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Die Digitalisierung verändert alles, auch uns. Und noch viel mehr als das zuletzt vor ein, zwei hundert Jahren der Fall war. Mit der ersten Welle der Industrialisierung. In Zeiten der Industrialisierung 4.0, immer schneller wachsenden Fortschritts und zunehmender Digitalisierung ist es selten geworden, dass Arbeitnehmer ihren Beruf 40 Jahre lang in Folge ausüben. Linearer Lebenslauf? Das war ein Mal. Heute geht es anders, wenn Manager mitmachen…

Viel gängiger ist es, einen Lebenslauf mit mehreren Stationen aufzuweisen – mitunter auch branchenübergreifend und von Lücken wie Auslandsaufenthalten, Phasen der Neuorientierung oder Freiwilligendiensten durchzogen. Besonders die Generation Y, also die jetzigen Arbeitnehmer zwischen 20 und 30, sucht nach der Sinnhaftigkeit einer Tätigkeit und orientiert sich öfter neu, als es früher der Fall war.

Die Gründe dafür sind oft Unzufriedenheit im Job und der Wunsch nach Verantwortung in Führungspositionen. Sobald der Wunsch nach Veränderung laut wird, stellt sich die Frage: Wie können moderne Arbeitnehmer ihre berufliche Zukunft neu gestalten? Allgemein gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten:

  1. Aufstieg in eine Führungsposition
  2. Wechsel des Arbeitgebers in der gleichen Branche
  3. Wechsel der Tätigkeit in eine andere Branche
  4. Weg in die Selbstständigkeit
  5. Jeder einzelne Schritt erfordert jeweils Vorbereitung und sollte gut durchdacht sein.

Aufstieg in eine Führungsposition

Wer sich in seinem Fachgebiet gut auskennt, mit Menschen umgehen kann und gerne das Sagen hat, kann seine berufliche Zukunft neu gestalten, indem er oder sie eine Führungsposition anstrebt. Unternehmen besetzen leitende Positionen gerne mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen, da diese mit den Unternehmensgrundsätzen und auch den Produkten vertrauter sind als fremde Mitarbeiter, die über den externen Stellenmarkt kommen.

Ein Team zu führen und Chef zu werden kann beflügelnd sein und endlich das Zufriedenheitsgefühl mit sich bringen, das vorher im normalen Angestelltenverhältnis vielleicht gefehlt hat. Die Verantwortung in Führungspositionen ist allerdings nicht zu unterschätzen. Auch im Zeitalter der Digitalisierung!

Somit muss jedem Arbeitnehmer klar sein, dass eine Beförderung auch bedeutet, abends länger zu bleiben, mehr zu arbeiten als andere und für Kollektivfehler gerade stehen zu müssen. Führungstrainings und Coachings, zum Beispiel hier bei Gabriela Jaecker, können dabei helfen, die berufliche Neuorientierung in diese Richtung zu erleichtern.

Wechsel des Arbeitgebers in der gleichen Branche

In manchen Fällen rührt der Wunsch nach Neuorientierung daher, dass der aktuelle Arbeitgeber nicht der Beste ist. Tätigkeitsinhalt und Branche machen aber nach wie vor Spaß. Somit ist der Weg klar – ein Wechsel zu einer anderen Firma innerhalb der gleichen Branche ist gefragt. Hier gilt es, eine gute Bewerbung zu schreiben und die Motivation, den Arbeitgeber zu wechseln, vernünftig zu begründen.

„Veränderungen – nichts ist so stetig wie der Wandel“

Auch eine Trennung oder andere private Veränderungen können dazu führen, dass der Wunsch laut wird, seine berufliche Zukunft neu zu gestalten. Am einfachsten ist es dabei aber, in der gleichen Branche zu bleiben und seine Arbeitskraft lediglich einem anderen Unternehmen zu schenken.

Wechsel der Tätigkeit in eine andere Branche

Unzufriedenheit im Job kann jedoch auch bedeuten, dass man sich bei Ausübung der aktuellen Tätigkeit nicht entfalten kann und sie in keiner Weise erfüllt. Dementsprechend besteht die Möglichkeit, seine berufliche Zukunft neu zu gestalten, indem komplett die Branche gewechselt wird – also eine Umschulung mit gänzlicher Neuorientierung stattfindet.

Die Vorbereitung kann Spaß machen und zu Höchstleistungen anspornen, denn auch hier möchte der neue Arbeitgeber einwandfreie Ausbildungszeugnisse sehen. Nicht immer sind dafür jedoch Umschulungen notwendig. Wer bis jetzt z. B. als Servicekraft in der Gastronomie gearbeitet hat, aber leidenschaftlich gerne telefoniert und sich eine größere Herausforderung wünscht, kann als telefonischer Kundenbetreuer in einer anderen Branche einsteigen.

Weg in die Selbstständigkeit

Dieser Weg ist sicherlich der schwerste, um seine berufliche Zukunft neu zu gestalten, eignet sich jedoch für alle, die nicht mehr länger angestellt sein wollen und eine gute Geschäftsidee mit sich herumtragen, von deren Umsetzung sie schon länger träumen. Hierzulande gibt es glücklicherweise viele Unterstützungsleistungen für angehende Gründer und auch das Arbeitsamt akzeptiert die Selbstständigkeit als eine Möglichkeit, sich am Arbeitsmarkt neu zu positionieren.

Auch wenn eine eigene Firma einiges an Durchhaltevermögen, Fleiß und strategischem Geschick erfordert, kann es eine wundervolle Möglichkeit sein, sich neu zu orientieren und mit voller Kraft durchzustarten. Im Idealfall ist der Weg in die Selbstständigkeit eine Einbahnstraße – wer sich einmal selbstständig gemacht hat, bleibt es.

Artikelbild: dima266f/ Fotolia.com

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