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Eine Plattform soll es sein, für einen konstruktiven, „action-orientierten“ Dialog zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Die Macher des Zermatt Summit wollen so Weltverbesser-Thesen fordern und fördern…

In den letzten 20 Jahren gab es genug Veränderungen, vor allem durch die Globalisierung und den „Casino-Kapitalismus“. Damit einhergehende Veränderungen sind wiederum neue Herausforderungen:

Die Schere zwischen Arm und Reich, der Klimawandel und Nachhaltigkeit, die Sicherung der langfristigen Beschäftigungsfähigkeit angesichts des immer schnelleren technologischen Wandels und die zunehmende Volatilität in der globalen Wirtschaft.

Und dann wäre da noch die Gewährleistung des Verbraucherschutzes gegen oft undurchsichtige Lieferketten im Netz, die Schaffung der neuen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, welche die neuen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Realitäten erfordern. Einige Unternehmen springen dabei ein, NGOs und Regierungen sowieso.

Themen: Neues Miteinander, alte Feindschaften

Themen, welche das Zermatt Summit seit einigen Jahren ansprechen will: Wie sind Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit im globalen wirtschaftlichen Kontext miteinander zu vereinen? Jeder hat dazu seine Meinung, vertritt seine Interessen. In dieser Kontroverse versuchen Teilnehmer und Podiumsgäste, Aufmerksamkeit zu bekommen. Zwar gebe es, so die Veranstalter um Christopher Wassermann, heute sehr lobenswerte Beispiele für eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und NGOs zu verschiedenen Themen und in verschiedenen Ländern.

„Round-Table-Format“

Doch es gibt ebenso ein Bedürfnis für eine breitere, mehr strategisch ausgerichtete, durchaus „produktivere“ Diskussion. Das ist die Rolle, die der Zermatt Summit zu erfüllen versucht, als überparteiliche wie unabhängige Plattform. Die verschiedenen Akteure und Interessenten kommen in Zermatt dieses Jahr wieder am 20./21. Juni zusammen, um verschiedene Perspektiven und Ansätze zu „handlungsorientierten Ergebnissen“ zu bringen.

Methode: Brainstorming, aber bitte strukturiert!

Jenseits der üblichen Business-Konferenzen biete das Zermatt Summit, so die Veranstalter, einen „ganzheitlichen Ansatz“ für die diskutierten Themen. Schwerpunkt sind strukturierte Brainstorming-Sitzungen, echte Interaktion und die Vermeidung von formellen Reden – für den „Take-Home-Value“ und „Impact“ des Ganzen. Die Trends und Faktoren, die Entwicklung der Zivilgesellschaft, ihre Wahrnehmungen, Erwartungen und Wirkmechanismen. Die Praxis der Corporate Social Responsibility. Die Ethik, Regeln und Modi des Eingriffs zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Diese und andere Themen stehen auf der Tagesordnung des Zermatt Summit 2013:
  • PPPs (Public-Private-Partnership) als kooperativer Modus des 21. Jahrhunderts
  • Entwicklung der Zivilgesellschaft Ökosystem: Die Rolle von Social Media
  • Regierung / Geschäft / Civil Society: Erste Schritte auf zusammen, um Nachhaltigkeit zu erreichen
  • Vertrauensfrage:  Privatsektor und Zivilgesellschaft, wie schaffen wir Transparenz und Verantwortlichkeit auf beiden Seiten?
  • Corporate Social Responsibility als integrierter Bestandteil der Unternehmensstrategie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
  • Soziales Unternehmertum und das Geschäft des positiven sozialen Wandels

Unternehmer, Führungskräfte (vormals Manager) aus den verschiedenen Teilen der Welt, Mitarbeiter und Persönlichkeiten aus NGOs und zivilgesellschaftlichen Gruppen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Medieleute und Vordenker – sie alle kommen nach Zermatt. Über 200 Teilnehmer aus über 18 Ländern werden erwartet, um ihre Ideen zu fördern und ihre Sichtweisen in einer strategisch ausgerichteten Diskussion zu „challengen“.

Artikelbild: Matter Kastelic/ Shutterstock

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