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Nachhaltig: Arbeitsschutz ist rechtlich geregelt. Doch es liegt am einzelnen Unternehmen, mehr für den Umweltschutz auszugeben und soziale Standards zu setzen. Dabei entscheidet nicht nur das Gütesiegel auf dem Produkt. Kunden ist zunehmend wichtig, wie der Verkäufer mit seinen eigenen Mitarbeiter umgeht. Wir berichten über ein neues Pilotprojekt, den Lieferanten-Ehrenkodex…

Es geht um nichts geringeres als die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Ziel ist es, den Code of Coduct bis Ende 2014 bei allen Lieferanten zu implementieren. Es gibt viele gute Gründe für ein Unternehmen, sein Handeln nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten: ökologische, soziale ebenso wie ökonomische.

Der politische Trend bei diesem Thema geht in eine eindeutige Richtung: Im Januar 2014 durch die EU beschlossene neue Richtlinien erlauben bzw. empfehlen bei öffentlichen Auftragsvergaben Betriebe zu bevorzugen, die sozialverantwortlich und umweltbewusst hergestellte Güter anbieten. Auch von Seiten vieler Kunden und Stakeholder steigt das Interesse an einer nachhaltigen Wertschöpfungskette.

Interviews mit Stakeholdern

Einer der Hauptgründe bei KAISER+KRAFT, die zum Start des „Lieferantenbewertungsprogramms Nachhaltigkeit“ führten, waren Erkenntnisse aus zuvor stattgefundenen Marktanalysen und Gesprächen mit Stakeholdern. „KAISER+KRAFT hat mit der Umsetzung dieses Projekts auf die Kundenanforderung reagiert, die Lieferkette aktiv zu managen und Transparenz über die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit zu schaffen“, erklärt Georg Welte, Projektmanager Corporate Internal Audit and Consulting vom Mutterkonzern TAKKT.

„VorbildER für uns“

Für das Versandhaus ist es wichtig einen eigenen Weg zu gehen. Zu Anfang des Projekts wurde eine Nachhaltigkeitsanalyse der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen durchgeführt. „Es gab keine konkreten Firmen als Vorbilder für uns in diesem Projekt. Vielmehr geht es darum, international anerkannte Standards bei Umweltschutz und sozialen Themen in der gesamten Lieferkette zu implementieren und die Einhaltung zu überwachen. Gleichzeitig sollen Verbesserungspotenziale gemeinsam mit den Lieferanten identifiziert und Maßnahmenpläne verabschiedet werden“, führt Georg Welte weiter aus.

Bio-Möbel? Auch für Ökofans und Sozis

Für die Durchführung der „Nachhaltigkeits-Checks“ entschied man sich bei KAISER+KRAFT für die externe Unterstützung durch Spezialisten wie beispielsweise die französische Firma EcoVadis. Der Anbieter stellt zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Lieferanten eine plattformbasierte IT-Lösung bereit. Mittels Online-Fragebögen, die sich an Standards orientieren, wurden insgesamt 21 Kategorien aus den Bereichen Ökologie, Soziales und Geschäftsgebaren abgefragt.

Zusätzlich zu den ausgefüllten Fragebögen hatten die teilnehmenden Lieferanten die Möglichkeit, weitere Dokumente, wie beispielsweise Zertifikate, auf die Plattform hochzuladen. Die bereitgestellten Self-Assessment-Daten wurden analysiert, ausgewertet und der Firma als standardisierter Score pro Lieferant zur Verfügung gestellt.

Verhaltenswechsel: „Code of Conduct“

Das Pilotprojekt wurde von allen Beteiligten positiv bewertet. So zeigte sich, dass einige Lieferanten beim Thema Nachhaltigkeit in ihrer Branche bereits führend waren. Mittelfristig sollen alle Lieferanten mit wesentlichem Einkaufsvolumen in das Self-Assessment aufgenommen werden.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieses Pilotprojekts ist ein neu geschaffener Verhaltenskodex („Code of Conduct“): eine Vereinbarung, welche die für KAISER+KRAFT wichtigsten Nachhaltigkeitsprinzipien wie beispielsweise die Schaffung von fairen Beschäftigungsverhältnissen sowie die Förderung des Umweltschutzes, rechtlich verbindlich auflistet. Sämtliche Lieferanten von KAISER+KRAFT sollen den Code of Conduct bis Ende 2014 unterschreiben.

Mit freundlicher Unterstützung von der KAISER+KRAFT GmbH

Artikelbild: Rawpixel.com/ Shutterstock

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