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Wer sich täglich zur Arbeit quält und von seinem Job nur noch angefressen ist, verliert Lebensfreude. Was hilft für die berufliche Motivation, wie kann sie „wiederbelebt“ werden? Werde aktiv statt zu resignieren. Simone Stargardt fasst zusammen…

  1. Ursachen ermitteln und Lösungen suchen

Führen Sie einen gedanklichen Neustart durch. Dabei helfen Fragen wie: Was sind die Ursachen für meinen Frust – und was kann ich dagegen tun? Nervt Sie vor allem die Routine, reichen manchmal schon kleine Impulse. Beispielsweise der regelmäßige Spaziergang in der Mittagspause, der den Kopf lüftet und für neue Motivation sorgt.

Fühlen Sie sich dagegen unterfordert, hilft womöglich eine nebenberufliche Weiterbildung oder ein interner Wechsel. Können Sie sich nicht mehr mit Ihren Aufgaben oder dem Arbeitgeber identifizieren, braucht es größere Maßnahmen. Dann kann der Wechsel in eine andere Firma, der Quereinstieg in eine neue Branche oder gar der Schritt in die Selbstständigkeit der richtige Weg für Sie sein.

„Ursachen für Frust…“

Reden Sie am besten mit Freunden oder einem Karriereberater über mögliche, tiefere Ursachen für Frust. Außenstehende beurteilen Situationen in der Regel neutraler. Gemeinsam finden Sie auch leichter eine Lösung für Ihre unbefriedigende, berufliche Situation.

  1. Ziele festlegen und die Komfortzone verlassen

Formulieren Sie ein realistisches Ziel und legen Sie fest, bis wann Sie es erreicht haben wollen. Ein Beispiel: Bis Mitte des neuen Jahres habe ich eine nebenberufliche Weiterbildung zum Fachwirt begonnen. Oder: Spätestens Ende des Jahres arbeite ich im Controlling eines erfolgreichen Mittelständlers.

Was auch immer Sie sich als Ziel stecken: Wenn Sie in Ihrer Komfortzone bleiben wollen, haben Sie kaum Chancen auf Erfolg. Rechnen Sie besser damit, dass der Weg in den beruflichen Neustart am Anfang unbequem ist: Eine Weiterbildung kostet Sie Geld und Freizeit. Für einen Arbeitgeberwechsel müssen Sie womöglich in eine fremde Stadt ziehen. Bei einem Quereinstieg verdienen sie vielleicht erst einmal weniger. Halten Sie sich bei aufkommenden Zweifeln vor Augen, wie Sie sich fühlen werden, wenn Sie ihr Ziel erreicht haben.

  1. Worst-Case-Szenario ausarbeiten und loslegen

Es kann passieren, dass Sie viel wagen – und trotzdem nicht das erreichen, was Sie sich vorgenommen hatten. Planen Sie deshalb ein Szenario für den schlimmsten Fall. Das kann beispielsweise so aussehen: Wenn ich es als Freiberufler nicht schaffe, bewerbe ich mich wieder im Konzern und überbrücke die Zeit mit Kellnern. Meist führt ein solches Backup dazu, dass Sie sich auf dem neuen Karriereweg besonders anstrengen, um Plan B nicht in die Tat umsetzen zu müssen. Dennoch hilft ein „was wäre wenn“-Szenario, die ersten Schritte zu wagen.

Artikelbild: pathdoc/ Shutterstock

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