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Das Risiko-Ertrags-Verhältnis ist ein der Portfoliotheorie entlehnter Begriff und befasst sich mit der Frage, wie viel Risiko ein Investor bereit ist, einzugehen und welche potenziellen Erträge er dafür im Gegenzug erhalten könnte…

Die Frage, wie viel Risiko ein Investor dabei eingeht, hängt vom Investor selbst sowie der Anlagenstrategie ab. Generell kann man bei einem höheren Ertrag auch mit einem höheren Risiko rechnen. Doch wo gilt es überall, Risiko und Gewinn gegeneinander abzuwägen, was gibt es zu beachten und wie lässt sich die Risikoeinschätzung effektiv üben?

Die Gegenüberstellung möglicher Belohnung und dem damit einhergehenden Risiko ist natürlich nicht nur auf die Finanzwelt beschränkt. Es handelt sich hierbei vielmehr um ein universelles Prinzip, bei dem man viele Dinge im Leben nicht erhält, ohne vorher ein gewisses Risiko eingegangen zu sein.

Tatsächlich sind es die meisten Dinge, die nach diesem Prinzip funktionieren. Wie viel Risiko geht man also ein, um ein Ziel zu erreichen? Was hält einen von manchen Risiken ab – sind es finanzielle oder ethische Aspekte? Die Antworten auf die Fragen sind sicherlich von Individuum zu Individuum unterschiedlich und hängen neben persönlichen Grenzen auch von gesellschaftlichen Konventionen ab, also davon, was als richtig und falsch betrachtet wird.

Arbeitswelt

Wer einen Job haben will, muss natürlich bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Je besser die Position, desto höher die Anforderungen und desto höher auch der Einsatz, den man erbringen muss. In erster Linie sind es die professionellen Qualifikationen wie Studienabschlüsse oder eine abgeschlossene Ausbildung, aber oft wird auch Berufserfahrung erwartet und zwischenmenschliche Soft Skills. Nun haben viele Mitbewerber jedoch ähnliche Qualifikationen, weshalb man sich von der Masse absetzen will. Genau hier kommt der Risikofaktor ins Spiel.

„Mehr Menschenkenntnis“

Tritt man also bei einem Jobinterview besonders selbstbewusst auf, kann dies den Personalleiter beeindrucken –  oder ihn wiederum abschrecken, was die Chancen dann dementsprechend beeinflussen wird. Generell kann man an der Branche oft einschätzen, welche Eigenschaften bei einem neu ausgeschriebenen Job im Vordergrund stehen. Darüber hinaus kann man sich vor Vorstellungsgesprächen professionell coachen lassen. So kann man üben, in verschiedenen Interviewsituationen auf sein Gegenüber und dessen Signale zu reagieren. Durch mehr Menschenkenntnis kann man also das Risiko, im Interview schlecht anzukommen, minimieren und potenziell Gas geben, wenn es sich anbietet.

Casinos

„No Risk No Fun“ ist als Redewendung häufig mit der Casino-Welt assoziiert. Allerdings wäre ein rein risikofreudiges Spielen nicht wirklich hilfreich oder nützlich, wenn es darum geht, auch einen Gewinn zu erzielen. Glücksspiele können als Lebenslektionen für die Balance aus Risiko und Belohnung dienen, bei denen man lernen kann, diese besser einzuschätzen. Dafür ist es wichtig, eine Vielfalt an Spielmechaniken zu nutzen, da dadurch das Risikomanagement besser funktioniert.

Als beste Wahl können daher Spielautomaten gelten, die neben verschiedenen Mechaniken auch verschiedene Spielsettings anbieten und Nutzern Abwechslung garantieren. Darüber hinaus gibt es Spielautomaten mit hoher und niedriger Volatilität. Hier muss sich der Spieler entscheiden, ob er es vorzieht, auf geringe Gewinne bei niedrigen Einsätzen und wenig Verlustrisiko zu setzen, oder ob es Automaten mit hohen Einsätzen und entsprechend hohem Risiko, wiederum bei beträchtlichen möglichen Gewinnen sein sollen.

Anders als auf dem Finanzmarkt, sollte man hier aber immer einen ausgeglichenen Ansatz fahren, sich vor dem Spielen Limits setzen und verantwortungsbewusst an die Thematik herangehen. Genau diese Disziplin kann helfen, in der realen Welt anderen Versuchungen zu widerstehen.

Beziehungen

Eine dieser Versuchungen ist auch gleichzeitig eine der größten Herausforderungen der Deutschen. Es geht um das Thema Treue, bei dem jeder dritte Befragte angibt, einen Seitensprung in Zukunft nicht ausschließen zu können.

Sicherlich kann man hier argumentieren, dass durch dieses hohe Risiko auch die Belohnung hoch sei, doch spätestens hier werfen die ethischen Aspekte dieses einfache Schema über Bord. Dennoch kann man das Abwägen von Risiko und Gewinn beim Dating und Kennenlernen anwenden.

„größeres Risiko“

Wer selbstbewusster auftritt und sein Interesse dem Gegenüber zeigt, geht natürlich ein größeres Risiko ein, einen Korb zu erhalten. Aber die Belohnung, eine neue Partnerschaft zu erhalten ist dann höher, als bei jemandem, der absolut passiv und zurückhaltend agiert.

Risiko vs Ertrag im echten Leben können also als Schema generell als Stütze dienen, beinhalten jedoch keine ethischen und persönlichen Aspekte, weshalb man ebenfalls auf sein Gewissen und den gesunden Menschenverstand hören muss, um Entscheidungen zu treffen.

Artikelbild:Sunny studio/ Shutterstock

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