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Zu viele Überstunden angehäuft? Dann nix wie raus dem Büro! Mittwochs ist der Tag der Woche, an dem wir besonders früh nach Hause gehen. Warum das so ist und was wir noch tun können, um eher „rauszukommen“? Ergebnisse einer repräsentativen Studie…

Mittwochs machen wir (fast) alles richtig, gibt es für viele Berufstätige Nine-to-Five. Was, keine Überstunden heute? Nun. Weil die meisten Berufstätigen Montags länger bleiben, um liegen gebliebene Aufgaben vom Wochenende nachzuarbeiten, verlassen sie am Mittwoch meist sehr pünktlich das Büro. Schließlich saßen wir Montags länger als sonst. Und am Wochenende werden wir Unerledigtes fertigstellen, wenn’s denn sein muss.

Was tun, um schneller aus dem Büro zu kommen? Zum Beispiel in der Bahn nach Hause die letzten E-Mails (vor)tippen – voraugesetzt man hat gerade zwei Hände frei. Denn viele Geschäftsreisende und Pendler „daddeln“ mit ihrem Smartphone auch am Steuer, zum Beispiel im Stop&Go-Vekehr auf der Autobahn, beim Warten an einer roten Ampel, der Schlange vorm Parkhaus und anderswo.

„Always on“-Mentalität

Entspannt mit dem Auto in die Arbeit? Von Wegen! Die Realität sieht für viele Pendler und Geschäftsreisende anders aus. Die „Always on“-Mentalität (Studie von ARD/ZDF 2013) – und der regelmäßige Blick auf’s Smartphone – hat sie fest im Griff. Eine Regus-Studie zeigt, dass 22 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sogar regelmäßig am Straßenrand halten, um dringende Aufgaben zu erledigen.

Durch eine Vielzahl an mobilen Geräten und Technologien wie Cloud Computing ist heute jeder nahezu überall erreichbar. Für die meisten Berufstätigen ist es nicht mehr ungewöhnlich, vor dem Frühstück, nach Feierabend oder sogar im Urlaub alles zu unterbrechen, um Arbeitsaufgaben nachzukommen. Im Auto sind klingelnde Smartphones und piepsende Tablets jedoch nicht nur ein Sicherheitsrisiko – auch Stress und Frustration sind eine Folge der Überforderung.

Abgesehen von der Work-Life-Balance leidet auch die Qualität der verrichteten Arbeit: Für die meisten Berufstätigen ist der Arbeitsort ausschlaggebend für ihre Produktivität. Unternehmen tun gut daran, wenn sie Angestellten, die viel unterwegs sind, Zugang zu mobilen Büros, Lounges oder Co-Working-Spaces ermöglichen.

Arbeit im Büro, Freizeit unterwegs

Denn anstatt Telefonkonferenzen während Autofahrten abzuhalten und wichtige Dokumente auf Parkplätzen bearbeiten zu müssen, können Berufstätige in flexibel buchbaren Büros ihrer Arbeit effizient und produktiv nachkommen – ohne sich und andere in Gefahr zu bringen. Vor allem Montagmorgens, auf dem ersten Weg zur Arbeit ist die Aufmerksamkeit nicht allzu hoch. Und es ist auch der Tag, wo wir am längsten arbeiten…

„Montag ist in Deutschland Überstundentag“

Jeder zehnte Arbeitnehmer sitzz am ersten Wochentag länger im Büro, weltweit sind es sogar 16 Prozent. In der neuen Studie dreht sich alles um das Thema Überstunden. An welchen Wochentagen arbeitet welches Land am meisten?

Fast 16 Prozent der deutschen Berufstätigen machen mehr als 15 Überstunden pro Woche. Übertrumpft werden sie dabei im weltweiten Vergleich von den Franzosen: Laut Studie verbringen 27 Prozent mehr als 15 Zusatzstunden pro Woche im Büro.
14 Prozent arbeiten zwei bis sechs Stunden zu viel pro Woche. Elf Prozent der Deutschen halten sich relativ gut an die vorgegebenen Arbeitszeiten und machen maximal eine Überstunde pro Woche (weltweit zwölf Prozent).

Am Donnerstag und Freitag steigt die „Gefahr“ längerer Arbeitszeiten wieder rapide an. Acht Prozent kommen an diesen Tagen nur langsam aus dem Büro.

Artikelbild: Photographee.eu/ Shutterstock

Die Umfrage ist repräsentativ und wurde von dem Institut Mindmetre an weltweit insgesamt 44.000 Berufstätige in mehr als 100 Ländern verschickt – darunter sowohl Angestellte als auch Selbständige.

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