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Microsoft ist nicht das erste Unternehmen, dass sich in Deutschland für eine flexible Arbeitsplatzentscheidung seiner Mitarbeiter einsetzt, aber eines der ersten Konzerne. Eine neue Betriebsvereinbarung ergänzt das Prinzip der „Vertrauensarbeitszeit“. Das Management will so Innovation fördern und (endlich) auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter reagieren…

Egal ob im Büro, beim Kunden, im Home Office oder im Café – Microsoft Deutschland legt die Entscheidung über den Arbeitsort in die Hände seiner Mitarbeiter. Mit der „Gesamtbetriebsvereinbarung zum Arbeitsort“ kann jeder Mitarbeiter frei entscheiden an welchem Ort er arbeitet.

Mit dieser Betriebsvereinbarung und dem ‚Vertrauensarbeitsort‘ schafft die Firma einen verbindlichen Rahmen, den eigenen Arbeitsplatz zu definieren. Das schaffe Klarheit für alle Mitarbeiter und Führungskräfte, erklärt Andreas Pagel, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Microsoft Deutschland.

„Anwesenheit sagt nichts über die Qualität der Leistung von Mitarbeitern aus, sondern liefert häufig sogar ein falsches Bild“, ergänzt Dr. Elke Frank, Senior Director Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. „Der ‚Vertrauensarbeitsort‘ ergänzt die seit 1998 bestehende Betriebsvereinbarung zur ‚Vertrauensarbeitszeit‘ und bietet unseren Mitarbeitern nicht nur den größtmöglichen Freiraum für die persönliche Arbeitsplatz-Gestaltung, sondern liefert nun auch den rechtlichen Rahmen.”

Eigentlich selbstverständlich: Mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur

Flexibles Arbeiten gehört bei Microsoft längst zum Alltag und wird von rund 90 Prozent der Mitarbeiter genutzt. Dabei sind die Modelle durchaus unterschiedlich, denn jeder Mitarbeiter entscheidet selbst wo und wann er arbeitet. Moderne Technologien wie Cloud Services, Unified Communications Software und Social Business Tools ermöglichen dabei nicht nur den Zugriff auf alle Unterlagen, sondern erleichtern auch die Kommunikation mit den Kollegen. Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. „Das Vertrauen in unsere Mitarbeiter steht über allem“, so Elke Frank.

„Präsenzpflicht bei Teammeetings“

Damit das persönliche Miteinander nicht zu kurz kommt, gibt es dennoch klare Regeln für die Präsenzpflicht bei Teammeetings und Mitarbeitergesprächen. Coachings von Führungskräften und Mitarbeitern helfen beim Übergang und klären offene Fragen: Wie kommuniziere ich aus dem Home Office heraus mit meinen Kollegen? Was muss ich als Führungskraft beachten? Wie wird meine Leistung wahrgenommen?

Gen Y konform: mehr Freiheiten, zufriedene(re) Mitarbeiter

Profitieren tun dabei beide Seiten. Nach einer Umfrage des Bürodienstleisters Regus sind drei Viertel der deutschen Firmen (76 Prozent) davon überzeugt, dass flexibles Arbeiten die Produktivität der Mitarbeiter steigert. In die gleiche Richtung gehen auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Demnach bringen Unternehmen, die auf flexible Arbeitsbedingungen setzen, im Schnitt 11 bis 14 Prozent mehr neue oder verbesserte Produkte auf den Markt als Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit einem starren Arbeitsplatzkonzept an der kurzen Leine halten.

Darüber hinaus besteht in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel längst eine wirtschaftliche Notwendigkeit zum Umdenken von Unternehmen. Denn der ausgeprägte Wunsch nach mehr Flexibilität wird vor allem von den Mitarbeitern selbst ins Unternehmen getragen – nicht zuletzt durch die in den Arbeitsmarkt drängende Generation Y mit ihrem Streben nach mehr Freiheit und Selbstbestimmung.

So arbeiten laut einer Studie des Centre of Human Resources Information Systems bereits heute fast 86 Prozent aller Arbeitnehmer am liebsten in einem Unternehmen, das auf flexible Arbeitsmodelle setzt. Sie sehen darin vor allem eine Möglichkeit ihre persönlichen Interessen besser zu integrieren.

Microsoft setzt auf Grundlage seiner offenen Unternehmenskultur und flacher Hierarchien konsequent auf den Ausbau flexibler Arbeitsmodelle. Dafür wurde das Unternehmen 2014 bereits zum fünften Mal mit dem Titel „Deutschlands Beste(r) Arbeitgeber“ des Great Place zu Work Institute ausgezeichnet, das dafür die Mitarbeiter in den Unternehmen befragt.

Artikelbild: wavebreakmedia/ Shutterstock

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