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Wie polyphon bist du? Die meisten von uns haben Englisch in der Schule gehabt, viele auch noch eine zweite Fremdsprache gelernt, Französisch oder Spanisch. Das Beherrschen einer Fremdsprache verlangen mittlerweile viele Arbeitgeber. Wir haben uns eine aktuelle Studie angeschaut…

Heutzutage werden Kinder schon im Kindergarten an Fremdsprachen herangeführt. Und das nicht ohne Grund. Tatsächlich scheinen Sprachkenntnisse in Zeiten der fortschreitenden Globalisierung von großer Bedeutung zu sein, insbesondere für das Berufsleben.

In einer von Rosetta Stone im November 2014 in Auftrag gegebenen YouGov-Studie konnte herausgefunden werden, dass nahezu die Hälfte (46%) der 1.045 befragten Deutschen (ab 18 Jahren) zwei Sprachen zumindest auf Smalltalk-Niveau beherrscht. Des Weiteren betrachten sich 89% derer, die zwei oder gar mehr Sprachen im Plauderton sprechen können, der englischen Sprache zumindest auf Smalltalk-Niveau mächtig. Auf Platz zwei der meist gesprochenen Sprachen in Deutschland liegt Französisch (15%), gefolgt von Spanisch (7%) auf Rang drei.

Lernen einer neuen Sprache kostet Zeit und Geld

Darüber hinaus zeigte die Studie, dass die Mehrheit der Befragten (67%) das Potential erkennt, welches Sprachkenntnisse für die Karriere bürgen. Viele lassen sich dennoch aus verschiedensten Gründen daran hindern, neue Sprachkenntnisse anzueignen oder zu intensivieren. Hoher Zeitaufwand (23%) und Schwierigkeitsgrad (17%) wurden dabei am häufigsten als Barriere benannt.

„Sprachfähigkeit“

Doch nicht nur das. Es scheint auch, dass sich eine Vielzahl der deutschen Befragten nicht über alle sich durch Fremdsprachenkenntnisse ergebende Karrierevorteile bewusst sind, da sie über jene nur mangelnd durch ihre Arbeitgeber informiert worden sind. Dies sollte für Arbeitgeber einen Anreiz darstellen, die mit Mehrsprachigkeit verbundenen innerbetrieblichen Karrieremöglichkeiten deutlicher herauszustellen und an die Belegschaft zu kommunizieren.

Englisch immer noch „lingua franca“

Auf die Frage, welche Sprachen für das Berufsleben am relevantesten sind, gibt es keine explizite Antwort. Bekannt ist jedoch, dass sich Englisch als lingua franca herausgebildet hat und auch die französische Sprache häufig am Arbeitsplatz verwendet wird. Sonstig relevante Sprachen sind von der Unternehmensbranche und den Geschäftspartnern abhängig.

Da die Geschäftskontakte im Zuge der Globalisierung jedoch zunehmend internationalen Ursprungs sind, gilt in der Regel: „Je mehr Fremdsprachen, desto besser“. Dies erklärt Katharina Stein, Dozentin an der University of Leeds, welche sich ebenso zur Bedeutung von Fremdsprachen für das Berufsleben äußerte.

Im Rahmen dessen betonte sie auch, dass das Erweitern persönlicher Kommunikationsfähigkeiten heutzutage von großer Bedeutung ist. Je mehr Sprachkenntnisse man besitzt, desto mehr Einsatzpotential auf verschiedensten Märkten bietet man dem Unternehmen. Dies steigert das Interesse an der eigenen Person und hilft maßgeblich bei der Jobsuche und dem Joberhalt.

Artikelbild: pathdoc/ Shutterstock

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