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Lieber ins Cafe oder die Kneipe? Liebe geht bekanntlich durch den Magen. So ist’s auch beim Aufmachen des eigenen Ladens und sei es „nur“ ein Blog. Und zwar mit Interviews von Food-Entrepreneuren, die ihre Leidenschaft für gutes Essen und Esskultur zum Beruf gemacht haben. Über Mut und Hartnäckigkeit, der Voraussetzung für Entrepreneurship berichtet Bettina Sturm…

Wer will das nicht oder hat nicht zumindest mal davon geträumt: Ein Café oder einen Kochbuchladen aufmachen, Hüttenwirt oder Schauspieler werden –  wer in seinem Job unzufrieden ist, träumt häufig von einem kompletten beruflichen Neuanfang. Für viele bleibt der Traum von der zweiten Karriere allerdings ein Traum. Es fehlt die letzte Portion Mut für einen Karrierewechsel.

Doch es gibt eine Branche, in der immer mehr Start-up-Entrepreneure einen Quereinstieg wagen: die Food- und Gastro-Szene. Bettina Sturm, Karrierecoach und Gründerin des neuen Food-Blogs „Respekt Herr Specht!“, ist diesem Phänomen nachgegangen und hat den Weg erfolgreicher Food-Quereinsteiger unter die Lupe genommen.

In den Interviews, die Bettina Sturm für ihr neues Projekt respektherrspecht.de geführt hat, verraten die Food-Unternehmer ihre Rezepte für einen erfolgreichen Karrierewechsel – eine inspirierende Anlaufstelle für Food-Quereinsteiger und solche, die es werden wollen.

Unternehmertum ist (auch) Glaubenssache

Isabella Hener, Besitzerin des Food-Trucks „Die intolerante Isi“, Petra Dahm, Inhaberin des Ladencafés „my fable“ und Melanie Schüle, Betreiberin der Tagesbar „Mels feine Kost“, haben eines gemeinsam: Eine große Portion Mut, der Glaube an sich selbst und ein unglaubliches Durchhaltevermögen.

Die drei Münchnerinnen haben ihren ursprünglichen Beruf aufgegeben, den Schreibtisch gegen Kochschürze und Kochlöffel eingetauscht und sich mit eigenen Food-Unternehmen erfolgreich selbständig gemacht. Auf „Respekt Herr Specht!“ schildern die Food-Quereinsteigerinnen ihren Weg von der ersten Idee über den Magic Moment, der sie zum letzten Schritt bewegt hat, bis zum funktionierenden Geschäftsmodell.

„Respekt, Herr Specht!“

„Als Coach für berufliche Neuorientierung begleite ich täglich Menschen auf dem Weg zu einer neuen Karriere. Leider wagen nur wenige meiner Klienten einen richtig radikalen Neuanfang. Zu groß ist die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser und einer vermeintlich unsicheren Zukunft in einem komplett anderen Beruf“, erklärt Bettina Sturm.

„In meinem Netzwerk hingegen stieß ich immer häufiger auf Menschen, die als Food-Preneur eine zweite Karriere eingeschlagen haben. Als leidenschaftlicher Foodie haben mich diese Beispiele begeistert, den Mut dieser Quereinsteiger fand ich extrem bewundernswert.“

Magic Moments: beste Ideen im Urlaub

Die Kombination aus Food und Business ließ Bettina Sturm nicht mehr los. Ihren persönlichen Magic Moment hatte sie vor gut einem Jahr: „Während eines Urlaubs in Österreich hatte ich endlich einmal Zeit, in Magazinen zu stöbern. Ich blieb immer wieder bei denselben Themen hängen: Interviews und Porträts von Menschen, die eine tolle Idee hatten und den Mut fanden, sie auch umzusetzen. Das fand ich sehr inspirierend.

Irgendwann setzten sich dann die einzelnen Puzzleteile zusammen: Biographien und Lebenslinien, berufliche Neuorientierung und Food – die Themen für die ich brenne. Daraus wurde mein Herzensprojekt ‚Respekt Herr Specht! – Der andere Food-Blog‘. Mit dem Blog möchte ich inspirieren und Mut machen. Ich möchte zeigen, dass der Traum von der Zweitkarriere kein Traum bleiben muss. Die drei bisher veröffentlichten Interviews zeigen eines ganz klar. Es lohnt sich, seiner Leidenschaft zu folgen und hartnäckig zu bleiben.“

3 Tipps von Gründern: „Nicht träumen, loslegen!“

Welche Schritte sind wichtig für den beruflichen Neuanfang? Wie schafft man es, loszulegen? Und vor allem, wie gelingt es, am Ball zu bleiben und nicht auf halber Wegstrecke aufzugeben? Bettina Sturm hat aus ihren Gesprächen mit den Food-Preneuren drei wichtige Gründertipps zusammengetragen:

  • „Geh, wohin Dich Dein Herz trägt.“ Folge Deiner inneren Berufung und nutze Deine Leidenschaft als Treiber für berufliches Glück und Erfolg.
  • Ideen haben ist gut, machen ist besser. Bleibe bei der Umsetzung hartnäckig. Definiere klare Ziele und überprüfe regelmäßig die Fortschritte. Suche Dir Unterstützung von außen, zum Beispiel in einer Mastermind-Gruppe. Der Wissensaustausch und der Blick von außen helfen, aus möglichen Stolpersteinen Trittstein zu machen.
  • Habe Mut und glaube an Dich selbst. Der Gedanke „Alles ist möglich“ ist förderlicher als „Das wird doch sowieso nie klappen.“

Artikelbild: Ollyy/ Shutterstock

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