwohl sie meist mit einer deutlich schlechteren Prognose dorthin gekommen waren.

Selbstverständlich haben nicht alle Maßregelpatienten so ungeheuerliche Taten begangen wie die für dieses Buch ausgewählten. Etliche von ihnen legten Brände, andere begingen Diebstähle oder schlugen scheinbar grundlos ihre Mitmenschen, manche Taten blieben im Versuchsstadium stecken. Da man aber davon ausgehen muss, dass diese Menschen untherapiert mit großer Wahrscheinlichkeit wieder straffällig werden, kann man sie nur über Jahre wegschließen und behandeln, in der Hoffnung, dass sie eines Tages für ihre Mitmenschen nicht mehr gefährlich sind.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie beim Lesen ebenso gut unterhalten wie informiert werden – über eine Welt, die der Öffentlichkeit sonst verborgen bleibt.

Erkundungstour im Maßregelvollzug

Eine Journalistin, die hinter die Kulissen forensischer Kliniken schauen will, rennt nicht gerade offene Türen ein. Versperrt werden sie von Sicherheitsbedenken und ärztlicher Schweigepflicht, ein wenig aufgezogen werden sie von der Erkenntnis, dass Transparenz hilft, Ängste, Bedenken und Vorurteile abzubauen. Der erste, der mir erlaubt, seine Einrichtung von innen anzuschauen, ist der Chef der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach. Er gilt als ein rastloser Forscher, der neueste methodische Ansätze verfolgt und wissenschaftliche Projekte an seine kleine Klinik holt. Zudem legt er Wert darauf, dass seine Mitarbeiter sich regelmäßig bei Koryphäen der Kriminologie und Forensik fortbilden.

Ich verabrede mich mit seiner Mitarbeiterin, Oberärztin Dr. Gabriele Grupp.* Sie bietet mir an, mich einen Tag lang herumzuführen, und will versuchen, ob sie mich in eine „Lockerungskonferenz“ mitnehmen kann. Ich freue mich, könnte ich doch in solch einer Konferenz hautnah miterleben, wie ein multiprofessionelles Team aus Psychiatern, Psychologen, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern und Pflegern über mögliche Lockerungen der therapeutischen Maßnahmen für eine Handvoll Patienten diskutiert, vielleicht sogar über den ersten Alleinausgang für einen Sexualmörder? Doch ich habe mich zu früh gefreut. Eine Lockerungskonferenz sei nicht öffentlich, befindet der Chefarzt.

Dann vielleicht eine Fallkonferenz? Zweimal im Jahr wird eine solche für jeden Patienten anberaumt. Das Ergebnis fließt in die Stellungnahme ein, die die Klinik vor der jährlichen gerichtlichen Anhörung an die Strafvollstreckungskammer schickt. Außerdem basieren darauf die Lockerungsentscheidungen, jedenfalls bei härteren Fällen. Eine Fallkonferenz ist also ziemlich wichtig. Sie wird von dem Therapeuten vorbereitet, der mit dem betreffenden Patienten arbeitet. Er muss im Vorfeld die kriminelle Vergangenheit des Patienten sowie dessen Verhalten in der Klinik beurteilen und eine Prognose abgeben über dessen Zukunftsperspektiven. Dies geschieht in Form eines standardisierten Bewertungsbogens mit dem Namen „Historical, Clinical, Risk“, auch bekannt als HCR-20. „Forensische Psychiatrie ist sehr genau“, erklärt Gabriele Grupp. „Da hat sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren viel getan.

Früher waren die Bewertungen klinisch-intuitiv, heute gibt es Prognose-Instrumentarien wie eben den HCR-20.“ Mit diesem betrachtet man das Rückfallrisiko unter den drei genannten Aspekten: Es gibt zehn „historische“ Variablen, darunter „geringes Alter bei der ersten Gewalttat“ sowie „instabile Beziehungen und Sexualität“, außerdem fünf „klinische“, wie „fehlender Behandlungserfolg“ und „Mangel an Einsicht“, und schließlich noch fünf „Risikomanagement“-Variablen, etwa das „Fehlen realisierbarer Pläne“ und „mangelnde Unterstützung“. Jeder der insgesamt zwanzig Variablen wird nach einem Drei-Punkte-System bewertet (0 = nein, 1 = möglich, 2 = ja) – je geringer die Gesamtpunktzahl, desto geringer das Risiko.

Natürlich gibt es noch andere Prognose-Instrumente, sie tragen Namen wie VRAG (Leitfaden zur Abschätzung des Gewaltrisikos), ILRV (Integrierte Liste mit Risiko-Variablen), PCL (Psychopathie-Checkliste), SVR (Risikoschema für sexuelle Gewalt) oder SORAG (Risikobeurteilungs-Leitfaden für Sexualstraftäter). Je gefährlicher ein Patient ist, umso mehr Methoden wendet der Therapeut für die Risiko-Abschätzung an. Anhand dieser diskutieren die Teilnehmer der Fallkonferenz miteinander. Bei einem komplizierten Fall kann das bis zu drei Stunden dauern, erzählt mir Gabriele Grupp.

Doch auch die Fallbesprechung bleibt bloße Theorie für mich. Die beiden Patienten, über die demnächst gesprochen werden soll, sind mit meiner Anwesenheit nicht einverstanden. Der Chefarzt bietet mir statt dessen die Hospitanz bei einer Visite an, außerdem eine Hausführung sowie Gespräche mit Patienten. Gespannt begebe ich mich auf den Weg nach Mittelfranken.

Es ist kurz vor neun Uhr morgens, und vor dem Bezirksklinikum Ansbach gibt es bereits keinen freien Parkplatz mehr. Kurz entschlossen stellt Gabriele Grupp ihren Wagen, mit dem sich mich vom Bahnhof abgeholt hat, in eine Halteverbotszone. Wenn der Sicherheitsdienst sie erwischt, darf sie einen Monat lang nicht mehr mit dem Auto auf das Gelände fahren, auf dem sich die Klinik für Forensische Psychiatrie befindet. Hier wo etwa 180 psychisch kranke Straftäter jahrelang therapiert werden, müssen auch die 223 Angestellten mit Sanktionen rechnen, falls sie gegen die Hausordnung verstoßen.

Die Oberärztin weiß um dieses Risiko, das sie nicht betrifft, denn gewöhnlich fährt sie mit dem Fahrrad zu ihrem Arbeitsplatz. Jahrelang war sie in der Psychiatrischen Institutsambulanz des Bezirksklinikums angestellt gewesen, vor zwei Jahren wechselte die damals Achtundvierzigjährige von der Allgemeinen zur Forensischen Psychiatrie. Sie hatte Lust auf etwas Neues und Interesse an der Arbeit mit schwerstkranken Patienten.

Die Klinik für Forensische Psychiatrie befindet sich in einer Parkanlage, die locker mit zwei- und dreistöckigen Gebäuden bebaut ist, der größte Teil davon ist über hundert Jahre alt. Inmitten dieser hübschen, pastellfarbenen Pavillons steht ein etwa sechs Meter hoher Stahlzaun mit Stacheldrahtkrone und Videokameras. Er umschließt einen hellgetünchten Neubau mit linearen Konturen und großen Glasflächen. Von dem Zaun abgesehen, könnte es sich um eine moderne Ferienanlage handeln. Hier sind die gefährlichsten Patienten des Maßregelvollzuges untergebracht, die Neuankömmlinge und die Sexualstraftäter.
Die benachbarten Altbauten kommen mit elektronisch versperrten Türen und Fenstergittern aus.

Hier leben diejenigen, die sich im Laufe der Jahre so weit gebessert haben, dass man ihnen Lockerungen zugestehen konnte, diejenigen, die vor allem mit Suchtproblemen kämpfen, und die überwiegend psychotischen Patienten, deren Krankheit so unbefriedigend verläuft, dass man sie wohl in Heimen unterbringen muss, in denen sie dann bis an ihr Lebensende bleiben.

Das neueste Projekt der forensischen Klinik ist eine Präventionsambulanz: Psychisch Kranke, die noch nicht straffällig geworden sind, aber ein entsprechendes

„Risikoprofil“ aufweisen, sollen die Therapie erhalten, die bislang nur für Straftäter vorgesehen war. Von behandelnden Psychiatern oder Bewährungshelfern werden sie hierhergeschickt, wo sie freiwillig trainieren können, wie sie mit ihrem Leben, ihrer Krankheit, mit ihren Gefühlen und den Gefühlen anderer besser klarkommen. „Compliance fördern“ ist ein Schlagwort, das ich an diesem Tag mehrfach höre.

Es steht für den Wunsch der Forensiker nach Ausbildung von kooperativen Patienten, die ihre Krankheit verstehen, ihre Medikamente nehmen und sich auch sonst an die Ratschläge der Mediziner und Psychologen halten – eine Ausbildung, die in der Allgemeinen Psychiatrie nicht möglich, aber langfristig sinnvoll ist, auch um potenzielle Opfer zu schützen und um den Bedarf an personalintensiven forensischen Kliniken zu senken.

Dies erfahre ich von der Oberärztin auf unserem Gang über das weitläufige Klinikgelände, das sie mit wehender Daunenjacke durchschreitet. An ihrer rechten Jackentasche hat sie eine Art Walkie-Talkie befestigt. Damit kann man telefonieren, und wenn man zweimal auf einen Knopf drückt oder das Gerät für wenige Sekunden auf dem Rücken liegen lässt, auch Alarm auslösen. Zur Arbeitsausrüstung gehört noch ein Chip, ein universeller Türöffner für die gesicherten Gebäude. Wir befinden uns auf dem Weg zum umzäunten Neubau. In der Aufnahmestation wird Gabriele Grupp den im Urlaub befindlichen Stationsarzt bei der Patientenvisite vertreten.

Im Eingangsbereich hängt das Leitbild der Klinik. Es umfasst acht Kernsätze, in denen der Wunsch nach „qualitativ hochwertigen Leistungen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte“ und nach einem „offenen, respektvollen und unterstützenden Umgang der Mitarbeiter, die sich als Teil eines gemeinsamen Unternehmens sehen“ formuliert wird. Auf den Fluren könnte man Fußball spielen, an den Wänden sorgen Miró-Grafiken für kräftige Farbtupfer und beschwingte Linien. Der Chefarzt, höre ich, ist ein großer Miró-Bewunderer.

Er will später noch zur Visite kommen, um sich dort einen Patienten anzuschauen, der jahrelang in einer benachbarten forensischen Klinik untergebracht war und dann zur Bewährung in eine Einrichtung entlassen wurde, in der es Schwierigkeiten gab. Nun ist er hierhergekommen, zur „Krisenintervention“ – so bezeichnet man die auf maximal drei Monate befristete Aufnahme von bereits entlassenen Patienten, deren Zustand sich akut verschlechtert hat. Allerdings glauben die Ansbacher Psychiater nicht daran, dass es lediglich einer Krisenintervention bedarf, um diesen Patienten erneut entlassen zu können. Wohl eher werden die Richter dessen Bewährung widerrufen müssen.

In dem Raum, in dem die Visite stattfindet, kämpft die Oberärztin zunächst damit, den Computer zu starten, um die elektronischen Patientenakten einsehen zu können. Mutig klickt sie auf „Kennwort zurücksetzen“ und erschreckt damit die Stationspsychologin. Mit einem beherzten Neustart siegt schließlich die Sozialarbeiterin gegen die Technik. Heute haben sich sieben Patienten angemeldet, die hier in Gegenwart von einem halben Dutzend Leuten ihre Probleme ausbreiten müssen, einem Tribunal aus Pflegern, Therapeuten, Ärzten und Praktikanten.

Bevor ein Patient eintritt, wird er der Oberärztin stichpunktartig vorgestellt. Sie erfährt das Delikt und besondere Vorkommnisse, auch Diagnosen werden ihr genannt. Selten sind es sortenreine Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen, oft ist es ein Gemisch aus beidem mit einem Schuss ADHS oder gestörter Impulskontrolle.

Die Anliegen der Patienten sind unterschiedlich. Oft wünschen sie eine Änderung der Medikation, die sich bei den meisten noch im Probierstadium befindet. Es scheint nicht leicht zu sein, die richtigen Präparate zu finden beziehungsweise die ideale Kombinationen und Dosierungen, die Ärzte und Patienten gleichermaßen glücklich machen. Die Ärzte stehen in der Fürsorgepflicht, die Patienten scheuen die Nebenwirkungen oder bestreiten gar, an einer bestimmten Krankheit zu leiden. Beständig argumentiert und verhandelt Gabriele Grupp über Blut