Innovationen und internationale Entwicklungen sorgen dafür, dass sich die Märkte ständig verändern. Selbständige wie auch Kleinunternehmer müssen hier extrem schnell reagieren, sollten jedoch auch wissen, welche Risiken durch die neuen Chancen entstehen können…

Große Veränderungen können sehr wohl hohe Kosten verursachen – werden dann noch die Einkaufspreise zu niedrig berechnet oder gibt es weniger Kunden als im Vorfeld angenommen, so entsteht eine falsche Berechnung der Kosten.

Gibt es dann zudem auch noch keine finanzielle Rücklage, so ist eine Gegenmaßnahme kaum noch möglich, sodass sich der Selbständige bewusst werden muss, dass er das Risiko falsch eingeschätzt (oder etwa unterschätzt) hat. Damit man gar nicht erst in eine derartige Situation kommt, sollte man sich intensiv mit dem Controlling befassen. Besonders wichtig ist hier die lang- wie auch kurzfristige Planung, die Steuerung und auch die Kontrolle über die Finanzen.

Neue Chancen bedeuten auch (neue) Risiken

Einerseits geht es um diverse Gesetze, so etwa um das Investmentsteuergesetz oder auch um das Einkommensteuergesetz, andererseits aber auch um die Frage, wie man mit seinem Unternehmen erfolgreich wird (und am Ende natürlich auch erfolgreich bleibt). Wer jetzt sofort an das Marketing denkt, der befindet sich auf der richtigen Spur – es geht aber auch um die Finanzen.

„Controlling, wichtig vor allem für Kleinstfirmen“

Hier vor allem um die Planung und in weiterer Folge um die Überprüfung der Ein- wie Ausgaben. Viele Selbständige oder auch Kleinunternehmer stellen sich aber immer wieder die Frage, ob Controlling überhaupt notwendig ist. Warum? Weil Controlling immer nur mit größeren Firmen in Verbindung gebracht wird. Das stimmt jedoch nicht: Controlling ist vor allem für die Einzelkämpfer oder auch für kleinere Firmen extrem wichtig.

Wie sieht es mit den Einnahmen und Ausgaben aus?

Im Mittelpunkt stehen natürlich der operative Alltag mit Akquise und all jenen Tätigkeiten, die sich um die Aufträge drehen. Aufgrund der Tatsache, dass vor allem zu Beginn der Selbständigkeit viele Nebentätigkeiten anfallen, klagen viele Start up-Gründer sogar darüber, dass ihnen die Zeit fehlt, Rechnungen für bereits erledigte Arbeiten zu stellen. Jedoch muss man sich ganz intensiv mit dem eigenen Cashflow befassen.

Nur so kann man nämlich auch herausfinden, ob man profitabel agiert, sodass die Selbständigkeit auch in naher Zukunft noch Bestand hat. Schwierigkeiten sollten nämlich rechtzeitig erkannt werden – geht es etwa um fehlende Zahlungseingänge, sodass die Fixkosten nicht mehr beglichen werden können, hat man sich viel zu spät mit der Problematik befasst.

Immer schön an den Businessplan denken

Controlling ist also nicht nur etwas für die großen Unternehmen – Controlling muss auch den Selbständigen wie auch den Kleinunternehmer interessieren. Schon bei der Erstellung des Businessplans ist es wichtig, dass man sich mit den Kosten befasst. Schon mit einer einfachen Excel-Tabelle wird schnell klar, wie hoch die Einnahmen sein müssen, damit die monatlichen Kosten gedeckt werden können.

Der Unterschied zwischen dem großen Betrieb und dem Selbständigen oder Kleinunternehmer? Der Selbständige ist für die Findung, Formulierung und auch Erreichung der Unternehmensziele selbst verantwortlich – in größeren Betrieben befasst sich der eigens dafür beauftragte Controller.

Wichtig ist daher, dass man sich einmal pro Monat mit den Zahlen befasst und auch überprüft, ob die Einnahmen und die Ausgaben auch mit jenen Beträgen zusammenpassen, die im Zuge der Erstellung des Businessplans berechnet wurden. Stellt man im Zuge der Überprüfung fest, dass die Einnahmen zu gering sind, die Ausgaben aber am Ende  zu hoch, sollte man sofort die Strategie verändern.

Nie den Überblick verlieren!

Auch wenn Selbständige oder auch die Kleinunternehmer nicht mit denselben hohen Beträgen wie große Betriebe arbeiten, so kann es dennoch vorkommen, dass man einmal den Überblick über die finanzielle Situation verliert. Vor allem am Anfang, wo noch alles neu ist, sollte man vorsichtig sein und sich an seinen Businessplan halten. Gibt es dann gravierende Veränderungen, so ist es wichtig, dass man das Ruder in die Hand nimmt und einen anderen Kurs einschlägt.

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